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iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max bringen variable Blende, A20 Pro und mehr Ausdauer
Apple hat das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max offiziell vorgestellt. Die neuen Pro-Modelle erscheinen in Deutschland am 18. September 2026, die Vorbestellung beginnt am 12. September. Im Mittelpunkt stehen ein vollständig mit 48-Megapixel-Sensoren ausgestattetes Kamerasystem, eine Hauptkamera mit variabler Blende, der neue A20 Pro Chip und längere Akkulaufzeiten. Das iPhone 18 Pro kostet ab 1.449 Euro, das iPhone 18 Pro Max beginnt bei 1.599 Euro. Apple nennt außerdem neue professionelle Kamerasteuerungen, eine überarbeitete Dynamic Island und zusätzliche Funktionen für die Überprüfung bearbeiteter Bilder.
Die beiden Modelle teilen sich den größten Teil der technischen Ausstattung. Das iPhone 18 Pro besitzt ein 6,3 Zoll großes OLED-Display und wiegt 211 Gramm. Beim Pro Max wächst die Bildschirmdiagonale auf 6,9 Zoll, das Gewicht liegt bei 249 Gramm. Beide Geräte werden mit 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB Speicher angeboten.
iPhone 18 Pro erhält eine Hauptkamera mit variabler Blende
Die wichtigste Neuerung des Kamerasystems steckt in der 48-Megapixel-Fusion-Hauptkamera. Ihre Blende lässt sich auf ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 oder ƒ/4.0 einstellen. Sechs mechanische Blendenlamellen wechseln mithilfe eines kleinen Rotorantriebs zwischen den Öffnungen. Die Kamera kann diese Anpassung automatisch vornehmen, in den neuen Pro-Steuerungen lässt sich die gewünschte Stufe aber auch manuell wählen.
Eine weit geöffnete Blende lässt mehr Licht auf den Sensor und eignet sich nach Apples Darstellung besonders für dunkle Aufnahmesituationen. Eine kleinere Öffnung vergrößert dagegen den scharf abgebildeten Bereich. Das kann unter anderem bei Gruppenfotos helfen, bei denen nicht nur die Personen im Vordergrund deutlich erscheinen sollen.
Zusätzlich zur Blende können Verschlusszeit und Weißabgleich direkt in der Kamera-App eingestellt werden. Ein Histogramm zeigt die Helligkeitsverteilung des Motivs an. Apple öffnet den Zugriff auf den gesamten Blendenbereich außerdem über eine Programmierschnittstelle, sodass Entwickler entsprechende Steuerungen in eigenen Kamera-Apps anbieten können.
Das rückwärtige Pro-Fusion-System besteht aus drei Kameras mit jeweils 48 Megapixeln. Neben der 24-Millimeter-Hauptkamera gehören ein Ultraweitwinkel mit 13 Millimetern Brennweite und 120 Grad Sichtfeld sowie ein Teleobjektiv mit 100 Millimetern beziehungsweise vierfacher Vergrößerung dazu. Letzteres arbeitet mit einem Tetraprisma und einer optischen Bildstabilisierung, bei der der Sensor in drei Dimensionen bewegt wird.
Aus dem Tele-Sensor erzeugt das iPhone außerdem Aufnahmen mit achtfacher Vergrößerung und zwölf Megapixeln. Apple bezeichnet diese Stufe als „in optischer Qualität“. Es handelt sich jedoch nicht um ein zusätzliches Objektiv mit eigener 200-Millimeter-Brennweite, sondern um eine entsprechende Nutzung des hochauflösenden Tele-Sensors. Der Digitalzoom reicht bis zu einer vierzigfachen Vergrößerung.
Auch die Frontkamera ist für mehr als klassische Selbstporträts gedacht. Der 18-Megapixel-Sensor unterstützt automatische Bildausrichtung, Center Stage bei Videoanrufen, stabilisierte Videoaufnahmen und die gleichzeitige Aufnahme mit Front- und Rückkamera. Manuelle Einstellungen für Verschlusszeit und Weißabgleich stehen ebenfalls zur Verfügung. Die vollständige Kameraausstattung führt Apple in den deutschen technischen Daten auf.

Mehr Kontrolle bei Videoaufnahmen
Mit der Hauptkamera können iPhone 18 Pro und Pro Max 4K-Videos in Dolby Vision mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Der Kinomodus reicht bis 4K mit 60 Bildern pro Sekunde. Neu ist die Möglichkeit, Kinomodus-Effekte nachträglich auf bereits aufgezeichnetes Videomaterial anzuwenden. Eine intelligente Fokusverfolgung soll bewegte Personen oder Objekte im Fokus halten.
Für professionelle Produktionen unterstützen die Geräte ProRes und ProRes RAW, Apple Log 2, das Academy Color Encoding System und Genlock. ProRes-Aufnahmen mit 4K und 120 Bildern pro Sekunde setzen eine externe Aufzeichnung voraus. Zeitraffervideos lassen sich nun ebenfalls in 4K und Dolby Vision erstellen.
Vier integrierte Mikrofone sollen den Ton aufnehmen. Die Audiomix-Funktion erhält neue Algorithmen, mit denen Stimmen klarer herausgearbeitet und Musik von anderen Bestandteilen einer Tonspur isoliert werden kann. Wie gut diese Funktionen in schwierigen Umgebungen arbeiten, lässt sich erst in praktischen Aufnahmen beurteilen.
Apple Referenzbild soll Bearbeitungen nachvollziehbar machen
Mit „Apple Referenzbild“ führt Apple eine ungewöhnliche Funktion zur Überprüfung von Fotos ein. Im optionalen Referenzmodus erfasst der neue Hauptkamerasensor signierte Sensordaten. Private Cloud Compute verarbeitet diese Daten zu einem von Apple als unveränderbar beschriebenen Referenzbild. Es kann in der Fotos-App neben der bearbeiteten Aufnahme angezeigt werden und funktioniert dort ähnlich wie ein digitales Negativ.
Die Funktion soll sichtbar machen, ob ein Bild nach der Aufnahme verändert wurde. Sie kann allerdings nicht belegen, dass die fotografierte Szene selbst unverfälscht, vollständig oder richtig eingeordnet ist. Ihr Nutzen liegt vielmehr darin, den Zustand festzuhalten, den der Sensor im Augenblick der Aufnahme erfasst hat.
Programmierschnittstellen in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 ermöglichen es Drittanbieter-Apps, solche Referenzbilder anzuzeigen. Später im Jahr will Apple außerdem SynthID unterstützen, um bestimmte mit künstlicher Intelligenz erzeugte oder bearbeitete Bildinhalte zu kennzeichnen.
Für Käufer in Deutschland gilt dabei eine wesentliche Einschränkung: Das Erstellen eines Apple Referenzbildes soll zum Marktstart in der Europäischen Union noch nicht verfügbar sein. Bereits vorhandene Referenzbilder können mit den neuen Betriebssystemen jedoch angezeigt und entwickelt werden.
A20 Pro und eine neu konstruierte Kühlung
Im Inneren arbeitet der A20 Pro, der laut Apple in einem 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Der Chip besteht aus einer CPU mit zwei Hochleistungskernen und vier Effizienzkernen, einer GPU mit sieben Kernen und Neural Accelerators sowie zwei Neural Engines mit jeweils 16 Kernen. Hardwarebeschleunigtes Raytracing gehört ebenfalls zur Ausstattung.
Apple ordnet den Arbeitsspeicher innerhalb des Chip-Pakets neben dem eigentlichen Silizium an. Dadurch soll der Speicher aus dem direkten thermischen Pfad des Prozessors verschwinden. Der A20 Pro kann seine Abwärme unmittelbar an eine neu entwickelte Dampfkammer weitergeben, die längere Leistung unter hoher Belastung ermöglichen soll. Besonders bei rechenintensiver Bildverarbeitung, lokal ausgeführten KI-Modellen und langen Videoaufnahmen dürfte diese Konstruktion wichtiger sein als eine kurzzeitig erreichbare Spitzenleistung.
Für die drahtlosen Verbindungen setzt Apple auf den eigenen N1-Chip. Er unterstützt WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. Die deutsche Spezifikation führt beim iPhone 18 Pro außerdem Apples C2-Mobilfunkmodem auf. Die in Deutschland angebotenen Varianten unterstützen 5G im Sub-6-GHz-Bereich, Gigabit LTE, NFC und den Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation.
Über den USB-C-Anschluss lassen sich Daten mit USB 3 und bis zu 10 Gbit/s übertragen. Eine DisplayPort-Ausgabe wird ebenfalls unterstützt. MagSafe und Qi2 erreichen beim kabellosen Laden jeweils bis zu 25 Watt.
Zwei OLED-Displays und eine kleinere Dynamic Island
Das iPhone 18 Pro besitzt ein 6,3 Zoll großes Super Retina XDR Display mit 2622 × 1206 Pixeln. Beim iPhone 18 Pro Max verwendet Apple ein 6,9-Zoll-Panel mit 2868 × 1320 Pixeln. Beide OLED-Displays erreichen 460 Pixel pro Zoll und unterstützen ProMotion mit einer adaptiven Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz, Always-On, HDR und True Tone.
Apple nennt eine typische maximale Helligkeit von 1.000 Nits, eine HDR-Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits und bis zu 3.000 Nits im Freien. Eine Antireflexbeschichtung soll störende Spiegelungen reduzieren. Die neu gestaltete Dynamic Island beansprucht weniger Platz und kann bis zu drei Live-Aktivitäten gleichzeitig darstellen.
Das Aluminium-Unibody-Gehäuse erhält Ceramic Shield 2 auf der Vorderseite und Ceramic Shield auf der Rückseite. Angeboten werden die Ausführungen Schwarz, Silber, Polar und Burgunder. Das iPhone 18 Pro misst 150 × 71,9 × 8,75 Millimeter, während das Pro Max auf 163,4 × 78 × 8,75 Millimeter kommt.
Beide Modelle sind nach IP68 klassifiziert und sollen unter Laborbedingungen bis zu 30 Minuten in einer Wassertiefe von maximal sechs Metern überstehen. Diese Einstufung ist keine dauerhafte Garantie gegen Flüssigkeitsschäden, da die Widerstandsfähigkeit durch Alterung und Beschädigungen nachlassen kann.
Bis zu 43 Stunden Videowiedergabe beim Pro Max
Für das in Deutschland angebotene iPhone 18 Pro nennt Apple bis zu 23 Stunden typische Nutzung, 34 Stunden lokale Videowiedergabe und 31 Stunden gestreamte Videowiedergabe. Beim iPhone 18 Pro Max sind es bis zu 29 Stunden typische Nutzung, 43 Stunden Videowiedergabe und 38 Stunden Streaming.
Die Angaben stammen aus Apple-eigenen Tests mit Vorseriengeräten und können im Alltag je nach Mobilfunkempfang, Displayhelligkeit, Anwendungen und Nutzungsmuster abweichen. Unterschiede zu Laufzeitangaben aus anderen Ländern können zudem durch abweichende Gerätevarianten entstehen. Die deutschen Modelle unterstützen weiterhin eine Nano-SIM in Verbindung mit einer eSIM sowie Dual-eSIM.
Mit einem Netzteil, das mindestens 60 Watt und eine einstellbare Spannungsversorgung unterstützt, sollen sich beide Geräte per Kabel in etwa 15 Minuten auf 50 Prozent laden lassen. Kabellos nennt Apple 30 Minuten bis zur Hälfte des Akkus, sofern ein MagSafe-Ladegerät und ein Netzteil mit mindestens 35 Watt verwendet werden. Die benötigten Netzteile werden separat verkauft.
iOS 27 startet ohne Siri AI in der Europäischen Union
Die neuen Geräte werden mit iOS 27 ausgeliefert. Apple Intelligence unterstützt grundsätzlich auch Deutsch und kombiniert lokale Berechnungen auf dem Gerät mit Private Cloud Compute. Zu den angekündigten Funktionen gehören zusätzliche Werkzeuge zur Fotobearbeitung, eine realistischere Bildausgabe in Image Playground und eine Safari-Funktion, die ausgewählte Webseiten auf Veränderungen überwachen kann.
Die neue Generation des Sprachassistenten bezeichnet Apple als Siri AI. Sie soll persönliche Zusammenhänge aus Nachrichten, E-Mails, Fotos und anderen Apps berücksichtigen, Bildschirminhalte erkennen und komplexere Aufgaben ausführen können. Diese neue Siri-Version startet zunächst als Beta und steht auf dem iPhone in der Europäischen Union vorerst nicht zur Verfügung. Das gilt ebenfalls für Funktionen, die unmittelbar von Siri AI abhängen. Apple nennt bislang keinen verbindlichen EU-Starttermin.
In Deutschland ist dagegen iPhone Handoff zum Verkaufsstart in Verbindung mit der Deutschen Telekom vorgesehen. Die Funktion erlaubt es, bei unterstützten Tarifen zwischen zwei iPhones mit derselben Rufnummer zu wechseln.
Deutsche Preise beginnen bei 1.449 Euro
Das iPhone 18 Pro kostet mit 256 GB Speicher 1.449 Euro. Für 512 GB verlangt Apple 1.699 Euro, die Variante mit 1 TB steht mit 2.199 Euro im Store. Das Modell mit 2 TB kostet 2.949 Euro.
Beim iPhone 18 Pro Max beginnen die Preise bei 1.599 Euro für 256 GB. Die weiteren Speicherstufen kosten 1.849 Euro mit 512 GB, 2.349 Euro mit 1 TB und 3.099 Euro mit 2 TB. Sämtliche Speichergrößen werden in den vier angebotenen Ausführungen verkauft. Die deutschen Preise sind bereits im Apple Store hinterlegt.
Vorbestellungen sollen am Samstag, dem 12. September 2026, beginnen. Apples international angegebener Startzeitpunkt von 5 Uhr morgens an der US-Westküste entspricht 14 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Der reguläre Verkauf in Deutschland startet am Freitag, dem 18. September.
Die Hardware-Neuerungen konzentrieren sich damit vor allem auf Kamera, Rechenleistung und Laufzeit. Für Interessierte in Deutschland sind neben den hohen Einstiegspreisen jedoch die regionalen Softwaregrenzen entscheidend: Siri AI und die Aufnahme signierter Apple-Referenzbilder fehlen hier zunächst. Ob variable Blende, neue Kühlung und längere Laufzeiten die Herstellerangaben im Alltag erfüllen, werden unabhängige Tests nach dem Verkaufsstart zeigen müssen.
Stand der Recherche: 9. September 2026, 20:47 Uhr CEST.
Hauptquellen
- Apple Newsroom: Vorstellung von iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max
- Apple Deutschland: Technische Daten von iPhone 18 Pro und Pro Max
- Apple Deutschland: Modelle, Speichergrößen und Preise
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf öffentlich zugänglichen Herstellerunterlagen. Die Geräte wurden nicht selbst getestet. Aussagen zu Leistung, Kamera, Akku, Haltbarkeit und Umweltmerkmalen sind daher als Angaben von Apple eingeordnet.
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