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Viele sogenannte Experten prognostizieren immer wieder das Ende des Micro-Four-Thirds Systems von Olympus und Panasonic. Wie aber gerade auch noch einmal die umfangreichen Neuvorstellungen und Ankündigungen auf der Photokina im September in Köln gezeigt haben, ist genau das Gegenteil der Fall. Panasonic baut sein Sortiment an Kameramodellen und Objektiven stetig aus. Wie in unserer News bereits angekündigt haben wir in der Redaktion seit einigen Monaten eine neue Panasonic Lumix DMC-GX80 mit drei verschiedenen Objektiven im Gebrauch und möchten heute unsere Eindrücke und Erfahrungen mit der Micro-Four-Thirds-Kamera, welche aus einem Langzeittest resultieren, zusammenfassen, die wir im täglichen Gebrauch der Kamera gesammelt haben.

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Panasonic Lumix DMC-GX80 – Lieferumfang

Panasonic bietet die Lumix DMC-GX80 in vier verschiedenen Kombinationen an. Neben dem reinen Kamera-Body ohne Objektiv gibt es ein Kit ausgestattet mit einem Standardzoom, dem LUMIX G VARIO 12-32 mm / F3.5-5.6 ASPH. Eine weitere Variante (unsere Wahl) enthält zusätzlich noch das kompakte Telezoom LUMIX G VARIO 35-100 mm / F4.0-5.6. Wer nicht gerne seine Objektive im täglichen Einsatz wechselt, für den gibt es als letzte der vier möglichen Kit-Optionen noch das Set mit dem Superzoom LUMIX G VARIO 14-140 mm / F3.5-5.6 ASPH. Neben der Kamera und den Objektiven zählen noch der obligatorische Kameragurt, ein Akku sowie ein USB-Kabel mit Steckerladegerät zum Lieferumfang. Zu unserem Kamera-Kit mit den beiden Zoom-Objektiven haben wir noch eine lichtstarke Festbrennweite mit dem LUMIX G 25 mm / F1.7 ASPH. für die Produktfotografie und wie bei jeder spiegellosen Systemkamera dringend zu empfehlen zwei weitere Akkus von LOOKit hinzugefügt.

Design – Optik – Verarbeitung

Das Gehäuse der Panasonic Lumix DMC-GX80 im Vergleich zum großen Schwestermodell der GX8 um einiges kompakter. Bei den Materialen setzt Panasonic hier auf Kunststoff, der sich aber doch sehr hochwertig anfühlt, sodass man hier rein haptisch keinen großen Unterschied zu einem Metallgehäuse feststellen kann. Im Detail bedeutet ein Kunststoffgehäuse aber, dass der Hersteller in der Regel keine Abdichtung gegen Spritzwasser und Staub vorgesehen hat, wie auch hier bei der Lumix DMC-GX80. Bei der Gehäuseform setzt Panasonic auf das typische GX-Design ohne Aufbau für Blitz und Sucher in der Mitte des Kameragehäuses. Der Sucher ist fest ohne den Schwenkmechanismus der GX8 an der linken Seite positioniert. Die Bedienelemente finden sich zusammen mit einem kleinen Handgriff auf der rechten Gehäuseseite. Neben dem Ein-/Ausschalter hat Panasonic hier noch ein Moduswahlrad und einen Button zum Start der Videoaufzeichnung auf dem Gehäuse platziert. Zum Einstellen von Belichtung, Verschlusszeit, etc. finden sich zwei Drehräder. Eines davon hinten in Daumenhöhe eingelassen und ein Zweites als Umrandung des Auslösers. Neben dem komplett versenkten integrierten Systemblitz findet sich noch ein Standard-Blitzschuh zum Anschluss von externen Geräten. Auf der Front und Oberseite setzt Panasonic im Design der Kamera auf sehr schlichte Eleganz einer Rangefinder-Kamera wie Leica und Co. Entsprechend verzichtet man in der Frontansicht auf jegliche Bedienelemente außer dem Entriegelungsknopf zum Wechseln der Objektive.

Auf der Rückseite der Lumix DMC-GX80 finden sich typisch für eine moderne Systemkamera diverse Funktionstasten und ein um 80 Grad nach oben und 45 Grad nach unten schwenkbarer 7,5 cm großer Touchscreen. Akku und Speicherkarte finden zusammen Platz in einem Fach an der rechten Seite unter der Kamera. Seitlich rechts am Gehäuse findet man hier hinter einer kleinen Klappe noch einen HDMI-Anschluss sowie den Micro-USB-Anschluss zum Laden der Kamera. Trotz der preislichen Platzierung eher im Einsteigersegment macht die Optik und Verarbeitung der Lumix DMC-GX80 einen doch sehr hochwertigen und eleganten Eindruck.

Technische Details und Funktionen

Wichtigstes Detail einer Kamera ist und bleibt die Technik rund um den eingesetzten Bildsensor. Bei der Lumix DMC-GX80 setzt Panasonic dabei auf eine Mischung aus bewährter Technik und cleveren Verbesserungen. In der GX80 findet man den bekannten 16-Megapixel-Sensor und nicht das neue 20-Megapixel-Modell aus der GX8. Verzichtet hat Panasonic hier aber auf den Tiefpassfilter und verspricht dadurch eine zehn Prozent höhere Auflösung. Ein Nachteil, den der Verzicht auf so einen Filter bisher mitgebracht hat, waren teils massive Moiréeffekte in detailreichen Bildbereichen. Um dem entgegenzuwirken, setzt Panasonic in der GX80 auf ein Venus-Engine genanntes Bauteil im Bildprozessor als Ausgleich.

Ihren 16 Megapixel Live-MOS Sensor im Micro-Four-Thirds-Format nützt die GX80 aber nicht nur für Fotos, sondern wie bei Panasonic nicht anders zu erwarten auch für umfangreiche Videofunktionen. Die Kamera kann Videos in 4K-Auflösung mit 25 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, im Full-HD sogar mit max. 50 Bildern pro Sekunde. Dazu hat sie aber auch die bekannten 4K-Fotofunktionen mit an Bord, dabei arbeitet sie dann sogar mit 30 Bildern pro Sekunde. Die Lumix DMC-GX80 unterstützt auch die neue Post-Focus Funktion zum nachträglichen Fokussieren, div. Reihenaufnahmefunktionen und seit Neustem auch die von Olympus bekannte Fokus-Stacking-Funktion, in der sich eine Bildreihe aus verschiedenen Schärfeebenen mit der passenden Software zu einem neuen Bild, das komplett über alle Ebenen scharf ist, verrechnen lässt.

Auch die Serienbildgeschwindigkeit der Panasonic Lumix DMC-GX80 hat uns ziemlich beeindruckt, die Kamera schafft hier bei voller Auflösung acht Bilder pro Sekunde und mit nachgeführtem Autofokus immerhin noch sechs. Der Puffer, bis die Kamera langsamer wird, ist im JPEG-Format unbegrenzt, im RAW-Format schafft die GX80 44 Bilder ohne Geschwindigkeitsverlust zu verarbeiten. Für den normalen Fotoalltag also mehr als genug, Voraussetzung sowohl für die volle 4K-Funktionalität und auch die hohen Serienbildraten ist natürlich eine entsprechend schnelle Speicherkarte  – wir haben diese gewählt. Die GX80 unterstützt hier SDXC-Speicherkarten der neuesten Generation. Beeindruckend an den Kameras von Panasonic ist nach wie vor die Geschwindigkeit des Autofokusmoduls. Auch im Dunkeln fokussiert die Kamera noch bei -4 EV Umgebungslicht problemlos.

Eine komplette Neuentwicklung ist auch die Verschlusseinheit, die erstmals in der Panasonic Lumix DMC-GX80 zum Einsatz kommt. Diese arbeitet komplett elektromagnetisch und nicht wie bisher rein mechanisch. Durch den Verzicht auf starke Spannfedern und Zahnräder ist die GX80 sehr leise und soll bis zu 90% vibrationsärmer sein – im Vergleich zur GX7 als Vorgängermodell. Die kürzeste Verschlusszeit, die mit der neuen Einheit erreicht werden können, ist ein sehr guter Wert von 1/4.000 Sekunde. Natürlich verfügt die GX80 auch über einen elektronischen Verschluss, dieser lässt sogar eine 1/16000 Sekunde als kürzeste Verschlusszeit zu, hat aber wie bei allen anderen Systemkameras den Nachteil, dass es hier zu unschönen Rolling-Shutter-Effekten kommen kann.

Die neue Verschlusseinheit ist gleichzeitig Voraussetzung für ein weiteres Top-Feature der Lumix DMC-GX80. Durch den Platzgewinn in der Kamera schafft es Panasonic auch in der GX80 einen Fünf-Achsen-Bildstabilisator mittels beweglich gelagertem Bildsensor unterzubringen. Bei der Verwendung mit einem Objektiv inkl. eingebautem Stabilisator verfügt die GX80 damit auch über die Dual-IS genannte Technik, die eine Kombination beider Stabilisierungssysteme ermöglicht. Laut Handbuch soll die Effektivität hier 4 Blendenstufen ausmachen, einen Wert den wir zwar nicht nachgemessen haben, aber unsere Praxiserfahrungen haben diverse Aufnahmen mit der GX80 in schlechten Lichtsituationen ermöglicht, die ohne diese Technik ganz sicher zu vollkommen unscharfen Aufnahmen geführt hätten.

Zum Fotografieren oder Filmen bietet die Panasonic Lumix DMC-GX80 zwei verschiedene Möglichkeiten die ausgewählten Motive zu erfassen. Zum einen verfügt die Kamera über einen klappbaren Touchscreen. Dieser hat eine Auflösung von 1,04 Mio. Bildpunkten und löst damit für die meisten Situationen ausreichend hoch auf. Neben den bekannten Features wie das Wählen des Autofokuspunktes und des Auslösens bietet die GX80 hier weitere frei konfigurierbare digitale Funktionsbuttons zur Ansteuerung der diversen Kamerafunktionen an. Weiter verfügt die Kamera noch über einen elektronischen Sucher. Mit 2,76 Mio. Bildpunkten hat dieser ein helles und sehr scharfes Sucherbild, die Austrittspupille von 17,5 mm Millimetern fällt für Brillenträger allerdings definitiv zu klein aus. Zusammengefasst hat Panasonic in die GX80 wirklich fast alles an Technik und Features hineingepackt, was das aktuelle Micro-Four-Thirds-System hergibt.

Panasonic Lumix DMC-GX80 – Usability

Bei so einem gewaltigen Funktionsumfang  der Panasonic Lumix DMC-GX80 stellt sich natürlich die Frage, wie sich die Kamera im täglichen Gebrauch schlägt. Zunächst einmal noch kurz ein Wort über Größe und Gewicht der GX80. Mit einer Breite von 12 cm, einer Höhe von 7 cm und einer Dicke von gerade einmal 4 cm passt die Lumix DMC-GX80 (je nach verwendetem Objektiv) sogar noch in eine geräumige Jackentasche. Es ist schon beeindruckend, welchen Funktionsumfang Panasonic in der kompakten, 420 g schweren Kamera untergebracht hat. Natürlich hat die Kompaktheit auch ein Stück weit kleinere Nachteile. Trotz gummierter Oberfläche fällt der Handgriff auf der rechten Seite natürlich recht klein aus und auch die Daumenauflage auf der Rückseite ist nicht sehr ausgeprägt. Trotzdem liegt die GX80 aber gut und sicher in der Hand.

Beim Thema Bedienkonzept muss sich die Kamera nicht vor der Konkurrenz verstecken. Über die beiden Einstellräder auf der Oberseite lassen die wichtigsten Kamerafunktionen anpassen. Mit dem Zeigefinger erreicht man gut das vordere Rad, das kombiniert ist mit dem Auslöser. Hier lässt sich in der Grundeinstellung Blende oder Verschlusszeit (je nach Modus) einstellen. Das rückseitige Rad über der Daumenauflage lässt sich nicht nur zur Belichtungskorrektur drehen, sondern kann auch noch gedrückt werden, um damit weitere Einstellungen vorzunehmen. Geradezu üppig ist die Auswahl an zusätzlichen Funktionstasten, die sich frei konfigurieren lassen. Ganze neun Stück hat die GX80 hier im Angebot. Vier davon physikalisch am Gehäuse angeordnet und fünf weitere auf dem Touchdisplay. Aus bis zu 53 Optionen pro Taste lassen sich diese konfigurieren.

Als Einsteiger sollte man hier also einmal einen ausführlichen Blick in das mitgelieferte Handbuch werfen. Mit dem Steuerkreuz auf der Rückseite lassen sich noch weitere Funktionen wie die Sensorempfindlichkeit oder das AF-Messfeld auswählen. Gibt es tatsächlich noch eine Funktion, die so nicht zu erreichen ist, muss man immer noch nicht in das Menü der Kamera wechseln. Die Lumix DMC-GX80 bietet hier zusätzlich noch ein frei konfigurierbares Quickmenü an. Wie man an der vorangegangenen Aufzählung unschwer erkennen kann, ist das Suchen von Funktionen im Kameramenü im Fotoalltag sicher keine gute Option. Die Reiter sind zwar gut aufgeräumt, durch den riesigen Funktionsumfang der GX80 kann man aber auch schon mal einen Moment länger suchen, bis man eine Einstellung wieder gefunden hat. Auch wir haben hier einige Zeit benötigt die Kamera nach unseren Vorstellungen einzustellen. Hat man aber erst einmal die Punkte, die für den eigenen Stil und das eigene Arbeiten wichtig sind entsprechend zugeordnet, lassen sich die recht kleinen Kunstofftasten sehr gut bedienen, die Druckpunkte passen um gut und flüssig mit der Kamera arbeiten zu können.

Auch die Ausstattung mit Fotoprogrammen fällt bei der GX80 üppig aus. Neben den üblichen PSAM-Modi gibt es ein Customprogram mit drei Speicherplätzen. Neben einer Automatikfunktion verfügt die Lumix DMC-GX80 auch noch über 24 Szeneprogramme und man kann weiter zwischen 22 Kreativfiltern wählen und natürlich darf an einem aktuellen Kameramodell auch der Panoramamodus nicht fehlen. Panasonic hat in die GX80 wirklich alles hineingesteckt, was der Hersteller aktuell im Angebot hat. Zu erwähnen sei hier außerdem, dass auch die Wifi-Funktionalität mit an Bord ist, die Ihr zum Übertragen von Bildern nutzen könnt.

Ein Highlight der Panasonic-Modelle ist die Depot-from-Defocus-Technologie des Autofokusmoduls. Die GX80 verfügt über 49 Felder zur Kontrastmessung und ist (wie von uns nicht anders erwartet) unglaublich schnell und treffsicher. Auch in schlechten Lichtverhältnissen packt der Autofokus fast immer sofort, ohne langsamer zu werden oder zu pumpen. Für ganz präzises Scharfstellen, wie wir es z. B. für unsere Produktfotos benötigen, können die Motive noch manuell durch eine Lupenfunktion oder per Fokuspeaking im Detail scharf gestellt werden.

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LUMIX G VARIO 35-100 mm vs. LUMIX G 25 mm / F1.7 ASPH

Die Bildkontrolle kann an der Panasonic Lumix DMC-GX80 wie beschrieben über das schwenkbare Touchdisplay oder durch den fest eingebauten Sucher erfolgen. Die Auflösung des Displays auf der Rückseite zeigt auch noch feinste Details und lässt sich auch schräg von der Seite noch gut erkennen. Die Touchfunktionen lassen sich an der GX80 fast auf Smartphoneniveau ausführen, hier können sich manch andere Hersteller deren Produkte wir uns angeschaut haben durchaus ein Beispiel nehmen.

Hat Panasonic auch sonst fast an keiner Stelle bei der GX80 gespart, ist der einzige kleine Kritikpunkt der verbaute Sucher. Dabei ist die 0,7-fache Auslöservergrößerung noch sehr gut für eine so kompakte Kamera, wieso Panasonic allerdings ein 16:9 Format für das Sucherbild gewählt hat, an einer Kamera, die als Standard 4:3 Aufnahmen erzeugt, verstehen wir nicht wirklich. Wie in der Einleitung schon beschrieben ist auch die Bemessung der Austrittspupille für Brillenträger sehr unkomfortabel bzw. macht die Benutzung mit Brille sehr unübersichtlich. Natürlich verfügt die GX80 über einen Dioptrienausgleich, sodass ein Fotografieren auch ohne Brille möglich ist. Vergleicht man den Preis der GX80 und den des Top Modells der GX8, dann muss es hier natürlich Unterschiede geben und so hat man sich bei Panasonic halt für leichte Abstriche beim Sucher entschieden.

LUMIX G VARIO 12-32 mm vs. LUMIX G 25 mm / F1.7 ASPH

Neben den vielen Fotofunktionen ist die Panasonic Lumix DMC-GX80 ja auch voll gespickt mit diversen Videofunktionen. Eine Neuerung der GX80 ist die Möglichkeit den integrierten Bildstabilisator auch im Videomodus einzusetzen. Ein Vorteil besonders bei der Verwendung von Festbrennweiten, die ja in der Regel keinen eingebauten Bildstabilisator haben. Die 4K-Ergebnisse der GX80 sind schon beeindruckend (auch die Full-HD Qualität gefällt uns sehr gut) und neue Funktionen wie das Live-Croping, das Schwenkt in Full-HD innerhalb des 4K-Bildausschnittes ohne ein Bewegen der Kamera möglich macht sind einfach immer wieder neue Dinge, die kreative Spielräume beim Gestalten von Videos und Bildern ermöglichen. Wenn wir uns für Videos mit der GX80 noch etwas wünschen dürften, wäre es ein Mikrofonanschluss, für den normalen Gebrauch fängt das eingebaute Stereomikrofon die Umgebungsgeräusche aber recht gut ein, auch wenn hier ganz sicher Luft nach oben offen ist.

Panasonic Lumix DMC-GX80 & Objektive

Wie schon erwähnt, haben wir uns die Lumix DMC-GX80 mit insgesamt drei Panasonic Lumix Objektiven aus dem umfangreichen Sortiment der Micro-Four-Thirds Anbieter entschieden. Die beiden Zoomobjektive und das lichtstarke Festbrennweitenobjektiv möchten wir im Anschluss noch kurz etwas genauer mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen.

LUMIX G VARIO 12-32 mm

Das 12-32 mm ist eines der Kit-Objektive, die Panasonic anbietet. Dementsprechend fällt die Lichtstärke mit F3.5-5.6 nicht besonders hoch aus und auch bei der Verarbeitung erwartet einen natürlich kein Objektiv komplett aus Metall. Der verwendete Kunststoff fühlt sich aber sehr hochwertig an, sofern man diesen denn überhaupt anfasst. Das Lumix G Vario 12-32 mm zeichnet sich ja gerade besonders durch seine Bauform aus, die fast einem Pancake-Objektiv entspricht. Entsprechend ist das einzige bewegliche Bauteil der Zoomring zur Verstellung der Brennweite.

Das kleine und kompakte Weitwinkel-Zoom verfügt für ein Kit-Objektiv über eine bemerkenswerte Schärfe über den gesamten Brennweitenbereich. Das Objektiv ist bereits bei Offenblende sehr scharf und durch Abblenden erhält man hier kaum noch bessere Ergebnisse. In Bezug auf die Verzeichnung im Weitwinkelbereich darf man hier keine Wunder erwarten, die elektronische Korrektur bügelt hier einiges wieder aus, es bleibt aber trotzdem noch eine deutlich sichtbare Restverzeichnung. Ein aktuelles Bildbearbeitungsprogramm sollte die endgültige Korrektur aber vor keine größeren Hürden stellen. Etwas anfällig ist das Lumix G Vario 12-32 mm für Farbsäume. Auch hier korrigiert die Elektronik in der GX80 schon einiges und in der Nachbearbeitung sollte sich der Effekt in der Regel ganz entfernen lassen. Es bleiben aber noch einige der typischen Lila-Farbsäume (purzle Fringing), die gerade bei Gegenlicht Aufnahmen doch ziemlich stark zu erkennen sind.

Die Gesamtleistung des kleinen Kit-Objektives ist aber insgesamt sehr gut. Neben der tollen Schärfe funktionierten der Autofokus und der eingebaute Bildstabilisator hervorragend. Die Dual-IS Funktion der GX80 gleicht so die etwas schwächere Lichtstärke fast vollständig wieder aus. Bei Videoaufnahmen lässt sich mit dem Objektiv fast lautlos zoomen und auch der Autofokusmotor arbeitet recht geräuschlos. Für uns ist das kleine kompakte und leichte Weitwinkel-Zoom-Objektiv unsere erste Wahl, wenn wir die Kamera einfach mal so im normalen Alltag dabei haben.

LUMIX G VARIO 35-100 mm

Als Ergänzung im leichten Telebereich haben wir das Lumix G Vario 35-100 mm noch mit im Einsatz. Die Lichtstärke der Telezoom fällt hier mit F4.0-5.6 noch ein weniger geringer als beim 12-32 mm aus. Die Verarbeitung ist sehr vergleichbar und somit ebenfalls auf einem guten Niveau. Der Brennweitenbereich entspricht im Kleinbild den klassischen 70-200 mm. Im Set mit dem kleinen Weitwinkelzoom ist das Objektiv eine recht gute Ergänzung. Die Abbildungsleistungen fallen aber im direkten Vergleich allerdings etwas ab.

Bei Offenblende sind bei 35 mm doch einige Unschärfen an den Rändern zu erkennen, die aber ab 70 mm fast vollständig verschwinden. Im oberen Telebereich zwischen 70 und 100 mm erzielt man mit dem Objektiv ebenfalls sehr gute Scharfzeichnung in allen Motiven. Die Qualität in Bezug auf die Farbsäume ist vergleichbar zum 12-32 mm, aber wie oben auch schon beschrieben für die heutigen technischen Möglichkeiten ja kein wirkliches Problem mehr.

Autofokus und Bildstabilisator leisten auch hier gute und schnelle Arbeit, das Lumix G Vario 35-100 mm verfügt im Gegensatz zum 12-32 mm noch über einen zusätzlichen Einstellring zum manuellen Fokussieren und damit über eine gute Option gerade im oberen Telebereich in Verbindung mit der Fokus-Peaking-Funktion der GX80, die Schärfe des gewählten Motives, optimal einzustellen. Insgesamt ist das 35-100 mm eine gute Ergänzung als leichtes Tele-Zoom. Für die Natur- und Tierfotografie gibt es im Micro-Four-Thirds-Sortiment aber sicherlich bessere Alternativen wie z. B. das LUMIX G Vario 100-300 mm oder das Olympus M.Zuiko Digital 75-300 mm, als Ergänzung im normalen Fotoalltag können wir das Lumix G Vario 35-100 mm aber dennoch empfehlen.

LUMIX G 25 mm / F1.7 ASPH

Das Panasonic Lumix G 25mm F1.7 ist eine lichtstarke Festbrennweite zu einem erstaunlich niedrigen Preis von unter 200 Euro. Wir waren schon ein wenig gespannt, welche Abstriche man hier bei Panasonic für diesen sehr günstigen Preis gemacht hat für. Zunächst einmal waren wir recht überrascht wie groß das Panasonic 25 mm im Vergleich zum M.Zuiko 25mm F1.8 ausfällt. Natürlich ist das Gehäuse bis auf das Metalbajonett komplett aus Kunststoff, aber auch hier gibt es an der Verarbeitung absolut nichts zu bemängeln. Der Fokusring zum manuellen Scharfstellen bietet einen angenehmen Widerstand und lässt sich somit in der Praxis sehr gut benutzen. Der Autofokus arbeitet schnell aber nicht ganz so leise wie an unseren Zoom-Objektiven.

Das Besondere am Lumix G 25 mm F1.7 ist ganz sicher die hohe Lichtstärke. Bei Offenblende zeigt sich hier dann schon ein kleiner Unterschied zu den hochpreisigeren Micro-Four-Thirds Objektiven. In den RAW-Bildern ist eine leichte Tonverzerrung zu erkennen, die in der Nachbearbeitung oder den in der Kamera korrigierten JPEG-Bildern aber nicht weiter störend ist. Die Farbfehler sind absolut im Rahmen und wie bei unseren anderen Objektiven auch in der Nachbearbeitung leicht zu entfernen.

In Bezug auf Schärfe ist das 25 mm Objektiv bei F1.7 an den Rändern doch recht soft, ein wenig abgeblendet sind die Ergebnisse allerdings wirklich erstaunlich scharf. Fotos mit Offenblende F1.7 sind auch auf jeden Fall noch nutzbar. Eine Besonderheit so eines lichtstarken Objektives ist ja die Möglichkeit ein Objekt vom Hintergrund freizustellen. Auch die Qualität und Darstellung der Hintergrundunschärfe kann hier durchaus überzeugen. Ein wenig Schade ist, dass das Lumix G Vario 25 mm F1.7 keinen Bildstabilisator hat, besonders wenn man es für Videos benutzen möchte. Für Bilder und insbesondere unsere Produktfotos sind wir aber mehr als zufrieden, etliche Beispiele könnt Ihr hier, hier oder hier begutachten, theoretisch kann man aber in jedes Review der letzten 4 Monate auf allen 6 Portalen reinschauen. Für diesen sehr günstigen Preis bekommt man eine gute Festbrennweite – hier kann man wirklich nicht viel falsch machen.

Panasonic Lumix DMC-GX80 – Bildqualität

Eines noch einmal vorweg, eine Kamera mit wirklich schlechter Bildqualität wird heute von keinem der namhaften Hersteller mehr angeboten. Qualität und Technik der Sensoren und Bildprozessoren hat aktuell einen so hohen Standard erreicht, sodass man hier als privater Nutzer nicht mehr viel falsch machen kann. Aber zurück zur Panasonic Lumix DMC-GX80, hier hat das Unternehmen ja den schon etwas länger im Einsatz befindlichen 16-Megapixel-Sensor noch einmal überarbeitet und unter anderem den Tiefpass-Filter entfernt. Mit unserem beiden Standardzoom-Objektiven, dem LUMIX G VARIO 35-100 mm und dem LUMIX G VARIO 12-32 mm haben wir sehr gute Bildergebnisse in unserem täglichen Gebrauch erzielt. Wenn wir unsere zusätzliche Festbrennweite, dass LUMIX G 25 mm / F1.7 ASPH einsetzen, erkennt man hier aber noch mal gerade in unseren Produktfotos, die ihr regelmäßig in unseren Artikeln findet, noch mal einen klaren Unterschied. Besonders beachtlich beim äußerst günstigen Preis des 25 mm Objektives. Auch hier gibt es im Micro-Four-Thirds Sortiment von Olympus und Panasonic ja noch sehr viel hochwertigere und entsprechend teurere Linsen im Sortiment.

Beim Rauschverhalten und der Benutzung unter schlechten Lichtbedingungen enttäuscht die Lumix DMC-GX80 ebenfalls nicht. Ab ISO 1600 nimmt die Schärfe der Bilder ein klein wenig ab, ist aber immer noch hervorragend für die Verwendung im Web oder auf dem Monitor. ISO 3200 kann man mit der GX80 auch noch sehr gut nutzen, wie bei fast allen aktuellen Kameras muss man ab ISO 6400 entsprechende Abstriche in der Bildqualität hinnehmen, alle Werte darüber hinaus taugen maximal noch für Schnappschüsse/Erinnerungen, die man eben sonst gar nicht auf einem Bild festgehalten hätte. Im Zusammenspiel mit dem hervorragenden Autofokus der GX80 lassen die Ergebnisse jedenfalls für unseren Alltag nicht zu wünschen übrig und der Ausschuss während unserer Fotosessions ist fast gegen null gesunken.

Auch die 4-K Videofunktionen der Panasonic Lumix DMC-GX80 machen unterstützt durch den Bildstabilisator schon bei der Nutzung aus der Hand ohne Stativ sehr viel Freude, auch wenn hier für professionelle Aufnahmen definitiv eins zu empfehlen ist. Uns sind hier ganz spontan einige doch sehr gelungene Videos geglückt. Kommt etwas mehr Action ins Spiel, schalten wir die Kamera gerne in den Full-HD-Modus zurück, so kann man dann auch hier nur mit der Unterstützung des Bildstabilisators arbeiten.

Ladegerät und Akkus

Wie wir bereits erwähnt haben, kann die Panasonic Lumix DMC-GX80 nur direkt am Gerät aufgeladen werden, was nicht besonders praktisch ist. Die Anschaffung eines Ladegeräts für den Akku ist also definitiv zu empfehlen und auch Zusatzakkus sollte man bei einer Fotosession unbedingt dabeihaben. Wir haben uns hierfür das LOOKit Premiumakku-Paket besorgt, mit dem Ihr den Panasonic-Akku aufladen könnt, wobei hier im Lieferumfang direkt noch zwei weitere Akkus vorhanden sind, sodass man direkt drei Stück in seinem Besitz hat. Wir haben das Akkupack bereits seit der Anschaffung der GX80 im Einsatz und konnten bislang keine Beanstandungen ausmachen.

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Fazit

Unser Fazit nach einigen Monaten im Redaktionsalltag fällt fast durchweg positiv aus. Die Panasonic Lumix DMC-GX80 liegt gut in der Hand und ist trotzdem noch so kompakt, dass diese in eine (zugegeben etwas größere) Jackentasche passt. Der Funktionsumfang, den Panasonic seinem Einsteigermodell hier spendiert erschlägt, einen schon fast. Es gibt wirklich kaum eine Funktion oder Feature, dass die GX80 nicht hat. Einzig am Sucher hat Panasonic ein wenig gespart, obwohl dieser immer noch ein hervorragendes Vorschauergebnis liefert.

Eine weitere Kleinigkeit, mit der wir uns ein wenig anfreunden mussten, ist die Tatsache, dass Panasonic kein separates Ladegerät mehr mit der Panasonic Lumix DMC-GX80 ausliefert. Der Akku wir per USB direkt an der Kamera geladen. Da eine moderne Systemkamera mit Touchdisplay und elektronischem Sucher aber sowieso kaum ohne mindestens ein bis zwei weitere Akkus zu benutzen ist, lässt sich diese Sparmaßnahme von Panasonic aber noch einigermaßen verkraften. Wem das System hier nicht gefällt, der kann sich im Zubehörhandel ein entsprechendes Ladegerät zu recht günstigen Preisen beschaffen (wenn man denn nicht das Original von Panasonic verwenden möchte).

Wie bei jeder Systemkamera mit Wechselobjektiven ist nicht nur die Technik der Kamera für gute Ergebnisse verantwortlich, sondern das Zusammenspiel und die Qualität der Objektive ist einer der entschiedensten Faktoren. Hier hat das Micro-Four-Thirds-System von Olympus und Panasonic mittlerweile einiges zu bieten. Im Vergleich zu den großen DSLR-Herstellern liefern die sogenannten Kit-Objektive schon sehr gute Leistungen und es gibt ein umfangreiches Sortiment an bezahlbaren sehr hochwertigen und lichtstarken Festbrennweiten. In Kombination mit einem der aktuell besten Bildstabilisierungssysteme am Markt ist man hier wirklich in allen erdenklichen Situationen sehr gut aufgestellt. Wem das immer noch nicht genügt, der kann bei beiden Herstellern noch auf ein stetig wachsendes Sortiment an Professional-Objektiven zurückgreifen.

Wir haben den Umstieg auf die Panasonic Lumix DMC-GX80 jedenfalls noch an keiner Stelle bereut und sind mit unserem neuen Kamerasystem sehr zufrieden. Mit unseren drei Objektiven decken wir einen Brennweitenbereich vom Weitwinkel- bis mittleren Telebereich ab und mit dem LUMIX G 25 mm / F1.7 ASPH haben wir eine gute Festbrennweite für unsere tägliche Arbeit in der Redaktion. Aber auch im Outdoorbereich liefert die Festbrennweite wirklich sehr tolle und lichtstarke Ergebnisse.

Die Panasonic Lumix DMC-GX80 kann ab einem Preis von 547 Euro über Amazon oder Otto.de erworben werden. Neben dem reinen Kamera-Body besteht außerdem die Möglichkeit aus verschiedenen Kits zu wählen, was sich rechnerisch definitiv besser lohnt, außer Ihr benötigt keine Objektive, da Ihr bereits welche in eurem Besitz habt. Wir empfehlen außerdem auch unbedingt die Festbrennweite LUMIX G 25 mm / F1.7 ASPH, welche hervorragende Ergebnisse liefert und zudem zum Schnäppchenpreis zu bekommen ist. Wir haben Euch wie immer auch unsere Preisvergleichs-Boxen integriert. Die genannten Kit-Objektive lassen sich übrigens auch separat erwerben, wir haben Euch die Links im Bereich Objektive bereits integriert. Die Bilder von der Panasonic Lumix DMC-GX80 haben wir übrigens mit einer Canon EOS 7D Mark II erstellt.

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