Apple News: Rekordgewinn trotz Engpässen – iPhone 17, MacBook Neo, AirPods Ultra im Fokus und mehr
Apple hat seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt, das dem ersten Kalenderquartal entspricht, und dabei in mehreren Bereichen neue Höchstwerte erzielt. Der Umsatz belief sich auf 111,2 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn 29,6 Milliarden US-Dollar erreichte. Das entspricht einem Gewinn von 2,01 US-Dollar je verwässerter Aktie. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 95,4 Milliarden US-Dollar Umsatz und 24,8 Milliarden US-Dollar Nettogewinn beziehungsweise 1,65 US-Dollar je Aktie gemeldet wurden, ergibt sich damit ein deutlicher Anstieg.
Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung im Servicegeschäft, das erneut ein Rekordniveau erreichte. Auch der Gesamtumsatz, der Gewinn pro Aktie sowie die iPhone-Erlöse markierten jeweils neue Bestwerte für ein Märzquartal. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 49,3 Prozent und lag damit klar über dem Vorjahreswert von 47,1 Prozent. Parallel zu den operativen Ergebnissen kündigte das Unternehmen weitere Maßnahmen zur Kapitalrückführung an. Der Vorstand genehmigte ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 100 Milliarden US-Dollar. Zudem wird die Dividende leicht angehoben: Künftig sollen 0,27 US-Dollar pro Aktie ausgeschüttet werden, nach zuvor 0,26 US-Dollar. Die Auszahlung ist für den 14. Mai vorgesehen und richtet sich an Aktionäre, die am 11. Mai im Register geführt werden. Unternehmenschef Tim Cook verwies auf ein insgesamt starkes Quartal mit zweistelligem Wachstum in allen geografischen Regionen.
Apple Q2 2026 Ergebnis: 11 wichtige Erkenntnisse und Aussagen
Im Anschluss an die Veröffentlichung seines bislang stärksten Märzquartals hat Apple in einer Analystenkonferenz weitere Einblicke in die Geschäftsentwicklung und aktuelle Herausforderungen gegeben. Unternehmenschef Tim Cook und Finanzvorstand Kevan Parekh ordneten dabei insbesondere die Entwicklung zentraler Produktlinien sowie strukturelle Belastungsfaktoren ein. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war erneut das iPhone-Geschäft. Die Nachfrage nach der iPhone-17-Reihe wurde als außergewöhnlich hoch beschrieben, wobei Lieferengpässe das volle Umsatzpotenzial begrenzten. Als zentraler Engpass erwiesen sich die von TSMC gefertigten A19- und A19-Pro-Chips, deren Produktion auf denselben fortschrittlichen 3-Nanometer-Prozessen basiert wie stark nachgefragte KI-Chips. Die eingeschränkte Verfügbarkeit dieser Fertigungskapazitäten wirkte sich direkt auf die Auslieferungsmengen aus. Trotz dieser Einschränkungen erzielte das iPhone-Segment mit 57 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord für ein Märzquartal und legte im Jahresvergleich um 22 Prozent zu. Laut Parekh handelt es sich bei der aktuellen Generation um die bislang erfolgreichste iPhone-Serie des Unternehmens, begleitet von Zugewinnen bei den Marktanteilen sowie einer hohen Nachfrage sowohl von Bestandskunden als auch von Neukäufern.
Parallel dazu rücken steigende Kosten zunehmend in den Fokus. Bereits im abgelaufenen Quartal verzeichnete Apple höhere Ausgaben für Speicherkomponenten, eine Entwicklung, die sich laut Unternehmensangaben im weiteren Jahresverlauf noch verstärken dürfte. Für das Juniquartal wird mit einem deutlichen Anstieg gerechnet, der sich langfristig spürbar auf das Geschäft auswirken könnte.Auch im Mac-Bereich zeigte sich eine robuste Nachfrage. Die Umsätze erreichten 8,4 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von sechs Prozent entspricht. Allerdings wurden auch hier die Ergebnisse durch Lieferengpässe gebremst, die auf eine stärker als erwartete Nachfrage zurückzuführen sind. Besonders das neu eingeführte MacBook Neo erwies sich als Verkaufserfolg und war zeitweise ausverkauft, mit entsprechend verlängerten Lieferzeiten. Zusätzlich verzeichnete Apple eine erhöhte Nachfrage nach Mac mini und Mac Studio, insbesondere im Kontext von Anwendungen rund um künstliche Intelligenz. Das Unternehmen sprach von neuen Höchstständen sowohl bei Upgrades als auch bei Neukunden, was zu einem Rekordniveau der installierten Mac-Basis führte.
Die angespannte Versorgungslage dürfte sich kurzfristig nicht entspannen. Für Mac Studio und Mac mini wird erwartet, dass es mehrere Monate dauern wird, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind. Apple räumte ein, die Nachfrage nach diesen Modellen unterschätzt zu haben, insbesondere im Hinblick auf deren Einsatz als Plattformen für KI-gestützte Anwendungen und agentenbasierte Software.Im Wearables-Segment stiegen die Umsätze auf 7,9 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von fünf Prozent im Jahresvergleich. Auch hier wurde ein neuer Höchststand bei der installierten Basis erreicht, wobei mehr als die Hälfte der Käufer einer Apple Watch erstmals zu diesem Produkt griffen. Das Servicegeschäft setzte seinen Wachstumskurs fort und erzielte mit 31 Milliarden US-Dollar ebenfalls einen neuen Rekord. Insgesamt sind inzwischen über 2,5 Milliarden aktive Geräte im Einsatz, begleitet von Höchstständen bei transaktionsbasierten und kostenpflichtigen Accounts.
Im stationären Handel meldete Apple ein besonders starkes Quartal mit hoher Kundenfrequenz in den eigenen Stores. Gleichzeitig unterstrich das Management die strategische Bedeutung von Investitionen in künstliche Intelligenz. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden deutlich erhöht, wobei sowohl Produkt- als auch Serviceinnovationen im Fokus stehen. Die Zusammenarbeit mit Google wurde dabei als stabil und zufriedenstellend beschrieben. Auch externe Faktoren spielten eine Rolle. Die Belastung durch Zölle fiel im Vergleich zum vorherigen Quartal geringer aus, unter anderem aufgrund gesenkter Tarifsätze. Rückerstattungen bereits gezahlter Abgaben sollen nach Angaben des Unternehmens in Innovation und Produktion innerhalb der USA reinvestiert werden.
Für das laufende Quartal stellte Kevan Parekh ein Umsatzwachstum zwischen 14 und 17 Prozent in Aussicht, wobei das Servicegeschäft weiterhin eine ähnlich starke Entwicklung zeigen dürfte wie zuvor. Gleichzeitig wurde auf einen schwierigeren Vergleich im iPad-Segment hingewiesen, da im Vorjahr ein neues Modell eingeführt worden war. Die Prognosen stehen unter der Voraussetzung stabiler globaler Handelsbedingungen und politischer Rahmenbedingungen. Neben den operativen Themen spielte auch die künftige Unternehmensführung eine Rolle. Tim Cook bekräftigte sein Vertrauen in John Ternus, der im September 2026 die Rolle des CEO übernehmen soll. Ternus selbst sprach von einer außergewöhnlich vielversprechenden Produktpipeline und bezeichnete die aktuelle Phase als die spannendste seiner bisherigen Laufbahn bei Apple.
Apple iPhone 17: Rekorde bei Beliebtheit und Nachfrage
Die aktuelle iPhone-Generation entwickelt sich laut Apple zur erfolgreichsten in der Unternehmensgeschichte. Finanzchef Kevan Parekh bezeichnete die iPhone-17-Reihe als die bislang beliebteste Produktlinie des Konzerns und verwies darauf, dass im abgelaufenen Quartal offenbar zusätzliche Marktanteile gewonnen wurden. Auch Unternehmenschef Tim Cook führte die starken Geschäftszahlen maßgeblich auf die hohe Nachfrage nach den neuen Modellen zurück. Die Nachfrage übertraf dabei teilweise die verfügbaren Kapazitäten. Trotz hoher Verkaufszahlen blieb das Angebot begrenzt, was vor allem auf Engpässe in der Lieferkette zurückgeführt wird.
Neben den Chipengpässen rücken auch steigende Kosten in den Fokus. Parekh wies darauf hin, dass insbesondere Speicherkomponenten im Verlauf der ersten beiden Quartale 2026 zunehmend ins Gewicht gefallen sind und einen wachsenden Einfluss auf das Geschäft ausüben. Die Kombination aus begrenzter Chipverfügbarkeit und schwieriger werdender RAM-Beschaffung könnte sich perspektivisch auch auf kommende Produkte auswirken. Beobachter gehen davon aus, dass diese Faktoren die Einführung und Produktion der nächsten iPhone-Generation beeinflussen könnten, die traditionell im September erwartet wird. Zur geplanten Modellreihe soll auch ein erstmals faltbares iPhone gehören.
MacBook Neo Nachfrage: Apple spricht von „extrem hoher“ Nachfrage
Das bislang günstigste MacBook-Modell von Apple stößt offenbar auf eine außergewöhnlich hohe Nachfrage. Unternehmenschef Tim Cook beschrieb die Resonanz auf das im März vorgestellte MacBook Neo im Rahmen der Telefonkonferenz als „extrem hoch“ und zeigte sich mit der bisherigen Entwicklung äußerst zufrieden. Intern war Apple zwar bereits im Vorfeld von einem positiven Marktstart ausgegangen, doch das tatsächliche Interesse übertraf die Erwartungen deutlich. Nach Angaben von Cook hat die starke Nachfrage maßgeblich dazu beigetragen, dass im vergangenen Quartal so viele Erstkäufer eines Macs wie nie zuvor verzeichnet wurden. Besonders im Fokus stehen dabei Nutzer, die bislang keinen Mac verwendet haben, sowie Kunden, die ihre bestehenden Geräte über einen langen Zeitraum hinweg genutzt haben.
Die hohe Nachfrage hat jedoch auch unmittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit. Aktuell ist das MacBook Neo durch die begrenzten Lieferkapazitäten eingeschränkt, was sich in verlängerten Lieferzeiten widerspiegelt. Für neu aufgegebene Bestellungen werden derzeit Wartezeiten von mehreren Wochen angegeben, was die anhaltend starke Nachfrage zusätzlich unterstreicht.
Apple macOS 27: Neue Features und Infos zum kommenden Update
Im Rahmen der WWDC 2026, die am 8. Juni eröffnet wird, dürfte Apple einen ersten Ausblick auf macOS 27 geben. Die Entwickler-Beta wird voraussichtlich unmittelbar nach der Präsentation bereitstehen, gefolgt von einer öffentlichen Testversion im Juli. Nach Abschluss der Beta-Phase ist mit einer allgemeinen Veröffentlichung im September zu rechnen. Während macOS 26 unter dem Namen Tahoe eingeführt wurde, ist die Bezeichnung der nächsten Version bislang nicht bekannt. Ein zentraler Bestandteil der kommenden Aktualisierung soll eine umfassend überarbeitete Siri-Erfahrung sein. Geplant ist offenbar eine eigenständige App mit integriertem Gesprächsverlauf, wodurch sich die Nutzung stärker an KI-gestützten Dialogsystemen orientieren dürfte. Darüber hinaus wird erwartet, dass die bereits zuvor vorgestellten personalisierten Funktionen Einzug halten. Diese sollen es ermöglichen, Informationen aus verschiedenen Anwendungen wie Mail oder Nachrichten zu kombinieren und kontextbezogen abzurufen. Tim Cook stellte in diesem Zusammenhang in Aussicht, dass eine deutlich individuellere Siri-Nutzung im Laufe des Jahres verfügbar gemacht werden soll.
Auch über Siri hinaus dürfte Apple die Integration von Apple Intelligence weiter ausbauen. In diesem Kontext wurde bereits eine Zusammenarbeit mit Google angekündigt, bei der Gemini künftig eine Rolle spielen soll. Welche konkreten Funktionen daraus hervorgehen, ist bislang jedoch offen. Parallel dazu arbeitet Apple offenbar an Anpassungen der Benutzeroberfläche, die insbesondere im Hinblick auf mögliche Touchscreen-Macs relevant werden könnten. Berichten zufolge wird eine Bedienlogik entwickelt, bei der sich Steuerelemente dynamisch an die Fingerinteraktion anpassen. Menüs könnten sich direkt um den Berührungspunkt herum entfalten, während Bedienelemente in der Menüleiste vergrößert dargestellt werden, um die Bedienung per Touch zu erleichtern. Diese Änderungen könnten zunächst im System angelegt sein, ohne unmittelbar sichtbar zu werden, bis entsprechende Hardware verfügbar ist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der technischen Grundlage des Systems. macOS 27 soll sich stärker auf Stabilität, Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen konzentrieren, ähnlich wie frühere Versionen, die gezielt auf Optimierung statt auf neue Funktionen ausgelegt waren. In diesem Zuge könnten auch bestehende Designelemente weiter verfeinert werden. Gleichzeitig markiert die neue Version einen klaren Schnitt bei der Hardware-Unterstützung. Während macOS Tahoe die letzte große Version für Intel-basierte Macs darstellt, wird macOS 27 ausschließlich auf Geräten mit Apple Silicon ab dem M1-Chip laufen. Für ausgewählte ältere Modelle sollen jedoch weiterhin Sicherheitsupdates bereitgestellt werden. Auch im Bereich der Netzwerkspeicher gibt es Veränderungen. Die Unterstützung für Geräte wie die AirPort Time Capsule sowie für Laufwerke, die auf dem Apple Filing Protocol basieren, wird eingestellt. Künftig werden moderne Übertragungsstandards wie SMBv2 und SMBv3 vorausgesetzt, um weiterhin Backups nutzen zu können.
Apple iPad 12: KI-Unterstützung und erwarteter Launch 2026
Ein Nachfolger des aktuellen Einsteiger-iPads dürfte vorerst auf sich warten lassen. Hinweise aus dem Umfeld von Apple deuten darauf hin, dass ein neues Modell mit Unterstützung für Apple Intelligence nicht im laufenden Geschäftsquartal erscheint. Diese Einschätzung ergibt sich aus Aussagen von Finanzchef Kevan Parekh im Rahmen der Ergebnis-Telefonkonferenz. Dort verwies Parekh darauf, dass das iPad-Geschäft im aktuellen Quartal einem „schwierigen Vergleich“ unterliegt. Hintergrund ist die Einführung des Einsteiger-iPads mit A16-Chip im März des Vorjahres, die damals für zusätzliche Umsätze sorgte. Im Umkehrschluss deutet diese Formulierung darauf hin, dass ein vergleichbares Update im gleichen Zeitraum dieses Jahres ausbleibt – andernfalls wäre die Erwartung eines schwächeren Vergleichs kaum plausibel.
Damit gilt eine Vorstellung eines möglichen iPad 12 bis zum Ende des laufenden Quartals, das bis zum 27. Juni reicht, als unwahrscheinlich. Auch eine Präsentation im Rahmen der WWDC 2026 Anfang Juni erscheint vor diesem Hintergrund praktisch ausgeschlossen. Ein späterer Marktstart bleibt jedoch weiterhin möglich. Hinweise aus früheren Berichten sprechen dafür, dass ein neues Einsteiger-iPad bereits in Vorbereitung ist und noch im Laufe des Jahres erscheinen könnte. Unklar ist dabei, welcher Chip zum Einsatz kommen wird: Während eine Quelle von einem A18-Prozessor ausgeht, nennt eine andere einen A19-Chip. Beide Varianten würden erstmals Apple Intelligence auf das günstigste iPad-Modell bringen – eine Funktion, die bislang den höherpreisigen Geräten wie iPad mini, iPad Air und iPad Pro vorbehalten ist.
Größere Änderungen am Gerät selbst zeichnen sich derzeit nicht ab. Erwartet wird vielmehr eine Weiterentwicklung im bestehenden Designrahmen. Auch preislich dürfte sich das Modell in einem ähnlichen Bereich bewegen wie das aktuelle Einsteiger-iPad, das in den USA bei 349 US-Dollar startet und in mehreren Farbvarianten erhältlich ist.
AirPods Ultra vs. AirPods Pro: Große Upgrades laut Gerüchten
Apple treibt offenbar die Entwicklung einer neuen Generation von AirPods voran, die mit Kameratechnologie ausgestattet sein soll. Laut Informationen von Mark Gurman plant das Unternehmen, diese erweiterten Funktionen gezielt im Zusammenspiel mit Siri einzusetzen. Dabei handelt es sich nicht um klassische Kameras für Foto- oder Videoaufnahmen. Stattdessen sollen Infrarotsensoren integriert werden, die mithilfe von Computer Vision die Umgebung erfassen und entsprechende Informationen an Siri weiterleiten. Ziel ist es, die Nutzung von Visual-Intelligence-Funktionen zu erweitern, wie sie bereits auf neueren iPhone-Modellen verfügbar sind. Technologisch erinnert dieser Ansatz an die Infrarotkomponenten des Face-ID-Systems.
Frühere Einschätzungen, wonach solche AirPods auch Gestensteuerung in der Luft ermöglichen könnten, relativieren sich inzwischen. Während entsprechende Überlegungen aus der Lieferkette kamen, geht Gurman aktuell nicht davon aus, dass diese Form der Interaktion umgesetzt wird. Auch bei der Positionierung innerhalb des Produktportfolios zeichnet sich ein klareres Bild ab. Statt als Variante innerhalb der bestehenden AirPods-Pro-Reihe könnten die neuen Modelle als eigenständige Premium-Kategorie erscheinen. Intern scheint sich dafür zunehmend die Bezeichnung „AirPods Ultra“ abzuzeichnen, womit sie oberhalb der bisherigen Pro-Modelle angesiedelt wären.
Damit würden sie Teil einer breiteren Strategie, in der Apple die „Ultra“-Marke auf mehrere Produktlinien ausdehnt. Neben den neuen AirPods werden auch ein faltbares iPhone sowie ein erweitertes MacBook-Konzept mit dieser Bezeichnung in Verbindung gebracht. Die Namensgebung knüpft an bestehende Produkte wie die Apple Watch Ultra oder entsprechende Chipvarianten an. Ein konkreter Zeitplan für die Markteinführung bleibt offen. Möglich erscheint eine Vorstellung im Herbst, insbesondere wenn Apple die neuen AirPods gemeinsam mit weiteren „Ultra“-Geräten präsentieren sollte. Alternativ könnte sich der Zeitrahmen weiter nach hinten verschieben, während parallel an zusätzlichen Hardwareprojekten gearbeitet wird.
Apple sieht sich nach der Ablehnung einer Sammelklage mit Dutzenden von Klagen wegen AirTag-Stalking konfrontiert
Apple sieht sich derzeit in den USA mit einer wachsenden Zahl rechtlicher Auseinandersetzungen rund um seine AirTag-Tracker konfrontiert. Mehr als 30 Einzelklagen wurden von Personen eingereicht, die angeben, mithilfe der Geräte verfolgt worden zu sein. Die Verfahren stehen im Zusammenhang mit einer früheren Klage aus dem Jahr 2022, der jedoch der Status einer Sammelklage verweigert wurde. Im Kern werfen die Kläger dem Unternehmen vor, ein Produkt auf den Markt gebracht zu haben, obwohl die Risiken eines Missbrauchs bekannt gewesen seien. Demnach habe Apple gewusst, dass AirTags von Dritten eingesetzt werden könnten, um Menschen zu überwachen, zu kontrollieren oder anderweitig zu gefährden. Zudem wird argumentiert, dass zum Zeitpunkt der Markteinführung im Jahr 2021 keine ausreichenden Schutzmechanismen existierten und dass das Gerät weiterhin ein erhebliches Risiko darstelle.
Die Vorwürfe stützen sich unter anderem auf interne Dokumente und gemeldete Vorfälle. Zwischen April 2021 und April 2024 sollen mehr als 40.000 Hinweise auf mögliches Stalking im Zusammenhang mit AirTags eingegangen sein. Gleichzeitig habe Apple intern eingeräumt, dass die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen eher abschreckend als tatsächlich verhindernd wirken. Auch wird kritisiert, dass Organisationen aus dem Bereich des Opferschutzes nicht frühzeitig in die Entwicklung entsprechender Richtlinien einbezogen wurden. In den Klageschriften wird zudem auf öffentlich bekannte Fälle verwiesen, in denen AirTags für Stalking genutzt wurden, teilweise mit schwerwiegenden Folgen. Die Geräte hätten, so die Argumentation, die Möglichkeiten des standortbasierten Nachverfolgens erheblich erweitert, insbesondere durch ihre einfache Handhabung und die Reichweite des zugrunde liegenden Netzwerks.
Ein zentraler Bestandteil der Kritik richtet sich gegen die technische Umsetzung der Schutzfunktionen. Zwar hat Apple im Laufe der Zeit Maßnahmen wie plattformübergreifende Warnhinweise eingeführt, die Nutzer informieren sollen, wenn sich ein unbekannter AirTag in ihrer Nähe befindet. Dennoch bemängeln die Kläger Verzögerungen bei diesen Benachrichtigungen, die mehrere Stunden betragen können. Ursprünglich lag dieser Zeitraum sogar bei bis zu 72 Stunden. Auch der akustische Hinweis, mit dem sich ein AirTag bemerkbar machen kann, gilt als unzuverlässig, da der integrierte Lautsprecher entfernt werden kann. Entsprechende modifizierte Geräte werden laut den Klagen sogar gezielt angeboten.
Jede der eingereichten Klagen schildert individuelle Fälle, in denen Betroffene angeben, verfolgt worden zu sein. Gefordert werden unter anderem Schadensersatz, Strafzahlungen, die Übernahme von Anwaltskosten sowie gerichtliche Maßnahmen, die Apple zu Änderungen seiner Geschäftspraktiken verpflichten sollen. Bereits im Verfahren von 2022 hatte ein Gericht entschieden, dass eine Sammelklage aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen und der individuellen Umstände der einzelnen Fälle nicht geeignet sei. Den Betroffenen wurde daraufhin nahegelegt, ihre Ansprüche separat geltend zu machen – ein Schritt, der nun offenbar in größerem Umfang umgesetzt wird.
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