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Chrome-Sicherheitsupdate behebt kritische MediaStream-Lücke




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3 Min. Lesezeit

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Google verteilt ein Chrome-Sicherheitsupdate, das 21 Schwachstellen behebt. Darunter ist eine vom Unternehmen als kritisch eingestufte Lücke in der Medienverarbeitung. Die Veröffentlichung vom 29. Oktober betrifft Windows, macOS und Linux; für Android hat Google eine entsprechende Aktualisierung angekündigt.

Auch wer Chrome 156 bereits installiert hat, sollte deshalb den vollständigen Versionsstand prüfen. Die neue Korrektur steckt in einer späteren Unterversion derselben Browsergeneration.

Die Lücke betrifft die Verarbeitung von Medienströmen

Die Schwachstelle trägt die Kennung CVE-2026-76024. Laut dem offiziellen CVE-Datensatz kann ein Angreifer über eine präparierte HTML-Seite möglicherweise Speicher innerhalb der Browser-Sandbox auslesen. Betroffen sind Chrome-Versionen vor 156.0.8078.79.

Google ordnet den Speicherfehler der Komponente MediaStream zu. Solche Medienströme bündeln Ton- und Bildspuren, etwa bei Anwendungen mit Mikrofon oder Kamera. Den technischen Hintergrund beschreibt der W3C-Entwurf zu Media Capture and Streams. Der Komponentenname allein belegt allerdings weder heimliche Kameraaufnahmen noch das Umgehen einer Mikrofonfreigabe. Die veröffentlichte Fehlerbeschreibung nennt das mögliche Auslesen von Speicher.

Google und CISA bewerten die Schwere unterschiedlich

Google führt den Fehler in seiner höchsten Schwereklasse „Critical“. Im selben CVE-Datensatz ergänzt die US-Behörde CISA einen CVSS-3.1-Wert von 6,5, der der mittleren Kategorie entspricht. Diese Bewertung beschreibt einen Angriff über das Netzwerk mit erforderlicher Nutzerinteraktion und möglichen Auswirkungen auf die Vertraulichkeit.

Die unterschiedlichen Einstufungen sollten deshalb zusammen mit der konkreten Fehlerbeschreibung gelesen werden. Eine vollständige Übernahme des Computers wird dort nicht bestätigt. Ebenso nennt Googles Veröffentlichungsmitteilung keine bestätigte aktive Ausnutzung. Das ist kein Nachweis, dass Angriffe ausgeschlossen sind; das verfügbare Update sollte zeitnah installiert werden.

Das Chrome-Sicherheitsupdate bringt neue Buildnummern

Für Windows und macOS veröffentlicht Google die Versionen 156.0.8078.79 beziehungsweise 156.0.8078.80. Unter Linux lautet der neue Stand 156.0.8078.79. Die Mitteilung nennt sowohl den regulären Stable-Kanal als auch Extended Stable. Die Verteilung soll über die kommenden Tage und Wochen erfolgen.

Damit unterscheidet sich das Paket von der Einführung von Chrome 156 mit 353 Sicherheitskorrekturen am 20. Oktober. Damals ging es um die neue Hauptversion; die jetzige Meldung betrifft zusätzlich geschlossene Schwachstellen und einen neueren Patchstand.

Für die Kontrolle reicht die Zahl 156 folglich nicht aus. Entscheidend ist die vollständige Versionsnummer im jeweiligen Browserzweig. Wer den Browser nur selten neu startet, kann trotz heruntergeladener Aktualisierung noch mit einem älteren Stand arbeiten.

Am Computer gehört der Browserneustart dazu

Auf Windows-PCs und Macs führt der Weg über das Dreipunkt-Menü zu „Hilfe“ und „Über Google Chrome“. Während diese Ansicht geöffnet ist, sucht der Browser nach Updates. Wird „Neu starten“ angeboten, schließt dieser Schritt die Aktualisierung ab. Google erläutert das Verfahren in seiner deutschen Update-Hilfe.

Offene Arbeiten sollten vorher gespeichert werden. Gewöhnliche Tabs und Fenster stellt Chrome beim Neustart wieder her, Inkognitofenster dagegen nicht. Ein verschobener Neustart verschiebt auch die Anwendung des bereitliegenden Updates. Unter Linux verweist Google auf den Paketmanager der jeweiligen Installation.

Nach dem Neustart lohnt sich ein erneuter Blick auf die Versionsanzeige. So lässt sich prüfen, welcher Stand tatsächlich läuft, statt sich allein auf die Meldung über einen abgeschlossenen Download zu verlassen.

Android wird gesondert aktualisiert

Für Android hat Google ebenfalls am 29. Oktober Chrome 156.0.8078.79 veröffentlicht. Nach Unternehmensangaben enthält die Ausgabe grundsätzlich dieselben Sicherheitskorrekturen wie die zugehörigen Desktop-Versionen, sofern keine Ausnahme genannt wird. Sie soll innerhalb der folgenden Tage über Google Play verfügbar werden.

Die Aktualisierung am Laptop erledigt damit nicht zugleich die Pflege des Smartphones. Auf Android sollte Chrome zusätzlich im Play Store auf verfügbare Updates geprüft werden. Einen gesonderten Abschlusstermin für deutsche Geräte nennt Google nicht. Für den Alltag bleibt die sinnvolle Reihenfolge überschaubar: angebotene Aktualisierungen installieren, am Computer den Browserneustart abschließen und den tatsächlich verwendeten Versionsstand kontrollieren.

Stand der Recherche: 30. Oktober 2026, 17:11 Uhr MEZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Der Beitrag beruht auf Googles Veröffentlichungen, dem öffentlichen CVE-Datensatz und technischer Dokumentation. gadgetChecks hat die Schwachstelle nicht selbst untersucht und die Aktualisierung nicht auf allen genannten Plattformen getestet.

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