GC SERIE
TECHNIK
AKTUELL

Microsoft stellt Copilot auf Fernsehern zum 1. Dezember ein




Redaktion









News




4 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Microsoft stellt Copilot auf Fernsehern zum 1. Dezember 2026 ein. In seiner Supportübersicht zu den Änderungen an Copilot nennt das Unternehmen Samsung und LG als betroffene TV-Marken. Über das Web, Desktop-Anwendungen und Mobilgeräte soll der Assistent weiterhin erreichbar bleiben.

Bekannt geworden war das bevorstehende Ende durch eine Mitteilung auf einem LG-Fernseher. Der Windows-Central-Redakteur Zac Bowden dokumentierte den Hinweis am 28. Oktober. Damals war von einer Einstellung noch in diesem Jahr die Rede. Microsoft nennt inzwischen einen festen Termin.

Copilot auf Fernsehern: Bei Samsung über mehrere Wege erreichbar

Samsung hatte die Integration in Deutschland am 3. September 2025 angekündigt. Zu den unterstützten TV-Reihen des Modelljahrs 2025 gehörten Micro RGB, Neo QLED, OLED, The Frame Pro und The Frame. Aktivieren ließ sich der Assistent nach Herstellerangaben per Sprache oder Fernbedienung, unter anderem über die Tizen-Startseite, Samsung Daily+ und Click to Search.

Als Einsatzmöglichkeiten nannte Samsung Fragen zu Filmen, Informationen über Schauspieler, Inhaltszusammenfassungen und Unterstützung beim Sprachenlernen. Wer solche Anfragen bisher direkt vom Sofa aus an Copilot gestellt hat, verliert damit einen eingebauten Zugang. Wie stark das im Alltag auffällt, hängt davon ab, ob der Assistent tatsächlich genutzt wurde oder lediglich als zusätzliche Option im Menü auftauchte.

Bei LG ergänzt Copilot die Suche

LG beschreibt Copilot auf seiner deutschen Übersicht zu AI-TVs als Ergänzung zu AI Search. Die Suche soll Sprachbefehle verstehen und passende Empfehlungen liefern; über Microsofts Dienst können zusätzliche Ergebnisse und Antworten hinzukommen. Für AI Search nennt LG OLED-, QNED-, NanoCell- und UHD-Fernseher ab Modelljahr 2024, schränkt die Verfügbarkeit aber nach Region und Ausstattung ein.

Daneben führt LG einen eigenen AI Chatbot für Geräteeinstellungen und Fehlerbehebung sowie weitere Funktionen für Empfehlungen, Bild und Ton auf. Schon diese Aufteilung zeigt, warum der Sammelbegriff „KI-Fernseher“ wenig über die Folgen einer einzelnen Dienstabschaltung aussagt. Für Besitzer zählt, welche konkrete Funktion auf dem eigenen Gerät auf Copilot zugreift.

Der Name der KI-Plattform sagt wenig über einzelne Dienste

Auch Samsungs Vision AI Companion bündelt mehrere Angebote. Bei der deutschen Vorstellung des TV-Sortiments 2026nannte Samsung neben Copilot ausdrücklich Bixby und Perplexity. Hinzu kommen Funktionen zur Inhaltssuche und zur Anpassung des Fernseherlebnisses.

Aus dem Rückzug eines Partners lässt sich deshalb keine vollständige Abschaltung dieser Plattform ableiten. Ebenso wenig ist damit zugesagt, dass ein anderer Assistent jede bisherige Copilot-Aufgabe übernimmt. Ein Ersatz müsste für das jeweilige Modell, die Sprache und den Markt konkret bestätigt werden. Eine allgemeine Liste mehrerer KI-Anbieter beantwortet diese Frage noch nicht.

Software-Updates sichern keine einzelne Partnerfunktion ab

LG wirbt auf derselben Produktübersicht mit vier webOS-Upgrades innerhalb von rund fünf Jahren für unterstützte Geräte. Zugleich weist der Hersteller darauf hin, dass Funktionen, Anwendungen, Dienste und deren Zeitpläne je nach Modell und Region variieren können.

Daran wird ein Unterschied sichtbar, der beim Kauf leicht untergeht: Die Pflege des Betriebssystems und die Verfügbarkeit eines eingebundenen Fremddienstes sind zwei getrennte Zusagen. Ein Fernseher kann weiter aktualisiert werden, während ein Partner seinen Dienst beendet. Wer ein Gerät über viele Jahre nutzen möchte, sollte deshalb bei besonders wichtigen Zusatzfunktionen auch deren Anbieter und Verfügbarkeitsbedingungen ansehen.

Welche Fragen zur Umstellung offenbleiben

Offen bleiben die vollständige Liste betroffener Modelle und der Umgang mit vorhandenen Verknüpfungen. Microsofts Mitteilung nennt außerdem keine Smart Monitore. Samsung hatte Copilot 2025 auch für diese Geräteklasse angekündigt; deren Status bleibt ungeklärt.

Für Besitzer ist bei einer veränderten Oberfläche daher zunächst die konkrete Dienstmitteilung am Gerät maßgeblich. Ein fehlender Copilot-Zugang bedeutet für sich genommen keinen Defekt des Bildschirms. Ebenso ersetzt sein Wegfall keine Prüfung anderer TV-Einstellungen: Wie die getrennten Einwilligungen zur automatischen Inhaltserkennung auf Smart-TVs funktionieren, bleibt eine eigenständige Datenschutzfrage.

Stand der Recherche: 30. Oktober 2026, 11:20 Uhr MEZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Der Beitrag beruht auf öffentlichen Support- und Herstellerinformationen sowie dem verlinkten Bericht zur LG-Mitteilung. gadgetChecks hat die Umstellung auf den betroffenen Fernsehern nicht selbst getestet.

Aktuelle Angebote

Technik-Deals im Überblick

Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.

Angebote ansehen
SECHS BEREICHE. EINE REDAKTION.

Entdecke mehr bei gadgetChecks