GC SERIE
GENERATIONEN
CHECK

iMac M4 oder iMac M6: Lohnt sich der Wechsel?




Redaktion









Technik




12 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Ein großer Bildschirm, wenig Kabel und ein Rechner, der auf dem Schreibtisch kaum Platz beansprucht: Das macht den iMac im Alltag angenehm. Mit dem M6 legt Apple vor allem dort nach, wo diese Bequemlichkeit allein nicht genügt – bei aufwendigen Berechnungen, Grafikaufgaben und lokalen KI-Modellen. Für einen gut funktionierenden iMac mit M4 entsteht daraus allerdings noch kein zwingender Austauschgrund. An der Arbeitsfläche und der grundlegenden Ausstattung ändert sich wenig.

iMac M4 oder iMac M6 ist deshalb auch eine Preisfrage. Wer überwiegend schreibt, im Browser arbeitet, Videogespräche führt und Fotos verwaltet, kann mit dem Vorgänger weiterhin gut zurechtkommen. Für Neukäufer wird er interessant, wenn der Nachlass groß genug ausfällt. Ein teurer Restbestand verliert dagegen schnell seinen Reiz.

Der M6 folgt innerhalb der iMac-Reihe direkt auf den M4 von 2024. Apple hat ihn am 27. Oktober 2026 vorgestellt; seit dem 28. Oktober ist er vorbestellbar, die reguläre Auslieferung beginnt am 6. November. Die deutsche Produktankündigung nennt Einstiegspreise von 1.799 Euro mit zwei und 1.999 Euro mit vier Thunderbolt-Anschlüssen.

Das Kurzurteil

Die meisten Besitzer eines iMac M4 sollten ihren Rechner behalten. Ein neuer Prozessor verbessert weder die Größe des vorhandenen Bildschirms noch die Zahl der bereits eingebauten Anschlüsse. Solange Leistung, Speicher und Verbindungen ausreichen, bleibt der Nutzen eines Wechsels begrenzt.

Der M6 kann sich für Menschen lohnen, die regelmäßig auf Grafikberechnungen warten, lokale KI-Software einsetzen oder häufig große Datenmengen in einem passenden schnellen Netzwerk bewegen. Entscheidend sind die eigenen Anwendungen. Vergleichbare unabhängige Messungen am fertigen M6-iMac stehen für dieses vorläufige Urteil noch aus.

Für Neukäufer sind bei 16 GB Arbeitsspeicher und 256 GB SSD ein M4 mit zwei Anschlüssen bis ungefähr 1.450 Euro und ein M4 mit vier Anschlüssen bis ungefähr 1.600 Euro attraktive Alternativen. Schrumpft der Abstand zum entsprechenden M6 auf weniger als rund 200 Euro, spricht mehr für den Nachfolger. Diese Grenzen sind redaktionelle Orientierungspunkte und setzen passende Ausstattung sowie nachvollziehbare Kaufbedingungen voraus.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Bereich iMac M4 iMac M6 Bedeutung im Alltag
CPU und GPU Jeweils 8 Kerne beim Zweianschlussmodell; jeweils 10 beim Vieranschlussmodell Jeweils 10 beziehungsweise 12 Kerne Mehr Rechenreserven, deren Nutzen von der Anwendung abhängt.
KI-Beschleunigung 16-Core Neural Engine Dual 16-Core Neural Engine und Neural Accelerators in der GPU Interessant für entsprechend angepasste lokale KI-Software.
Speicherbandbreite 120 GB/s Laut Apple bis zu 170 GB/s Höherer Datendurchsatz ist keine größere Speicherkapazität.
Arbeitsspeicher Ab 16 GB; maximal 24 GB mit zwei oder 32 GB mit vier Anschlüssen Gleiche Kapazitätsgrenzen Der M6 beseitigt keinen RAM-Mangel allein durch den Generationswechsel.
SSD Ab 256 GB; maximal 1 TB beziehungsweise 2 TB Gleiche Kapazitätsgrenzen; laut Apple höhere Geschwindigkeit Für den Preisvergleich gleiche Speichergrößen wählen.
Bildschirm 24-Zoll-Klasse, 4,5K, 500 Nits; Nanotextur beim Vieranschlussmodell optional Gleiche wesentliche Eckdaten und Optionszuordnung Keine größere Arbeitsfläche durch den neuen Chip.
Kamera und Audio 12 MP Center Stage, sechs Lautsprecher, drei Mikrofone Gleiche Grundausstattung Kein belegter großer Sprung bei Videogesprächen.
Funk WLAN 6E, Bluetooth 5.3 WLAN 7, Bluetooth 6, Thread über N1-Chip Vorteile erfordern passende Gegenstellen und Funktionen.
Ethernet im Netzteil Gigabit; mit zwei Anschlüssen optional, mit vier enthalten 2,5 Gigabit; mit zwei Anschlüssen optional, mit vier enthalten Nützlich vor allem für große Übertragungen im lokalen Netz.
Thunderbolt und externe Displays Zwei oder vier Anschlüsse; ein beziehungsweise bis zu zwei externe Displays Gleiche Anschluss- und Displayanzahl Die gewählte Ausführung bleibt für den Arbeitsplatz entscheidend.

Die Ausstattungsgrenzen sind in Apples Datenblättern für den M4 mit zwei Anschlüssen, den M4 mit vier Anschlüssenund den iMac mit M6 getrennt aufgeführt.

iMac M4 oder iMac M6: Wo die zusätzliche Leistung hilft

Bei beiden Ausführungen wachsen CPU und GPU um jeweils zwei Kerne. Daraus lässt sich aber kein fester Geschwindigkeitsgewinn für jedes Programm ableiten. Eine große Tabellenberechnung, ein Bildeffekt und das Verarbeiten einer KI-Eingabe belasten unterschiedliche Teile des Systems.

Apple nennt im Leistungsvergleich mit dem M4 unter anderem bis zu 1,5-fache Leistung in Excel, bis zu doppelte Grafikleistung bei Aufgaben in Affinity und bis zu fünffache Leistung bei der Prompt-Verarbeitung in LM Studio. Das sind Herstellerwerte für ausgewählte Aufgaben. Die Vergleichsangaben beziehen sich auf einen M4 mit zehn CPU- und GPU-Kernen, 32 GB Arbeitsspeicher und 2 TB SSD; sie beschreiben keinen pauschalen Abstand zwischen sämtlichen Basismodellen.

Besonders die KI-Zahl braucht diese Einordnung. Das Verarbeiten einer Eingabe ist ein Teil der Arbeit eines Sprachmodells. Wie schnell anschließend eine vollständige Antwort entsteht, ist damit noch nicht beantwortet. Ebenso wenig wird ein überwiegend im Browser genutzter, servergestützter Assistent allein durch einen neuen lokalen Chip im gleichen Verhältnis schneller.

Wer täglich dieselben rechenintensiven Schritte wiederholt, kann von kürzeren Wartezeiten profitieren. Würde eine Aufgabe tatsächlich mit 1,5-facher Geschwindigkeit laufen, würden aus 30 Minuten nach eigener Berechnung 20 Minuten. Das ist ein Rechenbeispiel, kein gemessener Exportwert des M6-iMac. Bei gelegentlichen Aufgaben fällt dieselbe Ersparnis wirtschaftlich weniger ins Gewicht.

Auch für Dauerleistung, Lüftergeräusch und Wärmeentwicklung braucht es Messungen dieses Rechners. Tom’s Guide verwendet im bisherigen Vergleich noch M6-Ergebnisse des Mac mini. Sie ersetzen keinen direkten Test des neuen iMac unter längerer Last.

Beim Speicher bleibt die passende Ausstattung entscheidend

Die maximalen Kapazitäten wachsen nicht. Das Modell mit zwei Anschlüssen endet weiterhin bei 24 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD, die Ausführung mit vier Anschlüssen bei 32 GB und 2 TB. Diese Grenzen gelten für beide Generationen. Wer heute mehr als 32 GB benötigt, findet im M6-iMac deshalb keine neue Kapazitätsklasse.

Das ist gerade bei lokalen KI-Modellen wichtig. Zusätzliche Recheneinheiten helfen wenig, wenn das gewünschte Modell samt übrigen Programmen nicht sinnvoll in den verfügbaren Speicher passt. Auch große Bilddateien, virtuelle Maschinen und mehrere anspruchsvolle Anwendungen profitieren zunächst von einer ausreichenden RAM-Ausstattung. Ein passend ausgestatteter M4 kann hier vernünftiger sein als ein M6 mit zu knapp gewähltem Speicher.

Bei der SSD verspricht Apple bis zu doppelte Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Daraus folgt weder doppelt so viel Platz noch ein gleicher Vorteil bei jeder Kapazität und jedem Dateizugriff. Für große Mediatheken kann der Datenträger wichtig sein; beim Schreiben einer E-Mail ist er selten der entscheidende Engpass.

256 GB bleiben zudem ein knapper Einstieg, sobald umfangreiche Foto- und Videobestände lokal liegen sollen. Eine externe SSD kann Dateien aufnehmen, benötigt aber einen Anschluss und verursacht zusätzliche Kosten. Sie erweitert keinen Arbeitsspeicher. Deshalb sollte die passende Kombination aus RAM und SSD feststehen, bevor der Preisabstand zwischen den Generationen bewertet wird.

Das vertraute Display spricht häufig fürs Behalten

Der Bildschirm gehört zu den Eigenschaften, die jeden Arbeitstag prägen. Hier bleibt es bei der 24-Zoll-Klasse mit tatsächlich 23,5 Zoll Diagonale, 4480 × 2520 Pixeln, P3-Farbraum und 500 Nits Helligkeit. Apples Modellvergleich zeigt keinen grundlegenden Wechsel der Displayklasse. OLED und Touch gehören auch beim M6 nicht zur ausgewiesenen Ausstattung.

Wer sich mehr Platz für große Tabellen oder mehrere Programmfenster wünscht, bekommt ihn durch den neuen Prozessor nicht. Ein zusätzlicher Bildschirm kann dann die passendere Anschaffung sein. Für gelegentliche Zusatzfläche kommt bei vorhandenem kompatiblem Tablet auch ein iPad als zweiter Bildschirm über Sidecar infrage.

Nanotexturglas bleibt bei beiden Generationen eine Option der Ausführung mit vier Anschlüssen. Wer Reflexionen reduzieren möchte, muss deshalb Standardglas mit Standardglas und Nanotextur mit Nanotextur vergleichen. Ein M4-Angebot mit dieser Option ist anders zu bewerten als das günstigste M6-Basismodell.

Auch äußerlich bleibt die bekannte Bauform erhalten. Beide Generationen sind mit Standfuß 54,7 Zentimeter breit, 46,1 Zentimeter hoch und 14,7 Zentimeter tief. Die Kamera mit Center Stage und Schreibtischansicht sowie die grundlegende Audioausstattung bleiben ebenfalls erhalten. Gleiche Eckdaten garantieren keine identischen Messergebnisse, liefern aber auch keinen belastbaren Grund, allein für bessere Videogespräche zu wechseln.

Das schnellere Netzwerk hilft nur am passenden Arbeitsplatz

WLAN 7 und Bluetooth 6 ersetzen WLAN 6E und Bluetooth 5.3. Beim iMac, der dauerhaft am selben Platz steht, lohnt sich allerdings zuerst ein Blick auf die tatsächlich genutzte Verbindung. Ein stabil angebundener Bürorechner gewinnt durch eine neue Funkbezeichnung wenig, solange weder Übertragungsrate noch Zuverlässigkeit begrenzen.

Greifbarer ist 2,5-Gigabit-Ethernet für Menschen, die regelmäßig große Dateien zu einem Netzwerkspeicher übertragen. Dafür müssen auch Speichergerät und Netzwerkweg die höhere Datenrate unterstützen. Ein Gigabit-Anschluss dazwischen bleibt eine Grenze; der gebuchte Internetzugang wird ebenfalls nicht automatisch schneller.

Die Ethernet-Buchse sitzt weiterhin im Netzteil. Beim M6 mit zwei Anschlüssen ist sie optional, beim Modell mit vier Anschlüssen enthalten. Der stärkere Prozessor ist dafür also keine Voraussetzung. Diese Bestellmöglichkeit erklärt auch unser Beitrag zum schnelleren Ethernet des M6-iMac.

Bei Thunderbolt bleibt es bei Version 4 mit bis zu 40 Gbit/s und derselben Anzahl an Buchsen. Das günstigere Modell unterstützt weiterhin einen externen Bildschirm, das stärkere bis zu zwei. Wer bereits zwei externe 6K-Monitore am passenden M4 betreibt, gewinnt durch den M6 keinen dritten. Die M6-Daten nennen zusätzliche Kombinationen mit höheren Bildraten bei geringerer Auflösung; für gewöhnliche Bürobildschirme verändert das wenig.

macOS und Apple Intelligence verlangen keinen M6

Der M4 gehört weiterhin zu den mit macOS 27 kompatiblen iMac-Modellen. Auch Apple Intelligence ist keine exklusive Zugabe des M6. Ein funktionierender M4 muss deshalb für die aktuelle Betriebssystemgeneration nicht ersetzt werden.

Bei Siri AI sollten deutschsprachige Käufer genauer hinsehen. Apple Intelligence unterstützt Deutsch, die aktuelle Sprachenliste für Siri AI enthält Deutsch dagegen noch nicht. Außerdem gelten für bestimmte servergestützte Funktionen tägliche Nutzungslimits. Maßgeblich sind die jeweiligen Sprach- und Verfügbarkeitshinweise von Apple, nicht allein die Leistungsfähigkeit des Rechners.

Der M6 ist die jüngere Plattform. Ein konkretes zusätzliches Kontingent an macOS-Jahren lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Für die Entscheidung zählt zunächst, welche Programme heute gebraucht werden und ob die vorhandene Ausstattung dafür ausreicht. Ein nicht zugesagtes Supportende sollte keinen ansonsten unnötigen Austausch begründen.

Preis und tatsächliche Wechselkosten

Der M4 startete 2024 in Deutschland bei 1.499 Euro mit zwei beziehungsweise 1.749 Euro mit vier Anschlüssen. Das sind historische Einführungspreise aus Apples damaliger Ankündigung. Für eine heutige Kaufentscheidung zählen die aktuellen Endpreise. Beim M6 stehen 1.799 und 1.999 Euro für die jeweilige Einstiegsausstattung mit 16 GB RAM und 256 GB SSD gegenüber.

Am 2. November war neue M4-Ware bei Cyberport mit zwei Anschlüssen für 1.597,09 Euro und mit vier Anschlüssen für 1.774,42 Euro gelistet. Mit den ausgewiesenen 6,99 Euro Standardversand ergeben sich nach eigener Berechnung 1.604,08 beziehungsweise 1.781,41 Euro. Der Händler nannte jeweils Verfügbarkeit ab 5. November. Gegenüber dem entsprechenden M6 bleiben damit rund 195 beziehungsweise 218 Euro Abstand. Die Angebote zeigen den Preisabstand bei diesen Ausführungen; andere Farben, Händler und Liefertermine können abweichen.

Interessanter fallen die geprüften Apple-Refurbished-Angebote aus: Der M4 mit zwei Anschlüssen, 16 GB RAM und 256 GB SSD war für 1.429 Euro erhältlich, die entsprechende Ausführung mit vier Anschlüssen für 1.599 Euro. Das entspricht 370 beziehungsweise 400 Euro Ersparnis gegenüber dem jeweiligen M6. Apple nennt dafür eine einjährige eingeschränkte Herstellergarantie und eine 14-tägige Rücknahmefrist. Verfügbarkeit und Auswahl sind begrenzt.

Beim Vieranschlussmodell gehört außerdem ein Magic Keyboard mit Touch ID dazu; beim günstigeren Einstieg liegt eine Tastatur ohne Touch ID bei. Wer die Varianten mischt, vergleicht deshalb mehr als den Chip. Ebenso müssen Ethernet, Glasoption, RAM, SSD und vollständiges Zubehör in die Rechnung eingehen.

Für Besitzer zählt dagegen der Kaufpreis des neuen Rechners abzüglich des tatsächlich erzielten Verkaufserlöses, zuzüglich notwendiger Extras. Kostet der gewünschte M6 1.999 Euro, bleiben bei angenommenen 900 Euro Erlös für den M4 noch 1.099 Euro Aufwand. Bei angenommenen 1.100 Euro Erlös wären es 899 Euro. Diese Beträge sind ausdrücklich Rechenbeispiele und keine ermittelten Ankaufangebote. Zustand, Ausstattung und Verkaufsweg bestimmen den realen Erlös.

Soll vor allem das Netzwerk schneller werden, gehört auch ein kompatibler externer 2,5-Gigabit-Ethernet-Adapter für den vorhandenen M4 in den Kostenvergleich. Bei einem einzelnen Defekt ist ein konkreter Reparaturpreis sinnvoll. Ein neuer kompletter All-in-One-Rechner ist nicht automatisch die günstigste Lösung für ein begrenztes Problem.

Was gilt für Neukäufer?

Beim Modell mit zwei Anschlüssen ist ein M4 bis ungefähr 1.450 Euro eine vernünftige Sparoption. Gegenüber dem M6 bleiben rund 350 Euro oder mehr übrig. Das geprüfte Refurbished-Angebot für 1.429 Euro passt in diesen Bereich. Voraussetzung ist, dass 16 GB RAM, 256 GB SSD und die kleinere Anschlussausstattung tatsächlich genügen.

Beim Modell mit vier Anschlüssen liegt die entsprechende Orientierung bei ungefähr 1.600 Euro. Das geprüfte M4-Angebot für 1.599 Euro spart 400 Euro. Wer die zusätzliche M6-Leistung nicht regelmäßig braucht, erhält damit viel von derselben Arbeitsumgebung zu einem niedrigeren Preis.

Zwischen diesen Grenzen und einem Abstand von rund 200 Euro entscheiden Anwendungen, Zustand und Ausstattung. Unterhalb dieses Preisabstands ist der M6 vorläufig die schlüssigere Wahl. Die Schwellen gelten ausdrücklich für 16 GB RAM, 256 GB SSD und Standardglas. Für größere Speicher oder Nanotextur müssen die jeweiligen Endpreise neu verglichen werden.

Ein gebrauchter M4 von privat sollte gegenüber einem professionell aufbereiteten Angebot einen nachvollziehbaren zusätzlichen Vorteil bieten. Zu prüfen sind Display, Anschlüsse, Netzteil, Eingabegeräte, Reparaturhistorie und Tastaturlayout. Aktivierungssperre und unerwünschte Firmenverwaltung dürfen den Gebrauch nicht verhindern. Ebenso wichtig sind die konkreten Garantie-, Gewährleistungs- und Rückgabebedingungen. Die bloße Bezeichnung „sehr gut“ beantwortet diese Fragen nicht.

Für wen sich der Wechsel lohnen kann

Kreative mit regelmäßig langen Berechnungen

Wer täglich auf dieselben Effekte, Exporte oder Renderaufgaben wartet, sollte unabhängige Tests der eigenen Programme abwarten. Ein wiederkehrender, messbarer Zeitgewinn kann den Aufwand rechtfertigen. Eine gelegentliche Pause beim Export reicht dafür meist nicht.

Menschen mit zu wenig Arbeitsspeicher

Ein Austausch kann sinnvoll sein, wenn die bisherige Konfiguration dauerhaft begrenzt. Entscheidend ist dann mehr RAM. Ein M6 mit denselben knappen 16 GB ist keine verlässliche Lösung; oberhalb von 32 GB Bedarf führt auch diese iMac-Generation nicht weiter.

Nutzer großer lokaler Datenbestände

Wer häufig mit einem schnellen Netzwerkspeicher arbeitet, kann von der modernisierten Anbindung profitieren. Vor dem Komplettwechsel sollte jedoch geprüft werden, ob ein Adapter am M4 den konkreten Engpass günstiger beseitigt.

Besitzer eines beschädigten oder unzuverlässigen M4

Steht ohnehin Ersatz an, ist der M6 bei geringem Preisabstand naheliegend. Bei einem reparierbaren Einzelproblem gehören Reparaturkosten und verbleibender Nutzwert des M4 zuerst in die Rechnung.

Die meisten zufriedenen M4-Besitzer

Wer mit Leistung, Speicher und Bildschirm zurechtkommt, kann die M6-Generation überspringen. Das vertraute Gerät erfüllt dieselben Aufgaben weiter. Zusätzliche Reserven allein machen einen kostspieligen Austausch nicht notwendig.

Generationencheck: Das Urteil

Der iMac M6 erweitert die Rechen- und Netzwerkausstattung, ohne den Arbeitsplatz grundsätzlich zu verändern. Genau daraus entstehen unterschiedliche Empfehlungen für Besitzer und Neukäufer.

Für Wechsler

Ein funktionierender M4 sollte bleiben, solange kein konkreter Engpass stört. Der Wechsel wird plausibel, wenn häufige Rechenaufgaben nachweisbar schneller erledigt werden, mehr RAM benötigt wird oder ohnehin Ersatz ansteht. Für denselben Bildschirm und dieselbe Speicherkapazität mehrere Hundert Euro Nettoaufwand zu tragen, verlangt einen klaren Nutzen.

Für Neukäufer

Ein passender M4 bis ungefähr 1.450 Euro mit zwei oder 1.600 Euro mit vier Anschlüssen bleibt attraktiv. Bei weniger als rund 200 Euro Abstand zum entsprechend ausgestatteten M6 spricht vorläufig mehr für den Nachfolger. Ausreichender Arbeitsspeicher, die richtige Anschlussausstattung und verlässliche Kaufbedingungen wiegen dabei schwerer als die Chipnummer allein.

Der M6-iMac wird erst ab dem 6. November regulär ausgeliefert. Vergleichbare unabhängige Messungen zu Dauerleistung, Lüftergeräusch, Wärmeentwicklung und tatsächlicher SSD-Geschwindigkeit stehen für dieses vorläufige Urteil noch aus.

Stand der Recherche: 2. November 2026, 16:20 Uhr, Europe/Berlin.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: GadgetChecks hat beide iMac-Generationen nicht selbst unter identischen Bedingungen getestet. Das M6-Modell war zum Recherchezeitpunkt vorbestellbar und noch nicht regulär erhältlich. Technische Daten und Leistungsversprechen stammen von Apple; Messwerte anderer M6-Rechner wurden nicht als Testergebnisse dieses iMac übernommen. Preisgrenzen sind redaktionelle Einschätzungen, Verkaufserlöse ausschließlich hypothetische Rechenbeispiele. Die genannten Handelsangebote und Refurbished-Geräte bilden keinen vollständigen Marktüberblick ab. Preise, Liefertermine und Verfügbarkeiten können sich kurzfristig ändern.

Aktuelle Angebote

Technik-Deals im Überblick

Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.

Angebote ansehen
SECHS BEREICHE. EINE REDAKTION.

Entdecke mehr bei gadgetChecks