DAILY
iPhone 18 Pro startet – und Apples Speicherkrise wird 2027 noch teurer
Das iPhone 18 Pro ist ab heute kein Produkt mehr, das nur auf Apples Präsentationsfolien, in Vorbestellstatistiken und ersten Tests existiert. In Australien und Neuseeland hat der 18. September wegen der Zeitzonen zuerst begonnen, anschließend öffnet sich das Verkaufsfenster über Asien und Europa bis nach Nordamerika. Apple selbst bestätigt den weltweiten Verkaufsstart des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max gemeinsam mit Apple Watch Series 12, Apple Watch Ultra 4 und AirPods 5. Im offiziellen Apple Newsroom zeigt das Unternehmen bereits die ersten Stores und Kunden, die die neue Generation in Empfang nehmen.
Der Start besitzt diesmal allerdings einen ungewöhnlichen wirtschaftlichen Schatten. Während Käufer ihre Geräte auspacken, beschäftigen sich Apples Einkaufsabteilungen längst mit einem Problem, das weit in das kommende Jahr hineinreicht. Nach einer exklusiven Recherche der chinesischen Wirtschaftszeitung Jiemian News soll Apple Samsungs Speicherpreise für das erste Quartal 2027 akzeptiert haben. DRAM soll sich demnach einem Preis von 2 US-Dollar pro Gigabit nähern, NAND-Flash etwa 0,33 Dollar pro Gigabit. Gegenüber den von Samsung für das dritte Quartal 2026 genannten Preisen entspräche das einem weiteren Anstieg von ungefähr 30 bis 40 Prozent. Apple hat die berichtete Vereinbarung nicht bestätigt und auf die Anfrage der Publikation bis zur Veröffentlichung nicht reagiert.
Damit verschiebt sich die Geschichte der Speicherknappheit noch einmal. In unserer früheren Apple-Daily-Analyse zu den deutlich gestiegenen Bauteilkosten des iPhone 18 Pro war bereits sichtbar, dass RAM und Flash-Speicher nicht mehr nur zwei gewöhnliche Positionen auf Apples Materialrechnung sind. TrendForce schätzte damals die Bill of Materials der 256-GB-Version gegenüber der vorherigen Pro-Generation um rund 38 Prozent höher und bezifferte den Speicheranteil an den wesentlichen Bauteilkosten auf ungefähr 34 Prozent. Die Grundlagen hinter diesem Anstieg müssen deshalb nicht noch einmal vollständig erklärt werden. Neu ist, dass der nächste Preisschritt offenbar bereits verhandelt wird und ausgerechnet Anfang 2027 greifen könnte – in einer Phase, in der Apple weitere Produkte für einen zunehmend aufgeteilten Hardwarekalender vorbereitet.
Auch der Verkaufsstart selbst läuft nicht völlig geräuschlos. Die ersten iPhone-18-Pro-Geräte wurden offenbar mit älteren iOS-27-Builds produziert. Die technische Firmware-Datenbank The Apple Wiki führt für das iPhone 18 Pro und Pro Max die vorinstallierten Builds 24A427 beziehungsweise 24A8428 auf. Apple hat die öffentliche Version von iOS 27 dagegen am 14. September als Build 24A437 freigegeben, wie das Apple-Developer-Portal dokumentiert. Für frühe Käufer bedeutet das, dass während oder unmittelbar nach der Einrichtung bereits ein Update anstehen kann. Es ist kein außergewöhnlicher Fehler, sondern eine Folge davon, dass Millionen Geräte Wochen vor dem eigentlichen Verkaufsstart produziert, verpackt und weltweit verteilt werden.
Über all dem steht außerdem ein Führungswechsel, der diesem Launch zusätzliche Bedeutung gibt. John Ternus ist erst seit dem 1. September Apples CEO. Einen Tag vor dem Verkaufsstart schrieb er auf seinem öffentlichen X-Profil lediglich „So excited for tomorrow“. Apples eigene Bilder vom Verkaufsstart zeigen nun, dass Ternus gemeinsam mit Deirdre O’Brien und Greg Joswiak tatsächlich im Apple Fifth Avenue in New York Kunden begrüßte. Aus einem knappen Social-Media-Beitrag muss deshalb kein geheimnisvoller Produktteaser konstruiert werden. Interessanter ist, dass Apples neuer, aus der Hardwareentwicklung stammender CEO seinen ersten großen iPhone-Verkaufsstart ausgerechnet in einer Phase begleitet, in der technische Ambitionen und Komponentenökonomie so eng miteinander verbunden sind wie selten zuvor.
Die bisherigen Ausgaben im Apple-Daily-Archiv haben diese Entwicklung über Monate aus verschiedenen Richtungen begleitet. Der heutige Verkaufsstart bringt sie an einem konkreten Punkt zusammen: Das teuer gewordene Pro-iPhone steht im Laden, die neueste Software muss auf einigen Geräten bereits nachgeladen werden – und Apple soll für 2027 noch höhere Preise für jene Speicherbausteine akzeptiert haben, die für lokale KI, lange Produktlebenszyklen und immer größere Speichervarianten gleichzeitig wichtiger werden.
Das iPhone 18 Pro startet – aber die Produktion stammt aus einer früheren Softwarephase
Dass Australien und Neuseeland bei einem iPhone-Start zuerst erscheinen, ist keine Besonderheit der neuen Generation. Die internationale Datumsgrenze sorgt dafür, dass dort der Freitag beginnt, während Europa und Nordamerika noch im Donnerstag liegen. Apple hatte für Australien die Vorbestellung am 12. September um 22 Uhr AEST geöffnet und für Neuseeland wegen der dortigen Zeitzone den 13. September um Mitternacht genannt. Die australische Apple-Mitteilungbestätigt zugleich den 18. September als Verkaufsstart für iPhone 18 Pro, Apple Watch und AirPods 5.
Aus einer angekündigten Verfügbarkeit wird damit nun reale Hardware im Alltag. Genau dieser Moment ist journalistisch interessanter als eine weitere Wiederholung der bekannten technischen Daten. Apple hat die variable Blende, den A20 Pro, die neue Kühlung und die größeren Akkus bereits vorgestellt; GadgetChecks hat die zusätzlichen Details zu Akkukapazitäten, Kühlung und 12 GB Arbeitsspeicher ebenfalls eingeordnet. Ab jetzt lässt sich dagegen beobachten, wie sich diese Entscheidungen auf Seriengeräten verhalten, die nicht mehr unter den kontrollierten Bedingungen einer Präsentation oder eines kurzen Hands-ons benutzt werden.
Ein kleines Detail erinnert schon beim Auspacken daran, wie früh diese Serienproduktion beginnen muss. Die Firmware-Datenbank The Apple Wiki führt für die ersten iPhone-18-Pro-Modelle die Builds 24A427 und 24A8428 als vorinstallierte Fassungen von iOS 27. Die öffentlich freigegebene Version trägt dagegen die Nummer 24A437. Apples Entwicklerseite bestätigt exakt diesen Build als finale Veröffentlichung vom 14. September.
Die Nummern wirken auf den ersten Blick wie technisches Kleingedrucktes. Tatsächlich erzählen sie etwas über Apples Produktionsprozess. Ein Smartphone, das am 18. September in Köln, Sydney oder New York verkauft wird, hat nicht am 17. September seine Software erhalten und anschließend über Nacht den Weg vom Werk in das Geschäft zurückgelegt. Geräte werden lange vorher gefertigt. Irgendwann muss Apple einen Softwarestand festlegen, der stabil genug ist, um während der Produktion aufgespielt zu werden. Danach laufen Qualitätskontrolle, Verpackung, Transport, regionale Verteilung und Lagerung weiter, während die Softwareteams in Cupertino noch Fehler korrigieren können.
Ein späterer öffentlicher Build ist deshalb normal. Dass auf der Verpackung dennoch schlicht „iOS 27“ steht, widerspricht dem nicht. Die Versionsbezeichnung beschreibt eine Produktgeneration, die Build-Nummer dagegen einen wesentlich konkreteren Softwarestand innerhalb dieser Generation. Zwei Geräte können somit beide iOS 27 verwenden und trotzdem unterschiedliche Zusammenstellungen desselben Systems installiert haben.
Für Käufer besitzt der Unterschied vor allem eine praktische Bedeutung. Wer sein neues iPhone übernimmt und unmittelbar Daten vom alten Gerät migrieren möchte, sollte für die Einrichtung etwas zusätzliche Zeit einplanen. Ein notwendiger Download, die Vorbereitung des Updates, ein Neustart und anschließend die Datenübertragung können aus einem vermeintlich kurzen Einrichtungsprozess eine längere Sitzung machen. Das ist ärgerlich, wenn man mit einem vollständig einsatzbereiten Gerät aus dem Laden gehen möchte, aber kein Hinweis darauf, dass Apple unfertige Hardware verkaufen würde.
Ähnliches gilt für die neuen Apple Watches. Apples öffentlich freigegebene Version von watchOS 27 trägt laut Apple Developer die Build-Nummer 24R364. Auch dort können früh produzierte Geräte einen älteren Werksstand besitzen. Die Ursache ist dieselbe: Hardwareproduktion und Softwarefreigabe laufen nicht bis zur letzten Minute synchron.
Gerade beim iPhone 18 Pro ist dieses Detail passend, weil es die zeitliche Verschiebung sichtbar macht, die den ganzen heutigen Artikel durchzieht. Das Gerät, das heute verkauft wird, stammt aus Produktionsentscheidungen des Sommers. Die Software darauf entstand noch später. Die Speicherverträge, über die jetzt für Anfang 2027 berichtet wird, reichen dagegen bereits in die nächste Generation hinein. Apples Hardwaregeschäft läuft nicht in einzelnen Septemberwochen, sondern als überlappende Kette aus Entwicklung, Einkauf, Fertigung, Software und Marktstart.
John Ternus erlebt seinen ersten iPhone-Verkaufsstart als Apple-CEO
Auch personell beginnt mit dem iPhone 18 Pro eine neue Phase. Apple hatte im April angekündigt, dass John Ternus zum 1. September 2026 die CEO-Position übernimmt und Tim Cook in die Rolle des Executive Chairman wechselt. Die offizielle Mitteilung zum Führungswechsel beschreibt Ternus als langjährigen Hardwaremanager, der 2001 zu Apple kam, seit 2013 Führungsverantwortung im Hardware Engineering trug und seit 2021 Teil des Executive Teams war.
Das ist für die aktuelle Lage mehr als eine biografische Fußnote. Ternus übernimmt Apple zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere strategische Fragen des Unternehmens ungewöhnlich physisch geworden sind. Wie groß können Akkus werden, ohne das Gehäuse zu stark zu verändern? Wie viel Kühlfläche benötigt ein Zwei-Nanometer-Chip unter dauerhafter Last? Wie viel Arbeitsspeicher brauchen lokale KI-Modelle in zwei oder drei Jahren? Welche Speicherbestückung lässt sich bei steigenden NAND-Preisen noch wirtschaftlich anbieten? Und wie viele Millionen Einheiten kann Apple bauen, wenn dieselben Halbleiterhersteller gleichzeitig von KI-Rechenzentren mit langfristigen Großaufträgen umworben werden?
Diese Fragen werden natürlich nicht vom CEO persönlich auf Komponentenebene entschieden. Sie prägen aber den Handlungsspielraum des gesamten Unternehmens. Ternus‘ Herkunft aus der Hardwareentwicklung könnte deshalb die Wahrnehmung seiner ersten Jahre an der Spitze stärker beeinflussen als bei einem gewöhnlichen Führungswechsel.
Am Vorabend des Verkaufsstarts beschränkte er sich öffentlich auf einen sehr kurzen Hinweis. „So excited for tomorrow“, schrieb Ternus. Die Formulierung ließ im Internet schnell Raum für Spekulationen, obwohl der naheliegendste Zusammenhang bereits im Kalender stand: Am nächsten Tag begann der Verkauf des wichtigsten neuen iPhones.
Apples eigene Dokumentation vom 18. September beseitigt einen großen Teil dieses Rätsels. Ternus war zusammen mit Deirdre O’Brien und Greg Joswiak bei Apple Fifth Avenue. Der Store war für die neue Generation dekoriert, Mitarbeiter begrüßten Käufer und führten die Geräte vor. Ein überraschendes zusätzliches Produkt verbirgt sich darin bislang nicht.
Gerade diese Nüchternheit ist wichtig. Ein Social-Media-Beitrag eines CEO ist nicht automatisch ein Hinweis auf unangekündigte Hardware. Apple besitzt mit seinen Stores, dem Newsroom und den Führungskräften ein fein abgestimmtes Marketingnetzwerk. Der Satz funktioniert auch dann, wenn er genau das meint, was er sagt: Der neue CEO freut sich auf seinen ersten weltweiten iPhone-Verkaufsstart.
Strategisch interessanter ist das Bild im Hintergrund. Das iPhone 18 Pro steht als sichtbares Ergebnis jahrelanger Entwicklung im Laden, während die nächste Kostenrunde bereits verhandelt wird. Für Ternus beginnt seine Amtszeit damit nicht bei einer leeren Produktplanung. Er übernimmt ein Unternehmen, dessen technische Entscheidungen für 2027 und teilweise darüber hinaus längst in Lieferverträgen, Fertigungskapazitäten und Produktfahrplänen verankert sind.
Apples Speicherkrise wird Anfang 2027 noch teurer
Der wichtigste neue Informationswert liegt deshalb nicht im Store, sondern in der Lieferkette.
Jiemian News berichtet unter Berufung auf eigene Quellen aus der Industrie, Apple habe Samsungs Angebot für Speicherchips im ersten Quartal 2027 akzeptiert. Für DRAM werden knapp 2 US-Dollar pro Gigabit genannt, für NAND-Flash ungefähr 0,33 Dollar. Die Publikation beziffert den Anstieg gegenüber Samsungs Preisen des dritten Quartals 2026 auf rund 30 bis 40 Prozent.
Zum Vergleich nennt der Bericht für das dritte Quartal ungefähr 1,4 Dollar pro Gigabit für LPDDR4X, rund 1,5 Dollar für LPDDR5X und etwa 0,26 Dollar für NAND. Tatsächliche Abschlüsse hätten teilweise ein bis zwei Prozent über diesen Angebotspreisen gelegen. Apple wurde von Jiemian um Stellungnahme gebeten, hatte sich bis zur Veröffentlichung aber nicht geäußert.
Dieser letzte Punkt ist entscheidend. Es handelt sich nicht um einen von Apple oder Samsung bestätigten Liefervertrag. Die Zahlen stammen aus einer Lieferkettenrecherche und müssen entsprechend behandelt werden. Sie sind dennoch bemerkenswert, weil sie zu einer Marktentwicklung passen, die von unabhängiger Seite seit Monaten dokumentiert wird.
TrendForce beschrieb bereits für das dritte Quartal 2026 einen sehr angespannten DRAM-Markt. Hersteller priorisieren Serveranwendungen und KI-Infrastruktur, wodurch weniger Kapazität für PCs und Smartphones verfügbar ist. Gleichzeitig stoßen Hersteller von Consumer-Geräten immer stärker an die Grenze dessen, was sich über höhere Endkundenpreise weitergeben lässt. Für Mobile DRAM erwartete das Marktforschungsunternehmen im dritten Quartal zwar einen langsameren Preisanstieg als in den besonders heftigen Quartalen zuvor, sah aber keinen strukturellen Grund für eine deutliche Entspannung.
Für Apple ist das besonders unangenehm, weil sich die Bedeutung von Speicher innerhalb eines Smartphones verschoben hat. Eine frühere Generation konnte einen großen Teil des wahrgenommenen Fortschritts über Prozessor, Kamera, Display und neue Sensoren liefern, während DRAM und NAND wirtschaftlich relativ berechenbare Grundkomponenten blieben. 2026 funktioniert diese Kalkulation nicht mehr.
TrendForce schätzte im August, dass der Speicheranteil an den wesentlichen Bauteilkosten eines iPhone 18 Pro mit 256 GB innerhalb eines Jahres von ungefähr zehn auf rund 34 Prozent gestiegen ist. Für das erste Halbjahr 2027 hält das Unternehmen sogar einen Anteil von mehr als 40 Prozent für möglich. Damit könnte Speicher zeitweise stärker auf die Materialrechnung drücken als Komponenten, die Nutzer deutlich bewusster wahrnehmen.
Das bedeutet nicht, dass 40 Prozent des Verkaufspreises eines iPhones für Speicher ausgegeben werden. Eine Bill of Materials bildet nur die wesentlichen Hardwarekomponenten ab. Entwicklung, Software, Logistik, Verpackung, Marketing, Garantierisiken, Personal, Stores, Rechenzentren und viele weitere Kosten fehlen. Trotzdem zeigt die Verschiebung, wie stark sich das Verhältnis innerhalb der Hardware verändert.
Noch vor wenigen Jahren wäre die Vorstellung ungewöhnlich gewesen, dass RAM und Flash-Speicher einen derart großen Anteil an der Materialrechnung eines Pro-iPhones einnehmen. Genau deshalb haben wir die technische Grundlage bereits ausführlich in der früheren Apple-Daily-Ausgabe behandelt. Der heutige neue Punkt ist nicht, dass Speicher teuer geworden ist. Er ist, dass Apple offenbar bereits die nächste, nochmals höhere Preisstufe akzeptieren muss.
DRAM und NAND entwickeln sich 2027 nicht zwingend gleich
Von einer pauschalen „Speicherkrise bis Ende 2027“ sollte trotzdem nicht gesprochen werden. Gerade hier lohnt sich die Trennung zwischen DRAM und NAND.
TrendForce erwartet für DRAM auch 2027 strukturell knappe Bedingungen. HBM für KI-Beschleuniger beansprucht viel Fertigungskapazität, Serverhersteller benötigen zusätzlich klassische DRAM-Produkte und neue Fabriken können nicht schnell genug anlaufen, um jede Nachfragewelle sofort auszugleichen. In einer Analyse des Speichermarkts 2027 geht TrendForce deshalb davon aus, dass DRAM knapp bleiben und die Preise weiter unter Aufwärtsdruck stehen können.
Für NAND fällt der Ausblick differenzierter aus. Im zweiten Halbjahr 2027 könnten neue Produktionskapazitäten auf schwächere Consumer-Nachfrage treffen. Das würde den Markt lockern und Preisdruck nach unten erzeugen. Ein gemeldeter hoher Preis für das erste Quartal bedeutet also nicht automatisch, dass NAND das gesamte Jahr über auf demselben Niveau bleibt.
Gerade für Apple ist dieser Unterschied wichtig. DRAM und NAND erfüllen völlig verschiedene Aufgaben. DRAM hält Daten kurzfristig für CPU, GPU und Neural Engine bereit und bestimmt mit, wie viele Prozesse und KI-Modelle gleichzeitig effizient arbeiten können. NAND speichert Betriebssystem, Apps, Fotos, Videos und lokale Daten dauerhaft. Ein iPhone kann deshalb nicht einfach teuren DRAM durch günstigeren NAND ersetzen oder umgekehrt.
Die wirtschaftliche Reaktion kann ebenfalls unterschiedlich ausfallen. Apple könnte bestimmte Speicherkapazitäten stärker im Preis staffeln, andere Komponenten günstiger einkaufen, Lieferantenanteile verschieben oder einen Teil der Kosten über niedrigere Marge auffangen. Was das Unternehmen tatsächlich tun wird, ist nicht bekannt.
Das iPhone 18 Pro zeigt bereits, wie begrenzt Apples Spielraum geworden ist
Der aktuelle Verkaufspreis bietet trotzdem einen ersten Anhaltspunkt dafür, wie Apple mit dieser Lage umgeht.
Das iPhone 18 Pro beginnt in Deutschland bei 1.449 Euro. Apple listet es mit 256 GB, 512 GB, 1 TB und 2 TB Speicher. Auf der deutschen Apple-Produktseite kostet das kleinere Pro mit 256 GB damit 150 Euro mehr als das iPhone 17 Pro bei dessen Vorstellung im Vorjahr. Apple hatte das iPhone 17 Pro 2025 ab 1.299 Euro angeboten.
Dieser Unterschied darf nicht vollständig dem Speicher zugeschrieben werden. Das iPhone 18 Pro erhält einen neuen Prozessor, neue Kameratechnik, Änderungen am Kühlsystem, höhere Speicherbandbreite und weitere Hardware. Hinzu kommen Wechselkurse, regionale Preisgestaltung und andere Beschaffungskosten. Aus einem gestiegenen Gerätepreis lässt sich deshalb nicht zurückrechnen, welchen Teil Apple direkt an Samsung oder einen anderen Speicherhersteller weiterreicht.
Trotzdem fällt die Preisentwicklung zeitlich mit der außergewöhnlichen Verteuerung der Komponenten zusammen. In den USA stieg das iPhone 18 Pro von 1.099 auf 1.199 Dollar. TrendForce argumentierte bereits vor der Vorstellung, dass Apple wegen der höheren Bill of Materials entweder Preise anheben oder einen größeren Teil der Kosten in der eigenen Bruttomarge auffangen müsse.
Das Unternehmen scheint beides miteinander zu kombinieren: Die Geräte werden teurer, aber der Preisanstieg fällt kleiner aus als die Zunahme einzelner Materialkosten vermuten lassen würde. Genau darin liegt eine der wichtigsten wirtschaftlichen Aufgaben für Apple. Eine Smartphone-Marke kann ihre Einkaufskosten nicht dauerhaft ignorieren, aber sie kann sie ebenso wenig beliebig an Kunden weiterreichen.
Ein iPhone für 1.449 Euro konkurriert schließlich nicht nur mit anderen High-End-Smartphones. Es konkurriert auch mit dem bereits vorhandenen iPhone des Kunden. Ein Besitzer eines iPhone 16 Pro oder 17 Pro kann die Anschaffung einfach verschieben, wenn der Mehrwert nicht groß genug erscheint. Je höher Apple die Einstiegspreise setzt, desto stärker wird der vorhandene Gerätebestand zum eigenen Wettbewerber.
Die lange Softwareunterstützung verstärkt diesen Effekt. Ein mehrere Jahre altes iPhone bleibt heute deutlich länger leistungsfähig und sicher nutzbar als frühere Smartphone-Generationen. Apple profitiert davon durch Kundenzufriedenheit und hohe Gebrauchtwerte, erschwert sich damit aber zugleich den jährlichen Austauschzyklus.
Die Speicherkrise trifft Apple deshalb an einer empfindlichen Stelle. Das Unternehmen müsste aus Kostensicht eigentlich stärker sparen oder Preise erhöhen. Aus Produktsicht sollte es gleichzeitig genügend RAM, lokalen Speicher und Rechenleistung einbauen, damit ein teures Gerät über Jahre mit neuen KI-Funktionen umgehen kann.
KI macht eine einfache Reduzierung des Arbeitsspeichers schwieriger
Besonders beim Arbeitsspeicher ist dieser Zielkonflikt deutlich.
Das iPhone 18 Pro verfügt laut den bereits von GadgetChecks ausgewerteten Gerätedaten über 12 GB RAM. Gleichzeitig wirbt Apple beim A20 Pro mit deutlich höherer Rechenleistung, einer neuen GPU mit Neural Accelerators und einer Dual-16-Core-Neural-Engine. Solche Recheneinheiten entfalten ihren Nutzen aber nicht unabhängig vom Speichersystem.
Lokale KI benötigt nicht nur Rechenoperationen. Modelle, Kontextinformationen, Zwischenergebnisse, App-Daten und das Betriebssystem müssen gleichzeitig im Speicher Platz finden. Ein Modell kann einen extrem schnellen Neural-Prozessor besitzen und trotzdem ausgebremst werden, wenn Daten ständig aus langsamerem Speicher nachgeladen oder Apps aggressiv aus dem RAM entfernt werden müssen.
Apple könnte also nicht ohne Weiteres auf 8 GB zurückgehen, nur weil 12 GB teurer werden. Ein solcher Schritt könnte kurzfristig Geld sparen und langfristig Softwarefunktionen begrenzen. Gerade bei einem Pro-Modell, das mehrere Jahre unterstützt werden soll, wäre diese Rechnung riskant.
Ähnlich sieht es beim NAND aus. Fotos mit 48 Megapixeln, ProRes-Video, große Spiele, Offline-Medien und lokale KI-Daten erhöhen eher den Bedarf als ihn zu senken. Apple könnte zwar wieder kleinere Basiskapazitäten anbieten, würde damit aber einen offensichtlichen Rückschritt produzieren. 256 GB als Einstiegskapazität beim Pro-Modell bilden inzwischen einen Teil seiner Positionierung.
Damit besitzt die Speicherkrise eine besondere Qualität: Apple kann das Problem nicht einfach durch technisch unsichtbare Einsparungen lösen. Speicher gehört zunehmend zur funktionalen Grundlage jener Eigenschaften, mit denen das Unternehmen seine teuren Produkte verkauft.
Anfang 2027 könnte ausgerechnet Apples neuer iPhone-Kalender auf die höheren Preise treffen
Der Zeitpunkt der berichteten Samsung-Preise macht die Entwicklung noch interessanter.
Apple hat seinen iPhone-Zyklus stärker aufgeteilt. Die Pro-Modelle erscheinen in diesem Herbst, während das reguläre iPhone 18 und weitere Modelle nach der bislang berichteten Produktplanung erst im Frühjahr 2027 folgen sollen. Unsere frühere Analyse zu Apples Produktkalender 2027 hat bereits erklärt, warum ein solcher Rhythmus Marketing, Fertigung und Produktsegmentierung verändert.
Die neue Speichermeldung fügt eine zusätzliche Ebene hinzu. Sollte der erwartete Frühjahrsstart des regulären iPhone 18 bestehen bleiben und sollte Apple tatsächlich Samsungs gemeldete Preise für das erste Quartal akzeptiert haben, würden ausgerechnet stärker auf Stückzahlen und breitere Zielgruppen ausgerichtete Modelle in diese Kostenphase hineinlaufen.
Das ist noch keine Bestätigung höherer Verkaufspreise. Ein Speichervertrag kann Monate vor der tatsächlichen Produktion vereinbart werden, Apple arbeitet mit mehreren Lieferanten und der Preis einer einzelnen Komponente bestimmt niemals allein den Endkundenpreis. Außerdem ist der reguläre iPhone-18-Zeitplan nicht von Apple bestätigt.
Trotzdem zeigt die zeitliche Überschneidung, weshalb der neue Veröffentlichungskalender nicht nur eine Marketingfrage ist. Ein Premium-Herbst lässt höhere Preise leichter erklären. Ein reguläres Modell im Frühjahr muss dagegen ein breiteres Publikum erreichen. Genau dort sind zusätzliche hundert Euro oder eine schlechtere Speicherausstattung schwieriger zu vermitteln.
Apple könnte versuchen, die Kosten über sein gesamtes Portfolio zu verteilen. Teurere Pro-Konfigurationen besitzen höhere absolute Margen, Serviceumsätze wachsen unabhängig von einzelnen Hardwarekomponenten, und bei Produkten mit langer Laufzeit lassen sich Veränderungen an der Materialrechnung über mehrere Quartale betrachten. Der Konzern hat außerdem eine Einkaufsmacht, die nur wenige Elektronikhersteller erreichen.
Aber Einkaufsmacht ist nicht dasselbe wie vollständige Kontrolle.
Selbst Apple kann fehlende Speicherchips nicht herbeiverhandeln
Normalerweise gehört Apples Größe zu seinen größten Vorteilen in der Lieferkette. Wer jährlich riesige Mengen identischer Komponenten abnimmt, kann langfristige Verträge schließen, Fertigungskapazitäten reservieren und Zulieferern eine Planungssicherheit bieten, die kleinere Hersteller nicht erreichen.
Genau deshalb ist die gemeldete Akzeptanz höherer Preise so bemerkenswert. Wenn selbst ein Kunde mit Apples Volumen und Verhandlungsmacht nicht einfach auf niedrigere Preise warten kann, verschiebt sich die Priorität von „möglichst günstig einkaufen“ zu „ausreichend Material sichern“.
Jiemian berichtet, dass die 2027er DRAM- und HBM-Kapazitäten der großen Hersteller bereits stark gebunden seien und manche Kunden nur einen Teil ihrer angefragten Mengen erhalten könnten. Große Cloud- und KI-Unternehmen schließen langfristige Vereinbarungen, weil fehlender Speicher in einem Milliardenprojekt erheblich teurer sein kann als ein hoher Einkaufspreis.
TrendForce beschreibt dieselbe strukturelle Verschiebung aus einer breiteren Perspektive. Für 2026 sollen HBM und Server-RDIMM bereits einen erheblichen Anteil des verfügbaren DRAM-Bit-Angebots beanspruchen. Die großen Cloudanbieter steigern gleichzeitig ihre Infrastrukturinvestitionen weiter. In einer Analyse zu den Speicherausgaben großer Cloudanbieter erwartet TrendForce, dass DRAM und NAND im kommenden Jahr einen ungewöhnlich großen Anteil ihrer Investitionen ausmachen.
Für einen Speicherhersteller verändert das die ökonomische Entscheidung. Ein Smartphonehersteller bestellt enorme Mengen, achtet aber sehr genau auf Stückkosten. Ein Betreiber von KI-Rechenzentren kann für knappe Hochleistungskomponenten wesentlich höhere Preise akzeptieren, wenn damit ein teurer Cluster früher in Betrieb geht oder mehr Rechenleistung verkauft werden kann.
Die Fabrik behandelt beide Branchen nicht emotional. Kapazität wandert dorthin, wo Technologie, Vertragsbindung und Rendite attraktiv sind.
Apple besitzt an diesem Punkt eine Grenze seiner vertikalen Integration. Das Unternehmen entwickelt eigene Prozessoren, Funkchips, Betriebssysteme und zunehmend eigene KI-Infrastruktur. DRAM und NAND fertigt es nicht selbst. Selbst ein A20 Pro aus Apples eigener Architektur benötigt Speicherchips anderer Unternehmen. Ein eigenes Betriebssystem kann Speicher effizienter verwalten, aber keine fehlenden Wafer ersetzen.
Diese Abhängigkeit ist nicht neu. Neu ist ihre Größenordnung.
Eine Entspannung bleibt möglich – aber sie kommt nicht automatisch rechtzeitig
Trotz aller hohen Zahlen wäre es falsch, aus dem heutigen Bericht eine dauerhaft steigende Gerade bis 2028 zu zeichnen.
Speichermärkte sind zyklisch. Hohe Preise schaffen einen starken Anreiz, neue Kapazitäten aufzubauen, Fertigungsprozesse zu verbessern und zusätzliche Anbieter in rentable Segmente zu locken. Gleichzeitig führen höhere Endkundenpreise irgendwann zu geringerer Nachfrage. Beides kann einen angespannten Markt wieder in Richtung Gleichgewicht bewegen.
Bei NAND sieht TrendForce genau diese Möglichkeit im zweiten Halbjahr 2027. Neue Kapazität und schwächere Consumer-Nachfrage könnten dazu führen, dass Flash-Speicher wieder leichter verfügbar wird. Bei DRAM dürfte dieser Prozess wegen der starken Konkurrenz durch HBM und Serverprodukte schwieriger sein.
Für Apple zählt allerdings nicht nur, ob Speicher irgendwann günstiger wird. Entscheidend ist, wann die Preise fallen und welche Produkte bis dahin kalkuliert werden müssen.
Ein iPhone, dessen Serienfertigung im ersten Quartal beginnt, profitiert wenig davon, wenn NAND im vierten Quartal wieder billiger wird. Ein Mac, dessen Speicherchips später eingekauft werden, könnte dagegen bereits von einer Entspannung profitieren. Lieferverträge, Lagerbestände und Produktzyklen sorgen dafür, dass Marktpreise nicht gleichzeitig auf allen Apple-Produkten sichtbar werden.
Auch deshalb sollte aus der gemeldeten Vereinbarung keine konkrete Preisprognose für ein einzelnes Gerät abgeleitet werden. Dafür fehlen Informationen über Stückzahlen, Lieferantenanteile, Laufzeiten und Apples interne Kalkulation.
Belastbar ist etwas anderes: Speicher bleibt für Apple Anfang 2027 ein erheblicher Kostenfaktor, und die bislang sichtbaren Marktdaten sprechen nicht für eine schnelle Rückkehr zu den Preisen früherer Jahre.
Was Käufer vom heutigen Verkaufsstart tatsächlich merken
Für jemanden, der heute ein iPhone 18 Pro abholt, bleibt der überwiegende Teil dieser Lieferkettenanalyse zunächst unsichtbar.
Sichtbar ist der Verkaufspreis von mindestens 1.449 Euro. Sichtbar ist die neue Hardware. Sichtbar kann auch das Softwareupdate werden, das bei einem frühen Produktionsgerät während der Einrichtung angeboten wird. Die Preisverhandlungen für 2027 tauchen dagegen weder auf der Verpackung noch in den Einstellungen auf.
Gerade deshalb sind sie relevant. Der Verkaufspreis eines Smartphones entsteht lange bevor jemand an der Kasse steht. Speicherverträge, Displaymengen, Prozessorfertigung und geplante Stückzahlen legen einen Korridor fest, innerhalb dessen Apple später über Preise, Konfigurationen und Marge entscheiden kann.
Das iPhone 18 Pro zeigt, wie dieser Prozess in einer angespannten Phase aussieht. Apple hat die technische Ausstattung nicht offensichtlich zusammengestrichen. Das Unternehmen bringt einen neuen Zwei-Nanometer-Chip, 12 GB RAM, größere Speichervarianten und zusätzliche Kameratechnik. Gleichzeitig steigt der Einstiegspreis.
Ob dieses Verhältnis für Käufer überzeugt, lässt sich nicht allein aus einem Datenblatt beantworten. GadgetChecks hat das iPhone 18 Pro für diesen Artikel nicht selbst einem Langzeittest unterzogen. Aussagen zu Laufzeit, Leistung und Kameraqualität, die aus Apples Produktunterlagen stammen, bleiben Herstellerangaben, solange sie nicht unter vergleichbaren unabhängigen Bedingungen überprüft wurden.
Auch frühe Lieferzeiten sollten nicht überinterpretiert werden. In unserer Analyse zum Vorbestellstart des iPhone 18 Pro haben wir bereits erklärt, warum Versandtermine keine direkte Verkaufsstatistik sind. Lagerverteilung, geplante Produktionsmengen und regionale Nachfrage können dieselben Anzeigen beeinflussen. Der heutige Verkaufsstart liefert mehr reale Beobachtungen, aber noch keine belastbare Antwort darauf, wie erfolgreich die gesamte Generation wirtschaftlich sein wird.
Das wird erst in den kommenden Monaten klarer. Dann lässt sich besser beurteilen, ob höhere Preise die Nachfrage bremsen, welche Varianten besonders gefragt sind und wie stark Apple die neue Kostenbasis tatsächlich in seiner Marge auffängt.
Apple Daily fasst zusammen
Der 18. September verbindet zwei Zeitachsen, die bei Apple sonst selten so sichtbar aufeinandertreffen. Auf der einen Seite beginnt heute der Verkauf eines Produkts, dessen Design, Chip, Speicherbestückung und Produktionsmenge längst festgelegt wurden. Auf der anderen Seite soll Apple bereits höhere Speicherpreise für Anfang 2027 akzeptiert haben. Während Kunden das iPhone 18 Pro auspacken, ist ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Grundlage für die nächste Hardwarephase also möglicherweise schon verhandelt.
Der Verkaufsstart selbst besitzt dabei einige kleinere Besonderheiten. Früh produzierte Geräte können zunächst einen älteren iOS-27-Build verwenden und deshalb ein Update benötigen. John Ternus begleitet seinen ersten großen iPhone-Start als Apple-CEO persönlich in New York. Beides ist sichtbar und aktuell, aber keines davon verändert die langfristige Geschichte so stark wie die Entwicklung im Speichermarkt.
Apple hat in der Vergangenheit viele Komponenten durch eigene Technik besser kontrollierbar gemacht. Eigene Prozessoren reduzieren die Abhängigkeit von externen CPU-Designs, eigene Funkchips können langfristig dasselbe für Teile der Konnektivität leisten, und das gemeinsame Betriebssystem- und Hardwaredesign ermöglicht eine sehr gezielte Optimierung. Speicher bleibt dagegen eine grundlegende externe Abhängigkeit. Wenn Samsung, SK Hynix, Micron und andere Hersteller ihre knappe Kapazität stärker auf KI-Server, HBM und Enterprise-Produkte konzentrieren, kann Apple diese physische Begrenzung nicht durch bessere Software beseitigen.
Gleichzeitig kann das Unternehmen auch nicht beliebig weniger Speicher einbauen. Lokale KI, anspruchsvollere Apps, hochauflösende Kameras und lange Softwareunterstützung erhöhen den Bedarf. Gerade im Premiumsegment würde eine erkennbare Reduzierung der Ausstattung dem eigenen Anspruch widersprechen. Apple befindet sich damit zwischen zwei Kräften: Speicher wird teurer, während die eigenen Produkte mehr davon benötigen.
Die gemeldeten Samsung-Preise für das erste Quartal 2027 sind deshalb wichtiger als eine bloße Lieferkettennotiz. Sollten sie zutreffen, verschieben sie die Kostenbasis erneut nach oben. Das muss nicht zwangsläufig zu einer weiteren Preiserhöhung bei jedem iPhone, iPad oder Mac führen. Apple kann verhandeln, Lieferanten kombinieren, Margen anpassen und Kosten innerhalb seines Portfolios ausgleichen. Doch jeder dieser Wege besitzt Grenzen.
Besonders spannend wird die Entwicklung, wenn Apples neuer iPhone-Kalender wie erwartet fortgesetzt wird. Ein reguläres iPhone 18 im Frühjahr 2027 würde in eine andere Kostensituation hineinstarten als frühere Basismodelle im klassischen Septemberzyklus. Das Unternehmen müsste dann zeigen, ob die Aufteilung des Produktjahres auch unter knappen Komponenten wirtschaftlich funktioniert oder ob ausgerechnet die Modelle für das breitere Publikum stärker unter den hohen Speicherpreisen leiden.
Beim NAND besteht immerhin die Aussicht auf eine spätere Entspannung. Beim DRAM sprechen die derzeitigen Marktprognosen für eine länger anhaltende Knappheit. Das macht 2027 nicht automatisch zu einem Jahr ständig steigender Apple-Preise, aber zu einem Jahr, in dem Speicher erneut stärker über Produktentscheidungen mitbestimmen dürfte, als es die unscheinbaren Chips im Inneren eines Geräts vermuten lassen.
Das iPhone 18 Pro startet damit in einer ungewöhnlichen Situation. Es ist das greifbare Ergebnis der Entscheidungen von gestern und zugleich ein Hinweis auf die Probleme von morgen. Der neue CEO steht im Apple Store, die ersten Geräte wechseln den Besitzer, iOS bringt einige davon zunächst auf den neuesten Softwarestand – und in der Lieferkette wird bereits ausgehandelt, was Apples nächste Generation kosten könnte.
Weitere bestätigte Entwicklungen rund um Apple, Halbleiter, Smartphones und die übrige Technologiewelt erscheinen fortlaufend in den aktuellen GadgetChecks-News.
Stand der Recherche: 18. September 2026. Der Bericht über Apples angebliche Annahme von Samsungs Speicherpreisen für das erste Quartal 2027 ist nicht von Apple oder Samsung bestätigt. Angaben zu langfristigen Speicherpreisen und Kapazitäten sind Marktprognosen und können sich durch neue Produktionskapazitäten, veränderte Nachfrage oder neue Lieferverträge verändern.
Hauptquellen
- Apple Newsroom: Weltweiter Verkaufsstart von iPhone 18 Pro, Apple Watch Series 12, Apple Watch Ultra 4 und AirPods 5
- Apple Deutschland: iPhone 18 Pro – Preise, Speichervarianten und technische Ausstattung
- Apple Newsroom: Vorstellung von iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max
- Apple Developer: Öffentliche Veröffentlichung von iOS 27.0, Build 24A437
- The Apple Wiki: Vorinstallierte Firmwarestände von iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max
- Jiemian News: Lieferkettenbericht zu Samsungs Speicherpreisen für Apple im ersten Quartal 2027
- TrendForce: Analyse der gestiegenen Bill of Materials des iPhone 18 Pro und des Speicheranteils
- TrendForce: Ausblick auf DRAM- und NAND-Angebot im Jahr 2027
- TrendForce: Auswirkungen von KI-Servern auf den Speichermarkt und Consumer-Geräte
- Apple Newsroom: John Ternus übernimmt zum 1. September 2026 die Position des CEO
- Apple Deutschland: Vorstellung und ursprüngliche Preise des iPhone 17 Pro
Transparenzhinweis: GadgetChecks hat das iPhone 18 Pro für diesen Beitrag nicht selbst einem vollständigen Langzeittest unterzogen. Technische Angaben zu Leistung, Kamera, Batterielaufzeit und A20 Pro beruhen teilweise auf Veröffentlichungen von Apple und stellen insoweit Herstellerangaben dar. Die vorinstallierten iOS-Builds stammen aus öffentlich dokumentierten Firmwaredaten und wurden nicht an jedem regionalen Seriengerät unabhängig überprüft. Die Meldung über von Apple akzeptierte Samsung-Preise für DRAM und NAND stammt aus einer Lieferkettenrecherche von Jiemian News; Apple und Samsung haben die Vereinbarung nicht öffentlich bestätigt. Aussagen zu möglichen Auswirkungen auf Preise, Produktkonfigurationen und Apples Hardwarekalender sind als redaktionelle Einordnung formuliert und keine bestätigte Ankündigung künftiger Apple-Preise.
Technik-Deals im Überblick
Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.
Mehr auf gadgetChecks
Entdecke mehr bei gadgetChecks
Was sich für dich ändert
Regeln, Fristen, Kosten und Warnungen mit ihren konkreten Folgen für Verbraucher.
Alltag Aktuell öffnenGames, Plattformen und Deals
Aktuelle Meldungen zu Releases, Konsolen, PC Gaming, Mobile, Studios und Abos.
Gaming öffnenProdukte, Angebote und Ideen
Neues für Küche, Reinigung, Wohnen, Garten und Balkon – verständlich und praktisch eingeordnet.
Zuhause öffnen