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XGIMI Aura 3 vorgestellt: 4K mit 120 Hz für das Heimkino




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Wer auf einer großen Leinwand spielen möchte, braucht nicht unbedingt einen Projektor hinter dem Sofa. Die XGIMI Aura 3 soll das aus kurzer Entfernung zur Wand ermöglichen – mit 4K-Auflösung und 120 Hz. Der Hersteller hat die Modelle Max und Pro zur IFA vorgestellt und am 3. September weitere Einzelheiten veröffentlicht. Ein unmittelbarer Verkaufsstart ist damit allerdings nicht verbunden.

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XGIMI Aura 3 richtet sich auch an Spieler

Beide Modelle kombinieren nach XGIMIs Ankündigung eine RGB-Dreifachlaser-Lichtquelle mit 4K-Wiedergabe bei 120 Hz. Das ist vor allem für Spiele interessant: Bei passender Zuspielung können Bewegungen in kürzeren Abständen aktualisiert werden. Rechnerisch liegen zwischen zwei Bildern bei 120 Hz rund 8,3 Millisekunden, bei 60 Hz etwa 16,7 Millisekunden.

Diese Werte beschreiben jedoch nicht die gesamte Verzögerung zwischen einem Tastendruck und der sichtbaren Reaktion. Dafür zählen auch das Spiel, die Konsole oder der PC und die interne Verarbeitung des Projektors. Aus einer hohen Bildwiederholrate allein lässt sich deshalb noch kein besonders reaktionsschnelles Spielerlebnis ableiten.

XGIMI kündigt zusätzlich VRR und ALLM an. Die HDMI-Organisation erklärt die beiden Funktionen so: Eine variable Bildwiederholrate kann die Darstellung an unregelmäßig eintreffende Bilder anpassen und dadurch Bildrisse sowie Ruckeln verringern. ALLM erlaubt einer kompatiblen Quelle, automatisch einen Modus mit niedriger Verzögerung anzufordern. Beides ist im Wohnzimmer praktisch, ersetzt aber keine Messung am fertigen Gerät.

Max und Pro unterscheiden sich bei Helligkeit und Kontrast

Die deutsche Produktseite nennt für den Aura 3 Max 5.700 ISO-Lumen und einen nativen Kontrast von 8.000:1. Beim Pro stehen 4.100 ISO-Lumen und 7.000:1. Das sind Herstellerwerte, keine Ergebnisse eines eigenen Tests. Insbesondere sollte der höhere Kontrastwert des Max nicht pauschal auf beide Modelle übertragen werden.

Zur gemeinsamen Ausstattung gehört ein System mit zwei dynamisch gesteuerten optischen Blenden. Diese sollen die Lichtmenge regulieren und dunkle Bildbereiche differenzierter darstellen. Außerdem führt die Pressemitteilung zur IFAGoogle TV, Dolby Vision, HDR10+ und ein Harman-Kardon-Lautsprechersystem mit 80 Watt auf.

Für den Max nennt XGIMI ein 120-Zoll-Bild bei ungefähr 20 Zentimetern Abstand zur Wand. Das ist ein anschauliches Beispiel für den Vorteil der Ultrakurzdistanzprojektion. Als vollständige Stellmaßangabe für das Wohnzimmer reicht es dennoch nicht: Die Gerätetiefe und die konkrete Position der Projektionsfläche müssen bei der Planung ebenfalls berücksichtigt werden.

Ob die neue Optik bei Tageslicht, in dunklen Filmszenen und bei schnellen Kameraschwenks überzeugt, bleibt eine Frage für einen unabhängigen Praxistest. Die Daten liefern dafür Anhaltspunkte, aber noch keine Antwort.

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Kickstarter soll im Oktober starten

Die Kampagne auf Kickstarter soll am 20. Oktober 2026 beginnen. In der IFA-Mitteilung nennt XGIMI dafür 2.399 US-Dollar für den Max und 2.199 US-Dollar für den Pro, jeweils vor zusätzlichen Reservierungsvorteilen. Diese Beträge sind keine bestätigten deutschen Endpreise.

Auf der deutschen Website lässt sich derzeit eine Reservierung für 50 Euro vornehmen. XGIMI weist dort ausdrücklich darauf hin, dass dies kein Produktkauf ist und über diese Bestellung kein Gerät verschickt wird. Für den Versand nennt das Unternehmen voraussichtlich Dezember; Termine können sich ändern. Endgültige Lieferregionen, Versandkosten und Lieferzeiträume sollen erst auf der Kampagnenseite feststehen.

Diese Trennung ist wichtiger als ein vermeintlich früher Bestelltermin. Wer heute reserviert, hat damit weder einen lieferbaren Projektor gekauft noch einen verbindlichen Liefertermin erhalten.

Eine Vorstellung ist noch keine Kaufgrundlage

Auch Kickstarter selbst unterscheidet ausdrücklich zwischen der Unterstützung eines Projekts und dem Kauf eines garantiert verfügbaren Produkts. Eine rückerstattbare Reservierung beim Hersteller und die spätere Beteiligung an einer Kampagne sind deshalb getrennt zu betrachten.

Für Interessenten sind als Nächstes vor allem unabhängige Messungen der Eingabeverzögerung, belastbare Erfahrungen mit der Bildqualität und vollständige Lieferbedingungen relevant. Erst dann lässt sich beurteilen, ob die Aura 3 nicht nur technisch interessant ist, sondern auch zur eigenen Konsole, zum Raum und zum gewünschten Anschaffungszeitpunkt passt.

Stand der Recherche: 4. September 2026, 13:10 Uhr (Europe/Berlin).

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