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Forellenfilets-Rückruf bei Lidl: Drei weitere Verbrauchsdaten betroffen




Redaktion









Warnungen & Rückrufe




4 Min. Lesezeit

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Der Forellenfilets-Rückruf bei Lidl wurde am 23. Oktober ausgeweitet: Der Lieferant Danforel A/S ruft nun auch „Nautica Regenbogen Forellenfilets Natur“ in der 125-Gramm-Packung mit den Verbrauchsdaten 31. Oktober, 1. November und 3. November 2026 zurück. In dem Produkt wurde Listeria monocytogenes nachgewiesen. Betroffene Packungen sollen nicht gegessen werden; Lidl erstattet den Kaufpreis auch ohne Kassenbon.

Damit lohnt sich ein erneuter Blick in den Kühlschrank, selbst wenn die erste Warnung bereits geprüft wurde. Sie betraf zwei Sorten mit dem Verbrauchsdatum 20. Oktober. Die Erweiterung erfasst zusätzliche Packungen der Sorte Natur, deren aufgedrucktes Datum noch bevorsteht. Die Einzelheiten nennt die Rückrufmitteilung vom 23. Oktober.

Welche Packungen zum Forellenfilets-Rückruf bei Lidl gehören

Aus den beiden veröffentlichten Kundeninformationen ergibt sich für Deutschland folgender Umfang:

  • Neu hinzugekommen: „Nautica Regenbogen Forellenfilets Natur“, 125 Gramm, Verbrauchsdatum 31.10.2026, 01.11.2026 oder 03.11.2026.
  • Bereits zurückgerufen: „Nautica Regenbogen Forellenfilets Natur“, 125 Gramm, Verbrauchsdatum 20.10.2026.
  • Bereits zurückgerufen: „Nautica Regenbogen Forellenfilets Pfeffer“, 125 Gramm, Verbrauchsdatum 20.10.2026.

Die erste Rückrufmeldung vom 20. Oktober bleibt deshalb für noch vorhandene Ware wichtig. Die späteren Termine gelten in der Erweiterung ausschließlich für Natur. Für Pfeffer nennt sie keine zusätzlichen Verbrauchsdaten.

Zum Abgleich gehören der vollständige Produktname, die Packungsgröße und das Verbrauchsdatum. Eine Chargennummer oder EAN nennen die beiden Mitteilungen nicht. Andere Produkte von Danforel sowie weitere Nautica-Artikel sind nach den veröffentlichten Angaben nicht erfasst.

Wo die zusätzlich betroffene Ware verkauft wurde

Die Erweiterung nennt Lidl-Filialen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz als Verkaufsstellen. Bei den beiden ursprünglich zurückgerufenen Sorten mit dem Datum 20. Oktober war zusätzlich das Saarland aufgeführt. Diese Unterschiede sind bei der Zuordnung wichtig: Die neue Meldung erweitert die betroffenen Verbrauchsdaten, nennt aber nicht dieselbe Liste von Bundesländern.

Entscheidend bleibt die tatsächlich gekaufte Packung. Wer die Forellenfilets unterwegs oder während eines Besuchs in einem anderen Bundesland gekauft hat, sollte die Warnung daher ebenfalls anhand der Produktangaben prüfen. Der heutige Wohnort sagt allein nichts darüber aus, ob die Ware betroffen ist.

Warum Geruch und Aussehen keine Entwarnung geben

Listerien lassen sich nicht zuverlässig an verdorbenem Geruch oder einem veränderten Aussehen erkennen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung erläutert, dass sich die Bakterien auch bei Kühlschranktemperaturen und in Vakuumverpackungen vermehren können. Eine ungeöffnete, ordentlich gekühlte Packung ist deshalb kein Grund, eine passende Rückrufkennzeichnung zu übergehen.

Auch eine Kostprobe eignet sich nicht zur Kontrolle. Die betroffene Ware sollte geschlossen bleiben und so aufbewahrt werden, dass sie niemand versehentlich verwendet. Ist die Packung bereits geöffnet, sollten austretende Flüssigkeit und Fisch nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen. Das BfR weist bei Listerien in Räucherfisch ausdrücklich auf die mögliche Übertragung auf andere Lebensmittel hin.

Was nach dem Verzehr wichtig ist

Eine Aufnahme von Listerien führt nicht bei jedem Menschen zu einer schweren Erkrankung. Möglich sind unter anderem Fieber und Magen-Darm-Beschwerden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Personen mit geschwächter Immunabwehr, Schwangere und Neugeborene. Bei ihnen können schwere Infektionen auftreten; während einer Schwangerschaft kann auch das ungeborene Kind betroffen sein.

Wer zurückgerufene Forellenfilets gegessen hat und anschließend Beschwerden entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen und den möglichen Zusammenhang mit dem Produkt nennen. Für Menschen aus den Risikogruppen ist eine zeitnahe medizinische Abklärung besonders wichtig. Produktname und Verbrauchsdatum helfen dabei, die gegessene Ware zuzuordnen. Die aktuelle Zusammenfassung der Stuttgarter Nachrichten nennt diese Hinweise ebenfalls.

Rückgabe bei Lidl auch ohne Kassenbon

Die betroffenen Packungen können in jeder Lidl-Filiale in Deutschland zurückgegeben werden. Nach beiden Kundeninformationen wird der Kaufpreis auch ohne Beleg erstattet. Die Rückgabe ist damit nicht auf die Filiale beschränkt, in der der Fisch gekauft wurde.

Für Fragen nennt Lidl die Kundenhotline 00800 5435 5435. Sie ist auch eine Anlaufstelle, wenn der Datumsaufdruck beschädigt ist und sich die Packung nicht eindeutig zuordnen lässt. Ein Enddatum für die Rücknahme wird in den Mitteilungen nicht genannt.

Wer die Ware an andere weitergegeben hat, sollte die betreffenden Personen über die passenden Produktdaten informieren. Weitere aktuelle Produktrückrufe und Verbraucherwarnungen stehen bei Alltag Aktuell.

Stand der Recherche: 26. Oktober 2026.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Die Rückrufmitteilungen nennen keine gemessenen Keimzahlen und keine bestätigten Erkrankungsfälle im Zusammenhang mit den betroffenen Packungen.

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