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Apple News: KI-Wende bei Siri, überraschende Rekorde, AirPods-Engpass und iPhone Fold rückt näher

Apple News: KI-Wende bei Siri, überraschende Rekorde, AirPods-Engpass und iPhone Fold rückt näher

In einem aktuellen Interview mit dem Tech-Podcast TBPN hat Mark Gurman neue Einblicke in Apples interne KI-Strategie gegeben. Demnach plante Apple ursprünglich, Siri vollständig auf Basis von Claude neu aufzubauen, dem großen Sprachmodell und Chatbot des KI-Unternehmens Anthropic. Von diesem Ansatz rückte Apple jedoch ab und entschied sich stattdessen für eine Zusammenarbeit mit Google und dessen Gemini-Plattform. Nach Gurmans Darstellung spielten finanzielle Erwägungen eine zentrale Rolle bei dieser Entscheidung. Anthropic habe sehr hohe Forderungen gestellt, darunter jährliche Zahlungen in Milliardenhöhe, deren Umfang sich über mehrere Jahre hinweg weiter erhöht hätte. Diese Konditionen seien für Apple letztlich nicht akzeptabel gewesen und hätten maßgeblich dazu beigetragen, den Fokus auf Google zu verlagern.

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Gleichzeitig machte Gurman deutlich, dass Anthropic intern weiterhin eine bedeutende Rolle bei Apple spielt. Große Teile der internen Produktentwicklung sowie zahlreiche Werkzeuge würden derzeit auf Technologien von Anthropic basieren. Apple setze demnach auch auf speziell angepasste Versionen von Claude, die auf eigenen Servern betrieben werden und für interne Zwecke zum Einsatz kommen. Noch vor wenigen Monaten habe Apple laut Gurman nicht vorgehabt, Google in die Neuausrichtung von Siri einzubeziehen. Offiziell angekündigt ist inzwischen jedoch, dass Apple in diesem Jahr eine deutlich stärker personalisierte Version von Siri veröffentlichen will, die auf Googles Gemini-Technologie basiert. Diese Version soll mit iOS 26.4 eingeführt werden, dessen Beta-Phase voraussichtlich im Februar beginnt und das im März oder April für alle Nutzer erscheinen dürfte. Die neue Siri-Generation wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein iPhone 15 Pro oder ein neueres Modell voraussetzen.

Bereits auf der WWDC im Juni 2024 hatte Apple erste Einblicke in die geplanten Fähigkeiten der überarbeiteten Siri gegeben. Vorgesehen sind unter anderem ein besseres Verständnis des persönlichen Kontexts, Bildschirmbewusstsein sowie deutlich tiefere Steuerungsmöglichkeiten innerhalb von Apps. Zur Veranschaulichung zeigte Apple damals ein Szenario, in dem ein iPhone-Nutzer Siri nach dem Flug und den Mittagsreservierungen seiner Mutter fragte, wobei Siri Informationen aus Mail und Nachrichten kombinierte. Die nun bekannt gewordenen Hintergründe verdeutlichen, wie stark sich Apples KI-Strategie hinter den Kulissen noch bis vor Kurzem im Wandel befand.

AirPods Pro 3 Erfolg: Apple von hoher Nachfrage überrascht

Die Markteinführung der AirPods Pro 3 im September hat Apple offenbar stärker gefordert als erwartet. Die Nachfrage nach den neuen Ohrhörern fiel so hoch aus, dass das Unternehmen zeitweise mit Lieferengpässen zu kämpfen hatte. Apple-CEO Tim Cook sprach gegenüber Reuters davon, dass Apple von der Popularität der AirPods Pro 3 „kalt erwischt“ worden sei.Cook erklärte, die AirPods Pro 3 seien im abgelaufenen Quartal durch begrenzte Verfügbarkeit eingeschränkt gewesen. Ohne diese Engpässe hätte Apple nach seiner Einschätzung im Jahresvergleich ein Wachstum verzeichnet. Die Aussage fiel im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das vierte Quartal des Kalenderjahres 2025, in dem Apple insgesamt Rekordergebnisse meldete.

Konkret bezog sich Cook auf das Segment Wearables, Home und Zubehör, das im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von rund zwei Prozent auswies. Seine Einordnung legt nahe, dass dieser Rückgang zumindest teilweise auf die eingeschränkte Lieferfähigkeit der AirPods Pro 3 zurückzuführen ist. Hätte Apple die außergewöhnlich hohe Nachfrage früher antizipiert, hätte das Unternehmen demnach mehr Lagerbestand aufbauen und möglicherweise sogar ein Umsatzplus in diesem Bereich erzielen können. Mittlerweile scheinen die Lieferprobleme behoben zu sein. Im Apple Online Store werden für die AirPods Pro 3 keine verlängerten Lieferzeiten mehr angezeigt, was darauf hindeutet, dass Apple die Produktions- und Logistikkapazitäten angepasst und den Rückstand aufgeholt hat.

Die AirPods Pro 3 bringen gegenüber dem Vorgängermodell zahlreiche Verbesserungen mit. Dazu zählen eine weiter optimierte aktive Geräuschunterdrückung, eine gesteigerte Klangqualität, eine längere Akkulaufzeit pro Ladung sowie neue Gesundheitsfunktionen wie die Herzfrequenzmessung während des Trainings. Hinzu kommen eine für viele Nutzer verbesserte Passform, eine höhere Wasserbeständigkeit, eine zusätzliche Ohrstöpselgröße in XXS sowie weitere Detailverbesserungen. Diese Kombination aus Komfort-, Audio- und Gesundheitsfunktionen dürfte maßgeblich zu der unerwartet hohen Nachfrage beigetragen haben.

Apple Finanzergebnisse 2026: 42,1 Mrd. Dollar Gewinn

Apple hat seine Finanzergebnisse für das erste Geschäftsquartal 2026 veröffentlicht, das dem vierten Kalenderquartal 2025 entspricht, und dabei in mehreren Bereichen neue Rekorde aufgestellt. Der Konzern erzielte in diesem Zeitraum einen Umsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar sowie einen Nettogewinn von 42,1 Milliarden US-Dollar, was einem Gewinn von 2,84 US-Dollar pro verwässerter Aktie entspricht. Im Vergleich dazu hatte Apple im entsprechenden Vorjahresquartal einen Umsatz von 124,3 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 36,3 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 2,40 US-Dollar pro Aktie ausgewiesen.

Im Jahresvergleich legte der Gesamtumsatz um 16 Prozent zu, während der Gewinn je Aktie um 19 Prozent stieg. Apple meldete zudem neue Allzeithochs beim Gesamtumsatz, beim Gewinn je Aktie sowie beim iPhone- und Service-Umsatz. Die Bruttomarge erhöhte sich auf 48,2 Prozent nach 46,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen eine vierteljährliche Dividende von 0,26 US-Dollar pro Aktie an, die am 12. Februar an Aktionäre ausgezahlt wird, die am 9. Februar als Anteilseigner registriert sind. Apple-CEO Tim Cook sprach von einem außergewöhnlich starken Quartal und hob insbesondere die Entwicklung des iPhone-Geschäfts hervor. Dieses habe das beste Quartal seiner Geschichte verzeichnet, getragen von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und Rekordumsätzen in allen geografischen Regionen.

Auch der Service-Bereich habe mit einem Umsatzplus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr einen neuen Höchststand erreicht. Zudem gab Apple bekannt, dass die installierte Basis inzwischen mehr als 2,5 Milliarden aktive Geräte umfasst, was Cook als Ausdruck einer hohen Kundenzufriedenheit mit den Produkten und Diensten des Unternehmens wertete. Für das laufende Quartal bis Ende März rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum im Jahresvergleich von 13 bis 16 Prozent. Die Bruttomarge soll dabei zwischen 48 und 49 Prozent liegen.

Apple CEO Nachfolge: Wann Tim Cook gehen könnte

Die Frage nach dem Zeitpunkt eines möglichen Rückzugs von Tim Cook an der Spitze von Apple sorgt zunehmend für widersprüchliche Berichte. Während in der Branche Einigkeit darüber besteht, dass ein Führungswechsel irgendwann ansteht, gehen die Einschätzungen zum Zeitplan deutlich auseinander. So hatte die Financial Times vor einigen Monaten berichtet, Apple bereite sich darauf vor, dass Cook bereits Anfang 2026 als CEO zurücktritt. Diese Einschätzung relativierte Mark Gurman nun in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter deutlich. Ein Rückzug zu diesem frühen Zeitpunkt erscheine ihm „unwahrscheinlich“. Bereits zuvor hatte Gurman erklärt, er wäre „schockiert“, sollte Cook noch vor Mitte 2026 abtreten. Damit gilt zumindest ein Verbleib bis zur Worldwide Developers Conference im Juni als wahrscheinlich.

Parallel kursierten Spekulationen, Cook könne nach einem Rücktritt den Vorsitz im Apple-Verwaltungsrat übernehmen. Auch hierfür sieht Gurman derzeit jedoch keine konkreten Anzeichen. Der amtierende Chairman Arthur D. Levinson steht bei der Hauptversammlung am 24. Februar erneut zur Wahl. Obwohl Apple grundsätzlich vorsieht, dass Verwaltungsratsmitglieder nach Vollendung des 75. Lebensjahres nicht mehr zur Wiederwahl antreten sollen, bittet das Unternehmen die Aktionäre in diesem Fall um eine Ausnahme. Begründet wird dies mit Levinsons langjähriger Erfahrung und seiner Bedeutung für die strategische Ausrichtung des Konzerns.

Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Cook gilt weiterhin John Ternus, Senior Vice President of Hardware Engineering. Gurman berichtete kürzlich, Cook habe Ternus Ende vergangenen Jahres zusätzlich die Aufsicht über Apples Designteams übertragen. Dieser Schritt wird intern wie extern als starkes Signal gewertet, dass Ternus gezielt auf eine künftige CEO-Rolle vorbereitet wird. Cook steht seit August 2011 an der Spitze von Apple und hat im vergangenen Jahr das übliche Rentenalter von 65 Jahren erreicht. Auch wenn vieles darauf hindeutet, dass seine Amtszeit sich allmählich dem Ende nähert, spricht nach Gurmans Einschätzung wenig dafür, dass ein Führungswechsel unmittelbar bevorsteht. Vielmehr dürfte die Staffelübergabe noch einige Zeit auf sich warten lassen.

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iPhone Fold Display-Größe: Gerüchte & Samsungs Konkurrenz-Pläne

Samsung bereitet sich offenbar auf eine direkte Konfrontation mit Apple im noch jungen Markt für faltbare Smartphones vor. Nach Angaben des koreanischen Branchenmediums ETNews plant Samsung, von seinem kommenden „Wide Fold“-Modell rund eine Million Geräte zu produzieren. Damit würde es sich um die größte anfängliche Stückzahl eines Sondermodells handeln, die Samsung in den vergangenen drei Jahren aufgelegt hat. Das Wide Fold soll mit einem faltbaren 7,6-Zoll-OLED-Display ausgestattet sein, das im aufgeklappten Zustand ein Seitenverhältnis von 4:3 bietet. Ergänzt wird es durch ein 5,4-Zoll-Außendisplay für die Nutzung im geschlossenen Zustand. Die Wahl dieses Formats gilt in der Branche als gezielte Reaktion auf Apples Pläne, noch in diesem Jahr ein eigenes faltbares iPhone vorzustellen.

Berichten zufolge verfolgt Apple ein sehr ähnliches Displaykonzept. Laut The Information soll das faltbare iPhone im geschlossenen Zustand über ein rund 5,3-Zoll-Außendisplay verfügen, das kürzer und breiter ausfällt als bei bisherigen iPhone-Modellen. Im aufgeklappten Zustand sei ein etwa 7,7-Zoll-Display im iPad-ähnlichen 4:3-Format vorgesehen, das stärker auf Produktivität und Medienkonsum ausgerichtet ist. Der bekannte Lieferkettenanalyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass Apple – bei einem Marktstart im Laufe des Jahres 2026 – bis zum Jahresende zwischen acht und zehn Millionen Einheiten seines faltbaren iPhones verkaufen könnte. Selbst wenn sich die Markteinführung auf Anfang des kommenden Jahres verschieben sollte, deutet Samsungs Strategie darauf hin, dass der Konzern keine Zeit verlieren will, seine Position in einem Segment zu verteidigen, das er bislang nahezu allein geprägt hat.

Eine von ETNews zitierte Quelle erklärte, das Wide Fold gelte „nicht als wesentlich schwieriger zu produzieren als das TriFold“, sodass Samsung die Stückzahlen bei positiver Marktresonanz kurzfristig erhöhen könne. Das parallel geplante Galaxy Z TriFold soll dagegen nur in sehr begrenzter Auflage erscheinen. Von diesem Modell sind Berichten zufolge lediglich rund 200.000 Einheiten vorgesehen, während das Wide Fold mit dem Fünffachen dieser Menge startet. Das TriFold soll voraussichtlich am 30. Januar zu einem Einstiegspreis von 2.899 US-Dollar auf den Markt kommen. Das Wide Fold soll gemeinsam mit dem Galaxy Z Fold 8 und dem Galaxy Z Flip 8 auf Samsungs Unpacked-Event im dritten Quartal, das für Juli erwartet wird, vorgestellt werden. Sollte sich dies bestätigen, würde Samsung von seiner bisherigen Strategie abrücken, Sondermodelle zeitlich versetzt einzuführen, um Überschneidungen mit dem Kernportfolio zu vermeiden.

Im vergangenen Jahr soll Samsung insgesamt mehr als sechs Millionen faltbare Smartphones ausgeliefert haben. Mit dem Wide Fold rechnet der Konzern offenbar mit weiter steigenden Stückzahlen. Apple wiederum dürfte sein erstes faltbares Gerät im September gemeinsam mit den iPhone-18-Pro-Modellen präsentieren und damit erstmals direkt in einen Markt eintreten, den Samsung bislang dominiert.

TSMC Kundenranking: Nvidia übernimmt Führung vor Apple

Apple hat im Jahr 2026 erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt seine Stellung als größter Einzelkunde von TSMC verloren. Nach Angaben von CNBC ist der rasante Ausbau der weltweiten KI-Infrastruktur dafür verantwortlich, dass Nvidia inzwischen die wichtigste Einnahmequelle für den taiwanischen Auftragsfertiger geworden ist. Analystenschätzungen zufolge wird Nvidia im Jahr 2026 rund 33 Milliarden US-Dollar Umsatz für TSMC generieren, was etwa 22 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Apple kommt im selben Zeitraum demnach auf rund 27 Milliarden US-Dollar oder etwa 18 Prozent. Der Führungswechsel wurde Berichten zufolge auch von Nvidia-CEO Jensen Huang bestätigt, der in einem Podcast erklärte, dass Nvidia inzwischen der größte Kunde von TSMC sei.

Über viele Jahre hinweg galt Apple als Ankerkunden der Halbleiterindustrie. Das Unternehmen ist bei der Fertigung seiner selbst entwickelten A-Serie-Prozessoren für iPhone und iPad sowie der M-Serie-Chips für Mac und iPad vollständig auf TSMC angewiesen. Diese enge Partnerschaft verschaffte Apple frühzeitig Zugang zu den jeweils modernsten Fertigungsprozessen und half TSMC zugleich, die enormen Investitionen zu rechtfertigen, die für jede neue Prozessgeneration erforderlich sind. Der aktuelle Wandel spiegelt vor allem die explosionsartig gestiegene Nachfrage nach KI-Beschleunigern wider. Nvidias Grafikprozessoren werden in großem Umfang in Rechenzentren von Cloud-Anbietern eingesetzt, um Trainings- und Inferenzaufgaben für große KI-Modelle zu bewältigen. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass KI-Chips inzwischen einen deutlich größeren Anteil an den Erlösen moderner Chipfertiger ausmachen als klassische Consumer-Prozessoren.

Ein entscheidender Unterschied liegt in der Art der produzierten Chips. KI-Beschleuniger sind erheblich größer und komplexer als Apples System-on-a-Chip-Designs und verursachen deutlich höhere Fertigungskosten pro Einheit. Sie nutzen modernste Strukturbreiten, aufwendige Packaging-Technologien und teurere Wafer, was für TSMC höhere Erlöse pro Chip bedeutet. Apple hingegen fertigt zwar wesentlich größere Stückzahlen, setzt jedoch auf kompaktere, auf Energieeffizienz optimierte Designs für Endgeräte, die im Vergleich geringere Margen pro Einheit erzielen. Für Apple bedeutet diese Verschiebung nicht, dass die Bedeutung des Unternehmens für TSMC grundsätzlich schwindet. Der Konzern bleibt einer der wichtigsten Kunden der Auftragsfertigung. Allerdings ist Apple nicht mehr der dominante Treiber für Kapazitätserweiterungen und Investitionsentscheidungen. Diese Rolle übernehmen zunehmend KI-Unternehmen wie Nvidia, deren Nachfrage inzwischen maßgeblich bestimmt, wie schnell und in welchem Umfang neue führende Fertigungstechnologien entwickelt und ausgebaut werden.

Apple Akquisition: Historische Übernahme hinter Beats

Apple hat gegenüber Reuters bestätigt, das israelische KI-Startup Q.ai übernommen zu haben. Nach Angaben der Financial Times belief sich der Kaufpreis auf rund zwei Milliarden US-Dollar. Damit handelt es sich um die zweitgrößte Akquisition in der Unternehmensgeschichte von Apple, übertroffen nur vom Erwerb der Kopfhörer- und Audiomarke Beats für rund drei Milliarden US-Dollar im Jahr 2014. Q.ai hat sich auf KI-gestützte Audiotechnologie spezialisiert und nach eigenen Angaben Verfahren entwickelt, mit denen sich Gesichtsausdrücke und feinste Muskelbewegungen analysieren lassen, um sogenannte „stille Sprache“ zu interpretieren. Aus Patentanmeldungen des Unternehmens geht hervor, dass die Technologie darauf ausgelegt ist, minimale Hautbewegungen im Gesicht auszuwerten und so Kommunikation ohne hörbares Sprechen zu ermöglichen. Gedacht ist der Einsatz unter anderem in Kopfhörern oder Brillen, was perspektivisch nonverbale Interaktionen mit digitalen Assistenten wie Siri ermöglichen könnte.

Angeführt wird Q.ai von Aviad Maizels, der bereits zuvor ein weiteres israelisches Startup gegründet hatte: PrimeSense. Apple übernahm PrimeSense im Jahr 2013 und nutzte dessen Technologie später als Grundlage für die Entwicklung von Face ID, das 2017 mit dem iPhone X eingeführt wurde. Mit der aktuellen Übernahme kehrt Maizels damit erneut zu Apple zurück. Zum Gründerteam von Q.ai, das ebenfalls zu Apple wechseln wird, gehören außerdem Yonatan Wexler und Avi Barliya. In einer Stellungnahme bezeichnete Apples Chip-Chef Johny Srouji Q.ai als ein „bemerkenswertes Unternehmen“, das neue und kreative Ansätze bei der Nutzung von Bildverarbeitung und maschinellem Lernen verfolge. Apple freue sich sehr, das Team rund um Maizels zu integrieren, und blicke mit Spannung auf die nächsten Entwicklungsschritte.

Die Übernahme fällt in eine Phase, in der der Wettbewerb um KI-gestützte Hardware spürbar an Fahrt aufnimmt. Apples ehemaliger Designchef Jony Ive arbeitet derzeit gemeinsam mit OpenAI an einem neuen KI-Gerät, während andere Konzerne wie Meta bereits KI-basierte Wearables auf den Markt gebracht haben, darunter die Meta-Ray-Ban-Brille mit integrierten Displays. Vor diesem Hintergrund unterstreicht der Q.ai-Deal Apples Ambitionen, eigene KI-Technologien stärker in zukünftige Hardware- und Interface-Konzepte zu integrieren.

Chipmarkt 2026: Apple passt Planung wegen hoher RAM-Kosten an

Während einer Telefonkonferenz mit Aktienanalysten hat sich Tim Cook zu den zuletzt deutlich gestiegenen Preisen für Speicherchips in der Lieferkette geäußert. Demnach hätten die höheren Kosten für RAM- und SSD-Komponenten im vierten Quartal des Kalenderjahres 2025 lediglich einen „minimalen Einfluss“ auf die Bruttomarge von Apple gehabt. Für das laufende Quartal stellte Cook jedoch eine leichte Veränderung in Aussicht. Er rechne damit, dass die anhaltend steigenden Preise für Speicherbausteine künftig „etwas stärkere Auswirkungen“ auf die Bruttomarge haben könnten. Gleichzeitig betonte er, dass Apple die Entwicklung aufmerksam beobachte und sich der Situation in der Lieferkette bewusst sei.

Sollten die erhöhten Kosten dauerhaft anhalten, werde das Unternehmen nach Cooks Worten verschiedene Handlungsoptionen prüfen, um langfristig darauf zu reagieren. Konkrete Maßnahmen nannte er dabei nicht, machte jedoch deutlich, dass Apple vorbereitet sei, auf anhaltenden Kostendruck flexibel zu reagieren.

„Encrypt It Already“ Apple: Reaktionen, Kritik und Hintergründe

Die gemeinnützige Organisation Electronic Frontier Foundation hat eine neue Kampagne mit dem Titel „Encrypt It Already“ gestartet und richtet sich damit an große Technologieunternehmen wie Apple, Google und Meta. Ziel der Initiative ist es, die konsequente Einführung oder den weiteren Ausbau von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf digitalen Plattformen voranzutreiben und damit den Schutz privater Kommunikation zu stärken. Apple setzt in iCloud bereits heute für mehr als ein Dutzend Datenkategorien standardmäßig auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Darüber hinaus steht Nutzern mit erhöhtem Sicherheitsbedarf die optionale Funktion Advanced Data Protection zur Verfügung, mit der unter anderem iCloud-Backups, Notizen, Fotos und Sprachmemos vollständig Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden. Aus Sicht der EFF reicht dieser Ansatz jedoch nicht aus. Die Organisation fordert Apple auf, die Verschlüsselung noch konsequenter umzusetzen und auf weitere Bereiche auszudehnen.

Konkret verweist die EFF auf den Umgang mit RCS-Nachrichten. Apple und Google hatten angekündigt, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch für diesen Nachrichtenstandard zu unterstützen, ein verbindlicher Zeitplan wurde bislang jedoch nicht genannt. Apple hatte im vergangenen Jahr erklärt, verschlüsselte RCS-Kommunikation künftig in die Nachrichten-App auf iOS, iPadOS, macOS und watchOS zu integrieren. Hinweise darauf, dass die technische Grundlage dafür gelegt wird, zeigen sich seit der iOS-26.3-Beta, die offenbar Mobilfunkanbietern die notwendige Unterstützung ermöglicht. iMessage selbst nutzt bereits seit 2011 standardmäßig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Neben dem Thema Messaging spricht die EFF auch den Einsatz von künstlicher Intelligenz an. Apple und Google werden aufgefordert, feinere, app-spezifische Berechtigungen anzubieten, mit denen Nutzer KI-Dienste wie Apple Intelligence oder Google Gemini gezielt in einzelnen Apps deaktivieren können, statt diese nur systemweit zu steuern.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kampagne liegt auf der Kommunikation neuer Sicherheitsfunktionen. Die EFF betont, dass Transparenz entscheidend sei, um Vertrauen zu schaffen. Unternehmen sollten neue Verschlüsselungsfunktionen klar erklären, etwa durch Blogbeiträge mit verständlichen Zusammenfassungen, ergänzende technische Whitepaper sowie ausführliche Nutzerdokumentationen. Zudem empfiehlt die Organisation, bewährte Prinzipien der Datenminimierung konsequent einzuhalten. Abschließend ruft die EFF Nutzer dazu auf, selbst aktiv zu werden und Apple über das offizielle Feedback-Formular wissen zu lassen, dass eine weitergehende Unterstützung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als wichtig erachtet wird.

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Siri Chatbot: Das ist zu Apples Plänen in iOS 27 bekannt

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