UGREEN NAS: Mac-Backup auf UGREEN NAS mit Time Machine – Tutorial
Tutorial-Reihe
Für diese Tutorial-Reihe setzt das NAS-Team auf aktuelle Modelle von UGREEN und arbeitet dabei mit den Systemen DXP4800 Plus (Review), DXP4800 Pro (Review) und DH4300 Plus (Review) sowie dem KI-NAS iDX6011 Pro (Review). Als Speichermedien kommen Festplatten aus den Serien Seagate IronWolf sowie Western Digital Red Plus zum Einsatz. Beide Reihen haben sich im bisherigen Dauerbetrieb als zuverlässig und leistungsstabil erwiesen und können daher bereits vorab empfohlen werden. Einen direkten Vergleich findet ihr im Festplattenvergleich.
Die SSD im Mac füllt sich, der Rechner ist das einzige Exemplar der Fotos, und die Time Capsule aus dem Schrank redet nicht mehr mit aktuellen macOS-Versionen. Ein UGREEN NAS im Heimnetz kann das Ziel sein. Die Richtung ist klar: Der Mac sichert aufs NAS. Das NAS schickt hier nichts auf USB und nichts auf einen zweiten Server. Diese Gegenrichtung steht im Tutorial „UGREEN NAS Backup einrichten: USB und Serverziel mit Sync & Backup“.
Time Machine bleibt der Alltagsweg, weil macOS dort die Historie führt und Dateien zurückholt. Die UGREEN NAS App kann denselben Rechner parallel als Ordnerkopie ablegen. Das ist ein zweites Produkt, kein zweites Time Machine.
Ziel des Tutorials
Am Ende ist Time Machine auf einer eigenen NAS-Freigabe eingerichtet, das erste Backup ist angelaufen, und im Share liegt das Time-Machine-Volume, kein zweiter Dokumente-Ordner. Optional liegt daneben eine Aufgabe [Diesen Computer sichern] aus der Desktop-App. Die Grenze ist klar: Die Dateien stehen in [Dateien], der Assistent [Wiederherstellen] spielt diesen Job nicht auf den Mac zurück.
Was hier nicht behandelt wird: RAID als Backup erklären (das leisten die Backup-Grundlagen für NAS-Systeme), NAS-Archive nach außen retten, den Wiederherstellungsassistenten für NAS-Jobs durchklicken (das leistet „UGREEN NAS Wiederherstellung testen: Backup prüfen und Dateien zurückholen“), Windows.
Time Machine aufs NAS rettet den Rechner. Stirbt das NAS, sind Mac-Sicherung und die Daten auf dem Gerät gemeinsam weg. Die Zählung dafür steht in „Die 3-2-1-Backup-Strategie praxisnah erklärt“.
Voraussetzungen
Vorausgesetzt wird ein laufendes UGREEN NAS mit UGOS Pro, einem Benutzerkonto und Admin-Zugang. Time Machine über das Netz braucht SMB, nicht AFP. AFP zurückzubauen macht das Ziel nicht sichtbarer. Es erzeugt eher Brüche, die macOS nicht mehr pflegt. Außerdem wird AFP in zukünftigen macOS-Versionen gar nicht mehr unterstützt.
Mac und NAS müssen sich im selben erreichbaren Netz sehen. Ein Gäste-WLAN, ein IoT-VLAN ohne Freigabe oder eine Firewall, die Bonjour schluckt, reicht, damit Time Machine [Keine Zielorte für Time Machine verfügbar] zeigt, obwohl der Ordner auf dem NAS längst existiert. Der Share ist dann da, der Mac findet ihn nicht.
Für den App-Pfad braucht man den Desktop-Client UGREEN NAS auf dem Mac, nicht nur den Browser und nicht die Handy-App. Ohne angemeldeten Client fehlt die Computerquelle. Die Richtlinie läuft im Client. Abmelden stoppt die Sicherung. Die Aufgabe bleibt trotzdem in der Liste stehen und wirkt, als liefe noch alles.
Grobes Wissen, was eine Freigabe ist, reicht. Backup ist nicht RAID und nicht ein zweiter Ordner im selben Pool. Das steht in den Grundlagen.
Zwei Wege, nicht zwei Restore-Welten
Time Machine schreibt eine Zeitreihe des Macs. Zurückholen passiert in den [Systemeinstellungen] unter [Time Machine], im Ernstfall über die Wiederherstellung von macOS. Format und Bedienung gehören Apple. Auf dem NAS liegt das als eigenes Volume in einer Freigabe, die nur dafür da ist.
[Diesen Computer sichern] in der App [Sync & Backup] kopiert ausgewählte Ordner aufs NAS. In [Dateien] sieht man danach normale Ordner, oft mit dem Rechnernamen im Pfad. Der Rückweg ist Kopieren, nicht die Time-Machine-Oberfläche und nicht der Assistent, der NAS-Jobs vom Typ rsync zurückspielt. Dieselbe Logik wie beim USB-Backup-Job in der Gegenrichtung: Kopie ja, Button [Wiederherstellen] als Rückweg auf die Quelle nein.
Die beiden Wege vertragen sich schlecht in einem Ordner. Time Machine wächst und legt ein Volume an. Die App legt Dateien ab, die man durchklicken kann. Liegen beide im selben Share, wird Aufräumen zur Lotterie: Welches Objekt darf man löschen, ohne die Historie oder die Ordnerkopie zu zerlegen? Getrennte Freigaben kosten einen Klick extra und sparen genau diesen Streit.
Sync ist kein dritter Backup-Weg. [Diesen Computer synchronisieren] hält Bestände gleich und kann auf beiden Seiten überschreiben. Eine einseitige Kopie sieht anders aus, wenn auf dem Mac etwas gelöscht wurde: Die Sicherung behält den Stand, Sync gleicht nach und kann die Lücke mitziehen.
App-Pfad zuerst
Am Gerät beginnt der App-Weg oft im Browser, obwohl die Arbeit später in der UGREEN NAS App liegt. Unter [Sync & Backup] bietet die Weboberfläche den Kasten [UGREEN NAS herunterladen]. Der Text spricht von Synchronisierung und Sicherung zwischen NAS und Computer. Ohne diesen Desktop-Client fehlt [Diesen Computer sichern] die Quelle. Im Browser allein taucht dann kein Mac-Ordner auf, oder der falsche Rechner.
Im Browser bietet [Sync & Backup] den Download der UGREEN NAS App an. Ohne Client fehlt die Computerquelle.
[Diesen Computer sichern] ist die Karte für den Mac als Quelle, nicht [Dieses UGREEN NAS sichern].
Nach einem erfolgreichen Lauf liegt in [Dateien] ein Ordnerbaum. Rechnername, Users, die gewählten Ordner. Kein Sparsebundle, wie es bei einer Time-Machine-Sicherung üblich ist.
Die App-Sicherung liegt als normaler Ordnerbaum in [Dateien], inklusive Rechnername im Pfad.
Unter [Wiederherstellen] steht nur die rsync-Aufgabe. Der Mac-Job in der Liste dahinter ist nicht wählbar.
Time Machine: was auf dem NAS landet
Time Machine legt kein zweites [Dokumente] an. Im Share entsteht ein Backup-Volume, am Mac als Netzplatte mit Historie, auf dem NAS als Bundle mit der Endung .sparsebundle. Durchklicken wie bei der App-Kopie führt ins Leere oder in eine Struktur, die man nicht von Hand pflegen sollte. Löschen einzelner „Ordner“ darin ist kein Aufräumen, sondern ein Eingriff ins Volume und sollte auf keinen Fall durchgeführt werden!
Deshalb eine eigene Freigabe, nicht die Familienfreigabe und nicht der Alltagsspeicher. Time Machine wächst, bis das Limit greift. Teilen sich Historie und Urlaubsfotos denselben Topf, blockiert das Backup irgendwann die Nutzdaten, oder das Aufräumen trifft die falsche Seite.
Zwei Limits gehören vor dem ersten Lauf, nicht danach. Das NAS-Speicherkontingent begrenzt, was der Share auf dem Volume darf. Das [Festplattennutzungslimit] in Time Machine begrenzt, was dieser eine Mac auf dem Ziel schreiben will. macOS bemisst das Volume an der Größe, die beim Anlegen sichtbar ist. Das Kontingent erst zu setzen, wenn schon hundert Gigabyte drinliegen, lässt das Limit oft schlecht greifen. Der Share läuft voll, andere Freigaben leiden mit.
Mehrere Macs können denselben Time-Machine-Ordner nutzen. Jeder Rechner legt ein eigenes Bundle an. Das Kontingent muss dann für alle reichen, sonst gewinnt der erste Vollbackup und der zweite erstickt.
NAS vorbereiten
Die Arbeit sitzt in der [Systemsteuerung] unter [Dateidienste]. Ohne aktiven SMB-Dienst hat Time Machine kein Protokoll, das aktuelle Macs noch als Netzbackup verstehen.
Unter [Erweitert] schaltet man [Bonjour-Dienst aktivieren] ein. Der Hilfetext sagt es ungeschminkt: Time Machine findet das Gerät im LAN über diesen Dienst. Bleibt Bonjour aus, erscheint oft kein Ziel, und der Verdacht landet bei „UGREEN kann das nicht“, obwohl nur die Auffindbarkeit fehlt.
Den Time-Machine-Ordner legt man neu an, mit einem Namen, der später im Finder und in Time Machine wiedererkennbar ist. Das [Speicherkontingent] setzt man, solange der Share noch leer ist. Zwei Terabyte waren im Test ein bewusstes Limit auf einem größeren Volume, kein allgemeiner Rat. Zu knapp erstickt der erste Vollbackup. Ohne Grenze frisst Time Machine, bis das Volume die anderen Freigaben mitnimmt. [Papierkorb aktivieren] darf anbleiben. Läuft der Papierkorb dieser Freigabe voll, meldet Time Machine gern „kein Speicher“, obwohl das Kontingent rechnerisch noch Luft hat. Dann zuerst den Korb leeren, nicht das Limit verdoppeln.
Die Freigabe [Time Machine] bekommt ein Speicherkontingent, bevor Time Machine das Volume anlegt.
In [Time Machine Ordner einrichten] hakt man den neuen Share an und speichert. Der Haken sagt UGOS, dass dieser Ordner als Time-Machine-Ziel beworben wird. Ohne Haken existiert der Ordner, Time Machine kennt ihn trotzdem nicht als Backup-Volume.
[Bonjour-Dienst aktivieren] und den Share in [Time Machine Ordner] setzen. Sonst findet der Mac das Ziel nicht.
Mac: Ziel wählen
Unter [Systemeinstellungen] → [Allgemein] → [Time Machine] fügt man ein Backup-Volume hinzu. Taucht nichts auf, liegt es fast nie am fehlenden Ordner auf dem NAS. Zuerst prüft man dasselbe Netz, dann Bonjour, dann ob eine Firewall mDNS schluckt. Im Test lag der Mac zuerst in einem anderen VLAN. Time Machine zeigte den Dialog [Keine Zielorte für Time Machine verfügbar], obwohl Freigabe und Haken stimmten.
[Keine Zielorte für Time Machine verfügbar]: Mac und NAS sind nicht im selben erreichbaren Netz.
Nach dem Wechsel ins erreichbare Netz erscheint Time Machine auf dem Gerät als ….local.
[Backup verschlüsseln] lohnt, weil das Volume im Netz liegt. Ohne Passwort ist die Historie für jeden lesbar, der den Share öffnen darf. Das Passwort gehört an einen Ort, den man auch findet, wenn der Mac weg ist. Sonst ist das Backup vorhanden und trotzdem tot.
Das [Festplattennutzungslimit] setzt man, solange das Volume noch leer ist. Im Test zeigte macOS 2,20 TB verfügbar, das Speicherkontingent am Share stand auf 2 TB. NAS und Mac rechnen die Einheit unterschiedlich. Die zwei Zahlen meinen trotzdem dieselbe Share-Grenze, nicht das ganze Volume. [Ohne] nimmt dieser eine Mac alles, was macOS auf dem Ziel anzeigt. [Eigenes] auf 1,50 TB ließ im selben Ordner Luft für einen zweiten Rechner. Liegt das Mac-Limit über dem Kontingent, sagt das NAS stopp, während macOS noch Platz sieht. Umgekehrt glaubt Time Machine Schluss zu sein, obwohl der Share rechnerisch Luft hätte.
Zum NAS-Kontingent kommt am Mac: Backup verschlüsseln und den Speicherplatz auf dem Volume begrenzen.
Der erste Lauf ist ein Vollbackup. Er dauert, er schreibt viel, WLAN-Schlaf reißt ihn leicht ab. Kabel oder wenigstens „Für Netzwerkzugriff aufwecken“ spart den zweiten Anlauf. In den Time-Machine-Einstellungen sieht man Prozent, Restzeit und kopierte Menge. Das ist der Nachweis, dass wirklich geschrieben wird, nicht nur dass ein Volume gewählt wurde.
Der erste Lauf dauert. Prozent, Restzeit und kopierte Menge stehen in den Time-Machine-Einstellungen.
Währenddessen liegt im Share bereits das Bundle. Der Name folgt dem Rechner, die Endung .sparsebundle ist der Formatbeleg. Daneben darf ein [Papierkorb] stehen. Was nicht dasteht: der Dokumente-Baum aus der App-Sicherung. Ordnerbaum und Sparsebundle nebeneinander gelesen zeigen die zwei Produkte.
Im Share liegt ein Sparsebundle. Das ist das Time-Machine-Volume, kein zweiter Dokumente-Ordner.
UGREENlink, VPN und der Zugriff von unterwegs sind für diesen Alltag der falsche Transport. Time Machine will ein stabiles LAN-Volume. Ruckler auf der Strecke zerlegen Bundles, die sich danach nicht mehr freundlich mounten.
Wo man zurückholt
Einzelne Dateien holt Time Machine selbst zurück, in den [Systemeinstellungen] unter [Allgemein] → [Time Machine] oder über das Time-Machine-Menü in der Menüleiste. Man navigiert zum Ordner, wählt eine Version, spielt sie zurück. Das ist der Weg, den macOS dafür gebaut hat. Er sitzt dort, nicht unter [Wiederherstellen] in [Sync & Backup].
Den ganzen Mac neu aufsetzen ist Migration und Installer-Logik, kein Klick in diesem Tutorial. Time Machine als Quelle anzugeben, setzt ein Volume voraus, das durchgelaufen und lesbar ist. Ohne Übung an einer Testdatei merkt man die Lücke erst, wenn der Rechner schon weg ist. Eine unwichtige Datei zurückholen, öffnen, Inhalt prüfen: Das reicht als Nachweis. Den App-Job dafür zu missbrauchen, prüft die falsche Welt.
Die Ordnerkopie aus [Diesen Computer sichern] bleibt, was sie ist. Man kopiert aus [Dateien] zurück auf den Mac. Der Assistent mit der einen rsync-Zeile ändert daran nichts.
Typische Fehlannahmen
„Liegt auf dem NAS“ heißt nicht, das NAS sei gesichert. Quelle ist der Mac. Brand, Diebstahl oder ein Plattendefekt am NAS nehmen Historie und Archive mit. Die zweite Kopie der NAS-Daten ist der USB- oder Remote-Job aus der Gegenrichtung. Was außer Haus fehlt, steht in der 3-2-1-Landkarte.
[Wiederherstellen] in [Sync & Backup] holt den Mac nicht zurück. Der Dialog existiert, die Auswahl kennt den Client-Job nicht. Suchen dort kostet Zeit, die Ordnerkopie liegt die ganze Zeit in [Dateien].
Nur eine der beiden Grenzen zu setzen, verschiebt das Problem. NAS-Kontingent ohne macOS-Limit, oder Limit ohne Kontingent: Irgendwann stoppt eine Seite, die andere rechnet noch mit Platz, und der Lauf stirbt mit einer Meldung, die nach „kein Speicher“ klingt.
Die Historie in [Dokumente] oder in die gemeinsame Familienfreigabe zu legen, spart eine Freigabe und koppelt Alltag und Backup. Aufräumen wird gefährlich, Rechte treffen Urlaub und Historie gleichzeitig.
Ein Sync-Job hält Bestände gleich. Als Sicherung verkauft, zieht Gelöschtes auf dem Mac oft auf dem NAS nach. Eine Sicherung soll genau das nicht tun.
[Versionsaufbewahrung] unter [Administrator-Einstellungen] in [Sync & Backup] gehört nicht zur Time-Machine-Einrichtung. Der Eintrag steuert UGOS-[Dateiversionen] auf Freigaben, vor allem bei Sync. Die Mac-Historie liegt im Sparsebundle. Am Time-Machine-Share bleiben Dateiversionen besser aus: Versionen eines Bundles fressen Speicher und geben keine einzelnen Dateien zurück. Für die Ordnerkopie der App kann [Dateiversionen] später ältere Stände halten. Am Sparsebundle ändert das nichts.
Steht der Mac in einem anderen VLAN oder im Gäste-WLAN, kommt der Dialog ohne Zielorte. Bonjour ist dann oft an, nur nicht dort, wo der Mac steht.
Den Desktop-Client beenden, weil die Aufgabe ja angelegt ist, stoppt [Diesen Computer sichern]. Die Liste bleibt grün oder zumindest vorhanden. Der nächste geänderte Ordner wandert nicht.
Tutorial-Abschluss
Time Machine auf einer eigenen Freigabe, Kontingent und Limit vorher, gleiches Netz, erstes Backup im Gange, Sparsebundle im Share: Das ist der Leitpfad. Die App-Kopie daneben ist optional und klar begrenzt. Beide Wege sichern den Mac, keiner sichert das NAS.
Windows auf dasselbe Gerät folgt in einem eigenen Tutorial. NAS-Daten nach außen bleiben bei „[UGREEN NAS Backup einrichten: USB und Serverziel mit Sync & Backup](https://gadgetchecks.de/ugreen-nas-backup-einrichten-usb-und-serverziel-mit-sync-backup-tutorial/)“. Was als zweite Kopie zählt und was außer Haus fehlt, bleibt die 3-2-1-Frage, nicht dieser Assistent.
Alles Wichtige zur Einrichtung, Nutzung und Optimierung deines UGREEN NAS.
Jetzt ansehen →Unsere aktuelle UGREEN NAS Empfehlung
Technik-Deals im Überblick
Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.