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UGREEN NAS: Ersteinrichtung und Grundkonfiguration per mobiler App – Tutorial

UGREEN NAS: Ersteinrichtung und Grundkonfiguration per mobiler App – Tutorial

Für die laufende Tutorial-Reihe setzt das NAS-Team auf aktuelle Modelle von UGREEN und arbeitet dabei mit den Systemen DXP4800 Plus und DH4300 Plus. Als Speichermedien kommen Festplatten aus den Serien Seagate IronWolf sowie Western Digital Red Plus zum Einsatz, die sich im bisherigen Einsatz als zuverlässige Wahl erwiesen haben und bereits vorab empfohlen werden können.

Dieses Tutorial beschreibt die Ersteinrichtung eines UGREEN NAS ausschließlich über ein mobiles Endgerät, ohne Nutzung eines PCs oder Browsers. Für die gezeigten Schritte wurde ein iPad verwendet. Die Smartphone-App ist identisch aufgebaut. Dieser Beitrag ergänzt die bereits beschriebene Ersteinrichtung und Grundkonfiguration über die Web-Oberfläche und konzentriert sich auf den App-basierten Einrichtungsprozess direkt nach dem Start sowie auf die Schritte nach der Anmeldung durch den Assistenten.

Weiterführende Themen wie Remotezugriff, Benutzerverwaltung oder anderweitige Dienste werden bewusst ausgeklammert und in separaten Beiträgen behandelt.

Ziel dieses Tutorials

Nach Abschluss dieses Tutorials ist das UGREEN NAS:

  • korrekt im Netzwerk eingebunden
  • über die App erreichbar und administrierbar
  • mit einem sicheren Admin-Zugang ausgestattet
  • mit einem eingerichteten Speicherpool und Volume versehen

Dieser Beitrag richtet sich an Anwender, die das NAS ohne PC oder Browser ausschließlich per Tablet oder Smartphone einrichten möchten.

Voraussetzungen

  • UGREEN NAS
  • installierte Festplatten oder SSDs
  • Strom- und LAN-Verbindung
  • Router (ggf. Switch) im Heimnetz
  • Tablet oder Smartphone mit installierter UGREEN NAS App
  • Tablet oder Smartphone befinden sich im selben Netzwerk

Start der App und Registrierung eines neuen Geräts

Nach dem Start der UGREEN NAS App wird zunächst die Konto-Anmeldung angezeigt. Diese Ansicht ist sowohl für bereits eingerichtete NAS-Systeme als auch für neue Geräte vorgesehen. Für die Ersteinrichtung eines noch nicht konfigurierten NAS wird an dieser Stelle die Option “Neues Gerät registrieren” (unten im Bild) gewählt. Eine vorherige Anmeldung mit einem bestehenden Konto gibt es in diesem Arbeitsschritt noch nicht.

Im Anschluss startet die App automatisch eine Suche nach verfügbaren UGREEN NAS-Systemen im lokalen Netzwerk. Dabei wird geprüft, ob sich ein noch nicht eingerichtetes NAS im selben Netzwerk befindet wie das Smartphone bzw. das Tablet. Wird ein Gerät gefunden, erscheint es in der Liste der LAN-Geräte inklusive Modellbezeichnung. Hier kann es direkt ausgewählt und registriert werden.

Hinweis für fortgeschrittene Nutzer mit unterschiedlichen VLANs (Netzwerksegmentierung)

Die automatische Gerätesuche basiert auf lokalen Netzwerkmechanismen und funktioniert zuverlässig nur innerhalb desselben Netzwerksegments. Befinden sich das UGREEN NAS und das Mobilgerät in unterschiedlichen VLANs oder logisch getrennten Netzwerken, kann das NAS über die automatische Suche nicht gefunden werden.

Auch bei aktivierter mDNS- oder Broadcast-Weiterleitung im Router oder in der Firewall ist die Erkennung nicht in jedem Szenario zuverlässig, da die App primär für klassische Heimnetzstrukturen ausgelegt ist. In diesem Fall besteht weiterhin die Möglichkeit, das NAS manuell über seine IP-Adresse anzusprechen:

  • Die IP-Adresse wird zuvor im Router oder im DHCP-Server ermittelt
  • Anschließend wird diese IP im mobilen Browser aufgerufen
  • Ab diesem Punkt kann der weitere Einrichtungsprozess manuell fortgesetzt werden

Für die folgenden Arbeitsschritte kann sich dann am Tutorial “Ersteinrichtung & Grundkonfiguration” orientiert werden, da die Abläufe ab diesem Punkt identisch sind.

Merksatz: Die automatische NAS-Erkennung der App setzt ein gemeinsames Netzwerksegment voraus. Bei der Nutzung unterschiedlicher VLANs erfolgt der Zugriff in der Regel manuell über die IP-Adresse.

NAS benennen und Nutzungsbedingungen bestätigen

Nun wird dem NAS ein Gerätename zugewiesen. Dieser dient sowohl der besseren Identifikation in der App und der Web-Oberfläche als auch als Systemhostname im lokalen Netzwerk.

Abhängig von der Netzwerkkonfiguration kann das NAS später über diesen Namen direkt im Browser erreichbar sein.
Zusätzlich ist der UGREEN NAS-Nutzungsvereinbarung zuzustimmen. Die optionale Teilnahme an der Geräteanalyse ist für die Ersteinrichtung nicht erforderlich.

Merksatz: Der Gerätename ist zugleich der Netzwerk-Hostname und sollte daher bewusst und eindeutig gewählt werden.

Administratorkonto einrichten

Im nächsten Schritt erfolgt die Einrichtung des Administratorkontos. Dieses Konto dient der vollständigen Verwaltung des NAS. Dabei werden festgelegt:

  • Benutzername
  • Passwort, das in einem zweiten Feld bestätigt werden muss

Während der Eingabe prüft die App automatisch die Passwortstärke und weist auf die geltenden Mindestanforderungen hin.

Wichtig! Dieses Konto besitzt vollständige Systemrechte und dient der Administration des NAS. Es ist nicht für die tägliche Nutzung vorgesehen.

Optionale E-Mail-Verknüpfung & Remotezugriff

Im Anschluss bietet der Assistent an, eine E-Mail-Adresse mit dem NAS zu verknüpfen. Dies ermöglicht unter anderem den Fernzugriff und Benachrichtigungen. Dieser Schritt ist optional und kann übersprungen werden. Der lokale Betrieb des NAS ist auch ohne diesen Schritt vollständig möglich.

Da der Remotezugriff in einem separaten Tutorial behandelt wird, wird dieser Punkt hier bewusst ausgelassen.

Systemupdates festlegen und Initialisierung starten

Vor Abschluss der Ersteinrichtung kann festgelegt werden, wie das System mit Updates umgehen soll. Zur Auswahl stehen:

  • automatisch nur wichtige Updates installieren (empfohlen)
  • alle Updates automatisch installieren
  • bei verfügbaren Updates benachrichtigen

Mit dem Start der Initialisierung beginnt die Konfiguration von UGOS Pro. Dieser Vorgang kann einige Minuten in Anspruch nehmen und beinhaltet in der Regel einen Neustart des NAS.

Während der Initialisierung sollte das NAS nicht ausgeschaltet oder vom Netzwerk getrennt werden.

Anmeldung nach dem Neustart

Nach dem Abschluss der Ersteinrichtung bzw. nach einem Neustart, z. B. durch ein Systemupdate, erfolgt die erneute Anmeldung in der App.

Hier kann:

  • entweder das zuvor registrierte Gerät ausgewählt
  • oder die IP-Adresse des NAS manuell eingegeben werden
  • Hinweis für Pro-User: Falls für das NAS eine Domain über einen Reverse Proxy eingerichtet wurde, kann diese hier angegeben werden

Anschließend erfolgt die Anmeldung mit dem eingerichteten Administratorkonto.

Überblick nach der Ersteinrichtung

Nach der Anmeldung zeigt die App die Systemübersicht. Diese bietet einen kompakten Überblick über den aktuellen Zustand des NAS, darunter Systemstatus, Ressourcenauslastung und grundlegende Hardwareinformationen. Zusätzlich kann diese Ansicht individuell angepasst werden. Außerdem blendet der Assistent optionale Einführungen und Hinweise ein, etwa zur Bedienoberfläche oder zu ersten Schritten im App-Center. Diese Hinweise können bei Bedarf genutzt oder übersprungen werden.

Merksatz: Die Systemübersicht dient als zentrale Anlaufstelle, um den Zustand des NAS nach der Ersteinrichtung schnell zu überprüfen.

Einrichtung des Speichers

Ein zentraler Bestandteil der Ersteinrichtung ist die Speicherkonfiguration. In diesem Schritt wird festgelegt, wie die eingebauten Festplatten zusammenarbeiten und wie der nutzbare Speicher dem System zur Verfügung gestellt wird. Die Einrichtung erfolgt dabei in zwei logisch getrennten Schritten: zunächst über einen Speicherpool, anschließend über ein oder mehrere Volumes.

Speicherpool erstellen

Zunächst wird ein Speicherpool angelegt. Der Speicherpool definiert, wie die Festplatten technisch zusammengefasst werden, und bildet die Grundlage für Datensicherheit und Ausfallschutz. Dabei werden festgelegt:

  • Auswahl der zu verwendenden Festplatten
  • Auswahl des RAID-Typs (z. B. RAID 5)
  • optionaler Festplattentest

Die App zeigt übersichtlich an, wie sich Datenschutz, nutzbare Kapazität und Systemauslastung je nach RAID-Typ unterscheiden und unterstützt so bei der Entscheidung.

Volume erstellen

Nach dem Anlegen des Speicherpools wird ein Volume erstellt. Ein Volume stellt den später tatsächlich nutzbaren Speicherbereich dar, auf dem Ordner, Daten und Anwendungen abgelegt werden. Dabei werden festgelegt:

  • Zuweisung der gesamten oder eines Teils der Kapazität
  • Auswahl des Dateisystems (z. B. Btrfs)

Vor dem Abschluss weist das System darauf hin, dass alle Daten auf den ausgewählten Festplatten gelöscht werden. Nach Bestätigung startet die Initialisierung und Synchronisierung des Speicherpools.

Die RAID-Synchronisierung läuft im Hintergrund und kann je nach Größe mehrere Stunden dauern.

Merksatz: Der Speicherpool bestimmt die technische Grundlage, das Volume den nutzbaren Speicher für Daten und Anwendungen.

Ordnerstruktur und persönliche Ordner

Nach Abschluss der Speichererstellung führt der Assistent durch die Grundlagen der Ordnerstruktur. An dieser Stelle wird festgelegt, wie Daten später organisiert und Benutzern zugeordnet werden. Dabei werden folgende Ordnerarten vorgestellt:

  • persönliche Ordner, die einem einzelnen Benutzer zugeordnet sind
  • freigegebene Ordner, auf die mehrere Benutzer zugreifen können
  • Benutzerordner

Über den Assistenten können persönliche Ordner direkt aktiviert und einem Benutzer zugeordnet werden. Dabei wird auch der Speicherort festgelegt. Dieser lässt sich später jederzeit über die Systemsteuerung anpassen oder erweitern.

Merksatz: Persönliche Ordner schaffen eine klare Trennung der Daten und bilden die Grundlage für eine saubere Benutzerstruktur.

Systemübersicht und manuelles Systemupdate

Nach der vollständigen Einrichtung steht das NAS betriebsbereit zur Verfügung. In der Systemübersicht kann der Systemzustand jederzeit geprüft werden.

Über Systemsteuerung → Aktualisieren & Wiederherstellen lässt sich zudem ein manuelles Systemupdate suchen und – sofern verfügbar – starten. Vor der Installation weist das System darauf hin, dass alle Anwendungen beendet werden und ein Neustart erforderlich ist. Entsprechend ist nach Abschluss des Updates eine erneute Anmeldung notwendig.

Merksatz: Systemupdates erfordern in der Regel einen Neustart und sollten daher zu einem passenden Zeitpunkt durchgeführt werden.

Abschluss

Die Ersteinrichtung über die mobile App ist damit abgeschlossen. Das NAS ist:

  • eingerichtet
  • erreichbar
  • mit Speicher und Grundstruktur versehen

Weitere Schritte wie Remotezugriff, Dienste und Apps sowie Backup-Konzepte werden in separaten Tutorials behandelt.

Merksatz: Die App eignet sich ideal für die Ersteinrichtung, während die Web-Oberfläche für die langfristige Administration bislang  die bessere Übersicht bietet.

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