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Apples Forschungsausgaben steigen um 32 Prozent – iPadOS und macOS bleiben eigenständig




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Apple hat im vergangenen Geschäftsjahr gut elf Milliarden US-Dollar mehr für Forschung und Entwicklung verbucht. Damit wuchs dieser Posten mehr als doppelt so schnell wie der Umsatz. Während der heutige Apple Daily das Rekordquartal und die Folgen teurer Speicherchips für das Weihnachtsgeschäft einordnet, zeigen die Jahreszahlen, wie stark Apple den Aufwand für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien erhöht hat.

Der Touchscreen im neuen MacBook Pro hat zudem die Frage neu aufgeworfen, ob iPadOS und macOS irgendwann zusammenlaufen. Apple-Chef John Ternus sieht dafür derzeit keinen grundlegenden Kurswechsel. Bei künftigen OLED-Displays geht es um ein günstigeres Herstellungsverfahren, bei tvOS und macOS um unterschiedliche Softwarestände. Im App Store steht bereits ein konkreter Termin fest. Ab Mitte November fragt Apple gezielt nach Dating-Funktionen und der Freigabe des eigenen Standorts.

Apples Forschungsausgaben steigen auf 45,77 Milliarden US-Dollar

Apple hat im Geschäftsjahr 2026, das am 26. September endete, 45,77 Milliarden US-Dollar als Aufwand für Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Im Vorjahr waren es 34,55 Milliarden. Der Anstieg um 11,22 Milliarden entspricht rund 32 Prozent. Gemessen am Umsatz beanspruchte die Entwicklung damit rund 9,6 Prozent, nach 8,3 Prozent im Vorjahr. Der Aufwand wuchs also auch im Verhältnis zur Größe des Geschäfts.

Der Blick auf die letzten beiden Quartale ergibt ein anderes Bild als der Jahresvergleich. Im Septemberquartal lag der Aufwand bei 11,730 Milliarden US-Dollar, im Juniquartal bei 11,729 Milliarden. Auf dem bereits erhöhten Niveau blieb der Posten zum Geschäftsjahresende damit nahezu stabil. Der große Sprung zeigt sich im Vergleich mit dem Vorjahr.

Finanzchef Kevan Parekh stellte in der Quartalskonferenz weitere Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Aussicht und hob dabei KI hervor. Wie viel des bisherigen Anstiegs auf KI entfällt, geht aus den zusammengefassten Zahlen nicht hervor. Auch die laufenden Serverkosten für Siri-Anfragen erfasst Apple an anderer Stelle, bei den Kosten des Dienstegeschäfts. Die höhere Jahreszahl gibt deshalb vor allem Aufschluss darüber, wie viel Apple für die Entwicklung seiner Technologien und Produkte aufwendet. Welche Funktionen daraus entstehen und wann sie für Nutzer verfügbar sind, lässt sich aus der Bilanz allein kaum ablesen.

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John Ternus hält an eigenständigen Systemen für Mac und iPad fest

Touch-Gesten und die Dynamic Island gehören jetzt auch zum MacBook Pro mit PROLED XDR. In Apples Quartalskonferenz nahm Analyst Richard Kramer diese Annäherung zum Anlass, nach einem einheitlichen Betriebssystem zu fragen. John Ternus verwies auf die Zusammenarbeit von iPhone, iPad und Mac und sagte, Apple plane derzeit keine grundlegende Änderung dieser Ausrichtung. Seine Antwort beschreibt den aktuellen Kurs und lässt offen, wie ähnlich sich einzelne Funktionen künftig werden.

Ternus nannte Handoff als Beispiel für die Arbeit über mehrere Plattformen hinweg. Wer etwa eine E-Mail auf dem iPad beginnt, kann sie auf einem Mac in der Nähe in einer unterstützten App fortsetzen. Apple übergibt dabei die laufende Aufgabe. Das iPad und der Mac behalten ihre jeweilige Bedienung. Dieses Zusammenspiel kann Apple auch dann ausbauen, wenn die Systeme getrennt bleiben.

Die Unterscheidung wird beim Touchscreen des MacBook Pro greifbar. Wer beim Sichten von Bildern direkt in ein Foto hineinzoomt, kann für die anschließende Bearbeitung weiter Tastatur und Trackpad verwenden. Auf dem iPad steht die direkte Berührung von Anfang an im Mittelpunkt. Wie gut sich beide Geräte in denselben Arbeitsablauf einfügen, hängt deshalb vor allem von den verwendeten Apps ab. Eine vertraute Geste erleichtert den Wechsel. Ob sich auch ein konkretes Dokument ohne Umwege auf dem anderen Gerät weiterbearbeiten lässt, entscheidet sich in der jeweiligen Anwendung.

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Apple soll ein günstigeres Verfahren für künftige OLED-Displays prüfen

Bei den nächsten OLED-Entwicklungen für Macs richtet sich der Blick auf die Schicht, die die Bildpunkte ansteuert. Laut dem Branchenmedium The Elec prüft Apple, wie sich dafür Oxidhalbleiter mit hoher Elektronenbeweglichkeit einsetzen lassen. Samsung Display und LG Display arbeiten dem Bericht zufolge an zwei Herstellungsverfahren. Apple soll das sogenannte Sputtern bevorzugt untersuchen, weil es sich mit vorhandener Ausrüstung umsetzen ließe und geringere Kosten verspricht.

Beim Sputtern werden Teilchen aus einem Ausgangsmaterial gelöst und als dünne Schicht auf dem Trägermaterial abgelagert. Die ebenfalls geprüfte Atomlagenabscheidung ermöglicht es, die Schichtdicke und ihre Eigenschaften besonders genau zu kontrollieren. Laut The Elec stehen diesem Vorteil höhere Anlagen- und Materialkosten gegenüber. Bei großen Displayflächen zählt vor allem, ob sich die gewünschten Eigenschaften über die gesamte Fläche zuverlässig und in gleichbleibender Qualität erzielen lassen.

Die Oxidschicht gehört zur Ansteuerung der Pixel. Sie ist damit eine andere Ebene des Displays als die übereinanderliegenden lichtemittierenden Schichten, die Apple beim neuen MacBook Pro als Tandem-OLED beschreibt. The Elec nennt künftige MacBooks und iMacs als mögliche Anwendungen. Ein konkretes Gerät, ein Termin und das endgültige Verfahren stehen laut Bericht offen. Falls sich die Schichten auf bestehenden Anlagen zuverlässig herstellen lassen, könnte der Einsatz in weiteren Modellen wirtschaftlicher werden. Wie sich das auf den Verkaufspreis auswirken würde, bleibt offen.

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Neuer tvOS-Stand für Apple TV 4K, Zertifikatskorrektur für den Mac angekündigt

Für das Apple TV 4K der vierten Generation liegt eine aktualisierte Fassung von tvOS 27.2 vor. Der unter dem Namen pdfu veröffentlichte Softwarefund weist darauf hin, dass sich Siri AI damit auf dem neuen Modell aktivieren lässt. In Deutschland startet der Verkauf am 13. November. Auf der deutschen Produktseite beschreibt Apple die vertraute Siri-Sprachsteuerung, während die US-Seite bereits die erweiterte Assistenz mit Siri AI aufführt. Der Firmwarefund gibt damit einen Hinweis auf die technische Vorbereitung. Für die Nutzung kommt es zusätzlich auf die regionale Freigabe an.

Beim Mac hat Apple eine konkrete Korrektur angekündigt. Sie betrifft die kompromittierten Zwischenzertifikate von eMudhra, die Apple bereits für Safari, Mail und Programme mit seinen Netzwerk- und Sicherheitsdiensten blockiert. Manche mit macOS oder den Xcode-Kommandozeilenwerkzeugen ausgelieferten Programme, darunter curl und Git, nutzen zur Prüfung die Datei /etc/ssl/cert.pem. Darüber können sie die betroffenen Zertifikate unter bestimmten Umständen weiterhin akzeptieren.

Apple will diese Datei mit einem kommenden macOS-Update aktualisieren. Für Administratoren, die vorher handeln möchten, beschreibt der Support eine manuelle Änderung und erklärt, welche anderen Zertifikatsprüfungen davon betroffen sein können. Welche macOS-Version die Korrektur enthält, hat Apple offengelassen. In Apples öffentlicher Übersicht steht tvOS weiterhin bei Version 27.2. Wer wissen will, ob der Zertifikatsfix auf dem eigenen Mac greift, braucht daher Apples Angaben zur tatsächlich installierten Version.

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App Store stuft Apps mit Dating-Funktionen ab 18 ein

Apple erweitert am 16. November den Fragebogen für Altersfreigaben in App Store Connect. Entwickler müssen künftig angeben, ob ihre App Dating oder den Aufbau von Beziehungen zwischen realen Personen ermöglicht. Unter dieselbe Kategorie fallen virtuelle Begleiter, wenn sie mit Nutzern romantisch oder sexuell interagieren. Bei solchen Funktionen setzt Apple die Altersfreigabe im App Store auf mindestens 18 Jahre. Maßgeblich ist damit, was eine App anbietet. Die Regel kann auch eine Anwendung betreffen, die der Anbieter vor allem als Chatbot vermarktet.

Separat fragt Apple nach Funktionen, mit denen Menschen ihren tatsächlichen Standort mit anderen Personen oder Gruppen teilen können. Welche Folgen diese Angabe für die Altersfreigabe hat, hängt von der Region ab. Für Brasilien nennt Apple die Einstufung A16 für Standortfreigaben und A18 für Dating- und Beziehungsfunktionen. Wer dort eine niedrigere Einstufung für angemessen hält, etwa für eine speziell auf Eltern und Kinder zugeschnittene Standortfreigabe, kann sie beim zuständigen brasilianischen Ministerium beantragen.

Die neuen Angaben werden ab dem 16. November fällig, sobald Entwickler ein Update einreichen oder ihren Altersfragebogen ändern. Für sämtliche Apps müssen die Antworten spätestens am 12. Januar 2027 vorliegen. Für Nutzerinnen und Nutzer betrifft die Änderung zunächst die Einstufung im Store. Ob sich eine App auf einem Kindergerät laden lässt, hängt auch von den dort gewählten Altersbeschränkungen ab. Gerade bei Apps mit mehreren Funktionen können die zusätzlichen Angaben verständlicher machen, welche Funktionen für die Einstufung relevant sind.

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Apple Kompakt

Wenn eine Funktion auf mehreren Geräten auftaucht, wirkt der Unterschied zwischen zwei Plattformen schnell kleiner, als er im Alltag ist. Eine Geste lässt sich wiedererkennen, während dieselbe Anwendung auf Mac und iPad weiterhin unterschiedlich bedient wird. Und zwei Softwarestände mit derselben Versionsnummer können für verschiedene Geräte bestimmt sein. Welche Möglichkeiten tatsächlich zur Verfügung stehen, zeigt sich am Zusammenspiel von Hardware, Softwarestand und Freigabe.

Gerade bei Funktionen, die an eine bestimmte Region oder eine Einstellung gebunden sind, helfen genaue Angaben im Store und in den Versionshinweisen. So lässt sich vor dem Kauf oder Download besser einschätzen, was auf dem eigenen Gerät verfügbar sein wird. Weitere Entwicklungen abseits der großen Tagesanalyse findest du in unserer Serie Apple Kompakt.

Stand der Recherche am 3. November 2026. Die Angaben zur OLED-Fertigung beruhen auf einer Branchenrecherche. Apple hat für die angekündigte macOS-Korrektur weder eine Versionsnummer noch einen Termin genannt.

Hauptquellen

gadgetChecks hat die beschriebenen Firmwareänderungen und OLED-Herstellungsverfahren für diesen Beitrag nicht selbst getestet.

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