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iPhone Duo vorgestellt: Apples erstes Falt-iPhone startet in Deutschland ab 2.299 Euro




Redaktion









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Apple hat das iPhone Duo offiziell vorgestellt und macht aus einem iPhone damit erstmals ein Gerät mit großem Innendisplay. Das faltbare Modell lässt sich in Deutschland ab dem 16. Oktober 2026 vorbestellen und kommt am 23. Oktober ab 2.299 Euro in den Handel. Entscheidend ist dabei nicht nur das Scharnier: Apple passt mit iOS 27 auch die Bedienung, das Multitasking und mehrere Kamerafunktionen an die zwei nutzbaren Displayseiten an.

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Das iPhone Duo verbindet Außen- und Innendisplay

Geschlossen wird das iPhone Duo über ein 5,4 Zoll großes äußeres Super-Retina-XDR-Display bedient. Nach dem Öffnen steht ein faltbares OLED-Panel mit 7,6 Zoll zur Verfügung. Beide Bildschirme besitzen dasselbe Seitenverhältnis, sodass Inhalte beim Wechsel zwischen außen und innen ihre Proportionen behalten sollen. Laut den technischen Datenlöst das Innendisplay mit 1.878 × 2.670 Pixeln bei 430 ppi auf, das Außendisplay mit 1.398 × 2.034 Pixeln bei 460 ppi.

Apple stattet beide Panels mit ProMotion und adaptiven Bildwiederholraten bis 120 Hertz, Always-on-Funktion, Dynamic Island und einer angegebenen Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits im Freien aus. Das innere Display erhält zusätzlich eine Nanotexturbeschichtung, die Spiegelungen und die Sichtbarkeit des Falzbereichs reduzieren soll. Ob die Falte auch nach längerer Nutzung so unauffällig bleibt, lässt sich aus der Produktvorstellung noch nicht ableiten.

Geöffnet misst das Gerät 164,6 × 117,8 × 5,2 Millimeter. Zusammengeklappt sind es 84,1 × 117,8 × 11,3 Millimeter; das Gewicht liegt bei 254 Gramm. Rahmen und Scharnierabdeckung bestehen aus Titan der Klasse 5. Nach Angaben von Apple setzt sich das Scharnier aus mehr als 100 Bauteilen zusammen und stützt das Display in geöffnetem Zustand. Ceramic Shield 2 schützt die Vorderseite, Ceramic Shield die Rückseite. Das Gerät ist nach IP68 gegen Staub und Wasser eingestuft. Dieser Schutz wurde unter Laborbedingungen geprüft, ist nicht dauerhaft garantiert und kann durch normalen Verschleiß nachlassen.

Das auf der deutschen Produktseite eingebundene EU-Energielabel weist die Energieeffizienzklasse A, 52 Stunden Laufzeit je standardisiertem Prüfzyklus, Sturzfestigkeitsklasse B, Reparierbarkeitsklasse C, 1.000 Batteriezyklen und IP68 aus. Diese standardisierten EU-Werte folgen einem anderen Prüfverfahren als Apples eigene Angaben zur typischen Nutzung oder Videowiedergabe und sollten deshalb nicht miteinander vermischt werden.

iOS 27 macht die Faltung zum Bedienkonzept

Die größere Fläche wäre wenig wert, wenn Anwendungen sie nur wie ein gestrecktes Telefon-Display nutzten. iOS 27 führt deshalb auf dem iPhone Duo Split View mit zwei Apps nebeneinander ein. Auch zwei Fenster derselben App lassen sich gleichzeitig öffnen, App-Paare können gespeichert und später wieder aufgerufen werden. Beim Falten, Drehen oder Wenden des Geräts soll die Oberfläche automatisch auf den passenden Bildschirm und die jeweilige Ausrichtung wechseln.

Apple ordnet auf dem geöffneten Gerät unter anderem Dock, Navigationsbereiche und Statusanzeigen seitlich an, damit mehr vertikaler Platz für Inhalte bleibt. Der Standby-Modus funktioniert auf dem iPhone Duo laut Hersteller auch ohne angeschlossenes Ladegerät. Apple nennt Netflix, Zoom und Slack als frühe Beispiele für angepasste Drittanbieter-Apps. Wie gut andere Anwendungen den zusätzlichen Raum nutzen, hängt jedoch von den jeweiligen Entwicklern und ihren Aktualisierungen ab.

Eine weitere Besonderheit ist die Unterstützung des Apple Pencil mit USB-C. Der Stift soll sich auf beiden Displays zum Schreiben, Zeichnen und Markieren verwenden lassen. Er gehört allerdings nicht zu den zum Verkaufsstart zugesagten Funktionen: Apple kündigt die Unterstützung erst für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 an, ohne bisher ein genaueres Datum zu nennen.

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A20 Pro, zwei Batterien und ausschließlich eSIM

Im Inneren arbeitet der A20 Pro mit sechs CPU-Kernen, sieben GPU-Kernen samt Neural Accelerators und einer doppelten 16-Kern-Neural-Engine. Der Chip basiert laut Apple auf einem 2-Nanometer-Verfahren und ist mit einer eigens entwickelten Dampfkammer verbunden. Das Kühlsystem soll die Leistung bei Multitasking, rechenintensiven KI-Funktionen und längerer Belastung stabilisieren. Unabhängige Messungen an einem Seriengerät liegen noch nicht vor.

Weil sich die Technik auf zwei Gehäusehälften verteilt, verbaut Apple auch zwei Akkus. Die Software behandelt sie als gemeinsames Batteriesystem und verteilt die Energie zwischen beiden Seiten. Apple nennt bis zu 24 Stunden typische Nutzung, bis zu 44 Stunden lokale Videowiedergabe auf dem Außendisplay und bis zu 31 Stunden auf dem Innendisplay. Diese Werte stammen aus Tests mit Vorseriengeräten und können im Alltag je nach Netz, Helligkeit, Apps und Nutzungsweise deutlich abweichen.

Mit einem separat erhältlichen Netzteil ab 60 Watt soll der Akku über USB-C in etwa 20 Minuten zu 50 Prozent geladen werden. Über MagSafe oder Qi2 nennt Apple ungefähr 30 Minuten, sofern ein Ladegerät und Netzteil ab 35 Watt verwendet werden. Kabellos unterstützt das iPhone Duo bis zu 25 Watt. Der USB-C-Anschluss überträgt Daten nach USB 3 mit bis zu 10 Gbit/s und kann DisplayPort-Signale ausgeben.

Eine klassische SIM-Karte nimmt das iPhone Duo weltweit nicht auf. Es speichert mindestens acht eSIM-Profile und kann zwei eSIMs gleichzeitig aktiv halten. Für Deutschland ist daher vor dem Kauf zu prüfen, ob der gewünschte Mobilfunkanbieter und Tarif eSIM vollständig unterstützen. Bei der Funktechnik nennt Apple WLAN 7, Bluetooth 6, Thread, einen Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation und das neue C2-Mobilfunkmodem. Das in der US-Ankündigung erwähnte mmWave-5G gilt nicht für das deutsche Modell; hier weist Apple 5G im Sub-6-GHz-Bereich aus.

Neu ist außerdem iPhone Handoff: Eine Telefonnummer soll sich bei unterstützten Anbietern zwischen zwei iPhones wechseln lassen. Laut Apples Ankündigung unterstützt die Deutsche Telekom diese Funktion zum Start. Daraus folgt nicht automatisch, dass alle Tarife freigeschaltet sind; die konkreten Bedingungen muss der Anbieter festlegen.

Zwei 48-Megapixel-Kameras und neue Aufnahmepositionen

Auf der Rückseite sitzt ein Dual-Fusion-System aus einer 48-Megapixel-Hauptkamera und einer 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Die Hauptkamera liefert zusätzlich eine zweifache Tele-Ansicht in optischer Qualität, während der digitale Zoom bis zum Faktor zehn reicht. Videos nimmt sie in Dolby Vision mit bis zu 4K und 120 Bildern pro Sekunde auf.

Auf der Außenseite befindet sich eine 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera. Unter dem Innendisplay verbaut Apple zusätzlich eine FaceTime-Kamera, die bei Nichtgebrauch optisch in der Bildfläche zurücktreten soll. Entsperrt und bezahlt wird mit Touch ID in der Seitentaste.

Der faltbare Aufbau ermöglicht mehrere Funktionen, die beide Displays gemeinsam nutzen. Duo Preview zeigt fotografierten Personen die Live-Vorschau auf der Außenseite. Für Selbstporträts können die höher auflösenden Rückkameras verwendet werden, während das äußere Display den Bildausschnitt anzeigt. Smart Foto analysiert die Szene auf dem Gerät und löst automatisch aus, wenn die Personen posieren. Blickfang spielt Animationen auf dem äußeren Bildschirm ab, damit Kinder zur Kamera sehen. Bei der Doppelten Aufnahme filmen Front- und Rückkamera gleichzeitig. Duo FaceTime bezieht Personen vor dem Außendisplay in ein laufendes Gespräch ein. Wie zuverlässig diese Funktionen reagieren und welche Auswirkungen sie auf Akku und Bildqualität haben, muss ein Praxistest zeigen.

Deutschlandstart mit vier Speicherstufen

Das iPhone Duo erscheint in Sternenweiß und Nachthimmel. Im deutschen Apple Store kostet es 2.299 Euro mit 256 GB, 2.549 Euro mit 512 GB, 3.049 Euro mit 1 TB und 3.799 Euro mit 2 TB Speicher. Die Vorbestellung beginnt am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr MESZ; verfügbar sein soll das Gerät ab Freitag, 23. Oktober. Im Lieferumfang befinden sich das iPhone und ein USB-C-Ladekabel, aber kein Netzteil und kein Apple Pencil.

Zum Marktstart soll iOS 27.1 installiert sein. Apple Intelligence unterstützt grundsätzlich auch Deutsch, einzelne Funktionen können jedoch je nach Sprache und Region fehlen. Vor allem Siri AI darf nicht mit dem deutschen Lieferumfang gleichgesetzt werden: Apple bestätigt die spätere EU-Einführung und nennt derzeit keinen Termin für die Freigabe auf iPhone, iPad und Apple Watch. Damit fehlen deutschen Käufern zum Start auch Funktionen, die unmittelbar von Siri AI abhängen.

Das iPhone Duo ist damit offiziell angekündigt, bepreist und für Deutschland terminiert. Offen bleiben vor dem Verkaufsstart vor allem die Haltbarkeit des Faltpanels im Langzeitbetrieb, die tatsächliche Akkulaufzeit, die Qualität der Kamera unter Alltagsbedingungen, Reparaturkosten, die Breite angepasster Apps sowie die Termine für Apple Pencil und Siri AI. Wer das neue Format früh nutzen möchte, bekommt ein ungewöhnlich vielseitiges iPhone – trägt bei einem Einstiegspreis von 2.299 Euro aber auch das Risiko, dass sich einige der wichtigsten Versprechen erst mit Seriengeräten und Softwareupdates bewerten lassen.

Stand der Recherche: 9. September 2026, 22:23 Uhr MESZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: GadgetChecks konnte das iPhone Duo noch nicht selbst testen. Leistungs-, Laufzeit- und Haltbarkeitsangaben stammen von Apple und sind nicht unabhängig bestätigt.

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