GC SERIE
APPLE
KOMPAKT

Time Capsule unter macOS 27 ohne Time Machine – iPhone 18 Pro in ersten Tests




Redaktion









News




7 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Die Time Capsule unter macOS 27 verliert ihre wichtigste Aufgabe: Apple beendet die Unterstützung für Time-Machine-Backups über die alte Netzwerkfestplatte. Während der heutige Apple Daily die ersten Benchmarks von M6 und M5 Ultra einordnet und zeigt, warum reine Messwerte noch keine Kaufentscheidung ergeben, stehen hier die praktischen Folgen aktueller Hardware- und Softwareentwicklungen im Mittelpunkt.

Dazu gehören erste unabhängige Eindrücke vom iPhone 18 Pro und den AirPods 5, Apples sorgfältig inszenierte Fotoausstellung sowie ein noch unbestätigter Bericht über einen möglichen Wiedereinstieg in den kommerziellen Servermarkt. Gemeinsam zeigen die Meldungen, wie Apple alte Technik abschneidet, neue Produkte schärft und zugleich über Geschäftsfelder nachdenkt, die weit über das klassische Endkundengerät hinausreichen.

ANZEIGE

Time Capsule unter macOS 27: Der angekündigte Einschnitt ist jetzt offiziell

Apple hat seine Supportdokumente zeitgleich mit der Veröffentlichung von macOS 27 Golden Gate aktualisiert. Darin nennt der Konzern macOS 26 ausdrücklich als letzte Systemversion, die Time-Machine-Backups über eine AirPort Time Capsule oder eine an eine AirPort Extreme angeschlossene Festplatte offiziell unterstützt. Ursache ist nicht allein das Alter der Hardware: Die Geräte verwenden für diese Aufgabe das Netzwerkprotokoll AFP, das macOS 27 nicht mehr unterstützt.

Ein bereits installiertes AirPort-Dienstprogramm verschwindet durch das Upgrade nicht automatisch. Als dauerhaft unterstützte Backup-Lösung lässt sich die Time Capsule unter macOS 27 jedoch nicht mehr einplanen. Apple empfiehlt stattdessen direkt angeschlossene USB- oder Thunderbolt-Laufwerke, einen anderen Mac als Netzwerkziel oder ein NAS, das Time Machine über SMB unterstützt. Wie sich ein solches Netzlaufwerk einrichten lässt, zeigt unser Time-Machine-Tutorial für aktuelle NAS-Systeme.

Die Änderung kommt nicht völlig überraschend. Bereits im Juni zeichnete sich ab, dass macOS 27 die alte AirPort- und AFP-Infrastruktur zurücklassen wird. Neu ist die eindeutige Bestätigung durch Apple. Wer noch auf einer Time Capsule sichert, sollte deshalb vor dem Systemwechsel ein neues Backupziel einrichten, mindestens einen vollständigen Sicherungslauf abwarten und testweise prüfen, ob einzelne Dateien wiederhergestellt werden können.

Quellen zu diesem Abschnitt: Apple zu unterstützten Time-Machine-Zielen · Apple zur AirPort-Kompatibilität · Apple zur Veröffentlichung von macOS 27

iPhone 18 Pro: Mehr Kamerakontrolle trifft auf vertraute Grenzen

Kurz vor dem Verkaufsstart liefern erste unabhängige Tests ein differenzierteres Bild des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Apple stellt vor allem den A20 Pro, die überarbeitete Kühlung und die variable Blende der Hauptkamera heraus. Diese kann zwischen f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4 wechseln, wodurch sich Lichtmenge, Schärfentiefe und Abbildungsleistung stärker als bisher beeinflussen lassen.

Im einwöchigen Test von Gizmodo lagen die CPU-Ergebnisse je nach Disziplin ungefähr 24 bis 26 Prozent über denen des iPhone 17 Pro. Auffällige Temperaturprobleme traten dort selbst bei anspruchsvollen Aufgaben und längeren 4K-Aufnahmen nicht auf. Das ist ein positives Signal für Apples neue Kühllösung, bleibt aber eine einzelne Praxiserfahrung und ersetzt noch keine längerfristige Beurteilung unter sommerlichen Außentemperaturen.

Bei der Kamera ist der Fortschritt greifbarer, aber nicht automatisch in jeder Aufnahme sichtbar. PetaPixel sah die beste Detailzeichnung häufig bei f/2.8, während die sehr offene Blende ihre Stärke eher bei wenig Licht oder bewusst geringer Schärfentiefe ausspielt. Gleichzeitig bemängelten mehrere Tester, dass Apples Camera-Control-Taste nicht alle neuen manuellen Einstellungen direkt steuern kann. Die zusätzliche Kontrolle ist damit vorhanden, aber noch nicht durchgängig bequem erreichbar.

Auch die Akkulaufzeit verbessert sich eher schrittweise. Im standardisierten Browser-Test von Tom’s Guide erreichte das iPhone 18 Pro 16 Stunden und 17 Minuten, das Pro Max 18 Stunden und 27 Minuten. Beide Werte lagen über den Vorgängern, markieren jedoch keinen grundlegenden Sprung.

Parallel verwandelt Apple die neue Kamera in ein Kulturprojekt. Die Ausstellung „What Holds Us“ zeigt vollständig mit dem iPhone 18 Pro aufgenommene Arbeiten von Alex Prager, Jack Davison und Jimmy Chin. Nach dem Auftakt vom 18. bis 20. September in New York soll sie nach London und Shanghai weiterziehen. Die Bilder demonstrieren die gestalterische Bandbreite der Kamera, sind als kuratierte Apple-Kampagne aber kein neutraler Vergleichstest. Die ersten unabhängigen Eindrücke sprechen insgesamt für ein leistungsfähigeres und ausgereifteres Pro-Modell – nicht für eine Kamera, die jede Aufnahme ohne Vorbereitung automatisch verbessert.

Quellen zu diesem Abschnitt: Apple zum iPhone 18 Pro · Gizmodo-Test · PetaPixel-Kameratest · Tom’s-Guide-Test · Apple zur Fotoausstellung

ANZEIGE

Apple könnte erstmals seit Jahren wieder Server verkaufen

Apple betreibt längst eigene Server mit selbst entwickelten Chips. Neu wäre, solche Systeme nicht nur für Dienste wie Private Cloud Compute einzusetzen, sondern als fertige Produkte an Unternehmen, Entwickler und Behörden zu verkaufen. Genau diese Möglichkeit soll der Konzern laut einem Bericht von The Information untersuchen.

Das angeblich für 2029 erwogene System wäre demnach für KI-Inferenz gedacht und könnte zwei oder vier bislang unangekündigte M8-Ultra-Chips verbinden. Apple soll außerdem mit Nvidia über NVLink Fusion gesprochen haben. Die Technik erlaubt es, kundenspezifische Prozessoren in eine gemeinsame Infrastruktur mit Nvidias Netzwerk- und Beschleunigertechnik einzubinden.

Das wäre deutlich mehr als der zuvor aufgetauchte mutmaßliche Apple-Server für interne Aufgaben. Ein kommerzielles Produkt müsste sich in Rechenzentren integrieren lassen, langfristigen Support bieten und mit etablierten Softwareumgebungen zusammenarbeiten. Apples Erfahrung mit eng abgestimmter Hard- und Software wäre dabei ein Vorteil. Fehlende Vertriebs-, Service- und Entwicklerstrukturen für Geschäftskunden wären dagegen eine erhebliche Hürde.

Noch ist nichts davon bestätigt. Weder Apple noch Nvidia haben ein gemeinsames Serverprodukt angekündigt, und laut Bericht sind sowohl die technische Zusammenarbeit als auch die Markteinführung offen. Selbst eine Einstellung des Projekts bleibt möglich. Der Bericht zeigt daher zunächst eine strategische Prüfung – keinen bereits beschlossenen Wiedereinstieg in den Servermarkt.

Quellen zu diesem Abschnitt: The Information – Startseite, Originalbericht hinter der Paywall · Nvidia zu NVLink Fusion · Apple zu Private Cloud Compute

AirPods 5: Besseres ANC, aber die offene Bauweise bleibt hörbar

Die ersten Tests der AirPods 5 bestätigen, dass Apple die aktive Geräuschunterdrückung trotz offener Bauweise weiter verbessert hat. Besonders gleichmäßige Geräusche wie das Dröhnen von Flugzeugtriebwerken oder Klimaanlagen werden wirksamer reduziert als bei den AirPods 4. Gegen Stimmen, Tastaturen oder plötzlichen Baustellenlärm bleibt die Konstruktion ohne abdichtende Silikonaufsätze jedoch im Nachteil.

Gizmodo kam mit dem Modell samt kabellos ladbarem Case nahezu durch einen Flug von vier Stunden und 44 Minuten. Das passt zu Apples Angabe von bis zu fünf Stunden Wiedergabe mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung. Die günstigere Variante soll unter denselben Bedingungen bis zu vier Stunden erreichen. Solche Werte hängen stark von Lautstärke, Funkverbindung und Nutzung der Zusatzfunktionen ab, geben aber eine realistische Größenordnung vor.

Beim Klang fallen die Urteile weniger einheitlich aus. Gizmodo hörte bei passenden Aufnahmen mehr Fülle, bemerkte bei älteren Produktionen und höherer Lautstärke jedoch teilweise ein weniger sauberes Klangbild. AppleInsider erkannte gegenüber den AirPods 4 keine grundlegende Klangveränderung, bewertete die verbesserte Geräuschunterdrückung aber deutlich positiver. Einigkeit besteht bei der Passform: Wem die AirPods 4 nicht sicher saßen, wird durch die nahezu unveränderte Form der fünften Generation wahrscheinlich nicht besser bedient.

Damit bestätigt sich die Einschätzung aus unserem Vergleich der beiden AirPods-5-Varianten: Das teurere Case bringt vor allem mehr Ladeflexibilität und etwas längere Ausdauer. Wer bereits AirPods 4 mit ANC besitzt, erhält keinen zwingenden Wechselgrund. Für Nutzer älterer Standard-AirPods ist die Kombination aus offener Passform und inzwischen brauchbarer Geräuschunterdrückung dagegen erheblich interessanter.

Quellen zu diesem Abschnitt: Apple zu den AirPods 5 · Gizmodo-Test · AppleInsider-Test

Apple Kompakt

Die vier Entwicklungen stehen für sehr unterschiedliche Phasen eines Technikzyklus. Bei der Time Capsule beendet Apple eine Verbindung zur eigenen Netzwerkvergangenheit. iPhone 18 Pro und AirPods 5 zeigen dagegen, wie stark der Konzern inzwischen an Details arbeitet: mehr Leistung, bessere Kühlung, flexiblere Kameratechnik und wirksamere Geräuschunterdrückung, aber keine vollständige Neuerfindung vertrauter Produktklassen.

Der mögliche M8-Ultra-Server weist noch weiter voraus. Sollte daraus tatsächlich ein verkäufliches System entstehen, würde Apple seine Chipstrategie erstmals seit langer Zeit wieder direkt in Rechenzentren anderer Unternehmen tragen. Bis dahin bleibt der Bericht spekulativ. Weitere bestätigte Meldungen, Tests und Berichte aus dem Apple-Umfeld bündelt die Serie Apple Kompakt.

Stand der Recherche: 16. September 2026, 17:06 Uhr.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: gadgetChecks hat das iPhone 18 Pro und die AirPods 5 für diesen Beitrag nicht selbst getestet. Die Praxiseinordnung stützt sich auf die verlinkten unabhängigen Tests und offizielle Herstellerinformationen. Apples mögliches Serverprodukt ist ein unbestätigter Bericht und kann verändert oder vollständig eingestellt werden.

Aktuelle Angebote

Technik-Deals im Überblick

Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.

Angebote ansehen
VIER BEREICHE. EINE REDAKTION.

Entdecke mehr bei gadgetChecks