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Im Rahmen der Photokina in Köln im letzten Jahr wurde vom italienischen Zubehörhersteller Manfrotto auch eine neue Modellreihe professioneller Kamerarucksäcke vorgestellt. Manfrotto, eigentlich bekannt als einer der führenden Stativhersteller, hat sein Sortiment in den letzten Jahren immer mehr erweitert und bietet seit Längerem auch diverse Taschen für das Kameraequipment an. Aus der aktuellen Pro Light 3N1 Serie hatten wir die Gelegenheit uns den Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26, etwas näher für Euch anzuschauen. Man kann hier dabei durchaus von einem Langzeittest sprechen. In unserer längeren Umbauphase war der hochwertige Rucksack nämlich stets im Gebrauch, auch im Urlaub, sodass dieses Review auf Basis von mehr als 5 Monaten Nutzung basiert.

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Lieferumfang – Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26

Der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 ist das kleinere der beiden neuen Modelle aus der Pro Light Serie, der neben einem separaten Fach für ein 10-Zoll-Tablet noch reichlich Platz für mehr als ein Kameragehäuse inkl. Objektiven bietet. Neben dem eigentlichen Rucksack gehören noch einige separate Gurtpolster, in denen sich die Enden der Tragegurte verstauen lassen, mit zum Lieferumfang. Weiter findet man noch einen Regen- und UV-Schutz, zusammengefaltet in einer Netztasche und fünf verschiedene Klettelemente für die praktische individuelle Aufteilung des Innenraums.

Design – Optik – Verarbeitung

Wer schon länger seine Kameraausrüstung in Rücksäcken verstaut, dem wird die Pro-Light-Reihe von Manfrotto vielleicht recht bekannt vorkommen. Für unsere erste Nikon DSLR hat uns viele Jahre ein Kamerarucksack der Firma Kata Bags gute Dienste geleistet, die nun unter dem Dach von Manfrotto ihre Produkte weiterentwickeln.

Entsprechend hochwertig und in vielen kleinen Details durchdacht präsentiert sich der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26, der aus den Materialen Nylon, RipStop und Synthetikfaser besteht. Die Materialien machen einen sehr hochwertigen und robusten Eindruck. Die Verarbeitung ist ebenfalls an allen Stellen sehr präzise, sodass wir keine Unstimmigkeiten feststellen konnten. Dies gilt auch für die Reißverschlüsse, diese sind leichtgängig und da wo sinnvoll mit größeren Zippern versehen. Alle Gurte, egal ob die für die Schultern oder der Beckengurt, sind sehr gut gepolstert. Auch die Polsterung des Rückteils ist sehr stabil und ausreichend dick ausgeführt. Gut gefällt uns auch der stabile und breite Tragegriff, mit dem sich der Rucksack sehr einfach transportieren lässt, ohne diesen auf die Schulter oder den Rücken nehmen zu müssen. Die Elemente zur Aufteilung des Innenraums sind auch sehr stabil und mit breiten Klettflächen zur sicheren Platzierung versehen.

Auch beim Design bzw. der Gestaltung des Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 kann das Unternehmen voll punkten. Die Kombination aus mattem Schwarz und den in Manfrotto rot gehaltenen Elementen ist ein echter Hingucker mit seinen V-förmig aufgesetzten Taschen, ohne dass der Rucksack dabei wegen der leuchtend roten Elemente auf der Rückseite oder an den Tragegurten zu auffällig wirkt. Der Rucksack kommt auf Maße von 46 x 26 x 26 cm und wiegt 1380 Gramm.

Technische Details und Funktionen

Der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 ist vollgepackt mit vielen kleinen Details und diversen Möglichkeiten, sein Equipment darin unterzubringen. So finden sich rechts und links oben zwei kleinere Reißverschlusstaschen in denen sich Objektivdeckel, Filter und Ähnliches verstauen lassen. Auf den beiden seitlichen Klappen, die Zugriff auf den Innenraum bieten, ist außen noch ein elastisches Material aufgesetzt, sodass damit zwei Fächer für den Transport von Wasser- oder anderen Trinkflaschen entstehen. Soweit nichts Außergewöhnliches, positiv aufgefallen ist uns hier aber sofort die Tiefe und Größe, die auch einer größeren Flasche einen sehr guten Halt bietet und diese sich trotzdem noch einfach entnehmen lässt. Dies ist nur ein kleines Beispiel, an dem man merken kann, dass die Designer Ihr Know-How bestmöglich einsetzen.

Vorne auf dem Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 finden sich noch zwei weitere v-Förmige Taschen, die allerdings durch die gewählte Form ein wenig klein sind. Zwischen diesen beiden Taschen findet sich der Zugriff auf einen fest angenähten Riemen zur Sicherung eines Stativs, dass sich mit einem Bein in eine weitere Öffnung auf der Frontseite des Rucksacks schieben und mit dem kleinen Riemen fixieren lässt. Wir haben diese Funktion mit unserem doch recht großen Sirui N-2004 inkl. Kugelkopf und dem Rollei Rock Solid Carbon Beta getestet, die sich gut und sicher befestigen ließen und den Tragekomfort des Pro Light 3N1-26 nicht negativ beeinflusst haben.

Oben auf dem Rucksack hat man Zugriff auf das Staufach oberhalb des Kamerafachs, sofern man die Inneneinteilung dementsprechend gewählt hat. Als Boden gibt es hier ein Klettpolster, das bei Bedarf auch weggelassen werden kann. Dadurch lässt sich der Pro Light 3N1-26 auch für umfangreiche Fotoausrüstung mit diversen Bodys und Objektiven nutzen, wenn man denn auf Stauraum für Handy, Jacke oder Ähnliches verzichten kann. Sehr praktisch in diesem Zusammenhang sind die Bänder mit den Kunststoffverstärkungen an den Reißverschlüssen für das obere Staufach, das sich damit sehr gut und schnell öffnen lässt.

Im Deckel des oberen Fachs findet sich noch eine weitere Reisverschlusstasche für Schlüssel und sonstige Wertgegenstände, die man noch einmal zusätzlich sichern möchte. Weiter hat man von dieser Position aus Zugriff auf ein separates Fach für ein 10-Zoll-Tablet, gut geschützt hinter dem stabilen Rückenpolster. Damit noch nicht genug, auf der Vorderseite des Tablettfachs befinden sich noch zwei weitere gut gepolsterte Fächer für Ersatzakkus oder Ähnliches. Bleibt noch das Hauptfach für die Kameraausrüstung. Zur Platzierung der Elemente (und natürlich auch zum Be- oder Entladen des Rucksacks) kann die Frontseite per Reißverschluss komplett geöffnet werden. Auch hier wieder mit kleinen Details wie zwei Klettlaschen, die zusätzlich geöffnet werden müssen und so ein ungewolltes Aufklappen des ganzen Rucksacks verhindern.

Die Inneneinteilung wird hauptsächlich durch zwei sehr gut gepolsterte rote Klett-Elemente eingerichtet, die eine Auflagefläche für die Kamera bilden und zusätzlich abgedeckte Taschen für Objektive. Um diese noch weiter aufzuteilen, gibt es drei weitere Trennwände mit den sich z. B. Fächer für einzelne Objektive einrichten lassen – ganz individuell nach eurem Bedarf. Zugriff auf den Innenraum hat man zusätzlich durch die zwei seitliche Öffnungen, die neben einem Reißverschluss noch zusätzlich mit einem Kunstoff-Schnapper gesichert sind.

Bleibt noch das Tragesystem: Neben der klassischen Position mit zwei Schultergurten und einem sehr stabilen und gut gepolsterten Beckengurt bietet der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 zwei weitere Optionen sich diesen auf den Rücken zu schnallen. Man kann den Rucksack mit vorne über Kreuz befestigten Gurten tragen, um so die Schultern auf längeren Strecken oder bei voller Beladung zu entlasten. Die dritte Möglichkeit ist den 3N1 mit nur jeweils einem Schultergurt als Slingback zu benutzen. Dabei ist es egal, auf welcher Seite man den Rucksack trägt. Beim nach vorne ziehen und dem schnellen seitlichen Zugriff muss man nur vorher seine Inneneinteilung auf die entsprechende Seite ausgerichtet haben. Allerdings baut das Rückpolster in dieser Trageposition durch den dahinter geschobenen Gurt, den man nicht benötigt, doch schon recht stark auf und man merkt dies im Rückenbereich.

Auch an den Transport während einer Reise haben die Designer bei Manfrotto gedacht. Am Rückenpolster findet sich ein Gurt, mit dem der Rucksack problemlos auf einem Koffer-Trolley mitgenommen werden kann. Dieser ist ausreichend breit und sorgt für einen stabilen Halt, sodass ein Diebstahl durch Wegreißen des Rucksacks unserer Meinung nach fast unmöglich sein sollte. Auch als Handgepäck im Flieger sollte sich der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 noch mit in die Kabine nehmen lassen und so für einen sicheren Transport der Kameraausrüstung sorgen.

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Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 – Usability

Bei dem breiten Angebot an Taschen und Rucksäcken ist man ja oft dabei, lange nach der perfekten Lösung für die eigenen Bedürfnisse zu suchen. Ein wenig ist es uns so auch beim dem Test Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 ergangen. Die Verarbeitung, die Staumöglichkeiten und die unterschiedlichen Tragepositionen sind sehr umfangreich und lassen so kaum Wünsche offen. Bei der Inneneinteilung fällt unser Test aber etwas differenzierter aus. Dies liegt besonders daran, weil Manfrotto den Pro Light 3N1-26 auch für spiegellose Kamerasysteme bewirbt. Wir haben unsere Nikon D7000 und alternativ unsere Fuji X-T1 inkl. Objektiven in dem Rucksack verstaut. Für beide Systeme ist mehr als reichlich Platz und entsprechend haben die Kamerabodys einen nicht ganz so stabilen Halt, außer man klemmt sie regelrecht zwischen den Polstern im Innenraum fest.

Nimmt man den Rucksack als Transportmittel für eine Reise mit, dann zeigt dieser er erst sein wirkliches Potenzial. Kamera mit Ladegerät und Akkus, Objektiven, Stativ, iPad, Kindle und alle sonstigen Kabel, Ladegeräte, etc. fanden problemlos Platz im Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 und wir konnten auf weitere Taschen verzichten. Wie schon oben angedeutet sind uns die vielen kleine Details wie die Zipper an den oberen Reißverschlüssen, die gut geformten und gepolsterten Gurte oder auch deren flexibel gelagerte Befestigung am Rückenteil des Rucksacks positiv aufgefallen und machen in der täglichen Benutzung wirklich Spaß – sorgen zudem auch für Entlastung.

Beim Tragen des Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 mit voller Beladung inkl. Stativ auch auf längeren Strecken sorgen die gut einstellbaren Gurte und das optimal ausgeformte Rückenposter für einen sehr angenehmen Tragekomfort. Für die Benutzung als Slingback ist der Manfrotto Rucksack schon fast eine Nummer zu groß und das Ganze fühlt sich nicht mehr wirklich komfortabel an, funktioniert aber einwandfrei. Wird das Wetter einmal ungemütlich, dann verfügt der Rucksack auch über einen separaten Regenschutz, der sich, wenn man ihn nicht braucht, in eine kleine Netztasche mit Karabinerhaken verwandeln lässt. Auf der Innenseite ist der Regenschutz mit silberner Folie beschichtet, sodass dieser auch als Hitzeschild im Sommer genutzt werden kann.

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Fazit

Der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 ist sowohl optisch als auch von der Vielfalt der Möglichkeiten in seiner Nutzung sehr gut gelungen. Man findet wirklich reichlich Stauraum für seine Kameraausrüstung inkl. diverser Objektiv, eines Stativs und weitere technischer Geräte, wie dem Tablet. Die Verarbeitung und die Materialien sind hochwertig und die Kombination aus Schwarz und Rot hat uns direkt überzeugt. Am Tragekomfort gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Einzig der doch recht große und breite Innenraum passt nicht ganz zur Klassifizierung von Manfrotto, da der Pro Light 3N1-26 für spiegellose Systeme beworben wird. Selbst die spiegellosen Vollformatkameras von Sony oder die Fuji X-Serie haben hier fast zu viel Platz und man muss aufpassen, dass sie ordentlichen Seitenhalt während des Transports haben und nicht herumfliegen. Für die Kameras von Panasonic oder Olympus aus dem Micro Four Thirds System ist der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 demnach schon zu groß und nicht wirklich geeignet. Wer jedoch für ein etwas größeres Kamerasystem und dazugehörigen Zubehör eine hochwertige und gut durchdachte Transportlösung sucht, der macht mit dem Pro Light 3N1-26 von Manfrotto aber ganz sicher nichts falsch, wir können hier ganz klar eine Kaufempfehlung aussprechen.

Der Manfrotto Pro Light Rucksack 3N1-26 kann für einen Preis ab 165,99 Euro über Amazon oder den Manfrotto Shop bestellt werden. Hier findet man dann auch das etwas breitere Modell 3N1-36, welches um die 4 Euro teurer ist sowie weitere Aufbewahrungsmöglichkeiten für das Kameraequipment aus der Manfrotto Pro Serie.

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