Apple Daily: Apple setzt auf KI-Brille mit Gesten, Vision Pro scheitert und iPad Ultra kommt nicht
Apple treibt die Entwicklung einer eigenen KI-gestützten Smartbrille voran, die sich als direkte Konkurrenz zu bestehenden Produkten wie den Meta Ray-Bans positionieren soll. Interne Informationen deuten darauf hin, dass das Unternehmen bei der ersten Generation bewusst auf einen reduzierten Funktionsumfang setzt, um zentrale technische Hürden zu umgehen. Im Mittelpunkt des Konzepts stehen zwei Kameras. Eine hochauflösende Einheit soll das Aufnehmen von Fotos und Videos ermöglichen, die sich ähnlich wie Inhalte vom iPhone nutzen und in sozialen Netzwerken teilen lassen. Ergänzt wird sie durch eine zweite Kamera mit geringerer Auflösung und Weitwinkelperspektive. Diese dient primär der Erkennung von Handgesten sowie der Erfassung visueller Informationen, die an Siri weitergegeben werden.
Die Steuerung über Gesten scheint dabei eine zentrale Rolle einzunehmen. Apple setzt bereits beim Vision Pro auf dieses Prinzip, und auch bei künftigen Versionen der AirPods Pro wird über ähnliche Ansätze spekuliert. Besonders bei Geräten ohne Display gilt die Gestensteuerung als naheliegende Lösung für die Interaktion. Ein Bildschirm ist für die erste Generation der Brille allerdings nicht vorgesehen. Ebenso verzichtet Apple auf energieintensive Komponenten wie LiDAR oder 3D-Kameras. Hintergrund dieser Entscheidungen ist vor allem die begrenzte Akkukapazität. Da das Gerät möglichst leicht und unauffällig bleiben soll, setzt die verfügbare Energie klare Grenzen für die technische Ausstattung.
Auch bei den Materialien werden offenbar neue Wege erprobt. Demnach testet Apple verschiedene Designansätze, unter anderem mit Acetat. Dieses pflanzenbasierte Material gilt als besonders leicht und flexibler als herkömmlicher Kunststoff. Funktional soll die Brille eng mit Apples künftiger KI-Strategie verzahnt sein. Zum Einsatz kommt eine weiterentwickelte Version von Siri, die im Zusammenhang mit iOS 27 erwartet wird. Neben Foto- und Videoaufnahmen sowie Telefonfunktionen soll die Sprachassistenz auch Fragen zur unmittelbaren Umgebung beantworten können. Der geplante Funktionsumfang orientiert sich damit an bestehenden Smartglasses-Lösungen, mit denen Apple direkt konkurrieren will. Beim Zeitplan bleibt die Lage uneindeutig. Während einige Hinweise auf eine mögliche Vorstellung noch im laufenden Jahr hindeuten, wird ein Marktstart derzeit eher für 2027 erwartet. Ebenso ist denkbar, dass sowohl Ankündigung als auch Veröffentlichung erst in diesem Zeitraum erfolgen.
Apple Vision Pro Zukunft: Gerät nach M5-Refresh offenbar eingestellt
Nach einem letzten Hardware-Update scheint Apple das Kapitel Vision Pro intern weitgehend abgeschlossen zu haben. Informationen aus dem Unternehmensumfeld deuten darauf hin, dass nach der Einführung des Modells mit M5-Chip keine weiteren Entwicklungsmaßnahmen mehr verfolgt werden. Die im Oktober 2025 präsentierte Aktualisierung beschränkte sich im Wesentlichen auf einen leistungsstärkeren Prozessor sowie ein überarbeitetes Kopfband für besseren Tragekomfort, ohne grundlegende Änderungen am Konzept vorzunehmen – ein Schritt, der das Interesse am Gerät nicht neu entfachen konnte.
Kritik hatte die Vision Pro von Beginn an begleitet, insbesondere aufgrund ihres hohen Preises und des Gewichts. Mit über 1,3 Pfund bleibt das Headset auch nach Anpassungen an der Gewichtsverteilung für viele Nutzer über längere Zeit hinweg schwer zu tragen. Zwar brachte der M5-Chip technische Verbesserungen wie eine Bildwiederholrate von 120 Hz, eine um etwa zehn Prozent gesteigerte Pixeldarstellung sowie eine zusätzliche Akkulaufzeit von rund 30 Minuten, doch blieb der Verkaufspreis unverändert bei 3.499 Dollar – eine Kombination, die sich offenbar negativ auf die Nachfrage auswirkte. Auch die Verkaufszahlen spiegeln diese Zurückhaltung wider. Seit Marktstart soll Apple lediglich rund 600.000 Einheiten abgesetzt haben. Hinzu kommt laut internen Quellen eine ungewöhnlich hohe Rückgabequote, die deutlich über dem Niveau anderer aktueller Produkte des Unternehmens liegt.
Parallel dazu wurden offenbar organisatorische Konsequenzen gezogen. Das ursprünglich für die Vision Pro zuständige Team soll auf andere Bereiche verteilt worden sein. Teile der Belegschaft arbeiten inzwischen an der Weiterentwicklung von Siri, was im Kontext einer personellen Neuausrichtung steht: Vision-Pro-Leiter Mike Rockwell übernahm bereits im März 2025 die Führung des Siri-Teams. Spekulationen über eine Weiterentwicklung der Produktlinie hatten sich in den vergangenen Jahren mehrfach verdichtet, verliefen jedoch im Sande. Zwischenzeitlich soll Apple an einer leichteren und kostengünstigeren Variante mit der Bezeichnung Vision Air gearbeitet haben, doch wurde dieses Projekt später eingestellt. Perspektivisch bleibt eine Rückkehr zu VR-Hardware zwar denkbar, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass ein deutlich komfortableres und preislich attraktiveres Gerät realisiert werden kann. Konkrete Pläne dafür sind derzeit nicht bekannt. Das bestehende M5-Modell bleibt weiterhin im Verkauf.
Stattdessen scheint sich der Fokus zu verschieben. Apple richtet seine Entwicklungsressourcen zunehmend auf Smart Glasses aus, die langfristig auch Augmented-Reality-Funktionen bieten könnten. Die erste Generation dürfte jedoch eher auf KI-gestützte Funktionen setzen und ohne integriertes Display auskommen – ein Ansatz, der sich technisch von der Vision Pro unterscheidet. Die dafür entwickelte Technologie ließ sich offenbar nicht ohne Weiteres übertragen, da sie für kompaktere und leichtere Geräte zu energieintensiv ist.
iPad Ultra Gerücht: Apple soll Projekt eingestellt haben
Nach anhaltend schwacher Nachfrage im iPad-Segment soll Apple seine Pläne für ein besonders ambitioniertes Foldable-Tablet vorerst verworfen haben. Hinweise darauf kommen aus Leaker-Kreisen, wonach ein als „iPad Ultra“ diskutiertes Gerät aktuell keine Rolle mehr in der Produktstrategie spielt. Während andere Produkte unter der „Ultra“-Bezeichnung weiterhin als mögliche Erweiterung des Portfolios gehandelt werden, wird das iPad in diesem Zusammenhang ausdrücklich ausgeklammert. Als entscheidender Faktor gilt die seit Jahren rückläufige Marktperformance des iPad Pro.
Die Entwicklung dieser Modellreihe ist bereits länger von verhaltenem Käuferinteresse geprägt. Prognosen für das M4-basierte iPad Pro mussten nach der Markteinführung deutlich nach unten korrigiert werden. Statt ursprünglich erwarteter Stückzahlen im zweistelligen Millionenbereich wurde die Jahresprognose erheblich reduziert, begleitet von einem massiven Rückgang bei einzelnen Modellvarianten im weiteren Jahresverlauf. Als zentraler Grund gilt vor allem das Preisniveau: Mit Einstiegspreisen von 999 beziehungsweise 1.299 US-Dollar bewegt sich das Gerät in einem Bereich, der für viele Nutzer schwer zu rechtfertigen ist – insbesondere, da Tablets häufig als Ergänzung zu bereits vorhandenen Smartphones oder Laptops genutzt werden. Parallel dazu sind die iPad-Umsätze über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich gesunken und machen nur noch einen vergleichsweise kleinen Anteil am Gesamtgeschäft aus.
Gleichzeitig existierten intern offenbar weitreichendere Konzepte. Berichten zufolge wurde an einem großformatigen, faltbaren iPad mit rund 20 Zoll Displaygröße gearbeitet, ein Projekt, das zeitweise als strategisch relevant eingestuft worden sein soll. Dennoch wurde dessen Realisierbarkeit offenbar zunehmend infrage gestellt. Mehrere mit der Entwicklung vertraute Personen beschrieben das Vorhaben rückblickend als experimentellen Ansatz mit ungewissem Ausgang. Die technische Umsetzung erwies sich als besonders anspruchsvoll. Probleme rund um Gewicht, Funktionsumfang und Displaytechnologie führten dazu, dass ein ursprünglich angepeilter Marktstart mehrfach nach hinten verschoben wurde. Statt eines möglichen Debüts Ende der Dekade gilt inzwischen ein noch späterer Zeitpunkt als wahrscheinlich. Geplant war unter anderem der Einsatz eines großflächigen OLED-Panels von Samsung, wobei Apple daran arbeitete, die bei faltbaren Displays typische sichtbare Falte möglichst unauffällig zu gestalten.
Auch die bisher bekannten Prototypen unterstreichen die Herausforderungen. Mit einem Gewicht von rund 1,6 Kilogramm lagen sie deutlich über vergleichbaren Geräten und hätten selbst kompakte Laptops übertroffen. Hinzu kommt eine Preisvorstellung von bis zu 3.900 US-Dollar, was das Gerät klar im absoluten Premiumsegment positioniert hätte. Unklar blieb zudem die grundlegende Einordnung des Produkts. Intern schwankten die Beschreibungen zwischen einem faltbaren iPad und einem vollflächigen MacBook-Ersatz. Im geschlossenen Zustand soll das Konzept eher einem Laptop mit Aluminiumgehäuse ohne externes Display entsprochen haben, während das geöffnete Format eine großflächige Tablet-Nutzung ermöglicht hätte. Vergleichbare Ansätze finden sich bereits bei anderen Herstellern, was die strategische Abgrenzung zusätzlich erschwert.
Die Entscheidung, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, fällt in eine Phase, in der Apple die „Ultra“-Marke offenbar gezielt ausbauen will. Mehrere Geräte mit dieser Bezeichnung sollen sich in Entwicklung befinden, darunter ein faltbares iPhone, neue Audio-Produkte sowie ein erweitertes MacBook-Konzept. Während diese Kategorien als wachstumsstärker gelten, fehlt dem iPad aktuell die Marktdynamik, um ein noch teureres und experimentelleres Modell zu tragen. Vor diesem Hintergrund erscheint der Verzicht auf ein „iPad Ultra“ weniger als kurzfristige Kurskorrektur, sondern vielmehr als Konsequenz aus einer längerfristigen Entwicklung: In einem Segment mit nachlassender Nachfrage und hoher Preissensibilität lässt sich selbst ein technologisch ambitioniertes Konzept nur schwer wirtschaftlich rechtfertigen.
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Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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