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Wer kennt das nicht, die jährliche Heizungsabrechnung steht an und eine Nachzahlung wird fällig. Das liegt natürlich auch daran, weil die Winter bei uns länger werden und wir dadurch deutlich längere Heizphasen haben. Aber auch die Heizkosten der jeweiligen Versorger gehen jedes Jahr in die Höhe, die dann schlussendlich auf uns umgesetzt werden. Wir möchten heute eine Heizungssteuerung für das eigene Zuhause vorstellen, mit der man auf Dauer Kosten sparen kann, diese aber auch komfortabel über das Smartphone von zu Hause oder unterwegs gesteuert wird. Die Rede ist von der MAX! Heizungssteuerung, welche bei uns mittlerweile über 2 Jahre im Einsatz ist, weswegen wir das Review nochmals angepasst haben.

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Hardware – MAX! Heizungssteuerung

Das MAX!-System besteht aus mehreren Modulen, die auch mit der Zeit erweitert werden können. So kann beispielsweise zu Beginn nur einen Raum ausstatten, aber auch eine komplette Haus-Installation ist möglich. Bevor wir auf die einzelnen Funktionen zu sprechen kommen, möchten wir aber erst die Module vorstellen.

Als Hauptkomponente hätten wir als Erstes das Heizkörperthermostat+, dieses wird mit verschiedenen Aufsätzen mitgeliefert, sodass eine Montage auf den gängigen Heizungstypen möglich ist. Das Thermostat kann dabei komplett ohne zusätzliche Komponenten installiert werden, aber natürlich ist auch eine Raum- oder Hauslösung problemlos möglich. Benutzt man nur das Thermostat erfolgt die komplette Bedienung auf dem leicht verständlichen Display, aber auch eine manuelle Bedingung durch das Stellrad, ist gegeben. Das Gerät ist nach der Installation direkt gebrauchsfertig und auch eine Frost- und Kalkschutzautomatik ist mit an Board. Das Thermostat ist gut verarbeitet und hat noch mehrere softwareseitige Features, auf die wir gleich zu sprechen kommen.

Als Nächstes kommen wir zu den Fensterkontakten, welche sich wunderbar mit den Heizungsthermostaten verbinden bzw. anlernen lassen, sodass diese in die vom User programmierten Heizphasen berücksichtigt werden können. Die Fensterkontakte kommen wie alle anzubringenden Teile dieses Systems mit 2 Befestigungsmöglichkeiten. Hier hätten wir einmal eine Montage mit Schrauben oder den stark haftenden Klebestreifen, die auch wieder problemlos entfernt werden können. Zu einem Set gehören dabei 2 Module, die für ein Fenster vorgesehen sind. Diese werden auf einer Höhe angebracht, um dies zu erleichtern, sind noch kleine Klötze beigelegt, mit der die Höhe angepasst werden kann. Es liegt außerdem auch noch ein braunes Set mit dabei, falls man zu Hause keine weißen Fenster installiert hat, sehr praktisch wie wir finden.

Der Eco-Taster funktioniert mit sämtlich installierten Heizungsthermostaten und sollte unserer Meinung nach in der Nähe der Ausgangstür, der eigenen Wohnung, angebracht sein. Dieser erfüllt nämlich nur einen Zweck, dafür aber einen sehr wichtigen. Betätigt man den Eco-Taster, fahren alle Heizungen auf die in der Software eingestellte Eco-Temperatur herunter. Kommt man wieder nach Hause und betätigt die Taste erneut, werden sämtliche Heizungsthermostate wieder auf Normalbetrieb geschaltet. Auch hier ist Montage-Material dabei und wie bei allen anderen Modulen sind natürlich auch Batterien mit beigepackt worden, diese sollen im Betrieb laut Hersteller bis zu 5 Jahre ihren Dienst verrichten. Damit man den Eco-Taster installieren kann, muss ein Cube im System eingebunden sein.

Das Wandthermostat+ ist das perfekte Gerät für eine gesamte Raumlösung, mit diesem besteht nämlich die Möglichkeit, bis zu 8 Heizthermostate anzulernen. Natürlich kann man auch hier sämtliche Heizungszyklen programmieren und auch das Wechseln in den manuellen Modus funktioniert sehr einfach. Man bekommt auf dem Display alle relevanten Infos und auch als Raumthermometer ist das Thermostat bestens geeignet. Laut Hersteller soll sich das Modul auch wunderbar in gängige Schalterserien integrieren lassen, auf der Homepage kann man eine genaue Auflistung anschauen. Auch hier ist für den direkten Betrieb alles im Paket enthalten und man kann nach dem Auspacken direkt loslegen.

Das Herzstück des MAX! Systems ist definitiv der Cube – Lan Gateway, dieser ermöglicht eine Vernetzung sämtlicher Räume und kann auch für die komplette Steuerung genutzt werden. Die Konfiguration per iOS App und über den Rechner ist nämlich erst mit diesem möglich und gerade das macht das System noch viel interessanter. Der Cube kann maximal 50 Module des Max Systems kontrollieren, die auf höchstens 10 Räume aufgeteilt sind. Das Modul besitzt dabei einen Stromanschluss und wird per LAN Kabel an den Router angeschlossen. Des Weiteren bekommt man eine AES128 Verschlüsselung und auch optisch sieht der Cube recht gelungen aus. Die Ersteinrichtung muss einmalig per Mac oder Windows Software erledigt werden, später braucht man diese aber nicht unbedingt, damit das System funktioniert kann.

Installation Hardware – MAX! Heizungssteuerung

Das Anbringen der Heizungsthermostate hat uns ein wenig Zeit gekostet, gerade beim ersten Modul mussten wir uns die Anleitung doch etwas genauer durchlesen. Hat man den Vorgang aber einmal begriffen, ist die Installation weiterer Thermostate wirklich ein Kinderspiel und war schnell erledigt. Für die jeweiligen Heizungsmodelle benötigt man noch bestimmte Adapter, die aber für gängige Heizungen alle in der Packung enthalten sind. Ist das Heizungsthermostat montiert, werden nur noch die Batterien eingelegt und das Gerät initialisiert sich und startet eine Adaptierfahrt. Ist alles richtig montiert, kann man mit dem Programmieren loslegen oder man installiert erst weitere Komponenten. Dies empfiehlt sich vor allem, wenn man sich für die Einrichtung mit einem Cube entschieden hat.

Die Installation der Fensterkontakte ist wirklich sehr schnell erledigt, in der Anleitung werden benötigte Abstände zwischen beiden Kontakten bestens erklärt. Wir haben uns für Klebestreifen entschieden und waren binnen weniger Minuten mit der Installation fertig. Batterien einlegen und der Fensterkontakt ist zum Anlernen bereit. Jetzt kann man diesen direkt über das Heizungsthermostat anlernen oder wie wir durch die MAX! Software mit dem Cube vernetzen. Beide Möglichkeiten gehen sehr schnell von der Hand, wobei das Anlernen über die Software doch deutlich komfortabler ist, dies liegt hauptsächlich daran, das man nicht vor dem Gerät knien muss, sonder gemütlich an seinem Rechner sitzt. In beiden Fällen wird für das Anlernen am Fensterkontakt eine Taste betätigt. Jegliche Anlern-Möglichkeiten werden in der mitgelieferten Anleitung aber auch gut erklärt und auch eine Online-PDF ist für jedes Modul vorhanden.

Der Eco-Taster ist mit den Klebesteifen auch sehr schnell an die Wand angebracht, hier sei noch zu erwähnen, dass dieser alle Heizungsthermostate auf die eingestellte Eco-Temperatur herunterfährt, eine Einzellösung ist hier nicht möglich. Man sollte den Taster also nur dann kaufen, wenn man sich für die Steuerung per Cube entschieden hat. Für das Anlernen wird hier auch ganz einfach die Taste länger gedrückt und das Modul funktionierte im Test direkt beim ersten Anlauf. Im täglichen Einsatz ist der Eco Taster aber ganz sicher eines der Module, welches das System nochmals optimiert. Hat man zum Beispiel einen Wochenplan aktiviert und verlässt spontan die Wohnung an einem Zeitpunkt, wo die Heizung gerade heizt, kann man mit einem Tastendruck sämtliche Heizungen auf Eco-Temperatur absenken. Auf Dauer trägt dies ganz sicher zur Heizkosten-Reduzierung mit bei.

Als Letztes hätten wir noch das Wandthermostat+, dieses haben wir wie den Eco Taster per Klebestreifen befestigt, dementsprechend verlief die Installation mindestens genauso einfach. Jedoch hat dieses Modul deutlich mehr Funktionen an Board. Wie oben erwähnt, kann man über das Thermostat eine volle Raumlösung ohne Cube schaffen, hierfür kann man mehrere Heizungsthermostate steuern und Pläne erstellen. Wir haben das Wandthermostat aber an den Cube angelernt, dies geht genauso komfortabel wie bei den Geräten zuvor. Wir haben das Wandthermostat+ an einem sehr sichtbaren Platz aufgehängt, den optisch braucht sich dieser eigentlich nicht zu verstecken (auch wenn bei unserem Muster eine Taste falsch umgedreht war). Außerdem hat man die IST-Temperatur immer gut im Blick, und wenn man doch mal manuell schalten möchte, hat man das Wandthermostat immer in einer guten Höhe, um dies komfortabel zu erledigen.

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Software Installation – MAX! Heizungssteuerung

Entscheidet man sich für eine Raumlösung ohne Cube, werden sämtliche Einstellungen entweder direkt am Heizungsthermostat oder über das Wandthermostat+ geregelt. Wenn man es komfortabler mit dem Cube löst, muss dieser einmalig mit der MAX! Software aktiviert werden. Dazu kann man die Software von der Hersteller Website herunterladen und auf dem eigenen System installieren. Nach dem Programmstart im Browser, wird der bereits eingeschaltete und per LAN verbundene Cube durch die Software gesucht. Ist alles erfolgreich verlaufen, wird das Modul direkt noch mit einem aktuellen Update aktualisiert. Jetzt kann man theoretisch auch direkt mit dem Anlernen weiterer Geräte beginnen, dazu wird an den jeweiligen Modulen bestimmte Tasten gedrückt, danach hat man 30 Sekunden Zeit, um den Button “Neues Gerät“ in der Software zu betätigen. Kurze Zeit später erscheint das gerade aktivierte Modul in der Software, jetzt kann man noch einen Namen auswählen und einen Raum erstellen bzw. einem bereits angelegten zuordnen. Das Anlernen sämtlicher Module verlief reibungslos und es gab keinerlei Komplikationen. Zu erwähnen sei noch, dass ein Anlernen neuer Geräte per App nicht möglich ist, dies geht nur über einen Rechner bzw. Mac.

Software Rechner – MAX! Heizungssteuerung

Hat man sämtliche Module in der Software angelegt, kann man nun die Grundeinstellungen des Systems bearbeiten, hierzu gehören Zeitpläne, die wirklich sehr nützlich sind. So kann man sich zum Beispiel ein Plan für die Woche erstellen. Wenn man zum Beispiel jeden Tag seine 8 Stunden arbeiten geht, sollte man ein Absenken der gewünschten Heizungen programmieren. Aber auch die Eco-Temperatur, Comfort-Temperatur und wie weit die Heizungen bei geöffneten Fenstern herunterfahren sollen, kann man hier bestens optimieren. Dabei kann jeder Raum einzeln programmiert werden oder man regelt alle Modulle als Hauslösung, die geht wie bereits eräwhnt nur in Verbindung mit einem Cube. Sehr nützlich ist auch die Boost-Funktion, hier kann man einstellen, wie lange diese dauern und um wie viel Prozent sich das Heizungsventil öffnen soll. Diesen Boost kann man am Wandthermostat oder direkt am Heizungsthermostat per Knopfdruck auslösen, sehr hilfreich, wenn man einfach kurz aufdrehen will, aber nicht dran denken muss, die Heizung wieder herunterdrehen zu müssen.

Hat man mal etwas nicht richtig programmiert oder ein Modul wurde dem falschen Raum zugeordnet, kann man diese natürlich wieder in andere Räume verschieben und auch das Umbenennen der Module ist nachträglich möglich. In den jeweiligen Gerätelisten kann man außerdem noch den Batteriestatus und die Funkverbindung zu den jeweiligen Modulen einsehen, sehr praktisch, damit man an einen Batteriewechsel rechtzeitig denkt. Jedoch könnte die Software definitiv ein besseres User Interface bekommen und auch das gesamte Design hat Luft nach oben offen.

iOS App – MAX! Heizungssteuerung

Noch komfortabler macht es nur noch die iOS App, auch wenn diese mit Funktionen bislang etwas spärlicher daher kommt. Hier kann man die gesamten Räume einsehen und auch der Wochenplan kann hier eingestellt werden. Will man einfach mal in einem Raum oder gar in der kompletten Installation die Temperatur verändern, kann man hier ganz komfortabel auch in den manuellen Modus wechseln und mit den entsprechenden Buttons die Temperatur auswählen. In unseren Test ist die Information in circa 1-2 Minuten später beim jeweiligen Heizungsthermostat angekommen, man kann außerdem an einem Symbol sehen, ob das Fenster in dem jeweiligen Raum geöffnet ist – diese Information bekommt man übrigens auch über die Software für den Rechner/Mac. Aber auch hier würden wir uns sämtliche Funktionen der Rechner/Mac-Version wünschen. Gerade das Anlernen der Geräte wäre doch wünschenswert. Das Design der App geht zwar in Ordnung, eine Optimierung könnte aber nicht schaden, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache. Positiv zu erwähnen sei noch, dass die Funktionen der iOS App auch außerhalb der Wohnung nutzbar sind. Auch dies hat erfreulicherweise im Test reibungslos funktioniert.

Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass man für die iOS-App-Nutzung die Internetsteuerung in der MAX-Software am Rechner aktivieren muss, dafür kann man direkt einen Account im Programm anlegen. Hierfür benötigt man lediglich eine Mailadresse und ein Passwort. Diese Daten werden auch später beim Starten der Applikation abgefragt.

Im App Store sind übrigens zwei verschiedene MAX! Apps zu finden, hier unterscheiden sich diese auf die Unternehmen ELV und EQ-3 und sind in beiden Fällen kostenlos erhältlich. Es ist aber sehr wichtig, dass man die richtige App im App Store wählt, da nur diese das jeweilige System ansprechen kann.

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Fazit

Das MAX! System hat uns im Test durchaus überzeugt, die Module sind gut verarbeitet, wenn auch nicht so hochwertig wie bei der Konkurrenz, die Funktionen haben aber stets einwandfrei funktioniert und auch die mögliche Ersparnis ist definitiv ein Plus-Punkt. Der Hersteller gibt hier einen Wert von 30 % an, ob man genau diese Ersparnis erreicht, können wir selbstverständlich nicht genau sagen. Wenn man sich aber auf das gesamte System einlässt und die Eco-Taster regelmäßig betätigt und vor allem die Wochenpläne anlegt, dann kann man definitiv seinen Verbrauch optimieren und verringern. Aber auch die Bedienung per iOS-App ist ein tolles Feature, sind Heizungen doch öfter an Stellen, welche schlechter erreichbar sind, weil eventuell Möbel davor stehen. Auch wenn man unterwegs ist und beispielsweise gerade Feierabend hat, kann man von unterwegs für eine wohlige Wärme daheim sorgen. Im Winter nach Hause kommen und die Wohnung ist kalt, wird mit dem MAX! System definitiv kein Thema mehr sein. Die Module könnten vom Design zwar noch deutlich moderner gestaltet sein, wirklich sehen tut man diese ja aber eh kaum, ein Ausnahme ist hier das Wandthermostat. Wir können demnach eine Kaufempfehlung für dieses System aussprechen. Hier sei noch mal zu erwähnen, dass man stückweise das eigene Haus oder die Wohnung vernetzen kann, so ist man nicht gezwungen, direkt den kompletten Haushalt mit Modulen zu bestücken.

Wer seine Wohnung auch mit dem MAX! System auszustatten will, kann die jeweiligen Module beispielsweise über Amazon bestellen.

Fensterkontakt– Wandthermostat – Eco Taster – Cube  Heizkörperthermostat – Heizkörperthermostat+

Es gibt übrigens noch einen Heizungsregler des MAX! Systems ohne das Plus am Ende, dieses Modell setzt aber ein Wandthermostat+ oder den Cube voraus, im Gegensatz zum Plus Modell, das schon wie beschrieben auch unabhängig betrieben werden kann.

Das Unternehmen bietet außerdem ein Starter Set an, dieses besteht aus Cube und Heizungsthermostat und kann ab 70 Euro erworben werden. Zusätzliche Informationen bekommt man auf der eQ-3 Homepage.

Wenn man das eigene Zuhause noch deutlich stärker vernetzen möchte, als es mit dem MAX! System möglich ist. Dann sollte man sich auch unbedingt HomeMatic vom gleichen Unternehmen anschauen.

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