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Chrome 156 schließt 353 Sicherheitslücken – sechs davon gelten als kritisch




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Google verteilt Chrome 156 für Windows, macOS und Linux. Die am 20. Oktober freigegebene Hauptversion enthält nach Unternehmensangaben 353 Sicherheitskorrekturen, darunter sechs als kritisch eingestufte.

Chrome 156 korrigiert Fehler in mehreren Browserbereichen

Die kritischen Fehler betreffen Skia, CSS, Paint, WebRTC und zweimal die Komponente Accessibility. Einzelheiten dokumentiert Google in der Veröffentlichungsmitteilung.

Speicherfehler sind für Browser besonders relevant, weil sie fremde Inhalte verarbeiten. Die Chromium-Dokumentation zur Speichersicherheit beschreibt deshalb mehrere Schutzebenen: Abgeschirmte Prozesse sollen verhindern, dass ein Fehler auf das übrige System übergreift. Die Trennung von Webseiten soll außerdem den Zugriff auf Daten anderer Seiten erschweren.

Diese Architektur begrenzt mögliche Folgen, ersetzt aber keine Fehlerkorrekturen. Aus einem Komponentennamen allein lässt sich zudem nicht ablesen, ob eine konkrete Lücke auf jedem Betriebssystem auf dieselbe Weise ausnutzbar wäre.

Was die Einstufung als kritisch bedeutet

Die Zahl der Korrekturen beschreibt zunächst den Umfang des Updates. Sie sagt weder, dass alle Einträge gleich gefährlich sind, noch, dass auf jedem einzelnen Rechner sämtliche denkbaren Angriffswege offenstehen.

Nach den Chromium-Richtlinien zur Schwerebewertung fallen in die höchste Kategorie Fehler, die weitreichende Zugriffe mit den Rechten des angemeldeten Nutzers ermöglichen können. Bei der Bewertung zählen auch Voraussetzungen und begrenzende Schutzmaßnahmen. Eine Schwachstelle kann dennoch kritisch bleiben, wenn sie nur eine bestimmte Nutzergruppe oder Plattform betrifft.

Eine aktive Ausnutzung bestätigt die aktuelle Veröffentlichung nicht. Das schließt Angriffe allerdings nicht aus. Ein zeitnahes Update ist deshalb auch ohne bestätigte Angriffskampagne sinnvoll.

Diese Desktop-Versionen hat Google veröffentlicht

Veröffentlicht wurden 156.0.8078.47 beziehungsweise 156.0.8078.48 für Windows und macOS sowie 156.0.8078.47 für Linux. Die Verteilung erfolgt schrittweise über die kommenden Tage und Wochen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Google mit dem Sicherheitsupdate für Chrome 155 unter anderem einen kritischen Fehler beim Vorladen von Webseiten behoben. Die neue Hauptversion bringt ein weiteres Korrekturpaket. Ein kürzlich durchgeführtes Update ist deshalb kein Grund, die erneute Versionsprüfung auszulassen.

Update prüfen und den Neustart durchführen

Auf Windows-PCs und Macs führt der Weg über das Dreipunkt-Menü zu „Hilfe“ und „Über Google Chrome“. Dort zeigt Chrome die installierte Versionsnummer und sucht nach verfügbaren Aktualisierungen. Wird anschließend „Neu starten“ angeboten, muss dieser Schritt noch abgeschlossen werden. Google erläutert das Vorgehen in der deutschen Chrome-Hilfe.

Offene Arbeiten sollten vorher gespeichert werden. Gewöhnliche Tabs und Fenster stellt der Browser beim Neustart wieder her; Inkognitofenster öffnet er dagegen nicht erneut. Wer den Neustart verschiebt, wendet ein bereits bereitliegendes Update erst beim späteren Neustart an.

Unter Linux verweist Google auf die Aktualisierung über den Paketmanager. Für Chromebooks gilt ein anderer Weg: Dort wird Chrome zusammen mit dem Betriebssystem aktualisiert. Die genannten Desktop-Buildnummern sollten deshalb nicht als allgemeine Versionsvorgabe für jedes Gerät mit Chrome verstanden werden.

Entscheidend bleibt der Versionsstand auf dem eigenen Gerät

Für Nutzer in Deutschland ist die praktische Folge eine erneute Updateprüfung am Computer. Anschließend lohnt sich ein Blick auf die angezeigte Versionsnummer. Das Datum der letzten Aktualisierung allein zeigt nicht zuverlässig, welches Korrekturpaket tatsächlich läuft.

Die Veröffentlichung betrifft den Desktop-Browser. Sie bestätigt weder denselben Versionsstand auf Smartphones noch automatisch den Patchstand anderer Browser. Wer mehrere Browser verwendet, muss deren Aktualisierungen jeweils gesondert im Blick behalten.

Stand der Recherche: 21. Oktober 2026, 15:21 Uhr MESZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Die Angaben beruhen auf Googles Veröffentlichungsmitteilung und offizieller technischer Dokumentation. gadgetChecks hat die Schwachstellen nicht selbst untersucht und das Update nicht auf allen genannten Betriebssystemen getestet.

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