GC SERIE
GENERATIONEN
CHECK

MacBook Pro M5 oder MacBook Pro M6: Lohnt sich der Wechsel?




Redaktion









Technik




13 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Ein Notebook muss vor allem dann schnell sein, wenn die Arbeit sonst liegen bleibt: beim Export eines Videos, beim Berechnen aufwendiger Bildeffekte oder beim Übersetzen eines größeren Softwareprojekts. Genau dort setzt Apple mit dem M6 an. Mehr Rechenkerne und modernere Funktechnik machen den Nachfolger auf dem Datenblatt interessanter. Für ein gut funktionierendes MacBook Pro mit M5 ergibt sich daraus allerdings noch kein überzeugender Austauschgrund.

MacBook Pro M5 oder MacBook Pro M6 – diese Entscheidung hängt auch daran, was sich kaum verändert. Bildschirm, Gehäuse, Gewicht und die beworbene Akkulaufzeit bleiben weitgehend gleich. Wer hauptsächlich schreibt, recherchiert, Videogespräche führt und gelegentlich Fotos bearbeitet, erhält mit dem M5 weiterhin einen vielseitigen Arbeitsrechner. Für Neukäufer kann ein deutlicher Preisabstand deshalb wichtiger sein als die jüngere Chipgeneration.

Gemeint sind hier die 14-Zoll-Modelle mit dem gewöhnlichen M5 beziehungsweise M6, nicht die Ausführungen mit Pro- oder Max-Chips. Apple hat den M6-Nachfolger am 27. Oktober vorgestellt; seit dem 28. Oktober ist er vorbestellbar, der reguläre Verkauf beginnt am 6. November 2026. Die grundlegende Ausstattung erläutert auch unsere Vorstellung des MacBook Pro mit M6.

Das Kurzurteil

Die meisten Besitzer eines MacBook Pro mit M5 sollten ihr Gerät behalten. Wer im Alltag keine störenden Wartezeiten, keinen Speichermangel und keine konkreten Verbindungsprobleme erlebt, gewinnt durch den Wechsel zu wenig. Ein neuer Chip verbessert weder die bereits vorhandene Tastatur noch die Größe der Arbeitsfläche.

Interessant wird der M6 für Menschen, deren regelmäßig verwendete Anwendungen von zusätzlicher Grafik- oder KI-Leistung profitieren. Vor einem Austausch sollten allerdings unabhängige Tests genau dieser Programme abgewartet werden. Apples Leistungsangaben beschreiben ausgewählte Aufgaben, keine pauschale Beschleunigung des gesamten Arbeitstags.

Für Neukäufer ist ein M5 mit 16 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD bis ungefähr 1.800 Euro eine attraktive Sparoption, sofern Zustand und Ausstattung stimmen. Kostet ein vergleichbarer M5 dagegen mehr als etwa 2.050 Euro, spricht bei einem M6-Einstiegspreis von 2.299 Euro eher der geringe Aufpreis für den Nachfolger. Diese Schwellen sind redaktionelle Orientierungspunkte. Bei höherem Speicherbedarf muss die passende Konfiguration neu verglichen werden.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Bereich MacBook Pro M5 MacBook Pro M6 Bedeutung im Alltag
CPU und GPU Jeweils zehn Kerne Jeweils zwölf Kerne Zusätzliche Reserven für rechenintensive Anwendungen; kein gleicher Vorteil in jeder App.
Neural Engine 16 Kerne Zwei Einheiten mit jeweils 16 Kernen Relevant für Software, die diese KI-Beschleunigung tatsächlich verwendet.
Arbeitsspeicher 16, 24 oder 32 GB 16, 24 oder 32 GB Die maximale Kapazität wächst nicht.
Speicherbandbreite 153 GB/s 153 GB/s bei 16 GB RAM; 170 GB/s bei 24 oder 32 GB Das M6-Basismodell erhält nicht die höhere Bandbreite.
SSD Auch ältere 512-GB-Ausführungen; bis 4 TB Ab 1 TB; bis 4 TB Für einen fairen Preisvergleich dieselbe Kapazität auswählen.
Display 14,2 Zoll Liquid Retina XDR, bis 120 Hz Gleiche wesentliche Eckdaten Kein Wechsel zu OLED oder Touch.
Funk WLAN 6E, Bluetooth 5.3 WLAN 7, Bluetooth 6, Thread Vorteile hängen von Netzwerk, Zubehör und Software ab.
Anschlüsse Dreimal Thunderbolt 4, HDMI, SDXC, MagSafe 3, Kopfhörerbuchse Gleiche Anschlussauswahl Bestehende Peripherie muss nicht wegen eines neuen Anschlussstandards ersetzt werden.
Externe Bildschirme Bis zu zwei; zwei 4K-Displays mit bis zu 144 Hz Bis zu zwei; zwei 4K-Displays mit bis zu 165 Hz Ein kleiner Vorteil für entsprechend ausgestattete Arbeitsplätze.
Laufzeit laut Apple Bis 24 Stunden Videostreaming, bis 16 Stunden Surfen Gleiche Angaben Kein zugesagter Laufzeitsprung.
Maße und Gewicht 31,26 × 22,12 × 1,55 cm; 1,55 kg Gleiche Angaben Kein Mobilitätsgewinn durch ein kleineres oder leichteres Gehäuse.
Kamera und Ton 12-MP-Center-Stage-Kamera, sechs Lautsprecher Gleiche Grundausstattung Kein offensichtlicher Wechselgrund für Videogespräche und Medienwiedergabe.

Die Ausstattungswerte beruhen auf Apples Daten zum M5-Modell, den technischen Daten des M6-Nachfolgers und dem offiziellen Modellvergleich. Laufzeiten sind Herstellerangaben.

MacBook Pro M5 oder MacBook Pro M6: Wo mehr Leistung hilft

Der M6 bringt eine größere Rechenausstattung mit. Apple fertigt ihn nach eigenen Angaben im 2-Nanometer-Verfahren und kombiniert zwölf CPU- mit zwölf GPU-Kernen. Die neue Neural Engine besteht aus zwei Einheiten mit jeweils 16 Kernen. Die Chipvorstellung von Apple beschreibt die technische Grundlage. Wie viel davon im Notebook ankommt, entscheidet aber das Zusammenspiel aus Anwendung, Speicher und Kühlung.

Für das MacBook Pro nennt Apple gegenüber dem M5 bis zu 30 Prozent mehr Grafikleistung und bis zu 25 Prozent mehr Leistung bei bestimmten lokalen KI-Aufgaben. Für die Neural Engine wird bis zum Faktor 1,9 geworben. Diese Werte aus Apples Vorstellung des M6-MacBook-Pro betreffen unterschiedliche Rechenwege und dürfen weder addiert noch auf jede Anwendung übertragen werden.

Wer täglich große Fotoserien verarbeitet, anspruchsvolle Effekte berechnet oder Software kompiliert, kann von kürzeren Wartezeiten profitieren. Läuft ein Vorgang tatsächlich 30 Prozent schneller, werden aus 20 Minuten nach eigener Berechnung etwa 15,4 Minuten. Das ist ein vereinfachtes Beispiel, kein Messergebnis des neuen MacBook. Bei häufig wiederholten Aufgaben kann eine solche Ersparnis wichtig sein; bei einem gelegentlichen Export rechtfertigt sie kaum einen teuren Austausch.

Beim Schreiben, Surfen oder Abspielen eines Films fehlt dagegen häufig die dauerhafte Rechenlast, an der ein größerer Chip seinen Vorteil ausspielen könnte. Ein M5 wird durch den Nachfolger nicht langsamer. Solange die eigenen Programme angenehm reagieren, bleibt sein Nutzwert erhalten.

Für Wärmeentwicklung, Lüftergeräusch und längere Rechenlasten fehlt noch ein belastbarer direkter Notebookvergleich. Tom’s Guide zieht bislang unter anderem Messungen des M6-Mac-mini zur Orientierung heran und kündigt den vollständigen Test des M6-MacBook-Pro erst noch an. Ergebnisse eines Desktoprechners lassen sich nicht unverändert auf den Laptop übertragen.

Beim Speicher ist die richtige Ausstattung wichtiger als der Chipname

Beide Generationen enden bei 32 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher. Wer schon heute größere Projekte oder lokale KI-Modelle nicht vernünftig unterbringen kann, bekommt mit dem M6 also keine grundsätzlich höhere Kapazitätsklasse. Der Wechsel von einem M5 mit 16 GB zu einem M6 mit ebenfalls 16 GB löst Platzmangel im Arbeitsspeicher nicht allein durch zusätzliche Rechenkerne.

Beim M6 hängt außerdem die Bandbreite von der Konfiguration ab. Apple nennt 153 GB/s für 16 GB sowie 170 GB/s für 24 oder 32 GB. Das Basismodell bleibt damit beim Übertragungswert des M5. Den Unterschied zwischen diesen Ausführungen haben wir bereits im Bericht zur Speicherstaffelung des M6-MacBook-Pro erläutert.

Für die Kaufentscheidung zählt zuerst, wie viel Speicher die eigenen Programme gleichzeitig brauchen. Wer große Bilddateien, Entwicklungsumgebungen und virtuelle Maschinen verwendet, sollte eine passende RAM-Ausstattung höher gewichten als den bloßen Generationsnamen. Ein günstiger M5 mit mehr Arbeitsspeicher kann sinnvoller sein als ein jüngerer M6, dessen Kapazität bereits knapp bemessen ist.

Ähnlich genau muss die SSD betrachtet werden. Der M6 beginnt mit 1 TB. Beim M5 existieren auch 512-GB-Geräte, obwohl Apple die Standardausstattung im März 2026 auf 1 TB angehoben hat. Für einen älteren Restbestand mit halb so viel Speicher gilt deshalb eine andere Preisbewertung. Eine externe SSD kann Dateien auslagern, ersetzt aber keinen zusätzlichen Arbeitsspeicher.

Das vertraute Display bleibt ein starkes Argument fürs Behalten

Wer beide Notebooks aufklappt, erhält dieselbe grundlegende Bildschirmklasse: 14,2 Zoll Liquid Retina XDR mit 3024 × 1964 Pixeln und ProMotion bis 120 Hertz. Apple nennt weiterhin bis zu 1.600 Nits HDR-Spitzenhelligkeit und bis zu 1.000 Nits für SDR-Inhalte im Freien. Nanotexturglas ist bei beiden Generationen eine Option.

Die Helligkeitswerte beschreiben unterschiedliche Situationen. Ein kleiner heller Bereich in einem HDR-Video ist nicht mit einer vollflächigen Webseite gleichzusetzen. Für die Wechselentscheidung ist entscheidender, dass Apple hier keinen grundlegenden Generationssprung ausweist. Wer mit Darstellung, Arbeitsfläche und Reflexionen seines M5 zufrieden ist, erhält durch den M6-Chip keinen neuen Bildschirm.

Auch das Gehäuse bleibt gleich groß und nach Herstellerangabe gleich schwer. Die Kameraaussparung am oberen Displayrand, Tastatur mit Touch ID und großes Force-Touch-Trackpad gehören weiterhin zum bekannten Aufbau. Bei Kamera und Lautsprechern bleibt die Grundausstattung ebenfalls erhalten. Daraus folgt keine Garantie für identische Messwerte, aber auch kein belastbares Versprechen einer deutlich besseren Videokonferenzqualität.

Das M6-Modell darf deshalb nicht mit den ebenfalls angekündigten Ausführungen verwechselt werden, die ein anderes Display und Touch-Bedienung erhalten. Unsere Vorstellung des MacBook Pro mit PROLED XDR, Touch und Dynamic Island erklärt diese separate Baureihe. Ein M6-Kauf bringt deren Merkmale nicht automatisch mit.

WLAN 7 verbessert die Möglichkeiten, die Anschlüsse bleiben vertraut

Der N1-Funkchip ergänzt WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. Gegenüber WLAN 6E und Bluetooth 5.3 beim M5 ist das die modernere Grundlage. Einen spürbaren Vorteil bringt sie aber vor allem dann, wenn Router, Gegenstelle und Anwendung dazu passen. Ein langsamer Internetanschluss wird durch den neuen Notebookchip nicht schneller.

Für regelmäßige Übertragungen großer Dateien im passenden lokalen Netz kann WLAN 7 interessant sein. Für einen Rechner, der meist zuverlässig am Schreibtisch arbeitet oder über einen Adapter per Ethernet verbunden ist, wiegt der Unterschied weniger schwer. Auch Bluetooth 6 verbessert vorhandene Kopfhörer nicht automatisch; entscheidend sind die gemeinsam unterstützten Funktionen.

Kabelgebunden bleibt es bei Thunderbolt 4 mit bis zu 40 Gbit/s. Hinzu kommen HDMI, SDXC-Kartensteckplatz, MagSafe 3 und Kopfhörerbuchse. Wer auf Thunderbolt 5 wartet, findet diesen Wechsel beim gewöhnlichen M6-Modell nicht.

Beide Geräte unterstützen bis zu zwei externe Bildschirme zusätzlich zum eingebauten Display. Der M6 erlaubt bei zwei 4K-Monitoren laut Datenblatt bis zu 165 statt 144 Hertz. Für einen üblichen Büroarbeitsplatz verändert das wenig. Ein dritter externer Bildschirm wird durch diesen Generationswechsel nicht freigeschaltet.

Die Laufzeit verspricht keinen Sprung, die Software bleibt gemeinsam

Apple nennt für beide Modelle bis zu 24 Stunden Videostreaming und bis zu 16 Stunden drahtloses Surfen. Auch die Batteriekapazität bleibt bei 72,4 Wattstunden. Ein kleinerer Fertigungsprozess allein ist deshalb kein Beleg für längere Laufzeit beim Arbeiten, Spielen oder Rendern. Dafür sind vergleichbare Messungen am fertigen Notebook nötig.

Beim Laden unterstützen beide Geräte USB Power Delivery und schnelles Aufladen mit einer geeigneten Stromquelle ab 96 Watt. Wer bereits ein passendes Netzteil besitzt, muss es wegen des M6 nicht ersetzen. Im deutschen Lieferumfang ist kein Netzteil enthalten; das MagSafe-Kabel gehört dazu. Beim Neukauf sollte deshalb der tatsächlich benötigte Gesamtpreis verglichen werden.

Auch macOS 27 ist kein exklusiver Vorteil des neuen Chips. Apple führt MacBook-Pro-Modelle mit Apple Chip ab 2020 als kompatibel auf. Der M5 bleibt damit bei der aktuellen Betriebssystemgeneration dabei. Für seine weitere Nutzbarkeit entsteht durch die M6-Ankündigung keine unmittelbare Softwaregrenze.

Bei KI-Funktionen lohnt sich ein genauer Blick auf Sprache und Verfügbarkeit. Apple Intelligence unterstützt auch Deutsch, während Apple Siri AI zunächst auf Englisch einführt. Das Unternehmen weist außerdem auf regionale Unterschiede und Nutzungslimits bestimmter servergestützter Funktionen hin. Maßgeblich sind die jeweiligen Angaben zu Apple Intelligence. Ein M6 allein macht daraus kein vollständig deutschsprachiges, unbegrenzt nutzbares Gesamtpaket.

Für keine der beiden Generationen lässt sich aus dem Modellnamen ein konkretes Enddatum aller künftigen macOS-Updates ableiten. Der jüngere Rechner ist die neuere Plattform; eine bestimmte zusätzliche Zahl an Unterstützungsjahren sollte daraus nicht versprochen werden.

Preis und tatsächliche Wechselkosten

Der M5 startete im Oktober 2025 in Deutschland bei 1.799 Euro mit 512 GB SSD. Im März 2026 nannte Apple für die auf 1 TB angehobene Standardausstattung 1.899 Euro. Diese historischen Preise aus der M5-Vorstellung und der Aktualisierung im März sind keine heutigen Kaufangebote. Der M6 beginnt bei 2.299 Euro mit 16 GB RAM und 1 TB SSD.

Für den M5 mit 16 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD wurden am 31. Oktober Neupreise ab 1.689 Euro einschließlich Versand ermittelt. Gegenüber dem M6-Einstieg ergibt sich damit eine Ersparnis von 610 Euro. Wer die zusätzliche Rechenleistung und WLAN 7 nicht benötigt, bekommt zu diesem Preis dieselbe grundlegende Bildschirm-, Gehäuse- und Anschlussausstattung deutlich günstiger.

Der Preisabstand fällt allerdings nicht bei jedem M5 gleich groß aus. Ein ermittelter Neupreis von 1.949 Euro lässt noch 350 Euro Unterschied zum M6. Bei einem weiteren Preis von rund 2.130 Euro einschließlich Versand bleiben dagegen nur etwa 169 Euro Ersparnis. Bei diesem geringen Abstand spricht mehr für die jüngere Rechenausstattung und Funktechnik des M6. Ein älteres Modell ist deshalb nicht allein wegen seiner Generation die wirtschaftlichere Wahl.

Ein aufbereitetes M5-Modell mit 16 GB und 1 TB lag bei 1.849 Euro und damit 450 Euro unter dem M6-Einstieg. Gegenüber der günstigsten ermittelten Neuware ist das allerdings kein Preisvorteil. Zustand, Akkugesundheit und Absicherung müssen die Bewertung ergänzen; die Bezeichnung „aufbereitet“ allein macht ein Gerät nicht zum besseren Kauf.

Für Besitzer zählt dagegen der Nettoaufwand: Kaufpreis des M6 minus tatsächlich erzielter Erlös für den M5, zuzüglich notwendiger Extras. Bei angenommenen 1.300 Euro Verkaufserlös bleiben vom M6-Basispreis 999 Euro übrig; bei angenommenen 1.500 Euro sind es 799 Euro. Das sind ausdrücklich hypothetische Rechenbeispiele, keine ermittelten Ankaufpreise. Entscheidend ist, ob der konkrete Nutzen des M6 diesen zusätzlichen Aufwand rechtfertigt.

Ein Wechsel auf mehr RAM, mehr SSD oder Nanotextur erhöht den Aufwand zusätzlich. Vorhandene kompatible Monitore, Laufwerke und Ladegeräte können dagegen weitergenutzt werden. Für den Generationswechsel selbst ist kein neues Softwareabo erforderlich; zusätzliche Kosten entstehen nur durch tatsächlich gewählte Programme, Dienste oder Zubehör.

Was gilt für Neukäufer?

Bei 16 GB Arbeitsspeicher, 1 TB SSD und Standardglas ist ein neuer oder gut aufbereiteter M5 bis ungefähr 1.800 Euro besonders interessant. Gegenüber 2.299 Euro bleiben mindestens rund 500 Euro Abstand. Wer überwiegend Büroarbeit, Studium, Webanwendungen und gelegentliche Kreativprojekte erledigt, erhält dafür sehr viel von derselben täglichen Nutzung.

Zwischen etwa 1.800 und 2.050 Euro entscheidet stärker der Einsatzzweck. Ein M5 für 1.849 Euro mit nachvollziehbarer Aufbereitung kann vernünftig sein. Wer regelmäßig Grafikberechnungen ausführt, ein passendes WLAN-7-Netz besitzt und lange mit dem Gerät arbeiten möchte, sollte dagegen den Aufpreis des M6 anhand seiner konkreten Programme prüfen.

Oberhalb von ungefähr 2.050 Euro wird ein vergleichbarer M5 weniger attraktiv. Bei höchstens rund 250 Euro Abstand spricht mehr für den jüngeren M6, sofern die angekündigte Ausstattung passt und die ersten Praxistests keine kaufentscheidenden Schwächen zeigen. Ein teurer Restbestand wird durch sein Alter nicht zum Schnäppchen.

Diese Grenzen sind redaktionelle Einschätzungen für die genannte Ausstattung. Für 24 oder 32 GB RAM, größere SSDs und Nanotextur müssen die jeweiligen Endpreise verglichen werden. Ein M5 mit 32 GB kann für speicherhungrige Arbeit die sinnvollere Anschaffung sein als ein M6 mit 16 GB.

Bei Gebrauchtgeräten gehören Akkuzustand und Ladezyklen, Display, Tastatur, Anschlüsse und mögliche Reparaturen zur Prüfung. Ebenso wichtig sind eine entfernte Aktivierungssperre, keine unerwünschte Firmenverwaltung, das richtige Tastaturlayout sowie klare Garantie-, Rückgabe- und Gewährleistungsbedingungen. Ein bloßer Zustandsbegriff wie „sehr gut“ beantwortet diese Fragen nicht.

Für wen sich der Wechsel lohnen kann

Kreative und Entwickler mit wiederkehrenden Wartezeiten

Wer täglich an denselben Rechenschritten wartet, sollte Tests der eigenen Anwendungen abwarten und den Zeitgewinn gegen den Nettoaufwand stellen. Häufige lange Exporte oder aufwendige Berechnungen sind ein nachvollziehbarer Grund. Gelegentliche Wartezeiten allein machen den M5 noch nicht unbrauchbar.

Menschen mit zu knappem Arbeitsspeicher

Ein Austausch kann sinnvoll sein, wenn die bisherige Ausstattung dauerhaft begrenzt. Entscheidend ist dann der Schritt auf genügend RAM. Ein M6 mit gleicher knapper Kapazität ist keine verlässliche Lösung; bei mehr als 32 GB Bedarf führt auch diese Generation in der hier verglichenen Chipklasse nicht weiter.

Nutzer eines passenden schnellen Netzwerks

WLAN 7 kann bei häufigen großen Übertragungen einen praktischen Vorteil bringen. Dafür muss der bisherige Funkweg tatsächlich begrenzen. Wer bereits zuverlässig per Kabel oder über WLAN 6E arbeitet, sollte allein für die neue Funkbezeichnung keinen hohen Wechselpreis zahlen.

Besitzer eines beschädigten oder unzuverlässigen M5

Steht ohnehin Ersatz an, ist der M6 bei geringem Preisabstand die naheliegende modernere Wahl. Bei einem einzelnen reparierbaren Problem gehört zunächst ein konkreter Servicepreis in die Rechnung. Ein schwächer gewordener Akku macht nicht automatisch einen neuen Prozessor erforderlich.

Die meisten zufriedenen M5-Besitzer

Wer mit Leistung, Speicher und Bildschirm zurechtkommt, kann diese Generation überspringen. Der M6 bietet zusätzliche Reserven. Die vertraute Arbeitsfläche, das unveränderte Gewicht und die gleichen Laufzeitversprechen liefern aber wenig Anlass, einen erst rund ein Jahr alten Rechner allein wegen seiner Chipnummer auszutauschen.

Generationencheck: Das Urteil

Das MacBook Pro mit M6 ist die leistungsfähiger ausgestattete Weiterentwicklung derselben Notebookklasse. Der Nutzen konzentriert sich auf bestimmte Rechenaufgaben und die modernere Funkbasis. Bei den Eigenschaften, die den täglichen Umgang unmittelbar prägen, bleibt der Abstand klein. Deshalb fallen Wechsel- und Neukaufempfehlung unterschiedlich aus.

Für Wechsler

Ein funktionierendes MacBook Pro mit M5 sollte bleiben, solange kein konkreter Engpass stört. Ein Austausch ist vor allem für Menschen plausibel, die messbar Zeit gewinnen, mehr Arbeitsspeicher benötigen oder ohnehin Ersatz beschaffen müssen. Vor einem Kauf wegen höherer Dauerleistung sind unabhängige Notebooktests sinnvoll. Mehrere Hundert Euro für denselben Bildschirm und die gleiche Speichergröße auszugeben, verlangt einen klaren Nutzen in der eigenen Arbeit.

Für Neukäufer

Ein M5 mit 16 GB RAM und 1 TB SSD bis ungefähr 1.800 Euro bleibt eine überzeugende Sparoption. Bei weniger als rund 250 Euro Abstand ist der M6 vorläufig das schlüssigere Gesamtpaket. Dazwischen entscheiden Anwendungen, Speicherbedarf, Zustand und Absicherung. Wer mehrere Jahre mit dem Rechner plant, sollte ausreichenden Arbeitsspeicher höher gewichten als einen möglichst neuen Namen bei zu knapper Ausstattung.

Das M6-Modell wird erst ab dem 6. November regulär ausgeliefert. Vergleichbare unabhängige Messungen zu Dauerleistung, Lüftergeräusch und Akkulaufzeit stehen für dieses vorläufige Urteil noch aus.

Stand der Recherche: 31. Oktober 2026, 11:31 Uhr, Europe/Berlin.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: GadgetChecks hat beide Notebooks für diesen Vergleich nicht selbst unter identischen Bedingungen getestet. Das M6-Modell war zum Recherchezeitpunkt vorbestellbar, aber noch nicht regulär erhältlich. Technische Daten sowie Leistungs-, Helligkeits-, Lade- und Laufzeitangaben stammen von Apple. Unabhängige Messwerte anderer M6-Geräte wurden nicht als Ergebnisse dieses Notebooks übernommen. Preisgrenzen sind redaktionelle Einschätzungen; die angenommenen Verkaufserlöse dienen ausschließlich als Rechenbeispiele. Preise und Verfügbarkeiten können sich kurzfristig ändern.

Aktuelle Angebote

Technik-Deals im Überblick

Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.

Angebote ansehen
SECHS BEREICHE. EINE REDAKTION.

Entdecke mehr bei gadgetChecks