GC SERIE
TECHNIK
AKTUELL

Affinity für iPad vereint Skizzen, Fotos und Layout in einer App




Redaktion









News




3 Min. Lesezeit

Transparenzhinweis: Affiliate-Links enthalten – Details am Artikelende.

Wer auf dem iPad eine Broschüre gestaltet, kann die Illustration zeichnen, das Titelfoto bearbeiten und die Seiten im selben Dokument setzen. Canva hat das neue Affinity für iPad am 2. November vorgestellt. Die App führt die Werkzeuge aus den bisherigen Einzelprogrammen für Vektorgrafik, Fotobearbeitung und Seitenlayout zusammen und ergänzt einen eigenen Bereich zum Skizzieren.

Im deutschen App Store ist die Anwendung als „Affinity by Canva“ erhältlich. Für Einzelpersonen sind die Kernwerkzeuge kostenlos. Zum Anmelden genügt ein kostenloses Canva-Konto. Das integrierte Canva AI Studio setzt ein Premium-Abo voraus.

Wie Affinity für iPad vier Arbeitsbereiche verbindet

Wer eine Illustration entwirft, kann zunächst mit dem Finger oder einem kompatiblen Apple Pencil skizzieren. Anschließend lässt sich die Zeichnung im Vektorbereich mit präzisen Linien und Kurven nachbauen. Die grobe Vorlage kann dabei als eigene Ebene im Dokument bleiben. Das ist praktisch, wenn sich die endgültigen Konturen während der Arbeit noch ändern.

Im Studio „Pixel“ lassen sich RAW-Aufnahmen entwickeln und einzelne Bildbereiche mit Masken bearbeiten. Für die Broschüre kann das bearbeitete Foto direkt ins Seitenlayout einfließen. Skizzen, Vektoren, Fotos und Layout bleiben dabei in derselben bearbeitbaren Projektdatei mit der Endung .af. Ein PDF für die Weitergabe entsteht erst beim Export.

Welche Werkzeuge das kostenlose Konto freischaltet

Die Werkzeuge zum Zeichnen, für Vektoren, Fotos und Seitenlayout stehen Einzelpersonen mit dem kostenlosen Canva-Konto zur Verfügung. Dazu gehören auch reguläre Exporte wie PDF und SVG. Wer ein vorhandenes Foto von Hand retuschiert oder eine Seite für den Druck vorbereitet, braucht dafür kein Abo.

Canva bündelt die kostenpflichtigen KI-Werkzeuge in einem eigenen Bereich. Dazu zählen laut Anbieter Funktionen, die etwa Bewegungsunschärfe in Fotos reduzieren oder Hintergründe automatisch entfernen. Canva erklärt außerdem, lokale Affinity-Dateien würden für das Training seiner KI-Funktionen nicht verwendet.

Was beim Wechsel von Affinity V2 zählt

Affinity Designer 2, Photo 2 und Publisher 2 gab es bereits als eigenständige iPad-Apps. Neu ist der gemeinsame Arbeitsbereich für die drei Aufgaben und das Dateiformat, das sich auch mit der aktuellen Affinity-Version für Mac und Windows verwenden lässt.

Die bisherigen V2-Apps können Dateien, die in der neuen Affinity-Version erstellt oder gespeichert wurden, laut Hersteller nicht öffnen. Wer im Team noch mit V2 arbeitet, sollte die bisherige Projektdatei deshalb separat aufbewahren. Ein exportiertes PDF eignet sich zur Ansicht und Freigabe. Für die gemeinsame Weiterarbeit mit allen Ebenen zählt die Version, in der das Projekt gespeichert wurde.

Welche Funktionen zum Start dem Desktop vorbehalten sind

Auf dem iPad fehlen laut Hersteller zum Start unter anderem die Buchfunktion zur Verwaltung mehrerer Kapiteldateien, die Stapelverarbeitung und die Datenzusammenführung für Serienlayouts. Auch eigene Makros lassen sich dort noch nicht aufzeichnen. Das Layout einer einzelnen Broschüre lässt sich auf dem iPad erstellen. Für eine Serie personalisierter Einladungen, deren Namen und Adressen automatisch aus einer Tabelle übernommen werden sollen, ist in Affinity vorerst der Desktop nötig.

Wer für solche Arbeitsschritte die Mac-Version verwendet, kann das iPad über Sidecar als zweite Arbeitsfläche nutzen. In diesem Fall läuft Affinity auf dem Mac, während das Tablet zusätzliche Bildschirmfläche bereitstellt.

Was für den Einstieg in Deutschland nötig ist

Der deutsche App Store nennt iPadOS 18.0 als Mindestversion und führt Deutsch als unterstützte Sprache. Für den Einstieg in ein laufendes Projekt bietet sich eine Kopie an. So lässt sich vor dem Umstieg prüfen, ob Schriften, Ebenen und Layout beim Öffnen wie erwartet aussehen und ob der PDF-Export die benötigten Einstellungen bietet. Das ist besonders relevant, wenn am Ende eine Druckerei oder ein anderes Team mit der Datei weiterarbeitet.

Stand der Recherche: 3. November 2026, 14:05 Uhr MEZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: gadgetChecks hat die App, den Dateiaustausch und den Druckexport nicht selbst getestet.

Aktuelle Angebote

Technik-Deals im Überblick

Ausgewählte Angebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen rund um Technik und Gadgets.

Angebote ansehen
SECHS BEREICHE. EINE REDAKTION.

Entdecke mehr bei gadgetChecks