Apple Daily: Produktionskrise beim iPhone Ultra, Apple setzt weiter auf Aluminium und iOS 27 bekommt neue AirPods-Funktionen
Apples erstes faltbares iPhone sorgt laut neuen Berichten weiterhin intern für erhebliche Herausforderungen in der Produktion. Wie der Leaker Fixed Focus Digital auf Weibo berichtet, liegen die aktuellen Probleme diesmal nicht beim Scharnier des Geräts, sondern in der Vorfertigung während des sogenannten Surface-Mount-Technology-Prozesses. Demnach gelingt es Apple derzeit nicht, die Produktionsausbeute auf ein zufriedenstellendes Niveau zu bringen. Besonders problematisch sei, dass sich die Fehlerquote bislang nicht ausreichend reduzieren lasse. Der Leaker bezeichnete die Situation als ernstzunehmend, deutete jedoch gleichzeitig an, dass der geplante Marktstart im Herbst 2026 aktuell weiterhin erreichbar erscheine.
Die neuen Informationen folgen kurz auf frühere Aussagen des ebenfalls bekannten Leakers Instant Digital, der zuvor über Schwierigkeiten mit dem Scharnier berichtet hatte. Dabei soll das Faltmechanismus-System bei dauerhaft intensiver Nutzung Apples interne Qualitätsstandards nicht konstant erfüllt haben. Trotz dieser Probleme hieß es auch dort bereits, dass der geplante Veröffentlichungszeitraum bislang nicht verschoben worden sei. Bereits im April hatte DigiTimes berichtet, dass sich die Produktion des Foldables um ein bis zwei Monate hinter dem ursprünglichen Zeitplan befinde. Gleichzeitig sei Apple aber weiterhin entschlossen, das Gerät gemeinsam mit den iPhone-18-Pro-Modellen im Herbst 2026 vorzustellen. Die eigentliche Massenproduktion soll demnach im Juli anlaufen.
Zusätzlich sollen laut früheren Angaben von Fixed Focus Digital auch Preisverhandlungen mit Montagepartnern die Situation erschweren. Insgesamt entsteht dadurch zunehmend das Bild eines ungewöhnlich komplexen Produktstarts mit zahlreichen Herausforderungen entlang der gesamten Lieferkette. Trotzdem deuten die aktuellen Informationen weiterhin darauf hin, dass Apple den geplanten Marktstart bislang nicht verschoben hat. Auch Mark Gurman berichtete zuletzt, dass das faltbare iPhone weiterhin für eine Präsentation im September vorgesehen sei. Gleichzeitig verwies er jedoch darauf, dass sich das Projekt noch in einer sensiblen Phase befinde und der finale Zeitplan noch nicht vollständig festgelegt sei. Das Gerät soll Berichten zufolge über ein 7,8 Zoll großes Innendisplay, ein 5,5 Zoll großes Außendisplay, den A20-Chip sowie Apples neues C2-Modem verfügen. Statt Face ID soll Apple offenbar auf einen Touch-ID-Powerbutton setzen. Erwartet werden außerdem zwei rückseitige Kameras sowie ein Einstiegspreis von rund 2.000 US-Dollar.
Leaker widerspricht Gerüchten um Titan-Rückkehr bei Pro-iPhones
Die Pro-Modelle des iPhones dürften laut neuen Aussagen des Leakers Fixed Focus Digital vorerst nicht zu Titanrahmen zurückkehren. Ausschlaggebend seien vor allem die steigenden Anforderungen moderner KI-Funktionen an die Wärmeableitung der Geräte. In einem aktuellen Beitrag auf Weibo erklärte der Leaker, dass Aluminium derzeit die praktikabelste Lösung für Smartphones mit leistungsintensiven KI-Funktionen sei. Die thermischen Eigenschaften des Materials würden es ermöglichen, entstehende Wärme effizienter abzuleiten als bei Titan. Gerade durch lokale KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät steige die Belastung moderner Smartphone-Chips deutlich an.
Damit widerspricht Fixed Focus Digital früheren Informationen von Instant Digital. Dieser hatte berichtet, Apple betrachte das Aluminiumdesign der iPhone-17-Pro-Generation lediglich als Übergangslösung und arbeite langfristig an neuen Materialien wie Flüssigmetall oder verbesserten Titanlegierungen. Laut Instant Digital sollen genau diese Materialien künftig insbesondere beim faltbaren iPhone zum Einsatz kommen. Fixed Focus Digital hält dagegen und verweist darauf, dass nicht nur Apple, sondern auch viele Android- und HarmonyOS-Hersteller derzeit bewusst auf Aluminium setzen würden, um die steigende Wärmeentwicklung moderner KI-Hardware besser kontrollieren zu können.
Apple hatte Titan ursprünglich mit dem iPhone 15 Pro eingeführt, sich nach Berichten über Überhitzung und thermische Probleme jedoch wieder davon entfernt. Mit dem iPhone 17 Pro wechselte das Unternehmen auf ein neues Aluminium-Unibody-Design, während lediglich das iPhone Air weiterhin Titan verwendet. Die aktuellen Aussagen deuten darauf hin, dass Aluminium deutlich langfristiger Teil von Apples Strategie bleiben könnte als bislang angenommen. Auch das kommende iPhone 18 Pro soll laut den jüngsten Berichten erneut das gleiche Aluminiumdesign wie die aktuelle Generation verwenden. Ein erneuter Materialwechsel gilt daher frühestens ab 2027 als realistisch.
iOS 27 könnte AirPods-Einstellungen komplett überarbeiten
Apple wird iOS 27 Anfang Juni im Rahmen der WWDC 2026 offiziell vorstellen, bevor das Update voraussichtlich im September veröffentlicht wird. Bereits jetzt verdichten sich die Hinweise auf zahlreiche neue Funktionen rund um Siri, Apple Intelligence und systemweite KI-Integration. Zu den größten erwarteten Neuerungen gehört eine eigenständige Siri-App, die deutlich stärker wie moderne KI-Chatbots funktionieren soll. Darüber hinaus arbeitet Apple offenbar an einer tieferen Integration von Apple Intelligence in Apps wie Wallet, Safari und Kurzbefehle. Auch die Tastatur soll umfassend überarbeitet werden und eine verbesserte Autokorrektur erhalten.
Zusätzlich wird erwartet, dass iOS 27 erstmals Apple Maps über Satellitenverbindungen unterstützen könnte. Damit würde Apple seine bestehenden Satellitenfunktionen deutlich erweitern. Nun hat Mark Gurman in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter weitere Änderungen enthüllt, die Apple für iOS 27 vorbereiten soll. Demnach arbeitet Apple an einem komplett neu strukturierten Einstellungsbereich für AirPods. Die Verwaltung der Kopfhörer soll übersichtlicher und besser organisiert werden als bisher. Auch bei den KI-Funktionen rund um Genmoji und Image Playground plant Apple offenbar Qualitätsverbesserungen. Die generierten Inhalte sollen natürlicher wirken und zuverlässigere Ergebnisse liefern.
Eine weitere Änderung betrifft AirPlay. Laut Gurman soll iOS 27 Nutzern ermöglichen, alternative Streaming-Standards wie Google Cast als Standardoption festzulegen. Diese Funktion könnte allerdings auf die EU beschränkt bleiben, da Apple dort durch regulatorische Vorgaben stärker zur Öffnung seiner Plattform gezwungen wird. Darüber hinaus soll Siri optisch ein neues Erscheinungsbild erhalten. Die überarbeitete Oberfläche soll ein dunkleres Farbschema verwenden und sich dabei an den Grafiken orientieren, die Apple bereits für die WWDC 2026 nutzt. Die WWDC-Keynote findet am 8. Juni statt. Spätestens dann dürfte Apple die neuen Funktionen offiziell präsentieren und weitere Details zu iOS 27 bekannt geben.
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Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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