Apple Daily: Apple Produkte 2026 – 20 neue Geräte und fünf Apps zeigen den nächsten Schub
Apple Produkte 2026 werden offenbar weit mehr als die üblichen jährlichen Aktualisierungen bei iPhone, Apple Watch und Mac. Für den Rest des Jahres und das darauffolgende Jahr zeichnet sich eine der breitesten Produktwellen seit Jahren ab. Neue iPhones, ein faltbares iPhone Ultra, ein MacBook Ultra mit OLED-Display, neue Home-Geräte, AirPods mit Kameras, Smart Glasses und mehrere neue Apps zeigen, dass Apple sein Ökosystem nicht nur erweitert, sondern neu ordnet.
Im Zentrum dieser Entwicklung steht Siri AI. Nach Jahren der Kritik an Apples Sprachassistentin soll Siri nicht länger nur einfache Befehle ausführen, sondern Dokumente auswerten, im Web recherchieren, Aufgaben in Apps übernehmen, Texte im persönlichen Stil schreiben und Gespräche geräteübergreifend über iCloud synchronisieren. Dass Apple parallel neue Hardware vorbereitet, ist deshalb kein Zufall. Viele der kommenden Produkte wirken so, als seien sie direkt um die neue Siri-Generation, Apple Intelligence und leistungsfähigere Chips herum geplant.
Mark Gurman bei Bloomberg erwartet rund 20 neue Apple-Produkte bis Ende 2027. Dazu kommen fünf neue Apps, die Apple rund um die jüngsten Softwareankündigungen vorgestellt hat. Zusammen entsteht ein klares Bild: Apple baut nicht nur einzelne Geräte aus, sondern schafft eine neue Plattformgeneration aus KI, neuen Formfaktoren, stärkerer Heimvernetzung und professionelleren Arbeitsgeräten.
iPhone, Watch und iPad werden neu sortiert
Bei den iPhones steht Apple vor einer besonders großen Veränderung. Das iPhone 18 Pro soll mit einem A20-Pro-Chip erscheinen und mehrere sichtbare Neuerungen erhalten. Erwartet werden eine kleinere Dynamic Island, ein vereinfachter Camera-Control-Button, eine neue Farbe namens Dark Cherry, eine variable Blende für mindestens eine rückseitige Kamera sowie Apples C2-Modem. Dieses Modem soll unter anderem 5G-Web-Browsing über Satellit ermöglichen. Das iPhone 18 Pro Max soll weitgehend dieselben Funktionen erhalten, wobei noch offen ist, ob es etwas dicker wird.
Der größere Schritt dürfte jedoch das iPhone Ultra sein. Dabei handelt es sich um Apples erwartetes faltbares iPhone. Es soll ein 7,7 Zoll großes Innendisplay, ein 5,3 Zoll großes Außendisplay, zwei rückseitige Kameras, eine Frontkamera und Touch ID im Einschaltknopf statt Face ID erhalten. iOS 27 soll bereits auf dieses Gerät vorbereitet werden und Multitasking-Funktionen wie Side-by-Side-Apps ermöglichen. Damit würde Apple das iPhone erstmals stärker in Richtung eines kleinen iPads öffnen.
Auch das iPhone Air 2 ist Teil dieser neuen Ordnung. Es soll eine Ultraweitwinkelkamera, einen A20-Chip und eine längere Akkulaufzeit erhalten. Damit würde Apple das Air-Modell deutlich aufwerten. Das passt zu einer Strategie, in der Standard-, Air-, Pro- und Ultra-Modelle klarer voneinander getrennt werden. Apple könnte künftig nicht mehr nur nach Preisstufen unterscheiden, sondern nach Nutzungsszenarien: besonders dünn, besonders leistungsfähig, besonders flexibel oder besonders professionell.
Für 2027 stehen zudem die Modelle iPhone 20 Pro und iPhone 20 Pro Max im Raum. Sie sollen zum 20-jährigen iPhone-Jubiläum ein nahezu randloses Display und gebogenes Glas erhalten, das sich um die Seiten zieht. Sollte Apple diesen Schritt tatsächlich gehen, wäre das Jubiläums-iPhone nicht nur ein Design-Update, sondern ein Symbol für die nächste Geräteära.
Auch bei der Apple Watch deuten sich Änderungen an. Die Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 sollen mindestens einen schnelleren S11-Chip oder neuer erhalten. Diskutiert werden außerdem Designänderungen, Touch ID und zusätzliche Gesundheitssensoren, wobei einzelne Details noch umstritten sind. Bei der Ultra-Linie könnten weitere Satellitenfunktionen dazukommen, etwa Apple Maps über Satellit oder das Senden und Empfangen von Fotos über Nachrichten per Satellitenverbindung. Apple würde die Ultra damit noch stärker als Gerät für Outdoor, Notfälle und Unabhängigkeit vom Mobilfunknetz positionieren.
Beim iPad geht es vor allem um zwei Modelle. Das iPad 12 soll vom A16-Chip auf einen A18- oder A19-Chip wechseln und dadurch Apple Intelligence unterstützen. Das iPad mini soll deutlich stärker aufgewertet werden: Erwartet werden ein A19-Pro- oder A20-Pro-Chip, ein OLED-Display, ein vibrationsbasiertes Lautsprechersystem und ein wasserresistenteres Design. Gerade das iPad mini könnte damit aus der Rolle des kleinen Nebenmodells herauswachsen und zu einem kompakten Premiumgerät werden.
Mit dem M6 beginnt die nächste Mac-Stufe
Bei den Macs rückt vor allem die M6-Generation in den Mittelpunkt. Mark Gurman hatte bereits angedeutet, dass der M6 früher erscheinen könnte, als viele erwartet hatten. Besonders im Fokus steht ein neues MacBook Ultra, das offenbar aus der erwarteten MacBook-Pro-Neugestaltung hervorgeht. Das Gerät soll ein OLED-Display, einen Touchscreen, eine Dynamic Island, ein dünneres Gehäuse und Chips aus der M6-Familie erhalten. Wahrscheinlich sind Varianten mit M6 Pro und M6 Max.
Sollte Apple den Namen MacBook Ultra tatsächlich verwenden, wäre das mehr als ein Marketingwechsel. Apple würde damit eine neue Premiumklasse oberhalb oder neben dem klassischen MacBook Pro schaffen. Ein solches Gerät würde gut zu macOS 27 passen, das für dieses Modell eine berührungsfreundlichere Oberfläche erhalten soll. Damit würde Apple erstmals ernsthaft an der bisherigen Trennung zwischen Mac und Touch-Bedienung rütteln.
Mehrere Mac-Modelle haben bislang noch kein M5-Update erhalten. Dazu zählen iMac, Mac mini und Mac Studio. Genau diese Geräte gelten deshalb als mögliche Kandidaten für einen direkten Sprung auf die M6-Generation oder für eine eng getaktete Aktualisierung rund um den M6-Start.
Der Mac Studio soll laut aktueller Roadmap von M4 Max und M3 Ultra auf M5 Max und M5 Ultra wechseln. Der Mac mini soll M5 und M5 Pro erhalten, während der iMac vom M4-Chip auf M5 umsteigen und neue Farboptionen bekommen könnte. Sollte Apple beim MacBook Ultra tatsächlich bereits M6 Pro und M6 Max einführen, entsteht eine interessante Spannung im Mac-Portfolio: Einige Geräte würden noch auf M5 wechseln, während die neue Premiumklasse bereits die nächste Chipgeneration startet.
Strategisch ergibt das Sinn. Apple könnte den M6 zuerst dort einsetzen, wo hohe Preise, neue Formfaktoren und professionelle Zielgruppen den Wechsel rechtfertigen. Ein MacBook Ultra mit OLED, Touchscreen und Dynamic Island wäre das ideale Schaufenster für eine neue Chipgeneration. Gleichzeitig blieben Mac mini, iMac und Mac Studio als breiteres Desktop-Angebot erhalten.
Home, AirPods und Smart Glasses erweitern Siri AI
Die nächste Apple-Welle betrifft nicht nur klassische Computer und Smartphones. Besonders auffällig ist der Ausbau im Home- und Zubehörbereich. Apple TV soll einen A17-Pro-Chip erhalten und damit die neue, persönlichere Siri unterstützen. Hinzu kommt Apples N1-Chip mit Wi-Fi 7. Schon länger wird außerdem über eine integrierte FaceTime-Kamera für ein künftiges Apple TV spekuliert, auch wenn noch offen ist, ob diese bereits im nächsten Modell erscheint.
Der HomePod mini soll ebenfalls deutlich moderner werden. Erwartet werden ein S9-Chip oder neuer, Unterstützung für die neue Siri, N1 mit Wi-Fi 7, besserer Klang, ein Ultra-Wideband-Chip der zweiten Generation und möglicherweise neue Farben wie Rot. Ein neuer großer HomePod ist ebenfalls geplant und soll die überarbeitete Siri unterstützen.
Noch wichtiger ist der neue Home Hub. Das Gerät soll ein 6 bis 7 Zoll großes quadratisches Display, einen A18-Chip für Apple Intelligence, FaceTime und eine tiefe Siri-Integration bieten. Es kann offenbar auf einem Tisch stehen oder an der Wand montiert werden. Damit würde Apple endlich ein eigenes Zentrum für das Smart Home schaffen – ein Produkt, das seit Jahren erwartet wird und nun durch Siri AI deutlich mehr Sinn ergibt.
Auch AirPods sollen sich weiterentwickeln. Unter dem möglichen Namen AirPods Ultra werden AirPods mit Kameras erwartet, die Siri AI und Visual Intelligence unterstützen. Diese Kameras wären nicht primär zum Fotografieren gedacht, sondern könnten die Umgebung erkennen und Siri zusätzliche Kontextinformationen liefern. Damit würden AirPods von Audiogeräten zu Sensoren für Apples KI-System.
Noch weiter geht der Blick auf Apple Glasses. Apple soll an smarten Brillen mit ovalen Kameras, eigenen Rahmendesigns und weiterer Sensorik arbeiten. Ein solches Produkt wäre der logischste Schritt, wenn Apple Siri, Visual Intelligence, AirPods-Kameras und ein stärkeres Home-Ökosystem zusammenführt. Die Brille könnte das werden, was das iPhone heute nur teilweise leisten kann: ein permanenter visueller Zugang zur Umgebung.
Fünf neue Apps zeigen Apples Software-Strategie
Während die Hardware-Roadmap breit ist, zeigen die neuen Apps, welche Softwarebasis Apple dafür vorbereitet. Die wichtigste Neuerung ist die eigenständige Siri-AI-App. Siri wird damit erstmals nicht nur als Systemfunktion, sondern als eigene Anwendung sichtbar. Nutzer können mit Siri tippen oder sprechen wie in einem Chatverlauf. Die App synchronisiert Gespräche über iCloud und ist für iOS 27, iPadOS 27, macOS Golden Gate, watchOS 27 und visionOS 27 vorgesehen. Die Betriebssysteme befinden sich bereits in der Entwicklerbeta, der Zugang zu Siri AI läuft jedoch über eine Warteliste. In der EU startet Siri AI zunächst nicht, Apple arbeitet aber nach eigenen Angaben an einem Weg zur Einführung.
Die Funktionen zeigen, wie groß der Umbau ist. Siri kann im Web suchen, allgemeines Wissen abrufen, Dokumente bewerten, mathematische Aufgaben lösen und Aktionen in Apps ausführen. Dazu gehören detaillierte Routen mit mehreren Stopps in Karten, das Bearbeiten und Teilen von Fotos oder das Schreiben von E-Mails im persönlichen Stil des Nutzers. Damit wird Siri stärker zu einer Arbeitsoberfläche statt nur zu einem Sprachassistenten.
Die zweite App ist die Rückkehr der Apple-TV-Remote-App. Apple hatte früher eine eigene Remote-App im App Store, entfernte sie aber 2020. Mit iOS 27 und iPadOS 27 kommt sie als echtes Home-Screen-Symbol zurück. Nutzer können sie über die Suche finden, gedrückt halten und auf den Startbildschirm ziehen. Sie bleibt außerdem über die App-Mediathek erreichbar. Das klingt klein, ist aber ein Zeichen dafür, dass Apple TV wieder stärker als aktiver Teil des Ökosystems behandelt wird.
Auf der Apple Watch wird „Wo ist?“ neu organisiert. Statt getrennter Apps für Geräte, Personen und Objekte gibt es künftig eine einzige, kartenbasierte App. Sie bietet schnellen Zugriff auf Wegbeschreibungen, die Suche nach Objekten in der Nähe und Precision Finding für ein gekoppeltes iPhone, AirPods Pro 3 oder AirTag 2. Dazu kommen flexiblere Freigabeoptionen für Standort und Objekt-Tracking.
Für Entwickler und Unternehmen ist Pass Designer von Apple Developer wichtig. Die neue Mac-App dient zum Erstellen und Vorschauen von Apple-Wallet-Pässen. Sie unterstützt Apple-Vorlagen und eigene Designs, erlaubt Logos, Hintergründe und Streifenbilder und zeigt in Echtzeit, wie ein Pass später auf iPhone und Apple Watch aussieht. Bei fehlenden Pflichtwerten warnt die App während der Bearbeitung. Für Bordkarten und Tickets unterstützt Pass Designer sogenannte semantische Tags, also strukturierte Daten zu Ereignisdaten, Orten oder Fluginformationen. Diese Informationen können Siri-Vorschläge, Kalenderintegration und Wegbeschreibungen in Karten auslösen. Die Beta setzt macOS 27 voraus und steht registrierten Apple-Entwicklern zur Verfügung.
Die fünfte App kommt von Apples Tochter Claris. Claris FileMaker Go 2026 ist seit dem 10. Juni verfügbar. FileMaker ist eine Low-Code-Plattform, mit der Nutzer eigene Apps für Datenverwaltung, Organisation und Automatisierung bauen können. Die neue Version unterstützt iOS und iPadOS 26 und erweitert die KI-Modelle um Google Gemini. Bereits unterstützt werden Anthropic, OpenAI und Cohere. Die Version 2026 konzentriert sich auf Entwicklerproduktivität, belastbarere Infrastruktur und eine KI-fähige Architektur.
Warum diese Produktwelle mehr ist als ein normaler Update-Zyklus
Die kommenden Apple Produkte 2026 und 2027 wirken auf den ersten Blick wie eine lange Liste erwartbarer Aktualisierungen. Doch bei genauerem Blick entsteht ein anderes Bild. Apple bereitet nicht einfach nur neue iPhones, Macs und Watches vor. Das Unternehmen baut eine neue Struktur, in der Siri AI, Apple Intelligence, neue Chips, Smart-Home-Geräte und neue Formfaktoren enger zusammenarbeiten.
Das faltbare iPhone Ultra benötigt iOS-Funktionen, die stärker an iPad-Multitasking erinnern. Das MacBook Ultra benötigt macOS-Anpassungen für Touch und eine neue Displaygeneration. AirPods Ultra und Apple Glasses ergeben nur dann Sinn, wenn Siri die Umgebung verstehen kann. Der Home Hub wird erst durch eine persönlichere Siri zu mehr als einem simplen Smart-Home-Display. Und die neuen Apps zeigen, dass Apple die Software nicht nur ergänzt, sondern neue Einstiegspunkte in das Ökosystem schafft.
Besonders wichtig ist die Rolle des M6. Wenn Apple tatsächlich im Herbst mit einer neuen Chipgeneration startet, könnte das den Mac stärker von den üblichen Jahreszyklen lösen. Ein MacBook Ultra mit M6, OLED und Touchscreen wäre nicht nur ein neues Notebook, sondern ein Signal, dass Apple die Mac-Plattform in Richtung einer flexibleren, stärker KI-orientierten Arbeitsmaschine entwickelt.
Auch das iPad mini und das iPad 12 passen in diese Strategie. Beide Geräte sollen durch modernere Chips Apple Intelligence besser unterstützen. Das iPad mini könnte mit OLED, wasserresistenterem Design und stärkerem Chip zu einem deutlich hochwertigeren mobilen Begleiter werden. Das Einsteiger-iPad würde mit A18 oder A19 endlich in die KI-Ära aufrücken.
Für Nutzer bedeutet das: Die nächsten Jahre könnten mehr Kaufentscheidungen erfordern als üblich. Wer ein Gerät vor allem wegen Apple Intelligence, Siri AI oder neuen Multitasking-Funktionen kaufen möchte, sollte genauer auf Chip, Arbeitsspeicher und Geräteklasse achten. Apple trennt seine Produktlinien stärker nach Fähigkeiten. Nicht jedes neue Gerät wird dieselbe KI-Leistung bieten, und nicht jede Funktion wird auf älteren Modellen verfügbar sein.
Gleichzeitig wächst die Bedeutung des gesamten Ökosystems. Apple TV, HomePod, Home Hub, AirPods und Smart Glasses werden zu Teilen einer größeren Strategie, in der Siri AI auf mehr Sensoren, mehr Displays und mehr persönliche Daten zugreifen kann. Damit verschiebt Apple den Fokus von einzelnen Geräten hin zu einer Umgebung, die im Idealfall überall verfügbar ist: am Handgelenk, im Wohnzimmer, auf dem Schreibtisch, im Ohr und später vielleicht vor den Augen.
Genau deshalb ist diese Roadmap so wichtig. Sie zeigt nicht nur, welche Produkte Apple als Nächstes plant. Sie zeigt, wie Apple die nächsten Jahre definieren will: mit mehr KI, neuen Geräteklassen, stärkerer Heimvernetzung, professionelleren Macs und einer Siri, die endlich eine zentrale Rolle im gesamten System übernehmen soll.
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Bildquelle: Titelbild OpenAi / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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