Das Internet fürs eigene Zuhause gibt es bereits seit Mitte der 90er Jahre. Lange modemgebunden, von analog über ISDN zu DSL war es möglich, mit einem Gerät eine Verbindung herzustellen. In den Anfangszeiten begrenzten die meisten Provider sogar die DSL-Einwahl auf ein Gerät. So konnten nicht mehrere Geräte gleichzeitig mit dem Internet verbunden werden. Es war aber auch nicht notwendig – mehr als einen internetfähigen PC hatte kaum ein Haushalt. Ab dem Jahr 2005 wuchs die Anzahl der Geräte, die an das Internet angeschlossen werden wollten, rasant. Laptops, Notebooks, Smartphones aber auch Fernseher, Spielekonsolen und BluRay-Player verlangten nach dem Anschluss.

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Mit stetigem Wachstum veränderten sich die Gewohnheiten, so wurde es normal, dass auch die Kinder einen Internet-Zugang benötigen. Leider war die DSL-Box meistens nicht da, wo man sie benötigt hatte. Sollte man beim Hausbau bereits eine ausreichende Verkabelung bedacht haben, befanden sich die Anschlussdosen später meistens an den vollkommen falschen Stellen. Wer konnte schon zur Bauzeit wissen, dass man beispielsweise am Fernseher unbedingt Netzwerk benötigt. Und auch die Schreibtische standen auf einmal an anderen Stellen, als es ursprünglich gedacht war.

Zum Glück hatten die meisten Router, die zum Teil zum Internetanschluss beigelegt wurden, auch bereits WLAN mit an Board. Leider hat die Verbindung per WLAN aber einen entscheidenden Nachteil. Funktionieren die Geräte in unmittelbarer Nähe optimal, verschlechtert sich die Geschwindigkeit in einiger Entfernung deutlich. Vor allem, wenn sich dazwischen noch eine Wand oder eine Decke befindet. Ab einer gewissen Entfernung, die von dem Baumaterial der Wände und der Decke abhängt, kommt man ohne einen Zwischenverstärker, einem Repeater nicht aus. Aber auch das ist keine optimale Lösung – schon alleine der Einsatz eines Repeaters verlangsamt das Netzwerk auf die halbe Geschwindigkeit.

Eine Alternative für alle, die keine Lust haben die Wände aufzustemmen und neue Kabel zu verlegen, (das wäre die optimale Lösung) bietet sich die Netzwerkübertragung über das Stromkabel an, welche unter dem Begriff Powerline (seltner auch Powernet, dLan oder nach der Norm Homeplug) bekannt ist. Anfangs von der Firma devolo vertrieben, war es keine Konkurrenz zum WLAN, was die Geschwindigkeit anging. Die Entwicklung schreitete rasch voran und die heutigen Geräte sind mittlerweile konkurrenzfähig, wenn nicht gar schneller als der WLAN-Standard.

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Powerline-Adapter gibt es von mehreren Herstellern. Devolo wurde mit den ersten Powerline-Geräten auf dem Markt bekannt. Die Firma ist immer noch am Ball und bringt gute Geräte auf den Markt. Jedoch wurden sie von Netgear und vor allem TP-Link überholt. Aber auch einige andere Hersteller mischten mit, hier hätten wir beispielsweise D-Link, CSL, Medion oder AVM. Und wer möchte, kann auch bei der Telekom gebrandete Geräte erwerben.

Mittlerweile gibt es sehr viele Powerline-Geräte. Bis vor Kurzem betrug die Standard-Geschwindigkeit 200 Mbit/s, mittlerweile wurde diese von Geräten mit 500 Mbit/s verdrängt. Möchte man besonders schnelle Geräte installieren, kann man auf Modelle mit 1000 Mbit/s setzen, es gibt sogar welche, die auf 1200 Mbit/s kommen sollen. Ebenfalls zu erwähnen sei noch, dass die Geräte der jeweiligen Hersteller untereinander kompatibel sind, wenn diese der Homeplug-Norm entsprechen. Es empfiehlt sich aber dennoch, auf ein System des gleichen Herstellers zu setzen. Natürlich wird bei den Adaptern weiterhin ein Router, der die Schnittstelle zwischen der Zuleitung von außen und dem internen Netz dient, benötigt. Sehr angenehm ist aber, dass die Geräte so gut wie ohne Konfiguration auskommen.

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Sollte man seinen eigenen Datendurchsatz ebenfalls erhöhen wollen, könnte man mit einem Powerline-Starterpack beginnen, wie erwähnt gibt es hier einige Hersteller. Wir sind uns sicher, spätestens, wenn die Geräte installiert sind, wird man den Kauf sicherlich nicht bereuen.

Die Powerline-Geräte können bei Amazon bestellt werden, wir haben die einzelnen Hersteller verlinkt – TP-Link – Netgear – Devolo – D-Link – AVM – CSL

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