Apple News: Apple im Krisenmodus – EU, KI, CEO-Nachfolge und Cyberangriff
Apple erhebt schwere Vorwürfe gegen die Europäische Kommission und wirft ihr vor, die Umsetzung von Änderungen am App Store gezielt zu blockieren. Statt konstruktiv an Lösungen mitzuwirken, setze die Behörde auf „politische Verzögerungstaktiken“, um Untersuchungen einzuleiten und hohe Geldstrafen zu rechtfertigen. Diese Einschätzung äußerte Apple in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg und reagierte damit auf die Ankündigung von MacPaw, den alternativen iOS-App-Marktplatz Setapp Mobile in der Europäischen Union einzustellen.
Nach Darstellung des Konzerns habe die Kommission genau jene Anpassungen verhindert, die sie zuvor selbst eingefordert habe. Bereits im Oktober sei ein formeller Compliance-Plan eingereicht worden, auf den bis heute keine Rückmeldung erfolgt sei. Apple wirft der EU-Behörde vor, durch dieses Vorgehen die Öffentlichkeit zu täuschen, nachträglich die Rahmenbedingungen zu verändern und ein US-Unternehmen gezielt mit belastenden Verfahren sowie drakonischen Sanktionen ins Visier zu nehmen. MacPaw plant, Setapp Mobile in der EU zum 16. Februar 2026 einzustellen. Zur Begründung verwies das Unternehmen auf komplexe Geschäftsbedingungen, die nicht mit dem derzeitigen Geschäftsmodell vereinbar seien, ohne näher auf einzelne Punkte einzugehen. Tatsächlich gilt die Gebühren- und Regelstruktur für App-Marktplätze in Europa als besonders vielschichtig. Apple ist dort aufgrund des Digital Markets Act verpflichtet, alternative Marktplätze auf iOS zuzulassen. Die Umsetzung dieser Vorgaben unterliegt der Aufsicht der Europäischen Kommission und hat zu einer Vielzahl neuer Bedingungen sowohl für Marktplatzbetreiber als auch für App-Anbieter geführt.
Nach Informationen, die Bloomberg vorliegen, bereitet sich die Kommission darauf vor, Apple öffentlich für die Schließung von Setapp Mobile verantwortlich zu machen. Demnach wolle sie erklären, Apple habe keine ausreichenden Änderungen vorgenommen, um zentrale Probleme seiner Geschäftsbedingungen zu beheben, insbesondere deren hohe Komplexität. Apple widerspricht dieser Darstellung entschieden und betont, eine Vereinfachung der Bedingungen sei gerade deshalb ausgeblieben, weil die Kommission die Umsetzung der vorgeschlagenen Anpassungen nicht genehmigt habe. Darüber hinaus stellt Apple die grundsätzliche Nachfrage nach alternativen App-Marktplätzen in Europa infrage. Nach Einschätzung des Unternehmens sei das Interesse der Nutzer gering, weshalb die Entscheidung von MacPaw nicht auf Apples Richtlinien zurückzuführen sei, sondern auf wirtschaftliche Faktoren innerhalb des europäischen Marktes.
Apple CEO-Nachfolge: John Ternus übernimmt Design-Team
Apple bereitet offenbar einen langfristigen Führungswechsel vor und baut in diesem Zusammenhang die Rolle von Hardware-Chef John Ternus weiter aus. Wie Bloomberg berichtet, überwacht Ternus seit Ende vergangenen Jahres zusätzlich die Design-Teams des Unternehmens – ein Schritt, der ihn weiter in Richtung der CEO-Nachfolge positionieren soll. Demnach übertrug Tim Cook Ternus in den letzten Monaten des Jahres 2025 die Verantwortung für die Design-Organisation und erweiterte damit dessen Zuständigkeitsbereich deutlich. Zuvor lagen die Software- und Hardware-Design-Teams in den Händen des damaligen COO Jeff Williams, der 2025 in den Ruhestand ging. Nach dessen Ausscheiden hatte Apple offiziell erklärt, die Design-Teams würden direkt an Cook berichten. Intern scheint die operative Führung jedoch an Ternus übergegangen zu sein.
Design gilt bei Apple traditionell als eine der zentralen Säulen des Unternehmens und war stets auf höchster Managementebene angesiedelt. Über viele Jahre prägte Jony Ive das Erscheinungsbild der Produkte, bevor die Verantwortung nach seinem Weggang an Williams überging. Die erneute Bündelung der Design-Aufsicht bei einer einzelnen Führungskraft unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Bereichs. Innerhalb der Konzernführung fungiert Ternus laut Bloomberg inzwischen als sogenannter „Executive Sponsor“ für das gesamte Design. In dieser Rolle koordiniert er die Kommunikation zwischen den Design-Teams und der Unternehmensleitung, vertritt deren Interessen in Führungsgremien und führt die leitenden Designer. Gleichzeitig soll Cook darauf bedacht sein, Ternus schrittweise mit weiteren Aspekten der Unternehmenssteuerung vertraut zu machen.
Trotz der wachsenden Verantwortung von Ternus bleibt der Entscheidungsprozess bei Apple stark konsensorientiert. Designfragen werden nicht isoliert getroffen, sondern unter Einbeziehung weiterer Schlüsselpersonen diskutiert. Dazu zählen insbesondere Software-Chef Craig Federighi sowie Marketing-Chef Greg Joswiak, die weiterhin maßgeblichen Einfluss auf das Gesamtbild der Produkte haben. Seit geraumer Zeit gilt Ternus als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Tim Cook. Zwar wurde Cook im vergangenen Jahr 65 Jahre alt, konkrete Pläne für einen zeitnahen Rückzug gibt es jedoch nicht. Mit seinen 50 Jahren ist Ternus der jüngste Top-Manager im Führungsteam von Apple und könnte im Falle einer späteren Ernennung eine vergleichsweise lange Amtszeit als CEO antreten.
Aktuell leitet Ternus das Hardware-Engineering-Team und wird intern als ausgewogen, detailorientiert und äußerst versiert in Fragen der globalen Lieferkette beschrieben. Gleichzeitig gibt es innerhalb des Unternehmens auch Vorbehalte. Kritiker sehen ihn als eher risikoavers, bemängeln eine begrenzte Erfahrung im Umgang mit geopolitischen Herausforderungen und stellen infrage, ob ihm das Charisma zugeschrieben wird, das viele mit der Führung eines Konzerns von Apples Größe und öffentlicher Wahrnehmung verbinden.
Apple Siri Chatbot: Google-Server laut Bericht im Einsatz
Apple prüft offenbar einen grundlegenden Strategiewechsel beim technischen Betrieb von Siri. Wie Mark Gurman berichtet, erwägt das Unternehmen, den kommenden Siri-Chatbot nicht ausschließlich über die eigene Infrastruktur laufen zu lassen, sondern auf die Cloud-Systeme von Google auszulagern. Demnach führen Apple und Google Gespräche darüber, den Siri-Chatbot der nächsten Generation auf Googles Servern zu betreiben, die mit sogenannten Tensor Processing Units ausgestattet sind. Diese speziell für großskalige KI-Anwendungen entwickelten Chips gelten als besonders leistungsfähig für den Betrieb komplexer Sprachmodelle. Ein solcher Schritt würde eine deutliche Abkehr von Apples bisherigem Ansatz darstellen, KI-Anfragen entweder direkt auf den Geräten oder über die eigene, stark abgeschottete Private-Cloud-Compute-Infrastruktur zu verarbeiten.
Für das unmittelbar bevorstehende Siri-Update, das mit iOS 26.4 ausgeliefert werden soll, bleibt Apple diesem bisherigen Modell jedoch treu. Die neuen Personalisierungs- und Kontextfunktionen werden weiterhin über Apples eigene Private-Cloud-Compute-Server abgewickelt, die auf leistungsstarken, speziell konfigurierten Mac-Chips basieren. Apple hatte diese Infrastruktur im Jahr 2024 als datenschutzorientierte Ergänzung zur reinen On-Device-Verarbeitung vorgestellt und sie zum Kernbestandteil seiner Kommunikation rund um Apple Intelligence gemacht. Private Cloud Compute ist darauf ausgelegt, Nutzerdaten nur temporär zu verarbeiten, ohne sie dauerhaft zu speichern. Nach Apples Darstellung sollen die Daten weder für Trainingszwecke genutzt noch dauerhaft für das Unternehmen selbst einsehbar sein. Diese Zusicherungen wurden bewusst als Abgrenzung zu klassischen Cloud-KI-Modellen anderer Anbieter positioniert, bei denen Anfragen häufig zentral verarbeitet und protokolliert werden.
Der geplante Siri-Chatbot, der mit dem darauffolgenden großen Betriebssystem-Update eingeführt werden soll, stellt jedoch deutlich höhere Anforderungen. Er soll auf einem neuen, wesentlich leistungsfähigeren großen Sprachmodell basieren, das von Google entwickelt wurde und intern als Apple Foundation Models Version 11 geführt wird. In seiner Leistungsfähigkeit wird dieses Modell mit den aktuellen Gemini-Generationen verglichen. Der Betrieb eines solchen Systems in großem Maßstab könnte die Kapazitäten von Apples derzeitiger Private-Cloud-Compute-Infrastruktur überschreiten, insbesondere angesichts der erwarteten Nutzung durch Hunderte Millionen bis Milliarden aktiver Geräte. Vor diesem Hintergrund erscheint der Einsatz von Googles globaler Cloud-Infrastruktur mitsamt spezialisierter KI-Hardware als pragmatische Lösung. Googles Rechenzentren sind seit Jahren auf den massiven Betrieb von KI-Modellen ausgelegt und verfügen über eine Größenordnung, die Apple intern bislang nicht aufgebaut hat. Die Diskussionen zwischen den beiden Unternehmen deuten darauf hin, dass Apple zumindest vorübergehend bereit ist, diesen externen Weg zu gehen, um die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit des Siri-Chatbots sicherzustellen.
Gleichzeitig würde ein solcher Schritt nicht zwangsläufig bedeuten, dass Google im klassischen Sinne Zugriff auf Siri-Nutzerdaten erhält. Apple greift bereits heute auf Cloud-Dienste externer Anbieter zurück, darunter auch Google, etwa für Teile der iCloud-Infrastruktur. Dabei behält Apple nach eigenen Angaben die Kontrolle über Verschlüsselungsschlüssel, Zugriffsbeschränkungen und die Richtlinien zur Datenverarbeitung. Auch im Fall des Siri-Chatbots soll dieses Prinzip gelten, sodass die Ausführung auf fremder Hardware nicht automatisch eine Abkehr von Apples Datenschutzansprüchen bedeuten müsste. Sollte Apple diesen Weg tatsächlich einschlagen, würde dies dennoch eine bemerkenswerte Verschiebung in der bisherigen KI-Strategie markieren. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren großen Wert darauf gelegt, sich durch On-Device-Verarbeitung und eigene Cloud-Systeme von Wettbewerbern abzugrenzen. Die mögliche Auslagerung zentraler Siri-Funktionen auf Googles Infrastruktur zeigt, wie stark die technischen Anforderungen moderner KI-Chatbots die bisherigen Grenzen selbst großer Plattformanbieter verschieben.
Apple Lieferkette: Cyberangriff auf Luxshare legt interne Pläne offen
Der schwere Cyberangriff auf einen Apple-Zulieferer, über den bereits im Dezember erstmals berichtet worden war, richtete sich nach inzwischen vorliegenden Informationen gegen das chinesische Unternehmen Luxshare. Wie nun bekannt wurde, sollen dabei mehr als ein Terabyte sensibler Daten mit Bezug zu Apple entwendet worden sein. Zum Zeitpunkt der ersten Berichte war lediglich von einem kompromittierten Auftragsfertiger die Rede, während Identität, Umfang und mögliche Folgen des Vorfalls unklar blieben. Öffentlich wurde der Angriff am 15. Dezember 2025 über eine Leak-Seite im Dark Web, die der Ransomware-Gruppe RansomHub zugeschrieben wird. Dort erklärten die Angreifer, sie hätten interne Systeme von Luxshare verschlüsselt und umfangreiche Mengen vertraulicher Unternehmens- und Kundendaten exfiltriert. Gleichzeitig drohten sie mit der Veröffentlichung der Informationen, sollte das Unternehmen nicht in Kontakt treten, und warfen der Geschäftsführung vor, den Vorfall bewusst verschweigen zu wollen.
Nach Darstellung der Angreifer umfasst das erbeutete Material eine Vielzahl hochsensibler technischer Unterlagen. Genannt werden detaillierte 3D-CAD-Modelle, präzise geometrische Datensätze, zweidimensionale Fertigungszeichnungen, mechanische Komponentenentwürfe, Leiterplattenlayouts sowie interne technische Dokumentationen im PDF-Format. Darüber hinaus sollen die Archive nicht nur Daten zu Apple-Produkten enthalten, sondern auch Informationen zu weiteren namhaften Kunden wie Nvidia, LG, Tesla oder Geely. Die Gruppe erklärte weiter, Luxshare sei eine Frist zur Reaktion eingeräumt worden, ohne dass eine Antwort erfolgt sei. Ein erheblicher Teil der entwendeten Dateien unterliege demnach strengen Geheimhaltungsvereinbarungen und betreffe laufende oder abgeschlossene Projekte. Zur Untermauerung ihrer Aussagen veröffentlichten die Angreifer Datenproben, die als Beleg für den Zugriff auf interne Systeme dienen sollten.
Das Sicherheitsportal Cybernews berichtete anschließend, das eigene Forschungsteam habe Teile dieser Beispiel-Datensätze geprüft. Dabei seien offenbar authentische interne Luxshare-Dokumente zu Apple-Projekten identifiziert worden. Die Materialien beschreiben unter anderem vertrauliche Reparaturprozesse, logistische Abläufe sowie detaillierte Abstimmungen zwischen Apple und Luxshare, einschließlich Zeitplänen, Prozessbeschreibungen und Koordinationsunterlagen. Den geprüften Beispieldaten zufolge handelt es sich um Dateiformate, die typischerweise in Design- und Fertigungsprozessen verwendet werden, darunter .dwg- und Gerber-Dateien. Die darin genannten Projekte decken einen Zeitraum von 2019 bis 2025 ab, was darauf hindeutet, dass auch Informationen zu bislang nicht veröffentlichten Produkten betroffen sein könnten. Zusätzlich stellten die Forscher fest, dass die Datensätze offenbar personenbezogene Informationen enthalten, darunter vollständige Namen, Funktionen und geschäftliche E-Mail-Adressen von an Apple-Projekten beteiligten Mitarbeitern.
Der Abfluss detaillierter technischer Entwürfe und Fertigungsunterlagen birgt erhebliche Risiken, sollte das Material missbräuchlich genutzt werden. Möglich wären unter anderem Produkt-Reverse-Engineering, die gezielte Herstellung von Fälschungen oder Angriffe auf Hardware- und Firmware-Komponenten, die durch detaillierte Kenntnisse über Aufbau und Zusammenspiel einzelner Bauteile erleichtert würden. Die Offenlegung interner Kontakt- und Prozessdaten könnte zudem gezielte Phishing-Kampagnen oder Folgeangriffe auf weitere Partner innerhalb von Apples Lieferkette begünstigen. Bislang haben weder Apple noch Luxshare den Cyberangriff offiziell bestätigt oder sich zu möglichen Auswirkungen geäußert.
OpenAI KI-Gerät: Marktstart 2026, AirPods als mögliche Konkurrenz
OpenAI steht laut einem aktuellen Bericht von Axios kurz davor, sein erstes eigenes KI-Gerät vorzustellen. Nach Aussagen von OpenAIs Chief Global Affairs Officer Chris Lehane befinde sich das Unternehmen auf Kurs, das Produkt in der zweiten Hälfte dieses Jahres zu präsentieren. „Geräte“ gehörten zu den zentralen Wachstumstreibern, auf die OpenAI mit Blick auf 2026 setze. Konkrete Details zu dem geplanten Produkt nannte Lehane nicht. Bekannt ist jedoch, dass das Design aus dem oi-Products-Team stammt, das vom ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive aufgebaut wurde. Dessen Startup war im vergangenen Jahr für rund 6,5 Milliarden US-Dollar von OpenAI übernommen worden, womit Ive und sein Team offiziell Teil des Unternehmens wurden.
Frühere Berichte und Leaks hatten darauf hingedeutet, dass es sich beim ersten ChatGPT-basierten Gerät um ein kompaktes, taschengroßes Produkt handeln soll, das seine Umgebung und den Kontext des Nutzers wahrnimmt und vollständig ohne Bildschirm auskommt. Aus Gerichtsunterlagen aus dem Vorjahr ging zudem hervor, dass OpenAI offenbar kein klassisches Wearable plante. Ein neuer, bislang unbestätigter Leak zeichnet jedoch ein anderes Bild. Ein angeblicher Hinweis aus der Lieferkette, verbreitet durch einen Leaker mit dem Namen Smart Pikachu, spricht von der Entwicklung zweier pillenförmiger Geräte mit dem Codenamen „Sweetpea“, die hinter dem Ohr getragen werden sollen. Demnach bestünden die Module aus Metall und nutzten einen speziell entwickelten 2-Nanometer-Chip. Ziel sei es, bestimmte iPhone-Funktionen über Sprachbefehle auszuführen und damit Aufgaben zu übernehmen, die bislang über Siri gesteuert werden. In ihrer Funktionalität würden die Geräte damit Überschneidungen mit AirPods aufweisen.
Den Angaben zufolge sollen die hinter dem Ohr sitzenden Module zudem über Sensoren verfügen, die eine kontinuierliche Erfassung von Umwelt- und Kontextinformationen ermöglichen. Gelagert und geladen würden sie in einem eiförmigen Case. Der Bericht deutet außerdem an, dass die Geräte von Foxconn gefertigt werden könnten. Parallel dazu soll OpenAI weitere Hardware-Kategorien prüfen. Im Gespräch sind unter anderem ein KI-gestützter Stift sowie ein stationäres, „heimähnliches“ Gerät. Vor diesem Hintergrund ist unklar, ob sich der aktuelle Leak tatsächlich auf das Produkt bezieht, das OpenAI zuerst auf den Markt bringen will. Smart Pikachu behauptet allerdings, dass Ives Team derzeit ein hinter dem Ohr getragenes Wearable priorisiere, das bereits im September erscheinen könnte. Gegenüber Axios vermied Lehane eine klare Festlegung auf einen Marktstart noch in diesem Jahr. Er verwies lediglich darauf, dass OpenAI „auf etwas im späteren Teil von 2026“ blicke. Damit bleibt offen, ob die erste Gerätevorstellung kurzfristig erfolgt oder ob OpenAI zunächst einen Ausblick gibt und die Markteinführung zu einem späteren Zeitpunkt nachholt.
Magic Keyboard iPad Update: Apple veröffentlicht neue Firmware
Apple hat neue Firmware-Versionen für die Magic Keyboards veröffentlicht, die für das iPad Pro und das iPad Air vorgesehen sind. Für die Magic-Keyboard-Modelle der M4- und M5-iPad-Pro-Reihe steht nun die Firmware mit der Versionsnummer 0750.0220.0304 bereit, die die bisherige Version 0680.0220.0301 ersetzt. Das Magic Keyboard für das M3-iPad Air erhält parallel ein Update auf Version 0400.0140.0303, zuvor war die Firmware 0350.0135.0303 im Einsatz. Die Aktualisierung gilt sowohl für die 11-Zoll- als auch für die 13-Zoll-Varianten des Magic Keyboards, die Apple für die M4- und M5-Modelle des iPad Pro anbietet, sowie für die Version, die für das M3-iPad Air verkauft wird. Apple hatte das Magic Keyboard im Mai 2024 im Zuge der Einführung des M4-iPad Pro grundlegend überarbeitet.
Das Zubehör behielt dabei das bekannte schwebende, freitragende Design bei, wurde jedoch um eine separate Funktionstastenreihe ergänzt und mit einem deutlich größeren Trackpad aus Glas ausgestattet. Firmware-Updates für das Magic Keyboard erscheinen nur unregelmäßig und lassen sich nicht manuell anstoßen. Die Installation erfolgt automatisch, sobald das Keyboard mit einem iPad Pro oder iPad Air verbunden ist, das über eine aktive Internetverbindung verfügt. Die aktuell installierte Firmware-Version lässt sich in den Systemeinstellungen des iPads im Bereich „Allgemein“ unter „Info“ beim Eintrag „Magic Keyboard“ einsehen.
TSMC & KI-Chips: Neue Prioritäten belasten Apples Position
Ein neuer, ausführlicher Bericht von SemiAnalysis beleuchtet, wie eng die Erfolgsgeschichte von Apple mit dem Aufstieg von TSMC zur weltweit führenden Auftragsfertigung verknüpft ist – und warum das Zeitalter des KI-Computings diese Machtbalance zunehmend verschiebt. Zwar habe Apple das heutige Modell der führenden Halbleiterfertigung maßgeblich geprägt, doch neue Kunden und neue Workloads verändern, wer künftig die Kosten für modernste Fertigungstechnologien trägt und welchen Einfluss Apple auf neue Prozessknoten ausüben kann.
Der Bericht zeichnet nach, wie Apple spätestens ab 2014 mit dem A8-Chip zum wichtigsten Einzelkunden der globalen Halbleiterindustrie aufstieg. Durch die frühzeitige und massive Nutzung neuer Fertigungsprozesse bei TSMC übernahm Apple eine Rolle, die weit über die eines klassischen Kunden hinausging. Das Unternehmen war bereit, hohe Anfangskosten zu tragen, Yield-Verbesserungen mitzufinanzieren und seinen jährlichen Produktzyklus eng an die technologische Roadmap von TSMC anzupassen. Diese Strategie verschaffte TSMC die nötige finanzielle Sicherheit, um neue Knoten schneller als Wettbewerber zu industrialisieren und sich dauerhaft an der technologischen Spitze zu etablieren. Die Dimensionen dieser Partnerschaft werden anhand der Zahlen deutlich. Apples jährliche Ausgaben bei TSMC stiegen laut SemiAnalysis von rund zwei Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf etwa 24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Gleichzeitig wuchs Apples Anteil am Gesamtumsatz von TSMC von einstelligen Prozentwerten auf in der Spitze rund 25 Prozent. Über weite Strecken des vergangenen Jahrzehnts nahm Apple mehr als die Hälfte der anfänglichen Produktionskapazität eines neuen Fertigungsknotens ab, in einzelnen Fällen sogar nahezu die gesamte Frühphase. Damit fungierte Apple faktisch als Hauptfinanzierer der jeweils neuesten Fertigungstechnologie – zu einer Zeit, in der kein anderer Kunde bereit oder in der Lage war, ein vergleichbares Risiko einzugehen.
Diese Sonderstellung gerät jedoch durch den rasanten Aufstieg von KI-Beschleunigern zunehmend unter Druck. Mit Unternehmen wie NVIDIA ist eine neue Kundengruppe entstanden, die ebenfalls enorme Volumina modernster Fertigungskapazitäten nachfragt und finanzieren kann. In der Folge hat sich die Umsatzstruktur von TSMC spürbar verschoben. Während Smartphones früher nahezu die Hälfte des TSMC-Umsatzes ausmachten, ist ihr Anteil deutlich gesunken. Stattdessen ist Hochleistungsrechnen – insbesondere für KI-Anwendungen – zum größten Umsatzsegment aufgestiegen. Für Apple bedeutet das, dass es nicht länger der einzige Kunde ist, der den wirtschaftlichen Anlauf neuer Fertigungsknoten absichern kann, auch wenn das Unternehmen nach wie vor der größte Einzelkunde nach Umsatz bleibt.
Dieser strukturelle Wandel dürfte sich bereits bei den kommenden Prozessgenerationen bemerkbar machen. SemiAnalysis geht davon aus, dass Apples Anteil an der frühen Produktion bei TSMCs N2- und A16-Knoten geringer ausfallen wird als bei früheren Generationen. Besonders der A16-Knoten ist stark auf Hochleistungsrechenlasten ausgelegt und weniger auf mobile SoCs optimiert, was die Bedeutung von KI- und Serverkunden weiter erhöht. Bei späteren Knoten wie A14 könnte sich Apples Position hingegen wieder stärken. Diese Prozesse sind von Beginn an für eine breitere Produktpalette konzipiert, die sowohl mobile Chips als auch leistungsstarke Prozessoren umfasst. In diesem Szenario steigen iPhone- und Mac-Chips erneut zu zentralen Volumentreibern auf, wodurch Apple wieder einen größeren Anteil der frühen Fertigungskapazität belegen könnte. Ungeachtet dieser Verschiebungen bleibt Apple für seine leistungsfähigsten Chips weiterhin stark auf TSMC angewiesen. Gleichzeitig beschreibt SemiAnalysis jedoch Bestrebungen, die Lieferkette gezielt zu diversifizieren. Für weniger kritische Bauteile und bestimmte Chipkategorien prüft Apple demnach alternative Fertigungspartner. Als potenzielle Option wird unter anderem Intels kommender 18A-P-Prozess genannt, der für ausgewählte Apple-Silicon-Varianten infrage kommen könnte, ohne die Fertigung der zentralen Flaggschiffprodukte bei TSMC zu gefährden.
iPhone-Displays: Apple reduziert BOE-Anteil wegen Qualitätsproblemen
Apple muss bei der Versorgung mit OLED-Displays für das iPhone erneut umdisponieren. Wie The Elec berichtet, kämpft der chinesische Zulieferer BOE weiterhin mit Produktionsproblemen, sodass Millionen von Panel-Bestellungen an Samsung Display verlagert wurden. Mehrere Branchenquellen erklärten gegenüber der Publikation, dass BOE die Fertigungsstörungen, die bereits im November und Dezember des vergangenen Jahres aufgetreten waren, bislang nicht nachhaltig beheben konnte. Demnach gibt es Schwierigkeiten in einem spezifischen Produktionsschritt, die BOE zeitweise dazu gezwungen haben sollen, die Fertigung bestimmter Displayvarianten vollständig einzustellen.
In der zweiten Jahreshälfte 2025 hatte BOE OLED-Panels für eine breite Palette von iPhone-Modellen geliefert, darunter die Generationen iPhone 13, 14, 15, 16 und 17 sowie das preisgünstigere iPhone 16e und dessen geplanten Nachfolger 17e. Nach Angaben aus der Branche betreffen die aktuellen Qualitätsprobleme vor allem Panels für das iPhone 15, 16 und 17. Probleme mit der Einhaltung von Apples strengen Qualitätsanforderungen sind für BOE kein Novum. Auffällig ist jedoch, dass das Unternehmen über längere Zeit hinweg als stabiler Lieferant für LTPS-OLED-Panels der Modelle iPhone 15 und 16 galt. Zwar gelten die LTPO-Panels des iPhone 17 als technisch deutlich anspruchsvoller, doch die anhaltenden Schwierigkeiten bei älteren, weniger komplexen Displays sorgen in der Branche für Verwunderung. Eine Quelle fasste dies gegenüber The Elec mit den Worten zusammen, BOE habe die OLED-Displays für das iPhone 15 und 16 zuverlässig geliefert, weshalb die aktuelle Situation rätselhaft erscheine.
Derzeit richtet BOE den Fokus darauf, zumindest eine verlässliche Versorgung für das iPhone 17e sicherzustellen, dessen Marktstart im Frühjahr erwartet wird. Für dieses Modell hält BOE nach Branchenangaben weiterhin den größten Anteil der zugeteilten Displayproduktion unter den Apple-Zulieferern. Parallel dazu hat Samsung Display in den vergangenen zwei Monaten einen erheblichen Teil der umgeleiteten Bestellungen übernommen. BOE hatte im Jahr 2024 noch rund 40 Millionen iPhone-OLED-Panels ausgeliefert, doch aufgrund der anhaltenden Produktionsprobleme dürfte dieses Volumen im vergangenen Jahr deutlich unterschritten worden sein. Die aktuellen Schwierigkeiten fallen in eine Phase, in der das Verhältnis zwischen BOE und Samsung Display ohnehin belastet war. Samsung hatte dem chinesischen Wettbewerber vorgeworfen, Geschäftsgeheimnisse entwendet und AMOLED-Patente verletzt zu haben. Dies führte zu Ermittlungen der International Trade Commission sowie zu vorläufigen Importverboten gegen BOE in den USA. Zwar stellte die ITC zunächst eine Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen fest und empfahl Importbeschränkungen von nahezu 15 Jahren, doch Ende 2025 einigten sich beide Unternehmen außergerichtlich. Im Rahmen der Einigung soll BOE Berichten zufolge Lizenzgebühren an Samsung gezahlt haben, um den Rechtsstreit beizulegen.
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