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Der Smart Home Markt wächst immer schneller, mittlerweile ist es möglich sehr viele Bereiche im eigenen Zuhause mit einem entsprechenden Gerät auszustatten und dieses komfortabel mit dem Smartphone zu steuern bzw. überwachen. Wir haben uns in den letzten Wochen das Belkin WeMo-System genauer angeschaut, welches aus verschiedenen Modulen besteht. Unser Review umfasst dabei den WeMo Insight Switch, das WeMo LED Lighting Starter Set sowie den WeMo Maker, der Hersteller bietet aber noch weitere Module an.

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WeMo LED Lighting Starter Set

Wir starten mit dem WEMO LED Lightning Starter Set, welches aus einem Modul für die Kommunikation besteht und einfach nur an einer Steckdose angeschlossen wird. Das Gerät ist dabei komplett aus hochwertigem Kunststoff gestaltet und erstrahlt in einem weißen Farbton, auf der vorderen Seite sehen wir außerdem einen dezenten Schriftzug sowie eine kleine runde LED. Ebenfalls zum Start Set gehören zwei 60W LED-Glühbirnen (800lm), wobei der tatsächliche Verbrauch bei 10 Watt liegt. Auch hier kann von einer tadellosen Verarbeitung gesprochen werden, die Lampen glänzen außerdem mit einer geringen Hitzeentwicklung und halten bis zu 23 Jahre, wenn diese täglich um die 3 Stunden angeschaltet sind. Wie bei der kleinen Base ist die komplette Glühbirne, mit Ausnahme des Gewindes, ebenfalls in Weiß gestaltet.

Gesteuert werden die LED-Lampen über die kostenlose Smartphone-App, auf die wir später bei der Einrichtung der Hardware zu sprechen kommen. Ihr könnt mit der kleinen Base dabei bis zu 50 LED-Glühbirnen steuern, was selbst für einen sehr großen Haushalt vollkommen ausreichen sollte. Weiter bekommt man die Möglichkeit das Licht in 1-Prozent-Stufen per Schieberegler innerhalb der App zu dimmen und einen Schlafmodus zu nutzen, bei dem die Lampen nach einer gesetzten Zeit automatisch ausgeschaltet werden. Ebenfalls interessant sind die Regeln, welche man hier nutzen kann, so kann man beispielsweise einen genauen Timer festlegen, wann die Lampen ein- bzw. ausgeschaltet werden sollen – was je Wochentag individuell geplant werden kann. Natürlich funktioniert das Ganze auch aus der Ferne, sprich, wenn man bemerkt, dass das Licht noch an ist, obwohl man schon im Büro sitzt, kann man das Ganze mit einem Knopfdruck lösen.

WeMo Insight Switch

Mit dem WeMo Insight Switch bekommt man eine WLAN-Steckdose, welche ebenfalls hervorragend verarbeitet und in Weiß gestaltet ist. Wir finden außerdem eine schwarze runde Taste, welche mit einer LED ausgestattet wurde. Diese ist für das manuelle Ausschalten der Steckdose verantwortlich, wenn euer Smartphone mal nicht in der Nähe liegt. Gleichzeitig signalisiert diese mit einem grünen Licht, wenn die Steckdose angeschaltet ist. Darüber sehen wir außerdem noch eine kleine weiße Taste, ebenfalls rund, die für den Reset der Steckdose benötigt wird.

Wie bereits beim LED-Starter Set könnt Ihr mit dem WeMo Insight Switch sehr komfortabel die an dem Modul angeschlossenen Geräte per Smartphone ein- oder ausschalten. Auch hier können Timer sowie Regeln gesetzt werden und natürlich ist der Fernzugriff ebenfalls möglich. Praktisch hier ist außerdem die Stromverbrauchsanzeige, welche Euch einen Durchschnittswert pro Tag anzeigt. Hierzu gesellt sich der Wert für den aktuellen Verbrauch sowie, wie lange die Steckdose bereits aktiv ist.

WeMo Maker

Zu guter Letzt hätten wir noch den WeMo Maker, welcher nicht wie die beiden zuvor genannten Module als ein Plug&Play Gerät durchgeht. Das für Bastler und Tüftler ausgerichtete Gerät ist in Weiß und Grau gestaltet, beherbergt mehrere Anschlüsse, eine mittig platzierte Power-Taste und LED sowie eine Antenne im hinteren Bereich. Hierzu gehört außerdem noch ein kleiner USB-Stromadapter sowie das passende Kabel, um den WeMo-Maker an einer Steckdose anschließen zu können.

Weiter finden wir noch einen Micro-USB-Eingang sowie zwei weitere LEDs auf der unteren Seite des Gerätes. Hier befindet sich auch eine Reset-Taste sowie eine für den Ein- bzw. Ausschaltvorgang für das Relay. Hinsichtlich Verarbeitung gibt es beim WeMo-Maker ebenfalls nichts zu beanstanden, optisch ist das Modul jetzt nicht wirklich der Hingucker, aber ansonsten ist hier alles in Ordnung, auch das Material fühlt sich recht robust an.

Wie bereits kurz erwähnt, ist der WeMo Maker eher für Bastler gedacht, welche zumindest Kenntnisse im Bereich der elektrischen Verdrahtung vorweisen können. Mit dem Modul kann man nämlich fast jedes Niederspannungsgerät verbinden, um dieses ebenfalls komfortabel per App steuern zu können. Hierbei handelt es sich um Geräte, die über einen DC-Schalter betrieben werden (24 V DC bei 1 A oder 12 V DC bei 2 A). Nach erfolgreicher Verdrahtung könnt Ihr dann einer Reihe von digitalen 5V-Sensoren kontrollieren. So könnte man beispielsweise einen Wassersensor in der Nähe der Spülmaschine anschließen, sobald dieser Alarm schlägt und die Spülmaschine am WeMo Insight Switch hängt, könnte man diese demnach direkt abschalten. Hier gibt es noch etliche weitere Möglichkeiten, wie man andere Geräte oder Sensoren mit dem WeMo Maker und den anderen Modulen des Systems kombinieren kann. Natürlich lassen sich die am WeMo Maker angeschlossenen Geräte auch generell Ein- und Ausschalten sowie Zeitpläne erstellen, wie wir Sie bereits bei den beiden anderen Modulen des WeMo-Systems erwähnt haben.

Einrichtung Hardware/Software

Die Einrichtung der hier erwähnten WeMo Module ist stets identisch und wahrlich ein Kinderspiel. Ihr ladet einfach die kostenlose WeMo-Applikation, welche für iOS und Android zur Verfügung steht, aus dem App Store und schon kann das Einrichten losgehen. Sobald ein WeMo-Gerät mit dem Strom verbunden ist, sendet diese ein eigenes WLAN-Signal aus. Jetzt muss man nur noch in die WLAN-Einstellungen des Smartphones wechseln, das Gerät aussuchen und dann mit eurem eigenen WLAN koppeln. Die Schritte werden bei der Installation bebildert beschrieben, sodass hier jeder problemlos zurechtkommen sollte. Nachdem unsere Module fertig installiert waren, wurden wir direkt über eine Aktualisierung benachrichtigt, die ebenfalls recht schnell erledigt war. Jedoch wurde nach der Installation der WeMo Insight Switch in der App nicht mehr erkannt, hier half nur ein erneutes Anschließen an der Steckdose, dann aber verlief wieder alles reibungslos. Während das LED-Starter Set und Insight Switch ab diesem Zeitpunkt direkt einsatzbereit sind, müsst Ihr beim WeMo Maker aber noch die entsprechenden Verdrahtungen vornehmen, je nachdem, für welchen Einsatzzweck Ihr diesen benutzen wollt.

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Belkin WeMo App

Die WeMo App präsentiert sich recht übersichtlich und ist optisch eher schlicht gehalten. Im Tab “Geräte“ findet ihr alle installierten Module, mit einem Tap auf ein Gerät öffnet man die Steuerungsmöglichkeiten. Beim WeMo LED-StarterSet könnt Ihr hier beispielsweise das Licht dimmen bzw. eine Zeit für den Schlafmodus konfigurieren sowie die Lampe per Knopfdruck ein- bzw. ausschalten. Beim WeMo Insight Switch gehört ebenfalls der Power-Button zum Funktionsumfang, hier bekommt man aber auch den Stromverbrauch sowie die Betriebszeit seit letzter Schaltung, angezeigt. Man kann außerdem die Reihenfolge der Geräte verändern so wie einen Namen vergeben, um so beispielsweise einen besseren Überblick zu bekommen. Dies ist besonders wichtig, wenn man mehrere Steckdosen und Lampen installiert hat.

Im nächsten Tab sehen wir die “Regeln“, mit den man automatisierte Prozesse festlegen kann. Hier könnt Ihr eine frei wählbare Zeit für den Ein- oder Ausschaltvorgang vorgeben, alternativ bietet Euch die Applikation den Sonnenuntergang wie auch Sonnenaufgang als Zeitfenster an, welche mit Werten wie 15 Minuten später oder früher bis hin zu 45 Minuten verfeinert werden kann. Man kann außerdem auch einzelne Tage ausgrenzen, indem man diese einfach antippt. Im Test haben die Zeitpläne dabei gut funktioniert, auch wenn der Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht immer richtig berücksichtigt wurden. Wir empfinden aber das Setzen einer tatsächlichen Zeit auch als deutlich wichtiger. Von solchen Regeln können natürlich verschiedene erstellt werden, sprich eure WeMo-Geräte können unterschiedlich automatisiert sein –  auch lassen sich diese mit gewünschten Namen benennen. In den Einstellungen der Applikation kann man außerdem noch den Fernzugriff aktivieren, die Module mit IFTTT und Nest verbinden sowie weitere Geräte hinzufügen, welche man sich erst später als Systemergänzung dazugekauft hat.

Auch wenn sich das Ganze bislang sehr gut liest, gibt es aber dennoch Kritik an der Applikation. Während die Schnellfunktionen sehr gut erreichbar sind und einfach funktionieren, ist das Anlegen der Regeln etwas unübersichtlich und auch nicht auf Anhieb verständlich, was Belkin mit der jeweiligen Funktion nun genau meint. Hier könnte man definitiv ein etwas einfacheres User Interface nachreichen, was die Einarbeitung etwas erleichtern würde. Einige Bereiche sind zudem auch noch nicht oder falsch übersetzt, dies enttäuscht schon ein wenig, besonders wenn man die gute Hardware gegenüberstellt. Auch erwartet man von einem Unternehmen wie Belkin, welches im Gadget-Bereich sehr bekannt ist, dass man solche Kleinigkeiten in höchster Präzision ausführt. Da wir hier aber von der Software sprechen, ist hier mit Updates alles noch lösbar, sodass wir hoffen, das Belkin ein Update nachreicht, um das User Interface sowie die erwähnten Mängel zu verbessern. Ansonsten gibt es hier aber nichts auszusetzen, die Applikation startet schnell und wir konnten eine gute Stabilität feststellen, sprich es waren im Testzeitraum keine Abstürze vorhanden. Schade ist allerdings, dass es keine richtige iPad-Version gibt, auch hier muss Belkin definitiv nachbessern.

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Fazit

Die drei Module des WeMo-Systems, welche wir testen konnten, sind hochwertig verarbeitet und machen optisch einen guten Eindruck. Die Installation ist dabei sehr einfach zu bewerkstelligen, sodass die Geräte ganz schnell in eurem Zuhause einsatzbereit sind. Ausnahme ist hier der WeMo Maker, welcher anschließend noch mit den gewünschten Geräten oder Sensoren verdrahtet werden muss. Wenn man sich aber etwas auskennt, ist auch dies ein Kinderspiel, sodass dieser Umstand nicht als negativ zu sehen ist. Bei den Schnellzugriffen auf die Funktionen der einzelnen Module macht die App durchaus noch einen ganz guten Eindruck. Bei der Regelverwaltung sowie Übersetzungen sollte Belkin das Niveau aber deutlich höher schrauben, damit aus smarter Hardware ein noch smarteres System entsteht. Im Test hat alles funktioniert, nicht dass wir uns falsch verstehen, aber hier ist noch Luft nach oben offen, sodass wir uns über ein baldiges Update sehr freuen würden. Ansonsten gibt es aber nichts zu Beanstanden, wer mit den wenigen Kritikpunkten erst mal leben möchte, kann bei dem WeMo-System bzw. einem einzelnen Modul zugreifen.

Das WeMo LED Starter-Set bekommt Ihr bei Amazon bereits für einen Preis von 43,50 Euro, was besonders günstig ist, da das Set normal für 79,99 Euro angeboten wird.

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