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Als erste Stativreihe unter dem eigenen Firmennamen hat Rollei drei hochwertige Carbon-Stative auf den Markt gebracht. Die Modelle der Reihe Rock Solid Carbon heißen Alpha, Beta und Gamma und sollen sich durch große Robustheit und eine hohe Tragfähigkeit auszeichnen. Wir haben uns aktuell einmal das mittlere Modell, das Rollei Rock Solid Carbon Beta in Verbindung mit dem T7S Profi Panorama-Kugelkopf für Euch etwas näher angeschaut.

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Lieferumfang – Rollei Rock Solid Carbon Beta

Zum Lieferumfang des Rollei Rock Solid Carbon Beta gehören neben dem Stativ noch eine Textiltasche für den Transport inklusive Schultergurt, eine zusätzliche kurze Mittelsäule, drei Spikes als Austausch für die Gummikappen an den Stativbeinen sowie drei unterschiedliche Inbusschlüssel. Die Stativschraube auf dem abnehmbaren Drehteller der Mittelsäule hat sowohl ein ⅜ wie auch ein ¼“ Gewinde. Wir finden zudem an einem der drei Stativbeine noch eine eingelassene Wasserwaage sowie an der Mittelsäule einen sehr praktischen federgelagerten Haken, an dem bei starkem Wind noch ein Zusatzgewicht angehängt werden kann. Eines der drei Stativbeine lässt sich zusätzlich noch abschrauben, sodass man das Dreibeinstativ zu einem Einbeinstativ umfunktionieren kann.

Den von uns getestete Panorama-Kugelkopf T-7S liefert Rollei in einem stabilen Kunstlederkasten mit einer kurzen Bedienungsanleitung und einem Samtbeutel für den Transport ohne die Verpackung aus. Weiter gehören noch eine Gummi gepolsterte Schnellwechselplatte und drei integrierte kleine Wasserwaagen am Stativkopf mit zum Lieferumfang.

Design – Optik – Verarbeitung

Schon beim ersten Auspacken macht das Rock Solid Carbon Beta Stativ einen sehr guten und hochwertigen Eindruck, die Beine und die Mittelsäule werden aus acht kreuzförmigen Lagen Carbon gebacken. Das Material ist dabei sehr robust und hat auch mit Salzwasser keine Probleme und kann bei allen Temperaturen eingesetzt werden. Die drei Schnellverschlüsse an den Stativbeinen sind griffig und die Beinsegmente gleiten nach dem Lösen leichtgängig heraus, die Beinrastung erfolgt hier durch solide, nicht gefederte Schiebeelemente. Zwei der Stativbeine verfügen zudem über einen Schaumstoffüberzug für einen bequemen Transport. Das dritte Bein wiederum ist mit einem Kunstlederüberzug versehen, welcher einen zusätzlichen Kälteschutz bietet. Die Verstellung der Mittelsäule erfolgt über eine große dreiflüglige Konterschraube, welche die komplette Mittelsäule umschließt.

Der von getestete T-7S Kugelkopf ist ebenfalls hervorragend verarbeitet. Alle Bedienelemente laufen sehr leichtgängig und lassen sich ohne große Kraftanstrengung arretieren.

Technische Details – Rollei Rock Solid Carbon Beta

Für ein Stativ mit einer großen Auszughöhe wie des Rollei Rock Solid Carbon Beta ist uns als Erstes positiv aufgefallen, das es noch über ziemlich gut nutzbares Packmaß von knapp 52 cm verfügt. Dieses erreicht man auch bei montiertem Stativkopf durch die Überklappfunktion der Stativbeine. Das Stativ hat ein Eigengewicht von 1,7 kg. Der von uns getestete T-7S Kugelkopf bringt weitere knappe 0,5 kg auf die Waage. Ein Leichtgewicht ist das Modell damit nicht, aber das Ganze relativiert sich ziemlich schnell, wenn man die maximale Belastbarkeit des Stativs von 22 kg dagegen sieht. Für den T-7S gibt Rollei sogar eine maximale Belastbarkeit von 35 kg an, sodass entgegen unserem Testmuster sicherlich das nächstkleinere Modell, der T-5S mit einer Tragkraft von 25 kg auch noch völlig ausreichen sein sollte.

Die Stativbeine vom Rollei Rock Solid Carbon Beta verfügen jeweils über drei Auszüge mit Drehverschlüssen, damit lässt sich mit eingefahrener Mittelsäule eine Höhe von 151 cm erreichen. Die maximale Höhe mit komplett ausgefahrener Mittelsäule sind 165 cm. Dazu kommt dann jeweils noch das Höhenmaß des Stativkopfs. In unserem Fall waren dies weitere 10 cm für den T-7S Kugelkopf. Voll ausgefahren inkl. Stativkopf also eine mehr als stattliche Höhe auch für sehr große Anwender.

Die niedrigste Position mit eingebauter Mittelsäule liegt bei circa 39 cm. Entfernt man die Mittelsäule und verwendet den beiliegenden Adapter erreicht man eine sehr niedrige Tiefe von ca. 12,5 cm. Beide Werte jeweils wieder ohne den Kugelkopf gemessen. Neben der niedrigsten Einstellung in Bodennähe gib es zwei weitere Rastpositionen, in den sich das Stativ mit den nicht gefederten Beinrastungen arretieren lässt.

Funktionen – Rollei Rock Solid Carbon Beta

Erster Schritt zur Benutzung des Rollei Rock Solid Carbon Beta Stativs von Rollei war die Montage des mitgelieferten Kugelkopfes T-7S. Nach dem Aufschrauben auf den stabilen Drehteller ließ sich dieser sehr einfach mit einem der mitgelieferten Inbusschlüssel durch die Justierungsschrauben von unten fixieren, was zugleich ein unbeabsichtigtes Verdrehen verhindert. Die Höhenverstellung der Mittelsäule erfolgt durch Lösen der dreiflügligen Konterschraube in der Mitte. Solch eine Umsetzung der Mittelsäulenarretierung hat uns sehr gut gefallen, da diese sehr einfach auch mit einer Hand zu bedienen ist, wenn man die Kamera bei der Erfassung eines Motivs ein wenig tiefer einstellen möchte.

Die Stativbeine lassen sich in drei verschiedenen Winkeln arretieren oder komplett überlappen – perfekt für den Transport oder das Fotografieren in Bodennähe. Alternativ lässt sich die Mittelsäule einfach demontieren und umdrehen, sodass man auch so die Kamera in Bodennähe positionieren kann. Die drei Drehverschlüsse an den Stativbeinen lassen sich sehr gut mit einer Hand greifen und so alle zusammen öffnen oder wieder festdrehen. Im untersten Segment sind noch Zahlenmarkierungen angebracht, die es ermöglichen das Stativ so schon einmal auf die gleiche Höhe aller drei Beine einzustellen, unabhängig von der Bodenbeschaffenheit. Für den Außeneinsatz auf weichem Untergrund oder bei starkem Wind hat Rollei Spikes beigelegt, die sich alternativ zu den Gummifüßen einfach einschrauben lassen.

Neben der klassischen Dreibeinvariante lässt sich eines der Beine abschrauben und als Einbeinstativ verwenden. Wenn man hier noch die Mittelsäule mit aufschraubt, erreicht man auch hier wieder eine Höhe mit 171 cm, die auch für sehr große Menschen mehr als ausreichend ist bzw. schon fast zu hoch für den praktischen Gebrauch.

Der T-7S Kugelkopf verfügt neben der üblichen Aussparung in der sich die Kamera um 90° neigen lässt auch über eine Panoramafunktion. Hier löst man eine Arretierungsschraube und kann den Kopf dann um 360° drehen. Wo man startet bzw. sich gerade befindet, lässt sich auf den entsprechenden Markierungen ablesen. Die eigentliche Verstellung erfolgt über eine große sehr griffige Schraube an der Seite des Stativkopfes. Die mitgelieferte Stativplatte lässt sich einfach in der per Feder vorgespannten Aufnahme montieren. Das Maß ist dabei Acta Swiss kompatibel, sodass auch andere Stativplatten oder Kamerahalterungen, die diesem Standard entsprechen problemlos eingesetzt werden können.

Die mitgelieferte Stativplatte hat neben der Gummierung auf der Oberseite zum Schutz der aufgeschraubten Kamera noch zwei weitere Details, die uns gut gefallen haben. Zum einen Finden sich auf der Unterseite zwei kleine Schrauben, die ein Herausfallen aus der nicht vollständig festgeschraubten Aufnahme verhindern. Weiter verfügt die Schraube zur Befestigung an der Kamera über einen Klappbügel, der das Anschrauben oder Demontieren auch ohne zusätzliches Werkzeug möglich macht.

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Usability – Rollei Rock Solid Carbon Beta

Das Rollei Rock Solid Carbon Beta Stativ macht schon beim Auspacken einen sehr soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Dieses hat sich auch in unserem weiteren Test und Alltagsgebrauch durchaus bestätigt. Die Mittelsäule und die Beinauszüge sind sehr leichtgängig, in der Regel reicht es die Drehverschlüsse mit einer Hand zu öffnen und die Stativbeine rutschen leichtgängig von alleine heraus. Hier gibt es viele Modelle, bei denen man immer mal ein wenig nachhelfen muss, hier macht das Carbon Stativ von Rollei eine ziemlich gute Figur, gerade wenn es draußen mal etwas schneller gehen soll, damit man sein gewähltes Motiv nicht verpasst.

In Bezug auf die Standfestigkeit kann das Rock Solid Carbon Beta ebenfalls voll punkten und dies selbst bei voller Auszughöhe. Wie man an den oben beschriebenen max. Traglasten des Statives und des Kugelkopfes ablesen kann, ist das Stativ für den Gebrauch mit einer DSLR inkl. großer und entsprechend schwerer Objektive ausgelegt. Bei entsprechenden Tests auch mit recht starkem Wind konnten uns die gemachten Testaufnahmen ziemlich überzeugen. Für eine der aktuellen spiegellosen Systemkameras ist das Rock Solid Carbon Beta aber schon etwas überdimensioniert. Hier hat Rollei aber weitere Modelle im Angebot, die sich eher an diese Zielgruppe richten.

Ein wenig gewöhnungsdürftig fanden wir zuerst die nicht gefederten Beinrastungen. Nach den ersten negativen Gedanken im Vergleich mit dem von uns sonst genutzten Sirui N-2004, finden wir die Lösung der Rollei Techniker aber mittlerweile doch recht gelungen. Beide technischen Lösungen haben ihre vor und Nachteile. Am Rollei Stativ lässt sich aber dafür ein größerer Winkel schneller einstellen, bei dem man eine oder mehrere Raststellungen einfach überspringt.

Gut gefallen hat uns auch die Möglichkeit das Stativ für Makroaufnahmen in Bodennähe zu nutzen. Sowohl mit dem kleinen Adapter als Ersatz für die Mittelsäule oder auch in der Überkopfposition der Kamera konnten hier alle gewünschten Bildpositionen kurz über der Grasnarbe erreicht werden.

Auch der T-7S Panorama-Kugelkopf hat sich in unseren Tests also ebenfalls professionell bewährt. Die Feststellschraube an der Seite arretiert die Kamera auch mit größeren Objektiven schnell und stabil in der gewählten Position. Für Panoramaaufnahmen lässt sich dieser auch komfortabel und ruckelfrei drehen. Wie heute üblich hat auch Rollei mehre Wasserwagen in den Stativkopf integriert. Diese haben nur teilweise das Problem, dass diese bei aufgesetzter Kamera etwas schlecht einsehbar sind. Da viele aktuelle Kameras diese Funktion ebenfalls eingebaut haben, ist dies aber eher ein kleiner Kritikpunkt.

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Fazit

Das Rollei Rock Solid Carbon Beta ist sicherlich kein kleines Reisestativ für das Handgepäck und auch nicht die optimale Wahl mit einer leichten DSLM. Wer ein gut verarbeitetes Carbon Stativ mit hoher Standfestigkeit und einer sehr großen maximalen Höhe für seine DSLR mit entsprechenden Tele- oder Makroobjektiven sucht, dem können wir das professionelle Stativ von Rollei aber ohne Bedenken empfehlen. Die Bedienung und Leichtgängigkeit des Statives hat uns sehr gut gefallen, aber auch das Design und die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Niveau. Mit einem Packmaß von knapp 52 cm bekommt man es übrigens noch in die Fototasche oder an den Rucksack geschnallt. Auch der von uns getestete T-7S Panorama-Kugelkopf hat uns in puncto Leichtgängigkeit und Stabilität sehr überzeugt. Wer nicht gerade die ganz großen Tele-Objektive für seine DSLR besitzt, der könnte hier aber auch sehr gut zu der etwas kleineren Variante, dem T-5S greifen.

Das Rollei Rock Solid Carbon Beta Stativ kann man bei Amazon für einen Preis von 394,99 Euro bestellen, den Rollei T-7S Profi Panorama-Kugelkopf bekommt man wiederum für 149,99 Euro.

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