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Huawei Mate XT 2 vorgestellt: Drei Faltsegmente, Europa-Start bleibt offen




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Das Huawei Mate XT 2 ist offiziell vorgestellt. Huawei hat sein neues dreifach faltbares Smartphone am 7. September 2026 in China präsentiert und nennt einen Einstiegspreis von 19.999 Yuan. Im Mittelpunkt stehen ein 10,2 Zoll großes flexibles Display, der neue Kirin 9050 Pro und eine besondere Displayvariante, die seitliche Einblicke erschweren soll. Einen Preis oder Veröffentlichungstermin für Deutschland und den übrigen europäischen Markt nennt Huawei bislang nicht.

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Huawei Mate XT 2 wächst von 6,5 auf 10,2 Zoll

Das Huawei Mate XT 2 verwendet ein durchgehendes flexibles Display, das entlang zweier Faltstellen in drei Segmente unterteilt ist. Zusammengefaltet steht ein 6,5-Zoll-Bildschirm mit 2.442 × 1.140 Pixeln zur Verfügung. Vollständig geöffnet erreicht die Anzeige 10,2 Zoll und 2.232 × 3.184 Pixel. Damit wechselt das Gerät zwischen einem gewöhnlichen Smartphoneformat und einer Arbeitsfläche, die eher an ein kleines Tablet erinnert.

Laut dem offiziellen technischen Datenblatt ist das Smartphone zusammengefaltet 12,3 Millimeter dick. Im geöffneten Zustand misst Huawei für die drei Gehäusebereiche 4,0, 3,69 und 3,5 Millimeter. Das Gewicht liegt bei rund 299 Gramm. Diese Angaben stammen aus Messungen des Herstellers und ersetzen keine unabhängige Prüfung des Seriengeräts.

Huawei hat auch das Scharnier und den Aufbau des flexiblen Displays überarbeitet. Das Unternehmen spricht von einem synchronisierten Mechanismus ohne klassische Zahnräder und einem mehrschichtigen Innendisplay mit UTG-Glas. Die genannten Verbesserungen bei Fall- und Stoßfestigkeit beruhen jedoch auf internen Vergleichstests. Belastbare Langzeiterfahrungen mit dem neuen Aufbau liegen noch nicht vor.

Die Schutzklassen IP58 und IP59 bedeuten außerdem nicht, dass das Gerät unter allen Bedingungen wasserdicht bleibt. Huawei weist selbst darauf hin, dass die Schutzwirkung durch normalen Verschleiß nachlassen kann und Schäden durch eingedrungene Flüssigkeit nicht von der Garantie abgedeckt werden.

Eine Displayvariante erschwert seitliche Einblicke

Eine Besonderheit des Huawei Mate XT 2 ist die sogenannte Lingdun-Variante mit integriertem Sichtschutz. Dabei arbeitet das Innendisplay nach Angaben von Huawei mit getrennten Pixelstrukturen für einen breiten und einen eingeschränkten Blickwinkel. Wird der Schutzmodus aktiviert, soll der Bildschirminhalt von der Seite deutlich schlechter erkennbar sein, während die Ansicht von vorn erhalten bleibt.

Das ist kein gewöhnlicher aufgeklebter Sichtschutzfilter, sondern eine umschaltbare Funktion des Displays. Huawei schränkt die Wirkung im Datenblatt allerdings ein: Aus Richtung der Geräteunterseite mit dem USB-Anschluss besteht dieser Schutz nicht. Die Funktion soll sich außerdem nur für ausgewählte Apps aktivieren lassen und kann beim Betreten von Flughäfen oder Bahnhöfen einen Hinweis anzeigen.

Ob die Technik im Alltag zuverlässig arbeitet und wie stark sie Helligkeit, Blickwinkel oder Energieverbrauch beeinflusst, lässt sich aus der Produktseite nicht ableiten. Huawei beschreibt lediglich die vorgesehene Funktion; unabhängige Messungen gibt es zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht.

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Kirin 9050 Pro und HarmonyOS 7 bilden die technische Basis

Im Inneren arbeitet erstmals der Kirin 9050 Pro. Huawei veröffentlicht auf der Produktseite weder die vollständige Prozessorarchitektur noch direkt vergleichbare Leistungswerte. Aussagen zu Geschwindigkeits- oder Grafiksteigerungen sind deshalb zunächst als Herstellerangaben einzuordnen.

Alle Versionen besitzen 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die regulären Modelle werden mit 256 Gigabyte, 512 Gigabyte oder einem Terabyte Speicher aufgeführt. Die Ausführung mit Sichtschutzdisplay ist mit einem Terabyte vorgesehen; ein zusätzliches Paket mit Eingabestift bietet zwei Terabyte. Eine Speicherkarte wird nicht unterstützt.

Die Kameraeinheit kombiniert laut Huawei eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln und variabler Blende, eine 40-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und eine Periskopkamera mit 50 Megapixeln sowie ungefähr 3,5-facher optischer Vergrößerung. Der Akku besitzt nach dem offiziellen Datenblatt eine typische Kapazität von 5.600 Milliamperestunden. Kabelgebunden sind bis zu 66 Watt, kabellos bis zu 50 Watt vorgesehen.

Als Betriebssystem kommt HarmonyOS 7 zum Einsatz. Die Oberfläche unterstützt mehrere parallel geöffnete Fenster und soll die große Anzeige unter anderem für Dokumente, Übersetzungen und geteilte App-Ansichten nutzen. Einige aufgeführte Funktionen werden allerdings erst durch spätere Systemupdates freigeschaltet.

Satellitentelefonie und Beidou-Nachrichten gehören ebenfalls zur chinesischen Ausstattung. Huawei kennzeichnet die Beidou-Funktion ausdrücklich als auf das chinesische Festland beschränkt. Aus dem Datenblatt lässt sich daher nicht ableiten, dass diese Kommunikationsmöglichkeiten bei einem möglichen späteren Europa-Modell unverändert verfügbar wären.

China-Preis bestätigt, deutscher Marktstart nicht

Die chinesische Produktseite des Huawei Mate XT 2 nennt 19.999 Yuan als Einstiegspreis und führt zu Huaweis chinesischem Onlineshop. Einen deutschen Europreis, eine europäische Modellvariante oder einen Termin für einen Verkauf in der EU enthält die offizielle Vorstellung nicht.

Bei zeitlichen Angaben ist zusätzliche Vorsicht nötig. Zwei frühe englischsprachige Launchberichte widersprechen sich: The Next Web nennt den 10. September als chinesischen Verkaufsstart, während Gizmochina vom 13. September spricht. Da die erreichbaren offiziellen Huawei-Seiten keinen eindeutigen Verkaufstermin ausweisen, sollte derzeit keiner dieser beiden Termine als abschließend bestätigt gelten.

Für Leser in Deutschland ist das Huawei Mate XT 2 damit vorerst vor allem eine technische Produktvorstellung, kein angekündigter Marktstart. Das Gerät zeigt, wie weit Huawei die Kombination aus Smartphone und faltbarem Tablet inzwischen entwickelt hat. Ob daraus ein regulär erhältliches Europa-Modell wird, bleibt offen.

Die Entwicklung ist auch deshalb interessant, weil mehrere Hersteller neue Displayformate erproben, während Apples erstes faltbares iPhone weiterhin nur Gegenstand von Berichten und Erwartungen ist. Welche Wirkung Apples möglicher Einstieg auf diesen Markt haben könnte, hat GadgetChecks bereits in der Einordnung „iPhone Fold beflügelt den Faltmarkt“ untersucht. Beim Huawei Mate XT 2 sind Gerät und technische Daten nun offiziell – seine Bedeutung für europäische Käufer dagegen noch nicht.

Stand der Recherche: 7. September 2026, 15:17 Uhr MESZ.

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