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Review: ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone – FocusJet, Milbenkammer und neue Stationshygiene im Test

GESAMTSCORE
96%
AUSFÜHRLICHER TEST




Redaktion









Reviews




30 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Der ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone gehört zu den neuesten Saug- und Wischrobotern des Herstellers und tritt mit einem hohen Anspruch an: Er soll nicht nur Staub, Krümel und Haare aufnehmen, sondern die gesamte Bodenpflege weitgehend selbstständig erledigen. Dafür verbindet ECOVACS eine hohe Saugleistung mit einer 27 Zentimeter breiten Wischwalze, gezielter Fleckenbehandlung, intelligenter Hinderniserkennung und einer umfassend ausgestatteten Reinigungsstation.

Über die Vorstellung des DEEBOT X12S OmniCyclone und seine wichtigsten Neuerungen haben wir bereits berichtet. Noch vor seinem offiziellen Marktstart hatten wir die Gelegenheit, das Gerät selbst auszuprobieren und über einen längeren Zeitraum im Alltag einzusetzen. Inzwischen liegen vier Wochen regelmäßiger Nutzung hinter uns. Dieser Testbericht basiert deshalb nicht nur auf einem kurzen ersten Eindruck, sondern auf zahlreichen Reinigungsfahrten und den dabei gesammelten Erfahrungen.

Ein längerer Testzeitraum ist bei einem derart umfangreich ausgestatteten Haushaltsroboter besonders wichtig. Eine einzelne Vorführung kann zwar zeigen, wie kraftvoll das Gerät saugt oder wie die Wischwalze arbeitet. Ob Navigation, Hinderniserkennung, Teppichbehandlung, Kartenverwaltung und automatische Stationspflege dauerhaft zuverlässig zusammenspielen, zeigt sich jedoch erst im täglichen Einsatz. Ebenso entscheidend ist, wie häufig weiterhin von Hand eingegriffen werden muss und ob die versprochene Arbeitserleichterung tatsächlich eintritt.

Eine besondere Rolle spielt die beutellose OmniCyclone-Station. Sie entleert den Staubbehälter, reinigt die Wischwalze und übernimmt weitere Pflegeschritte automatisch. Damit soll sie nicht nur Folgekosten für Staubbeutel vermeiden, sondern auch den Wartungsaufwand deutlich reduzieren. Gleichzeitig bringt der Roboter zahlreiche Einstellungen für unterschiedliche Räume, Bodenarten, Teppiche und Verschmutzungsgrade mit.

Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.299 Euro sind die Erwartungen entsprechend hoch. Nach vier Wochen hinterlässt der ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone insgesamt einen sehr überzeugenden Eindruck. Vollkommen frei von Schwächen ist er nicht, doch die Kritik betrifft überwiegend Details und ändert wenig daran, dass ECOVACS hier ein leistungsfähiges und außergewöhnlich vielseitiges Reinigungssystem auf die Räder gestellt hat.

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Lieferumfang & Eindruck – ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone

Inhalt

  • DEEBOT X12S OmniCyclone Saug- und Wischroboter
  • OmniCyclone-Station
  • Netzkabel
  • Benutzerhandbuch
  • Kurzanleitung
  • Austauschbarer Rollenwischmopp
  • Seitenbürste
  • Staubbehälter aus doppellagiger Baumwolle
  • Hauptbürste mit Hauptbürstenabdeckung
  • Antibakterieller Filter
  • Frischwasserbehälter
  • Schmutzwasserbehälter
  • Modul zum automatischen Befüllen des Zusatzfachs
  • DEEBOT-Standardreinigungslösung (260 ml)
  • DEEBOT-Intensivreinigungslösung (260 ml)

Material

Material des Roboters

Beim ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone kommen überwiegend hochwertige und widerstandsfähige Kunststoffe zum Einsatz. Das gilt sowohl für das äußere Gehäuse als auch für die tragenden Elemente auf der Unterseite. Die Materialwahl wirkt keineswegs billig oder übermäßig leicht. Der Roboter vermittelt vielmehr einen robusten Eindruck und ist auf die regelmäßigen Belastungen im Haushalt ausgelegt. Auch bei Berührungen mit Möbeln oder Wänden gibt das Gehäuse nicht auffällig nach. Der beweglich gelagerte Stoßfänger besteht ebenfalls aus festem Kunststoff und wird durch elastische Kontaktbereiche ergänzt.

Die obere Abdeckung besitzt eine Oberfläche in gebürsteter Metalloptik. Sie besteht zwar nicht aus massivem Metall, fühlt sich aber hochwertig an und passt zur Preisklasse des Geräts. Rund um die Sensoren und die Frontkamera verwendet ECOVACS glatte sowie teilweise transparente Kunststoffe. Diese schützen die dahinterliegende Technik, ohne den Roboter unnötig schwer zu machen.

Auf der Unterseite treffen unterschiedliche Materialien aufeinander, die jeweils an ihre Aufgabe angepasst sind. Die profilierten Antriebsräder sind mit griffigem Gummi versehen, während das vordere Führungsrad aus festem Kunststoff besteht. Die Hauptbürste kombiniert flexible Gummilamellen mit synthetischen Borsten. Auch die Seitenbürste nutzt elastische Kunststoffarme und biegsame Borsten, damit sie bei Kontakt mit Möbeln oder Hindernissen nachgeben kann. Die Wischwalze verbindet einen stabilen Kunststoffkern mit einem dichten, saugfähigen Textilbezug. Insgesamt hinterlassen die verwendeten Materialien einen hochwertigen und belastbaren Eindruck.

Material der OmniCyclone-Station

Auch bei der OmniCyclone-Station setzt ECOVACS größtenteils auf hochwertige Kunststoffe. Aufgrund ihrer zahlreichen Wasser-, Reinigungs- und Staubkomponenten ist diese Materialwahl sinnvoll: Kunststoff ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, lässt sich leicht reinigen und bringt trotz der Größe der Station kein unnötiges zusätzliches Gewicht mit sich. Die großen Gehäuseflächen wirken stabil und ausreichend robust für den dauerhaften Einsatz im Haushalt.

Die seitlichen Verkleidungen und die Front besitzen eine hochwertige Oberflächenstruktur mit metallischer Anmutung. Der zentrale Zyklon-Staubbehälter besteht dagegen aus transparentem beziehungsweise getöntem Kunststoff. Dadurch bleibt sein Füllstand sichtbar, ohne dass die Kammer geöffnet werden muss. Auch die herausnehmbaren Frisch- und Schmutzwasserbehälter bestehen aus festem Kunststoff, der auf den regelmäßigen Kontakt mit Wasser und Reinigungslösung ausgelegt ist.

In der Auffahrrampe und der Reinigungsschale verwendet ECOVACS besonders belastbare Kunststoffelemente. Flexible Dichtungen, Schläuche, Abstreifer und Verbindungsteile bestehen aus Gummi oder elastischem Kunststoff. Diese Materialien müssen Wasserdichtigkeit, Beweglichkeit und einen sicheren Sitz miteinander verbinden. Insgesamt passt die Materialqualität der Station zum hohen Anspruch des Geräts. Trotz des weitgehenden Verzichts auf Metall vermittelt sie einen soliden, robusten und langlebigen Eindruck.

Verarbeitung

Verarbeitung des Roboters

Der ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone hinterlässt einen ausgesprochen hochwertigen und robusten Eindruck. Die einzelnen Gehäuseteile sind sauber zusammengesetzt, die Übergänge verlaufen gleichmäßig und die Spaltmaße fallen schmal sowie einheitlich aus. Überstehende Kunststoffteile, scharfe Kanten oder locker sitzende Abdeckungen waren an unserem Gerät nicht zu finden. Selbst bei leichtem Druck gibt das Gehäuse kaum nach.

Die obere Abdeckung liegt bündig auf dem Roboter und sitzt fest an ihrem Platz. Sie lässt sich ohne großen Kraftaufwand öffnen und schließt anschließend wieder zuverlässig. Auch der bewegliche Stoßfänger an der Vorderseite arbeitet präzise. Bei einem Kontakt gibt er gleichmäßig nach, ohne sich zu verkanten, und kehrt danach zuverlässig in seine Ausgangsposition zurück.

Die Kameras und Sensoren sind ordentlich in die Vorderseite eingelassen. Ihre Abdeckungen schließen sauber mit dem umliegenden Gehäuse ab. Die Bedienelemente auf der Oberseite sitzen ebenfalls fest und besitzen einen deutlich spürbaren Druckpunkt. Beim Anheben oder Umsetzen des Roboters treten keine störenden Knarzgeräusche auf. Ebenso wenig entsteht der Eindruck, dass sich im Inneren lose Bauteile befinden.

Auf der Unterseite setzt sich die sorgfältige Verarbeitung fort. Die Abdeckung der Hauptbürste rastet sicher ein, lässt sich zur Reinigung aber ohne übermäßigen Kraftaufwand entfernen. Hauptbürste, Seitenbürste und Wischwalze sitzen fest in ihren jeweiligen Aufnahmen. Die breite Wischwalze wird sauber geführt und weist trotz ihrer beweglichen Konstruktion kein störendes Spiel auf. Auch die gefederten Antriebsräder bewegen sich gleichmäßig und besitzen nur den für ihre Funktion notwendigen Bewegungsspielraum.

Die regelmäßig zu reinigenden oder auszutauschenden Bauteile können mehrfach entnommen und wieder eingesetzt werden, ohne dass ihre Halterungen an Stabilität verlieren. Nach vier Wochen regelmäßiger Nutzung zeigten sich an unserem Gerät keine gelockerten Komponenten, auffälligen Geräusche oder vorzeitigen Abnutzungsspuren. Insgesamt wirkt der Roboter sehr solide, präzise gefertigt und für einen langfristigen Einsatz ausgelegt.

Verarbeitung der OmniCyclone-Station

Auch die OmniCyclone-Station ist sehr sauber und stabil verarbeitet. Das große Gehäuse steht sicher auf dem Boden und verschiebt sich beim Ein- und Ausfahren des Roboters nicht. Die einzelnen Verkleidungsteile schließen gleichmäßig aneinander an. Auffällige Spalten, scharfkantige Übergänge oder lose sitzende Abdeckungen konnten wir nicht feststellen.

Die Auffahrrampe ist fest mit dem Stationskörper verbunden und gibt unter dem Gewicht des Roboters nicht nach. Der Übergang zur Reinigungsschale ist sauber ausgeführt. Auch in diesem häufig beanspruchten Bereich waren während der vierwöchigen Nutzung keine gelockerten oder instabil wirkenden Teile zu erkennen.

Die herausnehmbaren Frisch- und Schmutzwasserbehälter lassen sich kontrolliert einsetzen und sitzen anschließend sicher an ihrem Platz. Ihre Griffe und Verschlüsse wirken stabil genug, um auch gefüllte Behälter zuverlässig tragen zu können. Deckel, Dichtungen und Anschlüsse schließen sauber. Beim Herausnehmen und Wiedereinsetzen entsteht nicht der Eindruck, dass einzelne Teile zu empfindlich oder zu locker ausgeführt sind.

Der transparente Zyklon-Staubbehälter ist passgenau in die Vorderseite der Station integriert. Er lässt sich ohne Verkanten entnehmen und danach wieder sicher einsetzen. Die zugehörigen Verschlüsse arbeiten präzise und vermitteln auch bei wiederholter Benutzung einen belastbaren Eindruck. Gleiches gilt für die Reinigungsschale sowie die darin untergebrachten Abstreifer, Dichtungen und Wasserführungen.

Trotz der zahlreichen Behälter, Leitungen und beweglichen Komponenten wirkt der Innenraum aufgeräumt und durchdacht. Alle regelmäßig erreichbaren Teile besitzen einen festen Sitz. Lediglich einige kleinere Kunststoffelemente im Inneren sind sichtbar zweckmäßiger ausgeführt als die äußeren Bauteile. Ihre Stabilität oder Funktion wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.

Nach vier Wochen regelmäßiger Nutzung zeigten sich an der Station keine locker gewordenen Verkleidungen, wackelnden Behälter oder anderen auffälligen Verschleißerscheinungen. Die insgesamt sehr gute Verarbeitung passt damit zum hohen Preis des Geräts und trägt wesentlich dazu bei“, dass der ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone als robustes und langlebiges Reinigungssystem wahrgenommen wird.

Verbaute Sensoren:

  • dToF-Navigationsmodul
  • AIVI-3D-4.0-Hindernisvermeidungsmodul
  • RGBD-Kamera mit KI-Objekterkennung
  • 3D-Sensorik mit strukturiertem Licht
  • Zusatzbeleuchtung für dunkle Umgebungen
  • Absturzsensoren
  • Ultraschall-Teppicherkennungssensor
  • Antikollisionssensoren
  • Kanten- und Abstandssensoren
  • Mikrofon für die YIKO-Sprachsteuerung

Design

Roboter

Der DEEBOT X12S OmniCyclone setzt auf eine runde, vergleichsweise flache Bauform und wirkt damit auf den ersten Blick vertraut. ECOVACS verzichtet jedoch auf einen hoch aufragenden Laserturm. Dadurch bleibt die Oberseite nahezu eben und erhält eine deutlich ruhigere, modernere Formensprache. Gleichzeitig kann der 9,8 Zentimeter hohe Roboter unter viele Möbel fahren, die für Modelle mit aufgesetztem Navigationsturm nicht erreichbar sind.

Die Gestaltung ist insgesamt zurückhaltend. Auf der Oberseite zieht vor allem das zentral platzierte Y-förmige Markenelement den Blick auf sich. Es lockert die große Fläche auf, ohne zu dominant zu wirken. Sichtbare Tasten und andere Bedienelemente wurden auf ein Minimum reduziert, wodurch der Roboter aufgeräumt und weniger technisch überladen erscheint.

An der Vorderseite bildet der breite Sensorbereich einen bewussten Kontrast zur ansonsten geschlossenen Karosserie. Kamera, Hinderniserkennung und Zusatzbeleuchtung sind in einer gemeinsamen Einheit angeordnet. Die Technik ist dadurch zwar klar zu erkennen, fügt sich aber stimmig in die umlaufende Stoßleiste ein. Auch die seitlich ausfahrenden Reinigungselemente bleiben im normalen Stand weitgehend verborgen und verändern die klare Grundform des Roboters nicht.

Die dunkle Farbgebung lässt den X12S OmniCyclone elegant und hochwertig auftreten. Gleichzeitig fügt er sich damit unauffällig in viele moderne Wohnräume ein. Auf hellen Böden entsteht ein deutlicher Kontrast, während der Roboter auf dunkleren Oberflächen optisch stärker in den Hintergrund tritt. Insgesamt besitzt der X12S ein sachliches und zeitgemäßes Design, das sich nicht mit unnötigen Verzierungen in den Vordergrund drängt.

Station

Die OmniCyclone-Station ist wesentlich markanter gestaltet und bildet zusammen mit dem Roboter eine optisch geschlossene Einheit. Ihre kantige Grundform wird an der Vorderseite durch einen großen, halbkreisförmigen Ausschnitt unterbrochen. In diesen Bereich fährt der DEEBOT beim Andocken hinein. Dadurch wirkt der Roboter nicht lediglich vor der Station abgestellt, sondern als fester Bestandteil des gesamten Systems.

Besonders auffällig ist der zentral angeordnete und von vorne sichtbare Staubbehälter der beutellosen Zyklonabsaugung. Während andere Reinigungsstationen ihre Staubaufnahme vollständig hinter einer Abdeckung verbergen, macht ECOVACS dieses Element zu einem prägenden Bestandteil des Designs. Das verleiht der Station einen technischen Charakter und hebt sie deutlich von gewöhnlichen Modellen mit Staubbeutel ab. Gleichzeitig lässt sich der Füllstand leichter im Blick behalten.

Die beiden großen Abdeckungen auf der Oberseite sind symmetrisch angeordnet und nahezu bündig in das Gehäuse eingelassen. Unter ihnen befinden sich der Frischwasser- und der Schmutzwasserbehälter. Trotz der zahlreichen Funktionen bleibt die Oberfläche dadurch übersichtlich. Schmale eingelassene Griffbereiche ersetzen hervorstehende Elemente und unterstützen das aufgeräumte Erscheinungsbild.

Seitliche Zierleisten und unterschiedliche Grautöne gliedern das vergleichsweise große Gehäuse. Die Station wirkt dadurch weniger blockartig, lässt sich aufgrund ihrer Größe aber kaum unauffällig im Raum verstecken. Sie benötigt einen festen Stellplatz und sollte nicht direkt unter einem niedrigen Regal stehen, da die Behälter nach oben entnommen werden.

Mit ihrer klaren Linienführung, der sichtbaren Zyklontechnik und dem passgenauen Stellplatz für den Roboter besitzt die OmniCyclone-Station einen eigenständigen Wiedererkennungswert. Roboter und Station greifen dieselben Farben und Gestaltungselemente auf, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Das Design wirkt modern und technisch, ohne unnötig verspielt zu sein.

Info

Modi:

  • Saugen
  • Wischen
  • Saugen und Wischen
  • Wischen nach dem Saugen

Spezielle Features:

  • FocusJet-Technologie zur gezielten Fleckenvorbehandlung
  • OZMO ROLLER 3.0 Active-Wash
  • TruEdge 3.0 Extreme Kantenreinigung
  • BLAST-Technologie mit 27.000 Pa und 53 Air Watt
  • ZeroTangle 4.0
  • AGENT YIKO 3.0
  • TruePass Adaptive 4WD Klettersystem
  • AIVI 3D 4.0
  • Beutellose OmniCyclone-Station
  • PureCyclone 2.0 Auto-Entleerung
  • PowerBoost Charging Plus
  • Automatische Dosierung zweier Reinigungslösungen
  • Automatische Fleckenerkennung
  • Kontinuierliche Frischwasserspülung der Wischwalze
  • Heißwasserreinigung der Wischwalze
  • Giant-Wave-Hochdruckreinigung der Waschschale
  • Automatische Reinigung und zeitgesteuerte Beheizung des Schmutzwasserbehälters
  • Automatische Trocknung des Luftkanals
  • 15 Millimeter automatische Wischwalzenanhebung auf Teppichen
  • Spezielle Milbenkammer für die Teppichreinigung

Abmessungen:

  • Roboter: 35,3 × 35,1 × 9,8 cm
  • Station: 38 × 33,5 × 46,5 cm
  • Tiefe der Station einschließlich Rampe: 49,3 cm

Weitere Informationen:

  • Lithium-Ionen-Akku mit 4.000 mAh
  • Ladezeit: 2,5 Stunden
  • Staubbehälter des Roboters: 250 ml
  • Geräuschpegel beim Saugen und Wischen: 62,2 dB
  • Navigation: dToF
  • Hindernisvermeidung: AIVI 3D 4.0 mit strukturiertem Licht, RGB-Kamera und Zusatzbeleuchtung
  • Maximale Saugleistung: 27.000 Pa
  • Luftdurchsatz: 27 Liter pro Sekunde
  • Fassungsvermögen der Station: 3,5 Liter Frischwasser und 2,7 Liter Schmutzwasser
  • Fassungsvermögen des Wasserbehälters im Roboter: 110 ml
  • Überwindbare Schwellen: bis zu 25 mm einzeln und bis zu 40 mm bei mehrstufigen Übergängen
  • Betriebsspannung des Roboters: 17,8 V
  • Nennleistung des Roboters: 150 W
  • Saugleistung des Motors: 53 Air Watt
  • Nettogewicht: 15,88 kg
  • Gewicht einschließlich Produktverpackung: 20,7 kg
  • Benachrichtigungen zu jedem Vorgang

Features & Specials – ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone

Laut Hersteller

ECOVACS positioniert den DEEBOT X12S OmniCyclone als weitgehend automatisiertes Reinigungssystem für Hartböden und Teppiche. Zu den wichtigsten Funktionen zählen die mit maximal 27.000 Pa angegebene Saugleistung, die kontinuierlich gereinigte OZMO-ROLLER-3.0-Wischwalze, die FocusJet-Fleckenvorbehandlung und die randnahe Reinigung mit TruEdge 3.0 Extreme. AIVI 3D 4.0 und TruePass sollen den Roboter sicher um Hindernisse und über unterschiedliche Bodenübergänge führen. ZeroTangle 4.0 und die Milbenkammer richten sich besonders an Haushalte mit langen Haaren, Haustieren oder größeren Teppichflächen.

Die beutellose OmniCyclone-Station übernimmt nach Angaben des Herstellers die Staubentleerung, die Heißwasserreinigung und Trocknung der Wischwalze, die Dosierung zweier Reinigungslösungen sowie die Hochdruckspülung der Waschschale. Hinzu kommen die automatische Reinigung und zeitgesteuerte Beheizung des Schmutzwasserbehälters. PowerBoost Charging Plus soll längere Reinigungseinsätze durch kurze und bedarfsgerechte Zwischenladungen ermöglichen.

ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone – Bilder-Galerie

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Im Test – ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone

Der DEEBOT X12S OmniCyclone ist umfangreich verpackt, lässt sich aber erfreulich schnell aus dem Karton holen und vorbereiten. Empfindliche, glänzende und bewegliche Elemente sind mit Folien, Schaumstoff und zusätzlichen Transportsicherungen geschützt. Dadurch erreichen sowohl der Roboter als auch die Station den Aufstellort ohne sichtbare Kratzer oder lose Bauteile. Die Schutzfolien lassen sich weitgehend unkompliziert entfernen. Anschließend muss lediglich die Rampe an der Vorderseite der OmniCyclone-Station befestigt werden. Sie wird an der vorgesehenen Position eingesetzt und sitzt danach stabil. Wischwalze, Hauptbürste, Seitenbürste, Filter und Staubbehälter sind bereits montiert, sodass keine aufwendigen Arbeiten am Roboter notwendig sind.

Nach dem Aufstellen werden der Frischwasserbehälter gefüllt und die mitgelieferten Reinigungslösungen in die dafür vorgesehenen Fächer eingesetzt. Die Station benötigt wegen der nach oben entnehmbaren Behälter etwas freien Platz oberhalb des Gehäuses. Auch vor der Rampe sollte ausreichend Fläche vorhanden sein, damit der Roboter die Station ohne Hindernisse verlassen und wieder anfahren kann.

Die weitere Einrichtung erfolgt über die ECOVACS-HOME-App. Der eingeschaltete Roboter wird in der Nähe automatisch erkannt und lässt sich anschließend mit dem heimischen WLAN verbinden. Die App führt dabei nacheinander durch den Aufbau der WLAN-Verbindung, die Verbindung zum ECOVACS-Server und die Verknüpfung mit dem Benutzerkonto. Danach kann dem Roboter ein eigener Name zugewiesen werden. Der gesamte Vorgang ist übersichtlich aufgebaut und dauerte in unserem Test nur wenige Minuten.

Direkt nach der ersten Verbindung wurde ein Firmware-Update angeboten. Die Aktualisierung von Version 1.33.4 auf Version 1.44.13 nahm ungefähr drei Minuten in Anspruch. Währenddessen muss der DEEBOT eingeschaltet bleiben und sollte nicht von der Station genommen werden. Etwas unschön ist lediglich, dass die eingeblendeten Informationen zur neuen Firmware teilweise auf Englisch angezeigt wurden. Das Update selbst lief jedoch ohne Unterbrechungen durch.

Im Anschluss bietet die App die Einrichtung der Sprachassistenz YIKO an. Dabei lassen sich die Funktion aktivieren und die gewünschte Sprache auswählen. Zusätzlich fragt die Anwendung ab, ob Haustiere im Haushalt leben und ob der Roboter auf mehreren Etagen eingesetzt werden soll. Diese Angaben können später angepasst werden und sind für die grundlegende Inbetriebnahme nicht zwingend erforderlich.

Nach dem Einschalten benötigt der DEEBOT X12S OmniCyclone etwa 15 Sekunden, bis das System vollständig gestartet und der Roboter betriebsbereit ist. Insgesamt hinterlässt die Einrichtung einen unkomplizierten Eindruck. Abgesehen vom Einsetzen der Stationsrampe sind kaum Montagearbeiten erforderlich, und die App übernimmt den größten Teil der Konfiguration. Vom Auspacken bis zum einsatzbereiten Gerät vergehen damit nur wenige Minuten.

DEEBOT X12S OmniCyclone – ECOVACS-HOME-App

Die ECOVACS-HOME-App ist die zentrale Steuerung für den DEEBOT X12S OmniCyclone und bündelt sämtliche Funktionen von Roboter, Karte und Station. Nach dem Öffnen erscheint zunächst eine übersichtliche Startseite, auf der der aktuelle Verbindungsstatus und der Akkustand zu sehen sind. Dazu zeigt die App eine große Abbildung des hinterlegten Geräts. Häufig benötigte Aktionen wie das Starten einer Reinigung oder das Zurückschicken zur Ladestation stehen direkt zur Verfügung. Über „Gerät öffnen“ gelangt man in die eigentliche Steuerungsansicht.

Hauptübersicht

Auf der Geräteseite nimmt die gespeicherte Wohnungskarte den größten Teil des Bildschirms ein. Die einzelnen Räume werden farblich voneinander getrennt dargestellt, während die Position des Roboters und der Station direkt auf der Karte zu erkennen ist. Bei Bedarf lässt sich zwischen einer klassischen zweidimensionalen Ansicht und einer räumlichen Kartendarstellung wechseln.

Unterhalb der Karte befindet sich ein ausziehbarer Bedienbereich mit den wichtigsten Reinigungseoptionen. Hier kann eine vollständige Reinigung für die gesamte Wohnung, einzelne Räume oder einen selbst markierten Bereich gestartet werden. Auch der aktuelle Reinigungsmodus, die Saugleistung, die Wasserabgabe, die Reinigungsgeschwindigkeit und die Anzahl der Durchgänge sind an dieser Stelle erreichbar. ECOVACS verwendet dafür große Auswahlfelder und Symbole, sodass sich eine gewöhnliche Reinigung nach kurzer Eingewöhnung schnell konfigurieren lässt.

Die enorme Funktionsvielfalt ist dennoch sofort spürbar. Je nach gewählter Reinigungsart verändert sich die Zusammenstellung der verfügbaren Optionen. Das verhindert zwar, dass dauerhaft jede Funktion eingeblendet wird, verlangt am Anfang aber etwas Aufmerksamkeit. Wer lediglich die gesamte Wohnung reinigen möchte, kann direkt auf die große Starttaste tippen. Für eine genau angepasste Reinigung sind mehrere zusätzliche Einstellungen erforderlich.

Kartenverwaltung

Die Kartenverwaltung gehört zu den umfangreichsten Bereichen der App. Räume lassen sich beschriften, teilen oder wieder zusammenführen. Zusätzlich können virtuelle Grenzen, Teppiche, Schwellenrampen, Glastüren, Möbelstücke und unterschiedliche Bodenmaterialien eingetragen werden. Auch sprühfreie Zonen für die FocusJet-Funktion lassen sich festlegen. Diese Werkzeuge sind besonders hilfreich, wenn der automatisch erstellte Grundriss nachträglich an die tatsächliche Wohnung angepasst werden soll.

Die Bedienung erfolgt größtenteils direkt auf der Karte. Bereiche können ausgewählt, verschoben und in ihrer Größe verändert werden. Aufgrund der vielen Werkzeuge benötigt die Kartenbearbeitung zunächst etwas Einarbeitung. Nach der Einrichtung entsteht jedoch eine sehr detaillierte Grundlage, auf die der Roboter bei späteren Reinigungen zurückgreifen kann.

Einstellungen

Über das Einstellungssymbol in der oberen rechten Ecke gelangt man zu den zahlreichen Geräteoptionen. ECOVACS ordnet diese in mehrere Bereiche ein, darunter Reinigungseinstellungen, intelligente Funktionen, Teppichoptionen und allgemeine Geräteeinstellungen. Viele Funktionen werden nicht nur über einen Schalter aktiviert, sondern lassen sich zusätzlich anpassen.

So stehen beispielsweise unterschiedliche Empfindlichkeitsstufen für die AIVI-3D-Hinderniserkennung und TruEdge 3.0 zur Verfügung. Auch die automatische Fleckenerkennung, die strategische Partikelentfernung, das Nachtlicht, die automatische Fortführung unterbrochener Aufgaben und verschiedene Teppichstrategien lassen sich konfigurieren. Die jeweiligen Erklärungen helfen dabei, die Auswirkungen einer Einstellung einzuschätzen.

Hinzu kommen eigene Einstellungsseiten für die OmniCyclone-Station. Dort können unter anderem die Häufigkeit der Moppwäsche, die Waschmethode, die Heißlufttrocknung, die automatische Zugabe der beiden Reinigungslösungen und die Auto-Entleerung angepasst werden. Selbst das Ladeverhalten und die Dauer der Trocknung lassen sich verändern. Dadurch bietet die App ungewöhnlich viele Möglichkeiten, Roboter und Station an den eigenen Haushalt anzupassen.

Wartung und weitere Funktionen

Im Wartungsbereich zeigt die App den Zustand der wichtigsten Verschleißteile an. Für Wischwalze, Seitenbürste, Hauptbürste, Filter und Staubbehälter werden verbleibende Nutzungszeiten oder Reinigungsintervalle angegeben. Nach einer Reinigung oder einem Austausch können die jeweiligen Zähler zurückgesetzt werden. Das erleichtert die regelmäßige Pflege, auch wenn die Werte lediglich berechnet werden und keine tatsächliche Prüfung des Bauteils ersetzen.

Weitere Bereiche ermöglichen den Zugriff auf die Kamera, die manuelle Steuerung und die YIKO-Sprachassistenz. Diese Funktionen sind nicht dauerhaft auf der Hauptseite präsent, bleiben aber mit wenigen Schritten erreichbar.

Gesamteindruck der App

Die ECOVACS-HOME-App hinterlässt insgesamt einen funktionsreichen und überwiegend aufgeräumten Eindruck. Einfache Reinigungsaufgaben lassen sich direkt von der Hauptübersicht starten, während weiterführende Optionen in eigenen Menüs untergebracht sind. Positiv fällt auf, wie genau sich Roboter, Station, Räume und Bodenarten an den jeweiligen Haushalt anpassen lassen.

Die Kehrseite dieser Vielfalt ist eine gewisse Einarbeitungszeit. Einige Einstellungsseiten sind sehr lang, und nicht jede Funktion befindet sich dort, wo man sie beim ersten Öffnen vermuten würde. Vereinzelt fallen außerdem unglückliche Übersetzungen, fehlende Abstände und unsaubere Zeilenumbrüche auf. Das beeinträchtigt die Bedienung nicht grundsätzlich, passt aber nicht ganz zum ansonsten hochwertigen Gesamteindruck. Nach einigen Tagen findet man sich in der App gut zurecht und kann den großen Funktionsumfang des DEEBOT X12S OmniCyclone sinnvoll nutzen.

Tägliche Nutzung – DEEBOT X12S OmniCyclone

Sämtliche Messergebnisse im Review zum DEEBOT X12S OmniCyclone basieren auf einer standardisierten Testfläche von 84 Quadratmetern.

Nach vier Wochen mit dem DEEBOT X12S OmniCyclone zeigt sich vor allem, wie stark das Zusammenspiel aus Roboter, App und Reinigungsstation den Alltag vereinfacht. Viele Abläufe finden automatisch im Hintergrund statt. Im Normalfall müssen lediglich Frischwasser nachgefüllt, der Schmutzwasserbehälter geleert und gelegentlich Haare oder größere Fremdkörper aus den beweglichen Teilen entfernt werden. Den Rest übernimmt das System weitgehend selbstständig.

Der gewöhnliche Reinigungsdurchlauf

Für die regelmäßige Grundreinigung kann der DEEBOT X12S OmniCyclone die gesamte gespeicherte Wohnung abfahren. Alternativ lassen sich einzelne Zimmer oder ein markierter Bereich auswählen. Das ist praktisch, wenn beispielsweise nur rund um den Esstisch Krümel liegen oder nach dem Kochen der Küchenboden gereinigt werden soll. Auch ein direkter Start am Gerät oder über die Sprachsteuerung ist möglich.

Nach dem Verlassen der Station orientiert sich der Roboter zügig auf der vorhandenen Karte und arbeitet die festgelegten Bereiche systematisch ab. Zunächst fährt er die Ränder des jeweiligen Raums ab, anschließend reinigt er die freie Fläche in gleichmäßigen Bahnen. Sind mehrere Räume ausgewählt, wechselt der X12S selbstständig zwischen ihnen und hält sich dabei an die gespeicherte Reihenfolge. Dadurch bleibt seine Arbeitsweise jederzeit nachvollziehbar.

Für alltäglichen Staub reicht die normale Leistungsstufe in der Regel aus. Eine höhere Einstellung bietet sich an, wenn sich viele Krümel, Tierhaare oder Schmutzpartikel auf dem Boden befinden. Die maximale Saugleistung muss dadurch nicht bei jedem Durchgang verwendet werden, was sowohl den Geräuschpegel als auch den Energiebedarf reduziert.

Messergebnisse zur benötigten Zeit bei den Einstellungen: Kartierung / Saugen (im Leise-Modus – niedrigste Stufe) / Geschwindigkeit Standard:

  • Schnelle Kartierung (Ohne Reinigung) 5 Minuten% 5 Minuten%
  • Erste Fahrt nach Kartierung 130 Minuten% 130 Minuten%
  • Zweite Fahrt nach Kartierung 122 Minuten% 122 Minuten%
  • Dritte Fahrt nach Kartierung 110 Minuten% 110 Minuten%

Messergebnisse zum Akkuverbrauch bei den Einstellungen: Kartierung / Saugen (im Leise-Modus – niedrigste Stufe) / Geschwindigkeit Standard:

  • Schnelle Kartierung (Ohne Reinigung) 4 Prozent% 4 Prozent%
  • Erste Fahrt nach Kartierung 83 Prozent% 83 Prozent%
  • Zweite Fahrt nach Kartierung 71 Prozent% 71 Prozent%
  • Dritte Fahrt nach Kartierung 53 Prozent% 53 Prozent%

Krümel, Staub und Haare

Im täglichen Betrieb profitiert der DEEBOT X12S OmniCyclone von den zuvor festgelegten Raum- und Reinigungseinstellungen. Sobald Räume, Teppiche, Schwellen und empfindliche Bereiche korrekt in der Karte hinterlegt sind, muss der Roboter nicht vor jeder Fahrt neu konfiguriert werden. Für eine gewöhnliche Reinigung genügt es meist, die gesamte Wohnung oder einzelne Zimmer auszuwählen und den Vorgang zu starten. Wiederkehrende Einstellungen bleiben gespeichert und lassen sich bei Bedarf an den jeweiligen Raum anpassen.

Während der Reinigung zeigt die App den aktuellen Fortschritt und die bereits bearbeiteten Flächen an. Dadurch bleibt jederzeit nachvollziehbar, wo sich der Roboter befindet und welche Bereiche noch ausstehen. Nur bei ungewöhnlich starker oder örtlich begrenzter Verschmutzung ist ein manueller Eingriff erforderlich. Insgesamt verkürzt diese Automatisierung die Bedienung im Alltag deutlich, obwohl der X12S zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Anpassung bietet.

Feuchte Reinigung im Wohnbereich

Für die feuchte Bodenpflege muss kein Wischaufsatz eingesetzt oder von Hand angefeuchtet werden. Frischwasser und Reinigungslösung werden über die Station bereitgestellt, während die Anwendung die Auswahl der Reinigungsart, der Wassermenge und der Arbeitsgeschwindigkeit übernimmt. Einmal gewählte Vorgaben können für spätere Durchgänge beibehalten werden, sodass der DEEBOT X12S OmniCyclone nicht vor jedem Start vollständig neu eingestellt werden muss.

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, unterschiedliche Räume passend zu ihrem Bodenbelag behandeln zu lassen. Für empfindlichere Oberflächen kann eine geringere Wasserabgabe gewählt werden, während Fliesen oder stärker beanspruchte Bereiche mit einer intensiveren Einstellung gereinigt werden können. Auch die Häufigkeit, mit der der Roboter zum Auswaschen seiner Wischwalze zur Station zurückkehrt, lässt sich an die Größe und den Verschmutzungsgrad der Wohnung anpassen.

Während eines kombinierten Saug- und Wischdurchgangs erledigt der X12S die notwendigen Wechsel selbstständig. Der Roboter versorgt seine Wischwalze während der Fahrt mit Frischwasser und fährt in den festgelegten Abständen zur Station zurück. Dort wird die Walze ausgewaschen, bevor die unterbrochene Aufgabe fortgesetzt wird. Ein manueller Wechsel oder das erneute Anfeuchten des Reinigungselements ist nicht erforderlich.

Im Alltag reduziert sich die Vorbereitung deshalb im Wesentlichen auf die Kontrolle der Wasserbehälter und die Auswahl des gewünschten Bereichs. Sind die Einstellungen einmal an die Wohnung angepasst, kann eine vollständige feuchte Reinigung mit wenigen Eingaben gestartet werden. Das macht die Wischfunktion zu einem regulär nutzbaren Bestandteil der Bodenpflege und nicht zu einer Zusatzfunktion, die vor jedem Einsatz aufwendig vorbereitet werden muss.

Messergebnisse zur benötigten Zeit bei den Einstellungen: Saugen (im Leise-Modus – niedrigste Stufe) / Geschwindigkeit Tiefenreinigung & Effizient:

  • Tiefenreinigung 148 Minuten% 148 Minuten%
  • Effizient 108 Minuten% 108 Minuten%

Messergebnisse zum Akkuverbrauch bei den Einstellungen: Kartierung / Saugen (im Leise-Modus – niedrigste Stufe) / Geschwindigkeit Tiefenreinigung & Effizient:

  • Tiefenreinigung 63 Prozent% 63 Prozent%
  • Effizient 27 Prozent% 27 Prozent%

Messergebnisse zum Akkuverbrauch bei den Einstellungen: Nur Saugen – Alle Modi

  • Leise 53 Prozent% 53 Prozent%
  • Standard 63 Prozent% 63 Prozent%
  • Hoch 143 Prozent% 143 Prozent%
  • Maximal+ 249 Prozent% 249 Prozent%

Küchenflecken und gezielte Intensivreinigung

Bei einer örtlich begrenzten Verschmutzung muss nicht gleich ein vollständiger Raum gereinigt werden. Über die Karte lässt sich der betroffene Abschnitt auswählen und als eigene Aufgabe starten. Die grundsätzlich gespeicherten Einstellungen des Raums bleiben dabei erhalten, während für die markierte Fläche vorübergehend eine intensivere Behandlung gewählt werden kann. Nach Abschluss dieses kurzen Einsatzes kehrt der DEEBOT X12S OmniCyclone selbstständig zur Station zurück. Gerade nach dem Kochen oder einem kleinen Missgeschick am Esstisch verhindert diese Möglichkeit unnötig lange Reinigungsfahrten.

Kanten, Möbel und Hindernisse

Für eine gewöhnliche Reinigung muss die Wohnung nicht jedes Mal vollständig vorbereitet werden. Feststehende Möbel, Stühle und größere Einrichtungsgegenstände können an ihrem Platz bleiben. Lediglich sehr kleine, leicht verschiebbare oder empfindliche Dinge sollten vorsorglich vom Boden entfernt werden. Dazu gehören vor allem lose Leitungen, dünne Schnüre und Gegenstände, die von der Seitenbürste erfasst werden könnten. Der notwendige Kontrollgang vor dem Start fällt damit deutlich kürzer aus als bei Robotern, die eine weniger umfangreiche Hinderniserkennung besitzen.

Für die Reinigung entlang von Wänden und Möbeln stehen unterschiedliche Einstellungen zur Verfügung. Diese können einmalig an die jeweilige Wohnsituation angepasst und anschließend für regelmäßige Aufgaben beibehalten werden. In Räumen mit langen, frei zugänglichen Wandflächen bietet sich eine besonders randnahe Arbeitsweise an. In enger möblierten Bereichen kann dagegen eine zurückhaltendere Einstellung sinnvoll sein, damit der Roboter genügend Platz zum Rangieren behält.

Bereiche, die grundsätzlich nicht befahren werden sollen, lassen sich dauerhaft auf der Karte sperren. Das ist beispielsweise bei empfindlichen Dekorationen, instabilen Möbeln oder schwer einsehbaren Zwischenräumen hilfreich. Nach dieser anfänglichen Anpassung bewegt sich der X12S weitgehend selbstständig durch die eingerichteten Räume. Nur wenn Möbel umgestellt werden oder neue Hindernisse hinzukommen, sind gelegentliche Änderungen an der Karte erforderlich.

Wechsel zwischen Hartboden und Teppich

Wohnungen mit unterschiedlichen Bodenbelägen können in einem gemeinsamen Reinigungsauftrag bearbeitet werden. Für erkannte Teppiche lässt sich vorab festlegen, wie sich der X12S beim Saugen und Wischen verhalten soll. Abhängig vom jeweiligen Belag kann er einen Teppich reinigen, lediglich überqueren oder vollständig meiden. Diese Auswahl wird gespeichert und bei späteren Fahrten automatisch berücksichtigt.

Dadurch müssen Hartböden und Teppiche im Alltag nicht grundsätzlich in getrennten Durchgängen gereinigt werden. Besonders in offenen Wohnbereichen mit einzelnen Läufern oder einem Teppich unter dem Esstisch reduziert das den Bedienungsaufwand. Ist die Karte einmal richtig eingerichtet, entscheidet der Roboter anhand der hinterlegten Vorgaben, welche Flächen in den aktuellen Auftrag einbezogen werden.

Bei neuen, versetzten oder ausgetauschten Teppichen empfiehlt sich eine kurze Kontrolle der Kartendarstellung. Das gilt besonders für sehr leichte, empfindliche oder hochflorige Modelle. Nach einer einmaligen Anpassung bleibt die gewählte Strategie erhalten, sodass für die regelmäßige Reinigung keine erneute Konfiguration erforderlich ist.

Messergebnisse zur Lautstärke bei den Einstellungen: Nur Saugen – Alle Modi

  • Leise 53 dB% 53 dB%
  • Standard 58 dB% 58 dB%
  • Hoch 65 dB% 65 dB%
  • Maximal+ 70 dB% 70 dB%

Rückkehr zur OmniCyclone-Station

Nach Abschluss einer Aufgabe kehrt der DEEBOT X12S OmniCyclone selbstständig zur OmniCyclone-Station zurück. Das Andocken funktionierte im Test zuverlässig, sofern der Bereich vor der Rampe frei blieb. Ein manuelles Ausrichten oder Umsetzen des Roboters war nicht erforderlich. Sobald er seine vorgesehene Position erreicht hat, startet die Station die zuvor ausgewählten Pflegeschritte.

Welche Vorgänge anschließend ausgeführt werden, lässt sich in der Anwendung festlegen. Einzelne Abläufe können aktiviert, angepasst oder bei Bedarf zeitlich begrenzt werden. Für geräuschempfindliche Zeiten empfiehlt sich der Ruhemodus, da sich damit besonders auffällige Stationsvorgänge vermeiden lassen. Über den aktuellen Zustand informiert die Anwendung, sodass nicht regelmäßig direkt an der Station nachgesehen werden muss.

Im täglichen Betrieb entsteht dadurch ein weitgehend geschlossener Ablauf: Der Roboter beendet seine Fahrt, dockt an und bereitet sich auf den nächsten Einsatz vor. Ein Eingriff ist hauptsächlich dann notwendig, wenn Wasser nachgefüllt, ein Behälter geleert oder eine Meldung kontrolliert werden muss. Solange die Station ausreichend versorgt ist, kann der nächste gespeicherte Auftrag ohne weitere Vorbereitung gestartet werden.

Energieversorgung bei längeren Aufgaben

Für umfangreiche oder besonders intensive Reinigungsaufgaben sollte genügend Zeit eingeplant werden. Mehrere Überfahrten, häufige Zwischenreinigungen der Wischwalze und eine hohe Saugleistung verlängern nicht nur die Arbeitszeit, sondern können auch eine Ladepause erforderlich machen. Soll die gesamte Wohnung zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein, empfiehlt sich deshalb ein entsprechend früher Start.

Für wiederkehrende Komplettreinigungen kann die Startzeit an diesen Erfahrungswert angepasst werden. Ein intensiver Durchgang sollte früher beginnen als eine kurze Unterhaltsreinigung, wenn alle Böden zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein sollen. Im Alltag ist daher vor allem die gesamte Bearbeitungsdauer relevant und nicht nur die reine Fahrzeit des Roboters.

Pflegeaufwand im täglichen Betrieb

Im täglichen Betrieb beschränkt sich die eigene Arbeit überwiegend auf kurze Kontrollen an der Station. Vor dem Start sollte ausreichend Frischwasser vorhanden sein. Nach einer feuchten Reinigung empfiehlt es sich, das gesammelte Schmutzwasser zeitnah zu entsorgen. Beide Behälter sind von oben erreichbar und lassen sich mit ihren Griffen bequem herausnehmen und wieder einsetzen.

Roboter und Station müssen nicht nach jedem Durchgang vollständig gereinigt werden. Ein kurzer Blick auf die Wischwalze, die Bürsten und den Bereich der Auffahrrampe genügt im Normalfall. Erst wenn sich dort sichtbare Rückstände sammeln oder die Anwendung einen Hinweis ausgibt, sind weitere Handgriffe erforderlich. Auch ungewöhnliche Geräusche oder ein verändertes verändertes Fahrverhalten sollten Anlass für eine Kontrolle sein.

Hilfreich ist eine feste Routine: Schmutzwasser nach dem Wischen ausgießen, den Frischwasserstand prüfen und lose Verschmutzungen an gut erreichbaren Stellen entfernen. Damit bleibt der DEEBOT X12S OmniCyclone ohne großen Zeitaufwand einsatzbereit. Die automatische Pflege nimmt viele wiederkehrende Arbeiten ab, ersetzt eine gelegentliche Sichtprüfung jedoch nicht vollständig.

Gesamteindruck nach vier Wochen

Nach der anfänglichen Einrichtung reduziert sich die Bedienung im Alltag auf wenige Schritte. Räume, Bodenarten und bevorzugte Einstellungen bleiben gespeichert und müssen bei wiederkehrenden Aufgaben nicht erneut ausgewählt werden. Meist genügt es, den gewünschten Bereich festzulegen und die Reinigung zu starten. Während der Fahrt beobachtet werden muss der Roboter nicht, da Fortschritt und mögliche Unterbrechungen in der Anwendung angezeigt werden.

Die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten spielen vor allem bei besonderen Aufgaben eine Rolle. Für eine gewöhnliche Reinigungsrunde bleiben sie im Hintergrund und machen die Bedienung nicht unnötig kompliziert. Manuelle Aufmerksamkeit ist hauptsächlich beim Nachfüllen und Leeren der Behälter oder bei außergewöhnlichen Hindernissen erforderlich. Dadurch lässt sich der X12S nach kurzer Eingewöhnung fest in die regelmäßige Bodenpflege einbinden.

DEEBOT X12S OmniCyclone – Die wichtigsten Neuerungen im Detail

OZMO ROLLER 3.0: Kontinuierlich gereinigte Wischwalze

Das zentrale Reinigungselement des DEEBOT X12S OmniCyclone ist die 27 Zentimeter breite OZMO-ROLLER-3.0-Wischwalze. Sie dreht sich mit bis zu 220 Umdrehungen pro Minute und wird mit einem Anpressdruck von 4.000 Pa über den Boden geführt. Gleichzeitig versorgen 32 feine Wasserstrahlen die Walze mit Frischwasser. Aufgenommener Schmutz wird während der Fahrt abgestreift und in den internen Schmutzwasserbehälter geleitet.

Dieses Prinzip unterscheidet sich deutlich von rotierenden Wischpads, die einmal angefeuchtet werden und den aufgenommenen Schmutz anschließend über eine größere Fläche mitnehmen. Die Walze arbeitet dagegen fortlaufend mit einer gereinigten Oberfläche. Das macht sich vor allem auf zusammenhängenden Hartböden bemerkbar, auf denen ein gleichmäßiges Wischbild entsteht.

Ein typisches Szenario ist die regelmäßige Reinigung von Küche, Esszimmer und Flur. Dort treffen feiner Staub, Schuhabdrücke und leichte Rückstände häufig aufeinander. Die Walze nimmt diese Verschmutzungen in einem gemeinsamen Durchgang auf, ohne dass zwischendurch ein Wischmopp gewechselt werden muss. Bei empfindlichen Böden sollte die Wassermenge passend gewählt werden, während Fliesen oder versiegelte Oberflächen eine intensivere Einstellung vertragen.

FocusJet: Hartnäckige Flecken gezielt vorbehandeln

FocusJet ergänzt die mechanische Arbeit der Wischwalze um eine gezielte Fleckenvorbehandlung. Zwei Hochdruck-Zerstäubungsdüsen tragen verdünnte Reinigungslösung vor dem Roboter auf den Boden auf. Dadurch erhält die Flüssigkeit Zeit, angetrocknete Rückstände anzulösen, bevor die OZMO-ROLLER-Walze die betreffende Stelle erreicht.

Der praktische Nutzen zeigt sich vor allem bei punktuellen Verschmutzungen. Eingetrocknete Getränkespritzer neben dem Esstisch, klebrige Spuren vor der Küchenzeile oder festgesetzter Schmutz im Eingangsbereich verlangen normalerweise eine stärkere Bearbeitung als der restliche Raum. FocusJet behandelt nur die ausgewählte oder automatisch erkannte Fläche, anstatt für den gesamten Boden die Wassermenge zu erhöhen.

Über die App lassen sich einzelne Flächen gezielt für die FocusJet-Behandlung auswählen. Zusätzlich können sprühfreie Zonen eingerichtet werden, damit empfindliche Bodenabschnitte, Übergänge oder Möbel nicht mit dem feinen Sprühnebel in Kontakt kommen. Die festgelegten Bereiche werden in der Karte gespeichert und können später angepasst oder wieder entfernt werden. Dadurch bleibt die intensive Behandlung auf die vorgesehenen Stellen begrenzt, ohne die Reinigungseinstellungen des gesamten Raums verändern zu müssen.

BLAST und ZeroTangle 4.0: Starke Aufnahme ohne ständige Bürstenpflege

Für die Trockenreinigung kombiniert ECOVACS einen 53-Air-Watt-Motor mit der BLAST-Technologie. Der dabei erzeugte Luftstrom erreicht laut Hersteller bis zu 27 Liter pro Sekunde, während die maximale Saugkraft mit 27.000 Pa angegeben wird. Diese Leistungsreserve ist für größere Krümel, tief sitzenden Teppichstaub und stärkere Ansammlungen von Tierhaaren gedacht.

Die höchste Stufe muss nicht dauerhaft aktiviert bleiben. Auf regelmäßig gereinigten Hartböden arbeitet der Roboter auch mit einer niedrigeren Einstellung gründlich und deutlich zurückhaltender. BLAST wird vor allem dann interessant, wenn nach dem Kochen zahlreiche Krümel auf dem Boden liegen oder sich auf einem Teppich sichtbar Haare gesammelt haben. Die zusätzliche Leistung ist hörbar, wird aber nur während des eigentlichen Reinigungsvorgangs benötigt.

ZeroTangle 4.0 soll verhindern, dass sich lange Haare eng um die Hauptbürste wickeln. Dafür nutzt ECOVACS eine angepasste Bürstenkonstruktion und eine gezielte Luftstromführung. Haare werden möglichst direkt in den Staubbehälter transportiert, statt mehrere Lagen um die Walze zu bilden. Das verringert den Pflegeaufwand, beseitigt ihn aber nicht vollständig. Eine gelegentliche Kontrolle der Bürstenenden bleibt sinnvoll, da sich dort weiterhin einzelne Haare oder Fäden festsetzen können.

Milbenkammer: Intensivere Bearbeitung von Teppichen

Die sogenannte Milbenkammer richtet sich an Haushalte mit größeren Teppichflächen. Eine flache Führungsrolleneinheit hält beim Saugen Kontakt zum Teppichflor. Gleichzeitig sollen verstärkte Bürstenleisten die Fasern intensiver bewegen, damit tief sitzender Staub, Allergene und Hausstaubmilben gelöst und anschließend aufgenommen werden können.

Ein geeignetes Einsatzgebiet ist beispielsweise ein Schlafzimmer mit Teppichboden oder ein häufig genutzter Wohnzimmerteppich. Oberflächlich sichtbarer Schmutz stellt dort nur einen Teil der Belastung dar. Feine Partikel setzen sich tiefer zwischen den Fasern fest und lassen sich mit einem gewöhnlichen Durchgang schwerer erreichen. Die Milbenkammer soll den Teppich deshalb nicht nur absaugen, sondern mechanisch stärker bearbeiten.

ECOVACS gibt an, dass auf diese Weise mehr als 95 Prozent der Hausstaubmilben entfernt werden können. Dieser Wert ist als Herstellerangabe einzuordnen und lässt sich im normalen Haushalt nicht zuverlässig überprüfen. Die Funktion ersetzt außerdem keine professionelle Teppichreinigung. Sie erweitert jedoch die regelmäßige Pflege, ohne dass dafür ein separates Gerät verwendet werden muss.

TruEdge 3.0 Extreme: Näher an Sockelleisten und Möbelkanten

Runde Saugroboter haben konstruktionsbedingt Schwierigkeiten, mit ihren zentralen Reinigungselementen bis unmittelbar an Wände und in Ecken zu gelangen. TruEdge 3.0 Extreme soll diesen Nachteil durch bewegliche, weiter nach außen reichende Komponenten ausgleichen. Der Roboter passt seinen Abstand zur Begrenzung dynamisch an und führt Schmutz aus dem Randbereich zur Hauptaufnahme.

Das ist beispielsweise entlang einer Küchenzeile hilfreich. Vor den schmalen Sockelleisten sammeln sich häufig Krümel, die bei einem zu großen Sicherheitsabstand liegen bleiben würden. Auch entlang von Schränken, Bettgestellen und geraden Wänden erreicht der DEEBOT X12S OmniCyclone Bereiche, die bei einer ausschließlich mittig geführten Reinigung unberührt blieben.

Ein Filz-Luftschutz ergänzt die beweglichen Reinigungselemente und soll empfindliche Möbeloberflächen bei einer möglichen Berührung vor Kratzern schützen. Gleichzeitig dämpft das Material den Kontakt, wenn sich der Roboter eng an einer Begrenzung entlangbewegt. Dadurch kann TruEdge den Abstand zu Wänden und Möbeln klein halten, ohne ausschließlich auf einen großen Sicherheitsabstand angewiesen zu sein.

AIVI 3D 4.0 und TruePass: Sicher durch eingerichtete Wohnräume

AIVI 3D 4.0 kombiniert strukturiertes Licht, eine KI-gestützte RGB-Kamera und eine zusätzliche Beleuchtung. Dadurch kann der Roboter Hindernisse räumlich erfassen, verschiedene Gegenstände einordnen und seine Fahrtroute unmittelbar anpassen. Die Zusatzbeleuchtung verbessert die Erkennung unter Möbeln und in schwach beleuchteten Bereichen.

AIVI 3D 4.0 ergänzt die gespeicherte Raumkarte um eine Erkennung der aktuellen Umgebung. Das ist besonders in Wohnbereichen sinnvoll, deren Einrichtung sich regelmäßig verändert oder in denen vorübergehend Gegenstände auf dem Boden stehen. Solche Veränderungen müssen nicht dauerhaft in die Karte eingetragen werden. Der Roboter kann sie während der Fahrt berücksichtigen und seine geplante Route entsprechend anpassen.

TruePass erweitert die Navigation um eine gezielte Behandlung von Bodenübergängen. Türschwellen und Höhenunterschiede können in der Kartenverwaltung eingetragen werden, damit der DEEBOT X12S OmniCyclone seine Anfahrt frühzeitig darauf abstimmt. Das System richtet sich besonders an Wohnungen, deren Räume durch Übergangsleisten oder mehrstufige Schwellen voneinander getrennt sind. Solche Stellen sollen die zusammenhängende Reinigung mehrerer Räume nicht unnötig unterbrechen.

Giant-Wave-Reinigung der Wischwanne

Beim Auswaschen der Wischwalze gelangen Schmutz, Haare und Flüssigkeitsreste in die Wischwanne der Station. Damit sich diese Rückstände dort nicht dauerhaft ablagern, spült die Giant-Wave-Technologie die Wanne nach jedem Waschvorgang automatisch mit hohem Wasserdruck aus. Das verschmutzte Spülwasser wird anschließend in den Schmutzwasserbehälter geleitet.

Diese Funktion ist besonders bei umfangreichen Reinigungsaufgaben sinnvoll. Kehrt der Roboter während eines Durchgangs mehrmals zum Auswaschen der Walze zurück, wird auch die darunterliegende Wanne wiederholt gespült. Feuchter Schmutz kann sich dadurch weniger leicht festsetzen.

Das bei der Spülung gelöste Material verbleibt nicht in der offenen Wischwanne, sondern wird gemeinsam mit dem verwendeten Wasser in den Schmutzwasserbehälter geleitet. Die Reinigung der Walze und das anschließende Ausspülen der Wanne bilden damit einen zusammenhängenden Stationsvorgang. Nach einer regulären Rückkehr muss kein zusätzliches Reinigungsprogramm für die Waschschale gestartet werden..

Automatische Reinigung und Beheizung des Schmutzwasserbehälters

Der Schmutzwasserbehälter nimmt das Wasser auf, mit dem die Station die Wischwalze und ihre Wanne reinigt. Darin sammeln sich Staub, gelöste Flecken, Haare und Reste der verwendeten Reinigungslösung. Bleibt diese Mischung längere Zeit stehen, können Ablagerungen und unangenehme Gerüche entstehen.

Die Station reinigt den Behälter automatisch und kann ihn zu einer festgelegten Uhrzeit beheizen. Die Wärme soll der Bildung von Rückständen entgegenwirken und die Geruchsentwicklung reduzieren. Besonders nach intensiven Wischaufgaben oder während warmer Tage ist diese Funktion eine sinnvolle Ergänzung des Hygienekonzepts.

Erwärmt wird ausschließlich der Schmutzwasserbehälter, nicht der Staubbehälter. Das automatische Programm ersetzt jedoch nicht das regelmäßige Entleeren, Ausspülen und Trocknen des Behälters. Es trägt aber dazu bei, dass sich Verschmutzungen zwischen den manuellen Reinigungen weniger hartnäckig festsetzen.

Reinigungsleistung im Test – DEEBOT X12S OmniCyclone

Saugleistung auf Hartböden

Auf glatten Hartböden liefert der DEEBOT X12S OmniCyclone ein überzeugendes Ergebnis. Staub, Sand, Krümel und andere lose Verschmutzungen werden meist während der ersten Überfahrt aufgenommen. Die Seitenbürste führt die Partikel kontrolliert zur Hauptbürste und verteilt selbst leichtes Material nur selten in bereits gereinigte Bereiche.

Für die regelmäßige Bodenpflege genügt die normale Leistungsstufe. Sie hält das Betriebsgeräusch in einem angenehmen Rahmen und bietet dennoch genügend Kraft für typische Verschmutzungen. Die höchste Stufe lohnt sich bei größeren Ansammlungen oder tieferen Fugen. Frei zugängliche Flächen hinterlässt der Roboter sehr sauber, während unmittelbar an verwinkelten Hindernissen vereinzelt ein kleines Staubkorn liegen bleiben kann.

Reinigung von Teppichen

Beim Wechsel auf einen Teppich passt der Roboter seine Arbeitsweise automatisch an. Kurz- und mittelflorige Teppiche werden gleichmäßig abgefahren, sichtbare Krümel sowie oberflächlich haftender Staub verschwinden zuverlässig. Bei dichterem Flor verbessert eine zweite Überfahrt die Aufnahme tiefer sitzender Partikel.

Leichte Läufer und Modelle mit langen Fransen erfordern mehr Aufmerksamkeit. Sie können sich verschieben oder an den Bürsten hängen bleiben und sollten deshalb in der Karte gekennzeichnet werden. Während einer kombinierten Saug- und Wischaufgabe hebt der DEEBOT die feuchte Walze an und schirmt sie ab. Für sehr hohe oder besonders empfindliche Teppiche empfiehlt sich dennoch ein gesperrter Bereich.

Die zusätzliche mechanische Bearbeitung war während der Teppichreinigung gut am aufgerichteten Flor zu erkennen. Besonders bei mittelflorigen Teppichen arbeitete der X12S die Fasern intensiver durch und hinterließ eine gleichmäßig bearbeitete Oberfläche. Tief sitzende feine Partikel wurden dadurch besser gelockert und konnten anschließend von der Hauptbürste aufgenommen werden.

Messergebnisse zur benötigten Zeit bei den Einstellungen: Wischen / Wischen & Saugen / TrueEdge / Smarte Mopp-Reinigung

  • Wischen & Saugen – Geschwindigkeit Standard  – TrueEdge Standard 127 Minuten% 127 Minuten%
  • Wischen & Saugen (Leise) – Geschwindigkeit Tief –  TrueEdge Standard 151 Minuten% 151 Minuten%
  • Wischen & Saugen (Leise) – Geschwindigkeit Effizient –  TrueEdge Standard 125 Minuten% 125 Minuten%
  • Wischen & Saugen (Leise) – Geschwindigkeit Effizient –  TrueEdge Extreme 128 Minuten% 128 Minuten%

Messergebnisse zum Akkuverbrauch bei den Einstellungen: Wischen / Wischen & Saugen / TrueEdge /Smarte Mopp-Reinigung

  • Wischen & Saugen – Geschwindigkeit Standard  – TrueEdge Standard 104 Prozent% 104 Prozent%
  • Wischen & Saugen (Leise) – Geschwindigkeit Tief –  TrueEdge Standard 130 Prozent% 130 Prozent%
  • Wischen & Saugen (Leise) – Geschwindigkeit Effizient –  TrueEdge Standard 43 Prozent% 43 Prozent%
  • Wischen – Geschwindigkeit Standard  – TrueEdge Extrem 124 Prozent% 124 Prozent%

Aufnahme von Haaren und Tierhaaren

Lose Haare nimmt der DEEBOT X12S OmniCyclone auf Hartböden gründlich auf. Auch auf Teppichen erzielt er ein gutes Ergebnis, sofern bei größeren Mengen eine passende Saugstufe gewählt wird. Tierhaare, die sich bereits tief im Flor festgesetzt haben, können einen zusätzlichen Durchgang verlangen.

Die Konstruktion der Hauptbürste verhindert wirkungsvoll, dass sich lange Haare dicht um ihre Mitte wickeln. Dadurch entfällt das häufige Herausschneiden ganzer Haarbüschel. An den Bürstenenden und an der Aufnahme der Seitenbürste können sich weiterhin einzelne Strähnen sammeln. Diese Stellen sind gut zugänglich und lassen sich schnell reinigen.

Wischleistung bei alltäglichen Verschmutzungen

Bei der feuchten Reinigung spielt der X12S OmniCyclone eine seiner größten Stärken aus. Leichte Schuhabdrücke, feiner Bodenstaub und frische Spuren werden gleichmäßig entfernt. Die Walze nimmt den gelösten Schmutz auf, statt ihn sichtbar auf die folgende Bahn weiterzutragen.

Auf Fliesen und anderen unempfindlichen Oberflächen kann die Wasserabgabe höher eingestellt werden. Für Laminat, Parkett oder empfindlich versiegelte Böden ist eine sparsamere Dosierung sinnvoll. Bei einer passenden Einstellung bleibt ein dünner Feuchtigkeitsfilm zurück, der nach kurzer Zeit abtrocknet. Auffällige Pfützen entstanden während der normalen Reinigung nicht.

Auch gegen Ende einer längeren Aufgabe lässt die Wirkung nicht erkennbar nach. Das fortlaufende Auswaschen der Walze verhindert, dass mit einer stark verschmutzten Wischfläche weitergearbeitet wird. Gerade in Küche, Flur und Essbereich sorgt das für ein einheitliches Ergebnis.

Entfernung eingetrockneter Flecken

Angetrocknete Rückstände benötigen mehr Zeit als frische Verschmutzungen. Die gezielte Vorbehandlung befeuchtet den ausgewählten Bereich, bevor die Walze darüberfährt. Leichte Getränkespritzer, getrocknete Schuhspuren und klebrige Rückstände lassen sich auf diese Weise häufig mit einem intensiven Durchgang lösen.

Ältere Flecken können eine zweite Bearbeitung erfordern. Dafür muss nicht das gesamte Zimmer erneut gereinigt werden, denn eine kleine Zone um die betreffende Stelle reicht aus. Diese Vorgehensweise spart Wasser und verkürzt die Aufgabe.

Die automatische Fleckenerkennung ist nützlich, bleibt aber von Bodenmuster und Beleuchtung abhängig. Auf stark strukturierten Oberflächen kann eine Verunreinigung übersehen oder eine harmlose Stelle falsch eingeordnet werden. In solchen Situationen ist die manuelle Auswahl zuverlässiger.

Reinigung entlang von Kanten und Ecken

Gerade Wände und Sockelleisten fährt der Roboter sehr eng ab. Die beweglichen Reinigungselemente reichen weit nach außen und erfassen dadurch Staub, der bei einem größeren Sicherheitsabstand liegen bleiben würde. Besonders unter Küchenzeilen und entlang niedriger Schränke ist dieser Vorteil gut sichtbar.

Möbelbeine werden sorgfältig umrundet, sofern genügend Platz zum Rangieren vorhanden ist. Der DEEBOT nähert sich vorsichtig und vermeidet unnötig harte Berührungen. In rechtwinkligen Zimmerecken bleibt aufgrund des runden Gehäuses gelegentlich ein schmaler Rest zurück. Die Seitenbürste verringert diesen Bereich deutlich, erreicht jedoch nicht jeden letzten Millimeter.

Messergebnisse zu Zeitbedarf und Akkuverbrauch bei den Einstellungen: Wischen / Wischen & Saugen / TrueEdge /Smarte Mopp-Reinigung

  • Wischen & Saugen – Manuell 143 Minuten% 143 Minuten%
  • Wischen & Saugen – Agent Hosting 129 Minuten% 129 Minuten%
  • Wischen & Saugen – Manuell 113 Prozent% 113 Prozent%
  • Wischen & Saugen – Agent Hosting 123 Prozent% 123 Prozent%

Navigation und Hinderniserkennung

Der DEEBOT X12S OmniCyclone orientiert sich sicher auf seiner gespeicherten Karte und fährt die Räume in nachvollziehbaren Bahnen ab. Nach einem Ausweichmanöver findet er zu seiner ursprünglichen Route zurück, sodass kaum unbehandelte Lücken entstehen. Auch in Bereichen mit mehreren Stuhlbeinen bleibt seine Fahrweise ruhig und kontrolliert.

Schuhe, Futternäpfe und größere Spielzeuge werden frühzeitig erkannt. In dunkleren Bereichen unterstützt die Zusatzbeleuchtung die vordere Kamera. Dünne Kabel, sehr flache Kleinteile und transparente Gegenstände bleiben anspruchsvoller. Solche Dinge sollten weiterhin vor dem Start aufgehoben werden, da auch eine gute Hinderniserkennung keinen vollständig aufgeräumten Boden ersetzt.

Bewältigung von Türschwellen

Gewöhnliche Übergangsleisten und flach ansteigende Türschwellen überquert der Roboter ohne längere Unterbrechung. Das Fahrwerk hält das Gehäuse dabei stabil und verhindert, dass bereits kleine Höhenunterschiede eine vollständige Raumreinigung blockieren.

Bei höheren Kanten verändert der DEEBOT seinen Winkel und startet bei Bedarf einen weiteren Versuch. Abgerundete oder mehrstufige Übergänge gelingen leichter als schmale, senkrecht aufragende Schwellen. Schwierige Stellen können zusätzlich in der Karte markiert werden. Sehr hohe Stufen bleiben naturgemäß außerhalb seiner Möglichkeiten.

OmniCyclone-Station im Test – DEEBOT X12S OmniCyclone

Nach der Rückkehr übernimmt die Station die wichtigsten Pflegeschritte. Der kleine Staubbehälter des Roboters wird automatisch geleert, wobei der aufgenommene Schmutz im wiederverwendbaren Zyklonbehälter landet. Dessen Füllstand ist von außen erkennbar. Einwegbeutel werden nicht benötigt, wodurch entsprechende Folgekosten und zusätzlicher Abfall entfallen.

Das Ausleeren des Zyklonbehälters erfordert etwas mehr Sorgfalt als der Austausch eines geschlossenen Staubbeutels. Beim Öffnen kann feines Material aufgewirbelt werden. Für Allergiker bleibt eine Beutellösung deshalb komfortabler. Wer mit einem offenen Behälter gut zurechtkommt, profitiert dagegen von geringeren Verbrauchskosten.

Während einer Wischaufgabe kehrt der Roboter in festgelegten Abständen zum Auswaschen seiner Walze zurück. Die Waschwanne wird anschließend mit hohem Druck gespült. Dadurch bleiben deutlich weniger feuchte Ablagerungen zurück. Schmale Winkel sollten gelegentlich kontrolliert werden, eine häufige vollständige Reinigung der Wanne ist jedoch nicht erforderlich.

Messergebnisse zur Lautstärke der All-in-One Station des ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone

  • Absaugen des Schmutzbehälters – Standard 78 dB% 78 dB%
  • Absaugen des Schmutzbehälters – Leise 74 dB% 74 dB%
  • Reinigung der Wischwalze 56 dB% 56 dB%
  • Wringen der Wischwalze 63 dB% 63 dB%
  • Trocknen der Wischwalze 39 dB% 39 dB%

Messergebnisse zum Stromverbrauch der All-in-One Station des ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone

  • Standby 2 Watt% 2 Watt%
  • Station, Roboter unterwegs 1 Watt% 1 Watt%
  • Absaugen des Schmutzbehälters – Standard 576 Watt% 576 Watt%
  • Absaugen des Schmutzbehälters – Leise 414 Watt% 414 Watt%
  • Wischwalze waschen – Intelligent 38 Watt% 38 Watt%
  • Wischwalze wringen – Intelligent 36 Watt% 36 Watt%
  • Wischwalze trocknen 125 Watt% 125 Watt%

Im täglichen Einsatz blieb das regelmäßige Entleeren des Schmutzwasserbehälters weiterhin erforderlich. Bei einer zeitnahen Leerung traten während des Testzeitraums jedoch keine auffälligen Gerüche auf. Auch Rückstände ließen sich ohne größeren Aufwand ausspülen. Der praktische Vorteil zeigte sich damit vor allem in einer angenehmeren Handhabung nach umfangreichen oder besonders intensiven Wischaufgaben.

Auch die getrennte Dosierung der beiden Reinigungslösungen funktioniert ohne manuelles Abmessen. Nach Beendigung der Bodenpflege trocknet die Station die Walze und den Luftkanal. Im täglichen Betrieb beschränkt sich der eigene Aufwand damit hauptsächlich auf das Nachfüllen von Frischwasser, das Entsorgen des Schmutzwassers und die gelegentliche Kontrolle der Behälter.

Lautstärke

In der normalen Leistungsstufe ist der Roboter deutlich hörbar, ohne den Raum vollständig zu übertönen. Gespräche bleiben möglich, und auch in einem angrenzenden Zimmer tritt das Betriebsgeräusch in den Hintergrund. Auf Teppichen oder bei maximaler Saugkraft wird der Luftstrom kräftiger und entsprechend lauter.

Das auffälligste Geräusch erzeugt die automatische Staubentleerung. Sie dauert nur wenige Sekunden, kann in einer hellhörigen Wohnung aber auch in anderen Räumen wahrgenommen werden. Pumpen und Wasserbewegungen während der Walzenwäsche fallen zurückhaltender aus. Bei der Trocknung entsteht ein gleichmäßiges Lüfterrauschen, dessen Zeitpunkt sich so legen lässt, dass es wenig stört.

Messergebnisse zur benötigten Zeit bei den Aufgaben: Absaugen des Schmutzbehälters / Wischwalze reinigen / Wischmopps gründlich reinigen

  • Absaugen – Standard 0,14 Minuten% 0,14 Minuten%
  • Absaugen – Leise 0,12 Minuten% 0,12 Minuten%
  • Wischwalze waschen – Intelligent 5 Minuten% 5 Minuten%
  • Wischwalze wringen – Intelligent 0,30 Minuten% 0,30 Minuten%

Akkulaufzeit und Ladeverhalten

Für eine übliche Wohnungsreinigung bietet der Akku genügend Ausdauer. Wie lange eine Ladung tatsächlich reicht, hängt stark von Teppichanteil, Saugleistung, Wassermenge und Zahl der Überfahrten ab. Besonders intensive Programme beanspruchen den Energiespeicher stärker als ein einfacher Durchgang über Hartböden.

Reicht der Akkustand nicht bis zum Ende, fährt der DEEBOT X12S OmniCyclone selbstständig zur Station. Dort lädt er die für den restlichen Abschnitt benötigte Energie nach und setzt anschließend an der passenden Stelle fort. Eine große Fläche muss deshalb nicht von Hand in mehrere Aufgaben aufgeteilt werden.

Die vollständige Ladezeit liegt bei ungefähr zweieinhalb Stunden. Im normalen Betrieb fällt das kaum ins Gewicht, da der Roboter zwischen seinen Einsätzen angedockt bleibt. Für weitläufige Wohnungen verkürzt das schnelle Zwischenladen längere Unterbrechungen spürbar.

Wartung und laufende Kosten

Der beutellose Aufbau beseitigt einen typischen Kostenpunkt vollautomatischer Reinigungsstationen. Der Zyklonbehälter wird geleert, gereinigt und anschließend wieder eingesetzt. Er muss nicht regelmäßig durch ein neues Einwegprodukt ersetzt werden.

Verschleiß entsteht weiterhin an Filter, Seitenbürste, Hauptbürste und Wischwalze. Die Anwendung zeigt berechnete Restlaufzeiten für diese Teile an. Diese Werte dienen als Orientierung, denn der tatsächliche Zustand hängt von Bodenbeschaffenheit, Haarmenge und Nutzungshäufigkeit ab.

Zusätzliche Ausgaben entstehen durch die beiden Reinigungslösungen sowie durch Wasser und Strom. Die automatische Dosierung geht sparsam mit den Flüssigkeiten um, bindet den Nutzer aber an geeignete Mittel. Vor allem bei häufigen Intensivreinigungen sollte dieser Verbrauch bei der langfristigen Kostenbetrachtung berücksichtigt werden.

ECOVACS DEEBOT X12S OmniCyclone – Ach ja, das noch…

Zu guter Letzt noch stichpunktartig ein paar Funktionen, die wir ebenfalls problemlos und ohne Fehler testen konnten, die aber keine besondere Erwähnung im Testbericht gefunden haben:

  • Individuell festlegbare Reihenfolge der Räume
  • Zeitpläne für regelmäßige Reinigungsaufgaben
  • Ruhemodus mit reduzierter Beleuchtung und kürzeren Sprachhinweisen
  • Kindersicherung
  • Spezielle Einstellungen für Haushalte mit Haustieren
  • Speicherung mehrerer Karten
  • Energiesparendes Laden zu festgelegten Zeiten

Was wir uns wünschen – DEEBOT X12S OmniCyclone

Nach dem vierwöchigen Praxiseinsatz hinterlässt der DEEBOT X12S OmniCyclone einen ausgesprochen starken Gesamteindruck. Auf Hartböden und Teppichen überzeugte er mit einer gründlichen und zuverlässigen Reinigungsleistung. Dabei erweisen sich die neuen Funktionen nicht nur als Ergänzungen auf dem Datenblatt, sondern als sinnvoll aufeinander abgestimmte Bestandteile des Reinigungssystems. Die OZMO-ROLLER-3.0-Wischwalze sorgt für ein gleichmäßiges Wischbild, während FocusJet die Behandlung hartnäckiger Flecken verbessert. TruEdge 3.0 Extreme erreicht Verschmutzungen entlang von Wänden und Möbeln, und ZeroTangle 4.0 reduziert den Aufwand bei langen Haaren und Tierhaaren. Die Milbenkammer intensiviert die Bearbeitung von Teppichen, während AIVI 3D 4.0 und TruePass für eine sichere Navigation durch eingerichtete Räume und über Bodenübergänge sorgen.

Einen ebenso wichtigen Anteil am positiven Ergebnis besitzt die OmniCyclone-Station. Die beutellose Staubentleerung vermeidet den regelmäßigen Kauf von Staubbeuteln, während die automatische Reinigung und Trocknung der Wischwalze zahlreiche Handgriffe nach dem Einsatz übernimmt. Die getrennte Dosierung zweier Reinigungslösungen, die Giant-Wave-Spülung der Wischwanne und die automatische Reinigung sowie Beheizung des Schmutzwasserbehälters erweitern die Stationspflege sinnvoll. Dadurch entsteht ein weitgehend geschlossenes System, das nicht nur gründlich reinigt, sondern auch den Aufwand zwischen den einzelnen Einsätzen deutlich reduziert. Trotz des hohen Anschaffungspreises und des Platzbedarfs der Station gehört der X12S zu den überzeugendsten und umfassendsten Saug- und Wischrobotern seiner Klasse. Besonders Haushalte mit Tieren, langen Haaren, Teppichen und regelmäßig zu wischenden Flächen profitieren von seinem hohen Automatisierungsgrad.

Für eine kommende Generation sehen wir vor allem bei der Entleerung noch Verbesserungspotenzial. Der Vorgang dürfte leiser ausfallen, und der offene Zyklonbehälter sollte sich möglichst ohne aufgewirbelten Feinstaub leeren lassen. Auch die automatische Fleckenerkennung besitzt auf stark strukturierten Böden noch Spielraum für eine präzisere Unterscheidung zwischen dem Bodenmuster und einer tatsächlichen Verschmutzung.

Beim Agenten-Hosting sollte es möglich sein, für einzelne Reinigungsparameter feste Maximalwerte zu bestimmen. Das wäre besonders bei empfindlichen Böden sinnvoll, wenn die Automatik weiterhin selbstständig arbeiten, aber nicht völlig frei über Wassermenge, Geschwindigkeit und Reinigungsintensität entscheiden soll. Die vom Nutzer festgelegten Obergrenzen würden dabei jederzeit berücksichtigt. Darüber hinaus wäre eine sensorgesteuerte Trocknung der Wischwalze wünschenswert. Die Station könnte den Feuchtigkeitsgrad erfassen und den Vorgang beenden, sobald die Walze vollständig trocken ist.

Der DEEBOT X12S OmniCyclone ist aktuell mit einem Einführungsangebot  für 1.199,00 Euro erhältlich und ist neben Amazon auch bei Otto und Media Markt erhältlich, der Preis bleibt aktuell überall identisch.

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