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Gesponserte Vorschläge in Firefox 156 starten in Deutschland




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4 Min. Lesezeit

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Gesponserte Vorschläge in Firefox 156 erreichen erstmals auch Nutzer in Deutschland. Mozilla hat die neue Browserversion laut den offiziellen Versionshinweisen am 15. September 2026 veröffentlicht und schaltet damit lokalisierte Wikipedia-Treffer sowie gelegentliche bezahlte Empfehlungen in der Adressleiste für Deutschland, Frankreich und Italien frei. Die Einträge lassen sich abschalten. Unabhängig davon ist das Update wegen zahlreicher geschlossener Sicherheitslücken empfehlenswert.

Was jetzt in der Adressleiste auftaucht

Firefox Suggest ergänzt die bekannten Treffer aus Chronik, Lesezeichen und geöffneten Tabs um Inhalte aus weiteren Quellen. Mit Firefox 156 können beim Tippen in die Adressleiste in Deutschland passende Wikipedia-Artikel erscheinen. Diese redaktionell erstellten Lexikonverweise sind nicht bezahlt. Daneben führt Mozilla gelegentliche gesponserte Vorschläge ein, die in der Oberfläche als solche gekennzeichnet werden sollen.

Mozilla erhält nach eigener Darstellung Einnahmen, wenn Nutzer mit einem gesponserten Vorschlag interagieren. In seiner Hilfedokumentation zu Firefox Suggest nennt das Unternehmen adMarketplace, Yelp und AccuWeather als Partner, weist aber zugleich darauf hin, dass manche Kooperationen nur in den USA und andere in allen Regionen mit Firefox Suggest aktiv sind. Welche Partner zum deutschen Start tatsächlich erscheinen, geht aus den Versionshinweisen nicht hervor. Nutzer sollten einen als gesponsert markierten Treffer deshalb als Werbung und nicht als redaktionelle Empfehlung des Browsers verstehen.

Die neuen Firefox-Suggest-Einträge sind außerdem von den Suchvorschlägen der eingestellten Suchmaschine zu unterscheiden. Wer beispielsweise Google, Bing oder eine andere Suche verwendet, kann weiterhin Vorschläge dieses Anbieters erhalten. Das Abschalten der Firefox-Empfehlungen beseitigt daher nicht automatisch sämtliche Ergänzungen in der Adressleiste.

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Gesponserte Vorschläge in Firefox 156 lassen sich abschalten

Wer die neuen Einträge nicht sehen möchte, öffnet die Firefox-Einstellungen, wechselt zum Bereich „Suche“ und scrollt zum Abschnitt für die Adressleiste beziehungsweise Firefox Suggest. Dort lassen sich Vorschläge von Firefox und gesponserte Vorschläge deaktivieren. Je nach Plattform, Sprache und schrittweiser Freischaltung können die Bezeichnungen leicht abweichen. Ein einzelner unerwünschter Treffer lässt sich über das Drei-Punkte-Menü neben dem Vorschlag ausblenden und auf eine persönliche Blockliste setzen.

Die Schalter sollten bewusst getrennt geprüft werden. Lokale Treffer aus Lesezeichen, Chronik und geöffneten Tabs können hilfreich bleiben, auch wenn jemand keine bezahlten Empfehlungen wünscht. Ebenso lassen sich nicht gesponserte Firefox-Vorschläge und Werbung unabhängig voneinander steuern, sofern die verwendete Version diese Auswahl getrennt anbietet.

Welche Daten Mozilla für Firefox Suggest beschreibt

Bei der Datenverarbeitung unterscheidet Mozilla mehrere Wege. Treffer aus Chronik, Lesezeichen und offenen Tabs entstehen aus Informationen, die lokal auf dem eigenen Gerät liegen. Für Vorschläge von Firefox kann der Browser je nach Region und Einstellung entweder lokal verarbeitete Ergebnisse verwenden oder Anfragen an Mozilla senden. Für bestimmte Abrufe setzt das Unternehmen Oblivious HTTP, kurz OHTTP, ein. Dabei sollen Verschlüsselung und ein zwischengeschalteter Proxy verhindern, dass Mozilla eine konkrete Suchanfrage direkt mit der IP-Adresse des Nutzers verbindet.

Die öffentlich zugängliche Firefox-Datenschutzerklärung ordnet den deutschen Start jedoch nicht eindeutig einem einzigen dieser Verarbeitungswege zu. Sie beschreibt OHTTP für die USA und bestimmte weitere Regionen, während andere Nutzer lokal bereitgestellte Vorschläge erhalten können. Pauschale Aussagen, jede Eingabe deutscher Nutzer werde an Mozilla übertragen oder bleibe vollständig auf dem Gerät, wären deshalb gleichermaßen zu weitgehend. Sicher ist: Die Funktion ist konfigurierbar, und Mozilla beschreibt Interaktionsdaten zu Einblendungen und Klicks als Teil der Erfolgsmessung. Wer diese Verarbeitung nicht möchte, sollte die entsprechenden Firefox-Suggest-Optionen deaktivieren.

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Firefox 156 schließt auch zahlreiche Sicherheitslücken

Die Werbung in der Adressleiste ist die sichtbarste Neuerung für Deutschland, aber nicht der wichtigste Grund für das Update. Mozillas Sicherheitsmitteilung MFSA 2026-90 stuft die Gesamtauswirkung der behobenen Schwachstellen als hoch ein. ComputerBase zählt 73 einzelne Sicherheitslücken, darunter 29 mit hohem Schweregrad. Betroffen waren unter anderem Komponenten für WebCodecs, Canvas und WebGL, Erweiterungen, Netzwerkfunktionen sowie Firefox für Android. Mozilla weist in der Mitteilung nicht auf eine bestätigte aktive Ausnutzung hin.

Damit unterscheidet sich die Meldung vom Anfang September veröffentlichten Firefox-155-Sicherheitsupdate: Firefox 156 folgt bereits zwei Wochen später im neuen, schnelleren Veröffentlichungsrhythmus und bringt zusätzlich eine konkrete Änderung für die deutsche Adressleiste. Wer automatische Updates deaktiviert hat, sollte über das Hilfemenü den Punkt „Über Firefox“ öffnen und kontrollieren, ob Version 156 installiert ist. Die Firefox-Suggest-Schalter können anschließend nach den eigenen Vorlieben gesetzt werden.

Weitere Verbesserungen bleiben im Hintergrund

Mozilla gibt an, dass der integrierte PDF-Betrachter mit Firefox 156 bis zu 45 Prozent schneller startet. Große JPEG-Bilder, die für die Darstellung verkleinert werden, sollen weniger Arbeitsspeicher und Prozessorleistung beanspruchen. Unter Windows auf ARM64-Geräten kann WebRTC für Videoanrufe nun die Hardware-Decodierung von H.264 nutzen. Zudem beseitigt die Version Fehler bei Untertiteln im Bild-in-Bild-Modus, beim Verschieben von Bildern in Rich-Text-Editoren, bei DNS-over-HTTPS-Verbindungen und bei der Netzwerknutzung des integrierten VPN. Auf macOS kann Firefox auf Wunsch automatisch mit dem Rechner starten.

Für Nutzer in Deutschland ergibt sich damit eine klare Trennung: Firefox 156 sollte wegen der Sicherheitskorrekturen installiert werden, die neuen Wikipedia- und Sponsorenhinweise sind dagegen eine persönliche Einstellungsfrage. Wer die zusätzlichen Treffer nützlich findet, kann sie aktiviert lassen. Wer eine möglichst aufgeräumte Adressleiste ohne bezahlte Empfehlungen bevorzugt, kann sie ausschalten, ohne auf das Sicherheitsupdate zu verzichten.

Stand der Recherche: 16. September 2026, 19:30 Uhr CEST

Hauptquellen

Transparenzhinweis: gadgetChecks hat Firefox 156 für diesen Beitrag nicht selbst getestet. Der Text beruht auf den verlinkten Originalunterlagen und einer unabhängigen Gegenprüfung.

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