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Die sehr praktischen Smart Home-Gadgets aus dem Hause Netatmo begeistern mit einem guten Gesamtpaket, welches aus präzise verarbeiteter Hardware mit modernem und edlem Design überzeugt und zudem mit einer klar strukturierten Applikation für das Smartphone abgerundet wird. Diese Erfahrung durften wir bereits bei der Wetterstation erleben und auch bei der Indoor-Kamera Welcome war das Ganze nicht anders. Das Unternehmen hat ein neues Gadget in das Produkportfolio aufgenommen, mit dem Ihr gesündere Zustände in eurem Zuhause schaffen könnt. Die Rede ist von der Raumklimaüberwachung Netatmo Healthy Home Coach, welche in der Farbe Rosegold zur Verfügung steht und außerdem mit HomeKit-Support daher kommt, was Apple-User freuen sollte, da der Markt mit kompatiblen Geräten hier bislang im deutschen Raum recht mau aussieht.

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Der Netatmo Healthy Home Coach wird aus Aluminium gefertigt, welches sich hochwertig und robust anfühlt. Das Design ist auch diesmal zylinderartig gestaltet, wie wir es bereits von der Wetterstation und der Netatmo Welcome her kennen, auch schimmert das Material wieder, was die gelungene Gestaltung optimiert und dem Smart Home-Gadget einen edlen Look verleiht. Der Aluminium-Body ist dabei in einem dezenten Rosegold-Ton kreiert und wird lediglich von einem kleinen schwarzen Netatmo-Schritzug geziert, ansonsten ist das Gerät in einem Uni-Look gestaltet. Mittig finden wir außerdem noch eine weiße Leiste vor, welche mit LEDs ausgestattet ist und im Betrieb mehrfarbig aufleuchtet, worauf wir noch später zu sprechen kommen.

Der Fuß vom Netatmo Healthy Home Coach ist ebenfalls in einer weißen Hochglanzoptik gestaltet, dies trifft auch auf die obere Fläche zu, welche gleichzeitig als Taste für manuelle Messungen fungiert. Im hinteren Bereich ist der Look ebenfalls klar strukturiert. Wir finden ebenfalls eine kleine Aussparung, die den Stromanschluss beherbergt, ein passendes Kabel, ebenfalls in Weiß, legt der Hersteller selbstverständlich dem Packungsinhalt mit bei. So er ergibt sich ein gelungenes Design, das modern wirkt und problemlos zu jeder Wohnungseinrichtung passen sollte. Besonders zu erwähnen sei außerdem die präzise Verarbeitung, was besonders an den sauberen Kanten oben und unten sowie an den Aussparungen zusehen ist. Der Netatmo Healthy Home Coach kommt auf Maße von 4,5 x 4,5 x 15,5 cm.

Hat man für den Netatmo Healthy Home Coach den gewünschten Aufstellplatz gefunden, muss dieser zunächst mit dem Stromkabel an einer Steckdose angeschlossen werden, bevor dieser per Smartphone eingerichtet werden kann. Der schicke Zylinder steht dabei auf sämtlichen Oberflächen schön stabil, auch wenn das Stromkabel recht steif ausfällt, ein etwas flexibleres Material würde das Ganze nochmals optimieren. Ist das Gerät angeschlossen, blinkt die weiße LED-Leiste in einem Rose-Ton und ist für die Ersteinrichtung bereit. Für diese benötigen wir jetzt noch die kostenlose Healthy Home Coach-App, welche im App Store kostenlos heruntergeladen wird.

In Windeseile eingerichtet

Wenn die Applikation auf dem iPhone fertig installiert und dann gestartet wurde, muss man zunächst ein kostenloses Konto erstellen, was binnen Sekunden erledigt ist. Wer bereits ein Smart Home-Gadget des Unternehmens sein eigenen nennen kann, kann hier auch die bestehenden Login-Daten nutzen, was bei uns der Fall war. Nun könnt Ihr die Erlaubnis für den Push-Versand vergeben und den Zugriff auf HomeKit gewähren, bevor wir an die generelle Einrichtung des Gerätes kommen. Sollte der Netatmo Healthy Home Coach hier bereits nicht mehr leuchten, betätigen wir die obere Taste nochmals, um dies zu ändern, binnen Sekunden erscheint das Gerät dann in der App und kann konfiguriert werden.

Jetzt müsst Ihr wie bei anderen Wifi-Gadgets euer Wlan-Netzwerk aussuchen, das Passwort vergeben und schon ist der Netatmo Healthy Home Coach in eurem Heimnetzwerk eingebunden. Der ganze Prozess ist dabei sehr schnell und besonders einfach erledigt und zeigt bestens die Usability-Erfahrungen des Unternehmens. In unserem Fall wurden wir zudem auch noch über eine Firmware-Aktualisierung informiert, welche automatisch gestartet wurde und ebenfalls auf den Abschluss nicht lange warten lies. Nach automatischem Neustart des Gerätes ist der Gesundheits-Coach dann einsatzbereit und kann nun mit HomeKit verbunden werden.

HomeKit-Konfiguration leicht gemacht

Die Konfiguration von HomeKit passiert selbstverständlich weiterhin in der Healthy Home Coach Applikation, wo wir zunächst das Zuhause inklusive Raum definieren, in dem der Netatmo Healthy Home Coach seine Arbeit verrichten wird. Auf der Rückseite des Gerätes befindet sich zudem ein kleiner Sticker mit HomeKit-Daten, der im nächsten Schritt mit der iPhone-Kamera treffsicher abgescannt wird. Damit man die verschiedenen Werte der integrierten Sensoren (Luftfeuchtigkeit, Luftqualität, Lärm und Temperatur) auch per Sprachassistenten Siri erfragen kann, können hier zudem auch eigene Bezeichnungen im Setup-Prozess vergeben werden. Der ganze Vorgang ist übrigens ebenfalls sehr einfach gehalten, sodass auch Nutzer mit wenig Erfahrung, sich bestens zurechtfinden. Auch wird wie bei der Ersteinrichtung des Gerätes jeder Schritt genauestens beschrieben und zudem bebildert, eine Glanzleistung.

Zum Ende der Einrichtung kann man außerdem noch ein Profil wählen, von denen drei in der Applikation integriert sind. Mit diesen entscheidet man, welche Tipps einem die Netatmo App zur Verfügung stellt, die Auswahl setzt sich aktuell aus den Profilen Baby, Ganze Familie und Asthmatiker zusammen. Das gewählte Profil hat aber keine Auswirkungen auf die grundsätzlichen Messungen der verbauten Sensoren. Vielmehr geht es hier um nutzerorientierte Tipps sowie Veränderungen der jeweiligen Klimabewertung.

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Netatmo Healthy Home Coach – iOS-App

Das Konzept der Healthy Home Coach App ist sehr einfach, man bekommt direkt auf einem Blick alle relevanten Informationen, die über die Sensoren im Netatmo Healthy Home Coach ermittelt wurden – auch unterwegs. Im oberen Bereich sehen wir demnach den Gesamtzustand des Raumklimas, welcher sich auf Gesund, Ausgewogen, Angemessen, Schlecht und Ungesund unterteilt und zudem farbig gekennzeichnet wird. Stimmig ist das Ganze dann auch dennoch, weil auch die weiße Leiste am Gerät selbst in den gleichen Farben erstrahlt, wenn eine automatische Messung vorgenommen wird. Dies ist dann besonders bei der manuellen Messung auch sehr hilfreich, welche über das Berühren der oberen Taste des Gadgets erfolgt. Binnen Sekunden erstrahlt die richtige LED-Farbe und man weiß direkt, ob der Zustand im Raum in Ordnung ist, ohne die Applikationen öffnen zu müssen. Würde hier jetzt beispielsweise Blau oder Grün erstahlen, kann man sich das Öffnen dieser sogar ganz sparen. Erst bei den Farben, welche einen kritischen Wert aufzeigen, sollte man das Smartphone aber in die Hand nehmen und schauen welcher gemessener Wert für die schlechte Bewertung zuständig ist, um dann entsprechend zu reagieren. Ist der CO2-Gehalt beispielsweise schlecht, sollte man hier also unbedingt mal lüften.

Aber zurück zur App, den hier gibt es noch weitere Punkte zu entdecken, wie zum Beispiel die einzelnen Werte der Sensoren, aus den die Gesamtwertung resultiert, welche übrigens je gewähltem Profil anders ausfallen kann. Die Werte sehen wir dann direkt übersichtlich im unteren Bereich des Hauptscreens. Hier hätten wir dann die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, den Kohlenstoffmonoxid-Wert sowie die Lautstärke, wie wir es vom Innenmodul der Wetterstation kennen. Neben den ermittelten Werten sehen wir zu jedem Sensor eine separate Bewertung, welche ebenfalls farbig gekennzeichnet ist und der Farbpalette der Gesamtbewertung entspricht. Jede einzelne Bewertung kann zudem auch betätigt werden, hier erscheint dann ein kleines Fenster mit einer Farbskala und einem optimalen Wert, der als Info bzw. Indiz-Wert zu sehen ist.

Ebenfalls praktisch ist die Timeline-Funktion, welche über den Button rechts oben aktiviert wird. Hier öffnet sich nach Betätigung im unteren Bereich eine kleine Leiste, wo Ihr die vorherigen Messungen nachträglich ablesen könnt. Hierfür swipen wir einfach in der Leiste und können durch das Drücken einer Uhrzeit die Werte auf den Hauptscreen aufrufen. Diese sind dabei auch direkt mit entsprechenden Farben markiert, was das gelungene Farbkonzept bestens abrundet.

Der letzte Teil der iOS-App besteht dann noch aus den Einstellungen vom Netatmo Healthy Home Coach. Hier hätten wir zunächst eine kleine Hilfe in Form eines FAQ, die HomeKit-Enstellungen, wenn man Räume oder Sensoren-Bezeichnungen verändern möchte, sowie Wifi-Seetings und eure Konto-Details. Ebenfalls konfigurierbar ist hier das gewählte Profil, die Zeitzone, die automatisch Beleuchtung sowie die Push-Nachrichten, welche je Meldung auch deaktiviert werden können, was wir aber eher nicht empfehlen, wenn man das Smart Home-Gadget in seiner Funktion als Wohlfühl-Überwachung im eigenen Zuhause, völlig ausreizen möchte. Zu erwähnen sei noch, dass die Applikation bislang nur für das Smartphone, auch für Android, zur Verfügung steht und auf dem iPad bislang nur im 2x-Zoom-View nutzbar ist, was wir schade finden, hoffentlich gestaltet der Hersteller dieser bald zur Universell-App um.

Mit Siri noch komfortabler, wenn der Sprachassistent will

Während das Lichtsignal am Netatmo Healthy Home Coach selbst und die gelungene App schon einen tollen Umfang darstellen und hierdurch das Ablesen der Werte bzw. der Gesamtwertung sehr komfortabel gestaltet wird, geht das Ganze mit Siri noch etwas schneller, sofern man aktiver Nutzer des Sprachassistenten ist. Hier könnt Ihr nun einfach die Werte abfragen, ohne die Applikation öffnen zu müssen, was bei uns aber leider nicht im vollen Umfang mit einem iPhone 6s und aktuellster iOS-Version funktioniert hat. Während wir die Temperatur und Luftfeuchtigkeit ohne Mühe erfragen konnten, weigerte sich Siri uns eine Antwort zum CO2-Gehalt und zur Lautstärke zu geben.

Wir haben in den HomeKit-Einstellungen auch die Bezeichnungen für beide Werte mehrmals verändert, doch auch hier führte das Ganze nicht zum Erfolg, hier muss anscheinend noch optimiert werden. Hier ist noch anzumerken, dass Siri die Bezeichnungen durchaus verstanden hat, sprich es hat nicht an der Aussprache gelegen. Es lässt sich außerdem auch nicht sagen, ob das Problem bei Apple oder Netatmo liegt. Wir haben den Hersteller auf jeden Fall darüber bereits informiert und werden den Artikel aktualisieren, sobald wir eine Antwort der Entwickler erhalten. Der HomeKit-Support stellt dabei nur ein Teil des ganzen Systems dar, sodass wir hier von keinem Haupt-Feature sprechen, weswegen wir nur einen Punkt bei Bedienung und Funktionalität in unserer Gesamtwertung abziehen.

Mit HomeKit – Alles im Überblick

Mit der HomeKit-Integration lässt sich der Netatmo Healthy Home Coach aber nicht nur mit dem Sprachassistenten Siri abfragen, sondern erscheint auch in der noch recht neuen Home-App von Apple. Auch hier kann man die Werte der Raumklimaüberwachung einsehen, auch wenn uns die Darstellung in Netatmos Applikation deutlich besser gefällt, besonders weil in Apples Home-App die Gesamtwertung sowie farbige Markierungen fehlen. Nutzt man allerdings weitere HomeKit-Geräte und möchte die Werte alle in einer App einsehen können, so ist dies problemlos möglich.

Ein weiteres Feature von HomeKit ist auch die Automation, wo bestimmte Funktionen der eingesetzten Geräte miteinander kombiniert werden können. Hier gibt es im Bezug auf den Netatmo Healthy Home Coach aber eher wenige Möglichkeiten, auch wenn die ermittelten Werte durchaus für diese Funktionen zur Verfügung gestellt werden. Nutzt man demnach beispielsweise HomeKit-kompatible Heizungsregler, so könnte man sagen, dass die Heizung automatisch aufgedreht werden soll, wenn der ermittelte Wert durch den Netatmo Coach eine bestimmte Temperatur erreicht hat. Ebenfalls möglich wäre auch ein Leuchtsignal über installierte Hue-Lampen. Zeigt ein Sensor vom Netatmo Healthy Home Coach einen schlechten Wert an, könnte man eine Lampe angehen lassen, doch dass ist eigentlich schon Spielerei, da die LED und Push unserer Meinung nach schon völlig ausreicht. Wir setzen zudem auf nicht HomeKit-komatible Heizungsregler und Lampen, weswegen das Ganze nicht zum Review-Umfang gehört.

Hier ist der Nutzfaktor im Bereich HomeKit-Automation aber auch schon ausgereizt, zumindest solange, bis es deutlich mehr HomeKit-fähige Geräte auf dem Markt gibt, bzw. bis der Smart Home-Bereich noch deutlich umfangreicher wird. Eine interessante Geschichte wäre zum Beispiel, eine automatische Kippöffnung des Fensters, wenn der CO2-Gehalt im Raum schlecht ist, doch sind solche Smart Home-Geräte, die dies ermöglichen, bislang nicht bekannt und schon gar nicht mit HomeKit-Support. Ebenfalls praktisch währe eine automatische Regulierung der Lautstärke. Aus diesem Grund sehen wir den Bereich Automation in Verbindung mit dem Netatmo Healthy Home Coach als nicht wirklich relevant, was aber nicht am Gerät selbst liegt, sondern eher an der aktuellen Verfügbarkeit geeigneter Geräte. Dennoch finden wir den HomeKit-Support für Apple-User eine tolle Sache, um wie bereits erwähnt, die Werte von allen HomeKit-Geräten im Überblick zu haben.

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Fazit

Der Netatmo Healthy Home Coach ist präzise verarbeitet, das Material ist dabei hochwertig und robust. Ebenfalls gelungen ist das zylinderartige Design, welches schön schimmert, modern wirkt, aber dennoch zeitlos ist und somit überall gut aussehen sollte, auch der benötigte Platz ist gering. Optimal abgerundet wir das Smart Home-Gadget mit einer einwandfreien Applikation, mit der man einen sehr klar strukturierten Überblick über sämtliche Messungen bekommt, das einfache User Interface ist auch in der Timeline und den Einstellungen vorzufinden. Im Alltag ist die Raumklimaüberwachung dabei durchaus hilfreich, um ein gesundes Raumklima zu schaffen, was durch die Profile für Allergiker und Babys nochmals optimiert wird. Zu warme Räume können hier nämlich schon für Probleme sorgen. Noch viel wichtiger ist aber die Messung des CO2-Gehalts, wir haben immer wieder gestaunt, wie oft der Wert in den Keller rutscht, wo wir gefühlsmäßig noch lange nicht ans Lüften gedacht hätten. Aber auch die anderen Werte sind nicht zu unterschätzen wenn man den Wohlfühlfaktor in den eigenen vier Wänden stets auf einem hohen Niveau halten möchte. Praktisch ist hier neben der App auch das Leuchtsignal am Gerät selbst sowie die HomeKit-Integration, mit der die Werte auch per Siri erfragt werden können, auch wenn hier noch optimiert werden muss. Bei der HomeKit-Automation gibt es dann auch deutliche Grenzen, die aber nicht dem Unternehmen Netatmo zuzuschreiben sind. So verbleibt die einzige Kritik bei der Abfrage per Siri, ansonsten waren wir im Test sehr zufrieden und das Gesamtpaket aus Hardware & Software sowie Farbkonzept ist mehr als überzeugend. Wer in seinen eigenen vier Wänden ebenfalls ein besseres Wohlfühlklima schaffen möchte, kann demnach bedenkenlos zum Netatmo Healthy Home Coach greifen, von uns gibt es trotz minimaler Kritik eine klare Kaufempfehlung.

Wer übrigens bereits die Netatmo Wetterstation besitzt, bekommt die Sensorwerte hier auch über das Innenmodul, wobei die Sensoren beim Netatmo Healthy Home Coach auf einem neueren Standard sind, welcher für präzisere Messungen sorgen soll. Ob man deswegen das Innenmodul ersetzen sollte, wagen wir zu bezweifeln, aber die Wohnung hat schließlich ein paar Räume mehr, wo man dann bestens den neuen Coach positionieren könnte. Für User, welche HomeKit-komaptible Geräte bevorzugen, ergibt sich noch ein weiterer Kaufanreiz. Die Wetterstation-App bietet zudem auch nur die ermittelten Werte, ohne auf bestimmte Profile, wie Allergiker, zu reagieren, sprich der Ansatz ist hier etwas anders gestaltet.

Der Netatmo Healthy Home Coach in der Farbe Rosegold kann für einen Preis von 99 Euro über Amazon erworben werden.

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