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Apple Kompakt: Apple baut Vision-Pro-Teams ab – Walmart öffnet sich für Apple Pay




Redaktion









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Der heutige Apple Daily erklärt, warum Apple trotz der Smartphone-Krise wächst und auf Kamera-AirPods setzt, während sich an anderer Stelle zeigt, wie deutlich der Konzern seine Prioritäten verschiebt. Apple verkleinert seine Vision-Pro-Teams, konzentriert sich bei dem Headset stärker auf die technische Plattform und überlässt einen größeren Teil der Inhalte externen Entwicklern, ohne sich vollständig von Vision Pro zu verabschieden.

Gleichzeitig gewinnt Apple Pay mit Walmart einen lange fehlenden Händler, Apple Music bereitet sichtbare Hinweise auf KI-generierte Musik vor und eine neue Steueraufstellung macht deutlich, wie eng Apples Europageschäft weiterhin mit Irland verbunden ist. Eine von Apple veröffentlichte Geschichte über einen Triathleten zeigt außerdem, weshalb die Apple Watch trotz aller Diskussionen über neue Modelle vor allem durch ihre vorhandenen Gesundheitsfunktionen überzeugen kann.

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Apple verkleinert seine Vision-Pro-Teams

Apple streicht einem Bericht von Bloomberg zufolge mehr als 200 Stellen in Bereichen rund um Siri und Vision Pro, wobei etwa 100 Beschäftigte aus der Vision Products Group betroffen sein sollen. Besonders tief reichen die Einschnitte offenbar bei den Teams, die Spiele für Vision Pro entwickelten und Apples eigenes Immersive-Video-Angebot ausbauen sollten: Die interne Spielegruppe wurde dem Bericht zufolge weitgehend aufgelöst, während das für aufwendig produzierte räumliche Videos zuständige Team verkleinert wird. Apple bezeichnet den Schritt als Neuausrichtung, schafft nach eigener Darstellung gleichzeitig andere Positionen und unterstützt betroffene Beschäftigte dabei, sich innerhalb des Konzerns auf neue Aufgaben zu bewerben.

Damit verabschiedet sich Apple nicht automatisch von Vision Pro oder visionOS, schränkt aber ausgerechnet jene Aktivitäten ein, mit denen der Konzern das anfänglich dünne Inhaltsangebot selbst auffüllen wollte. Spiele, Filme und räumliche Erlebnisse sollten überzeugende Gründe liefern, das kostspielige Headset regelmäßig zu verwenden. Die Entwicklung der technischen Plattform geht trotzdem weiter: Auf der WWDC 2026 stellte Apple zusätzliche Werkzeuge für Spiele-Engines, foveiertes Streaming und die Produktion von Apple Immersive Video vor. Künftig sollen demnach offenbar stärker externe Studios und Entwickler für den Nachschub sorgen.

In diesen Umbau fügt sich auch die erneut aufgekommene Behauptung ein, Vision Pro habe zeitweise „Reality Pro“ heißen sollen. Ein endgültiger Beleg für einen erst kurz vor der Präsentation verworfenen Produktnamen ist das nicht, doch die Bezeichnung besitzt eine nachweisbare Verbindung zu Apple: In der kanadischen Markendatenbank ist „REALITY PRO“ verzeichnet, ursprünglich angemeldet im Februar 2022 und inzwischen Apple zugeordnet. Wann und in welchem Umfang dieser Name intern tatsächlich verwendet wurde, geht daraus allerdings nicht hervor.

Der entscheidende Punkt liegt deshalb weniger in einem alten Namen als in der Frage, welche Rolle Apple künftig selbst übernehmen möchte. Vision Pro bleibt eine unterstützte Plattform, doch Apple scheint sich von der Vorstellung zu entfernen, dauerhaft auch als Spieleentwickler und Produzent kostspieliger räumlicher Inhalte auftreten zu müssen. Das senkt die laufenden Ausgaben, erhöht jedoch den Druck auf unabhängige Entwickler und Medienpartner, ein Ökosystem aufzubauen, das bislang noch nicht die Breite anderer Apple-Plattformen erreicht.

Quellen: Bloomberg (Startseite, da Paywall) · Canadian Intellectual Property Office · Apple Developer

Walmart öffnet seine US-Kassen für Apple Pay

Walmart beginnt am 24. August 2026 damit, kontaktloses Bezahlen in ausgewählten US-Filialen und bei Sam’s Club freizuschalten. Bis Ende des Jahres sollen sämtliche Märkte und Clubs in den Vereinigten Staaten folgen, während die Tankstellen des Unternehmens voraussichtlich bis Mitte 2027 umgestellt werden. Kundinnen und Kunden können dann geeignete Bankkarten sowie Smartphones und Smartwatches an das Kassenterminal halten, anstatt eine Karte einzustecken oder einen QR-Code über Walmarts eigenes Bezahlsystem aufzurufen.

Dass dazu tatsächlich Apple Pay gehört, bestätigt auch der Walmart-Finanzdienst OnePay, dessen Karten nun in Apples Wallet hinterlegt und über Apple Pay verwendet werden können. Walmart entscheidet sich allerdings nicht für eine exklusive Zusammenarbeit mit Apple, sondern öffnet seine Kassen grundsätzlich für den verbreiteten kontaktlosen Bezahlstandard. Neben Apple Pay können deshalb andere digitale Geldbörsen und geeignete kontaktlose Karten genutzt werden, während Walmart Pay und die bisherigen Bezahlwege weiterhin zur Verfügung stehen.

Für Kundinnen und Kunden in Deutschland verändert sich dadurch unmittelbar nichts, denn die Einführung betrifft ausschließlich das US-Geschäft. Für Apple ist die Entscheidung trotzdem wichtig, weil Walmart zu den auffälligsten amerikanischen Handelsketten gehörte, die Apple Pay bislang nicht direkt an ihren Kassen akzeptierten. Die größere Reichweite entsteht nicht durch eine besondere technische Vereinbarung mit Apple, sondern dadurch, dass Walmart seine vorhandene Infrastruktur für kontaktlose Zahlungen öffnet. Genau das zeigt, wie Apple Pay weiterwachsen kann: Sobald große Händler standardisierte Terminals freischalten, wird Apples Bezahldienst automatisch zu einer der verfügbaren Optionen.

Quellen: Walmart · OnePay

Apple Music macht KI-Musik für Hörer sichtbar

Apple Music bereitet für später in diesem Jahr sichtbare Hinweise vor, mit denen sich weitgehend durch künstliche Intelligenz erzeugte Inhalte erkennen lassen sollen. Die Kennzeichnung soll „Made With AI“ lauten und auf den bereits im Frühjahr eingeführten Transparency Tags aufbauen. Diese Metadaten können getrennt festhalten, ob KI bei einer Aufnahme, einer Komposition einschließlich des Liedtextes, einem Cover oder einem Musikvideo einen wesentlichen Anteil übernommen hat.

Der Unterschied zur bisherigen Lösung besteht vor allem darin, dass die Angaben nicht länger nur im Hintergrund der Musiklieferung verarbeitet werden sollen. Labels und Vertriebspartner müssen entsprechende Inhalte kennzeichnen, anschließend soll der Hinweis auch für Hörer innerhalb von Apple Music sichtbar werden. Ein konkreter Einführungstermin steht noch nicht fest. Ebenso offen bleibt, an welcher Stelle der Anwendung die Kennzeichnung erscheinen und wie Apple mit falsch oder gar nicht deklarierten Titeln umgehen wird.

Apple setzt damit zunächst auf die Selbstauskunft jener Unternehmen, die Musik an den Dienst liefern, weil sie den Entstehungsprozess eines Titels am besten kennen. Das ist praktisch, besitzt aber eine offensichtliche Grenze: Wer den Einsatz generativer Werkzeuge verschweigt, wird durch eine reine Metadatenpflicht nicht automatisch erkannt. Für Nutzer entsteht dennoch mehr Transparenz, sofern die Angaben korrekt gepflegt werden. Apple entfernt KI-Musik dabei nicht grundsätzlich aus dem Katalog, sondern versucht zunächst, ihren Ursprung sichtbar zu machen und zwischen einer weitgehend generierten Aufnahme und einzelnen unterstützenden Werkzeugen innerhalb einer menschlichen Produktion zu unterscheiden.

Quellen: Digital Music News · Apple Music Provider Support

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Apple zahlte 17,1 Milliarden Dollar Steuern an Irland

Apple hat im vergangenen Geschäftsjahr nach Angaben einer neuen Unternehmensaufstellung 17,1 Milliarden Dollar an Irland gezahlt. Das entsprach rund 40 Prozent der weltweiten Ertragsteuerzahlungen des Konzerns, die sich insgesamt auf 43,2 Milliarden Dollar beliefen. Die ungewöhnlich hohe irische Summe darf allerdings nicht mit Apples gewöhnlicher jährlicher Steuerbelastung in dem Land verwechselt werden.

Ein erheblicher Teil geht auf den jahrelangen Streit über frühere Steuervereinbarungen zwischen Apple und Irland zurück. Der Europäische Gerichtshof bestätigte 2024, dass der Konzern rund 13 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen nachzahlen muss, weil die früheren Regelungen als unzulässige staatliche Beihilfe bewertet wurden. Das Geld war zuvor bereits auf einem Treuhandkonto hinterlegt worden und wurde nach dem endgültigen Urteil an den irischen Staat übertragen.

Die aktuelle Zahl zeigt deshalb zwei Dinge gleichzeitig: Irland bleibt für Apple das entscheidende Zentrum seines Europageschäfts, doch ein großer Teil der ausgewiesenen Zahlung ist ein einmaliger Nachholeffekt und keine verlässliche Vorschau auf kommende Jahre. Ohne diese Einordnung könnte der Eindruck entstehen, Apple entrichte dauerhaft fast die Hälfte seiner weltweiten Ertragsteuern in Irland. Tatsächlich bildet die Summe vor allem den finanziellen Abschluss eines Rechtsstreits ab, der sich über beinahe ein Jahrzehnt hingezogen hat.

Quellen: Reuters über Euronext · Irischer Rechnungshof

Eine Apple Watch führte einen Triathleten zum Herzspezialisten

Apple hat eine neue Geschichte über einen Triathleten namens Connor veröffentlicht, dessen Apple Watch während des Trainings eine außergewöhnlich hohe Herzfrequenz anzeigte. Nach einem besonders anstrengenden Wettkampf bemerkte er einen Wert von 219 Schlägen pro Minute und verwendete daraufhin die EKG-App seiner Uhr. Die Aufzeichnung meldete Anzeichen für Vorhofflimmern, woraufhin Connor das Ergebnis medizinisch untersuchen ließ.

Ärztliche Untersuchungen deckten anschließend eine angeborene Herzerkrankung auf, die zuvor nicht erkannt worden war und schließlich eine Operation am offenen Herzen notwendig machte. Die Apple Watch stellte dabei keine vollständige Diagnose und konnte auch die zugrunde liegende Erkrankung nicht selbst bestimmen. Sie lieferte jedoch einen konkreten Hinweis, der Connor dazu brachte, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Gerade diese Unterscheidung ist wichtig, weil die EKG-App weder einen Arztbesuch ersetzt noch Herzinfarkte, Blutgerinnsel oder sämtliche Herzrhythmusstörungen erkennen kann. Apple beschreibt die Funktion als 1-Kanal-EKG, das den Herzrhythmus auf mögliche Anzeichen von Vorhofflimmern prüft. Verfügbar ist sie auf der Apple Watch Series 4 oder neuer sowie allen Ultra-Modellen, nicht jedoch auf der Apple Watch SE. Auffällige Messwerte sollten deshalb nicht als fertige Diagnose verstanden, aber auch nicht ignoriert werden – besonders dann nicht, wenn gleichzeitig Beschwerden oder ungewöhnliche Veränderungen der eigenen Leistungsfähigkeit auftreten.

Quellen: Apple auf YouTube · Apple Support

Apple Kompakt

Apple zieht sich bei Vision Pro aus einigen besonders kostspieligen Eigenproduktionen zurück, während Apple Pay von einer Infrastruktur profitiert, die andere Unternehmen finanzieren und betreiben. Bei Apple Music und der Apple Watch wird dagegen sichtbar, wie stark der Wert vorhandener Dienste inzwischen davon abhängt, ob sie ihren Nutzern verständliche und vertrauenswürdige Informationen liefern.

Die irische Steuerzahlung erinnert zugleich daran, dass Apples Größe nicht nur aus verkauften Geräten entsteht, sondern auf einem weltweiten Geflecht aus Plattformen, Diensten und Unternehmensstrukturen beruht. Weitere kompakte Einordnungen rund um Apple stehen in der Serie Apple Kompakt.

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