Nach reichlich Theorie und Details rund um alle möglichen Parameter und Einstellungen, die eine Systemkamera von einem Handy oder der klassischen Kompaktkamera abhebt, wollen wir Euch zum Abschluss der MeS-Reihe noch einige Empfehlungen hinsichtlich Equipment mit auf den Weg geben – sprich, welche zusätzliche Ausrüstung für bestimmte Fotoaufgaben noch empfehlenswert ist. In diesem Teil widmen wir uns dabei der Landschaftsfotografie und nennen euch Zubehör, welches euch hier helfen kann, noch bessere Aufnahmen anzufertigen.

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Kamera und Objektive

Natürlich lautet sicherlich eine der ersten Fragen, die man sich stellt, welche Kamera ist denn jetzt die beste für Landschaftsfotografie. Hier kann man ganz einfach gesagt mit einer aktuellen Systemkamera nicht wirklich etwas falsch machen. Natürlich ist die Wiedergabe von Details bei Landschaftsfotos umso besser, je größer der Bildsensor und die Anzahl der Pixel ist, also hat hier ein Vollformat-Sensor klar die besten Werte und wird, immer vorausgesetzt man verwendet auch das passende hochwertige Objektiv, die besten Bildergebnisse liefern. Aber wenn man mit der Landschaftsfotografie nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte und man auch nicht von all seinen Fotos extrem großformatige Abzüge herstellen will, dann gibt es keinen Grund nicht auch eine Kamera mit APS-C Sensor oder auf eines der aktuellen Micro-Four-Third Modelle zurückzugreifen.

Plant man seine Kamera häufig und viel draußen einzusetzen, dann lohnt es sich noch darauf zu achten, dass man ein Modell wählt, das einen ausreichenden Spritzwasserschutz hat, Gleiches gilt übrigens auch für die verwendeten Objektive.

Landschaftsfotografie – Objektive

Auch bei Objektiven ist es schwierig eine pauschale Empfehlung zu geben. Zum Einstieg sollte man seine Ausrüstung vielleicht so wählen, dass man einen Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis zum leichten Telezoom abdeckt. Hier eignen sich oft die mitgelieferten Kit-Objektive für das Weitwinkelthema, ergänzt um ein zweites Objektiv mit mehr Brennweite im Telebereich. Natürlich lassen sich mit einer lichtstarken Festbrennweite tolle Effekte und Fotos in besserer Auflösung und Qualität erstellen. Am Anfang sollte man aber vielleicht bewusst erst einmal darauf verzichten, um ein Gefühl für seinen eigenen Motivstil zu entwickeln. Liegt einem mehr die weite Darstellung der gesamten Umgebung oder bevorzugt man für den Bildaufbau mehr Details. Hat man das für sich ein wenig ausprobiert, dann empfiehlt es sich in eine Festbrennweite zu investieren, die den eigenen Vorlieben hier am nächsten kommt.

Landschaftsfotografie – Stativ und Stativkopf

Unerlässlich für die Landschaftsfotografie ist ein gutes und stabiles Stativ. Da man es für ein gutes Landschaftsfoto oftmals über viele Kilometer tragen muss, sollte es nicht zu sperrig sein und vor allem ein möglichst geringes Gewicht haben.

Als Standardmaterial findet man bei Stativen in der Regel Aluminium oder Carbon. Hier gibt es dann aber nicht nur Gewichts-, sondern auch kräftig Preisunterschiede. Gute Einsteigerstative inkl. Stativkopf sind die C-Modelle von Rollei wie z. B. das C5i, das es in beiden Materialausführungen gibt, also sowohl aus Alu wie auch aus Carbon. Wer etwas mehr investieren möchte, der macht auch mit den aktuellen Befree Advanced Modellen von Manfrotto nichts falsch. Möchte man noch ein wenig mehr an Qualität, dann lohnt sich ein Blick auf das Sirui T-2204X aus Carbon. Hier ist man dann allerdings schon in einem Segment angekommen, wo ein Stativkopf noch separat dazu gekauft werden muss. Auch hier sollte man auf gar keinen Fall am falschen Ende sparen. Eine Empfehlung ist hier z. B. der Sirui K-20X Stativkopf, der auch schon recht gut für schwere Kameras und Objektive mit großer Brennweite geeignet ist.

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Landschaftsfotografie – Filter

Trotz digitaler Bildbearbeitung mit Photoshop und Co. sind Filter immer noch quasi ein Muss in der Landschaftsfotografie. Um schwierige Lichtsituation mit stark unterschiedlichen hellen und dunklen Bereichen zu meistern, benötigt man einen Grauverlaufsfilter. Wer sich dafür entscheidet ein Filtersystem einzusetzen, der sollte auch hier, ähnlich wie bei den Stativen, nicht zuerst auf den Preis schauen. Schlechte Filter können unter anderem zu massiven Farbverschiebungen und heftigen Vignettierungen am Bildrand führen. Wenn man nicht gerade mit einem absoluten Ultraweitwinkelobjektiv arbeitet, sollte in den meisten Fällen ein 100 mm System mit wechselbaren Filterscheiben eine sehr gute Lösung darstellen. Eine Empfehlung sind hier die neusten Modelle von Rollei aus der Mark II Serie oder die neuen Nano Pro Filter von HAIDA mit dem dazugehörigen, ebenfalls neuen Serie 100 Pro Filterhalter.

Eine weitere sinnvolle Ergänzung können die Graufilter, meist als ND-Filter (ND = neutral density) bezeichnet, sein. Diese sorgen dafür, dass sehr viel weniger Licht den Kamerasensor erreicht. In der Landschaftsfotografie sind z. B. alle Bilder, die fließendes Wasser oder das Meer sehr soft und fast nebelartig darstellen in der Regel vom Stativ mit sehr langer Belichtungszeit unter der Verwendung eines ND-Filters gemacht. Hier muss man nicht unbedingt auf Filterscheiben zurückgreifen, Schraubfilter wie der HAIDA ND64 sind hier eine mögliche Alternative. Bei Schraubfiltern muss man allerdings darauf achten, dass Objektive verschieden große Filtergewinde haben und man im schlechtesten Fall für jedes seiner Objektive einen eigenen Filter benötigt. Alternativ hierzu kann aber auch ein Set Step-Up-Ringe kaufen plus Filter für das Objektiv mit dem größten Durchmesser und diesen so für alle kleineren Objektive auch verwenden.

Eine letzte Empfehlung ist die Verwendung eines Polfilters. Dieser sorgt dafür polarisiertes Licht zu verstärken oder vollständig zu blockieren. Klassischer Anwendungsfall ist es den Himmel blauer oder Farben im Bild satter zu machen. Viel öfter wird mal allerdings die Möglichkeit nutzen, mit dem Polfilter störende Reflexionen im Bild verschwinden zu lassen. Eine Empfehlung wäre hier die HD Serie von Hoya. Auch hier muss man bei einer Schraubfilterlösung wieder auf den passenden Durchmesser seines Objektives achten.

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Fazit

Neben der Kamera mit passenden Objektiven sollte man für gute Landschaftsfotos auf jeden Fall immer ein Stativ verwenden, um alle Möglichkeiten im Bezug auf Blende und Belichtungszeit ausspielen zu können. Wenn man sich zum Kauf eines Stativs entschließt, sollte man definitiv ein Markenstativ kaufen und sofort ein wenig mehr Geld investieren. Es macht schlicht und einfach keine Freude im Gelände seine Kamera nicht sicher aufstellen zu können und ein permanent verrutschender Bildausschnitt durch einen billigen Stativkopf nimmt einem schnell jeglichen Spaß am Fotografieren. Gleiches gilt für die Auswahl von Filtern. Wenn man oben beschriebene Effekte erzielen möchte, sollte man auch hier nicht am falschen Ende sparen, zu bedenken ist dabei, dass z. B. ein 100 mm Scheibenfiltersystem zwar eine ziemliche Investition darstellt, aber nicht an die Kamera bzw. Marke gebunden ist. Man muss also bei einem Systemwechsel oder Upgrade keine neuen Filter kaufen.

Tutorial abgeschlossen!

Tipp!

Unter dem Tag #MeS findest Du noch viele weitere hilfreiche Anleitungen, mit dem das Entdecken deiner Kamera zu einem Kinderspiel wird.

Du hast noch keine Kamera bzw. denkst über ein neues Modell nach!? Dann schau doch einfach in unsere Empfehlungen - mit diesen kannst du beim Kauf definitiv nichts falsch machen.

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