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Homematic IP mit Modbus und MQTT, neue IFTTT-Grenzen und HACS als Teil von Home Assistant




Redaktion









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9 Min. Lesezeit

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Homematic IP bindet mit einem veröffentlichten Update zusätzliche Energie- und Smart-Home-Geräte ein. IFTTT ersetzt die Begrenzung seiner Automationen durch ein Kreditmodell, Home Assistant testet den integrierten Marketplace und Philips Hue schaltet die angekündigten KI-Automationen frei. Bei Everything Presence stärkt eine neue Zertifizierung den lokalen Betrieb.

Berichtszeitraum: 24. bis 30. Oktober 2026 · Redaktionsschluss: 30. Oktober 2026, 13:53 Uhr (Europe/Berlin)

Homematic IP mit Modbus und MQTT kann vorhandene Haustechnik enger zusammenbringen: Ein Wechselrichter liefert seine Leistung an die Haussteuerung, eine kompatible Klimaanlage erhält Befehle aus derselben Oberfläche. Mit der am 27. Oktober veröffentlichten HCU-Firmware 1.8.10 stehen die beiden angekündigten Plugins nun zur Verfügung. Welche Geräte sich verbinden lassen, hängt weiterhin von ihren Schnittstellen ab.

Im SmartHome Kompass treffen damit einfachere Zugänge auf neue Grenzen: Erweiterungen wandern direkt in Home Assistant, Hue lässt Lichtregeln aus Beschreibungen entstehen und IFTTT macht die verfügbare Nutzung zum entscheidenden Maßstab. Für bestehende Installationen zählt vor allem, welche Regeln zuverlässig weiterarbeiten.

Homematic IP mit Modbus und MQTT: Die Plugins sind veröffentlicht

eQ-3 führt die neuen Schnittstellen im Änderungsprotokoll der Home Control Unit ausdrücklich für Version 1.8.10 vom 27. Oktober auf. Damit ist aus dem zuvor genannten Veröffentlichungstermin ein dokumentierter Softwarestand geworden. Die Plugins lassen sich über die Browseroberfläche HCUweb aktivieren und einrichten. Voraussetzung ist die Home Control Unit; ein vorhandener Homematic IP Access Point erhält diese Möglichkeiten durch das Update nicht automatisch.

Modbus richtet sich besonders an die Energietechnik. Das Plugin kann Messwerte auslesen und unterstützte Sollwerte oder Steuerbefehle schreiben. Ein entsprechend angebundener Wechselrichter könnte seine Erzeugung für eine Automation bereitstellen, die einen kompatiblen Verbraucher bei ausreichend Solarstrom freigibt. Welche Befehle möglich sind, entscheidet die Dokumentation des jeweiligen Geräts. Eine vorhandene Netzwerkbuchse allein genügt dafür nicht.

Die Anleitung nennt eine wichtige technische Grenze: Unterstützt wird Modbus TCP über das Netzwerk. Geräte, die ausschließlich Modbus RTU über eine RS485-Leitung anbieten, benötigen ein geeignetes Gateway zur Umsetzung. Bei unterstützten SunSpec-Wechselrichtern und -Speichern kann die Registerbelegung automatisch erkannt werden. Für andere Modelle müssen unter anderem Datenpunkte und Datentypen nach Herstellerdokumentation zugeordnet werden. Die neue Schnittstelle vereinfacht damit die Verbindung verschiedener Systeme, nimmt aber nicht jede Einrichtungsarbeit ab.

MQTT erschließt weitere Geräte und Dienste. Dafür verbindet sich die HCU mit einem erreichbaren Broker, also einem Vermittlungsdienst für Nachrichten. Anschließend werden die passenden Nachrichtenpfade und Dateninhalte den Funktionen eines Geräts zugeordnet. Wer den grundsätzlichen Aufbau genauer verstehen möchte, findet ihn im Guide zu MQTT im Smart Home. Für das neue Plugin sind vor allem die dokumentierten Datenformate des anzubindenden Produkts wichtig; eine automatische Erkennung beliebiger Nachrichtenstrukturen ist nicht vorgesehen.

Die Öffnung hat zudem eine Richtung. Externe MQTT-Geräte können in Homematic IP eingebunden und über unterstützte Funktionen gesteuert werden. Daraus wird jedoch keine universelle MQTT-Fernsteuerung sämtlicher vorhandener Homematic-IP-Komponenten: Einen eigenen Heizkörperthermostat direkt aus einer externen Anwendung zu bedienen, unterstützt der beschriebene Weg nicht. Auch Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- und Wetterdaten bestehender Homematic-IP-Geräte werden laut Leitfaden derzeit nicht als allgemeiner MQTT-Datenexport veröffentlicht. Die gesonderte Weitergabe von Systemereignissen ist davon zu unterscheiden.

Für Besitzerinnen und Besitzer einer HCU in Deutschland ist das ein Softwareausbau der vorhandenen Zentrale. Ein zusätzliches Pflichtabo nennt eQ-3 für die beiden Plugins nicht. Kosten können dennoch durch ein benötigtes Gateway oder die Infrastruktur für den Broker entstehen. Die HCU bietet grundsätzlich lokalen Betrieb ohne Herstellerkonto; ob eine konkrete Verbindung vollständig im Haus bleibt, hängt auch vom angebundenen Gerät und vom Standort des Brokers ab.

Vor einer neuen Energieautomation empfiehlt sich ein überschaubarer Einstieg: zunächst Messwerte vergleichen, anschließend einen unterstützten Steuerbefehl prüfen und erst danach mehrere Verbraucher verknüpfen. Eine ausgelesene Leistung ist noch kein fertig abgestimmtes Energiemanagement.

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IFTTT ersetzt Applet-Grenzen durch Credits – bei leerem Konto pausieren die Regeln

IFTTT hat sein neues Nutzungsmodell am 28. Oktober eingeführt. Auch im kostenlosen Tarif lassen sich nun beliebig viele Applets anlegen und aktivieren. Die Nutzung wird stattdessen über ein monatliches Guthaben an Credits erfasst. Entscheidend ist, wie aufwendig und wie häufig eine Automation arbeitet.

Die veröffentlichten Kontingente sehen so aus:

Tarif Credits pro Monat
Free 1.000
Starter 5.000
Pro 20.000
Pro+ 100.000

Ein Credit entspricht nicht pauschal einer vollständig ausgeführten Automation. Laut IFTTT verbrauchen einzelne Schritte wie ein ausgelöster Trigger oder eine abgeschlossene Aktion jeweils Credits. Ihre Kosten werden beim Erstellen angezeigt. Die Zahl der Auslösungen allein sagt deshalb noch nicht, wie weit das Monatsguthaben reicht.

Bei ausgeschöpftem Guthaben pausieren die Applets, bis neue Credits verfügbar sind. Sie werden nicht gelöscht. Unverbrauchte monatliche Credits werden nicht übertragen. Wer Benachrichtigungen, Lichtschaltungen oder Verbindungen zwischen Herstellerdiensten darüber betreibt, sollte deshalb Kontingent und Verbrauch prüfen.

Bestehende Abopreise bleiben laut IFTTT erhalten; ein Tarifwechsel wird nicht erzwungen. Pro- und Pro+-Konten mit bisher höherer Nutzung erhalten einmalig zusätzliche Credits. Das ist eine Übergangshilfe, keine dauerhaft unbegrenzte Nutzung. Für Deutschland zählt außerdem der Abrechnungsweg: Die Website nennt US-Dollar, App-Store-Abos werden in Landeswährung abgerechnet. Die Dollarbeträge sind keine bestätigten deutschen Europreise.

Auch die Reaktionsgeschwindigkeit bleibt tarifabhängig. Bei Applets, die regelmäßig nach neuen Informationen suchen, nennt IFTTT stündliche Prüfungen im kostenlosen Tarif, 15 Minuten bei Starter und fünf Minuten bei Pro beziehungsweise Pro+. Das gilt für diese Abfrageverfahren und beschreibt keine pauschale Verzögerung jedes Ereignisses. Für zeitkritische Hausfunktionen lohnt sich daher die Prüfung, ob derselbe Ablauf direkt in der eigenen Plattform möglich ist. Ein zusätzliches Guthaben ersetzt keine lokale Verbindung.

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Home Assistant testet den Marketplace als integrierten Nachfolger von HACS

In der laufenden Beta von Home Assistant 2026.11 wird der separat installierte Community Store HACS zum integrierten Marketplace. Die am 29. Oktober eröffnete Beta-Woche dokumentiert den Testlauf. Eine allgemein freigegebene November-Version ist das noch nicht; Details können sich bis zur regulären Veröffentlichung ändern.

Der Marketplace erscheint unter den Einstellungen und bietet Community-Integrationen, Dashboard-Karten, Themes und Vorlagen an. Für Projekte aus dem regulären Katalog soll kein GitHub-Konto mehr nötig sein. Eigene, zusätzlich eingetragene Repositories benötigen weiterhin eine GitHub-Verbindung. Die bisherige HACS-Installation soll beim Wechsel automatisch übernommen werden, einschließlich installierter Projekte, eigener Quellen und der Einträge, über die Updates angezeigt werden.

Eine zusätzliche Geräteintegration lässt sich damit an einem festen Ort suchen und installieren. Die angebotenen Erweiterungen bleiben laut Beta-Hinweisen kostenlos. Ein Home-Assistant-Cloudabo ist für den Store nicht als Voraussetzung vorgesehen.

Die Erweiterungen stammen weiterhin aus der Community und werden nicht allein durch ihren Platz in den Einstellungen vom Home-Assistant-Projekt getestet oder unterstützt. Der Marketplace weist vor Installation und Aktualisierung ausdrücklich darauf hin. Der einfachere Zugang ersetzt daher keine bewusste Auswahl.

Für vorhandene Spezialinstallationen gibt es außerdem eine konkrete Ausnahme von der weitgehend automatischen Übernahme: Der Marketplace verwaltet keine AppDaemon-Apps und Python-Skripte. Bereits vorhandene Dateien bleiben nach der Entwicklerdokumentation erhalten, bekommen auf diesem Weg aber keine Updates mehr; ein Reparaturhinweis soll darüber informieren. Wer solche Bestandteile nutzt, sollte ihren Pflegeweg vor dem späteren regulären Umstieg prüfen.

Eine regionale Freischaltung für Deutschland ist nicht vorgesehen. Wer Home Assistant für tägliche Abläufe verwendet, kann die Beta zunächst beobachten und vor dem späteren stabilen Update die endgültigen Hinweise lesen.

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Philips Hue schaltet Custom AI Behaviors frei – ein erster Test zeigt Grenzen

Bei Philips Hue ist der nächste Schritt nach der in der vorigen Ausgabe beschriebenen Firmwarevorbereitung erfolgt. Version 6.4.0 der Hue-App führt Custom AI Behaviors ein. Die am 29. Oktober veröffentlichte Version ist im deutschen App Store dokumentiert. Für Android berichtete Hueblog am selben Tag noch von einer bevorstehenden Verteilung; daraus lässt sich kein bereits abgeschlossener Rollout auf allen Android-Geräten ableiten.

Mit einer aktualisierten Hue Bridge Pro können Nutzer Licht- und Zubehörregeln in Alltagssprache beschreiben. Der Assistent übersetzt den Wunsch in Auslöser, Bedingungen und Aktionen. Die gewöhnliche Hue Bridge wird nicht unterstützt. Besitzer einer Pro benötigen keine weitere Zentrale; ein zusätzliches Pflichtabo wird in den Versionshinweisen nicht genannt.

Wie genau die erzeugten Abläufe dem Wunsch entsprechen, bleibt eine praktische Frage. Hueblog dokumentiert einen eigenen ersten Versuch: Zwei ausgewählte Lampen sollten bei Sonnenuntergang mit wechselnden Szenen eingeschaltet werden. Die erstellten Szenen aktivierten jedoch zusätzlich die übrigen Lampen im Raum. Eine nachgeschobene Anweisung, sich auf die beiden vorgesehenen Leuchten zu beschränken, endete im beschriebenen Versuch mit einer Fehlermeldung.

Der Erstversuch belegt keinen Fehler in jeder Installation. Er zeigt aber, was vor der Übernahme einer Regel geprüft werden sollte: betroffene Lampen, räumliche Zuordnung und tatsächliches Verhalten. Nach Hueblogs Beobachtung fehlt ein gewöhnlicher manueller Editor für KI-erstellte Automationen. Weitere Anweisungen müssen die gewünschte Änderung also ebenfalls richtig umsetzen.

Für den Einstieg bieten sich klar abgegrenzte, leicht überprüfbare Lichtabläufe an. Die deutsche App-Store-Veröffentlichung belegt dabei weder die Unterstützung jeder Sprache noch eine vollständig lokale Verarbeitung der Texteingabe.

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Everything Presence erhält Zertifizierung für die lokale Home-Assistant-Anbindung

Home Assistant hat Everything Smart Home am 27. Oktober in sein Partnerprogramm aufgenommen. Zertifiziert wurden die Präsenzsensoren Everything Presence Lite, One und Pro. Die Geräte basieren auf ESPHome und kommunizieren direkt über das Heimnetz mit Home Assistant. Eine Hersteller-Cloud ist für diese Verbindung nicht erforderlich. Neu ist damit die bestätigte Aufnahme der bestehenden Produktfamilie in das Programm.

Laut Projekt wurden lokale Steuerung, Datenschutz und Nachhaltigkeit geprüft; der Hersteller verpflichtet sich zu langfristiger Unterstützung und Firmwareupdates. Ein Austausch funktionierender Sensoren oder ein neues Cloudabo ist damit nicht verbunden.

Alle drei Modelle verwenden Radar zur Präsenzerkennung, One und Pro ergänzen einen PIR-Sensor. Der Pro bietet außerdem Ethernet und Stromversorgung über PoE. Die Unterschiede erklärt der Guide zu Präsenzsensoren, PIR und mmWave.

Der britische Herstellershop führt Deutschland als Bestellregion und bietet EU-Versand an. Lieferbarkeit und Endpreis müssen dennoch am gewählten Modell geprüft werden: Der Presence Pro war zum Redaktionsschluss als nachbestellbar mit einem voraussichtlichen Versanddatum am 11. November gelistet. Ein dort angezeigter Pfundpreis ist kein deutscher Endpreis. Für eine vorhandene Installation ist die Nachricht deshalb zunächst ein Signal zur Unterstützung der Geräte und kein notwendiger Hardwarekauf.

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Wochenfazit: Mehr Verbindungen verlangen einen Blick auf die Grenzen

Homematic IP schafft zusätzliche Wege für vorhandene Haustechnik. Ihr Nutzen entsteht dort, wo passende Geräte, dokumentierte Datenpunkte und eine überschaubare Automation zusammenkommen. MQTT allein verspricht weder einen vollständigen Datenexport noch die Fernsteuerung aller eigenen Komponenten.

Bei IFTTT lohnt sich dagegen unmittelbar ein Blick ins Konto. Die Zahl angelegter Regeln sagt künftig wenig über die verbleibende Nutzung aus, und ein ausgeschöpftes Guthaben kann Abläufe unterbrechen. Hue-Nutzer sollten neu erzeugte Regeln zuerst am tatsächlichen Lichtverhalten kontrollieren. Wer HACS verwendet, hat mit der November-Beta einen Ausblick auf die künftige Verwaltung, kann den regulären Umstieg aber anhand der fertigen Veröffentlichung planen.

Die Everything-Presence-Zertifizierung ergänzt einen langfristigen Punkt: Eine gute Integration braucht einen nachvollziehbaren Pflegeweg. Verlässlich bleibt das Smart Home, wenn Bewohner wissen, welche Verbindung lokal arbeitet, welche Funktion eine Vorabversion ist und welche Automation von einem verfügbaren Kontingent abhängt.

Stand der Recherche: 30. Oktober 2026, 13:53 Uhr (Europe/Berlin). Softwarefunktionen werden teilweise gestaffelt verteilt. Die Angaben zu Home Assistant 2026.11 beziehen sich auf die laufende Beta. Preise, Kontingente und Liefertermine können sich ändern.

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Transparenzhinweis: GadgetChecks hat die beschriebenen Plugins, Updates und Sensoren für diese Ausgabe nicht selbst getestet. Funktionsangaben beruhen auf den verlinkten Hersteller- und Projektdokumentationen. Der geschilderte Hue-Erstversuch stammt von Hueblog. Die Zertifizierungsprüfung der Präsenzsensoren wurde vom Home-Assistant-Projekt durchgeführt.

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