Apple Daily: Siri wird zur KI-App mit Extensions, iPhone vor Mega-Redesign und neue Kamera-Pläne
Im aktuellen „Power On“-Newsletter hat Mark Gurman die KI-Strategie von Apple weiter konkretisiert. Im Zentrum steht demnach eine eigenständige Siri-App, die zusammen mit einer neuen „Extensions“-Funktion in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 eingeführt werden soll. Die geplante Anwendung würde die Nutzung von Siri deutlich verändern. Neben der klassischen Sprachsteuerung soll erstmals auch eine vollwertige textbasierte Interaktion möglich sein. Gleichzeitig erhalten Nutzer Zugriff auf frühere Konversationen, wodurch sich ein Chatverlauf ähnlich wie bei etablierten KI-Diensten ergibt. Funktional orientiert sich das Konzept an Lösungen wie ChatGPT, Gemini und Claude.
Ein zentraler Bestandteil ist das neue „Extensions“-System. Damit können externe KI-Dienste aus installierten Apps direkt mit Siri und anderen Systemfunktionen zusammenarbeiten. Laut interner Hinweise soll es sich dabei um eine Art Schnittstelle handeln, über die Drittanbieter ihre eigenen „Agenten“ einbinden können. Ergänzend ist ein eigener Bereich im App Store vorgesehen, der als Marktplatz für solche Integrationen fungiert. Bereits jetzt kann Siri auf ChatGPT zugreifen, künftig dürfte sich diese Fähigkeit deutlich ausweiten. Die neue Struktur erlaubt es, mehrere KI-Dienste parallel zu nutzen und flexibel auszuwählen. Die technische Grundlage dafür soll mit der ersten Entwickler-Beta von iOS 27 im Juni verfügbar werden, während die breite Veröffentlichung im Herbst erwartet wird.
Parallel dazu arbeitet Apple an einer umfassenden Überarbeitung von Siri selbst. Diskutiert werden eine neue Benutzeroberfläche sowie eine stärkere visuelle Integration, etwa über die Dynamic Island. Zusätzlich könnten systemweite Funktionen wie ein „Frag Siri“-Button innerhalb von Apps sowie eine „Mit Siri schreiben“-Option direkt über der Tastatur eingeführt werden. Offen bleibt derzeit, auf welchen Geräten die neue Siri-App verfügbar sein wird. Möglich ist eine Einschränkung auf neuere Modelle, die Apples Apple-Intelligence-Funktionen unterstützen.
iPhone Redesign: Apple plant größte Überarbeitung der Geschichte
Für Apple steht offenbar einer der größten Umbrüche in der iPhone-Geschichte bevor. Laut Mark Gurman soll das erste faltbare iPhone mehr sein als nur eine weitere Modellvariante – intern werde es als die wohl bedeutendste Neugestaltung des Produkts betrachtet. In seinem Newsletter ordnet Gurman das Gerät über frühere Meilensteine wie das iPhone 4, iPhone 6 oder iPhone X ein und spricht von einem grundlegend neuen Konzept. Anders als klassische Modellpflegen handelt es sich demnach um einen echten Formfaktorwechsel.
Das Gerät soll sich wie ein Buch aufklappen lassen und damit ein deutlich größeres Innendisplay bieten, das insbesondere für Mediennutzung, Gaming und parallele App-Anwendungen ausgelegt ist. Eine speziell angepasste Version von iOS 27 dürfte diese Nutzung unterstützen, etwa durch nebeneinander laufende Apps und erweiterte Multitasking-Funktionen, wie sie bislang eher vom iPad bekannt sind. In der Gerüchteküche werden konkrete Displaygrößen von rund 7,7 Zoll innen und etwa 5,3 Zoll außen gehandelt. Während zunächst ein nahezu faltenfreies Display erwartet wurde, deuten neuere Informationen darauf hin, dass Apple die sichtbare Falte zwar deutlich reduzieren, jedoch nicht vollständig eliminieren kann.
Auch bei der Hardware zeichnen sich Unterschiede zu bisherigen iPhones ab. Der Analyst Ming-Chi Kuo rechnet mit einem Dual-Kamerasystem auf der Rückseite sowie einer Frontkamera. Zudem könnte Apple beim Entsperren auf einen im Power-Button integrierten Fingerabdrucksensor setzen und damit auf Face ID verzichten. Die Vorstellung des Geräts wird aktuell im Umfeld der nächsten iPhone-Generation erwartet, voraussichtlich gemeinsam mit den Pro-Modellen im Herbst. Allerdings gehen sowohl Gurman als auch Tim Long davon aus, dass sich die tatsächliche Auslieferung im Vergleich zu diesen Geräten verzögern könnte. Preislich dürfte sich das faltbare iPhone klar im oberen Segment positionieren. Schätzungen zufolge könnte der Einstiegspreis in den USA bei etwa 1.999 US-Dollar oder darüber liegen.
iPhone Kamera 2026: Apple testet 200-MP-Teleobjektiv
Apple prüft einen 200-Megapixel-Telekamera-Sensor, der möglicherweise bereits im nächsten Jahr in einem iPhone zum Einsatz kommen könnte, laut Digital Chat Station, einem Leaker auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo mit einer recht guten Trefferquote. In einem heute veröffentlichten Beitrag sagte der Leaker, dass Apple aktiv einen 200-Megapixel-1/1,2″-Sensor testet, ähnlich dem, der für Oppos kommendes Find X9 Ultra gemunkelt wird. Beim bereits veröffentlichten Find X9 Pro hat Oppo ein 200-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv mit einem großen 1/1,56″-Sensor eingeführt, der deutlich größer ist als typische Zoom-Kameras. Ein früherer Leak von Digital Chat Station deutet darauf hin, dass Oppos kommendes Ultra-Modell dies noch weiter treiben wird, indem ein 1/1,28″-Sensor eingeführt wird.
Die neueste Aussage des Leakers ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Im Januar sagte er, dass 200-Megapixel-Kamerasensoren in Apples Lieferkette diskutiert wurden, aber noch nicht in technischen Prototypen aufgetaucht waren. Zu diesem Zeitpunkt soll sich Apples Entwicklungsarbeit weiterhin darauf konzentriert haben, seine bestehenden 48-Megapixel-Systeme zu verfeinern. Der Januar war auch der Monat, in dem Morgan Stanley berichtete, dass Apple daran arbeitet, eine 200-Megapixel-Kamera frühestens im Jahr 2028 ins iPhone zu bringen.
Samsung führte 2023 eine 200-Megapixel-Rückkamera im Galaxy S23 Ultra ein, und auch die Nachfolgemodelle verfügen darüber. Mit einer 200-Megapixel-Kamera könnte ein iPhone Fotos mit deutlich mehr Details aufnehmen. Die höhere Megapixelzahl würde außerdem zu Bildern mit höherer Auflösung führen, die stärker zugeschnitten und in größeren Formaten gedruckt werden können, ohne dass die Bildqualität verloren geht. Anfang 2027 wird Apple voraussichtlich das reguläre iPhone 18 im Rahmen eines neuen gestaffelten Veröffentlichungszyklus vorstellen, wobei die Pro-Modelle der nächsten Generation im üblichen September-Zeitraum folgen sollen. Im nächsten Jahr könnte außerdem ein iPhone zum 20-jährigen Jubiläum erscheinen, das entweder einem Pro-Modell entspricht oder möglicherweise ein noch höher positioniertes Premium-Modell darstellt, ähnlich wie Apples iPhone X.
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Bildquelle: Titelbild (uixtube/Freepik) - juicy_fish / News-Quellen: 9to5Mac - Macrumors - Bloomberg
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