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Auch wenn der Winter bereits begonnen hat, zu Ende ist dieser noch lange nicht, da sind wir uns ganz sicher. Dementsprechend ist immer noch Zeit seine Heizung auf das nächste Level zu bringen, um noch mehr Smart Home-Feeling daheim zu haben. Wir haben Euch auf gadgetChecks.de bereits ein per App gesteuertes System vorgestellt und widmen uns heute den Netatmo Heizkörperthermostaten, die wir im Starterpaket, bestehend aus zwei Thermostaten samt WLAN-Relay ausführlich mit iOS und Android getestet haben. Der Hersteller verspricht tolle Funktionen, mit der eine Energieersparnis von bis zu 37% möglich sein soll, die smarten Netatmo Heizkörperthermostate glänzen zudem mit einem modernen Design, dass vom Designer Philippe Starck entwickelt wurde.

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Das äußere Gehäuse der Netatmo Heizkörperthermostate besteht aus einem UV-beständigen, durchscheinenden Plexiglas-Zylinder, der sehr präzise verarbeitet ist und mit einer Milchglasoptik daherkommt, was uns sehr gut gefällt. Darunter sehen wir ein durchschimmerndes weißes Material, ansonsten ist das ganze Thermostat in einem Uni-Look gehalten. Die Ausnahme stellt dabei das integrierte Display dar, dass sich unter dem milchigen Plexiglas befindet, ausreichend groß ist und die Temperatur auf einer E-Paper-Folie darstellt, dazu später mehr. Durch die Auswahl der Materialen samt Gestaltung ergibt sich ein sehr modernes Design, das zudem hochwertig ausschaut und sich in der Hand auch so anfühlt.

Im unteren Bereich der Netatmo Heizkörperthermostate gibt es aber noch mehr zu entdecken, hier  befindet sich die Schraubvorrichtung, die man für die Montage an der Heizung daheim benötigt, welche in einem strahlend silbernen Farbton gewählt wurde, ebenfalls hochwertig und präzise verarbeitet wirkt und das Gesamtdesign optimal abrundet. Für die Montage benötigt man aber noch Ventiladapter für den Ventilkörper an der Heizung, die für die gängigen Heizungen dem Paket mit beiliegen. Ganz genau genommen liefert der Hersteller 6 Stück je Heizungsthermostat, alle bestehend aus einem recht flexiblen Kunststoff in der Farbe Hellgrau.

Auf der anderen Seite finden wir dann noch eine runde Scheibe in Weiß samt Netatmo-Schriftzug, die etwas kleiner als das generelle Gehäuse ausfällt, demnach im Innenraum des Plexiglas-Zylinders eingesetzt ist und mit der Kante glatt abschließt. Diese dient dabei nicht nur zur Zierde, sondern verdeckt das Batteriefach von den Netatmo Heizkörperthermostaten. Diese kommen übrigens auf eine Größe von 80 x 58 mm.

Ebenfalls zum Lieferumfang gehört außerdem auch das Netatmo WLAN-Relay, dass ebenfalls sehr ansprechend gestaltet ist. Die obere Seite präsentiert sich ebenfalls im Milchglas-Design, beherbergt LEDs sowie seitlich ein dezentes Logo in Grau. Die untere Seite ist dann komplett in Weiß gestaltet, hier finden wir dann einen Anschluss vor, der mit dem Steckdosen-Stecker verbunden wird und dann in jede Steckdose daheim passt. Auch hier gibt es an der Verarbeitung bzw. dem verwendeten Kunststoff nichts auszusetzen, eine tolle Leistung. Das Verbindungsmodul kommt auf Maße von 83 x 83 x 24 mm, im Paket ist ein Modul enthalten, mit dem mehrere Netatmo Heizkörperthermostate verbunden werden können.

Etwas Farbe – ganz nach eigenem Geschmack

Bevor es an das Montieren der Netatmo Heizkörperthermostate geht, bringen wir aber zunächst etwas Farbe in Spiel. Im Lieferumfang finden wir hierfür 4 verschiedene Kunststoffringe, die selbstklebend sind und am Rand des Plexiglas-Zylinders angebracht werden. Zur Auswahl stehen Euch verschiedene Farben, nämlich Grün, Blau, Orange und Gelb. Das Anbringen dieser ist dabei mehr als einfach, für die Wunschfarbe entscheiden, von der Folie entfernen und einfach am Thermostat ankleben. Sollte man die farbigen Folien nicht maßgenau platziert haben, ist ein erneutes Entfernen bzw. Ausrichten ohne Probleme möglich, was auch Positiv hinsichtlich Farbwechsel ist, wenn die Netatmo Heizkörperthermostate einen neuen Look bekommen sollen.

Die Folienringe sind wie alle Module ebenfalls ordentlich verarbeitet, die Farben sehr intensiv und sie passen perfekt auf den Rand des Zylinders. Ist ein Folienring angebracht, ergibt sich durch das milchige Plexiglas eine ganz tolle Optik, den die Farbe ist ebenfalls am vorderen Rand des Plexiglases zu sehen. Auch der gesamte Body schimmert ganz leicht in der gewählten Farbe, je nachdem von welcher Seite man draufschaut bzw. wie das Licht fällt. Das Ganze sieht mehr als gelungen aus, was das durchdachte Design unterstreicht. Wer es etwas neutraler mag, kann auf die Farben aber auch selbstverständlich verzichten.

Netatmo Heizkörperthermostate – Einfache Montage

Bevor wir uns der eigentlichen Montage der Netatmo Heizkörperthermostate widmen, müssen wir zunächst die beigelegten AA-Batterien einlegen, in jedes Modul gehören zwei Stück. Hierfür wird die runde Abdeckung mithilfe der aufgeklebten Folie mit einer leichten Drehung geöffnet, die kleine Klappe entriegelt und schon können diese ohne Probleme eingesetzt werden. Jetzt wieder verschließen und schon sind die Heizungsthermostate für die Montage bereit. Etwas fummeliger wird das Ganze, wenn die Folie bereits entfernt ist, zum Beispiel, wenn man irgendwann die Batterien wechseln muss. Dann heißt es mit dem Finger die runde Abdeckung etwas andrücken und gleichzeitig drehen. Hat im Test nach wenigen Versuchen zwar stets funktioniert, aber ein etwas einfacher Öffnungsmechanismus hätte uns dennoch besser gefallen.

Der nächste Schritt ist Euch selbst überlassen, entweder man koppelt die Netatmo Heizkörperthermostate nun mit der App oder montiert diese zunächst an der Heizung, beides ist möglich. Um zu testen, wie sich die Thermostate verhalten, wenn diese noch nicht richtig montiert sind, sind wird im Test den ersten Weg gegangen, dann ist aber nach der Montage eine Kalibrierung per App nötig. Wir empfehlen Euch demnach erst die Montage an der Heizung vorzunehmen und dann per Software zu koppeln. Sollte man doch andersrum agieren, dann funktionieren die Netatmo Heizkörperthermostate auch im ummontierten Zustand, sprich, das E-Paper-Display zeigt die ermittelte Raumtemperatur an. Hier sieht man dann in der Anzeige aber noch ein Ausrufezeichen, das Euch darauf hinweist, dass das Ventil nicht richtig montiert ist. Dieses Symbol ist demnach für das bereits montierte Heizungsventil gedacht, um den Anwender aufmerksam zu machen, dass etwas falsch gemacht wurde.

Die Montage der Netatmo Module ist mehr als einfach, zunächst muss das alte Heizungsventil abgenommen werden, was in unserem Fall ganz ohne Mühe vonstattenging. Hierzu mussten wir lediglich die Fixierung per Drehbewegung lösen und schon war das alte Thermostat beiseite geräumt. Im Bad wiederum war diese etwas stärker befestigt, sodass eine Zange eine gute Hilfe war. Je nach Heizungstyp könntet Ihr aber auch Werkzeug gebrauchen, hier könnt Ihr Euch im Internet die sehr hilfreichen Tutorial-Videos von Netatmo anschauen, wo die Montage, je kompatiblen Heizungstyp, genauestens erklärt wird.

Jetzt müssen wir noch den passenden Ventiladapter ausfindig machen, die wie bereits erwähnt, für alle gängigen Heizungen dem Packungsinhalt mit beigelegt sind. Insgesamt finden wir sechs Stück, die sich auf die Typen M30x1.5, M30x1.0, M28x1.5, Danfoss RAVL, Danfoss RA und Giacomini unterteilen. Sollte man nicht wissen, welcher der Richtige ist, kann man entweder einfach ausprobieren, in dem man die Adapter auf das Heizungsventil schraubt oder man holt sich Unterstützung durch die Videos des Herstellers. Im Online-Shop von Netatmo bekommt man übrigens noch weitere Adapter separat käuflich zu erwerben, die für Heizungen gedacht sind, welche nur sehr selten in Wohnungen bzw. Häusern vorzufinden sind.

Ist der richtige Ventiladapter gewählt und an der Heizung per Drehgewinde befestigt, nehmen wir nur noch das Netatmo Heizkörperthermostat und fixieren dieses mit der silbernen Drehfassung, dann ist die Montage auch bereits erledigt. Ein wenig Kritik haben wir dennoch an den Adaptern auszusetzen, diese hätten vom Material nämlich etwas fester ausfallen können. Man sollte diese bei der Montage demnach gerade ansetzen und langsam zudrehen, um zu bemerken, ob die Ausrichtung tatsächlich optimal ist. Andernfalls besser schnell wieder abdrehen und nachjustieren, sonst könnte man das Gewinde des Adapters zerstören, ein härterer Kunststoff hätte hier nicht geschadet, auch wenn bei uns alles glatt lief.

Der gesamte Vorgang je Heizung hat im Test übrigens nicht mal 5 Minuten gedauert, wir empfanden das Ganze zudem mehr als einfach, was besonders daran liegt, dass wir bereits andere Thermostate getestet haben, und der Vorgang ja quasi immer identisch abläuft. Wir sind uns aber sicher, dass auch nicht technisch versierte User, spätestens mit den detaillierten Videos keine Mühe haben sollten, die Netatmo Heizkörperthermostate zu montieren.

Jetzt noch per App einrichten

Die Netatmo Heizkörperthermostate sind nun fertig montiert, es wird also Zeit die kostenlose Energy App aus dem App Store für iOS oder Android herunterzuladen. Wir haben die Smart Home-Thermostate auf beiden Systemen getestet, zum Einsatz kam ein Galaxy S8 sowie iPhone X und iPad Pro. Wenn die Applikation installiert ist, kann es theoretisch mit der Ersteinrichtung direkt losgehen, naja fast, den es fehlt noch das WLAN-Relay, das für die Kommunikation zwischen den Thermostaten und eurem Router zuständig ist. Dieses stecken wir nun einfach in eine Steckdose, eine weiße LED leuchtet auf und schon kann die Einrichtung beginnen.

Der komplette Prozess ist dabei mehr als einfach gestaltet, zu jedem Schritt werden kleine Hilfetexte samt Abbildungen angezeigt, sodass hier sicherlich niemand etwas falsch machen kann – so wie man es bereits von anderen Netatmo Smart Home-Gadgets gewohnt ist. Wir melden uns demnach mit dem kostenlosen Account an bzw. registrieren uns und wählen das Starterpaket aus. Nun wird das Relay gesucht, was binnen Sekunden erledigt ist und mann muss sein Passwort für das vorhandene WLAN-Netzwerk für die Koppelung eingeben. Nach einer direkten Firmware-Aktualisierung ist die Installation dann bereits erledigt und man wird darüber informiert, dass die Netatmo Heizkörperthermostate auch HomeKit unterstützen, wo es direkt an das weitere Setup geht. Hier scannen wir den HomeKit-Code ein, der ebenfalls am WLAN-Relay vorzufinden ist, entscheiden im welchem HomeKit-Haus die Installation erfolgen soll und schon ist die Einrichtung abgeschlossen.

Nun müssen wir noch die eigentlichen Netatmo Heizkörperthermostate einrichten, die von der Software automatisch gefunden werden, ohne dass man etwas drücken muss oder Ähnliches, dass gefällt. Sollte es dennoch vorkommen, dass etwas nicht richtig erkannt wird, einfach die Batterien noch mal entnehmen und wieder einsetzen, hier informieren wir Euch aber nur anhand der FAQ, da wir solch einen Vorfall nicht erlebt haben. Nun noch jedem Ventil einen Namen vergeben und dem Raum zuordnen und schon ist das smarte Heizen daheim möglich. Macht Ihr als Erstes die Einrichtung und montiert die Ventile erst danach, so erkennt dies die Software automatisch und informiert Euch samt Anleitung über die Montage, vorbildhaft. Zu guter Letzt gibt es dann noch eine kleine Einführung samt wichtigsten Funktionen, bevor man zum normalen Modus der App weitergeleitet wird.

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Schöne App & Smarte Steuerung

  • Verschlüsseltes Kommunikationsprotokoll.
  • Drahtlose Verbindung zwischen Thermostat und Verbindungsmodul: große Funkreichweite
  • Kompatibel mit WLAN 802.11 b/g/n (2,4 GHz)

Auch nach der Ersteinrichtung präsentiert sich die Netatmo Energy App in einem schlichten modernen Design, dass zudem mit einem sehr übersichtlichen User Interface punktet. Die betrifft sowohl die iOS wie auch die Android Version, die eigentlich identisch gestaltet sind. Im Startscreen bekommt man zunächst eine schöne Übersicht aller installierten Netatmo Heizkörperthermostate mit aktueller Temperatur. Auf unseren Screens sieht man hier eine Anzeige mit einer quadratischen Ausrichtung, die zum Netatmo Thermostat gehört, hier folgt ein separater Artikel. Im unteren Bereich findet man zudem noch ein Symbol für den Frostwächter, welcher Modi vom Zeitplan gerade aktiv ist, der zudem hier auch aufgerufen werden kann, und einen Abwesend-Button, wenn man die Wohnung verlässt.

Tippt man einen der installierten Ventile in dieser Übersicht auf, vergrößert sich die Ansicht, wo dann der manuelle Boost aktiviert wird, sprich ihr stellt eine Wunschtemperatur ein, die in verschiedenen Zeitintervallen aktiv ist, bis das Thermostat wieder in den Zeitplan zurückkehrt. Wenn der manuelle Boost aktiviert wird, erscheint eine neue Ansicht im unteren Bereich, wo der Zeitintervall bestimmt wird und dieser auch per Hand wieder deaktiviert werden kann, wenn man doch eine zu lange Boost-Zeit eingestellt hat. Im Hauptscreen wird das Ventil mit gesetztem Boost zusätzlich um ein Hand-Symbol ergänzt, damit man weiß, dass hier gerade außerhalb des Zeitplans geheizt wird. Anwender mit einem Apple-Device können diesen Boost natürlich auch innerhalb der Home-App setzen, wo man ebenfalls eine Übersicht samt Temperatur bekommt.

Bevor wir uns dem wichtigsten Feature, nämlich den Zeitplänen widmen, gehen wir aber noch die Einstellungen der App durch, welche über den Button links oben zu erreichen sind.  Hier bekommt man zunächst eine Übersicht aller installierten Netatmo Ventile und kann diese zudem erneut anderen Räumen zuordnen bzw. diese umbenennen. Weiter gibt es noch nützliche Tipps zu Siri und HomeKit mit der Möglichkeit Usern mit einem iCloud-Account Zugriff zu geben sowie verschiedene Automationen zu aktivieren. Natürlich geht Ersteres auch ohne HomeKit, heißt, auch Android-Anwender können anderen Usern erlauben, die Thermostate über die Energy App zu steuern. Ebenfalls wichtige Einstellungen sind die Werte für den Frostwächter und für den Abwesend-Modus, die man wie erwähnt, vom Startscreen ganz einfach aktivieren kann. Hier kann dann in den Einstellungen die gewünschte Temperatur gesetzt werden.

Zu guter Letzt finden wir noch Einstellungen zum Account selbst, aber auch zur Wohnung, in der die Netatmo Heizkörperthermostate zum Einsatz kommen. Hier kann man eingeben, wie groß diese ist und welche Heizart, wie beispielsweise Gas, eingesetzt wird. Man bekommt zudem Informationen über das WLAN-Signal jedes Ventils sowie der vorhandenen Kapazität der eingesetzten Batterien. In der Detailansicht gibt es dann noch die Möglichkeit das Netatmo Heizkörperthermostat erneut zu kalibrieren oder gar zu deinstallieren. Auch der Temperatur-Offset für das gewählte Ventil ist hier untergebracht, der sich hier per Tap einfach erzwingen lässt.

Zeitpläne sorgen für Ersparnis

Das wohl interessanteste Feature innerhalb der App, dass der Hersteller den Netatmo Heizkörperthermostaten spendiert hat, sind aber ganz sicher die Zeitpläne, mit denen sich eine Ersparnis generieren lässt, da man stets für eine konstante Wärme sorgen kann, ohne dass die Heizungen zu oft bzw. lange offen sind und so die Kosten in die Höhe treiben.

Innerhalb der App findet man zunächst vorgefertigte Heizzeiten, die man je Netatmo Ventil und Tag aber hinsichtlich Zeitintervall und Temperatur frei konfigurieren kann, auch ganz neue Intervalle lassen sich anlegen. Hier findet man demnach die voreingestellten Temperaturen, die sich auf die Modi, Komfort, Komfort+, Nacht und Eco unterteilen. Tippt man einen Wert an, kann man hier ganz nach Wunsch die Zeit einstellen, in der der Modi aktiv ist und das Netatmo Heizkörperthermostat dementsprechend heizt. Auch die Temperaturwerte der jeweiligen Modi sind nur ein Knopfdruck entfernt. Wie beim Rest der Applikation sind diese zudem sehr übersichtlich dargestellt, ein Handbuch ist hier ganz sicher nicht erforderlich. Gut gefallen haben uns auch die farblichen Markierungen, mit dem die Übersicht noch etwas einfacher gemacht wird.

Sprachsteuerung mit HomeKit, Alexa & Google Home

Praktisch sind die Netatmo Heizkörperthermostate auch für diejenigen, welche auf Apples HomeKit bzw. Amazons Alexa oder Google Home setzen. Im Test konnten wir mit allen drei Möglichkeiten problemlos die Thermostate per Sprache steuern, die Änderungen je Thermostat, sind dann binnen weniger Sekunden, wie bei Einstellung per App,  am jeweiligen Thermostat aktiv. Bei HomeKit und Amazons Echo ergibt sich zudem der Vorteil, diese mit anderen Smart Home-Geräten zu Routinen bzw. Szenarien zu kombinieren, was in der jeweiligen App konfigurierbar ist. Wichtig ist es nur, dem jeweiligen Thermostat einen Namen samt richtigen Raumnamen zu vergeben, damit die Sprachsteuerung je Raum bzw. Heizung einfach vonstattengeht und besonders vom jeweiligen Sprachassistenten auch gut erkannt wird.

Netatmo Heizkörperthermostate im Alltag

  • Messbereich:
  • 0°C bis 50°C
  • Messgenauigkeit:
  • ±0,5°C
  • Sollwertbereich:
  • 5°C to 30°C
  • Schrittweite der Maßeinheit:
  • 0,5°C

Im Alltag haben die Netatmo Heizkörperthermostate neben Design, Hardware und App auch hinsichtlich Funktionalität einen guten Eindruck hinterlassen. Mit der Applikation bekommt man stets einen schnellen Zugriff und kann trotz Zeitplan immer noch schnell die Heizung voll aufdrehen, wenn man doch mal etwas Wärme daheim benötigt. Die gesetzten Temperaturen sind dabei binnen Sekunden am Netatmo Ventil angekommen und dementsprechend ist die Heizung schnell aufgedreht. Man kann das Ganze auch direkt am Netatmo Heizkörperthermostat mit einer Drehbewegung erledigen, sollte das Smartphone doch weiter als das Ventil selbst entfernt sein. Die Temperatur ist dank dem E-Paper-Display schön und deutlich ablesbar und schont zudem auch die Batterien, diese sollen laut Hersteller bis zu 2 Jahren durchhalten.

Ebenfalls gut gefallen hat uns das Zeitplan-System, mit dem man das Heizverhalten sehr gut optimieren und dementsprechend auch Heizkosten sparen kann. Zur besseren Übersicht gibt es auch Grafiken, wenn man das Smartphone in den Landscape-View dreht. Die gesetzten Temperaturen wurden von den Ventilen dabei stets berücksichtigt, bedeutet, es gab hier im gesamten Testzeitraum kein Fehlverhalten oder Ähnliches. Hierzu gesellen sich außerdem noch die Funktionen “Abwesend” sowie “Frostwächter” wo man den Zeitplan unterbrechen bzw. die Ventile in Windeseile in einen anderen Wunschtemperaturbereich versetzen kann. Sitzt man beispielsweise gerade daheim und ist im Komfortbereich, der von den Temperaturen her den höchsten Wert haben sollte, man muss aber schnell weg, klickt man kurz den entsprechenden Button und schon wird das Heizungsventil geschlossen, bis die Messwerte unter dem eingestellten “Abwesend-Soll-Wert” liegen.

Viel Lob gab es bereits für die Netatmo Heizkörperthermostate, doch wir konnten auch Punkte ausfindig machen, wo der Hersteller noch optimieren sollte. Hier hätten wir das Feature “Fenster-Offen-Erkennung”, wo das Netatmo Ventil bemerkt, dass die Luft im Raum auf ein Mal deutlich kälter wird und sodass Ventil sperrt. Diese Funktion wird laut Hersteller bald verfügbar sein und soll allein mit einer Erkennung am Ventil selbst vonstattengehen. Hier sind wir aber skeptisch, den unserer Meinung nach könnte der Hersteller hier einfach die Möglichkeit geben, die Fenstersensoren, welche es ja bereits für die Netatmo Welcome Kamera gibt, auch hier mit dem Heizungssystem zu nutzen. Diese haben im Test mit der Kamera einwandfrei funktioniert und würden dieses Feature perfekt machen. Eigentlich fast unverständlich warum der Hersteller hier auf ein anderes System setzen will.

Nicht ganz so kritisch aber dennoch verbesserungswürdig ist der Temperatursensor, der sich ja direkt am Netatmo Heizkörperthermostat befindet, und demnach auch dort misst, wo die Wärme quasi entsteht. Dies ist nicht wirklich etwas Besonderes, den die Platzierung des Sensors ist bei anderen Herstellern identisch. Lediglich Systeme, die über ein spezielles Thermostat verfügen, der im Raum platziert wird, beseitigen diesen Umstand. Dazu muss auch erwähnt werden, dass die Heizung ja nicht direkt kalt wird, nur weil das Ventil geschlossen wurde. Im Fall von Netatmo aber stellt sich die Frage, wieso man auch hier seine eigene Produktpalette nicht heranzieht und eine Kopplung mit den Ventilen innerhalb der App zulässt. Hier hätten wir die Wetterstation mit Innenmodul sowie den Netatmo Healthy Home Coach, die die perfekten Lieferanten für einen optimalen Temperatur-Raumwert wären. Der Hersteller bietet zwar das zu den Ventilen kompatible Netatmo Thermostat an, doch dieses ist zur reinen Temperaturmessung deutlich zu teuer und kann nur die Käufer glücklich machen, die dieses erworben haben, da das eigene Haus mit Gas-, Öl- oder Scheitholzkesseln sowie Wärmepumpen beheizt wird und demnach bereits ein Thermostat verbaut ist, welches dann durch das Netatmo Thermostat ausgetauscht wird. Wir werden Euch dieses in einem separaten Review vorstellen.

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Fazit

Die Netatmo Heizkörperthermostate präsentieren sich in einem sehr schönen Design, vermutlich die beste Umsetzung, die es aktuell zu bekommen gibt. Die gewählten Materialen machen zudem einen sehr hochwertigen Eindruck und lassen die Smart Home-Gadgets in einem edlen Look erstrahlen. Ebenfalls lobenswert ist die Applikation, die zeitgemäß wirkt, ein sehr einfaches und strukturiertes User Interface aufweist und so die Steuerung der einzelnen Heizungen zu einem Kinderspiel werden lässt. Die Montage der Netatmo Ventile ist dabei ebenfalls sehr als einfach, lediglich die Adapterringe hätten wir uns aus einem etwas festeren Kunststoff gewünscht. Bei der Funktionalität haben wir grundsätzlich auch nichts zu meckern, alles funktionierte ohne Probleme und besonders die Zeitpläne haben es uns angetan. Lediglich die Messung der Temperatur könnte noch optimiert werden, damit man mit den gelungenen Zeitplänen samt zusätzlichen Features noch etwas mehr Heizkosten einsparen kann. Trotzdem hat uns der Hersteller mit dem Gesamtpaket überzeugt, ausruhen auf dem Lob sollte man sich aber nicht –  Verbesserungspotenzial ist da. Eine Kaufempfehlung können wir aber dennoch aussprechen, da die zwei kleinen Kritikpunkte die grundsätzliche Funktionalität nicht behindern und der Hersteller mit Updates bzw. Verbesserungen normalerweise recht schnell ist.

Die Netatmo Heizkörperthermostate als Starterpaket können für einen Preis von 199 Euro über Amazon erworben werden. Möchte man weitere Heizungen mit dem smarten Heizungsthermostaten ausrüsten, werden je neuem Modul nochmals 79,99 Euro fällig. Der Hersteller Netatmo bietet noch viele weitere Smart Home Gadgets an, die wir Euch auf gadgetChecks.de in weiteren Reviews bereits präsentiert haben.

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