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Ein Zuhause ohne gutes und stabiles WLAN ist eigentlich nicht mehr wegzudenken, doch besonders wenn der Router weit von den Endgeräten entfernt ist, viele Wände dazwischen sind oder das eigene Daheim über mehrere Etagen verteil ist, bricht das Signal sehr stark ein, was dann gleichzeitig die User Experience an den Endgeräten wie Smartphone, Tablet, Media Receiver oder Ähnlichem massiv verschlechtert. Webseiten werden langsam aufgebaut, die Downloads hängen und auch das Anschauen von Videos kann hier schnell zu einer Qual werden. Das Unternehmen Netgear bietet für die Lösung solcher Probleme das Mesh-WLAN-System Netgear Orbi an, welches aus Router und einem Satellite besteht, weitere können hinzugekauft werden. Mit diesem sollen WLAN-Probleme der Vergangenheit angehören, gleichzeitig sind die Geräte so gestaltet, dass diese dank modernem Design überall gut aussehen. Wir haben uns das System in einem Langzeittest angeschaut und teilen heute unsere Erkenntnisse mit Euch.

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Das WLAN-System Netgear Orbi besteht aus einem Tri-band-Router und dem Satellite, welche als Set zu bekommen sind, wie bereits erwähnt, kann man das System mit weiteren Satelliten erweitern, um eine Abdeckung von bis zu 350 Quadratmetern zu erreichen. Optisch wirken die Geräte wie eine modern gestaltete Vase in ovaler Form, der Satellite unterscheidet sich dabei vom Router in nur wenigen Merkmalen. Dies wäre zunächst nur die obere Abdeckung, die beim Router in einem blauen Farbton gestaltet ist, während diese beim Satellite in Weiß umgesetzt wurde – hier integriert der Hersteller auch LEDs, auf die wir später zu sprechen kommen. Ansonsten ist der Body bei beiden Gräten in einem weißen Uni-Look, lediglich ein dezenter Orbi-Schritzug ist noch zusehen.

Beide Netgear Orbi Geräte werden dabei aus einem doch recht hochwertigen Kunststoff gefertigt, der recht glatt ist und in einer matten Gestaltung gewählt ist. Das Material fühlt sich zudem recht robust an. Der Body ist an den Kanten außerdem schön abgerundet, was die Optik einer Vase nochmals unterstreicht, uns gefällt die Umsetzung auf jeden Fall sehr gut. Unabhängig, wo der Router bzw. Satellite aufgestellt wird, das Ganze wirkt modern und nicht wie ein Plastikgerät, wie man es von vielen anderen Modellen her kennt. In unserem Fall steht der Router auf einem Sideboard im Flur, da hier der Internetanschluss vorzufinden ist, das Gegenstück, sprich der Satellite steht wiederum auf einer Kommode im Wohnzimmer, die Geräte braucht man definitiv nicht zu verstecken.

Wie auf der vorderen Seite ist auch im hinteren Bereich beider Netgear Orbi Geräte alles sehr dezent gehalten, man sieht demnach nur den weißen Body, lediglich der untere Bereich ist in der Gestaltung anders. Hier finden wir nämlich ein kleines Gitter sowie die ganzen Anschlüsse vom Router und Satellite wieder, die bis auf einen WAN-Anschluss für die Internetverbindung ebenfalls identisch ausfallen. Wir hätten demnach drei 10/100/1000 MBit/s Gigabit-Ethernet-Ports sowie am Satellite vier Stück, um weitere Geräte anzuschließen, eine Power-Taste mit grüner LED, den Stromanschluss, eine Reset-Taste um die Geräte auf Werkseinstellungen zurückzusetzen sowie einen USB-2.0-Anschluss. Wir finden außerdem noch eine Sync-Taste, die für die Koppelung zwischen Router und Satellite benötigt wird. Die Stromkabel (12-V-/3,5-A-Netzteile) legt der Hersteller selbstverständlich ebenfalls dem Packungsinhalt mit bei, dies gilt auch für ein 2 Meter langes Netzwerkkabel.

Der Bodenbereich beider Module ist dann ebenfalls durchgängig mit einem Gitter ausgestattet, wenn man hindurchschaut, kann man dann auch minimal die innen verbaute Technik erblicken, von Weitem ist hier aber nichts zu sehen. Wir hätten zudem noch kleine Gummifüße, die auf glatten Oberflächen für einen sicheren Halt sorgen. Sowohl der Router wie auch der Satellite kommen auf Maße von 169,4 x 59,3 x 225,8 mm und wiegen jeweils 889 Gramm. Bevor wir uns der Ersteinrichtung des Netgear Orbi Router samt Satelllte widmen, die wichtigsten Daten im Überblick:

Netgear Orbi – Technische Daten

  • WLAN-Verbindung: Gleichzeitiges Tri-Band-WLAN / IEEE® 802.11b/g/n 2,4-GHz-256QAM-Unterstützung / IEEE® 802.11a/n/ac 5-GHz-256QAM-Unterstützung
  • Arbeitsspeicher: 4 GB Flash und 512 MB RAM
  • Antenne: Sechs Hochleistungsantennen mit leistungsstarken Verstärkern
  • Beamforming: Implizites/Explizites Beamforming für Bänder mit 2,4 und 5 GHz (1733 + 866 + 400 MBit/s)
  • MU-MIMO: MU-MIMO-fähig für gleichzeitiges Daten-Streaming auf mehreren Geräten

Netgear Orbi – Installation

Die Installation vom WLAN-System Netgear Orbi ist sehr einfach gestaltet, hier sollte jeder ohne Probleme zurechtkommen, ansonsten bietet der Hersteller aber auch eine Kurzanleitung an. Wir nehmen also den Router und verbinden diesen per beigelegtem Netzwerkkabel mit dem Modem, jetzt nur noch das Stromkabel dran und schon ist das erste Gerät für die Einrichtung einsatzbereit.

Ähnlich ist das Ganze auch beim Satellite, dieser wird in einem Raum positioniert, wo der WLAN-Empfang mit einem anderen Router sonst recht schlecht ist – dies könnte auch eine zweite Etage sein oder wo man Netzwerkgeräte platziert hat, die per LAN-Anschluss verbunden werden müssen. Möchte man das WLAN-Netz in der gesamten Wohnung verbessern, sollte man den Satellite zentral in der Wohnung platzieren. Dieser wird nun ebenfalls mit einem Stromkabel angeschlossen und mit der Power-Taste eingeschaltet.

Netgear Orbi – Kinderleicht eingerichtet

Nun müssen die Netgear Orbi Geräte, also Router und der Satellite, per Software eingerichtet werden, hier kann man entweder die Webseite – orbilogin.com – aufrufen oder die Orbi-App für iOS oder Android aus dem App Store herunterladen. Wir haben das Ganze mit der Orbi-App vollzogen, der Vorgang war dabei sehr schnell und ohne Mühe erledigt, auch wenn die Applikation bislang nicht ins Deutsche übersetzt ist. Mit wenig Englischkenntnissen sollte das aber kein Problem sein, da man während der Einrichtung auch hilfreiche Bilder zu sehen bekommt. Wer es dennoch lieber auf Deutsch mag, sollte demnach aktuell die Einrichtung per Webbrowser durchführen.

Wenn die Hardware, wie bei Installation beschrieben, verbunden ist, startet man die Orbi-App auf dem Smartphone oder Tablet und kann direkt loslegen. Für das iPad bekommt man aktuell eine vergrößerte Version der iPhone-View, dies ist ok, sollte in Zukunft aber auch optimiert werden, wie wir finden. Ist die Orbi-App gestartet, muss man zunächst die Hardware aussuchen, sprich nur Router, bzw. das Set mit einem oder zwei Satelliten. Nun muss man in die WLAN-Einstellungen des mobilen Gerätes wechseln und hier das Netz vom Orbi auswählen, wie man es von anderen WLAN-Gadgets her kennt. Das entsprechende Passwort findet man im Bodenbereich des Routers auf einem Sticker sowie auf einer Folie, die um das Gerät gespannt ist.

Ist dies passiert, wechseln wir wieder zur Orbi-App zurück, wo die Einrichtung weiter fortgeführt werden kann. Hier öffnet sich dann zunächst eine Maske, wo wir für den Admin ein eigenes Passwort vergeben, auch zwei Sicherheitsfragen müssen beantwortet werden, falls das Passwort mal verloren geht. Weiter geht es dann an das generelle WLAN-Netz, welches man ebenfalls umbenennen und ein eigenes Passwort vergeben kann.

Hier ist der Router dann auch bereits fertig installiert, im weiteren Prozess wurden wir aber direkt über eine Firmware-Aktualisierung informiert, welche direkt gestartet werden kann, man kann aber auch den Vorgang erst mal verschieben, die Prozedur dauerte bei uns circa 3 Minuten. Direkt darauf wird man gebeten das Gerät zu registrieren, was aber ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt passieren kann.

Wir möchten aber auch direkt den Satellite in Betrieb nehmen, was ebenfalls über das Menu der Orbi-App möglich ist. Hierzu drücken wir aber zunächst die Sync-Taste an den Geräten, was im oberen Bereich mit einem blinkenden weißen Licht-Ring signalisiert wird. Weiter können die LEDs auch andere Farben anzeigen, Blau bedeutet zum Beispiel, dass die Verbindung zum Router gut ist, während bei Orange die Konnektivität eher schlecht zu sein scheint, hier sollte man den Satelliten dann besser umpositionieren. Sollte man Lila zu sehen bekommen, kann eine Verbindung nicht hergestellt werden, wir konnten diesen Umstand aber nicht erzwingen, sprich, es hat einwandfrei funktioniert, unabhängig, wo der Satellite aufgestellt war.

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Die Netgear Orbi App – da geht noch was

Während die Installation des WLAN-Systems Netgear Orbi mit der dazugehörigen Applikation sehr einfach gestaltet ist, bietet diese aber sonst keinen Mehrwert, sprich weitere Einstellungen muss man weiterhin über den Webbrowser bzw. einer weiteren App erledigen, was wir sehr schade finden. So sieht man beim Start der App, ob der Router Online ist, wie viele Satelliten angeschlossen und welche Endgeräte verbunden sind. Es gibt außerdem noch Informationen zu der Firmware der Netgear Orbi Geräte sowie zum WLAN-Netz, das war es dann aber auch schon. Wir würden uns wünschen, wenn man sämtliche Einstellungen, die über den Webbrowser möglich sind, auch über die Orbi-App zugänglich wären.

Abhilfe gibt es zwar auch über eine App, hier ist dann aber eine zweite Installation nötigt, nämlich die Netgear Genie App, die ebenfalls für iOS und Android verfügbar ist. Nach dem Start der Applikation verbindet sich diese automatisch mit dem Orbi-Router und erlaubt einige Einstellungen am System. Hier hätten wir demnach die generelle Wireless-Konfiguration, den Gastzugang, eine Netzwerkübersicht sowie die Aktivierung einer Kindersicherung. Man kann zudem noch Medien teilen, den Router neustarten und eine Registrierung vornehmen. Anders als bei der Orbi-App ist die Anwendung hier bereits übersetzt und wurde heute aktualisiert – es gab ein Redesign, mit dem die App nun einen sehr guten Eindruck macht. Davor war die Applikation von der Gestaltung nämlich sehr altbacken.

Einstellungen per Web umfangreicher

Wer die Einstellungen lieber per Webbrowser vornimmt, wird sich freuen, denn hier sind fast alle Einstellungen einfach erreichbar, eine Ausnahme stellt hier die Kindersicherung dar, wo man auf den Download der Netgear Genie App hingewiesen wird, was wir unnötig finden. Ansonsten kann man hier aber alle bereits genannten Einstellungen setzen und bekommt noch deutlich mehr Optionen, um das Netzwerk nach seinen Wünschen zu optimieren. Die Ansicht ist dabei recht schlicht gehalten, wirkt aber  sehr übersichtlich, es wird zwischen “Einfach“ und “Erweitert“ unterteilt.

Man kann also den Zugriff steuern, Seiten und Dienste sperren und einen Zeitplan anlegen. Auch Einstellungen zu VPN, DNS, Portweiterleitung, UPnP, iPv6 und zur generellen Konfiguration sind vorhanden. Selbst verständlich sieht man auch hier die Endgeräte und auch der Status der Netgear Orbi Geräte sind gelistet, dies gilt auch für Protokolle der aktivierten Dienste. Ganz sicher gibt es hier Router auf dem Markt, die noch einige weitere Einstellungen bereitstellen, für die meisten Anwender sollte der Umfang aber unserer Meinung nach völlig ausreichen. Man kann außerdem auch statt dem Router-Modus der AP-Modus aktivieren, bei dem der DHCP-Server automatisch ausgeschaltet wird, sodass alle Geräte die IP-Adresse aus demselben Bereich bekommen.

Netgear Orbi – So funktioniert es

Doch wie funktioniert eigentlich das WLAN-System Netgear Orbi? Naja, das ist eigentlich ganz einfach erklärt. Der Netgear Orbi Router bietet drei parallele WPA2-verschlüsselte WLAN-Funknetze an, hier hätten wir einmal eine WLAN-n-Verbindung mit bis zu 400 Mbps (2,4 GHz) sowie ein ein WLAN-ac-Funknetz mit bis zu 866 Mbps (5 GHz). Erste ist dabei eher für ältere Geräte gedacht, während Neuere auch bereits den schnelleren Stand beherrschen. Es gibt aber noch ein drittes WLAN-Netz mit 1.733 Mbps (4×433 Mbps auf 5 Gigahertz), welches aber nur für die Verbindung mit dem Satelliten genutzt wird, um hier ein bestmögliches Ergebnis abzuliefern. Die Endgeräte haben dann Zugriff auf die volle Bandbreite des jeweiligen Netzes, hier ergibt es dann auch gleich den Vorteil gegenüber Repeatern, wo meist die Bandbreite halbiert wird.

Da durch das WLAN-System Netgear Orbi in unserem Zuhause nur eine Single SSID vorhanden ist, muss man sich mit den Endgeräten auch nicht mit unterschiedlichen WLAN-Netzen verbinden, alles passiert automatisch, das gefällt. Das System entscheidet demnach ganz alleine, ob die Verbindung über den Router bzw. einen der installierten Satelliten aufgebaut wird. Zwischen dem 2,4 oder 5 GHz Netz kann man nicht entscheiden, auch dies wird allein vom System geklärt. Dies ist zwar ebenfalls komfortabel, manche User würden sich aber vermutlich eine manuelle Auswahl wünschen, uns hat dieser Umstand aber nicht gestört.

Zu erwähnen sei auch, dass die Geräte die MU-MIMO-Technologie unterstützen, wodurch der Router mehrere Endgeräte gleichzeitig anfunken und unterbrechungsfrei mit Daten bedienen kann, es gibt demnach keine Mikro-Aussetzer. Dieses Feature muss aber in den Einstellungen noch aktiviert werden.

Netgear Orbi im Alltag

Bei der täglichen Nutzung des WLAN-Systems Netgear Orbi haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Das System ist ganz klar eher für größere Wohnungen gedacht, doch auch auf engeren Raum kann das System eine Verbesserung hervorrufen. In unserer Test-Umgebung beispielsweise steht der Router wie erwähnt im Flur und der Satellite im Wohnzimmer, die Entfernung liegt bei circa 5 Metern. Hier gab es mit anderen Routern im Wohnzimmer öfters Aussetzer oder das Signal war etwas träge, besonders, da hier auch recht viele WLAN-Geräte zum Einsatz kommen. Mit dem WLAN-System Netgear Orbi ist dies merklich besser geworden, was uns sehr positiv überrascht hat. Besonders beim Surfen und Videostreams ist dies aufgefallen. Wir erreichten hier mit dem 5-GHz-Band (Router zu Satellite) um die 200 MB/s, was ein sehr guter Wert ist. Auch über zwei Etagen hinweg mit über 7 Meter Entfernung lag der Wert noch bei circa 185 MB/s.

Die ermittelten Werte sind damit nicht nur deutlich höher, als es mit den meisten Repeatern der Fall sein dürfte, sondern könnten je nach Einsatzort auch die Powerline-Alternative schlagen, dies kann aber nie pauschal beantwortet werden. Praktisch ist außerdem, dass die Satelliten vier LAN-Ports bereitstellen, hier kann man dann wunderbar einen Media Receiver, NAS oder Ähnliches anschließen, ohne Kabel zum Router verlegen zu müssen. Die Ping-Zeiten zum Router betrugen um die 4 ms Sekunden, diese waren dabei recht konstant.

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Fazit

Das Mesh-WLAN-System Netgear Orbi punktet mit einer gelungenen Hardware, welche hochwertig wirkt, sauber verarbeitet wurde und optisch einer ovalen Vase ähnelt, was die Platzierung in den eigenen vier Wänden zu einem Kinderspiel werden lässt, ohne dass die Geräte störend wirken. Die Installation der Hardware samt Ersteinrichtung ist dabei sehr simpel gehalten, dies gilt sowohl über den Browser wie auch über die App. Letztere sollte aber übersetzt werden, auch fehlten uns die Einstellungen. Mit der zweiten App wird dieser Umstand zwar wieder etwas neutralisiert, wir hätten uns aber ein Control-Panel wie über Browser in der Orbi-App gewünscht. Dennoch ist Administration sehr einfach und für jeden umsetzbar, auch ohne Kenntnisse. Gut gefallen hat uns auch das gelungene Zusammenspiel von Router und Satellite, die ermittelten Werte waren dabei auf einem doch sehr guten Niveau, was ganz sicher für das System spricht. Wer das WLAN-Netz daheim demnach deutlich verbessern möchte und andere Alternativen nicht die gewünschten Ziele hervorbringen, der sollte sich das WLAN-System Netgear Orbi auch trotz höherem Preis definitiv mal genauer anschauen und einen Test wagen.

Das Netgear orbi WLAN-System bestehend aus Router und Satellite kann für einen Preis ab 429 Euro über Amazon oder Otto.de erworben werden.

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