Apple Daily: iPhone Ultra mit Profi-Kühlung, Apple bereitet WWDC vor und Smart Glasses verdrängen Vision Pro
Beim gemunkelten iPhone Ultra wird immer deutlicher, wie extrem anspruchsvoll Apples Foldable-Projekt offenbar ist. Trotz der ultradünnen Bauweise soll das Gerät laut dem Leaker Fixed Focus Digital erstmals eine leistungsstarke Vapor-Chamber-Kühlung erhalten – etwas, das bei einem Foldable dieser Größe und Dicke alles andere als selbstverständlich wäre. Besonders bemerkenswert ist das deshalb, weil Apple angeblich gleichzeitig mehrere Hardware-Kompromisse eingehen muss. Gerüchte sprechen weiterhin davon, dass dem Gerät Funktionen wie Face ID, eine Telekamera, MagSafe oder der Action Button fehlen könnten, um die extreme Dicke von nur rund 4,5 mm im geöffneten Zustand zu ermöglichen.
Gerade deshalb wirkt die Entscheidung für eine Vapor-Chamber-Kühlung interessant. Apple scheint beim Wärmemanagement offenbar keine Risiken eingehen zu wollen, insbesondere wegen des erwarteten A20-Chips und der geplanten KI-Funktionen unter iOS 27. Bereits beim iPhone 17 Pro führte Apple erstmals ein VC-Kühlsystem ein, um die Dauerleistung deutlich zu verbessern. Beim Foldable soll Apple laut dem Bericht nun „wirklich aufs Ganze gehen“. Parallel dazu mehren sich allerdings weiterhin Berichte über Produktionsprobleme. Während Instant Digital zuletzt vor allem Schwierigkeiten mit dem Scharnier erwähnte, sieht Fixed Focus Digital die Hauptprobleme eher bei der Produktionsausbeute und den SMT-Prozessen in der Vorfertigung. Das deutet darauf hin, dass Apple möglicherweise gleichzeitig mit mehreren komplexen Herausforderungen kämpft.
Trotzdem halten inzwischen fast alle größeren Quellen weiterhin an einem Marktstart im September fest. Auch Mark Gurman geht bislang davon aus, dass Apple das faltbare iPhone zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max vorstellen möchte. Mit einem erwarteten Preis von rund 2.000 US-Dollar dürfte das Gerät allerdings eher als Technologieträger und Prestigeprodukt positioniert werden als als klassisches Mainstream-iPhone.
Apple bereitet sich auf die WWDC 2026 vor
Apple stimmt Entwickler und Nutzer auf die bevorstehende Worldwide Developers Conference 2026 ein. Wenige Tage vor dem offiziellen Start der Konferenz hat das Unternehmen mehrere neue Inhalte veröffentlicht – darunter frische Wallpaper, eine begleitende Playlist auf Apple Music sowie ein neues „Get Ready“-Video für Entwickler. Die diesjährige WWDC beginnt am 8. Juni mit der traditionellen Apple-Keynote. Der Livestream startet um 19 Uhr und wird weltweit über die Apple-Events-Seite, die Apple-TV-App sowie YouTube übertragen. Auf YouTube steht inzwischen auch eine Erinnerungsfunktion bereit, mit der Zuschauer eine Benachrichtigung zum Start der Präsentation aktivieren können.
Das Design der Wallpaper setzt auf dunkle Farbtöne und ein leuchtendes Apple-Logo. Beobachter sehen darin bereits einen möglichen Hinweis auf die kommende Designsprache von Siri, die mit den neuen Betriebssystemen umfassend überarbeitet werden könnte. Auf der Download-Seite verwendet Apple außerdem den neuen Slogan „Glow all out“, nachdem zuvor bereits Formulierungen wie „All systems glow“ und „Coming bright up“ genutzt wurden.
Inhaltlich dürfte die WWDC 2026 erneut ganz im Zeichen der nächsten Softwaregeneration stehen. Erwartet werden Präsentationen zu iOS 27, iPadOS 27, macOS 27, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27. Besonders im Fokus soll dabei Siri stehen. Verschiedenen Berichten zufolge arbeitet Apple an einer deutlich intelligenteren Version seines Sprachassistenten, die stärker auf kontextbezogene Antworten und moderne Chatbot-Funktionen setzt. Zudem wird über eine eigenständige Siri-App spekuliert. Parallel zur Keynote plant Apple während der gesamten Konferenzwoche hunderte Online-Sessions für Entwickler. Die Inhalte stehen kostenlos zur Verfügung. Zwar wird es erneut einzelne Präsenzveranstaltungen im Apple Park geben, der Großteil der WWDC bleibt jedoch weiterhin digital organisiert – ein Konzept, das Apple seit 2020 verfolgt.
Apple arbeitet an günstigerem Vision-Pro-Nachfolger
Nach den neuesten Informationen von Mark Gurman hat Apple die Pläne für ein günstigeres Vision-Headset offenbar deutlich zurückgestellt. Ein leichterer und preiswerterer Nachfolger der Apple Vision Pro soll derzeit frühestens Ende 2028 oder sogar erst 2029 erscheinen. Der Grund scheint vor allem darin zu liegen, dass Apple noch keine Lösung gefunden hat, um das Headset gleichzeitig deutlich leichter, günstiger und alltagstauglicher zu machen. Genau diese drei Punkte gelten intern offenbar weiterhin als die größten Probleme der aktuellen Vision-Pro-Plattform.
Interessant ist dabei vor allem, dass Gurman ausdrücklich zwischen diesem Projekt und der früher oft erwähnten „Vision Air“ unterscheidet. Laut seinem Bericht wurde die Entwicklung der angeblichen Vision Air bereits im vergangenen Jahr eingestellt. Apple scheint die Strategie also grundlegend verändert zu haben. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen inzwischen klar auf die Entwicklung seiner ersten Apple Smart Glasses. Laut Gurman wurden dafür sogar ehemalige Mitarbeiter der Vision Products Group auf das Smart-Glasses-Team verlagert. Das zeigt ziemlich deutlich, dass Apple aktuell offenbar nicht mehr glaubt, dass große Mixed-Reality-Headsets kurzfristig der richtige Weg für den Massenmarkt sind. Die Vision Pro bleibt eher ein technisches Prestigeprodukt, während Smart Glasses langfristig als deutlich wichtiger angesehen werden dürften.
Dazu passt auch der geplante Preisbereich der Brille von ungefähr 200 bis 500 Dollar. Apple scheint inzwischen stärker auf kleinere KI-Wearables zu setzen, die alltagstauglicher wirken und weniger wie klassische Computer-Headsets aussehen. Die Apple Vision Pro selbst bleibt zwar weiterhin Teil von Apples langfristiger Strategie rund um Spatial Computing, doch nach allem, was derzeit bekannt ist, scheint Apple die Prioritäten klar verschoben zu haben: weg vom schweren High-End-Headset und stärker hin zu Smart Glasses, KI-Wearables und visueller KI im Alltag.
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Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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