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Review: UGREEN NASync DXP4800 Plus – Starkes NAS für Power-User und Prosumer im Test

Review: UGREEN NASync DXP4800 Plus –  Starkes NAS für Power-User und Prosumer im Test Punktzahl 95 %Punktzahl 95 %

Nachdem wir bereits vor wenigen Tagen unsere umfangreiche Tutorial-Reihe zu UGRENN NAS-Lösungen gestartet haben, kommen wir heute mit dem ersten Review zum UGREEN NASync DXP4800 Plus zurück. Mit dem NAS positioniert sich UGREEN deutlich im Markt für netzwerkgebundene Speicherlösungen für anspruchsvolle Privatanwender und kleine Büros. Das 4-Bay-NAS richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die zentrale Datenspeicherung, strukturierte Backups und flexible Multimedia-Anwendungen in einem kompakten System bündeln möchten.

Im Fokus stehen dabei klassische NAS-Kernfunktionen wie RAID-Unterstützung, Benutzer- und Rechteverwaltung sowie der plattformübergreifende Zugriff auf Dateien im lokalen Netzwerk und aus der Ferne. Ergänzt wird dies durch moderne Schnittstellen, eine auf einfache Einrichtung ausgelegte Software-Umgebung und die Möglichkeit, das System über Apps und Dienste individuell zu erweitern. Das NASync DXP4800 Plus tritt damit in Konkurrenz zu etablierten Lösungen und verspricht eine ausgewogene Kombination aus Leistung, Funktionsumfang und Bedienbarkeit. Wie überzeugend das Gesamtpaket im Alltag ausfällt und welche Stärken und Schwächen sich im Detail zeigen, klärt dieser Review.

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Lieferumfang & Eindruck – UGREEN NASync DXP4800 Plus

Inhalt

  • NASync DXP4800 Plus
  • Garantiekarte
  • Benutzerhandbuch
  • Ethernetkabel CAT 7
  • Festplatten-Schubladen-Schlüssel (2x)
  • Netzteil (DC 12V/5A)
  • SSD Silikon-Pads (2x)
  • Schrauben und Schraubenzieher
  • magnetischer Staubfilter

Material

Das NASync DXP4800 Plus vermittelt bereits beim ersten Anfassen einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse fühlt sich kühl und metallisch an und wirkt insgesamt deutlich massiver, als man es von vielen NAS-Systemen in dieser Klasse kennt. Optik und Haptik lassen klar auf eine Metall- bzw. Aluminiumkonstruktion schließen, was sich auch positiv auf die Wärmeabfuhr auswirkt.

Die Oberflächen sind sauber verarbeitet, nichts wirkt billig oder nachgiebig. Statt dünnwandiger Kunststoffelemente setzt UGREEN hier sichtbar auf Stabilität und Langlebigkeit. Das NAS fühlt sich dadurch nicht nur wertig an, sondern auch klar für den dauerhaften 24/7-Betrieb ausgelegt.

Kleinere Kunststoffelemente kommen lediglich dort zum Einsatz, wo sie funktional sinnvoll sind, etwa bei mechanischen Details oder Abdeckungen. Insgesamt dominiert jedoch der Eindruck eines stabilen, metallischen Gehäuses, das sich deutlich von einfachen Kunststoff-NAS-Systemen abhebt.

Verarbeitung

Die Verarbeitung überzeugt durch saubere Übergänge und gleichmäßige Spaltmaße und vermittelt insgesamt eine sehr stimmige Haptik. Es klappert nichts, und nichts wirkt provisorisch oder nachlässig verarbeitet. Positiv fällt zudem auf, dass sich die Festplatteneinschübe werkzeuglos bestücken lassen. Auch beim Einsetzen laufen die Einschübe sauber in den Führungen. Selbst bei wiederholtem Ein- und Ausbau bleibt der Mechanismus stabil und präzise.

Anschlüsse:

  • 1x 10-Gigabit-Ethernet (10GbE)
  • 1x 2,5-Gigabit-Ethernet (2,5GbE)
  • 2x USB-A 3.2 Gen2 (10 GBit/s)
  • 1x USB-A 3.2 Gen1 (5 GBit/s)
  • Integrierter HDMI-Ausgang (HDMI 2.0, unterstützt 4K-ausgabe)
  • 4x SATA-Bays (3,5″ / 2,5″)
  • 2x M.2-NVMe-Steckplätze
  • 1x SD-Kartenleser
  • DC-Eingang (12 V / 5 A, externes Netzteil)

Design

Das Design des NASync DXP4800 Plus ist funktional und sachlich gehalten. Optisch hält sich das Gerät bewusst zurück. Genau das macht es wohnraumtauglich. Ob im Regal, auf dem Sideboard, im Flur oder im Arbeitszimmer, das NAS drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern fügt sich unauffällig in unterschiedliche Umgebungen ein. Die Farbgebung unterstreicht diesen Ansatz. Das Gehäuse ist in einem neutralen, dunklen Farbton gehalten, der weder technisch verspielt noch auffällig wirkt. Statt Kontrasten oder glänzenden Akzenten setzt UGREEN auf eine ruhige, einheitliche Oberfläche, die sich problemlos in bestehende Wohn- oder Arbeitsumgebungen integriert. Fingerabdrücke oder Staub fallen im Alltag kaum auf, was den gepflegten Gesamteindruck zusätzlich unterstützt.

Die Status-LEDs sind an der Vorderseite links unten angebracht und angenehm dezent ausgeführt. Wer sich dennoch daran stört, kann die LEDs in der Systemsteuerung gezielt anpassen oder deaktivieren. Die Steuerung erfolgt getrennt nach Wochentagen und Wochenenden sowie stundenweise auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent in 25-Prozent-Schritten. So lassen sich die LEDs bei Bedarf aktiv nutzen und abends oder nachts dimmen oder vollständig abschalten.

Info

Speicher- und RAID-Konfigurationen:

Das NASync DXP4800 Plus unterstützt verschiedene RAID- und Speicherkonfigurationen, sodass Nutzer je nach Bedarf zwischen maximaler Leistung, hoher Datensicherheit oder maximaler Kapazität wählen können:

  • RAID 0 – maximale Leistung, ohne Datensicherheit
  • RAID 1 – Spiegelung für erhöhte Sicherheit (Ausfallsicherheit von bis zu 1 HDD)
  • RAID 5 – gute Balance aus Kapazität, Leistung und Ausfallsicherheit, (Ausfallsicherheit von
  • RAID 6 – erhöhte Ausfallsicherheit durch doppelte Parität
  • RAID 10 – Kombination aus Leistung und Redundanz
  • JBOD – Zusammenfassung mehrerer Laufwerke ohne RAID
  • Single Disk / Einzelplattenbetrieb – Nutzung einzelner Laufwerke ohne Verbund

Spezielle Features:

  • zwei M.2-NVMe-Steckplätze für Cache oder Storage
  • Docker- und Virtualisierungsunterstützung
  • App-basierte Ersteinrichtung möglich
  • zeitgesteuerte LED-Steuerung
  • lokaler Betrieb auch ohne dauerhafte Internetverbindung möglich
  • KI-gestützte Fotoverwaltung (lokale Verarbeitung)

Abmessungen:

  • ca 258 x 178 x 170 mm (B x T x H)
  • Gewicht: ca. 3,8 kg (ohne Laufwerke)

Weitere Informationen:

  • externer Netzadapter (12V / 5A)
  • Betrieb ausgelegt auf 24/7-Dauerbetrieb
  • kompatibel mit 3,5″- und 2,5″-SATA-Laufwerken
  • Unterstützung für Time Machine (macOS)
  • mobiler Zugriff über UGREEN NAS App (Android, iOS, iPadOS)

Features & Specials – UGREEN NASync DXP4800 Plus Plus

Laut Hersteller

Der UGREEN NASync DXP4800 Plus ist ein leistungsorientiertes 4-Bay-NAS, das für die zentrale Speicherung und Verwaltung größerer Datenbestände ausgelegt ist. Das Gehäuse nimmt bis zu vier 3,5- oder 2,5-Zoll-SATA-Laufwerke auf und unterstützt darüber hinaus zwei M.2-NVMe-SSDs, die wahlweise als schneller Speicher oder zur Cache-Beschleunigung eingesetzt werden können. In Abhängigkeit von der Bestückung lässt sich so eine Gesamtkapazität von bis zu 136 Terabyte realisieren. Im Inneren arbeitet ein Intel-Pentium-Gold-Prozessor der 12. Generation mit fünf Kernen und sechs Threads, der für parallele Dateiübertragungen, Sicherungsprozesse und alltägliche Serveraufgaben ausgelegt ist. Ab Werk sind 8 GB DDR5-Arbeitsspeicher verbaut, der sich erweitern lässt, um auch bei steigenden Anforderungen ausreichend Leistungsreserven bereitzustellen.

Ein zentrales Merkmal des Systems ist die moderne Netzwerkausstattung. Neben einem klassischen 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschluss verfügt das NAS über einen zusätzlichen 10-Gigabit-LAN-Port, der in geeigneten Netzwerken deutlich höhere Übertragungsraten ermöglicht. Dadurch lassen sich große Datenmengen schneller sichern oder abrufen als bei herkömmlichen Gigabit-Lösungen. Für den direkten Anschluss externer Geräte stehen mehrere USB-Ports zur Verfügung, darunter auch Schnittstellen für schnelle Datenträger. Ergänzt wird die Anschlussvielfalt durch einen HDMI-Ausgang mit 4K-Unterstützung, über den sich das NAS beispielsweise als Medienzentrale in ein bestehendes Audio- oder Video-Setup einbinden lässt.

In der Praxis ist der NASync DXP4800 Plus auf typische Einsatzszenarien in privaten Haushalten und kleineren Arbeitsumgebungen zugeschnitten. Dazu zählen die zentrale Datensicherung mehrerer Geräte, die gemeinsame Nutzung von Dateien im Netzwerk sowie die Verwaltung umfangreicher Foto-, Video- oder Projektarchive. Durch die Unterstützung gängiger RAID-Konfigurationen lässt sich das System sowohl auf maximale Speicherkapazität als auch auf erhöhte Datensicherheit auslegen. Insgesamt verbindet das NAS hohe Speicherdichte, schnelle Netzwerkoptionen und erweiterbare Hardware zu einer lokal betriebenen Speicherlösung, die unabhängig von externen Cloud-Diensten arbeitet und dennoch auf Leistung und Flexibilität ausgelegt ist.

UGREEN NASync DXP4800 – Bilder-Galerie

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Im Test – UGREEN NASync DXP4800 Plus

UGREEN NASync DXP4800 – Einrichtung

Die Einrichtung des NASync DXP4800 Plus erfolgt wahlweise webbasiert über den Browser oder direkt über die Smartphone-App. Beide Wege sind klar auf Einsteiger ausgelegt und führen zügig zum Ziel. Gerade die App-basierte Ersteinrichtung senkt die Einstiegshürde zusätzlich, da sich das NAS bereits während des Auspackens komfortabel ins Netzwerk einbinden lässt.

Vom ersten Einschalten bis zum betriebsbereiten System vergeht in der Praxis weniger als eine Stunde. Der Einrichtungsassistent führt Schritt für Schritt durch alle notwendigen Einstellungen und erläutert die wichtigsten Optionen verständlich. Nutzer werden dabei nicht mit technischen Details überfordert, sondern gezielt durch die einzelnen Schritte geführt.

Auch die Einrichtung eines RAID-Arrays ist klar strukturiert. Abhängig von der Anzahl der eingesetzten Festplatten stehen verschiedene RAID-Varianten zur Auswahl, die jeweils verständlich erklärt werden. So können auch weniger erfahrene Nutzer bewusst zwischen maximaler Speicherkapazität oder erhöhter Datensicherheit wählen.

Insgesamt entsteht während der Einrichtung zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, etwas “kaputt konfigurieren” zu können. Das System ist bewusst einfach gehalten, bietet an den entscheidenden Stellen jedoch ausreichend erklärende Hinweise. Gerade für Nutzer, die bisher ausschließlich Cloud-Dienste verwendet haben, senkt das die Einstiegshürde deutlich und vermittelt von Beginn an ein hohes Maß an Sicherheit.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Software Desktop

Die Weboberfläche von UGOS Pro wirkt insgesamt aufgeräumt, modern und klar strukturiert. Die Navigation ist logisch aufgebaut, wichtige Funktionen sind schnell erreichbar und sinnvoll gruppiert. Auch Nutzer, die bislang wenig Berührung mit NAS-Systemen hatten, finden sich nach kurzer Zeit zurecht.

Im Alltag reagiert die Oberfläche durchgehend flüssig. Während des Tests kam es zu keinen spürbaren Verzögerungen oder Rucklern, selbst dann nicht, wenn im Hintergrund Aufgaben wie die Fotosicherung vom Smartphone oder Backups vom Desktop und Laptop liefen. Das trägt maßgeblich zu einem ruhigen und zuverlässigen Nutzungseindruck bei.

Optisch ordnet sich UGOS Pro in die bekannte Welt moderner NAS-Betriebssysteme ein, ohne dabei wie eine bloße Kopie zu wirken. Die Oberfläche bleibt eigenständig, verzichtet auf überladene Menüs und setzt stattdessen auf eine klare, funktionale Darstellung. Für typische Alltagsaufgaben wie Dateiverwaltung, Nutzerverwaltung, Medienzugriff oder Backup-Konfiguration ist die Software gut geeignet und angenehm zu bedienen.

Funktional erreicht UGOS Pro derzeit noch nicht in allen Bereichen den Funktionsumfang langjährig etablierter NAS-Plattformen. Das betrifft weniger die Kernfunktionen, sondern eher Detailoptionen und sehr spezielle Konfigurationsmöglichkeiten. Im Alltag fällt das jedoch kaum ins Gewicht, da die grundlegenden Funktionen stabil und verständlich umgesetzt sind.

Positiv hervorzuheben ist die aktive Weiterentwicklung der Software. Während der Reviewphase wurden mehrere Firmware-Updates veröffentlicht, die nicht nur Fehlerkorrekturen, sondern auch neue Funktionen mit sich brachten. Dadurch relativiert sich der aktuell noch geringere Funktionsumfang, da er weniger als Nachteil, sondern vielmehr als Entwicklungsstand zu verstehen ist.

Für Privatanwender und Prosumer bietet UGOS Pro damit eine ausgewogene Kombination aus Übersichtlichkeit, Alltagstauglichkeit und Leistungsfähigkeit, ohne den Nutzer mit unnötiger Komplexität zu überfordern.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – App

Die mobile App spielt eine zentrale Rolle, wenn das NAS als Cloud-Ersatz genutzt werden soll. Im Unterschied zu vielen anderen NAS-Herstellern bündelt UGREEN alle zentralen Funktionen in einer einzigen App. Separate Anwendungen für Dateiverwaltung, Fotos oder Videos sind nicht erforderlich.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und klar strukturiert. Trotz des breiten Funktionsumfangs findet man sich schnell zurecht, auch ohne Vorerfahrung mit NAS-Systemen. Zentrale Funktionen wie Dateisynchronisation oder die automatische Sicherung von Smartphone-Inhalten lassen sich direkt und ohne Umwege einrichten.

Im Alltag erweist sich die App als zuverlässiger Begleiter. Voraussetzung ist lediglich eine aktive Netzwerkverbindung. Gerade dieser unauffällige, im Hintergrund ablaufende Abgleich trägt wesentlich zu einem angenehmen Nutzungserlebnis bei. Die UGREEN NAS App steht für alle gängigen Plattformen zur Verfügung, darunter Android, iOS und iPadOS.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Netzwerk- & Alltags-Performance

Statt ausschließlich synthetische Benchmarks zu nutzen, haben wir das NAS verschiedenen realistischen Nutzungsszenarien getestet: vom klassischen WLAN-Haushalt bis hin zum kabelgebundenen 2,5-GbE-Setup. Ziel war es, nicht nur Maximalwerte zu ermitteln, sondern vor allem praxisnahe Ergebnisse abzubilden, wie sie im Alltag auch tatsächlich auftreten.

Getestet wurde mit macOS (Blackmagic Disk Speed Test) sowie Windows (CrystalDiskMark), jeweils mit realen Dateiübertragungen und unterschiedlichen Netzwerkpfaden.

Messergebnisse im Standard-Haushalt: NAS am Router, Endgeräte (Clients) per WLAN

Im typischen Haushalt ist das NAS am Router angeschlossen, während Laptops, PCs oder Smartphones per WLAN darauf zugreifen. Genau dieses Szenario bildet den Alltag der meisten Nutzer ab.

  • WLAN – Lesen (~90 MB/s) 30% 30%
  • WLAN – Schreiben (~100 MB/s) 33% 33%
  • Referenz: 2,5 GbE LAN (~300 MB/s) 100% 100%

Unabhängig davon, ob das NAS am 2,5GbE- oder 1GbE-Anschluss des Routers angeschlossen war, blieben die Ergebnisse nahezu identisch. Der limitierende Faktor ist in diesem Fall nicht das NAS, sondern das WLAN-Endgerät sowie der sog. Protokoll-Overhead. Auch moderne WLAN-Standards mit hohen angezeigten Verbindungsraten ändern daran wenig. Der reale SMB-Durchsatz über WLAN bewegt sich in der Praxis meist auf Gigabit-Niveau. Für klassische Aufgaben wie Dateiablage, Medienbibliotheken, Time-Machine-Backups oder die Fotosicherung ist das dennoch mehr als ausreichend.

Messergebnisse kabelgebunden über 1 GbE

Wird ein Endgerät, z. B. Laptop, PC oder Mediaplayer (Apple TV o. ä.) per Kabel über einen 1GbE-Anschluss mit dem Netzwerk verbunden, ergeben sich hier praktisch die gleichen Werte wie im WLAN-Betrieb: rund 100 MB/s beim Lesen und Schreiben.

Auch hier zeigt sich deutlich: So lange die Verbindung auf 1GbE begrenzt ist, spielt es keine Rolle, ob das NAS selbst bereits über schnelle Netzwerkports verfügt.

Messergebnisse kabelgebunden mit 2,5 GbE – hier zeigt das NAS sein Potential

  • 2,5 GbE LAN – Lesen (≈300 MB/s) 100% 100%
  • 2,5 GbE LAN – Schreiben (≈280 MB/s) 93% 93%
  • Referenz: 2,5 GbE LAN (~300 MB/s) 100% 100%

Erst wenn durchgehend alle Geräte (NAS, ggf. Switch, Router, Endgeräte) jeweils über 2,5 GbE im Netzwerk angebunden sind, steigt die Performance deutlich.

Damit liegt die Transferrate etwa beim dreifachen dessen, was über WLAN oder Gigabit-LAN erreichbar ist. Voraussetzung dafür ist allerdings ein vollständig auf Multi-Gigabit ausgelegtes Netzwerk sowie ein kabelgebundener Client. Falls das Endgerät nur über einen 1GbE-Anschluss verfügt, lässt sich dieser auch über einen 2,5GbE-Adapter, z. B. von UGREEN aufrüsten. Hier genügt sogar noch der bisher klassische USB-A-Anschluss. Dieser muss jedoch mindestens USB3.1 unterstützen.

Einordnung

Die Messungen zeigen klar, dass sich das NAS im normalen WLAN-Haushalt auf Gigabit-Niveau bewegt, ungeachtet dessen, ob der schnelle 2,5GbE-Port genutzt wird oder nicht. Für die meisten Anwender ist das bereits sehr komfortabel und reicht für den Cloud-Ersatz im Alltag vollkommen aus.

Die deutlich höhere Netzwerkleistung des NAS lässt sich erst dann abrufen, wenn auch die Clients kabelgebunden mit 2,5 GbE angebunden sind und kein 1 GbE-Flaschenhals im Netzwerk existiert.

Auch die Fotosicherung über die mobile App fällt spürbar langsamer aus als klassische Dateiübertragungen vom Laptop oder PC. Ursache sind hier weniger das Netzwerk oder die Funkleistung des Smartphones bzw. Tablets, sondern der App-basierte Workflow mit vielen kleinen Dateien und serverseitiger Verarbeitung.

Für den Alltag reicht Gigabit vollkommen. Wer Highspeed beim NAS möchte, braucht zwingend eine durchgängige Multi-Gigabit-Infrastruktur inklusive kabelgebundener Endgeräte.

Systemlast und Temperaturverhalten während der Tests

Parallel zu den Netzwerk- und Dateiübertragungen wurden die Systemlast sowie die Temperaturen des NAS beobachtet, um die Messergebnisse besser einordnen zu können. Ziel war es zu prüfen, ob die gemessenen Transferraten durch CPU-, Temperatur- oder Systemgrenzen beeinflusst werden. Während sämtlicher Alltags- und Performancetests blieb die CPU-Auslastung moderat. Auch bei längeren Dateiübertragungen über 2,5 GbE sowie parallelen Zugriffen mehrerer Clients wurde der Prozessor nicht dauerhaft stark ausgelastet. Die vorhandenen Leistungsreserven reichen damit klar über die hier gemessenen Alltagsszenarien hinaus. Ebenso unauffällig zeigte sich das Temperaturverhalten. Sowohl CPU als auch NVMe-SSD bewegten sich während der Tests durchgehen in unkritischen Bereichen. Es kam zu keinem thermischen Throtteling und auch nicht zu auffälligen Temperaturspitzen, selbst bei anhaltender Last durch größere Dateiübertragungen.

Diese Beobachtungen sind wichtig für die Einordnung der Transferraten: Die gemessenen Werte stellen keine systembedingte Obergrenze des NAS dar. Vielmehr sind sie, wie zuvor beschrieben, durch Netzwerkstruktur, Protokoll-Overhead und Dateizugriffe limitiert, nicht durch die Leistungsfähigkeit oder Kühlung des NAS selbst.

Messergebnisse –  Systemlast während Dateiübertragungen

  • CPU-Auslastung unter Last (Ø <10 %, Peaks ~15 %) 15% 15%
  • System Load (durchschnittlich niedrig) 10% 10%

Messergebnisse – Temperaturverhalten unter Dauerlast

  • CPU-Temperatur (~45–48 °C) 48% 48%
  • NVMe-SSD (~55 °C) 55% 55%
  • Netzwerkcontroller (~42–45 °C) 45% 45%

Messergebnisse – Hinweis für technisch interessierte Leser

  • Client → NAS (Upload): ≈2,35 Gbit/s 94% 94%
  • NAS → Client (Download): ≈2,34 Gbit/s 94% 94%

Zusätzlich zu den Datei-basierten Benchmarks wurde der reine Netzwerkdurchsatz mit iPerf3 überprüft. Dabei wurden stabil rund 2,35 Gbit/s zwischen Client und NAS erreicht. Dies bestätigt, dass die 2,5 GbE-Verbindung technisch voll nutzbar ist. Die niedrigeren Praxiswerte bei Dateiübertragungen ergeben sich folglich nicht aus dem Netzwerk selbst, sondern aus Protokoll-Overhead und Dateisystemzugriffen.

Messergebnisse / Benchmark (Auswahl)

Die folgenden Benchmarks zeigen eine Auswahl der durchgeführten Messungen in unterschiedlichen Netzwerkszenarien. Dabei kamen Blackmagic Disk Speed Test unter macOS, CrystalDiskMark unter Windows iPerf3 zur reinen Netzwerkverifikation zum Einsatz.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Fotos, Videos & Medien

Als private Medienzentrale macht das NASync DXP4800 Plus insgesamt eine sehr gute Figur. Nach dem automatischen Upload stehen Fotos und Videos unmittelbar zur Verfügung und lassen sich direkt über die Weboberfläche oder die Smartphone-App wiedergeben. Full-HD- und 4K-Videos starten im lokalen Netzwerk zügig, laufen stabil und flüssig und reagieren auch beim Spulen oder beim Wechseln von Kapiteln ohne nennenswerte Verzögerungen. Gerade bei größeren Videodateien zeigt sich, dass das System genügend Leistungsreserven für parallele Zugriffe besitzt.

Neben Fotos und klassischen Videodateien ergänzen die integrierten Apps “Musik” und “Theater” das Medienangebot des NASync DXP4800 Plus sinnvoll. Beide Anwendungen verfolgen einen bewusst lokalen Ansatz und richten sich an Nutzer, die ihre Inhalte zentral verwalten und im Heimnetz komfortabel wiedergeben möchten, ohne zusätzliche Serverdienste oder komplexe Konfigurationen einrichten zu müssen.

Die Musik-App dient als übersichtliche Bibliothek für lokale Audiodateien. Nach dem Import werden Titel automatisch indexiert und nach Interpreten, Alben und Genres sortiert. Die Wiedergabe funktioniert sowohl im Browser als auch über mobile Endgeräte im lokalen Netzwerk. Für viele Anwender ersetzt dies klassische Musikfreigaben oder einfache Streaming-Szenarien innerhalb der Familie vollständig. Anspruchsvolle Nutzer mit sehr großen Bibliotheken oder besonderen Anforderungen an Metadaten und Playlisten werden hier zwar nicht die Tiefe spezialisierter Musikserver finden, für den typischen Heimgebrauch ist der Funktionsumfang jedoch praxisnah und ausreichend.

Mit der Theater-App lassen sich Filme und Serien strukturiert verwalten. Videoinhalte werden automatisch kategorisiert und mit Postern sowie grundlegenden Metadaten angereichert. Die App eignet sich insbesondere für Nutzer, die ihre Videoarchive übersichtlich darstellen möchten, ohne sich mit externen Media-Server-Lösungen wie Plex oder Jellyfin beschäftigen zu müssen. Für einfache Heimkino-Setups oder die Wiedergabe auf Smart-TVs, Tablets oder Streaming-Clients im lokalen Netzwerk funktioniert das Konzept zuverlässig und unkompliziert.

Beide Apps unterstreichen den Charakter des NASync DXP4800 Plus als lokale Medienzentrale, die bewusst auf einfache Bedienung und direkte Nutzbarkeit setzt. Hochspezialisierte Media-Server werden damit nicht ersetzt, für den Alltag vieler Haushalte bietet UGREEN jedoch genau das Maß an Funktionalität, das tatsächlich genutzt wird – zentral, lokal und ohne zusätzliche Abhängigkeiten.

Besonders interessant wird das System im Zusammenspiel mit der mobilen App und deren Foto-Funktionen. Neben der klassischen Fotosicherung bietet die App Funktionen zur Erkennung ähnlicher oder doppelter Bilder, eine strukturierte Freigabeverwaltung, Upload-Freigaben für weitere Nutzer sowie eine fein granulierbare Upload-Steuerung. Ergänzt wird dies durch einen eigenen Bereich für KI-gestützte Funktionen, der unter anderem Personen-, Text-, Objekt- und Szenenerkennung, die Erkennung ähnlicher oder doppelter Fotos, Haustiererkennung sowie die automatische Kennzeichnung potenziell sensibler Inhalte umfasst.

Im Test stellte sich dabei zwangsläufig die Frage, wo diese KI-Analysen tatsächlich stattfinden – lokal auf dem NAS oder extern in einer Cloud. Um dies zumindest indirekt zu überprüfen, wurde der Netzwerkverkehr des NAS während eines umfangreichen Foto-Uploads überwacht. In einem Zeitraum von rund 40 Minuten wurden etwa 1.600 Bilder über die Smartphone-App auf das NAS übertragen. Parallel dazu wurde der Internetverkehr des Geräts über die Logfunktion des Routers protokolliert.

Das Ergebnis war eindeutig: Während des gesamten Upload-Zeitraums ließ sich kein nennenswerter externer Datenverkehr feststellen, der auf das Hochladen von Bilddaten zu Drittanbietern oder eine cloudbasierte Bildanalyse hindeuten würde. Der gemessene Internetverkehr des NAS blieb insgesamt sehr gering und bewegte sich im zweistelligen Megabyte-Bereich über den gesamten Tag hinweg. Das ist deutlich zu wenig, um auch nur einen Bruchteil der übertragenen Bilddaten extern verarbeitet zu haben. Auffällige Upload-Spitzen oder kontinuierlicher Upstream, wie er bei cloudbasierter KI-Analyse zu erwarten wäre, traten nicht auf.

Dies spricht klar dafür, dass Upload, Indexierung und KI-gestützte Auswertung direkt auf dem NAS selbst erfolgen und die Bilddaten das lokale Netzwerk nicht verlassen. Damit unterscheidet sich das NASync DXP4800 Plus grundlegend von klassischen Cloud-Fotodiensten wie Google Fotos oder iCloud Fotos, bei denen Bildinhalte in externe Rechenzentren übertragen und dort analysiert werden. Die Kontrolle über die eigenen Daten verbleibt hier vollständig im Heimnetz.

Eine vollständige Paket- oder Protokollanalyse wurde im Rahmen dieses Tests nicht durchgeführt. Auf Basis der beobachteten Netzwerklast und der protokollierten Daten gibt es jedoch keine Hinweise auf eine cloudbasierte Verarbeitung der Bilddaten während des Uploads oder der KI-Auswertung. Für Nutzer, die Wert auf lokale Datenspeicherung, Datenschutz und Unabhängigkeit von externen Cloud-Diensten legen, ist dies ein klarer Pluspunkt.

Gerade die Kombination aus automatischem Smartphone-Upload, sofortiger Verfügbarkeit der Inhalte und lokal durchgeführten Analysefunktionen unterstreicht den Cloud-Ersatz-Charakter des NASync DXP4800 Plus sehr deutlich. Fotos, Videos und Musik werden nicht nur gesichert, sondern unmittelbar nutzbar gemacht – ohne Wartezeiten, ohne externe Abhängigkeiten und ohne sichtbaren Datenabfluss ins Internet.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Lautstärke & Wohnraum-Tauglichkeit

Die Lautstärke ist ein entscheidender Faktor, wenn ein NAS nicht in einem separaten Technikraum, sondern im Wohn- oder Arbeitsbereich betrieben wird. Entsprechend wurde das NASync DXP4800 Plus unter realistischen Alltagsbedingungen in einem normalen Wohnraum gemessen.

Messergebnisse – Lautstärke

  • Leerlaufbetrieb (~32 dB(A)) 32% 32%
  • Festplattenzugriffe unter Last (~45 dB(A)) 45% 45%

Die Messungen erfolgten mit einem iPhone 16 Pro Max und der App “dB Messer”. Der Messabstand betrug dabei etwa 70 Zentimeter, was einem typischen Abstand bei der Aufstellung auf einem Sideboard, Regal oder Schreibtisch entspricht. Der gemessene Grundpegel des Raums lag bei etwa 28 dB(A).

Im Leerlaufbetrieb, also bei eingeschaltetem System ohne aktive Dateiübertragungen, pendelte der Ausschlag zwischen 31,7 und 33 dB(A). In dieser Konfiguration ist das Gerät akustisch kaum vom Raumgrundrauschen zu unterscheiden und im normalen Wohnraum praktisch nicht wahrnehmbar. Für einen dauerhaften 24/7-Betrieb ist das NAS in diesem Zustand sehr gut geeignet.

Im Test war das NAS mit vier WD Red Plus Festplatten mit jeweils 4 TB Kapazität vollständig bestückt. Sobald aktive Festplattenzugriffe stattfinden (etwa bei größeren Dateiübertragungen, Backups oder während der Fotosicherung) steigt die Lautstärke hörbar an. In diesen Lastszenarien wurden kurzzeitig Spitzenwerte von bis zu etwa 45 dB(A) gemessen. Diese höhere Lautstärke ist klar auf die mechanische Aktivität der Festplatten zurückzuführen und äußert sich als typisches Zugriffs- bzw. Rattergeräusch. Ein störendes oder hochfrequentes Lüftergeräusch war dabei nicht festzustellen. Wichtig ist die Einordnung: Die erhöhten Pegel treten nicht dauerhaft auf, sondern ausschließlich während intensiver Lese- oder Schreibvorgänge. Nach Abschluss der jeweiligen Aufgaben fällt das NAS wieder auf das sehr leise Grundniveau zurück.

Insgesamt bewegt sich das Geräuschverhalten damit im erwartbaren Rahmen für ein voll bestücktes 4-Bay-NAS mit mechanischen Festplatten. Die tatsächliche Lautstärke hängt stark von den eingesetzten Laufwerken und der Aufstellung ab. In der getesteten Konfiguration bleibt das NASync DXP4800 Plus jedoch wohnraumtauglich, sofern man sich bewusst ist, dass mechanische Festplatten unter Last akustisch präsent sind.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Backup-Praxis

Die Backup-Funktionen gehören mit zu den wichtigsten Aufgaben eines NAS. Und genau hier entscheidet sich, ob ein System im Alltag tatsächlich genutzt wird oder nach kurzer Zeit in Vergessenheit gerät. UGREEN setzt beim NASync DXP4800 Plus auf einen bewusst einfachen Ansatz, der sich klar an Privatanwender und kleinere Haushalte richtet.

In der Praxis zeigt sich schnell, dass Backups nicht als einmalige Aktion gedacht sind, sondern als dauerhaft im Hintergrund laufender Prozess. Besonders die Sicherung von Smartphone-Daten funktioniert weitgehend automatisch. Nach der initialen Einrichtung übernimmt die mobile App den Upload neuer Fotos und Videos selbstständig, ohne dass der Nutzer regelmäßig eingreifen muss. Neue Inhalte werden im Hintergrund gesichert und stehen anschließend direkt auf dem NAS zur Verfügung.

Gerade bei der Fotosicherung fällt positiv auf, dass der Backup-Prozess auch mit vielen kleinen Dateien zuverlässig arbeitet. Während eines längeren Tests wurden mehrere tausend Bilder über die App gesichert, ohne dass es zu Abbrüchen oder fehlerhaften Uploads kam. Der Sicherungsvorgang läuft dabei unauffällig im Hintergrund und beeinträchtigt die Nutzung des Smartphones kaum.

Auch klassische Backup-Szenarien wie die Sicherung von Laptops oder PCs lassen sich unkompliziert umsetzen. Das NAS kann dabei als zentrales Backup-Ziel im Netzwerk dienen, etwa für regelmäßige Datei-Backups oder Time-Machine-Sicherungen unter macOS. Die Einrichtung ist übersichtlich gehalten und erfordert keine tiefergehenden technischen Kenntnisse. Um das NAS für Time Machine (macOS) verfügbar zu machen, genügt es, den Bonjour-Dienst in der Systemsteuerung zu aktivieren und einen Zielordner festzulegen. Anschließend erkennt der Mac das NAS automatisch als Backup-Ziel.

Zusätzlich unterstützt das NAS den Einsatz externer USB-Datenträger als Backup-Ziel. In der Praxis bedeutet das, dass sich eine externe USB-Festplatte oder SSD direkt am NAS anschließen lässt, um wichtige Daten zusätzlich zu sichern. Diese Sicherung erfolgt bewusst als ergänzende Maßnahme neben dem internen Festplattenverbund und richtet sich vor allem an Nutzer, die besonders wichtige Daten zusätzlich absichern möchten.

Der Vorteil eines solchen USB-Backups liegt darin, dass sich die externe Festplatte nach Abschluss der Sicherung wieder vom NAS trennen lässt. Sie kann anschließend außerhalb des Geräts aufbewahrt werden, etwa in einem Schrank oder an einem anderen Ort. Damit bleiben die gesicherten Daten auch dann erhalten, wenn das NAS selbst ausfallen sollte oder es zu einem größeren technischen Problem kommt.

In der Praxis ergibt sich daraus eine sinnvolle Ergänzung zu den automatischen Sicherungen auf dem NAS selbst: Während alltägliche Backups im Hintergrund laufen, lassen sich besonders wichtige Daten in größeren Abständen zusätzlich auf einen externen Datenträger sichern. Dieser Ansatz ist weniger automatisiert, dafür aber einfach nachvollziehbar und bewusst kontrollierbar.

Insgesamt zeigt sich die Backup-Praxis des NASync DXP4800 Plus alltagstauglich und zuverlässig. Zentrale Sicherungen laufen automatisiert, Statusanzeigen und Rückmeldungen sind verständlich aufbereitet, und potenzielle Probleme wären im Ernstfall gut erkennbar. Das System erfüllt damit genau das, was sich viele Nutzer von einem privaten NAS erhoffen: Daten sichern, ohne den Alltag unnötig zu verkomplizieren.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Stromverbrauch

Beim Stromverbrauch zeigt sich das UGREEN NASync DXP4800 Plus insgesamt sehr unauffällig und gut für den Dauerbetrieb geeignet. In Phasen ohne aktive Last, also im klassischen 24/7-Idle-Betrieb mit Hintergrunddiensten und gelegentlichen Zugriffen, bewegt sich der Energiebedarf auf einem konstant niedrigen Niveau. Schwankungen sind dabei kaum sichtbar, was für ein stabiles Power-Management spricht.

Deutlich erkennbar ist ein moderater Anstieg des Verbrauchs, als gezielt Performance-Tests und größere Dateiübertragungen durchgeführt wurden. Während intensiver Kopiervorgänge steigt der Energiebedarf erwartungsgemäß an, bleibt dabei jedoch klar im Rahmen. Es kommt weder zu extremen Lastspritzen noch zu dauerhaft erhöhtem Verbrauch. Nach Abschluss des Transfers fällt der Strombedarf wieder auf das vorherige Grundniveau zurück.

Messergebnisse – Stromverbrauch

  • Idle-Betrieb (24/7, Hintergrunddienste) 25% 25%
  • Lastbetrieb (Dateiübertragungen & Benchmarks) 45% 45%

Gerade dieser Verlauf ist praxisnah und durchaus positiv zu bewerten. Das NAS reagiert auf Last mit einem angemessenen Mehrverbrauch, ohne ineffizient zu werden oder unnötig Energie zu verschwenden. Für ein leistungsfähiges 4-Bay-NAS mit 2,5-Gigabit-Anbindung und entsprechendem Datendurchsatz ist das Verhalten absolut angemessen.

Insgesamt eignet sich das NASync DXP4800 Plus sehr gut für den dauerhaften Betrieb im Heim- oder Büroalltag. Der Strombedarf bleibt planbar, transparent und steht in einem sinnvollen Verhältnis zur gebotenen Leistung. Ein wichtiger Punkt für Benutzer, die das System rund um die Uhr betreiben möchten.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Sicherheit & Fernzugriff

Neben der lokalen Nutzung ist für viele Anwender auch der sichere Zugriff von unterwegs ein zentrales Thema. Das NASync DXP4800 Plus verfolgt hier einen klar strukturierten Ansatz, der sich an Privatanwender und Prosumer richtet und ohne tiefgehende Netzwerkkenntnisse auskommt.

Grundlage bildet ein klassisches Benutzer- und Rechtesystem. Zugriffe erfolgen über individuelle Benutzerkonten, denen gezielt Berechtigungen für einzelne Freigaben oder Inhalte zugewiesen werden können. Dadurch lassen sich persönliche und gemeinsame Daten sauber voneinander trennen, was sich insbesondere im Familien- oder Homeoffice-Alltag als sinnvoll erweist.

Auf dieser Basis baut der mobile Zugriff auf. Über die UGREEN-App lassen sich Dateien, Fotos und weitere Inhalte sowohl im lokalen Netzwerk als auch von unterwegs abrufen. Im Test funktionierte der Zugriff zuverlässig und flüssig, unabhängig davon, ob er über WLAN oder eine mobile Datenverbindung erfolgte. Inhalte konnten eingesehen, heruntergeladen oder geteilt werden, ohne dass es zu spürbaren Verzögerungen kam.

Für den Fernzugriff nutzt UGREEN einen eigenen Vermittlungs- bzw. DDNS-Dienst namens UGREENlink Remotezugriff, der die Erreichbarkeit des NAS von außen ermöglicht, ohne dass man manuell Portfreigaben im Router konfigurieren muss. Der Einrichtungsaufwand bleibt dadurch gering, und sicherheitsrelevante Aspekte werden im Hintergrund gehandhabt. Für viele Privatanwender ist das der einfachste und zugleich praktikabelste Weg, von unterwegs auf die eigenen Daten zuzugreifen.

Für technisch versiertere Nutzer bleibt das System dabei offen. Das NAS lässt sich auch über einen eigenen DDNS-Dienst oder in bestehende Netzwerkstrukturen integrieren, etwa über einen bereits vorhandenen Reverse Proxy im Heimnetz. Damit können fortgeschrittene Nutzer den externen Zugriff vollständig in ihre eigene Infrastruktur einbinden und nach eigenen Sicherheits- und Zugriffskonzepten umsetzen. Diese Möglichkeiten sind optional und setzen entsprechendes Know-how voraus, werden vom System jedoch nicht eingeschränkt.

In der Gesamtschau hinterlässt der Bereich Sicherheit und Fernzugriff einen ausgewogenen Eindruck. Der Standardzugang ist komfortabel und alltagstauglich, während erfahrene Nutzer genügend Freiraum für eigene Lösungen behalten. Für private Haushalte und Prosumer bietet das NASync DXP4800 Plus damit eine gut abgestimmte Balance aus Komfort, Zugriffsmöglichkeiten und Kontrolle.

UGREEN verweist zusätzlich auf unabhängige Sicherheitszertifizierungen und etablierte Verschlüsselungsstandards. Diese spielen im Alltag eine untergeordnete Rolle, unterstreichen aber den Anspruch, das NAS auch aus Sicherheitssicht als Cloud-Ersatz zu positionieren.

Das NASync DXP4800 Plus lässt sich grundsätzlich auch vollständig lokal betreiben. Zentrale Funktionen wie Dateiverwaltung, Medienzugriff, Backups und Nutzerverwaltung stehen auch ohne aktive Internetverbindung zur Verfügung. Der Internetzugang wird primär für optionale Funktionen wie Fernzugriff oder Updates benötigt, ist für den reinen Betrieb jedoch nicht zwingend erforderlich.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Stabilität & Zuverlässigkeit

Im Alltag entscheidet weniger der Funktionsumfang als vielmehr die Zuverlässigkeit darüber, ob ein NAS dauerhaft genutzt wird. Ein System, das regelmäßig Aufmerksamkeit erfordert oder sich unvorhersehbar verhält, verliert schnell an Akzeptanz, vor allem im privaten Umfeld.

Im Testzeitraum lief das NASync DXP4800 Plus insgesamt unauffällig und stabil. Während des täglichen Betriebs, einschließlich paralleler Dateiübertragungen, automatischer Fotosicherung, Medienzugriffen und Hintergrundprozessen, kam es zu keinen Abstürzen, Hängern oder unerwarteten Neustarts. Auch längere Kopiervorgänge sowie der Upload vieler kleiner Dateien verliefen zuverlässig und ohne Verbindungsabbrüche.

Die Netzwerkverbindung erwies sich dabei als stabil. Zugriffe aus dem lokalen Netzwerk sowie über mobile Endgeräte funktionierten durchgehend zuverlässig. Auch während intensiver Schreib- und Lesevorgänge blieb das System weiterhin ansprechbar, ohne dass es zu spürbaren Verzögerungen oder Blockaden kam.

Positiv fällt zudem auf, dass Statusmeldungen und Systeminformationen übersichtlich aufbereitet sind. Laufwerkszustände, Speicherbelegung und laufende Prozesse lassen sich klar nachvollziehen, ohne dass tiefere technische Kenntnisse erforderlich sind. Hinweise oder Warnungen werden verständlich dargestellt und sind auch für weniger technisch versierte Nutzer gut einzuordnen.

Natürlich kann ein mehrwöchiger Test keine Aussage über eine jahrelange Dauerstabilität ersetzen. Im bisherigen Betrieb vermittelt das NASync DXP4800 Plus jedoch einen zuverlässigen und ausgereiften Eindruck. Es arbeitet im Hintergrund, erledigt seine Aufgaben und drängt sich im Alltag nicht unnötig in den Vordergrund. Genau so, wie man es von einem NAS im privaten Umfeld erwartet.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Pro-User

Auch für Nutzer mit etwas höheren Ansprüchen bietet das NASync DXP4800 Plus genügend Reserven, um über klassische NAS-Aufgaben hinauszugehen. Möglich wird das vor allem durch die integrierte Docker-Unterstützung sowie einfache Virtualisierungsfunktionen, die direkt über die Weboberfläche zugänglich sind.

Docker eignet sich hier besonders für kompakte Dienste, die dauerhaft im Heimnetz laufen sollen. Positiv hervorzuheben ist, das neben der reinen Container-Einrichtung auch Projekte über Docker Compose unterstützt werden.

Typische Beispiele für Docker-Projekte sind Netzwerk-Werbeblocker wie Pi-hole oder AdGuard Home, die als zentrale DNS-Filter fürolle Geräte im Haushalt dienen. Paperless NGX ist ein Dokumenten-Management-System zur automatischen Archivierung und Durchsuchbarkeit von Dokumenten wie Rechnungen, Verträgen, usw. Solche Dienste laufen im Hintergrund und ergänzen die NAS-Funktionalität sinnvoll.

Aber auch umfangreiche Anwendungen sind denkbar. Mit Nextcloud lässt sich beispielsweise eine eigene Cloud für Dateien, Kalender und Kontakte betreiben, die über das lokale Netzwerk hinaus erreichbar ist. Für Foto und Videosammler bietet sich z. B. Immich an, um eine selbst gehostete Fotoverwaltung als Alternative zu Google Fotos oder iCloud Photos zu realisieren. Gerade in Kombination mit dem automatischen Smartphone-Upload des NAS ergibt sich hier ein schlüssiges Gesamtkonzept.

Die Virtualisierungsfunktionen sind weniger als Ersatz für einen dedizierten Server gedacht, sondern eher für gezielte Zusatzaufgaben. Eine kleine Linux-VM für Tests, ein separates System für einen speziellen Dienst oder das ausprobieren neuer Software lassen sich realisieren, ohne die Hauptfunktionen des NAS zu Beeinträchtigen.

Wichtig dabei: All diese Möglichkeiten sind optional. Das NASync DXP4800 Plus zwingt niemanden in komplexe Setups, bietet interessierten Nutzern aber die Freiheit, Schritt für Schritt mehr aus dem System herauszuholen. Genau diese Balance macht das NAS für Prosumer attraktiv: Es funktioniert zuverlässig als klassisches NAS, wächst aber mit den eigenen Anforderungen mit.

Hervorzuheben ist auch, dass jeder zusätzliche Docker-Container oder VM RAM in Anspruch nimmt. Ab einer gewissen Größe muss über eine Erweiterung des RAMs gedacht werden. Das NASync DXP4800 Plus bietet hierfür eine maximale Kapazität von bis zu 64 GB DDR5 RAM im Format S0-DIMM.

UGREEN NASync DXP4800 Plus – Ach ja, das noch…

Neben den zentralen Testkategorien bietet das NASync DXP4800 Plus eine Reihe weiterer Funktionen und Details, die im Alltag hilfreich sind, ohne im Mittelpunkt des Systems zu stehen.

Freigaben & Zusammenarbeit

  • komfortable Linkfreigaben für Dateien und Ordner
  • Freigaben auch für externe Nutzer ohne eigenes NAS-Konto möglich
  • zeitliche Begrenzung und Passwortschutz für Freigabelinks
  • optionales Unterbinden von Downloads
  • Begrenzung der Zugriffszahlen bei Dateifreigaben

Zusätzliche Software-Funktionen

  • Universelle Suche: Systemübergreifendes Auffinden von Dateien und Ordnern, besonders hilfreich bei großen Datenbeständen
  • Dateiversionen & Snapshots: Wiederherstellung früherer Dateistände nach versehentlichem Löschen oder Überschreiben
  • DLNA-Unterstützung: Direktes Streaming von Medien an kompatible Smart-TVs und Mediaplayer im Heimnetz
  • Download-Manager: Direktes Herunterladen von Dateien auf das NAS, unabhängig von PC oder Laptop
  • Tresor-Funktion: Geschützter Bereich für sensible Daten mit zusätzlicher Zugriffskontrolle
  • Protokolle & Statusübersichten: Nachvollziehbarkeit von Systemereignissen und Abläufen
  • Kleinere Werkzeuge: Integrierter Texteditor und einfache Office-Funktionen für kleinere Aufgaben

Diese zusätzlichen Funktionen stehen nicht im Vordergrund, runden das Gesamtpaket jedoch sinnvoll ab und erhöhen die Flexibilität des NASync DXP4800 Plus im Alltag.

Was wir uns noch wünschen

Unterm Strich präsentiert sich das UGREEN NASync DXP4800 Plus als leistungsfähige, praxisnahe und gleichzeitig angenehm leise NAS-Lösung für Power-User und Prosumer. Ob als zentrale Foto- und Videobibliothek oder als Backup-Ziel für Desktop- und Notebook-Systeme unter Windows und macOS: Das Gerät deckt die typischen Einsatzszenarien einer privaten Cloud zuverlässig ab und liefert ein insgesamt rundes Gesamtbild.

Die Benutzeroberfläche der Software wirkt zeitgemäß und ist übersichtlich gestaltet, wodurch die tägliche Nutzung leichtfällt. Ausbaufähig ist der Funktionsumfang jedoch noch beim Aufgaben-Monitoring sowie bei der Darstellung und Auswertung historischer Leistungsdaten. Zusätzlich zeigt sich die Übersetzung in der mobilen Anwendung und in der Weboberfläche noch nicht überall vollständig konsistent.

Da diese Schwächen softwareseitig lösbar sind und nicht die technische Basis betreffen, haben sie nur begrenzten Einfluss auf das Gesamturteil. Zudem spricht die bisherige Update-Praxis des Herstellers dafür, dass in diesen Bereichen weiter nachgebessert wird.

Bildquellen: Titelbild (Ugreen) App-Screenshots & iPhone Mockup (Minimal Mockups)



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