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Apple stellt iPad mini mit OLED und A20 Pro vor
Das iPad mini bekommt einen größeren Bildschirm, ein leichteres Gehäuse und Schutz vor Wasser und Staub. Apple hat das iPad mini mit OLED und A20 Pro am 26. Oktober offiziell vorgestellt. In Deutschland beginnt die neue Generation bei 749 Euro; der Verkaufsstart ist für den 6. November angekündigt.
Für den Alltag zählen dabei vor allem die Änderungen, die ohne aufwendige Anwendungen auffallen: weniger Gewicht beim Lesen, eine besser platzierte Kamera für Videogespräche und ein kontrastreicheres Display. Bei der Bestellung lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf die Ausstattung. Die Speichervarianten unterscheiden sich diesmal auch beim Prozessor.
Was das iPad mini mit OLED beim Display verändert
Der Bildschirm wächst von 8,3 auf 8,5 Zoll. Das bisherige iPad mini mit A17 Pro besitzt ein LCD mit 500 Nits Helligkeit. Für das neue OLED-Panel nennt Apple in den technischen Daten bis zu 600 Nits über die gesamte Fläche und bis zu 1.200 Nits als HDR-Spitzenwert. Die höhere Spitzenhelligkeit steht somit nicht dauerhaft für jede Webseite oder jedes Dokument zur Verfügung.
OLED erlaubt eine getrennte Ansteuerung der leuchtenden Bildpunkte. Dunkle Bildbereiche können dadurch tiefer wirken, ohne dass eine gemeinsame Hintergrundbeleuchtung durchscheint. Der mögliche Nutzen für Filme und Fotos stand bereits in der Einordnung zum erwarteten Displaywechsel im Mittelpunkt. Jetzt ist die Umstellung bestätigt.
Nanotexturglas zur Verringerung störender Reflexionen gibt es optional bei 256 und 512 GB. Eine Bildwiederholrate von 120 Hertz oder ProMotion weist Apple für das neue mini bislang nicht aus. Aus der OLED-Technik allein lässt sie sich nicht ableiten.
Weniger Gewicht und erstmals IP67
Das neue Gehäuse ist 5,4 statt 6,3 Millimeter dick. Beim WLAN-Modell sinkt das Gewicht von 293 auf 255 Gramm, also um 38 Gramm. Das entspricht rund 13 Prozent. Für ein Gerät, das häufig längere Zeit in einer Hand gehalten wird, ist diese Entlastung mindestens ebenso interessant wie zusätzliche Rechenleistung.
Hinzu kommt der Schutz nach IP67. Apple nennt dafür Laborbedingungen mit bis zu einem Meter Wassertiefe für höchstens 30 Minuten. Der Schutz kann durch Abnutzung nachlassen; ein nasses Gerät darf nicht geladen werden. Die Einstufung bietet damit zusätzliche Absicherung bei einem Missgeschick, macht das Tablet aber nicht zu einem uneingeschränkt geeigneten Begleiter im Wasser.
Der A20 Pro unterscheidet sich je nach Speicher
Im deutschen Apple Store ist der A20 Pro mit 128 und 256 GB als Variante mit fünf CPU-Kernen und einer Neural Engine mit 16 Kernen aufgeführt. Die Ausgabe mit 512 GB bekommt sechs CPU-Kerne und zwei Neural Engines mit insgesamt 32 Kernen. Die Grafikeinheit besitzt jeweils sieben Kerne.
Der Sprung auf 512 GB bringt also zugleich eine andere Rechenausstattung. Besonders für lokale KI-Anwendungen ist diese Unterscheidung relevant. Wie groß der Unterschied bei einer bestimmten App ausfällt, hängt jedoch von deren Nutzung der Hardware ab. Eine pauschale Verdopplung der Geschwindigkeit lässt sich aus der Zahl der KI-Rechenkerne nicht ableiten. Für Notizen und gewöhnliche Webseiten entscheidet ohnehin mehr als der maximale Rechendurchsatz über ein angenehmes Gerät.
Kamera und Ton werden überarbeitet, eine Funktion folgt später
Die Frontkamera sitzt nun an der langen Gehäuseseite. Das passt besser zu Videogesprächen im Querformat. Beim sogenannten Acoustic Display koppelt Apple die Tieftöner an das Display und verbirgt zusätzliche Hochtöner zwischen Glas und Gehäuse. Ob daraus der versprochene bessere Klang entsteht, muss sich im Hörvergleich zeigen.
WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread gehören zur neuen Funktechnik. Die Mobilfunkversion nutzt Apples C2-Modem. Beim Akku nennt Apple weiterhin bis zu zehn Stunden Surfen über WLAN oder Videowiedergabe – denselben Höchstwert wie beim A17-Pro-Vorgänger. Das dünnere Gehäuse geht auf dem Datenblatt somit nicht mit einer längeren Laufzeit einher.
Das Tablet kommt mit iPadOS 27. Den erweiterten Betrieb an einem externen Bildschirm kündigt Apple dagegen erst für iPadOS 27.2 an. Wer das mini am Schreibtisch mit zusätzlicher Arbeitsfläche nutzen möchte, sollte diese zeitliche Einschränkung berücksichtigen.
Vorbestellung ab Mittwoch, Marktstart am 6. November
Vorbestellungen beginnen am 28. Oktober, die Auslieferung und der Verkauf im Handel am 6. November. Angeboten werden Mitternacht und Polarstern. Die WLAN-Ausführungen kosten mit 128, 256 und 512 GB jeweils 749, 879 und 1.129 Euro. Mit Mobilfunk liegen die entsprechenden Preise bei 919, 1.049 und 1.299 Euro, jeweils einschließlich Mehrwertsteuer und mit Standardglas.
Apple Pencil Pro und Apple Pencil mit USB-C bleiben kompatibel. Wer vom bisherigen A17-Pro-Modell wechselt und einen dieser Stifte besitzt, kann ihn daher weiterverwenden. Für die Entscheidung über einen Wechsel dürften vor allem Display, Gewicht und Einsatzort zählen. Wie gut diese Änderungen zusammenpassen, werden erst unabhängige Messungen und die Nutzung des fertigen Geräts zeigen.
Stand der Recherche: 26. Oktober 2026, 14:17 Uhr MEZ.
Hauptquellen
- Apple Newsroom: Vorstellung des neuen iPad mini vom 26. Oktober
- Apple: Technische Daten des neuen iPad mini mit A20 Pro
- Apple Store Deutschland: Konfigurationen, Preise und Termine
- Apple Support: Technische Daten des bisherigen iPad mini mit A17 Pro
Transparenzhinweis: Die technischen Angaben und angekündigten Termine stammen von Apple. gadgetChecks hat das neue iPad mini noch nicht selbst getestet und weder Displayhelligkeit noch Klang, Laufzeit oder Schutz vor Wasser unabhängig geprüft.
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