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Apple Daily: Siri wird neu aufgebaut – Apple plant größere Änderungen für iPhone, Updates und KI

Apple Daily: Siri wird neu aufgebaut – Apple plant größere Änderungen für iPhone, Updates und KI

Apple arbeitet derzeit an mehreren wichtigen Baustellen gleichzeitig. Im Mittelpunkt steht die nächste große Siri-Generation, die mit iOS 27 deutlich mehr können soll als der bisherige Sprachassistent. Parallel testet Apple neue Versionen von iOS, iPadOS, macOS, watchOS, tvOS und visionOS, bereitet offenbar iOS 26.5.2 vor und verändert gleichzeitig den Fahrplan für kommende iPhone-Modelle.

Die aktuellen Informationen zeigen ein Unternehmen, das seine Plattform neu sortiert. Siri soll künftig persönlicher, kontextbewusster und stärker in Apps eingebunden werden. Das iPhone 18 erscheint offenbar nicht mehr im gewohnten Rhythmus. Beim iPhone 18 Pro gibt es erste Warnungen vor möglichen Haltbarkeitsproblemen bei neuen Farben. Gleichzeitig deuten Aussagen aus Apples Führungsebene darauf hin, dass Siri langfristig weit über einfache Sprachbefehle hinauswachsen könnte.

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Siri soll mit iOS 27 endlich zum echten KI-Assistenten werden

Die größte Veränderung betrifft Siri. Apple plant mit iOS 27 eine grundlegende Überarbeitung des Assistenten. Siri soll nicht mehr nur einzelne Befehle ausführen, sondern persönliche Daten, Bildschirminhalte, App-Funktionen und Webinformationen miteinander verbinden können.

Künftig soll Siri auf Inhalte aus Mail, Nachrichten, Dateien, Fotos, Notizen und weiteren Apps zugreifen können. Dadurch wären deutlich konkretere Fragen möglich. Nutzer könnten Siri etwa bitten, eine bestimmte Datei zu finden, ein Foto aus einem vergangenen Ereignis aufzurufen, eine Information aus einer alten Nachricht herauszusuchen oder einen Termin aus einer E-Mail in den Kalender zu übertragen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Suche, sondern das Verständnis des persönlichen Kontexts.

Auch die Bildschirmerkennung wird wichtiger. Siri soll erkennen können, was gerade auf dem Display zu sehen ist. Wer ein Foto, ein Dokument, eine Website oder eine App geöffnet hat, soll Fragen dazu stellen können, ohne den Inhalt erst beschreiben zu müssen. Damit rückt Siri näher an moderne KI-Assistenten heran, die nicht nur auf Sprache reagieren, sondern den aktuellen Arbeitskontext einbeziehen.

Ein weiterer zentraler Baustein sind App-Aktionen. Siri soll künftig Aufgaben innerhalb von Apps ausführen können, auch über mehrere Schritte hinweg. Dazu gehören etwa Antworten auf E-Mails, das Versenden von Fotos, das Verschieben von Terminen, das Bearbeiten von Alben oder das Planen einer Route mit Zwischenstopp. Das ist strategisch besonders wichtig, weil Apple damit versucht, Siri nicht als Chatbot neben dem System zu positionieren, sondern als Steuerzentrale innerhalb von iPhone, iPad und Mac.

Apple überarbeitet dafür auch die Oberfläche. Auf dem iPhone ersetzt eine neue „Search and Ask Siri“-Ansicht die bisherige Spotlight-Suche. Sie lässt sich durch Wischen nach unten öffnen und ist mit der Dynamic Island verbunden. Nutzer können dort tippen oder sprechen, Rückfragen stellen, Dokumente oder Bilder hinzufügen und Antworten in Kartenform erhalten. Zusätzlich bekommt Siri eine eigene App, in der frühere Gespräche gespeichert, durchsucht und angepinnt werden können.

Für Texte plant Apple ebenfalls einen deutlichen Ausbau. Mit „Write with Siri“ soll der Assistent systemweit beim Schreiben helfen. Siri kann Texte entwerfen, E-Mails im eigenen Stil formulieren, Inhalte kürzen, umschreiben, korrigieren oder den Ton anpassen. In Mail und Nachrichten soll Siri dabei den gewohnten Schreibstil des Nutzers berücksichtigen.

Technisch setzt Apple auf neue Foundation Models. Die Modelle für Siri und Apple Intelligence basieren auf Technologien, die Apple im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Google entwickelt hat. Dabei sollen Elemente hinter Googles Gemini-Modellen in Apples eigene Foundation-Modelle eingeflossen sein. Die Verarbeitung läuft je nach Aufgabe lokal auf dem Gerät oder über Private Cloud Compute. Apple weitet diese Infrastruktur zudem auf Google Cloud mit NVIDIA-Hardware aus.

Allerdings bleibt der Start eingeschränkt. Siri AI soll Geräte voraussetzen, die Apple Intelligence unterstützen, also mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer. In der Europäischen Union soll die neue Siri zum Start auf iPhone und iPad nicht verfügbar sein, auf dem Mac dagegen schon. Auch China ist zunächst ausgenommen. Zum Start unterstützt Siri AI Englisch in mehreren Varianten, weitere Sprachen sollen später folgen.

Apple hält weitere iOS-27-Funktionen zurück

Obwohl Apple iOS 27 bereits vorgestellt hat, sollen intern noch mehrere Funktionen existieren, die bislang nicht öffentlich angekündigt wurden. Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, dass drei Funktionen bereits auf internen Geräten von Apple-Mitarbeitern laufen, aber bewusst nicht bei der WWDC gezeigt wurden.

Dazu gehört eine anpassbare Kamera-App für das iPhone. Nutzer sollen Bedienelemente wie Blitz, Belichtung, Timer, Tiefenschärfe, Fotostile oder Auflösung frei entlang der oberen Oberfläche anordnen können. Gurman geht davon aus, dass Apple diese Funktion gezielt für das iPhone 18 Pro zurückhält, das den größten Kamera-Sprung seit mehreren Jahren bringen soll.

Noch wichtiger sind die geplanten Siri Extensions. Dabei handelt es sich um ein Framework, mit dem künftig auch andere KI-Chatbots neben ChatGPT in Siri, Apple Intelligence, Writing Tools und Image Playground eingebunden werden könnten. Apple soll bereits Gespräche mit OpenAI, Anthropic und Googlegeführt haben. In der ersten Entwicklerbeta von iOS 27 sollen bereits Hinweise auf eine Einstellungsseite und einen App-Store-Bereich für diese Erweiterungen vorhanden sein.

Dass Apple diese Funktion nicht öffentlich gezeigt hat, dürfte mehrere Gründe haben. Einerseits könnte eine starke Öffnung für andere KI-Anbieter Apples Position gegenüber europäischen Regulierern schwächen. Andererseits hätte die Ankündigung die neue Siri selbst überschattet. Hinzu kommt, dass ChatGPT derzeit noch eine Sonderrolle in Apples KI-Strategie hat und Apple eine öffentliche Debatte über weitere Anbieter offenbar vermeiden wollte.

Die dritte zurückgehaltene Funktion betrifft die Apple Watch. Ein neues modulares Zifferblatt soll weiterhin geplant sein, wurde aber ebenfalls nicht bei der WWDC präsentiert. Gurman erwartet, dass Apple es zusammen mit neuen Apple-Watch-Modellen im Herbst einführt. Es soll sich an einer vereinfachten Variante des Modular-Ultra-Designs orientieren.

Vom Assistenten zum Agenten: Apples langfristiger KI-Plan

Die neue Siri bleibt zunächst ein request-basiertes System. Nutzer stellen eine Frage oder geben einen Befehl, Siri antwortet oder führt eine Aktion aus. Langfristig könnte Apple jedoch deutlich weiter gehen. Mark Gurman erwartet, dass Apple irgendwann ein System entwickeln wird, das iPhone-, iPad- und Mac-Software selbstständig im Auftrag des Nutzers bedienen kann. Damit würde Apple in Richtung sogenannter agentischer KI gehen. Solche Systeme können Informationen aufnehmen, Entscheidungen treffen und anschließend selbst Aktionen ausführen.

Apples Siri-Chef Mike Rockwell ließ diese Richtung nach der WWDC zumindest offen. Er beschrieb die neue Siri-Architektur als vollständig modernisiert und erweiterbar. Auch Software-Chef Craig Federighiräumte ein, dass die Kategorie interessant sei, betonte aber, dass der richtige Nutzerkomfort entscheidend bleibe.

Der Vergleich mit OpenClaw zeigt, worum es geht. OpenClaw steht für eine Art KI-Agent, der Software eigenständig bedienen kann. Für Apple wäre ein solcher Schritt besonders sensibel, weil das Unternehmen traditionell großen Wert auf Kontrolle, Sicherheit und klare Benutzeroberflächen legt. Genau deshalb dürfte Apple diesen Bereich vorsichtiger angehen als andere Anbieter.

Trotzdem ist die Richtung erkennbar. Mit persönlichem Kontext, App-Aktionen, Bildschirmerkennung, Siri Extensions und systemweiter Schreibunterstützung baut Apple die technischen Grundlagen für einen Assistenten, der nicht nur antwortet, sondern aktiv arbeitet. Noch ist Siri kein vollwertiger Agent. Aber iOS 27 könnte der erste große Schritt in diese Richtung sein.

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iPhone-Fahrplan: Standardmodell später, Pro-Modelle im Herbst

Auch beim iPhone zeichnet sich ein Strategiewechsel ab. Das normale iPhone 18 soll nach aktuellen Hinweisen nicht mehr im Herbst erscheinen, sondern erst Anfang 2027. Damit würde Apple erstmals die traditionelle gemeinsame Vorstellung der gesamten iPhone-Reihe aufbrechen.

Die Hinweise kommen aus der Lieferkette. Bei der Hauptversammlung von Largan Precision, einem wichtigen Zulieferer für iPhone-Kameralinsen, erklärte Chairman Lin En-ping, ein großer US-Kunde habe den Start eines neuen Modells auf das erste Quartal 2027 verschoben. Den Kunden nannte er nicht, doch Largan ist einer der wichtigsten Apple-Partner im Kamerabereich. Deshalb passt die Aussage zu früheren Berichten, wonach Apple den iPhone-Zyklus aufteilen will.

Nach diesem Modell würden künftig die teureren Geräte im Herbst erscheinen, während günstigere Varianten im Frühjahr folgen. Im September 2026 könnten demnach das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und das erste faltbare iPhone erscheinen. Das normale iPhone 18 würde erst Anfang 2027 zusammen mit dem iPhone 18e und dem iPhone Air 2 folgen.

Strategisch wäre das ein wichtiger Schritt. Apple könnte die Aufmerksamkeit im Herbst stärker auf Premium-Modelle konzentrieren und im Frühjahr einen zweiten Verkaufsimpuls setzen. Gleichzeitig würde das Standard-iPhone stärker von den Pro-Modellen getrennt. Für Kunden könnte der Kaufzyklus dadurch allerdings unübersichtlicher werden.

Beim iPhone 18 Pro gibt es zusätzlich erste Hinweise auf mögliche Materialprobleme. Der Weibo-Leaker Fixed Focus Digital berichtet, Apple werde beim iPhone 18 Pro weiterhin auf ein Aluminiumgehäuse setzen. Die Wärmeableitung sei zwar sehr gut, bei neuen Farbvarianten könne es aber erneut Probleme mit abplatzenden oder beschädigten Oberflächen geben.

Das erinnert an die Diskussion um das iPhone 17 Pro. Apple war dort von Titan zurück zu einem eloxierten Aluminium-Unibody gewechselt. Besonders die Farben Dark Blue und Cosmic Orange sollen anfälliger für sichtbare Spuren gewesen sein. Ein Test von JerryRigEverything zeigte zwar, dass große Teile des Gehäuses im Alltag robust bleiben, der erhöhte Kamerabereich mit seinen Kanten aber leichter beschädigt werden kann.

Für das iPhone 18 Pro werden derzeit vier Farben gehandelt: Dark Cherry, Light Blue, Dark Gray und Silver. Dark Cherry soll als neue Signaturfarbe dienen, allerdings deutlich dezenter ausfallen als Cosmic Orange. Eine schwarze Variante wird offenbar erneut nicht erwartet, auch wenn Dark Gray optisch nahe daran liegen könnte.

iOS 26.6, macOS Tahoe 26.6 und weitere Betas

Während Apple an iOS 27 und neuen Geräten arbeitet, läuft die Pflege der aktuellen Systeme weiter. Apple hat die zweiten Entwicklerbetas von iOS 26.6 und iPadOS 26.6 veröffentlicht. Sie erscheinen rund drei Wochen nach den ersten Betas und können über die Einstellungen geladen werden, sofern ein Entwicklerkonto aktiviert ist.

Große neue Funktionen werden für iOS 26.6 nicht erwartet. Apple konzentriert sich auf Fehlerbehebungen, Leistung und Feinschliff, da iOS 27 im September erscheinen soll. Eine sichtbare Änderung betrifft neue Hinweise rund um das Limit blockierter Kontakte. Nutzer sollen künftig besser erkennen, wenn sie die maximale Anzahl blockierter Kontakte überschritten haben. Außerdem könnte iOS 26.6 eine Anti-Diebstahl-Funktion enthalten, die das iPhone sperrt, wenn es jemand aus der Hand reißt.

Auch macOS Tahoe 26.6 liegt inzwischen in der zweiten Entwicklerbeta vor. Der Download erfolgt über Systemeinstellungen, Allgemein und Softwareupdate. Da macOS Golden Gate bereits in wenigen Monaten erscheinen soll, dürfte auch macOS Tahoe 26.6 vor allem Stabilität und Fehlerkorrekturen liefern.

Für Apple Watch, Apple TV und Vision Pro gibt es ebenfalls neue Testversionen. Apple verteilt die zweiten Betas von watchOS 26.6, tvOS 26.6 und visionOS 26.6. Auch hier sind bislang keine größeren Neuerungen bekannt. Gerade watchOS, tvOS und visionOS erhalten in solchen Zwischenversionen häufig nur kleinere Anpassungen, Performance-Verbesserungen und Korrekturen.

Interessant ist außerdem iOS 26.5.2. Apple testet intern bereits ein weiteres kleines Update. Nach aktuellem Stand dürfte es Fehler oder Sicherheitslücken beheben. iOS 26.5.1 war zuvor nur für iPhone 17, iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max und iPhone Air erschienen und behob ein Ladeproblem. iOS 26.5.2 könnte dagegen wieder für alle kompatiblen Modelle verfügbar werden.

Einordnung: Apple verschiebt die Plattform in Richtung KI

Die aktuellen Entwicklungen wirken auf den ersten Blick wie eine Sammlung einzelner Meldungen. Betrachtet man sie jedoch im Zusammenhang, zeichnet sich eine deutlich größere Strategie ab. Im Mittelpunkt steht die Neuausrichtung von Siri. Apple arbeitet nicht mehr nur an einem verbesserten Sprachassistenten, sondern an einer Plattform, die persönliche Daten, App-Steuerung, Bildschirminhalte und künstliche Intelligenz miteinander verbindet. Die geplanten Funktionen in iOS 27 zeigen, dass Siri künftig wesentlich tiefer in das System eingreifen und Aufgaben übernehmen soll, die bislang mehrere Apps oder manuelle Schritte erforderten.

Gleichzeitig baut Apple die technische Grundlage für diese Entwicklung aus. Die neuen Foundation Models, die erweiterte Cloud-Infrastruktur und die stärkere Verzahnung von Apple Intelligence mit iPhone, iPad und Mac zeigen, dass KI künftig eine zentrale Rolle im gesamten Ökosystem spielen wird. Die vielen Arbeiten im Hintergrund erklären auch, warum Apple einige Siri-Funktionen verschoben hat. Statt unfertige Funktionen auszuliefern, scheint sich das Unternehmen für einen späteren, aber umfassenderen Neustart entschieden zu haben.

Auch die Hardware-Strategie verändert sich. Die Hinweise auf einen neuen Veröffentlichungsrhythmus für kommende iPhone-Generationen deuten darauf hin, dass Apple seine Produktlinien stärker voneinander abgrenzen möchte. Premium-Modelle könnten künftig noch stärker im Mittelpunkt stehen, während Standardgeräte zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen. Das würde Apple mehr Flexibilität bei Produktion, Vermarktung und Produktpositionierung verschaffen. Die Diskussion um mögliche Material- und Haltbarkeitsfragen beim iPhone 18 Pro zeigt zugleich, dass Apple weiterhin vor der Herausforderung steht, neue Designs und Technologien mit der gewohnten Langlebigkeit seiner Geräte zu verbinden. Gerade bei den Pro-Modellen wächst der Druck, technische Innovationen mit hoher Alltagstauglichkeit zu kombinieren.

Parallel dazu verdeutlichen die aktuellen Beta-Versionen von iOS, macOS, watchOS, tvOS und visionOS, dass Apple die bestehenden Plattformen kontinuierlich weiterentwickelt, während im Hintergrund bereits die nächste Generation vorbereitet wird. Die Zwischenupdates mögen unspektakulär wirken, bilden aber die Grundlage für die größeren Veränderungen der kommenden Jahre.

Unterm Strich befindet sich Apple in einer Übergangsphase. Das Unternehmen modernisiert Siri, entwickelt Apple Intelligence weiter, passt seine Hardware-Strategie an und bereitet gleichzeitig die nächsten Softwaregenerationen vor. Die eigentliche Frage wird sein, ob Apple die hohen Erwartungen an die neue Siri erfüllen kann. Gelingt das, könnte sich die Sprachassistentin erstmals zu einem zentralen Bestandteil des gesamten Apple-Ökosystems entwickeln – und damit zu einer der wichtigsten Veränderungen seit der Einführung von Siri im Jahr 2011.


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