AMD Adrenalin 26.10.2 behebt Abstürze beim Wechsel von Overlays und Anwendungen
Eine Spieleinblendung öffnen oder zu einem anderen Programm wechseln: Solche Handgriffe konnten auf bestimmten Radeon-Systemen einen Absturz auslösen. AMD Adrenalin 26.10.2 vom 30. Oktober korrigiert laut Hersteller entsprechende Fehler mit Overlays und FSR Frame Generation. Das Grafikupdate wird als optionaler Treiber angeboten.
Dabei lohnt die Unterscheidung zwischen den beteiligten Funktionen. Eine eingeblendete Leistungsanzeige, die Zwischenbildberechnung im Spiel und ein Video auf dem zweiten Monitor können gleichzeitig aktiv sein, betreffen aber unterschiedliche Vorgänge. AMDs Korrekturen gelten jeweils für beschriebene Konstellationen. Aus ihnen lässt sich keine allgemeine Fehlerfreiheit für sämtliche Spiele, Grafikkarten und Zusatzprogramme ableiten.
AMD Adrenalin 26.10.2 korrigiert zwei Fehler beim Umschalten
Die Versionshinweise zum Vorgänger 26.10.1 beschrieben Abstürze beim Öffnen oder Schließen weiterer Einblendungen wie der Xbox Game Bar, während AMDs Leistungsanzeige aktiv war. Damals empfahl AMD, das Performance Metrics Overlay vorübergehend abzuschalten. Dieser Fehler gilt nun als behoben.
Ein zweiter Fall betraf Anwendungs- und Overlaywechsel mit eingeschalteter FSR Frame Generation auf RX 9000. Hier sollte zuvor aktiviertes V-Sync gegen Abstürze und Hänger helfen. Auch dieser Eintrag steht jetzt unter den Korrekturen. Ob beide Probleme eine gemeinsame Ursache hatten, erläutert AMD nicht.
Leistungsanzeige und Zwischenbilder erfüllen verschiedene Aufgaben
Das Performance Metrics Overlay legt Messwerte über das laufende Spiel. Laut AMDs Beschreibung der Leistungsüberwachung können dazu etwa Bildrate, Grafikauslastung, Temperaturen und Speicherbelegung gehören. Die Anzeige lässt sich unabhängig von einer Aufzeichnung der Werte ein- und ausblenden. Standardmäßig ist dafür die Tastenkombination Strg + Umschalt + O vorgesehen; selbst geänderte Tastenzuweisungen können davon abweichen.
FSR Frame Generation greift dagegen in die Bildausgabe ein und erzeugt zusätzliche Zwischenbilder. Die Entwicklerdokumentation zu FSR unterscheidet diese Aufgabe vom Upscaling, das ein zunächst mit weniger Bildpunkten berechnetes Bild für die Ausgabe rekonstruiert. Der frühere Beitrag zur FSR-4.1-Freigabe für Radeon RX 6000 erläutert diese Trennung ausführlicher. Eine Korrektur beim Umschalten von Anwendungen ist deshalb eine andere Änderung als die Erweiterung der unterstützten Upscaling-Hardware.
Auch Valor Mortis und der Steam-Start stehen auf der Korrekturliste
Die aktuelle Korrekturliste nennt außerdem Systemabschaltungen in Valor Mortis auf RX 7600, Treiber-Zeitüberschreitungen dort auf RX 7000 und Abstürze beim Steam-Start. Weitere Treiber-Zeitüberschreitungen betrafen Videos unter Windows 11 mit hardwarebeschleunigter GPU-Planung, kurz HAGS, auf RX 7000.
Für die Einordnung ist damit das konkrete Fehlerbild entscheidend: Ein Problem beim Öffnen einer Einblendung, eine Abschaltung während eines bestimmten Spiels und ein Hänger bei der Videowiedergabe sind keine austauschbaren Beschreibungen. Wer einen Fehler nachvollziehen möchte, sollte neben dem Treiberstand auch Spiel, Grafikkarte und die gleichzeitig aktiven Funktionen festhalten. So lässt sich der eigene Fall mit dem dokumentierten Eintrag vergleichen, ohne aus einem ähnlichen Symptom dieselbe Ursache abzuleiten.
Cyberpunk 2077 behält einen eigenen Mehrmonitorfehler
Weiter offen bleibt Cyberpunk 2077: Auf bestimmten RX-9000-Systemen können FSR Upscaling, Radeon Anti-Lag, Frame Generation und ein Video auf dem zweiten Bildschirm zusammen Abstürze oder Treiber-Zeitüberschreitungen auslösen. AMD empfiehlt Betroffenen weiterhin, die Frame Generation im Spiel abzuschalten.
Dieser Fall ist vom korrigierten Anwendungswechsel zu unterscheiden. Die gemeinsame Beteiligung von FSR macht aus beiden Einträgen keine identische Störung. Für einen aussagekräftigen Vorher-nachher-Vergleich sollten Spielszene, Grafikoptionen und zusätzliche Programme möglichst gleich bleiben. Werden gleichzeitig Zwischenbildberechnung, Video und Overlay abgeschaltet, lässt sich eine anschließende Veränderung nicht eindeutig dem neuen Treiber zuordnen.
Installationsumfang und Gerätepaket bleiben wichtig
AMDs Installationsanleitung für Adrenalin beschreibt unterschiedliche Softwareumfänge: Die Standardinstallation enthält die erweiterten Bedienfunktionen, die Minimalinstallation reduziert sie, und „Driver Only“ verzichtet auf die AMD-Bedienoberfläche. Wer eine Leistungsanzeige sucht oder deren Verhalten vergleicht, muss deshalb auch den gewählten Installationsumfang berücksichtigen. Downloads lassen sich über die offizielle Produktauswahl oder AMDs automatische Geräteerkennung zuordnen.
Eine vollständige Bereinigung ist zudem ein eigener Eingriff. Die AMD Cleanup Utility entfernt vorhandene AMD-Grafik- und Audiokomponenten, lässt AMD-Chipsatztreiber jedoch unberührt und verlangt anschließend einen Neustart. Sie ist von der normalen Installation zu unterscheiden. Für die Bewertung des Updates bleibt maßgeblich, ob der zuvor reproduzierbare Fehler auf dem eigenen System unter vergleichbaren Bedingungen ausbleibt; die veröffentlichte Korrekturliste ersetzt diese Beobachtung nicht.
Stand der Recherche: 2. November 2026, 13:55 Uhr MEZ.
Hauptquellen
- AMD: Versionshinweise zu Adrenalin Edition 26.10.2
- AMD: Bekannte Fehler und frühere Zwischenlösungen in Adrenalin 26.10.1
- AMD: Leistungsüberwachung und Performance Metrics Overlay
- AMD GPUOpen: Funktionsweise von FSR und Frame Generation
- AMD: Installation und verfügbare Softwareumfänge
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag beruht auf AMDs Versionshinweisen und technischer Dokumentation. GadgetChecks hat den Treiber nicht auf eigener Hardware getestet, die beschriebenen Abstürze nicht selbst nachgestellt und keine Leistungs- oder Stabilitätsmessungen vorgenommen.
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