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MacBook Pro PROLED XDR im Detail – 16 TB, teure Extras und ein leuchtendes Comeback




Redaktion









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Das neue MacBook Pro bringt erstmals einen Touchscreen und ein Tandem-OLED-Display auf den Mac. Unsere bereits veröffentlichte Vorstellung des MacBook Pro mit PROLED XDR, Touch und Dynamic Island erklärt die neue Gerätegeneration. Wer das MacBook Pro im Detail betrachtet, entdeckt daneben Veränderungen, die von der Speicherbestellung bis zum Arbeitsplatz mit externem Monitor reichen.

Die SSD wächst auf bis zu 16 TB, während die Vollausstattung in Deutschland die Marke von 16.000 Euro überschreitet. Die Dynamic Island übernimmt Aufgaben abseits der Kameraöffnung, das leuchtende Apple-Zeichen kehrt zurück und die Lautsprecher bekommen eine Abstimmung für den Betrieb mit geschlossenem Deckel. Apple erklärt außerdem, weshalb Touch nach jahrelanger Ablehnung nun doch zum Mac passen soll.

MacBook Pro im Detail: 16 TB treiben den Preis auf 16.264 Euro

Die maximale interne Speicherkapazität verdoppelt sich von 8 auf 16 TB. Allerdings hängt diese Option am gewählten Chip: Beim M5 Pro endet die Auswahl weiterhin bei 4 TB, während beide M5-Max-Ausführungen bis zu 16 TB erlauben. Wer besonders viel lokalen Speicher benötigt, muss deshalb auch den Preis der höheren Chipklasse einplanen. Die größte SSD ist keine frei wählbare Ergänzung für jedes Einstiegsmodell.

Im deutschen Apple Store kostet das 16-Zoll-Modell mit M5 Max, 18 CPU- und 40 GPU-Kernen, 128 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher, 16-TB-SSD und Nanotexturglas insgesamt 16.264 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Dieser Betrag umfasst den Rechner ohne zusätzliches Netzteil, Softwarekäufe oder AppleCare. Das optionale 140-Watt-Netzteil kostet weitere 119 Euro; zusammen wären es 16.383 Euro. Zum Vergleich: Die neuen Touch-Modelle beginnen mit M5 Pro bei 3.299 Euro für 14 Zoll und 3.899 Euro für 16 Zoll.

Den größten einzelnen Aufpreis verursacht der Speicher. Ausgehend von der 2-TB-SSD des stärksten M5 Max kosten 4 TB zusätzlich 1.100 Euro, 8 TB zusätzlich 3.300 Euro und 16 TB zusätzlich 7.700 Euro. Allein der Schritt von 8 auf 16 TB schlägt damit mit weiteren 4.400 Euro zu Buche. Hinzu kommen in dieser Konfiguration 2.200 Euro für den Wechsel von 48 auf 128 GB Arbeitsspeicher und 165 Euro für Nanotexturglas.

Für große Videoprojekte, umfangreiche Sample-Bibliotheken oder lokale Datensammlungen kann viel interner Speicher unterwegs wertvoll sein. Die sinnvollste Ausstattung ergibt sich trotzdem aus dem tatsächlich benötigten Arbeitsbestand. Wer nur gelegentlich auf ein großes Archiv zugreift, sollte vor der Bestellung überlegen, welche Daten ständig mitreisen müssen. Und auch eine sehr große interne SSD braucht eine davon getrennte Datensicherung.

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Dynamic Island: Musik, Suche und Live-Aktivitäten an einem Ort

Die Dynamic Island kommt erstmals auf den Mac und soll laufende Vorgänge erreichbar halten, während eine andere Anwendung im Vordergrund bleibt. Apple nennt unter anderem das Annehmen eines Anrufs, die Musiksteuerung und AirDrop-Anfragen. Ein Song lässt sich auf dem neuen Touchscreen somit auch direkt per Fingertipp pausieren. Aus der Fläche rund um die Kamera wird ein zusätzlicher Ort für kurze Handgriffe.

Hinzu kommen Spotlight und Siri AI. Damit verbindet Apple die Anzeige laufender Aktivitäten mit dem Suchen und dem Aufrufen seiner Assistenz. Für den Alltag ist vor allem interessant, wie wenig ein solcher Eingriff die eigentliche Arbeit unterbricht: Eine Wiedergabe anzuhalten oder eine Übertragung anzunehmen sollte keinen längeren Ausflug durch andere Fenster erfordern. Ob die neue Fläche übersichtlicher ist als die bisherigen Wege, hängt von ihrer konkreten Nutzung ab.

Bei Siri AI gelten allerdings eigene Verfügbarkeitsgrenzen. Apple führt die Assistenz unter macOS 27 zunächst als Beta in ausgewählten Sprachen; Deutsch gehört zu den anfänglich unterstützten Siri-AI-Sprachen noch nicht. Die Ankündigung der Dynamic Island bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jede dort eingebundene Funktion sofort auf Deutsch bereitsteht.

Ebenso wenig zieht mit der Dynamic Island Face ID in das Notebook ein. Die technischen Daten nennen weiterhin Touch ID zum Entsperren und eine 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera für Videoanrufe. Die vom iPhone vertraute Bezeichnung beschreibt hier eine Bedienfläche und deren Funktionen. Sie ist kein Beleg dafür, dass Apple auch die Gesichtserkennung des Telefons übernommen hat.

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Das leuchtende Apple-Zeichen kehrt nach zehn Jahren zurück

Auf der Rückseite des Displaydeckels kehrt ein vertrautes Erkennungsmerkmal zurück: Das Apple-Zeichen leuchtet wieder. Mit der MacBook-Pro-Neugestaltung von 2016 hatte Apple die beleuchtete Variante durch ein glänzendes, unbeleuchtetes Zeichen ersetzt. Zehn Jahre später gehört der Lichtakzent erneut zum Auftritt der neuen Modelle. John Ternus zeigt ihn in seinem zur Vorstellung veröffentlichten Video und spielt auch im Begleittext auf das Leuchten an.

Technisch kann die Rückkehr nicht einfach auf derselben Grundlage wie früher beruhen. Bei den älteren beleuchteten Logos kam das Licht von der Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms. Das neue Tandem-OLED-Display arbeitet dagegen mit selbstleuchtenden Pixeln und benötigt keine separate Hintergrundbeleuchtung. Für das Zeichen ist deshalb eine andere Beleuchtungslösung erforderlich. Wie Apple diese im Inneren genau aufgebaut hat, lässt sich aus der sichtbaren Rückkehr allein nicht ableiten.

Der praktische Nutzen des Rechners verändert sich dadurch kaum, seine Wirkung nach außen dagegen deutlich. Gerade auf Fotos oder in einem abgedunkelten Raum fällt ein leuchtendes Zeichen stärker auf als eine polierte Oberfläche. Für langjährige MacBook-Nutzer dürfte die Änderung zudem Erinnerungen an frühere Geräte wecken.

Beim Kauf bleibt sie eine Frage des Geschmacks. Das Comeback ist ein sichtbares Designdetail; über Displayqualität, Rechenleistung oder die passende Speicherausstattung sagt es nichts aus. Apples neue Konstruktion verbindet damit eine vertraute optische Idee mit einer deutlich veränderten Bildschirmtechnik.

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Neuer Klang: mehr Bass und eine Abstimmung für den geschlossenen Deckel

Apple bleibt bei einem System mit sechs Lautsprechern, überarbeitet aber dessen Aufbau. Neu entwickelte Tieftöner sollen nach Herstellerangaben 50 Prozent tiefere Bässe liefern. Überarbeitete Hochtöner sollen durch eine gezieltere Schallverteilung die Klarheit verbessern. Unterstützung für 3D-Audio bei Musik und Filmen mit Dolby Atmos gehört ebenfalls zur Ausstattung.

Die Prozentangabe beschreibt dabei kein pauschal um 50 Prozent besseres Klangerlebnis. Aus ihr lässt sich ebenso wenig eine entsprechende Steigerung der Lautstärke ableiten. Wie Stimmen, Musik und Effekte tatsächlich klingen, muss sich am fertigen Gerät zeigen. Für die Beurteilung zählt neben dem Tieftonbereich auch, ob Sprache verständlich bleibt und der Klang bei unterschiedlichen Lautstärken ausgewogen wirkt.

Besonders alltagsnah ist eine zweite Änderung: Erstmals gibt es ein spezielles Audio-Tuning für den Betrieb mit geschlossenem Display. Apple richtet sich damit an Menschen, die das MacBook Pro an einen externen Bildschirm anschließen und den Notebookdeckel zuklappen. Die eingebauten Lautsprecher sollen auch in dieser Arbeitsweise eine bessere Klangqualität bieten.

Das kann am Schreibtisch für Musik, kurze Videos und Besprechungen relevant sein, wenn dort keine separaten Lautsprecher stehen. Ein geschlossenes Notebook verändert die Bedingungen für die Schallabstrahlung; eine darauf abgestimmte Wiedergabe ist deshalb eine nachvollziehbare Ergänzung. Wie groß der Unterschied zum geöffneten Betrieb ausfällt, bleibt eine Frage für Hörvergleiche. Für verbindliche Entscheidungen beim Mischen von Musik ersetzt die Ankündigung außerdem keine vertraute, geeignete Abhörlösung.

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Warum Apple den Touchscreen jetzt doch für richtig hält

Im Gespräch mit WIRED erklärt John Ternus, weshalb Apple seine langjährige Haltung zum berührungsempfindlichen Mac-Display verändert. Tastatur und Trackpad bleiben demnach die Grundlage der Bedienung. Touch soll zusätzliche Handgriffe ermöglichen, wenn die direkte Berührung angenehm und hilfreich ist. Voraussetzung sei gewesen, dass die Ergänzung den Rechner weder schwerer noch dicker macht; mit dem OLED-Display habe sich diese Möglichkeit ergeben.

Hardwarechef Johny Srouji verweist auf das Zusammenspiel aus weiterentwickelter Displaytechnik, Apple-Chips und Software. Marketingchef Greg Joswiak beschreibt zugleich die Erwartungen professioneller Anwender und einer jüngeren Generation, die das Berühren von Bildschirmen von anderen Geräten gewohnt ist. Apple begründet den Wechsel damit sowohl technisch als auch mit veränderten Nutzungsgewohnheiten.

Die Umsetzung betrifft mehr als den Touchsensor. Ein überarbeitetes Wärmemanagement soll Wärme vom Display fernhalten, ein neu entwickeltes Scharnier den Bildschirm beim Antippen stabilisieren. In der WIRED-Demonstration vergrößern sich zudem bestimmte Bedienelemente bei Berührung. Kleine Ziele müssen dadurch nicht unverändert mit dem Finger getroffen werden. Apple sagt außerdem, die Beschichtung erfordere nicht mehr Reinigung als ein gewöhnliches Display; wie gut das im Alltag funktioniert, muss sich noch zeigen.

Damit lässt sich der Nutzen an konkreten Aufgaben prüfen: Ein Foto direkt zu vergrößern, ein Objekt zu verschieben oder ein Software-Instrument anzuspielen kann naheliegen. Für längere Texte bleiben die Hände ohnehin an der Tastatur. Entscheidend ist, ob der Wechsel zwischen den Eingaben flüssig gelingt und unnötige Armbewegungen vermeidet. Eine Zusage für Touch beim MacBook Air oder iMac macht Ternus in dem Interview nicht.

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Apple Kompakt

Der Wert dieser Neuerungen zeigt sich an sehr unterschiedlichen Stellen. Eine größere SSD kann einen mobilen Arbeitsplatz vereinfachen, die Audio-Abstimmung den Schreibtischbetrieb verbessern und Touch einen einzelnen Handgriff verkürzen. Dafür muss die jeweilige Änderung zur eigenen Nutzung passen. Die teuerste Konfiguration ist vor allem eine Ausstattungsgrenze, keine allgemeine Kaufempfehlung.

Bei den neuen Eingabemöglichkeiten wird es besonders auf das Zusammenspiel mit den gewohnten Werkzeugen ankommen. Eine zusätzliche Geste überzeugt dann, wenn sie sich selbstverständlich in die Arbeit einfügt. Weitere Entwicklungen abseits der großen Tagesanalyse findest du in unserer Serie Apple Kompakt.

Stand: 28. Oktober 2026. Alle Preise beziehen sich auf den deutschen Apple Store und enthalten die Mehrwertsteuer. Die neuen Modelle sind vorbestellbar; der Verkaufsstart ist für den 6. November angekündigt. Liefertermine einzelner Konfigurationen können davon abweichen.

Hauptquellen

Transparenzhinweis: gadgetChecks hat die neuen Modelle noch nicht selbst getestet. Aussagen zu Klangverbesserungen, Displaybeschichtung und Bedienverhalten beruhen auf Herstellerangaben beziehungsweise der von WIRED beschriebenen Vorführung. Eine eigene Prüfung im Alltag steht noch aus.

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