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Windows sperrt eMudhra-Zertifikate – VPN-Fix und GeForce-Hotfix




Redaktion









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9 Min. Lesezeit

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Microsoft entzieht unsicheren Zertifikatsketten das Vertrauen und repariert unter Windows 11 eine blockierte App-Schutz-Einstellung. Die optionalen Oktober-Updates enthalten außerdem die zuletzt zurückgezogene VPN-Korrektur. Nvidia bessert bei Videoaussetzern nach, während Smartphone-Steuerung und neue Handheld-Grafikfunktionen noch im Test bleiben.

Berichtszeitraum: 22. Oktober 2026, 15:17 Uhr MESZ, bis 29. Oktober 2026, 14:17 Uhr MEZ.

Ein Zertifikat soll bestätigen, dass eine Internetverbindung zum richtigen Gegenüber führt oder ein Programm tatsächlich vom angegebenen Herausgeber stammt. Lassen sich die dafür nötigen privaten Schlüssel rekonstruieren, kann diese Vertrauenskette brechen. Der Vorfall um die eMudhra-Zertifikate hat deshalb weitere Folgen: Windows und Edge verlieren zusätzliche Vertrauensanker. Für viele private PCs erfolgt der Schutz im Hintergrund; bei abgeschotteten oder besonders verwalteten Rechnern muss der Aktualisierungsweg dagegen ausdrücklich berücksichtigt werden.

Auch bei den übrigen Änderungen zählt der genaue Zustand des eigenen Rechners. Eine reparierte Sicherheitseinstellung, eine endlich enthaltene VPN-Korrektur und ein gezielter Grafiktreiber beheben unterschiedliche Probleme. Die bloße Bezeichnung „Update“ sagt noch wenig darüber, wer das jeweilige Paket benötigt.

Windows und Edge entfernen eMudhra-Zertifikate aus ihren Vertrauenslisten

Microsoft hat am 26. Oktober sieben Zertifikate aus der Windows-Vertrauensliste entfernt; am 27. Oktober folgte dieselbe Änderung für Edge. Betroffen sind sechs eMudhra-G3-Stammzertifikate und eine zusätzliche, von AAA Certificate Services ausgestellte Querverknüpfung. Solche Querverknüpfungen können einen weiteren Weg zu einem bereits vertrauten Aussteller schaffen. Die Änderung reicht deshalb über das Sperren einzelner bekannter Zwischenzertifikate hinaus.

Ausgangspunkt sind acht kompromittierte private Schlüssel untergeordneter Zertifizierungsstellen: sechs für TLS-Verbindungen und zwei für Codesignaturen. Mit ihnen könnten Angreifer Zertifikate für nachgeahmte Websites oder Dienste erstellen beziehungsweise schädliche Software mit einer scheinbar vertrauenswürdigen Herkunft versehen. Dafür wären weitere Schritte nötig, etwa Nutzer zum falschen Dienst oder zur präparierten Datei zu führen. Die Schlüssel allein verschaffen keinen unmittelbaren Zugang zu beliebigen Windows-PCs. Eine bestätigte aktive Ausnutzung nennt Microsoft in seiner Mitteilung nicht.

Schon am 20. Oktober hatte Microsoft die betroffenen Schlüssel über die Windows-Sperrliste sowie einen gesonderten Schutz für Edge und WebView2 blockiert. Neu im Berichtszeitraum ist die weiter gehende Entfernung der sieben Vertrauensanker. Der bereits beschriebene eMudhra-Vorfall auf Apple-Geräten erhält damit eine konkrete Fortsetzung für Windows und Microsofts Browser.

Für gewöhnliche, verbundene PCs ist der automatische Zertifikatsabgleich der entscheidende Weg. Windows kann aktualisierte Vertrauenslisten unabhängig von einem großen Funktionsupdate beziehen. Die außerplanmäßigen Pakete vom 26. Oktober richten sich besonders an Systeme, die diesen Dienst nicht erreichen oder deren automatische Listenaktualisierung abgeschaltet ist. Für Windows 11 24H2, 25H2 und 26H2 dokumentiert Microsoft dafür KB5134133, für 26H1 KB5134134. Diese Pakete sind über den Microsoft Update Catalog erhältlich; sie sind kein pauschaler zusätzlicher Installationsauftrag für jeden privaten Rechner.

Microsoft empfiehlt, die automatischen Windows-Zertifikats- und Edge-Komponentenupdates zuzulassen. Falls eine Anwendung nach der Umstellung eine Verbindung zurückweist, sollte das betroffene Zertifikat nicht auf eigene Faust wieder als vertrauenswürdig eingetragen werden. Gerade Software mit unvollständiger Sperrprüfung könnte sonst einen gefährlichen Vertrauensweg behalten.

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Smart App Control lässt sich auf betroffenen PCs wieder einschalten

Eine bereits vorhandene Schutzfunktion nützt wenig, wenn ihr Schalter nicht bedienbar ist. Microsoft beschreibt nach den Oktober-Aktualisierungen einen Fehler, bei dem sich zuvor ausgeschaltetes Smart App Control auf manchen Geräten nicht mehr aktivieren ließ. Die entsprechende Auswahl in Windows-Sicherheit konnte ausgegraut sein. Rechner, auf denen die Funktion bereits eingeschaltet war, blieben laut Microsoft geschützt.

Für Windows 11 25H2 und 26H2 nennt das Unternehmen inzwischen KB5127936 als Korrektur. Das optionale Paket wurde am 28. Oktober außerhalb des Insider-Programms veröffentlicht. Wer genau an dieser blockierten Einstellung scheitert, erhält damit einen regulären Aktualisierungsweg. Die älteren Eingriffe in die Systemregistrierung sind nach Microsofts Hinweisen bei installiertem Korrekturupdate nicht mehr nötig.

Smart App Control bewertet Anwendungen mithilfe eines cloudgestützten Sicherheitsdienstes und prüft bei unklarer Einstufung ihre Signatur. Als nicht vertrauenswürdig eingestufte Programme können blockiert werden. Die Funktion ergänzt einen Virenschutz; sie ersetzt ihn nicht. Microsofts aktuelle FAQ bestätigt zudem, dass neuere Windows-Updates das erneute Aktivieren auf geeigneten Geräten ohne vollständige Neuinstallation ermöglichen. Andere geräteabhängige Voraussetzungen bleiben bestehen.

Das neue Rechtsklickmenü und Cloud rebuild aus demselben Paket sind im Einzelartikel zu KB5127936 ausführlich beschrieben. Für eine gezielte Installation ist hier die behobene Schutz-Einstellung das stärkere Argument. Wer keine passende Störung hat, kann die Änderungen mit dem folgenden monatlichen Sicherheitsupdate erhalten.

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Die zurückgezogene VPN-Korrektur steht jetzt wieder in den Updatehinweisen

Bei Always On VPN hat sich der Stand gegenüber der vorigen PC-Kompass-Ausgabe geändert. Dort ging es um eine Fehlerbehebung, die Microsoft aus der Beschreibung des Oktober-Sicherheitsupdates wieder entfernt hatte. Die neuen optionalen Pakete führen sie nun ausdrücklich auf: KB5127936 für Windows 11 25H2 und 26H2 sowie KB5127653 für 26H1.

Das dokumentierte Problem betrifft bestimmte Always-On-VPN-Konfigurationen nach dem September-Sicherheitsupdate. Wenn eine automatische Protokollwahl oder ein Ausweichen auf ein anderes Protokoll eingerichtet war, konnte die Verbindung nach einem fehlgeschlagenen ersten Versuch hängen bleiben. Teilweise erschien bei weiteren Versuchen die Meldung, der angegebene Anschluss werde bereits verwendet. Gemeint sind damit bestimmte dauerhaft eingerichtete Zugänge, häufig zu einem Unternehmensnetz, und keine allgemeine Störung sämtlicher privater VPN-Dienste.

Für betroffene Arbeitsrechner zählt die Freigabe des passenden Updates durch die zuständige IT. Ein gewöhnlich funktionierender Internetzugang muss wegen dieser Meldung nicht neu eingerichtet werden. Die eigentliche Neuerung ist überschaubar, aber praktisch: Für das konkret beschriebene Verbindungsproblem nennt Microsoft jetzt wieder ein verfügbares Korrekturpaket.

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Windows testet Telefonsteuerung und Geschwindigkeitstest in den Schnelleinstellungen

Ein Smartphone klingeln lassen, den Tonmodus ändern oder vor einem Termin „Nicht stören“ einschalten: Solche Aktionen erprobt Microsoft seit dem 23. Oktober direkt in den Windows-Schnelleinstellungen. Die neue Ansicht für mobile Geräte beginnt im Experimental-Kanal des Insider-Programms, unter anderem mit Build 26340.9767. Auch dort erfolgt die Freischaltung schrittweise.

Ein bereits verbundenes, unterstütztes Android-Telefon bietet zunächst den größten Funktionsumfang. Beim iPhone beschränkt sich die erste Umsetzung stärker auf Statusinformationen. Welche Bedienelemente erscheinen, hängt von Plattform und Gerätekonfiguration ab. Microsoft nennt weder eine vollständige Liste sämtlicher kompatibler Smartphones noch einen verbindlichen Termin für die allgemeine Veröffentlichung in Deutschland. Die Funktion ist deshalb noch keine verlässliche neue Eigenschaft jedes aktuellen Windows-PCs.

Im selben Testzweig wandert außerdem der Internet-Geschwindigkeitstest vollständig in die Schnelleinstellungen. Download, Upload und Reaktionszeit sollen dort angezeigt werden, ohne den Browser zu öffnen. Das kann bei der ersten Fehlersuche bequem sein. Ein einzelner Messwert zeigt allerdings die Leistung der gerade verwendeten Verbindung; er beweist noch nicht, ob ein Engpass am WLAN, am Internetanschluss oder an einer anderen Stelle liegt.

Für den normalen Alltagsrechner besteht wegen dieser Komfortfunktionen kein Anlass zum Wechsel in einen experimentellen Kanal. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass getestete Funktionen verändert, entfernt oder nie allgemein veröffentlicht werden können.

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Nvidia bietet einen Hotfix gegen Videoaussetzer und schwarze Bildschirme

Nach dem GeForce-Treiber 621.01 mit vorbereiteten Shader-Downloads steht inzwischen eine gezielte Nachbesserung bereit. Nvidia hat am 27. Oktober den GeForce/RTX-Spark-Hotfix 621.12 veröffentlicht. Er behebt laut Hersteller ein Problem, bei dem die Videowiedergabe auf einigen GeForce-RTX-50-Grafikkarten und RTX-Spark-Systemen nach dem Wechsel auf 621.01 einfrieren oder ein schwarzer Bildschirm auftreten konnte.

Zusätzlich nennt Nvidia einen Absturz in Unreal Engine 5.8 bei einer bestimmten Beleuchtungseinstellung, Bildfehler mit einem konkret bezeichneten StarTech-Thunderbolt-3-auf-HDMI-2.0-Adapter an RTX Spark sowie gelegentliches Flackern beim MSI N16 Flip. Die Liste beschreibt einzelne Fehlerbilder und keine allgemeine Reparatur sämtlicher Anzeigeprobleme.

Für klassische Windows-10- und Windows-11-PCs gibt es ein x64-Paket; RTX-Spark-Notebooks mit Windows 11 benötigen die gesonderte Arm64-Ausgabe. Der Bezug erfolgt über Nvidias Supportseite. Entscheidend ist außerdem der Veröffentlichungsstatus: Hotfix-Treiber sind optionale Betaversionen mit verkürzter Prüfung. Nvidia bezeichnet das Warten auf den nächsten WHQL-zertifizierten Treiber als die sicherste Variante und will die Korrekturen dort übernehmen.

Wer von den genannten Aussetzern betroffen ist, kann den Hotfix als gezielte Zwischenlösung abwägen. Auf einem störungsfrei laufenden Rechner ergibt sich aus dieser Veröffentlichung dagegen kein zusätzlicher Leistungsgewinn, den man möglichst schnell mitnehmen müsste.

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FSR 4.1 erreicht Ally-Handhelds als Treibervorschau

Für ROG Xbox Ally X und Ally X20 hat die zuvor angekündigte FSR-4.1-Vorschau ihren Termin erreicht. ASUS führt das Grafikupdate inzwischen als verfügbare Vorschau und nennt dafür den 23. Oktober. Damit folgt auf die Freigabe für zusätzliche Radeon-PCs ein eigener Updateweg für diese Windows-Handhelds.

Der Download liegt in Armoury Crate SE unter „Update Center“ und „Preview Updates“. Nach der Installation muss FSR Upscaling aktiviert sein; außerdem benötigt das Spiel eine passende Unterstützung. ASUS beschreibt auch die Übernahme des neueren Verfahrens in unterstützte Spiele mit FSR Upscaling ab Version 3.1.

Das Verfahren rekonstruiert ein höher aufgelöstes Bild aus einer niedriger berechneten Vorlage. Für einen mobilen PC kann das den Spielraum zwischen Bildqualität und Rechenaufwand erweitern. Wie viel eine bestimmte Szene gewinnt und welche Qualitätsstufe sinnvoll ist, muss sich aber am konkreten Spiel zeigen; eine feste zusätzliche Bildrate lässt sich aus der Freigabe nicht ableiten.

ASUS warnt bei der Vorschau vor möglichen Fehlern und Instabilität. Wer seinen Handheld möglichst verlässlich nutzen möchte, kann auf die spätere Bereitstellung im Bereich „Official Updates“ warten. Einen festen Termin dafür nennt die Mitteilung nicht. Der vorhandene Vorschau-Download und eine abgeschlossene reguläre Freigabe bleiben damit zwei verschiedene Entwicklungsstände.

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Wochenfazit

Die wichtigste Wartung kann in dieser Woche nahezu unsichtbar bleiben: Aktuelle Vertrauenslisten sollen verhindern, dass kompromittierte Zertifikatsketten weiterhin akzeptiert werden. Für private Windows-PCs bedeutet das vor allem, die vorgesehenen automatischen Aktualisierungen zuzulassen. Bei Geräten ohne diesen Bezug muss der Ersatzweg stimmen. Eine zurückgewiesene Verbindung durch manuelles Wiederherstellen des Vertrauens zu umgehen, wäre die falsche Abkürzung.

Die übrigen Pakete verlangen eine genauere Auswahl. Wer Smart App Control nicht wieder einschalten kann oder vom beschriebenen Always-On-VPN-Fehler betroffen ist, hat einen konkreten Grund, die aktuelle Windows-Korrektur zu prüfen. Nvidias Hotfix richtet sich ebenfalls an bestimmte Störungen, bringt aber den Status einer optionalen Betaversion mit. Für Telefonsteuerung und Handheld-Upscaling bleibt Abwarten dagegen eine gut begründete Entscheidung, solange die Testphase läuft.

Alle Ausgaben der Reihe findet ihr gesammelt im PC-Kompass-Archiv von GadgetChecks.

Stand der Recherche: 29. Oktober 2026, 14:17 Uhr MEZ.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: Grundlage sind die verlinkten Hersteller-, Support-, Sicherheits- und Entwicklerdokumente. GadgetChecks hat die genannten Windows-Korrekturen, Zertifikatssperren, Vorschaufunktionen und Grafiktreiber nicht selbst auf Geräten getestet. Aussagen zu behobenen Fehlern und Funktionsumfang stammen von den jeweiligen Anbietern; eigene Leistungs- oder Bildqualitätsmessungen liegen für diese Ausgabe nicht vor.

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