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In unserem letzten Review haben wir euch die Synology DS718+ vorgestellt. War dieses Modell eher für den geschäftlichen Bereich oder für sehr anspruchsvolle Heimanwender, stellen wir euch heute mit der Synology DS218 eine solide DiskStation für den normalen Heimanwender im privaten Haushalt oder aber auch für kleinere Unternehmen bzw. Selbständige vor.

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Lieferumfang – Synology DS218

  • Synology DS218 DiskStation
  • Netzadapter und Netzkabel
  • 1x RJ-45 LAN-Kabel
  • Kurzinstallationsanleitung
  • C2 Backup Free Trial
  • 10 Schrauben

Material

Das Gehäuse der Synology DS218 wie auch die Festplattenschlitten sind komplett aus schwarz-mattem Kunststoff. Dennoch macht das Gerät selbst einen sehr wertigen Eindruck. Gerade das polierte Finish in Klavierlackoptik auf der linken und rechten Seite der Blende vor den Festplatteneinschüben verleihen dem NAS ein edles Aussehen.

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist, wie man es von Synology kennt, sehr gut. Alle Teile passen perfekt aufeinander, es gibt kaum Spaltmaße, scharfe Kanten fallen keine auf, alles sitzt maßgenau und ist sauber verarbeitet. Die Tasten auf der Vorderseite haben einen ordentlichen Druckpunkt.

Design

Das Design ist insgesamt ähnlich zu den anderen DiskStations gehalten. Auf der rechten Seite befinden sich die Status LEDs, die An-/Aus sowie Copy-Taste und einen (veralteten) USB 2.0 Anschluss. Die Copy-Taste lässt sich im DiskStation Manager konfigurieren, sodass sie beim Druck diese vorher definierten Aktionen ausführt. [br_tc]Auf den ersten Blick fällt auf, dass es nicht wie bei den höheren Modellnummern (sichtbare) Festplatteneinschübe gibt. Diese sind hinter einer abnehmbaren Blende versteckt, die einfach auf die Vorderseite der DiskStation angesteckt werden kann. Um die Festplatten ins NAS zu befördern, muss jeweils der obere Hebel nach oben gedrückt und anschließend der Festplatteneinschub herausgezogen werden. Positiv anzumerken ist hier, dass Synology beide Einschübe mit einem Schnellverschluss ausgestattet hat, sodass für die Erstinbetriebnahme bzw. dem Festplattenwechsel kein Werkzeug und keine Schrauben erforderlich sind, um die Speichermedien zu befestigen. Nachdem die Festplattenschlitten mit den Laufwerken ausgestattet wurden, schiebt man diese einfach in das Gehäuse wieder rein. Sobald der obere Hebel einrastet, sitzen die Festplatten ordnungsgemäß und die softwareseitige Einrichtung kann losgehen.

Die Rückseite beherbergt neben dem Netzanschluss und Lüfter auch zwei USB 3.0 Anschlüsse, ein Netzwerkanschluss und eine Vorrichtung für ein Kensingtonschloss. Das System wird durch einen Lüfter mit 9,2 cm Durchmesser gekühlt. Seitlich und auf der Unterseite des NAS-Gehäuses befinden sich noch Lüftungsschlitze, die seitlichen haben jeweils in Form des Synology-Schriftzuges. [br_tc]Damit die DiskStation so wenig wie möglich Vibrationen auf die Stellfläche überträgt, sind an der unteren Seite noch vier Gummifüße angebracht.

Info

Die DiskStation DS218 gibt es bei unterschiedlichen Händlern in verschiedenen Ausführungen. So bietet Amazon z. B. das Leergehäuse wie auch mit verschiedenen Speicherkapazitäten an.

Features & Specials – Synology DS218

(Laut Hersteller)

Synology bewirbt sein NAS als „Vielseitiger NAS-Server für zentrale Datenspeicherung und 4K H.265-Videotranskodierung in Echtzeit“, der mit „einem neuen 64-Bit-Quad-Core-Prozessor ausgestattet“ ist und eine „ausgezeichnete Datenübertragungsrate“ bieten soll. Das System wird mit einer 1,4 GHz Quad-Core CPU aus dem Hause Realtek (RTD1296) angetrieben und durch 2 GB DDR4 Arbeitsspeicher unterstützt, der auf der Hauptplatine verlötet ist und somit nicht ausgetauscht werden kann. Zurzeit können maximal über 16 TB pro eingesetztem Volume mit der DiskStation betrieben werden.

Die Synology DS218 ist das erste Modell für den privaten Consumerbereich, was das neue Dateisystem Btrfs unterstützt. Ein erweiterter Speicherbereich, effizienteres Speichern kleinerer Dateien und Verzeichnisse, Schnappschüsse von Volumes u.vm. werden als Vorteile gegenüber des bisherigen Dateisystem ext3/ext4, was aktuell noch überwiegend bei Linux-Systemen als Standard verwendet wird, genannt. Als Kernfunktionen werden von Synology die ulitmative Dateiverwaltung und Freigabe, die Synchronisation der Daten auf mehreren Geräten, einfache Datensicherungslösung, der einfache Dateizugriff über QuickConnect und der 4K Multimedia-Server genannt.

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Im Test – Synology DS218

Pro

  • Leises Betriebsgeräusch bei der Bewältigung der meisten alltäglichen Aufgaben
  • Unterstützung von Hot Swapping
  • 2,5 Zoll Festplatten können ohne zusätzlichen Adapter eingebaut werden
  • Schnellverschlüsse bei den Festplatteneinschüben, dadurch werkzeuglose Installation der Hardware
  • Schnelle Datenübertragung mit etwa 100-110 MB/s, auch bei Laufwerksverschlüsselung
  • 4K-Echtzeit-Transkodierung ohne merkliche Aussetzer / Buffern
  • Angemessener Energieverbrauch mit zusätzlichen Energiesparoptionen im DSM
  • Mit den Anwendungen „Kalender“, „Drive“, „Moments“ und aktiviertem CalDAV-Server eine ernste Konkurrenz zu anderen etablierten Cloudspeicherdiensten
  • Einfache Ersteinrichtung, auch für den Laien, über den Webbrowser unter http://find.synology.com
  • Erweiterbar durch nachinstallierbare Anwendungen aus dem Paketzentrum
  • Zugriffsmöglichkeiten von den wichtigsten (mobilen) Betriebssystemen

Contra

  • Veralteter USB 2.0-Anschluss auf der Vorderseite
  • festverlöteter RAM, somit kein Austausch bzw. Upgrade möglich

In den letzten Wochen haben wir Synologys DiskStation genau unter die Lupe genommen und ausführlich getestet. Von der Einschaltzeit über Datenübertragungsraten und Systemauslastung bis hin zum Stromverbrauch und der Geräuschentwicklung musste sich die DS218 an unserem Schreibtisch bewähren.

Vom Einschalten bis zur ersten Verwendung benötigt der NAS-Server etwas mehr als eine Minute, was für den privaten Gebrauch völlig in Ordnung geht. Und sobald die DiskStation erst einmal läuft, tut sie das auch mit einem angenehmen Geräuschpegel. Neben etwaigen Warnmeldungen ist der Piepton beim Einschalten mitunter das Lauteste, was sie an Geräuschen von sich gibt. Nur bei unserem Stresstest mit mehreren gleichzeitigen Zugriffen, aktivierter Surveillance Station mit 3 Kameras, aktiviertem E-Mail-, CalDAV- und Medienserver sowie der Wiedergabe von 4K-Inhalten auf unterschiedlichen Endgeräten inkl. Live-Transkodierung hat sich die DS218 bemerkbar gemacht, jedoch war hier das Festplattengeräusch dominanter als die Laute des Lüfters. Insgesamt geht die Geräuschentwicklung noch vollkommen in Ordnung, sodass aus unserer Sicht der NAS-Server durchaus noch ein Platz am Schreibtisch oder neben dem Fernseher im Wohnzimmer finden kann. Je mehr die DiskStation zu tun hat und je mehr Dienste aktiv sind, desto mehr Strom wird natürlich benötigt. Der Verbrauch unserer konfigurierten DS218 lag im Schnitt immer um 16 Watt. Sobald die Betriebslast höher wurde stieg der Verbrauch auf etwa 18-20 Watt an. Über entsprechende Energiesparoptionen im DSM kann eingestellt werden, wann die Diskstations aus- bzw. wieder eingeschaltet werden soll. Einmal in den Energiesparmodus geschaltet, lag der Stromverbrauch bei etwa 4-5 Watt. An dieser Stelle ist allerdings zu erwähnen, dass z. B. der E-Mail-Server oder die Surveillance Station die DiskStation nicht in den Leerlauf bzw. Energiesparmodus versetzt. Wer also die Optionen von Synologys DSM zum Stromsparen voll ausreizen möchte, sollte mit Bedacht die Pakete und Dienste wählen, die auf der DiskStation aktiviert werden sollen.

Mit einer Übertragungsrate von etwa 100 MB/s sowohl für Lesen wie auch Schreiben reizt die DiskStation schon fast das Maximum des Gigabit-LANs (ca. 125 MB/s) aus. Die DS218 fiel außerdem positiv auf, da die Daten in ähnlichem Tempo geschrieben bzw. gelesen werden, ob nun mit oder ohne aktivierter Laufwerksverschlüsselung. Gerade hier ist jedoch anzumerken, dass diese Werte nur erreicht werden können, wenn das Endgerät über LAN auf den NAS-Server zugreift. Eine WLAN-Verbindung kann zwar ähnliche Werte erreichen, durch verschiedene Störfaktoren wie z. B. Mikrowelle, DECT-Telefon, andere WLAN-Netzwerke in der Umgebung, etc. sind auch schon mal wesentliche niedrigere Übertragungsraten möglich. Bei der Wiedergabe von 4K-Videomaterial kann es daher über eine drahtlose Verbindung auch durchaus einmal zu Verzögerungen kommen.

Steht die Verbindung perfekt, läuft die Wiedergabe von hochauflösenden Filmen jedoch problemlos. Auch die Live-Transkodierung – also Verfügbarmachen von 4K-Videoinhalten für ältere Geräte, die das hochauflösende Material nicht verarbeiten können – meistert die Synology DiskStation ohne merkliche Zeitverzögerungen. Dafür muss jedoch die App „Video Station“ auf der DiskStation und die Apps „DS Video“ auf den mobilen Endgeräten installiert sein. In den Apps kann man dann bei der Wiedergabequalität zwischen vier Voreinstellungen wählen: Original, Hoch, Mittel oder Niedrig. Schade ist, dass man hier nicht erkennen kann, was sich hinter diesen Voreinstellungen verbirgt. Anzumerken ist, dass eine „hohe“ und „mittlere“ Wiedergabequalität noch durchaus brauchbare Ergebnisse liefern, die „niedrige“ hingegen eignet sich eigentlich nur, wenn man von unterwegs einen Film in der Video Station abrufen möchte und die Bandbreite bzw. das Datenvolumen nicht (mehr) so hoch ist; mit dieser Einstellung ist schon eine merkliche Klötzchenbildung zu beobachten. Die von Synology beworbene 4K-Echtzeit-Transkodierung funktionierte in unserem Test einwandfrei. An dieser Stelle ein klares „Daumen hoch“.

Die in den letzten Monaten veröffentlichten neuen Anwendungen wie Kalender, Moments und Drive funktionieren auf der Synology DS218 zuverlässig. Eine automatische Sicherung der auf dem Smartphone gemachten Bildern und die einfache Erreichbarkeit seiner Daten im Drive-Verzeichnis, dessen Speicherlimit maximal der Kapazität der DiskStation entspricht, machen die DS218 in unseren Augen zur ernsten Konkurrenz von Cloudspeicherdiensten wie OneDrive, Google One oder auch Dropbox. Einzig bei der mobilen Moments App hatten wir ein paar Kritikpunkte. So lassen sich hier nur die bereits auf der DiskStation gesicherten Bilder ansehen und nicht auch noch die Bilder, die lokal auf dem Gerät sind. Weiterhin wird das auf den iPhones verwendete High Efficiency Bild-/Video-Format nicht unterstützt. [br_tc]Dennoch ist der Zugriff auf die eigenen Daten zuhause – seien es Dokumente, Bilder oder Videos – sehr einfach, gerade mit der hauseigenen Lösung QuickConnect. Das Teilen mit Freunden oder mit Familienmitgliedern ist gerade im mobilen Bereich durch die Smartphone Apps ein Kinderspiel.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Synology DS218 Hot Swapping unterstützt, d. h. also nicht komplett heruntergefahren und auseinander gebaut werden muss, wenn man in die Situation kommt, die Festplatten einmal tauschen zu müssen. Die Festplatteneinschübe unterstützen neben Speichermedien im 3,5 Zoll Format auch kleinere im 2,5 Zoll Format. So können z. B. alte Notebook-Festplatten oder aber auch schnellere und leisere SSDs eingebaut werden und das sogar ohne zusätzlichen Adapter.

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Was wir uns noch wünschen

Der Hersteller hat die Vorderseite der Synology DS218 mit einem USB-Anschluss und einer Copy-Taste ausgestattet. Damit ist es möglich, ein USB-Speichermedium anzuschließen und über die Copy-Taste den Inhalt auf das NAS zu verschieben. Gerade hier haben wir die Erwartung, das dieser Kopiervorgang so schnell es geht vonstatten geht. Daher ist es für uns nicht verständlich, dass Synology auf der Vorderseite nur einen veralteten USB 2.0 Anschluss verbaut. Der langsamere Anschluss, wenn er denn unbedingt verbaut werden muss, wäre auf der Rückseite z. B. für eine externe Backup-Festplatte, besser platziert. Hier wünschen wir uns für die zukünftigen Modelle gerade für die Vorderseite einen zeitgemäßen USB-Anschluss. Auch wenn die verbauten 2 GB RAM ein ordentliches Vielfaches der bisherigen 512/1024 MB RAM sind, die in den älteren Modell verbaut wurden, kann der ambitionierte Hobbynetzwerker zuhause bedingt durch den festverlöteten RAM diesen nicht auswechseln bzw. upgraden, falls die Ansprüche an das NAS einmal steigen sollten. Aus Gründen der Nachhaltigkeit würden wir uns an dieser Stelle wünschen, dass die RAM-Erweiterung nicht nur den Profi- bzw. Business-Modellen vorbehalten sind und auch für den privaten Haushalt zugänglich gemacht wird.

Das Synology DS218 Nas kann für einen Preis von 289 Euro über Amazon erworben werden.

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