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Review: Wiser Heat Starter-Kit, Raumthermostat & Smart Plug

Review: Wiser Heat Starter-Kit, Raumthermostat & Smart PlugPunktzahl 85%Punktzahl 85%

Die kalte Jahreszeit hat uns schon lange erreicht, es allerdings nie zu spät, das Heizen eures Daheims deutlich komfortabler zu gestalten. Als Smart Home Enthusiasten heizen wir schon lange unsere Wohnungen mit modernen Heizungsreglern, die über App oder Sprache gesteuert werden, und schauen uns stets gespannt neue System an. In diesem Jahr hat es dabei das Wiser Heat Starter-Kit erwischt, welches vom Hersteller Eberle produziert wird. Seit Beginn der kalten Jahreszeit haben wir das Wiser System genauestens unter die Lupe genommen und möchten nun unsere Erfahrungen nach circa 2 Monaten Dauertest mit Euch teilen. Ergänzt haben wir das Starter-Kit, bestehend aus Base und zwei Heizungsthermostaten, übrigens mit einem Raumthermostat sowie den Smart Plug.

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Lieferumfang & Eindruck – Wiser Heat Starter-Kit & Smart Plug

  • Starter-Kit
  • 2 x Heizkörperthermostate
  • 2 x AA-Batterien
  • 1 x Heat Hub
  • 1 x Netzteil
  • 1 x M30x1,5 mm Verschraubung
  • 1 x Gewindeadapter
  • 1 x Danfoss-RA-Ventiladapter
  • Raumthermostat
  • 1 x Raumthermostat
  • 2 x AA-Batterien
  • 1 x Wandhalterung
  • 1 x Tischständer
  • Smart Plug
  • 1 x Wiser Plug

Alle Module des uns vorliegenden Wiser Sets werden aus Kunststoff gefertigt, welches in einer eher matten Optik erstrahlt und zudem einen robusten und auch qualitativen Eindruck hinterlässt. Eine Ausnahme bildet dabei das Raumthermostat dar, welches mit einer Hochglanzoptik gestaltet ist. Dieses wirkt dadurch noch ein weniger hochwertiger, dies ist aber nur der Optik geschuldet, dies bemerkt man, wenn man die anderen Module in der Hand hält. Die Base (Heat Hub) wieder ist sehr leicht ausgefallen, weswegen diese etwas minderwertiger wirkt, was aber ganz klar nicht dem verwendeten Material zuzuschreiben ist.

Bei der Verarbeitung der Heizungsthermostate, Base, Raumthermostat sowie Smart Plug haben wir nichts auszusetzen. Alles ist schön präzise verarbeitet, es gibt außerdem auch keine scharfen Kanten oder Unebenheiten bzw. Spaltmaße. Die LED-Leiste an den Heizungsthermostaten ist zudem sehr präzise integriert und der bewegbare Mechanismus zum Verstellen der Temperatur lässt sich ohne Probleme nach rechts und links bewegen. Auch beim Raumthermostat kann von einer sauberen und perfekt zentrierten Ausrichtung des Displays gesprochen werden. Eine ebenfalls einwandfreie Verarbeitung finden wir bei den Ventilen sowie der Befestigung für die Heizung vor.

Das Design der Module vom Wiser Set ist zeitlos und eher minimalistisch und sollte sich zu jeglicher Einrichtung optimal anpassen. Neben dem weißen Gehäuse der Module setzt der Hersteller auch auf kleine optische Akzente, die uns gut gefallen. Hier wäre am Heizungsthermostat zum Beispiel der silber-schimmernde Gewindeadapter zu nennen, der zur Montage an der Heizung benötigt wird. Am Smart Plug haben wir wiederum eine beleuchtete LED-Taste sowie beim Raumthermostat eine komplette Hochglanzoptik. Alle Module beherbergen zudem noch ein kleines Unternehmenslogo, dass aber sehr dezent gestaltetet ist. Am unspektakulärsten ist das Design des Heat Hub (Base), es passt optisch aber dennoch gut zum kompletten Set.

Features & Specials – Wiser Heat Starter-Kit & Smart Plug

Laut Hersteller

Mit dem Wiser Heat Starter-Kit bekommt man eine Basis-Ausstattung, um sein eigenes Zuhause komfortabel zu heizen. Mit dem Set lässt sich das System dabei per App und Sprache steuern, und zwei Heizungen können Smart-Home-fähig gemacht werden, das System lässt sich aber um 32 weitere Heizungsthermostate aufgeteilt auf maximal 16 Räume ergänzen. Neben der Komfortabilität bietet der Hersteller zudem noch Energiespar-Funktionen an, hierzu zählen zum Beispiel der Eco- und Abwesenheits-Modus, Fenster-Offen-Erkennung sowie auch Zeitpläne je Raum, die unter anderem mit den integrierten Temperatursensoren möglich werden. Gesteuert werden die Zigbee-Module über das eigene WLAN, als Zwischenmodul für Heizungsthermostat und Smartphone fungiert eine Base (Heat Hub), die zwingend für alle Module benötigt wird und im Lieferumfang des Wiser Heat Starter-Kits enthalten ist. Weiter nennt Wiser eine sehr simple Hardware-Installation, die bei den gängigsten Heizungstypen möglich ist, die beigelegten Adapter könnt ihr dem Lieferumfang entnehmen.

Möchte man die Messung der Temperatur auf ein höchstmögliches Level bringen, so kann man optional auch das Raumthermostat erwerben, hier kann man entscheiden, ob man mehrere je Raum bzw. eins je Raum verwenden möchte. Das mit einem Display ausgestattete Modul informiert euch dabei über die Temperatur und Luftfeuchtigkeit, zudem kann auch ein Boost aktiviert werden. Alle Module werden über AA-Batterien betrieben, die für den direkten Start zum Lieferumfang gehören. Möchte man noch weitere Geräte daheim steuern, so lässt sich das Wiser System auch um einen Smart Plug ergänzen, mit dem man quasi normale Geräte hinsichtlich Ein- und Ausschalten ebenfalls um eine Smart-Home-Funktionalität erweitern kann. Auch hier gibt es Energiespar-Funktionen sowie Zeitpläne, gleichzeitig fungiert der Wiser Smart Plug auch als Reichweitenverstärker für die Heizungsthermostate und wird ebenfalls über die Wiser Heat App bzw. per Google Home oder Alexa gesteuert. Zu guter Letzt sei noch zu erwähnen, dass das Wiser System auch IFTTT-kompatibel ist.

Wiser Heat Starter-Kit & Smart Plug Details – Unboxing-Video

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Im Test – Wiser Heat Starter-Kit & Smart Plug

Pro

  • Zeitloses & hochwertiges Modul-Design
  • Einfache Installation & Einrichtung
  • Zügige und einfache Smart-Home-Einrichtung
  • Recht schnelle Reaktion auf App-Eingaben
  • Schönes App-Design
  • Größtenteils übersichtliche Usability
  • Simples User Interface
  • Nützliche Features für die Heizung
  • Leiser Betrieb
  • Sprachsteuerung
  • Fernsteuerung
  • Mögliche Kostenersparnis
  • Lock-Modus

Contra

  • Firmware-Bug beim Smart Plug
  • Kein Display am Heizungsthermostat
  • Keine Akkuanzeige in Prozent
  • Raumthermostat in der App
  • Darstellung Automation-Modi nicht konsequent umgesetzt
  • Fenter-Offen-Erkennung & Abwesenheits-Modus bedarf noch Optimierungen

Bevor wir das Wiser Heat Starter-Kit nutzen können, muss die Hardware selbstverständlich installiert und in der kostenlosen “Wiser Heat App” eingerichtet werden. Hier sollte man beachten, das man nicht die “Wiser App” herunterlädt, da diese andere Module benötigt und das hier getestete Set nicht eingerichtet werden kann. Nachdem die App für iOS oder Android heruntergeladen ist, kann die Einrichtung auch direkt starten, welche sich  im Test als sehr unkompliziert und einfach herausgestellt hat. Man bekommt zudem zu jedem Einrichtungsschritt leicht verständliche Info-Texte sowie eine Bebilderung, hier kann definitiv nichts schiefgehen. Wir legen uns also ein Konto an, geben der App die benötigten Berechtigungen und können direkt die Geräte des Sets mit der App verbinden. Zunächst den Heat Hub (Base), der am Router angeschlossen wird, darauffolgend drücken wir die Taste am Modul und schon geht es weiter in der Applikation. Hier wechseln wir in den Wifi-Einstellungen zunächst in das Wiser-Netzwerk, um dieses mit dem eigenen Wlan zu verbinden, ein Prozedere, welches man von vielen Smart Home-Produkten her kennt.

Weiter geht es dann mit dem Wiser Heizungsthermostaten, wo wir als Erstes die beigelegten Batterien einlegen, gleichzeitig erstrahlen auch die LEDs in der kleinen Leiste am Modul selbst, für die Koppelung muss die orange LED leuchten. Nur wenige Sekunden später wir das Heizungsthermostat dann bereits in der App angezeigt, wo die Verknüpfung in der App und heimischen WLAN abgeschlossen wird. Nun wird das Heizungsthermostat mit dem passenden Ventiladapter an die Heizung montiert und der Schieberegler in Richtung “-” gedreht, bis die blaue LED erleuchtet und die Kalibrierung startet. Nun noch in der App einen Raum anlegen, in der sich das Wiser Heizungsthermostat befindet und schon ist die Einrichtung erledigt, ein Vorgang, der nur wenige Minuten beansprucht und bei uns ohne Probleme funktioniert hat. Auf dem gleichen Weg läuft das Ganze auch für das Wiser Raumthermostat sowie den Smart Plug, hier gibt es dann nur keine Kalibrierung, da nicht benötigt, sodass noch eine kürzere Zeit für die Einrichtung benötigt wird.

Unabhängig von der Einrichtung der Module, macht die “Wiser Heat App” auch nach dem Einrichtungs-Setup einen modernen und sehr strukturierten Eindruck mit verständlichem User Interface. Der lange Test des Wiser Heat Starter-Kits von mehr als 2 Monaten hat sich diesmal dabei doppelt gelohnt, da es im Review-Zeitraum ein komplettes Redesign der Applikation gab, welches unsere Bewertung in dieser Kategorie nochmals deutlich nach oben gepusht hat. Die schnellstartende Applikation, beim iPhone 11 Pro 2-3 Sekunden, präsentiert nach dem Start direkt einen schönen Überblick alle installierten Module, mit einem Swipe kann man zudem sehr schnell in die Einzelansicht je Raum wechseln. Wir bekommen zudem nützliche Informationen zum aktuellen Wetter sowie eine Zeitangabe für den Sonnenaufgang und -untergang. Die einzelnen Module sind dabei als eine Art weiße Leiste unterlegt, wo man direkt die gemessene Temperatur sieht, und ob die Heizung aktuell heizt. Per Symbol rechts lässt sich zudem auch sehr schnell ein Boost aktivieren, welcher die eingestellte/aktuelle Temperatur um 2 Grad erhöht und in den Intervallen 30 Minuten, 1, 2, Stunden gesetzt wird. Drückt man hingegen die komplette weiße Leiste öffnet sich eine Detailansicht, wo man per Schieberegler ganz schnell die gewünschte Temperatur einstellen kann. Auch hier gibt es nochmals die aktuelle Temperatur sowie den Button für den Boost-Modus. Hier kann man zudem auch entscheiden, ob ein Zeitplan berücksichtigt werden soll oder man den manuellen Modus nutzen möchte. Man kann zudem auch direkt in die Zeitplan- sowie Raumeinstellungen wechseln.

Zurück auf der Übersichtsseite wechseln wir auf den zweiten Tab unten, der für die Automation vorgesehen ist und wir den Abwesend-Betrieb bzw. den Boost aller Heizungen aktivieren können. Auch hier gibt es noch mal die Möglichkeit den Zeitplan je Raum zu selektieren und landet direkt in den Einstellungen. Der dritte Tab auf dem Startscreen wiederum zeigt euch Details eurer verbauten Wiser Heizungsthermostate und wie viel man bislang eingespart hat, wenn der Abwesenheit-Modus bzw. die Eco-Funktion, welche hier aktiviert werden kann, genutzt hat. Hier liegt auch eigentlich unsere alleinige Kritik an der Gliederung der Funktionen, die Eco-Modus-Einstellung hätten wir uns ebenfalls im Automation-Tab gewünscht. Wetter bekommt man Informationen, wie oft die Heizung anhand der Außentemperaturen hoch- bzw. heruntergeregelt wurde. Zu guter Letzt gibt es noch einen Heat-Report, welcher in Verlaufskurven auf einem separaten Screen präsentiert wird. Alle Statistiken empfanden wir als schick aufbereitet und klar zu verstehen, man bekommt das Wesentliche auf einem Blick präsentiert, dass gefällt.

Ganz oben auf dem Startscreen finden wir oben links noch ein Zahnrad-Symbol angezeigt, wo man ebenfalls noch mal eine Übersicht über Räume, aller installierten Wiser-Produkte sowie die Auto-Modi einsehen kann. Allein hier findet man dann noch den Comfort-Modus, der unserer Meinung nach ebenfalls im Automation-Tab auf der Startseite hätte platziert werden müssen. Geht man in die jeweiligen Einstellungen rein, kann man Geräte neu kalibrieren, weitere Räume anlegen und auch die Geräte sehr einfach zwischen den Räumen verschieben, es gibt zudem noch ein Zugriffsschutz, ein Symbol für die  Batteriekapazität und weitere Einstellungen für die Auto-Modi. Hier kann man außerdem auch das Wetter-Panel deaktivieren und auch  den Foto-Hintergrund in einen gräulichen Uni-Look verändern.

Im täglichen Einsatz hat das Wiser Heat Starter-Kit eine doch sehr gute Figur gemacht, hier sei besonders die Zuverlässigkeit des Systems zu erwähnen. Die Zeitpläne in der App wurden im Test stets korrekt berücksichtigt und auch die manuellen Befehle per App bzw. Sprachassistent sind immer an das Heizungsthermostat übermittelt worden, Abbrüche oder Ähnliches konnten wir nicht feststellen. Dies erwähnen wir deswegen, weil wir durchaus auch Thermostate kennen, wo die manuellen Eingaben nicht korrekt übermittelt wurden bzw. die Eingabe wiederholt werden muss. Lediglich ein Mal ist uns eins der beiden Heizungsthermostate komplett ausgefallen, sprich die Verbindung zum System verloren, was aber einfach per neuer Konfiguration in der App gelöst werden konnte. Dieser Vorfall hat sich nicht wiederholt, was eventuell an dem Firmware-Update lag, welches kurze Zeit später ausgeliefert wurde. Die manuellen Befehle werden über die Basisstation zum Heizungsthermostat übermittelt, was im Test immer um die 10 bis 20 Sekunden gedauert hat. Auch das Betriebsgeräusch der Thermostate empfanden wir als sehr angenehm, direkt am Modul gemessen lag dieses bei 45 dB, das Schließen des Ventils lag bei circa 2 dB mehr. Im Vergleich mit anderen Systemen  schon sehr gute Werte. Das Verstellen des Ventils hat man im Raum eigentlich nur ganz kurz gehört, wenn es im Raum komplett still war. Ebenfalls überrascht hat uns auch, wie schnell das Heizungsthermostat das Ventil öffnet bzw. verschließt, ist die Heizung komplett aus und man stellt das Thermostat auf die maximale Temperatur von 30 Grad, so ist dieser Vorgang in 2 – 3 Sekunden erledigt, das komplette Herunterfahren der Temperatur bzw. Schließen des Ventils war 1 – 2 Sekunden länger . In beiden Punkten hat das Wiser System gegenüber einigen anderen Modellen die Nase vorn. Zu erwähnen sei hier noch, dass unser Router samt der Wiser Basisstation im Flur aufgestellt sind und die zwei Heizungsthermostate in zwei unterschiedlichen Räumen positioniert waren, die Größte der Wohnung lag bei 75 m2. In den zwei Monaten ist die Anzeige der angezeigten Batterien voll geblieben, sodass man mit einem Set Batterien je Heizungsthermostat locker über den ganzen Winter kommen sollte.

Die Raumtemperatur wird wie bei anderen Heizungsthermostaten per Sensoren ermittelt, die sich direkt am Thermostat befinden, was natürlich nie die tatsächliche Temperatur des Raumes widerspiegelt. Die Module sind ja quasi direkt an der Heizung, sodass es klar sein sollte, dass die Temperatur hier höher ist. Hier wäre es nützlich gewesen, wenn man eine Temperaturabweichung in der App einstellen kann, um diesen Umstand entgegenwirken zu können. Deutlich präziser wird das Ganze, wenn man noch das Wiser Raumthermostat ins System mit einbindet, welches bestenfalls  im Zentrum des Zimmers aufgestellt wird. Neben der Temperaturermittlung zeigt dieses auch die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit an und auch das Einstellen der Temperatur außerhalb des Zeitplans ist möglich. Die drei Touch-Tasten haben im Test gut reagiert und das Display empfanden wir ebenfalls als ausreichend scharf. Gut gefallen hat uns auch die Konnektivität zum Heizungsthermostat, ist das Raumthermostat in der App eingebunden, muss man dieses nur noch einem Zimmer zuordnen und schon wird dieses vom Heizungsthermostat berücksichtigt. Auch hier ist der Akkuverbrauch sehr gering, nach gleicher Nutzungszeit zeigt die Anzeige immer noch einen vollen Balken an, was vermutlich auch daran liegt, dass das Display sich selbstständig nach circa 20 Sekunden ausschaltet. Gut gefallen hat uns auch, dass das Wiser Heat Starter-Kit in der Alexa App als vollwertiges Smart-Home-Gerät erkannt wird und so neben dem vom Hersteller vordefinierten Befehlen auch eine Einbindung in Routinen möglich ist, sodass man die Heizung bzw. die Steckdose auch mit anderen smarten Geräten in Kombination schalten kann. Neben dem Verstellen der Temperatur kann man den aktuellen Wert je Raum auch erfragen.

Interessant beim Wiser Heat Starter-Kit ist auch der Aufbau des ganzen Systems, welches sehr stark auf Smart Home getrimmt ist, um bestmögliche Ergebnisse bei  Komfort und Ersparnis zu erreichen. Die Basis sind ganz klar die Zeitpläne, für die man sich etwas Zeit nehmen sollte, um die Einstellungen je Raum, Zeit und Tag optimal einzustellen. Dank der guten Umsetzung in der Applikation ist dies aber eigentlich ein Kinderspiel und für jeden einfach zu verstehen. Alle manuellen Eingaben, unabhängig ob am Heizungsthermostat, per App, Raumthermostat oder Sprachassistent, sind wiederum als Boost zu verstehen, der entweder für eine Stunde aktiviert wird oder auch je nach Eingabemöglichkeit auch zwischen 30 Minuten und 2 Stunden gesetzt werden kann. Eine Ausnahme bildet hier die Applikation da, wo man die Temperatur auch ohne Zeiteinschränkung, unabhängig vom Zeitplan, verstellen kann.

  • Heizungsthermostat: Dreht man den Regler ein mal, wird die Temperatur um 2 Grad erhöht bzw. gesenkt – dieser Art Boost wird für 1 Stunde aktiviert. Diese Funktion lässt sich in der App auch sperren, damit z.B  Kinder das Thermostat nicht verstellen können.
  • Raumthermostat: Beim Heizungsthermostat kann man die gewünschte Temperatur auswählen, der Boost/Senkung lässt sich in 30 Minuten Schritten bis zu 2 Stunden aktivieren.
  • Sprachbefehl: Beim Sprachbefehl verhält es sich wie beim Heizungsthermostat, die Senkung bzw. der Boost wird für eine Stunde aktiviert, jedoch kann man auch wie beim Raumthermostat eine präzise Temperatur wählen.
  • Applikation: Per Applikation kann man entweder die Temperatur ganz easy per Schieberegler konstant verändern, alternativ gibt es auch hier einen Boost bzw. Senkung in 30 Minuten-Schritten bis zu 2 Stunden, wie beim Raumthermostat.

Auch wenn uns das System nach einigen Tagen mit erwähntem Konzept ganz klar überzeugt hat, fühlten wir uns aber beim Start des Tests aber etwas überrumpelt, weil man mit der manuellen Steuerung halt immer nur den Boots bzw. eine zeitlich gebrenzte Absenkung aktiviert. Wir haben aber ganz schnell die Vorteile gesehen, die besonders auf die Kostenersparnis zielen. Bei anderen Systemen stehen selbstverständlich auch die Zeitpläne im Fokus, die manuellen Eingaben werden aber meist dauerhaft gesetzt, sprich man muss diese manuell wieder verändern bzw. warten, bis die gewünschte Temperatur erreicht wird. Möchte man nur kurz erhöhen, bieten solche Systeme dann quasi einen separaten Boost-Modus an, der aber meist nur per App einstellbar ist, was wir beim Wiser-System als zusätzliche Option ebenfalls vorfinden. Verstellt man bei solchen Systemen demnach manuell die Temperatur per Thermostat, App oder Sprache,  kann es ganz schnell passieren, dass man das Herunterregeln vergisst und der Raum unnötig lang geheizt wird. Beim Wiser Heat Starter-Kit aber handelt es sich wie erwähnt stets um einen Boost, der automatisch wider beendet wird. Die empfundene Bevormundung ergab sich demnach eher daraus, weil wir auch andere Systeme kennen und auch nutzen, empfinden das System von Wiser aber nun als deutlich besser bzw. optimierter. Dies relativiert übrigens  auch, dass der Hersteller sich gegen den Einbau eines Displays am Heizungsthermostat entschieden hat.

Neben den Zeitplänen und den Boost-Modi je Raum, bietet die App außerdem noch die genanten App-Modi an, die im Test ebenfalls einen guten Eindruck gemacht haben. Für Wohlfühl-User bietet das System den Comfort-Mode an, bei dem die Heizung basierend auf den Zeitplänen bereits früher reguliert wird, damit zur gewünschten Zeit bereits die konfigurierte Temperatur erreicht wird, normal geschieht dies zur gesetzten Uhrzeit. Beim Eco-Mode wiederum geht es ums Sparen, hier wird dann die thermische Charakteristik des Raums im Lernmodus ermittelt und mit den örtlichen Wetterdaten verknüpft, basierend darauf werden dann die Schaltzeiten automatisch angepasst. Nicht ganz zufriedenstellend empfanden wir allerdings den Abwesenheits-Modus, der leider manuell aktiviert werden muss, hier würden wir uns eine automatisierte Funktion mit Geofencing wünschen. Zwar kann man solch eine Funktion per IFTTT konfigurieren, wir würden aber eine vom Hersteller kreierte Umsetzung bevorzugen. Auch die Fenster-Offen-Erkennung empfanden wir nicht als sehr zuverlässig, da diese trotz kühler Temperaturen draußen nicht immer aktiviert wurde. Das Prinzip dahinter ist dabei recht einfach und suggeriert aber auch gleichzeitig keine optimale Funktionalität. So reagieren die Sensoren des Heizungsthermostats auf die eintretende Kälte, je näher das Fenster am Heizungsthermostat ist und je kühler die Außenluft, desto schneller wird diese Funktion aktiviert und das Heizen gestoppt. Da unser Fenster recht nah am Modul ist und aktuell Temerpaturen um die 5 Grad herrschen, hätte die Funktion demnach etwas zuverlässiger funktionieren können, hier kann man softwareseitig bzw. bei der Firmware definitiv noch optimieren. Noch besser wäre es aber, wenn Wise das System mit Fenstersensoren ergänzt, welche erkennen, wenn das Fenster offen oder gekippt ist, um eine perfekte Funktionalität dieses Modi zu gewährleisten, wie es bei manch anderen Systemen der Fall ist.

Wiser Smart Plug

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Wiser Smart Plug, der hinsichtlich Funktionen natürlich deutlich schmaler bestückt ist. Im Grunde kann man damit jedes Elektrogerät steuern, was auf das Ein- und Ausschalten bezogen ist, einen Stromverbrauch des angeschlossenen Endgerätes gibt es nicht. Ähnlich dem Wiser Heizungsthermostat bekommt man zudem auch hier eine volle Alex-Integration. Möchte man den Smart Plug ein- bzw. ausschalten hat man demnach drei Möglichkeiten, enteder am beleuchteten Button am Smart Plug selbst, per App bzw. Alexa, bei den zwei letzteren Wegen dauerte der Vorgang nach Befehl circa 1-2 Sekunden, bis das Modul reagierte, also ein toller Wert. Dennoch konnten wir auch ein Problem ausfindig machen, bei dem das Steckdosen-Modul quasi einen Neustart ausführte, wenn dieses die ganze Zeit eingeschaltet war. Der Prozess dauerte zwar nur 1-2 Sekunden und die Steckdose schaltet sich auch erneut wieder ein, jedoch begrenzte es den Einsatz des Smart Plugs sehr, und sollte fix per Firmware-Update behoben worden. In unserem Test passierte dies 3-mal und ist aufgefallen, weil wir das Modul für unseren Rechner genutzt haben, der sich einfach samt angeschlossenen Geräten ausschaltete. Wir wissen leider nicht genau, wie das Problem zustande kommt, zumal die Zeitintervalle immer unterschiedlich waren. Ansonsten gab es aber keine Probleme. Man hat in der App zudem die Möglichkeit den Abwesenheits-Modus auch für den Smart Plug zu aktivieren, sodass die Steckdose auch ausgeht, wenn man die Wohnung bzw. das Haus verlässt.

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Was wir uns noch wünschen

Nach über einem Monat Test mit täglichem Einsatz haben wir am Wiser Heat Starter-Kit inklusive Raumthermostat &  Smart Plug nicht wirklich viel auszusetzen, optimieren kann man aber ganz sicher einiges. Als wichtigster Punkt ist hier ganz klar der Restart des Smart Plugs zu nennen, damit dieser tatsächlich überall eingesetzt werden kann. Ebenfalls etwas schade empfanden wir zudem eine fehlende Temperatur-Anzeige am Heizungsthermostat selbst. Da Wiser aber hier nur eine Boost-Funktion anbietet, lässt sich dieser Umstand aber durchaus verkraften. Mit Alexa kann man zudem ebenfalls die Temperatur je Raum erfragen und wer das Wiser Raumthermostat besitzt, bekommt ja auch hier eine Anzeige. Schade empfanden wir auch, dass das Raumthermostat samt Luftfeuchtigkeit nicht in der App angezeigt wird, diese wäre neben der grundsätzlichen Information auch für Routinen in Alexa hilfreich, wenn man ein passendes Gerät zur Luftfeuchtigkeitsregulierung besitzt. Zu guter Letzt sei noch die fehlende Prozent-Anzeige der eingesetzten Batterien, der nicht konsequente Automation-Tab hinsichtlich Auflistung aller vorhandenen Modi und ein fehlendes iOS Widget zu nennen. Der Abwesenheits-Modus sowie Fenster-Offen-Erkennung könnten zudem optimiert werden. Da der Hersteller im Testzeitraum aber stets Updates mit Verbesserungen nachgeliefert hat, denken wir, dass einiger unserer genannten Punkte schnell erledigt sein sollten.

Das Wiser Heat Starter-Kit kann für einen Preis von 156,70 Euro über Amazon erworben werden. Es gibt zudem noch eine Lite-Version, welches mit einem Thermostat ausgeliefert wird. Unter dem gleichen Link findet man dann auch das Raumthermostat sowie den Smart Plug, die bei 82.89 Euro und 44,83 Euro liegen.

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