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SmartThings-API wird für eigene Cloud-Integrationen kostenpflichtig
Eine smarte Lampe lässt sich über die SmartThings-App schalten oder in ein selbst gebautes Dashboard einbinden. Für diesen zweiten Zugriffsweg führt Samsung am 4. November kostenpflichtige Tarife für die SmartThings-API ein. Deutschland gehört zu den Startländern für Einzelentwickler. Die SmartThings-App, ihre Routinen und lokale Integrationen auf kompatiblen Hubs sind kostenlos.
Welche Zugriffe auf die SmartThings-API Geld kosten
Die Umstellung betrifft eigene Anwendungen, die sich per OAuth mit der SmartThings-Cloud verbinden. Samsung nennt sie API Access Apps. Über eine solche Anwendung kann etwa ein selbst gebautes Dashboard den Zustand eines Sensors abfragen oder eine Lampe schalten. Für Unternehmen gibt es einen eigenen Tarif, dessen Preis sich nach dem Umfang der Nutzung richtet.
Ob eine Automatisierung unter die neue Regel fällt, hängt vom Zugriffsweg ab. Schaltet ein kompatibler Hub die Lampe über eine lokal ausgeführte Routine, ist dafür kein API-Abo nötig. Ruft ein externes Dashboard dieselbe Lampe über eine eigene API Access App ab, greift der neue Tarif. Welche Routinen auf dem Hub laufen können, hängt auch von der Firmware und den eingebundenen Geräten ab. Der SmartHome Kompass zur SmartThings-Hub-Firmware zeigt, wie Samsung die lokale Steuerung ausgebaut hat.
Ab wann bestehende Verbindungen ausfallen können
Seit dem 4. November benötigen Entwickler einen Tarif, um API Access Apps neu anzulegen oder bestehende zu bearbeiten. Bereits installierte Integrationen können in der Übergangsphase weiterlaufen. Ein Dashboard kann in dieser Zeit noch Gerätedaten anzeigen, obwohl für die Verbindung noch kein Tarif gebucht wurde.
Für Apps ohne Tarif beginnt am 15. Dezember 2026 die nächste Phase. Samsung kündigt an, aktive API-Schlüssel zu deaktivieren. Dadurch können auch Automationen anderer Haushalte ausfallen, wenn sie dieselbe Integration nutzen. Entscheidend ist das Konto, auf dem die Anwendung registriert ist. Bei einer selbst eingerichteten Verbindung zeigt das SmartThings-Entwicklerportal, welche API Access Apps dem eigenen Konto zugeordnet sind.
Was der Entwicklertarif in Deutschland abdeckt
Das Developer Center von SmartThings nennt für den Entwicklertarif 4,99 US-Dollar pro Monat. Einen Abrechnungspreis in Euro weist die öffentliche Tarifseite für Deutschland nicht aus. Der Tarif umfasst bis zu 100.000 Cloud-Abfragen pro Monat und bis zu zehn aktive App-Installationen. Beide Grenzen gelten für das Entwicklerkonto über alle damit verwalteten Standorte hinweg.
Was für Home Assistant gilt
Die SmartThings-Integration von Home Assistant greift auf Samsungs Schnittstelle zu. Das Projekt weist darauf hin, dass Nutzer dieser Anbindung einen Tarif brauchen oder ihre Geräte auf einen anderen Verbindungsweg umstellen müssen. Für die Übergangsfrist gilt Samsungs neuerer Zeitplan mit dem 15. Dezember. Der gadgetChecks-Guide zu Home Assistant erklärt, wie sich Geräte je nach Modell direkt oder über eine Hersteller-Cloud einbinden lassen. Für Automationen, die nur über die SmartThings-Anbindung an ihre Geräte kommen, lohnt sich diese Unterscheidung vor Ablauf der Frist.
Stand der Recherche am 4. November 2026 um 17:48 Uhr MEZ.
Hauptquellen
- SmartThings – Zeitplan und betroffene Zugriffsarten
- SmartThings Developer Center – Tarife, Kontingente und Startländer
- Home Assistant – Dokumentation der SmartThings-Integration
gadgetChecks hat den Tarifabschluss und die betroffenen Integrationen nicht selbst getestet.
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