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Nach unserem umfangreichen Umzug und Redesign dieser Website, haben wir uns entschieden, die älteren Reviews in einem kompakteren Layout zu veröffentlichen. Jeder umgezogene Artikel muss von uns persönlich bearbeitet werden - da neues Editor/Builder-System - sodass wir auf alle Bilder verzichtet haben. Neue Reviews findet ihr selbstverständlich mit eigener Bebilderung, Video und neuem Layout vor.

Das Smart Home-Bereich wächst rasant, was zugleich bedeutet, dass immer mehr lukrative Gadgets vorgestellt werden, die bestimmte Funktionen im eigenen Zuhause erleichtern. Der Hersteller Netatmo ist hier bereits vor einigen Jahren nach vorne geprescht und präsentierte eine rundum gelungene Wetterstation mit Luftsensoren, welche auch noch heute zu den Besten auf dem Markt gehört und zudem um weitere Module ergänzt wurde, unser Review könnt Ihr hier nachlesen. Wir bleiben heute beim gleichen Unternehmen und präsentieren Euch ein weiteres Gadget, welches sich diesmal um die Sicherheit daheim kümmert. Wir haben die Netatmo Welcome Indoor-Kamera inklusive Tags auf den Prüfstand geschickt, die mit einem edlen Design glänzt und natürlich, wie die Wetterstation, komfortabel über euer Smartphone gesteuert wird.

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Die Netatmo Welcome wird aus robustem Aluminium und Kunststoff gefertigt, das Design erinnert dabei optisch an die anfangs erwähnte Wetterstation, da das Design ebenfalls zylinderartig gestaltet ist. Die verwendeten Materialen fühlen sich sehr hochwertig an und der Aluminium-Body schimmert schön, besonders wenn dieser vom Licht angestrahlt wird, was in Verbindung mit der goldenen Farbe, ein sehr edles Gesamtdesign darstellt. Wir finden mittig außerdem eine schwarze Leiste, die das Kameramodul samt Sensoren und LED beherbergt sowie auf der Rückseite drei Anschlüsse, welche für das Ethernet-, und Micro-USB-Kabel sowie eine microSD-Speicherkarte gedacht sind und auf einer weißen Oberfläche eingesetzt wurden. Das weiße Material, welches in dem Fall aus festem glattem Kunststoff besteht, finden wir außerdem auch im oberen Bereich als Abdeckung sowie auf der unteren Seite des Zylinders für einen sicheren Stand.

Besonders zu erwähnen sei außerdem die präzise Verarbeitung der Kamera, hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln. Besonders im Bereich der Anschlüsse und des Kamera-, und Sensor-Moduls finden wir eine saubere Kante innerhalb des Aluminium-Bodys vor, die bestens zeigt, wie penibel das Unternehmen arbeitet. Zum Lieferumfang der Netatmo Welcome gehören außerdem eine microSD-Speicherkarte mit 8 GB Speicherplatz, ein weißer Stromadapter samt USB-Kabel, welches recht lang gestaltet ist und für die meisten Anwender ausreichen sollte sowie ein Ethernet-Kabel für die optional kabelgebundene Verbindung mit eurem Router, wenn das WLAN-Singal zu schwach ist. Optisch könnte der Stromadapter dabei schon etwas schicker gestaltet sein, da man diesen aber kaum zu sehen bekommt, geht dieser Umstand gerade so in Ordnung, etwas schade ist es aber dennoch. Auch das dazugehörige Kabel ist recht steif, hier ist ebenfalls Luft nach oben offen. Die Gesamtmaße der Indoor-Kamera betragen 45 x 45 x 155 mm und das Gewicht liegt bei 400 Gramm.

Zu unserem Review gehören außerdem auch die optional erhältlichen Netatmo Tags, welche beispielsweise als Sensoren für Türen und Fenster fungieren und nur mit der Welcome Kamera oder der Outdoor-Kamera Presence genutzt werden können. In einer Packung bekommt ihr 3 solcher Sensoren, die mit je 2 AAA-Batterien betrieben werden, welche wiederum eine 1 jährige Betriebsdauer überstehen sollen und dem Packungsinhalt ebenfalls mit beiliegen. Die Netatmo Tags sind ansonsten recht dezent gestaltet, werden aus weißem UV-beständigem Kunststoff gefertigt und wirken ebenfalls gut verarbeitet. Praktisch ist, dass diese sowohl Innen und Außen angebracht werden können, neben UV-Schutz sind diese nämlich auch witterungsbeständig, sodass auch Regen und Wind ihnen nichts anhaben kann. Für die Montage legt der Hersteller mehrere kleine Klebepads mit bei, die sich später auch rückstandslos entfernen lassen, wenn man beispielsweise einen Tag umpositionieren will. Wir sehen außerdem einen kleinen Unternehmensschriftzug in Schwarz auf der vorderen Seite sowie eine Abdeckung für das Batteriefach, ein Werkzeug zum Öffnen ist selbstverständlich ebenfalls dabei. Die Netatmo Tags kommen dabei auf Maße von 76 x 15,8 x 30,4 mm.

Einrichtung der Netatmo Welcome

Damit Ihr mit der Netatmo Welcome euer eigenes Zuhause überwachen könnt, muss diese erst einmal eingerichtet werden, für diesen Vorgang bietet Euch der Hersteller zwei mögliche Wege. Hier hätten wir ein mal die Konfiguration über eine Software für Mac, Windows und Linux, die man über die Netatmo-Webseite im privaten Login-Bereich herunterladen muss, sprich zuvor muss ein kostenloses Konto angelegt sein. Solltet Ihr bereits die Wetterstation euer eigen nennen können, nutzt man einfach diese Login-Daten, sehr praktisch. Nach dem Start der Software müsst ihr die Netatmo Welcome über das USB-Kabel mit eurem Rechner oder Mac verbinden und schon könnt Ihr den Setup-Prozess starten.

Wir haben uns aber für den unserer Meinung nach komfortableren Installationsweg entschieden, nämlich über die Smartphone-App – in unserem Fall für das iOS-Betriebssystem -, welche kostenlos in den jeweiligen App Stores heruntergeladen wird. Etwas komfortabler ist dieser Weg deshalb, da keine kabelgebundene Verbindung nötig ist, außerdem kann man gemütlich auf der Couch sitzen und den schön bebilderten Setup-Prozess auf seinem Smartphone oder Tablet verfolgen. Wenn die entsprechende Applikation installiert ist, kann es dann auch direkt losgehen. Direkt zum Start müsst Ihr Euch auch hier mit euren Netatmo-Login-Daten anmelden oder alternativ ein neues kostenloses Konto anlegen, was bei uns nicht nötig war, da wir ja auch die Netatmo Wetterstation besitzen.

Als Erstes schließen wir die Netatmo Welcome an einer Stromquelle an, danach wir die Kamera auf den Kopf gestellt, damit das automatische Pairing mit eurem Endgerät beginnen kann. Signalisiert wird Euch dieser Vorgang mit einer kleinen LED, welche Blau aufleuchtet. Nach kurzer Zeit ist das Smart Home-Gadget in der Applikation gefunden und binnen weniger Sekunden fertig installiert und somit einsatzbereit. Im nächsten Step wird die Einbindung in eurer WLAN-Netz vorgenommen, Ihr wählt demnach euer Netzwerk, gibt das entsprechende Passwort ein und bestätigt das Ganze, schade, dass hier nur 2,4 GHz möglich sind, 5 GHz Netzwerke werden nicht erkannt. In unserem Fall kein Problem, da bei uns beide Netzwerke recht stabil sind, für manche Anwender wäre es aber sicherlich eine gute Ergänzung, da 5 GHz Netzwerke meistens nicht so stark überladen sind.

Nun könnt Ihr eurer Netatmo Welcome einen eigenen Namen vergeben und den Aufstellort mit einer Bezeichnung definieren. Dies ist besonders praktisch, wenn man mehrere Kameras daheim aufstellt, eine Begrenzung gibt es hier nicht. Während dieses Vorgangs fragt der Setup-Prozess auch nach der Installation der Netatmo Tags, wir haben diese aber erst mal nicht konfiguriert, da das Ganze auch ohne Einschränkungen später erledigt werden kann. Jetzt ist die neue Indoor-Kamera quasi einsatzbereit, in unserem Fall informierte uns das System direkt über eine Aktualisierung, die wir über die Applikation starten konnten und welche sehr zügig erledigt war. Wir möchten das Netatmo Team hier besonders für das gelungene Setup mit Beschriftungen und toller Bebilderung loben, hier findet sich wirklich jeder User zurecht, ohne weitere Anleitungen zu benötigen.

Netatmo Tags installieren

Die Netatmo Welcome ist nun für die Überwachung eures Zuhause einsatzbereit, bevor wir auf die Funktionen zu sprechen kommen, möchten wir Euch aber noch das Setup der Netatmo Tags präsentieren, welches ebenfalls kinderleicht gestaltet ist. Bevor wir mit dem Pairing beginnen, möchten wir zunächst auf das Einsetzen der zwei AAA-Batterien in das kleine Modul zu sprechen kommen, zum Öffnen müsst ihr das beigelegte Werkzeug benutzen. Während die Öffnung sehr einfach vonstattenging, hatten wir beim Schließen aber kleinere Probleme, etwas Fummelarbeit ist hier definitiv angesagt. Das Problem ist, das man die Batterien mit dem Deckel herunterdrücken und gleichzeitig mit dem Werkzeug verriegeln muss. Hört sich zwar einfach an, doch der Mechanismus aus Kunststoff greift wirklich nur, wenn der Deckel des Tags an beiden Seiten mit heruntergedrückten Batterien perfekt sitzt, durch die kleine Fläche gestaltet sich dies demnach etwas schwer, besonders weil man theoretisch an beiden Seiten drücken muss und ja auch noch das Werkzeug zum Drehen braucht. Nachdem wir zu diesem Zeitpunkt einen wirklich guten Eindruck von der Hardware bekommen haben, waren wir hier etwas enttäuscht.

Für das Pairing der Netatmo Tags starten wir wieder die Applikation und die Kamera wird erneut auf dem Kopf positioniert, bis die blaue LED aufleuchtet. Damit der Sensor von der Kamera erkannt wird, sollte dieser nicht weiter als 1 Meter entfernt sein, ist dies der Fall, werden die Batterien eingelegt, was man mit einem grünen Licht signalisiert bekommt. Solltet Ihr die Batterien zu diesem Zeitpunkt bereits in den Netatmo Tag eingesetzt haben, müsst Ihr den Vorgang wiederholen, sprich Batterien entnehmen und wieder einsetzen. Dann aber wird der Sensor in der Applikation direkt gefunden. Im nächsten Schritt kann man dann noch einen Ort auswählen, an dem Ihr den Tag platzieren werdet, wie beispielsweise ein Fenster, Tür oder Briefkasten. Dann startet auch direkt die Koppelung mit der Kamera, sobald diese vollständig ist, könnt Ihr den Tag dann mit den kleinen Klebestreifen, welche sehr stark sind, am Fenster oder einem anderen Gegenstand anbringen, die maximale Reichweite sollte aber 80 Meter zur Kamera nicht übersteigen. Man sollte außerdem darauf achten, dass die Tags so weit wie möglich von der Drehachse der Tür oder Fensters platziert werden, damit die Erkennung bestmöglich funktioniert.

Der erste Netatmo Tag ist nun installiert, man könnte jetzt direkt weitere Sensoren installieren oder man kalibriert zunächst den bereits installieren Tag. Wie der ganze Setup-Prozess der Kamera und der Tags, wird auch die Kalibrierung bestens erklärt, sodass man hier definitiv nichts falsch machen kann. Ihr wählt in der Applikation den Bereich Tag und seht durch ein oranges Symbol, dass dieser bislang nicht seinem Platz zugeordnet wurde. In unserem Fall war der erste Tag an einem Fenster montiert, sodass dieses für die Kalibrierung geschlossen sein musste. Die einzelnen Schritte werden aber auch für andere Positionsmöglichkeiten genauestens angezeigt.

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Netatmo Welcome – iOS App

Unabhängig von dem sehr gelungenen Installation-Setup, präsentiert sich die Netatmo App für Smartphone und Tablet sehr modern und besonders übersichtlich, man findet sich mit dem User Interface bestens zurecht. Alles andere hätte uns aber auch gewundert, da dass Unternehmen bereits bei der Anwendung für die Wetterstation sehr hohe Maßstäbe setzt. Im oberen Bereich der Applikation seht Ihr demnach stets ein Vorschaubild des Bereichs, auf den die Kamera gerichtet ist, mit einem Tap startet Ihr ein manuelles LiveView und könnt das Geschehen komfortabel über euer Smartphone unterwegs betrachten. Direkt darunter befindet sich dann eine Timeline, welche sämtliche Alarme bzw. Bewegungen erfasst. Klickt man auf ein Ereignis, wird einem die dazugehörige Aufnahme präsentiert, es besteht außerdem auch die Möglichkeit diese einzeln zu löschen.

Weiter könnt Ihr ein zusätzliches Menu aufrufen, welches Euch die Tags präsentiert, hier sieht man dann quasi direkt, ob ein Fenster geöffnet ist, je nachdem wo eure Tags installiert sind. Da die Netatmo Welcome auch eine Gesichtserkennung mit an Board hat, werden euch einen Swipe weiter auch aufgenommene Gesichter angezeigt, welche Ihr sehr einfach mit einem Tap mit Namen abspeichern könnt. Hieraus ergeben sich sozusagen einzelne Profile – maximal 16 sind möglich  –  je gespeicherter Person, für die man individuelle Einstellungen vornehmen kann. Hierzu gehören Benachrichtigungen, welche per Zeitfenster optimiert werden können. Man bekommt außerdem einen Balken über die Profilstärke zu sehen, je kleiner dieser ausfällt, um so ungenauer ist die Identifizierung, was bedeutet, dass die Netatmo Welcome noch ein paar Bilder des Gesichts benötigt, damit diese präziser funktioniert. Ebenfalls praktisch ist die Einstellung für das Aufzeichnen von Videos, welche man beispielsweise deaktivieren bzw. optimieren kann. Ein gutes Beispiel wäre eine Person, die identifiziert ist, hier kann man dann beispielsweise sagen, dass Benachrichtigungen stets ankommen sollen bzw. zeitlich eingeschränkt werden, aber halt keine Videos aufgezeichnet werden müssen. Natürlich lassen sich Letztere auch komplett aktivieren oder beispielsweise auf “Wenn Zuhause“ limitieren.

Ein weiterer Bereich der Applikation sind die grundsätzlichen Einstellungen, wo man alle installierten Geräte zu sehen bekommt, und diese nachträglich auch umbenennen kann. Hier kann man außerdem auch eine Cloud-Speicherung nutzen, welche auf Dropbox und FTP-Speicherung limitiert ist, was aber völlig ausreichen sollte und für die meisten vermutlich garnicht nötig ist. Ihr habt außerdem die Möglichkeit die Kamera zu deaktivieren, sowie die Erkennung auf höchste Stufe zu setzen, wenn quasi niemand zuhause ist. Es gibt zudem auch Einstellungen für unbekannte Gesichter, bekannte Personen und die Bewegungserkennung, wo man entscheiden kann, wann die Netatmo Welcome Aufzeichnungen anfertigen soll. Schön finden wir hier, dass man bei erkannten Bewegungen die Videoaufzeichnungen und Benachrichtigungen separat justieren kann, die genauen Möglichkeiten, könnt Ihr unseren Screenshots entnehmen. Neben Einstellungen zur Bewegungs-, und Gesichtserkennung bietet die Applikation auch Optimierungen für Alarme, beispielsweise von einem Rauchmelder, hierfür muss das Mikrofon selbstverständlich aktiviert sein. Ein ebenfalls nützliches Feature sind die “Smart Notifications“, mit den mehrere Ereignisse zusammengefasst werden und so die Anzahl der Benachrichtigungen verringert werden kann, auch wenn diese dann durch die Gruppierung etwas später auf eurem Smartphone oder Tablet ankommen.

Web-Zugang

Neben dem Zugang per Smartphone-App lassen sich die genannten Features sowie die Einsicht der Timeline und weitere Funktionen auch über das Web per Browser betrachten. Hierfür wechselt man in den Login-Bereich auf der Netatmo-Webseite und bekommt ebenfalls ein modernes View mit klarem User Interface. Wir sind zwar große Fans der Applikation, wenn das Smartphone aber mal nicht in der Nähe ist und man gerade am Mac oder seinem Rechner sitzt, dann ist diese Alternative mindestens genauso gut. Ein Vorteil gibt es hier auch, wenn man beispielsweise eine Wetterstation des Unternehmens benutzt. Mit einem Klick wechselt man nämlich automatisch auf die Daten bzw. Auswertungen dieser und hat somit beide Geräte bestens im Blick, auf dem Smartphone müsste man quasi eine zweite Applikation öffnen.

Wie schlägt sich die Netatmo Welcome & Tags im Alltag

Im täglichen Einsatz macht die Netatmo Welcome eine wirklich gute Figur, zumal sie aufgestellt schon optisch ein wahrer Hingucker ist. Damit eine optimale Überwachung gewährleistet ist, sollte man die Kamera beispielsweise so positionieren, dass diese die Eingangstür überwacht, außer man will einen ganzen anderen Bereich oder Raum im Blick haben. In unserem Fall steht die Kamera auf einer Kommode im Flur, auch wenn wir für die Beispielsaufnahmen einen anderen Raum genutzt haben. Im Test konnten wir dabei keine Unstimmigkeiten feststellen, die Videos mit bis zu 1920 x 1080 Pixeln sind sehr detailreich und klar, was auch in komplett dunklen Räumen dank Nachtsicht gilt. Ebenfalls gut gefallen hat uns der große Sichtradius, mit den man besonders in größeren Räumen einen guten Sichtbereich abdeckt, der bei 130 Grad liegt.

Die Gesichtserkennung hat im Test ebenfalls eine gute Figur gemacht, auch wenn diese manchmal einige Anläufe benötigte, bis bereits gespeicherte Profile identifiziert wurden, wir erwähnten gerade den Vorgang im Bereich “Profil-Stärke“. Hier hängt es demnach immer davon ab, von welcher Seite das Gesicht erkannt wurde, ob derjenige eine Cappy trägt und so weiter. Nach nur wenigen Tagen und weiterer Zuordnung von unbekannten Gesichtern wird die Erkennung bei gleichen Profilen aber immer treffsicherer, sodass man in der Timeline schon schnell die richtig zugeordneten Personen vorfindet, sofern man die Aufzeichnungen für diejenigen nicht deaktiviert hat. Dann funktionieren auch die erwähnten Einstellungen immer besser.

So lässt sich hier ganz klar sagen, dass die Funktionen der Netatmo Welcome im Test stets überzeugt haben, die Erkennung von Bewegungen war sehr schnell und zuverlässig und die dazugehörige Benachrichtigung per Push oder/und Mail waren binnen weniger Sekunden auf unserem Gerät. Auch die Alarmerkennung sowie gesetzte Einstellungen haben wir als sehr präzise wahrgenommen, sodass es hier eigentlich nichts zu bemängeln gibt. Anzumerken sei aber, dass die Kamera eigentlich stets in Betrieb ist und der Aluminium-Body schon recht heiß wird, was aber nicht den Stand aus Kunststoff betrifft, sodass die Aufstellfläche nicht zu schaden kommen kann. Man kann das Gehäuse schon noch mit der Hand anfassen, von warm kann hier aber nicht die Rede sein. Da man die Kamera aber nicht in der Hand hält, muss man sich hier keine Sorgen machen, besonders, weil der Hersteller darauf verweist. Hier heißt es, dass das Aluminiumgehäuse quasi als Kühlkörper des Prozessors fungiert, die Wärme wird demnach ohne Lüfter oder Öffnungen direkt in die kühlere Luft des Raumes abgeführt. Es gibt außerdem einen Überhitzungsschutz, der mit dem Sichheitsstandards für Informationstechnik nach IEC 60950-1 abgestimmt ist. Dennoch sollte man die Kamera nicht in der Nähe einer Wärmequelle aufstellen oder diese direkter Sonneneinstrahlung aussetzen.

Auch mit den Netatmo Tags haben wir mit Ausnahme des Deckels nur gute Erfahrungen gemacht. Geöffnete Fenster sowie Türen wurden stets richtig erkannt und auch Erschütterungen, welche beispielsweise einen Einbruch darstellen könnten, wurden immer registriert. Die App erinnert hier dann auch beispielsweise, dass das Fenster auch noch Stunden später weiterhin geöffnet ist. Bei Erschütterungen bzw. Vibrationen landen die Benachrichtigungen binnen Sekunden auf dem Smartphone.

Das Design ist auf ganzer Linie gelungen und die Funktionen überzeugen, doch wie sieht es eigentlich mit dem Datenschutz aus? Keine Sorge, auch hier bietet Euch das Unternehmen Netatmo bestmögliche Bedienungen an. Die aufgenommenen Videos sowie Identifikationsdaten werden nämlich nur auf der eingesetzten microSD-Karte gesichert, sprich man bekommt nur Zugang mit den Login-Daten eures Profils. Würde Euch demnach jemand die Kamera oder Speicherkarte entwenden, bräuchte dieser noch eure Mail-Adresse und Passwort, um an die Aufnahmen zu kommen, deswegen sollte Letzteres besonders sicher und lang sein. In der App oder auf den Netatmo Servern werden keine Dateien gesichert, lediglich der Algorithmus für die Gesichtserkennung findet hier statt, ansonsten bekommt Ihr immer nur ein gesichertes Thumbnail zusehen, wobei die Kamera darauf achtet, solch eins zu erstellen, wo man beispielsweise direkt das Gesicht sieht, sodass man sich den Abruf des Videos zum Teil ersparen kann, wenn die Person direkt von Euch erkannt wird. Ruft Ihr ein Video ab oder Startet die LiveView (letzteres erfolgt über Netatamo Server), so findet das Ganze außerdem über eine durchgängig verschlüsselte Verbindung statt, super. Es besteht außerdem die Möglichkeit für jedes Profil die Datenschutzbestimmungen zu optimieren.

Ist in der Netatmo Welcome also keine Speicherkarte eingesetzt, werden dementsprechend auch keine Aufnahmen mehr getätigt. Praktisch ist außerdem, dass die Kamera ohne Internet-Verbindung weiterhin für Euch aufzeichnet, nur Online abrufbar sind diese Dateien dann erst mal nicht, bis Ihr die Connection wieder hergestellt habt. Es gibt außerdem Benachrichtigungen, wenn die Kamera vom Strom getrennt wurde. Mit der beiliegenden Speicherkarte lassen sich übrigens circa 100 Videosequenzen anfertigen, man kann hier aber auch eine größere Karte (Klasse 10) einsetzen, wobei das Limit bei 32 GB liegt. Ist die Karte mal voll, werden die ältesten Aufnahmen einfach überschrieben, das Ganze passiert selbstverständlich automatisch. Zu erwähnen sei noch, dass man auch weiteren Personen Zugang gewähren kann, hier gibt es keine Einschränkungen. Im Betrieb braucht die Netatmo Welcome zudem circa 8 Watt, was ein ordentlicher Wert ist.

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Fazit

Die Netatmo Welcome Indoor-Kamera ist sehr präzise verarbeitet und das edle Design punktet bei uns auf voller Linie. Zu guter Hardware gibt es ausgezeichnete Software, mit der man die Kamera bestmöglich optimieren kann, um beispielsweise nur über wichtige Ereignisse Benachrichtigungen bzw. Videoaufzeichnungen zu erhalten. Die Gestaltung ist auch hier passend zur Hardware sehr modern und übersichtlich und man findet sich innerhalb weniger Minuten schnellstens mit dem User Interface zurecht. Nachtsicht, Alarmerkennung sowie die Identifizierung von Gesichtern haben im Test sehr gut funktioniert und auch die detailreichen Full-HD-Videos sind auf einem sehr hohen Niveau. Ebenfalls vorbildlich ist der Datenschutz der Kamera, der bei solch einem Gadget ja besonders wichtig ist. Die Ergänzung mit den Netatmo Tags ist sinnvoll und kann die Sicherheit der eigenen vier Wände nochmals verstärken, spätestens wenn die Batterien eingelegt sind, weiß man diese schnell zu schätzen. Von uns gibt es demnach für das Netatmo Welcome System eine klare Kaufempfehlung, der recht hohe Preis ist unserer Meinung sehr fair und ähnliche Konkurrenzprodukte sind zum Teil sogar noch teuerer – aber das Wichtigste, das Gesamtpaket stimmt.

Die Netatmo Welcome Indoor-Kamera kann für einen Preis von 169 Euro über Amazon erworben werden, die optional erhältlichen Tags gibt es bereits für 87 Euro, wie erwähnt, bekommt Ihr hier direkt 3 Sensoren. Wir haben Euch unsere Preisvergleichsboxen integriert, sodass Ihr beim Kauf der Kamera den bestmöglichen Preis wählen könnt. Das Unternehmen bietet übrigens auch Thermostate mit einfachem Zugang per Smartphone und Tablet an, auch hier lohnt sich sicherlich ein Blick.

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