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Nach unserem umfangreichen Umzug und Redesign dieser Website, haben wir uns entschieden, die älteren Reviews in einem kompakteren Layout zu veröffentlichen. Jeder umgezogene Artikel muss von uns persönlich bearbeitet werden - da neues Editor/Builder-System - sodass wir auf alle Bilder verzichtet haben. Neue Reviews findet ihr selbstverständlich mit eigener Bebilderung, Video und neuem Layout vor.

Die Smart Home-Systeme gliedern sich in zwei Kategorien auf, hier hätten wir ein Mal die Hersteller, die eine recht breite Palette an Modulen für verschiedene Bereiche anbieten, die aber nur untereinander kompatibel sind, sprich, wählt man ein Gerät eines anderen Herstellers wird die Nutzung einer zweiten Applikation notwendig. Dann gibt es noch einige Unternehmen, welche eine Zentrale bzw. Base samt App anbieten, mit der wiederum etliche Smart-Home-Geräte von unterschiedlichen Herstellern unterstützt werden, sodass man diese mit einander nutzen und zudem mit einer App steuern kann – hier wird meistens ein monatlicher Preis fällig. Möchte man also klein anfangen und sein Zuhause immer smarter werden lassen, empfiehlt sich die zweite Alternative, welche auch unser Favorit ist. Bei Ersterer weiß man schließlich nie, ob die Hersteller in Zukunft auch die passenden bzw. gewünschten Module für das eigene System anbieten werden.

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Wir haben in den letzten 6 Wochen das EWE Smart Living-System für Euch genauestens unter die Lupe genommen, auch hier gibt es eine Basis als Steuerungszentrale samt Applikation und die Möglichkeit unterschiedliche Smart Home-Geräte einzubinden, die Auswahl an Modulen wird dabei stets erweitert. Für unseren Test haben wir uns das EWE Smart Living Warm & Spar-Paket angeschaut, welches aus Heizkörperthermostaten, Tür-/Fensterkontakten und natürlich der Basisstation besteht. Hierbei handelt es sich um die Smart Home-Geräte vom Unternehmen Devolo, welche Module noch kompatibel sind, erwähnen wir zum Ende dieses Reviews. Bei dem Unternehmen EWE handelt es sich übrigens um einen Oldenburger Energiedienstleister, der neben Smart Home, auch die Bereiche DSL & Festnetz und Mobilfunk abdeckt.

Bevor wir auf die Smart Home-Module von Devolo zu sprechen kommen, widmen wir uns zunächst der Basisstation, mit der die Nutzung des EWE Smart Living Systems überhaupt erst möglich wird. Hergestellt wird diese aus weißem Kunststoff, ist schön sauber verarbeitet und erstrahlt in einem recht schlichtem Design. Wir sehen demnach auf der vorderen Seite zwei LEDs für die Betriebsanzeige bzw. aktive Verbindung, welche gleichzeitig als Pairing-Tasten fungieren, sowie seitlich sauber eingearbeitete Schlitze für die Belüftung des Moduls. Unter dem Gehäuse verbaut das Unternehmen zudem auch einen Lautsprecher, der aber aktuell noch nicht genutzt wird und in Zukunft zum Einsatz kommen wird. An der unteren Seite finden wir außerdem noch einen Ethernet RJ45-Anschluss für die Verbindung zum Router, das passende Kabel liegt dem Packungsinhalt mit bei, und ein USB 2.0 Type A-Port für zukünftige Erweiterungen.

Vielmehr gibt es hier eigentlich nicht zu erforschen, eine Öffnung für ein Stromkabel gibt es beispielsweise nicht, da das ganze Modul an einer Steckdose angeschlossen wird. Das Gerät arbeitet dabei mit den Protokollen Z-Wave (Funk) und CSMA/CA (Powerline) und unterstützt die Standards IEEE 802.3, IEEE 802.3u, IEEE 802.3x, IEEE 1901 Auto MDI/X. Kompatibel ist das Gerät mit mobilen Devices, welche auf die Betriebssysteme iOS 7 oder neuer/Android 4.1 oder neuer setzen. Die Übertragung findet mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung statt. Die gesamte Basisstation ohne Stecker kommt auf Maße von 132 x 72 x 42 mm.

EWE Smart Living Warm & Spar  – Devolo Heizkörperthermostate

Für den Test des EWE Smart Living Systems haben wir uns für das Warm & Spar Paket entschieden, welches über den Anbieter zu bekommen ist. Wir widmen uns hier zunächst den Heizkörperthermostaten, welche vom Hersteller Devolo produziert werden. In dem erwähnten Paket bekommt man zwei solcher Heizkörperthermostate, die aus weißem Kunststoff in Hochglanzoptik hergestellt werden.

Direkt aufgefallen ist die sehr schlanke Bauweise der Devolo Heizkörperthermostate, hier kennen wir von anderen Unternehmen deutlich größere Modelle. Auch an der Verarbeitung gibt es hier wirklich nichts auszusetzen, was unseren guten Eindruck von den Modulen nochmals unterstreicht. Das Design ist schön minimalistisch und präsentiert sich in einem unifarbenen Gehäuse, während alle Bedienelemente und ein dezenter Devolo-Schriftzug auf der vorderen Seite des Moduls platziert wurden. Hier hätten wir zunächst zwei Tasten mit zwei Pfeilen, für die manuelle Regelung der Temperatur sowie eine weitere Taste, die beispielsweise für das Pairing gebraucht wird. Zu guter Letzt noch ein kleines beleuchtetes LCD-Display, wo man Informationen wie die gewählte Temperatur einsehen kann. Auf der anderen Seite finden wir dann das Schraubgewinde für die Montage am Heizkörper vor, außerdem noch eine schwarze Gummidichtung. Im Bereich des runden Gehäuses sehen wie auch noch einen leicht abnehmbaren Deckel, der das Batteriefach verschließt. Ein Heizkörperthermostat kommt auf Maße von 91 mm Länge und einen Durchmesser von 51 mm.

Damit die Devolo Heizkörperthermostate an den Heizungen daheim montiert werden können, finden wir noch zwei unterschiedliche Adapterringe, damit man diese an den gängigen Heizkörpern von unterschiedlichen Herstellern montieren kann. Der schmale Adapterring ist passend für die Schraubgewinde M30 x 1,5 der Hersteller: Comap/ SAR, Heimeier, Honeywell-Braukmann, Idmar, Jaga, Junkers, MNG, Orkli, Oventrop, Pegler, R.B.M., Rossweiner, Schlösser, Siemens, Simplex, Tieme, Valv Sanayii, Watts. Der breite Ring wiederum ist für DanfossRAVentile gedacht, für den außerdem ein Inbusschlüssel benötigt wird, der ebenfalls beigelegt wurde, wir finden außerdem noch je Thermostat zwei 1,5V AA Batterien.

EWE Smart Living Warm & Spar  – Devolo Tür-/Fensterkontakten

Einen ebenfalls sehr gut verbreiteten Eindruck machen die Devolo Tür-/Fensterkontakte, auch optisch gibt es an der Gestaltung nichts auszusetzen. Im EWE Smart Living Warm & Spar Paket findet man auch hier jeweils zwei Sets, hier kann man sich frei entscheiden, ob man diese für die Fenster oder Türen daheim nutzt. Wie die Heizkörperthermostate bestehen diese aus robustem Kunststoff in einer Hochglanzoptik und präsentieren sich ebenfalls minimalistisch in der Gestaltung.

Zu jedem Devolo Tür-/Fensterkontakt gehören dabei immer zwei Module, hier hätten wir zunächst den etwas größeren Sensor, de auf Maße von 28 x 96 x 23 mm kommt und mit einem in Grau gehaltenen Devolo-Schriftzug geziert wird – der vordere Bereich ist dabei rund gehalten und beherbergt einen Sensor. Im oberen Bereich sehen wir zudem einen leicht transparenten Bereich, hier drunter befindet sich eine rote LED, auf die wir später zu sprechen kommen. Auf der Rückseite des Moduls finden wir zudem eine kleine Lasche, die die CR 123A 3V Batterie deaktiviert. Auch hier ist sonst alles leicht transparent gestaltet, sodass man die innen liegende Technik etwas Einblicken kann. Auf der ebenen Fläche sehen wir zudem noch Löcher für die Befestigung mit Schrauben sowie einen kleinen Taster oben rechts, der für das Pairing benötigt wird.

Ebenfalls zum Set gehört noch ein kleiner Magnet mit dem Maßen 28 x 96 x 23 mm, dieser ist in der gleichen Optik, wie der Sensor gestaltet. Der obere Bereich ist hier demnach in einer weißen Hochglanzoptik, während die hintere Seite bis zur Mitte hin leicht transparent ist, auch hier ist die Verarbeitung auf gleichem Qualitätsstandard. Für die Montage kann man dann die beiliegenden Schrauben nutzen oder man wählt die Klebestreifen, welche zum Lieferumfang des Sets dazugehören.

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Montage – Devolo Heizkörperthermostate

Bevor wir uns der Einrichtung mit der kostenlosen Applikation widmen, möchten wir zunächst die Montage der Smart Home-Module besprechen, die mit wenigen Handgriffen schnell und mühelos erledigt ist. Wir starten mit den Heizkörpern, wo wir zunächst die bereits montierten Thermostate entfernen müssen, hierfür mussten wir an unserer Heimeier-Heizkörpern lediglich den Adapter lösen und schon war das Entfernen des Thermostats möglich.

Nun kann es mit der Montage des Devolo Heizkörperthermostats losgehen, wir setzen die Batterien ein und treffen Maßnahmen für die Befestigung. Bei unseren Heimeier-Heizungen benötigten wir dann den schmalen Adapterring, der einfach am Heizkörperventil befestigt wird. Dieser wiederum hat ebenfalls ein Schraubgewinde, wo man dann ganz einfach das Devolo Thermostat fixieren kann. Richtig fest ist dieses zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, wir drücken jetzt noch die mittlere Funktionstaste für 3 Sekunden und dann zieht sich das Thermostat selbstständig fest und die Montage ist fertig gestellt.

Montage – Devolo Tür-/Fensterkontakten

Mindestens genau so einfach ist dann auch die Montage der Devolo Tür-/Fensterkontakte, in unserem Fall wurden beide Module an Fenstern montiert, das dies in Verbindung mit den Heizkörperthermostaten für uns deutlich mehr Sinn gemacht hat. Wir haben uns hierbei für die Montage mit den Klebestreifen entschieden, da wir keine Löcher in die Rahmen bohren wollten, vermutlich wird dies für die meisten Anwender die bessere Alternative sein. Sollte man sich dennoch für die Schrauben entscheiden, so lässt sich die hintere Seite des Sensor-Moduls einfach entfernen, dieser Vorgang ist auch beim Batteriewechsel nötig.

Wir befestigen also zunächst die Klebestreifen auf der Rückseite des Sensors und des Magneten, diese sind in der Größe passend zugeschnitten, sodass dieser Vorgang schnellstens erledigt ist. Wir haben uns bei unserer Montage für die obere Ecke des Fensters entschieden, hierfür wird der Sensor dann einfach an der Kante des Rahmens befestigt und leicht angedrückt. Der Magnet sollte nun mittig vom Sensor Modul platziert werden, dabei muss der Abstand um die 2 cm betragen. Zur Hilfe haben beide Module seitlich eine Kerbe, die nach fertiger Montage parallel zueinander positioniert sein müssen. Bevor Ihr hier den Magneten per Klebeband fixiert, sollte man diesen kurz in der gewünschten Position mit der Hand neben dem Sensor halten, leuchtet hier die LED Rot auf, dann ist der Abstand optimal und man kann den Magneten ebenfalls am Rahmen andrücken. Möchte man die Smart Home-Module für die Türen daheim nutzen, so erfolgt die Montage identisch, sprich der Sensor kommt an die Ecke der Tür und der Magnet im Bereich des Türrahmens.

Einrichtung mit der EWE Smart Living Applikation

Nachdem die Montage der Hardware erledigt ist und die Zentrale (Basisstation) mit einer Steckdose und Router verbunden wurde, kann es mit der Einrichtung per App weitergehen, diese bekommt man kostenlos für iOS und Android in den jeweiligen App Stores. Die App ist universell gestaltet und kann demnach auf Smartphone und Tablet genutzt werden, unser Test fand mit einem iPhone und iPad statt.

Wenn Ihr die EWE Smart Living App auf eurem Gerät das erste Mal startet, müsst Ihr zunächst eure Login-Daten eingeben, welche Euch per Post zugesendet werden, nachdem Ihr euch über die Webseite für den Smart Home-Dienst angemeldet habt. Die bereits angeschlossene Basisstation wird dann auch binnen Sekunden automatisch erkannt, sodass es direkt mit der Einrichtung der einzelnen Module weitergehen kann. Hierfür drücken wir “Neues Gerät hinzufügen“ und wählen das zu installierende Modul aus, in unserem Fall also der Fensterkontakt und die Heizkörperthermostate, jedes Modul wir separat mit der Basisstation gekoppelt.

Die Installation der einzelnen Module ist dabei kinderleicht gestaltet und wird mit hilfreichen Texten sowie Bildern ergänzt, sodass hier sicherlich keiner einen Fehler machen kann. Im Fall der Heizkörperthermostate wird dann zum Koppeln einfach die mittlere Funktionstaste 1,5 Sekunden lang gehalten und nach sehr kurzer Zeit ist das Gerät fertig verbunden. Bei den Fensterkontakten wiederum drücken wir die hintere Taste, sollte der Sensor zu diesem Zeitpunkt bereits mit den Klebestreifen befestigt sein, kann man diesen dennoch lösen, wir erwähnten das Ganze bereits im Bezug auf den Batteriewechsel. Dann ist die Taste wieder ganz normal zu erreichen und auch hier ist das Pairing binnen Sekunden fertig.

Bei der Koppelung der Smart Home-Module wählt man zudem noch den Raum aus, der hier entweder neu hinzugefügt werden kann bzw. man wählt bereits einen vorhandenen. Zur besseren Identifizierung kann man diese zudem auch mit einem Tag versehen, von denen 9 in unterschiedlichen Farben zur Verfügung stehen. Selbstverständlich kann man die Module auch ganz nach seinen eigenen Wünschen umbenennen und auch ein Foto des installierten Gerätes kann hinzugefügt werden. Wir empfanden den kompletten Vorgang als sehr simpel, weswegen wir hier nichts zu beanstanden haben.

Smarte Bedienung per App

Sind alle Smart Home-Module mit der EWE Zentrale verbunden und den jeweiligen Räumen zugeteilt, lassen sich diese direkt steuern. Die Applikation ist recht simpel gehalten, wirkt zudem recht modern, EWE entscheidet sich für eine Unterteilung in vier unterschiedliche Bereiche. Im ersten Tab finden wir eine Gesamtübersicht über alle installierten Szenarien, welche sich von hieraus einsehen, aktivieren und auslösen lassen. Die Kacheln kann man zudem auch in der Anordnung nach Wunsch positionieren, sodass man sich die wichtigsten Szenarien nach oben legen kann, während andere etwas tiefer rutschen.

Im zweiten Tab finden wir dann alle verbundenen Geräte, welche gleichzeitig auch mit entsprechenden Werten angezeigt werden, wie beispielsweise die Temperatur des Thermostats oder ob das Fenster gerade offen ist, auch hier wirkt alles übersichtlich. Von hieraus kommt man dann weiter zur Detailansicht des jeweiligen Moduls, wo man ein Foto hinzufügen kann bzw. die Bezeichnung und dem Raum ändern kann. Hier wird auch angezeigt, in welchen Szenarien das jeweilige Modul verwendet wird, auch kann man das Gerät entfernen, wenn man es neu initialisieren möchte.

Einen Bereich weiter finden wir dann die angelegten Räume mit gewählter Farbkennzeichnung wieder. In der Detailansicht sieht man dann ebenfalls die gerade eingestellte Temperatur, kann diese hier aber auch verändern. Dies geht entweder manuell, in dem man eine gewünschte Temperatur einstellt oder man wählt das kleine Widget, wo man in den Einstellungen zwei Wunschtemperaturen (Warm/Kalt) definieren kann, sodass hier dann nur noch ein Tap nötig ist. Ganz unten sieht man dann noch, welche Geräte diesem Raum zugeordnet wurden, hier gibt es dann auch eine Batterieanzeige für jedes Modul. Man kann zudem über den Button oben rechts auch hier die Details des Raums aufrufen, um den Namen zu ändern, weitere Geräte zuzuordnen oder diesen komplett zu löschen.

Das erwähnte Widget für die schnellen Temperatureinstellungen findet man übrigens auch im ersten Tab, die Temperatur lässt sich zudem auch in den beiden anderen Bereichen einstellen. Dies macht das User Interface etwas verwirrend, gleichzeitig kann man aber seine Einstellungen überall setzen, ohne immer wieder in die anderen Bereiche springen zu müssen, etwas optimiert werden könnte dies aber dennoch. Wir haben hier beispielsweise stets den Szenarien-Bereich und dem Raum-Bereich genutzt, sodass die Verwirrung sich in Grenzen hielt.

Im letzten Tab mit dem Mail-Symbol findet man dann noch Benachrichtigungen, wie beispielsweise “Fenster wurde geöffnet“ bzw. wenn ein aktiviertes Szenario ausgelöst wurde. Diese sind mit Zeit und Datum versehen und werden untereinander angezeigt. Über ausgelöste Szenarien wird man zudem auch mit Push-Mitteilungen informiert.

Zu guter Letzt hätten wir noch den Button links oben, mit dem das Menu aufgerufen wird. Hier kann man dann neue Szenarios anlegen, Geräte hinzufügen und neue Räume definieren. Hier findet man außerdem noch eine Liste der Endgeräte, wie bei uns das iPhone und iPad. Außerdem noch die grundsätzlichen Einstellungen, wo man sein Benutzerkonto einsehen kann, die Adresse festlegt und die Grundeinstellungen für die zwei Temperaturen setzt. Hier kann man bei Darstellungsoptionen auch einen Tag-/Nacht-Modus und ein Wetter-Widget für den Szenarien-Bereich aktivieren, dies gilt auch für die Tabletansicht. Auch ein Hintergrundbild ist wählbar, entweder man nutzt hier die Bilder von EWE oder nutzt eins, welches man auf seinem Gerät gesichert hat. Für die Zentrale gibt es dann auch ebenfalls noch einen kleinen Bereich, hier kann man nach Aktualisierungen suchen, diese zurücksetzen oder einfach entkoppeln.

Mit Szenarien optimal auf eure Bedürfnisse ausgerichtet

Neben den Statusmeldungen über geöffnete Fenster und der Möglichkeit die Temperatur per Smartphone einzustellen, unabhängig ob zu Hause oder von unterwegs, sind es die Szenarien, die das ganze Smart Home-System noch deutlich interessanter machen. Hierfür gibt es in der EWE Smart Living Applikation bereits 8 vordefinierte Szenarien, wie beispielsweise “Willkommen Zuhause“ wo dann beim Betreten der eigenen vier Wände die Heizungen angehen könnten, ein ebenfalls nützliches Modul für dieses Szenario wäre das Einschalten des Lichts. Innerhalb der Szenarien sieht man zudem kleine Symbole, die darüber informieren, für welche Smart Home-Module diese geeignet sind.

Es gibt aber auch die Möglichkeit eigene Szenarien anzulegen, hier gibt man dann einen Namen ein, entscheidet, welches Modul betroffen sein soll, und vergibt zusätzliche Bedienungen für das Auslösen. Man kann außerdem auch definieren was das Modul beim Vorgang machen soll und ob eine Benachrichtigung gewünscht ist, bzw. auf welchem Gerät, wenn man mehrere nutzt. Als Letztes hätten wir zudem noch die Einstellung, ob das Szenario über einen Tap auf dem Icon aktivierbar ist, sprich in der Szenarien-Übersicht.

Die Einstellungen lassen hier eigentlich keine Wünsche offen, so kann man zum Beispiel zwischen den Auslösern Zeit, Aktivität, Standort, Sonnenaufgang, Manuell und einigen weiteren wählen. Im zweiten Schritt kann man zudem das Ganze nochmals verfeinern, hat man beispielsweise im ersten Step “Niemand Zuhause“ gewählt, könnte man dies noch mal auf Uhrzeit, Wochentage und so weiter eingrenzen.

Nun wählt man noch die Module aus, die mit diesem Szenario aktiv werden sollen, in unserem Fall die Heizungsthermostate, da die Fensterkontakte passiver Natur sind, die Fenster öffnen sich ja schließlich nicht automatisch. Ein nützliches Szenario was wir beispielsweise gerne nutzen ist, dass die Heizung komplett runter dreht, sofern die Fenster aufgemacht werden. Ebenfalls stets aktiv ist die Kontrolle der Fenster, wo man ebenfalls mit einer Push-Benachtigung informiert werden kann. Doch es gibt noch weitere, wie beispielsweise, dass die Heizungen bei uns angehen, wenn wir uns 400 Meter entfernt vom Zuhause befinden, sprich die Heizungen drehen auf, bevor man daheim ankommt. Gleichzeitig kann man auch Geräte abschalten, wenn man das Zuhause verlässt oder wenn man schlafen geht.

Man sollte aber stets darauf achten, dass man nicht zu viele Szenarien anlegt, bzw. diese deaktiviert lässt und nur die wichtigen stets aktiv hat. Auch sollte bedacht werden, dass Szenarien sich nicht überschneiden. Wir gehen in diesem Review hierbei speziell auf die Szenarien mit unserem Modulen des EWE Smart Living Warm & Spar Pakets ein, mit den weiteren Modulen ist hier natürlich noch deutlich mehr möglich. Mit zu vielen Szenarien leidet außerdem auch etwas die Übersicht innerhalb des Szenarien-Bereichs, man sollte also stets solche anlegen, welche man wirklich als nützlich empfindet und daraus keine Spielerei werden lassen.

EWE Smart Living im Alltag

Im alltäglichen Einsatz schlägt sich das EWE Smart Living System eigentlich ganz gut. Auch wenn das leicht verwirrende User Interface noch etwas einfacher sein könnte, ist die Bedienung der Module nach kurzer Eingewöhnungszeit mehr als einfach, besonders wenn man sich auf seine Bereiche beschränkt, sprich diese, wo man seine Werte etc. am liebsten setzt. Auch die Szenarien haben bei uns ordentlich funktioniert, sprich diese wurden ausgelöst, wie von uns programmiert. Mit diesen wird die Nutzung des Systems zudem sehr komfortabel, da man sich bei bestimmten Aktionen bzw. Aktivitäten um nichts mehr kümmern muss. Aber auch das manuelle Einstellen der Temperatur per Smartphone oder Tablet erleichtert einem den Vorgang, besonders wenn die Heizungsregler recht schwer erreichbar sind. Dies gilt auch von unterwegs, wenn man zum Beispiel schon mal den Raum vorwärmen möchte, ohne dafür ein Szenario verwenden zu wollen.

Ebenfalls positiv sind die Fensterkontakte aufgefallen, es wurde demnach stets immer richtig erkannt, wenn das Fenster geöffnet bzw. geschlossen war. Bei jeder Öffnung oder Schließung wird übrigens die rote LED am Sensor kurz aktiviert. In der Applikation kann man den aktuellen Stand dann in wenigen Sekunden einsehen, sprich eine große Verzögerung ist nicht vorhanden – dies ist auch bei den Thermostaten identisch.

Doch wir haben auch ein paar negative Punkte am System entdeckt, die das Ganze zwar nicht unbrauchbar machen, aber dennoch negativ aufgefallen sind. Hier hätten wir beispielsweise, dass die App im Test wenige Male mit einem schwarzen Screen gestartet ist, ein Neustart ist dann fällig. Nutzt man zudem Szenarien, welche auf dem Standort basieren, wird die Standortbestimmung am Gerät selbst dauerhaft aktiviert. Dies ist zwar nicht anders lösbar, doch hier könnte man den Akku-Verbrauch sicherlich noch etwas optimieren  – auch die angegebene Entfernung wurde nicht immer genau eingehalten. Nicht ganz so schlimm, aber dennoch manchmal nervig sind die Push-Mitteilungen, die beim Auslösen eines Szenarios teilweise doppelt oder dreifach ankommen. Manche Push sind zu dem auch etwas unnötig. Hat man beispielsweise ein Szenario, bei dem die Heizung runter gedreht wird, wenn das Fenster auf ist, erscheint die Push auch, wenn das Fenster wieder geschlossen wird. Diese wäre aber eigentlich nur angebracht, wenn es ein Szenario gibt, dass die Heizung beispielsweise wieder hochfährt, wenn die Fenster geschlossen werden, was bei uns nicht der Fall war.

Etwas schade empfanden wir zudem, dass es keine Benachrichtigungen gibt, wenn zwei aktive Szenarien sich überschneiden, damit der User beispielsweise eine deaktivieren kann oder die Möglichkeit bekommt eine Priorität zu vergeben. Die bis hier genannten Punkte sind aber wirklich nur kleine Optimierungen, welche uns zwar aufgefallen sind, aber nicht wirklich als sehr störend empfanden.

Dies gilt aber nicht für die Signalstärke innerhalb der Zentrale (Basisstation) und der Module. Hier gab es oft Aussetzer bei einem Heizungsthermostat, wo die Verbindung einige Male nicht gegeben war, sprich eingestellte Werte wurden nicht übertragen bzw. Szenarien konnten nicht ausgelöst werden. Der Hersteller teilte uns hier mit, dass die Verbindung per Z-Wave (Funk) manchmal recht anfällig ist. Schade ist hier besonders, dass es keine Fehlermeldung oder Ähnliches innerhalb der App gibt, sodass man nicht über diesen Umstand informiert wird. Wir hatten dieses Problem nur bei einem Thermostat, welches ungefähr 10 Meter von der Zentrale entfernt – eine Wand dazwischen – ist. An der Reichweite, welche mit 30 Metern angegeben wird, kann es also eigentlich nicht liegen, sodass anscheinend das Signal durch etwas anderes gestört wird.

Dieser Vorfall ist in den 6 Wochen einige Male aufgetreten, wobei die Fenstersensoren, welche im gleichen Raum montiert sind, stets einwandfrei funktioniert haben. Auch das zweite Thermostat, ebenfalls durch eine Wand getrennt, aber näher zur Zentrale, hat nie Probleme gemacht. Sollte man dieses Problem also auch bei sich entdecken, empfiehlt EWE den Einsatz eines Repeaters um das Signal zu verstärken. Wir haben uns zudem angewöhnt, die App einfach nach einer manuellen Einstellung nicht zu schließen, sondern einfach minimiert offen zu lassen, damit die Übertragung bei solchen Problemen auch später stattfinden kann. EWE sollte hier aber unbedingt versuchen eine Fehlermeldung per Push oder innerhalb der App zu integrieren.

Neben unserem Warm & Spar Paket bietet EWE noch die Packs Einfach & Sicher und Hell & Schnell an. Auch weitere Module können dazu bestellt werden, hier hätten wir noch Raumthermostat, eine WLAN-Kamera für Innen und Außen sowie Wassermelder, Bewegungsmelder, Rauchmelder, Funkschalter und einen Zwischenstecker. Die Auswahl an Modulen und Herstellern wird zudem in Zukunft weiterhin ergänzt.

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Fazit

Das EWE Smart Living System bietet eine gute Möglichkeit sein Zuhause smart auszustatten, gut gefallen hat uns hier die Tatsache, dass man bislang nur Module einsetzt, welche von bekannten Herstellern gefertigt sind und dementsprechend ordentlich aussehen und funktionieren. Dennoch könnte die Produktpalette noch deutlich größer sein, bislang werden noch zu wenige Smart Home-Module von anderen Unternehmen als kompatibel angegeben. Die Installation und Steuerung ist dabei doch gut gelungen, auch wenn das User Interface der einzelnen Bereiche noch etwas optimiert werden kann. Auch die erwähnte Kritik kann per Software-Updates sicherlich ausgemerzt werden, dennoch waren wir im Test durchaus zufrieden mit dem System. Praktisch sind zudem die Szenarien, wo man kompatible Geräte untereinander kombinieren kann, die wiederum nach persönlichen Wünschen bzw. Kriterien auslösen. Ebenfalls eine tolle Sache ist, dass man die einzelnen Module mit einer Einmahlzahlung kaufen oder die monatliche Abzahlung wählen kann, wenn man nicht direkt soviel Geld auf ein Mal ausgeben möchte. Der monatliche Preis für die Zentrale samt Sync und Applikation ist auch sehr fair angesetzt. Sollte der Hersteller also die erwähnten Probleme beseitigen und eventuell auch einen Repeater anbieten, dann kann man ganz sicher von einem durchaus guten Smart Home-System sprechen, die Feinschliffe sollten aber zügig erfolgen. Der Zuwachs an Komfortabilität ist aber auch jetzt schon enorm, welchem wir im Alltag nicht mehr missen wollen, eine Ergänzung um weitere Module ist geplant.

Das EWE Smart Living System setzt die Zentrale, sprich die Basisstation voraus, welche man samt Applikation und Sync für 4,95 Euro pro Monat buchen kann. Wählt man direkt ein ganzes Paket, wie das Warm & Spar, bekommt man die erwähnten Devolo-Module, hier werden dann nochmals 8 Euro pro Monat fällig. Auch die anderen Pakete werden zum gleichen Preis angeboten.

Man kann außerdem auch einzelne Module hinzubuchen, ein Heizthermostat kostet beispielsweise 2,95 Euro pro Monat oder man zahlt direkt 69,95 Euro. Das Ganze ist mit Ausnahme der Zentrale wie eine Ratenzahlung zu sehen, wo man quasi die Module abbezahlt. Praktisch ist außerdem, dass man auch eigene Geräte, welche als kompatibel gelten, wie die von Devolo, in das System einbinden kann, ohne diese über EWE erworben zu haben.

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