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Google Home MCP öffnet im Frühzugang die Tür für KI-Agenten, SmartThings wird lokaler und Meross baut eine Matter-Brücke




Redaktion









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9 Min. Lesezeit

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Google lässt erstmals externe KI-Agenten auf Geräte und Ereignisse in Google Home zugreifen – vorerst allerdings nur in einem US-Frühzugang. SmartThings schafft zugleich die technische Grundlage für lokale App-Steuerung, Meross verbindet neue Sensoren über eine Matter-Brücke, und Google sowie eWeLink bessern an wichtigen Alltagsfunktionen nach.

Berichtszeitraum: 11. bis 17. September 2026 · Redaktionsschluss: 17. September 2026, 13:54 Uhr (Europe/Berlin)

Google Home MCP ist die weitreichendste Smart-Home-Veränderung dieser Woche. Über die standardisierte Schnittstelle können kompatible KI-Agenten Räume und Geräte erfassen, aktuelle Zustände abfragen, Befehle ausführen und vergangene Ereignisse auswerten. Das vernetzte Zuhause wird damit nicht mehr nur von der App oder dem Sprachassistenten des Plattformbetreibers bedient, sondern kann einem externen Agenten als Arbeitsumgebung dienen.

Für diese Ausgabe des SmartHome Kompass ist daran vor allem der Kontrast zur Vorwoche interessant: Während UGREEN beim HomeAgent mit lokaler KI und Speicherung im eigenen Haus wirbt, öffnet Google eine cloudbasierte Plattform für zusätzliche Agenten. Beides verspricht flexiblere Automationen, verteilt Kontrolle, Daten und Verantwortung aber auf grundverschiedene Weise.

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Google Home MCP gibt KI-Agenten Zugriff auf Geräte und Ereignisse

Der Google Home MCP Server befindet sich im Early Access. Google nennt fünf zentrale Funktionsbereiche: Der Agent kann erreichbare Haushalte auflisten, Räume und Geräte erfassen, Live-Zustände prüfen, unterstützte Aktionen ausführen und den Ereignisverlauf für festgelegte Zeiträume auswerten. Daraus entstehen deutlich komplexere Möglichkeiten als bei einem einzelnen Sprachbefehl. Ein Agent könnte etwa untersuchen, welche Lampen regelmäßig unnötig eingeschaltet bleiben, Aktivitätsverläufe zusammenfassen oder eine individuell aufgebaute Bedienoberfläche für bestimmte Räume erstellen.

MCP steht für Model Context Protocol und beschreibt eine gemeinsame Schnittstelle, über die ein KI-System Werkzeuge und Datenquellen ansprechen kann. Google nennt unter anderem Antigravity, Claude Cowork und OpenClaw als kompatible Beispiele. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder beliebige Chatbot ohne Vorbereitung auf das Zuhause zugreifen darf. Für die Einrichtung sind ein Google-Cloud-Projekt, aktivierte Home API, OAuth-Zugangsdaten und eine ausdrückliche Freigabe des gewünschten Zuhauses erforderlich.

Der Frühzugang bleibt zudem eng begrenzt: Er wird zunächst in den USA für Abonnenten von Google Home Premium Advanced verteilt. Einen Termin für Deutschland oder andere Abostufen nennt Google nicht. Deutsche Nutzer können die Funktion deshalb noch nicht regulär für ihr Zuhause einplanen.

Besonders wichtig sind die Sicherheitsgrenzen. Google blockiert empfindliche Aktionen wie das Entriegeln einer Tür serverseitig und begrenzt die Zahl der Anfragen. Der Zugriff eines Agenten lässt sich über die Google-Home-App oder das Google-Konto widerrufen. Für Daten zur Erkennung vertrauter Gesichter ist eine separate Zustimmung durch einen Verwalter des Haushalts erforderlich. Google empfiehlt außerdem, Mitbewohner über den Zugriff zu informieren und Experimente möglichst in einem getrennten Test-Zuhause durchzuführen.

Diese Schutzmaßnahmen reduzieren das Risiko, beseitigen es aber nicht. Ein Agent mit Zugriff auf Gerätezustände und Ereignisverläufe erhält einen detaillierten Einblick in den Alltag eines Haushalts. Entscheidend ist deshalb nicht nur, was Google technisch erlaubt, sondern auch, welchem KI-Dienst Nutzer ihre Daten und Befehle anvertrauen.

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SmartThings bereitet die direkte Steuerung ohne Internet vor

Samsung hat den weltweiten Rollout der SmartThings-Hub-Firmware 0.62.7 am 16. September abgeschlossen. Sie erreicht den SmartThings Hub von 2015 und 2018, den Aeotec Smart Home Hub, den Aeotec Smart Home Hub 2 sowie den ThingsOne Smart Home Hub. Beim Einspielen startet die jeweilige Zentrale neu und ist nach Herstellerangaben üblicherweise weniger als eine Minute nicht erreichbar.

Die wichtigste Neuerung ist die geplante direkte Kommunikation zwischen SmartThings-App und Hub, wenn sich beide im selben lokalen Netzwerk befinden. Dadurch soll sich der Hub selbst bei einem Ausfall der Internetverbindung über die App bedienen lassen. Lokale Routinen konnten auf geeigneten SmartThings-Hubs bereits ohne Cloud ausgeführt werden; neu ist die technische Grundlage für unmittelbare Befehle aus der App.

Vollständig nutzbar ist diese Funktion mit der Hub-Firmware allein allerdings noch nicht. SmartThings weist ausdrücklich darauf hin, dass zusätzlich eine kommende App-Version erforderlich ist. Wer den Internetzugang testweise trennt, sollte daher nicht automatisch davon ausgehen, dass die lokale Bedienung schon auf jedem Smartphone funktioniert.

Gerade nach dokumentierten Plattformausfällen ist diese Entwicklung bedeutsam. Der frühere Google-Home-Ausfall und seine Folgen für cloudabhängige Automationen hat gezeigt, warum eine lokale Verbindung zwischen App und Zentrale mehr als ein Komfortmerkmal ist.

Die Firmware erlaubt SmartThings-Hubs außerdem, einem anderen Thread-Netz beizutreten, selbst wenn bereits Zigbee- oder Matter-over-Thread-Geräte verbunden sind. Dabei gibt es einen wichtigen Haken: Arbeitet das neue Thread-Netz auf einem anderen Funkkanal, könnten einzelne Zigbee-Geräte anschließend neu eingebunden oder zumindest neu gestartet werden müssen. Nutzer mit umfangreichen Zigbee-Installationen sollten eine Zusammenführung deshalb erst vornehmen, wenn die neue App-Version verfügbar ist und SmartThings den Ablauf vollständig dokumentiert hat.

Hinzu kommen Verbesserungen bei der Zustandsabstimmung nach längeren Offline-Phasen und bei der Diagnose von Thread-Geräten. Der Aeotec Smart Home Hub 2 und der ThingsOne Smart Home Hub können nach dem Update zudem als Knoten im SmartThings-Find-Netzwerk arbeiten.

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Google Home räumt bei Kameras, Gerätekacheln und Gemini auf

Neben der neuen Agentenschnittstelle verteilt Google eine ungewöhnlich umfangreiche Sammlung von Korrekturen für die Home-App und Gemini for Home. Die Änderungen wirken einzeln unspektakulär, betreffen aber genau jene Stellen, an denen ein vernetztes Zuhause im Alltag zuverlässig sein muss.

Die Home-Widgets sollen ihre Hintergrundaktualisierung pausieren, sobald das Smartphone gesperrt oder der Bildschirm ausgeschaltet wird. Dadurch will Google sowohl den Akku des Telefons als auch den Energieverbrauch verbundener Kameras schonen. Beim Entsperren werden die Inhalte wieder aktualisiert.

Auch fehlerhaft ausgegraute Gerätekacheln für Sensoren, Kameras sowie Rauch- und Kohlenmonoxidmelder sollen verschwinden. Beim Wechsel zwischen mehreren Google-Konten tritt die Meldung „Home nicht gefunden“ laut Google seltener auf, und festhängende WLAN-Einrichtungen neuer Geräte wurden überarbeitet. Nach einem bereits beendeten Rauch- oder Kohlenmonoxidalarm soll die App zudem den aktuellen Gerätestatus verständlicher anzeigen.

Bei den Kameras korrigiert Google schwarze Livestream-Kacheln nach dem Verlassen der Vollbildansicht unter Android. Die Zeitleiste soll Aufzeichnungslücken wieder ohne Einfrieren passieren, während die iOS-App zuverlässiger von gespeicherten Ereignissen zurück in den Live-Modus wechselt.

Gemini for Home erhält ebenfalls Nachbesserungen. Der Assistent soll weniger unnötige Rückfragen stellen, Gespräche nicht mehr so häufig abrupt beenden und Übertragungen an mehrere Lautsprecher zuverlässiger ausführen. Außerdem nennt Google Korrekturen für Streamingdienste auf Smart Displays, den Live-Modus und persönliche Wiedergabelisten.

Ein neues Gerät ist dafür nicht nötig. Google spricht jedoch von einem Rollout, weshalb einzelne Korrekturen je nach App-Version, Konto, Plattform und Early-Access-Status zeitversetzt erscheinen können. Die grundsätzliche Umstellung des Ökosystems haben wir im Beitrag zum Google Home Speaker mit Gemini ausführlicher eingeordnet.

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Meross verbindet Bluetooth- und 433-MHz-Sensoren über Matter

Meross nimmt den Matter Smart Hub Pro MSH450P und vier neue Sensoren in den Vorverkauf. Die Zentrale verbindet sich wahlweise über Ethernet oder das 2,4-GHz-WLAN mit dem Heimnetz. Auf der Geräteseite kommuniziert sie sowohl mit älteren Meross-Komponenten über 433 MHz als auch mit einer neuen Generation von Bluetooth-Sensoren.

Zum neuen Sortiment gehören der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor MS120H, der Tür- und Fenstersensor MS220H, der Wassermelder MS420H sowie der programmierbare Taster MS700H. Der Hub soll bis zu 32 Geräte verwalten und Ereignisse durch unterschiedliche Sprachmeldungen oder Alarmtöne kenntlich machen. Kritische Warnungen sollen lokal weiterarbeiten, wenn die Internetverbindung ausfällt.

Gegenüber Apple Home, Google Home und Alexa tritt der MSH450P als Matter-Brücke auf. Das ist ein wichtiger Unterschied zu nativen Matter-Sensoren: Nicht jeder Sensor spricht selbst Matter, sondern zunächst nur mit der Meross-Zentrale. Der Hub übersetzt ausgewählte Zustände und Funktionen für andere Plattformen.

Damit entsteht zwar eine gemeinsame Bedienebene, aber keine vollständige Unabhängigkeit vom Hersteller. Meross weist selbst darauf hin, dass der über Matter verfügbare Funktionsumfang vom jeweiligen Untergerät abhängt. Zusatzmerkmale eines Sensors können deshalb in der Meross-App erscheinen, während Apple Home oder Google Home nur einen grundlegenden Messwert oder Kontaktzustand erhalten. Der GadgetChecks-Grundlagenartikel zu Matter erklärt, warum der Standard Basisfunktionen vereinheitlicht, aber nicht automatisch jede Besonderheit eines Herstellers überträgt.

Die Auslieferung ist laut Hersteller ab dem 28. September vorgesehen. Deutsche Berichte nennen für den Hub einen Vorverkaufspreis von etwa 26 Euro; im internationalen Meross-Shop wird er mit 34,99 US-Dollar geführt. Maßgeblich bleibt der Preis auf der jeweiligen Bestellseite. Ein unabhängiger Praxistest der neuen Zentrale und Sensoren liegt noch nicht vor.

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eWeLink zeigt den digitalen Grundriss jetzt auch ohne Abo

eWeLink Web 3.29.0 öffnet eine kostenlose Demonstration seiner Grundrissansicht. Interessierte können ein bereits eingerichtetes Beispielhaus erkunden, Geräte in Räumen auswählen, mehrere Kamerabilder betrachten und die Bedienung ausprobieren, ohne ein Prime-Abonnement abzuschließen oder einen eigenen Grundriss anzulegen.

Das ist allerdings nur eine Vorschau. Wer den eigenen Wohnungsgrundriss zeichnen, persönliche Geräte platzieren und dauerhaft darüber steuern möchte, benötigt weiterhin eWeLink Prime. Der Hersteller macht diese Grenze in seinem Tarifvergleich deutlich.

Mit der neuen Web-Version lassen sich im Grundriss zusätzliche Geräteklassen filtern, darunter Thermostat-Erweiterungen, Tür- und Fenstersensoren, Kameras und Sicherheitsgeräte. Auf der Startseite können Nutzer kompatible Schalter, Leuchten, Vorhänge, Thermostate und Sicherheitsfunktionen nach Raum gruppieren und gemeinsam bedienen.

Auch die Szenensteuerung wird erweitert. Bestehende Szenen können beim Bearbeiten dupliziert werden, zeitgesteuerte Auslöser lassen sich für ein Datum innerhalb der kommenden 365 Tage planen, und geeignete Schalter oder Steckdosen können einen Zustand für eine vorgegebene Dauer beibehalten. Neu unterstützt werden außerdem der Sonoff-Präsenzsensor SNZB-06P24 und das Thermostat-Panel TP-WGZBA.

Die Aktualisierung verändert jedoch nicht die grundlegende Architektur: Der Grundriss ist eine web- und kontobasierte Verwaltungsoberfläche, keine lokale Steuerzentrale. Während SmartThings die App näher an den Hub bringt und Google zusätzliche Agenten an seine Cloud anbindet, erweitert eWeLink vor allem die visuelle Bedienung seines bestehenden Dienstes.

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Wochenfazit: Das Smart Home bekommt neue Bedienebenen – und neue Vertrauensfragen

Google Home MCP, die lokale SmartThings-Kommunikation, die Matter-Brücke von Meross und der eWeLink-Grundriss stehen für vier unterschiedliche Wege, ein vernetztes Zuhause zugänglicher zu machen. Google übergibt ausgewählte Steuerungs- und Verlaufsdaten an externe Agenten. SmartThings will die unmittelbare Bedienung stärker vom Internet entkoppeln. Meross übersetzt eigene Sensoren in ein herstellerübergreifendes System, während eWeLink die räumliche Übersicht verbessert.

Komfort allein reicht als Bewertungsmaßstab nicht mehr aus. Bei Google Home MCP lautet die entscheidende Frage, welcher Agent Geräte- und Verlaufsdaten sehen darf. Bei SmartThings zählt, wann die noch benötigte App-Version tatsächlich erscheint. Meross-Käufer sollten prüfen, welche Sensorfunktionen über Matter weitergereicht werden, und bei eWeLink bleibt der eigene Grundriss an das Prime-Abonnement gebunden.

Für deutsche Haushalte besteht deshalb kein Grund zu übereilten Änderungen. Google Home MCP ist hier noch nicht verfügbar, bei SmartThings sollte die ergänzende App-Version abgewartet werden, und die Meross-Hardware muss ihre angekündigten Funktionen erst im Alltag beweisen. Die wichtigste Entwicklung der Woche ist dennoch klar: Die Smart-Home-Plattformen öffnen neue Zugänge – und machen eine bewusste Entscheidung über Datenwege, lokale Ausfallsicherheit und Herstellerbindung wichtiger als zuvor.

Stand der Recherche: 17. September 2026, 13:54 Uhr (Europe/Berlin).

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Transparenzhinweis: GadgetChecks hat die beschriebenen Funktionen und Geräte für diese Ausgabe nicht selbst getestet. Die Einordnung basiert auf den verlinkten Herstellerinformationen und ergänzender Fachberichterstattung.

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